Frauen-Bundesliga: Was uns am ersten Spieltag verblüfft hat

Von am 4. September 2017 – 15.09 Uhr 17 Kommentare

Der Auftakt in die Saison 2017/18 der Frauenfußball-Bundesliga hielt auf und neben dem Platz eine ganze Reihe von Überraschungen parat. Wir haben fünf davon herausgepickt.

Bundestrainerin Steffi Jones auf einer Pressekonferenz

Bundestrainerin Steffi Jones rät jungen Spielerinnen in der Bundesliga zu bleiben © Brendan Moran/Sportsfile

Zuschauerboom

Am ersten Spieltag der Saison 2017/18 strömten 8439 Zuschauern zu den sechs Bundesligaspielen. Das waren im Schnitt 1407 Zuschauer und somit 44% mehr als beim Saisonauftakt der vergangenen Saison, als nur 977 Zuschauer pro Partie zuschauten. Und damit nicht genug: Ein Schnitt von 1407 Zuschauern wurde in der Saison 2016/17 an keinem einzigen der 22 Spieltage erzielt. So darf es gerne weitergehen – auch wenn nicht jedes Mal ein Ostderby und ein Auswärtsspiel des FC Bayern München die Quote anschiebt.

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Von wegen EM-Müdigkeit

Viel war in den vergangenen Wochen davon zu hören und lesen, wie sehr die Abstellung von Spielerinnen zur EM in den Niederlanden und dem damit verbundenen verspäteten Trainingseinstieg belastet war. Von EM-Müdigkeit war bei den Spielerinnen selbst am ersten Spieltag aber nur wenig zu sehen.

Österreichs Topstürmerin und EM-Halbfinalistin Nina Burger traf ebenso doppelt wie Vize-Europameisterin Pernille Harder und DFB-Nationalspielerin Svenja Huth, die sich gemeinsam an die Spitze der Torschützinnenliste setzten. Europameisterin Jackie Groenen gehörte am ersten Spieltag genauso zu den Torschützinnen, wie die Schweizer EM-Teilnehmerin Ana-Maria Crnogorčević und die DFB-Nationalspielerinnen Mandy Islacker und Lina Magull.

Himmighofen sieht Rot

In ihren bisher 130 Bundesligaspielen im Dress des MSV Duisburg musste Abwehrspielerin Marina Himmighofen zwar bisher schon drei Mal vorzeitig mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz. Doch eine glatte Rote Karte sah sie in der Frauenfußball-Bundesliga noch nie. Das passierte ihr bisher nur einmal in einem DFB-Pokal-Spiel beim SC Sand vor knapp vier Jahren – bei einer frühen Notbremse gegen den damaligen Zweitligisten. Doch kurz vor Schluss der Partie beim SC Freiburg am Sonntag passierte es: Schiedsrichterin Karoline Wacker wertete den Trikotzupfer von Himmighofen an die allein aufs Tor zulaufende Lina Magull als Notbremse und zog die Rote Karte.

Favoriten kennen kein Pardon

Sicherlich haben einige der Außenseiter am 1. Spieltag darauf gehofft, dass die Topteams wie der VfL Wolfsburg, der FC Bayern München oder der 1. FFC Turbine Potsdam zum Saisonauftakt ihre individuelle Überlegenheit noch nicht ganz zum Tragen bringen können. So starteten etwa Wolfsburg und Bayern in der vergangenen Saison nur mit einem Remis. Doch diesmal war alles ganz anders: Die „Wölfinnen“ fegten die bedauernswerten Hoffenheimerinnen mit 6:0 aus dem Stadion, der FC Bayern München gewann souverän beim sonst unbequemen Gegner SGS Essen mit 3:0 und auch Turbine Potsdam war beim 4:1-Sieg im Ostderby gegen den FF USV Jena nie ernsthaft in Gefahr. Fazit: Die Branchenriesen sind von Beginn an hellwach.

Junge Spielerinnen sollen nicht ins Ausland wechseln

Mit einer bemerkenswerten Aussage wartete Bundestrainerin Steffi Jones am Samstag im Interview mit WDR-Moderatorin Okka Gundel (Interview ab ca. 51,30 Minuten) während der Halbzeitpause des Bundesligaspiels SGS Essen gegen FC Bayern München auf. Sie empfahl jungen Spielerinnen, in der Bundesliga zu bleiben, anstatt ins Ausland zu wechseln und womöglich dem Reiz des Geldes zu erliegen.

So erklärte Jones: „Es gibt Spielerinnen, die erfahrener sind, die können auch gerne ins Ausland gehen. Aber ich finde, dass junge Spielerinnen dann doch eher ihren Weg hier sehen sollten. Sie sollten hier Leistungsträgerinnen werden und sich hier durchsetzen. Darauf sollten wir aufpassen. Geld ist nicht alles, es kommt immer darauf an, welches Ziel die Spielerinnen verfolgen. Mir ist es als Spielerin wichtig gewesen, zu spielen, denn ich brauche die Spielpraxis. Wenn ich den Verein wechsle, kriege mehr Geld, aber spiele nicht, habe ich nichts gewonnen außer Geld. Da sollte sich jede Spielerin fragen, ob es das ist, was sie möchte oder ob sie auch spielen möchte.“

Sollten junge Spielerinnen in der Frauen-Bundesliga bleiben anstatt ins Ausland zu wechseln?

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

17 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Der gute Zuschauerschnitt am 1. Spieltag wurde sicherlich von der pausierenden Männer-Bundesliga begünstigt. Bleibt zu hoffen, dass der positive Zuschauertrend in der Allianz Bundesliga die ganze Saison anhält. Wird auch davon abhängen, wie lange das Meisterschaftsrennen offen bleibt. Den eingespielten und top-besetzen Wölfinnen traue ich diese Saison allerdings einen Durchmarsch zu.

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  • Zaunreiter sagt:

    Hier noch ein Fundstück aus der taz zum Thema:

    http://taz.de/Frauenfussball-Bundesliga/!5441103/

    Ach…und den Artikel hab ich auch noch entdeckt:
    http://taz.de/Fussball-in-Deutschland/!5437001/

    (3)
  • GG sagt:

    Zunächst ein fröhliches Hallo in die Runde. Neue Spielzeit, neue Aspekte des Frauenfußball die diskutiert werden (können).

    Mein Fokus liegt auch weiterhin beim Team des amtierenden Meisters, weshalb ich mir zur Saisoneröffnung auch wieder einen Trip nach WOB „gegönnt“ habe. Insoweit fehlt mir also jegliche Basis, um einen sachdienlichen Kommentar zum vermutlich erneut Hauptkonkurrenten um diesen Titel abgeben zu können. Kann aber umgekehrt bestätigen, wieder einmal „großes Kino“ von PI Harder.
    Was in der Berichterstattung zu meinem Live-Spiel an Bemerkenswertem schein-/offenbar überdies noch fehlt sind die Tatsachen, dass Caro Hansen – zusätzlich zu ihrem eigenen Treffer – noch #4 Buden unmittelbar vorbereitet hat, die beiden anderen Vorlagen hat Tessa Wullaert geliefert; Indizien dafür, dass die Wölfinnen in der Offensive (nahezu) keine Sorgen haben.
    Defensiv sah es da mitunter schon ganz anders aus, besonders in der Phase zwischen den Treffern 1 und 2. Hierfür trug aber in erster Linie das Trainerkollektiv Verantwortung. Anna Blässe lange Zeit nur auf der Bank, Katha Baunach nicht im Kader, Isy Kerschowski aus nicht nachvollziehbaren/unbekannten Gründen ausgeschlossen, demgegenüber eine Lena Goeßling, die in einigen Situationen – wie auch schon in den Testspielen zuvor – überfordert wirkte. Aber gut. Dieser Saisonauftakt kann dennoch schon als gelungen qualifiziert werden.

    Und zum Thema „Steffi Jones“:
    Auch mir ist sogleich Pauli Bremer eingefallen – obgleich sie bei OL nach meinem Empfinden sehr wohl Einsatzzeiten bekommen hat. Und überdies, Pauli hatte sich zuvor bereits bei den Turbienen durchgesetzt, insoweit habe ich ihren Wechsel nach Frankreich als Schritt – wenngleich sehr großen – in die richtige Richtung verstanden. Aber wen sonst könnte Steffi Jones im Fokus haben ? Laura Freigang, USA -> Stipendium, wie einige weitere Nachwuchstalente ebenso. Aber diese wird Steffi Jones doch wohl nicht ernsthaft gemeint haben ?!? Und auch Josie Henning, Paris/London/Lyon/? -> scheidet für mich mit ihren nun bald 28 Jahren aus, zählt sie damit doch sicherlich nicht mehr zu den jüngeren Spielerinnen.
    Nach jetziger Auffassung fehlt diesem Statement von Steffi Jones die Substanz. Wenn dieses eine der Lehren aus dem für mich ganz klar vom Funktionsteam zu verantwortenden, völlig unzureichenden Abschneiden bei der EM ist, na dann „Prost, Mahlzeit“. Klar wünsche (und fordere) auch ich mehr junge deutsche Spielerinnen in den Stamm-Elf der BuLi-Mannschaften. Und Wolfsburg hat diesbezüglich auch so seine „Leichen“ im Keller (z.B. Lina Magull). Aber sich als N11-Cheftrainerin hinzustellen und die Spielerinnen in die Verantwortung zu nehmen, ist schon ziemlich einfach gestrickt. Diese Forderung gehört in die Gesprächsrunden mit den Verantwortlichen der Vereine. Immer, und immer wieder.
    Wo ist denn die Berufung einer Maggie Gideon, Rebecca Knaack, Rieke Dieckmann, Jo Wedemeyer in die N11 ? Auch diese hatten maßgeblichen Anteil am letzten großen internationalen Titel des deutschen Frauenfußballs – und wissen also wie es geht; zumindest, wenn man sie denn auch lassen würde. Lena Petermann war damals (2014) zwar auch dabei, aber im Vergleich zu ihrer seinerzeitigen Sturmpartnerin Pauli Bremer, ….?
    Bei der N11 habe ich zuletzt nur einen „Högner-Effekt“ wahrgenommen – mit der Berufung der „SGS Essen-Rasselbande“, welche bei der EM doch eher überfordert war.
    Angesichts der sich abzeichnenden, fast schon chronischen Erfolgslosigkeit der von DFB-Trainerin Maren Meinert geführten Mannschaften, bin ich sehr gespannt, wie der weitere Werdegang der Freiburg (U19)- und Bayern (U17)-Talente sein wird. Dazu die Juwelen Melissa Kössler (Turbine Potsdam -> Oh, ha !!) und Lena Oberdorf. Förderungswürdige Talente hat der deutsche Frauenfußball mehr als genug, allein, Lippenbekenntnisse und/oder dubiose Appelle reichen nicht aus.

    (16)
  • FrankE sagt:

    Das gesammte Interview mit Steffi hat bei mir nur Fragezeichen und Unverständnis hinterlassen. Zum Einen die Frage nach den Nachwuchstalenten, die Zielrichtung war auch für mich klar: Pauli. Dann sollte man aber auch konkret fragen und nicht so ein Wischi-Waschi Gequatsche von sich geben. Der Fall Bremer zeigt: Nur dem „Lockruf des Geldes“ zu folgen kann sportlich ein Rückschritt sein, ohne sportliche Herausforderung stellt man sich auf das Abstellgleis. Das ist jedoch eine Binsenweisheit die nach fünf Euro für das Phrasenschwein verlangt, nicht aber in einem Interview gestellt werde sollte.

    Noch lächerlicher war die Frage von Okka Gundel nach dem nachlassenden Interesse an der Frauenfussball Bundesliga. Da steht sie im Stadion, mit mehr als 2.000 (!) Zuschauern, zur gleichen Zeit ware es in der AOK Arena gute 1.500 Zuschauer. Da frage ich mich doch ob Frau Gundel sich die Fragen für das Interview bereits eine Woche vorher überlegt hat oder was sie zu sowas geleitet hat. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln über so viel Realitätsferne bei Frau Gundel, war es doch vor allem Frau Neumann die bisher durch derartige verwirrte Aussagen von sich reden machte. Kompliment an Steffi, Ihre Augen zeigten was sie von den Fragen hielt und trotzdem hat sie noch geantwortet.

    Mein (nicht ganz ernst gemeintes) Fazit des ersten Spieltages der BuLi: Die Liga funktioniert. Wirklich im Sinken begriffen ist offensichtlich vor allem der Stern des Sportjournalismus. (Um Ärger zu vermeiden nehme ich Beteiligte an womensoccer.de natürlich aus!)

    (10)
  • Helmut sagt:

    Man sollte das Interview eher als Warnung verstehen, die ähnliches versuchen wollen wie Bremer oder Mittag. Auch die schlechter werdenden Zuschauerzahlen der Vorsaison sind Fakt. Es waren 22% weniger als 15/16. Hervorzuheben sind die Verluste in München (-710) und in Frankfurt (-530) im Schnitt!

    (9)
  • bale sagt:

    ich denke ,das pauli bei city gesetzt ist verloren sie doch lucy und toni.viel glück pauli du gehst deinen weg–anderes Thema habt ihr das mit A.hegerberg mitbekommen,das sie vorübergehend aus Nationalteam austritt,weil es während der em ordentlich gekracht hat un dem team.

    (7)
  • maurinho sagt:

    Eine Anmerkung: Marina Himmighofen hat sicherlich mehr als 130 Spiele in der BL absolviert. 130 für den FCR/MSV sollte passen, wird aber im Text nicht deutlich – und sie hat zwei Jahre vorher in Essen gespielt, davor für Bad Neuenahr. So ca. 190 insgesamt sollten es schon gewesen sein.

    (8)
  • balea sagt:

    Wo kann man denn detailliert die Zuschauerzahlen auch der letzten Saison ansehen? Auf der DFB – Seite habe ich das nicht gefunden.

    (1)
  • Markus Juchem sagt:

    @maurinho: Danke für den Hinweis, vollkommen richtig. Das sind nur die Spiele im Duisburger Dress, ich ergänze das.

    (4)
  • Detlef sagt:

    @Helmut,
    Ich finde es unfair, hier wieder sinkende Zuschauerzahlen zu beklagen, ohne die wahren Gründe dafür zu nennen!!!
    Ich gebe hier nur mal ein paar Partien als Denkanstoß!!!

    Potsdam gegen Frankfurt, verschoben wegen TV auf Samstag,
    geschätzter Zuschauerverlust; 500-1000

    Wolfsburg gegen Potsdam, verschoben wegen U19 EM/WM, da Herr Kellermann natürlich nicht auf seine Nachwuchsstars verzichten konnte, geschätzter Zuschauerverlust; 500-1000

    Frankfurt gegen Potsdam, verschoben auf Sonntag 20 Uhr wegen TV,
    geschätzter Zuschauerverlust; 500-700

    Ein kompletter Spieltag auf Mittwoch gelegt (warum auch immer), Anpfiff zB bei Leverkusen gegen Potsdam 19 Uhr,
    geschätzter Zuschauerverlust insgesamt 500-1000

    Euch fallen wahrscheinlich noch einige Beispiele mehr ein!!!

    Diese Saison gehts schon wieder in Potsdam los, denn das Heimspiel gegen Bremen wird von Sonntag auf Montag, also einen Werktag wegen TV verschoben!!!

    Wenn nicht endlich alle Verantwortlichen mal an einem Strang ziehen, gehen die Zuschauerzahlen noch weiter zurück!!!
    Und dann wird auch kein TV-Sender mehr übertragen, denn leere Stadien sehen einfach schei… aus!!!
    Fragt die Leute in Frankfurt, in Duisburg und auch in Potsdam!!!
    Wenn die Zuschauer erst mal weg sind, dann kommen sie auch nicht so schnell wieder!!! 🙁

    (1)
  • O. Christ sagt:

    Es gibt weit mehr Zuschauer als vor einigen Jahren, wenn man nämlich die Fernsehzuschauer berücksichtigt. TV-Übertragungen können zwei Effekte haben: Unmittelbar bleiben einige zu Hause, wenn sie dort ein Spiel verfolgen können. Mittelbar werden Zuschauer animiniert, auch ins Stadion zu kommen (oder abgeschreckt). Möglicherweise halten sich die Effekte bisher in etwa die Waage.

    (8)
  • bale sagt:

    na ja ,aber Montag geht gar nicht bleibt bei Sonntag und wenn es sein muss Samstag,aber rechtzeitig ankündigen für die reisenden fans!!!!!!!!!

    (1)
  • Zaunreiter sagt:

    Detlef, ich hab mal auf der DFB-HP nachgeschaut, wegen eures Heimspieles gegen Werder Bremen.
    Der 02.10. ist ein Brückentag. Wäre ich Turbine-Fan, würde ich mir den Tag freinehmen und mit einem zu erwartenden Sieg in den 3. Oktober hineinfeiern. 😉
    Und wenn die Leute das jetzt schon wissen, dass das Heimspiel an dem Tag stattfindet, dann kommen sie entweder nach Potsdam oder setzen sich vor den Fernseher.

    (4)
  • Detlef sagt:

    @Zauni,
    Der 02.10. ist für mich nur dann ein Brückentag, wenn mein Chef sich dazu erweichen läßt, wonach es im Moment jedenfalls aber leider nicht aussieht!!! 🙁
    Und vor der Glotze ist eben lange nicht das Selbe wie LIVE im KARLI!!! 🙁

    (0)
  • Helmut sagt:

    @Detlef
    Ich gebe dir durchaus Recht mit den Liveübertragungen aber bedenke bitte das die Vereine über die Fernsehrechte auch mitfinanziert werden. Ich spekuliere da mal über 100000€ pro Saison. Dazu kommen noch die 100000€ von der Allianz.

    Das mag zwar für den FCB und WOB Zubrot sein, für den FFC und Turbine eine warme Dusche, für Jena und Sand ist es aber Lebensnotwendig.

    Und wenn sich hier ein paar über die Häufigkeit
    der FCB-Spiele im Live-Fernsehen beschweren nur ein kleiner Hinweis: Die Mädels spielen in der Allianz Frauen-Bundesliga und T-Com hat die Fernsehrechte und jetzt ratet mal was auf den FCB-Trikots steht!

    P.S.
    die Mittwochs-Spiele haben wir glaube ich der UEFA zu verdanken. Waren da nicht an den Wochenenden die Champions League Halbfinale angesetzt?

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Helmut,
    Die sogenannten Fernsehrechte werden doch gar nicht wirklich in Anspruch genommen!!!
    Es sind Anhängsel der dritten Liga vom MF!!!
    Von diesem Kuchen darf sich der FF ein paar Krümel nehmen!!!

    Nun gab es zufällig am ersten Spieltag mal eine Übertragung vom WDR, der ja der Regionalvertreter von ARD/ZDF ist!!!
    Ob deswegen das Spiel am Samstag stattfand, weiß ich gar nicht so genau!!!
    War es nicht schon so vom DFB angesetzt???

    Das Problem sind vor allem die Übertragungen bei Sport1, die oft zu fanunfreundlichen Verschiebungen führen (ausgerechnet letztes WE war es nur eine halbe Stunde nach vorn)!!!
    Laut unserem Schatzmeister gibt es von diesem Privatsender gar nix!!!
    Von Eurosport gab es zumindest was, was man durchaus als Einkommensausgleich ansehen konnte!!!

    Das ist das Problem, denn TV-Zuschauer zahlen keinen Eintritt!!!
    1000 Zuschauer weniger sind in Potsdam ca 5000 €!!!
    Und dann kommt noch der Umsatzverlust des Caterers hinzu, der Fanshop verkauft weniger, Stadionhefte werden weniger gekauft!!!

    Ich sehe durchaus, daß TV-Übertragungen auch Zuschauer bringen können!!!
    Das haben wir in Potsdam auch schon erlebt!!!

    Warum also kann man nicht Beides miteinander verbinden???
    Viele Zuschauer sehen im TV doch auch besser aus, als halbleere oder komplett leere Ränge!!! 🙂

    (0)
  • Helmut sagt:

    @Detlef
    Ich darf hier mal ein paar meine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse im Grünwalder und Auswärts der letzten Jahre schildern:

    FFC daheim im Sommer, Familien-Tag (freier Eintritt) 2500 Zuschauer, ääh Besucher. Horden von Kinder spielen Fangen in den Rängen, angetrunkene Väter(„wos is des für a schieß Spui“), Mütter beim Kaffekränzchen („das ist aber bei Penny biliger“) gelegentliche Aufschreie wenn ein Tor fällt.

    Essen daheim im Sommer, Spendentag für benachteiligte Kinder(3€ Eintritt), Ulli H. spendiert die Würstel, 2000 Zuschauer, da sich der Grill vor der Haupttribüne liegt, bilden sich lange Schlangen in den Rängen, vor lauter Rauch sehe ich kaum was vom Spiel!

    Turbine im November, saukalt und nass, Hauptribüne gesperrt wegen TV, 900 Zuschauer, werde von „Turbine-Fan“ als Bayern-Arsch bezeichnet, was wollt ihr noch! Ihr habt doch schon 2:1 gewonnen!

    Essen auswärts, 2400 Zuschauer, ein Motorrad-Rocker als FCB-Fan getarnt,kommt aus Unna, „ähhaäääh fcäh bäarn ähhaäääh“ 90 Minuten lang, plus Nachspielzeit, wenn die Basketballer gekommen wären, hätte er es gar nicht gemerkt!

    Freiburg auswärts, 1500 Zuschauer
    Ein alter Mann neben mir „Spielt den die Behringer noch in Freiburg?“ 30 Minuten später „spielen den da die Bayern gegen Freiburg?“ der gute Mann hat niemanden mehr, dann kommt er halt am Sonntag zum Fußball und die 3€ Eintritt kann er sich noch leisten, was soll er denn sonst auch tun!

    Das mögen zwar nur Beispiele sein aber mir sind 500 Zuschauer lieber die sich mit FF auskennen als 2000, die nur kommen weil es einen Event gibt, weil irgendeine Mannschaft des FC Bayern kommt oder weil sie sonnst nicht anderes zu tun haben!

    (-2)

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