Anja Mittag tritt aus Nationalelf zurück

Von am 22. August 2017 – 12.37 Uhr 14 Kommentare

DFB-Nationalspielerin Anja Mittag hat nach 13 Jahren im Trikot der deutschen Frauenfußball-Nationalelf ihren Rücktritt erklärt.

„Es ist der Zeitpunkt für mich gekommen aus der Nationalmannschaft zurück zu treten“, erklärte die 32-Jährige in den Sozialen Medien.

Immer mit Spaß bei der Sache

„In den 158 Länderspielen hatte ich vor allem Spaß am Fußball und war immer Stolz für mein Heimatland spielen zu dürfen. Der Vereinsfußball geht geht aber weiter. Meine Leidenschaft werde ich für die nächsten zwei Jahre weiterhin für meinem jetzigen Verein in Schweden, den FC Rosengard, ausleben.“

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Erfolgskarriere

Mittag debütierte am 31. März 2004 gegen Italien in der DFB-Elf und bestritt seitdem 158 Länderspiele, in denen sie 50 Tore erzielte. 2007 gewann sie mit ihrer Mannschaft den WM-Titel, drei Mal wurde sie Europameisterin (2005 in England, 2009 in Finnland, 2013 in Schweden). Ihre Karriere krönte sie mit dem Gewinn der Olympischen Goldmedaille in Rio 2016. Dazu gewann sie den UEFA Women´s Cup (2005) und die UEFA Women´s Champions League (2010), wurde fünf Mal Deutsche Meisterin und drei Mal DFB-Pokalsiegerin.

Anja Mittag in Aktion gegen Dänemark bei der EURO 2017

Anja Mittag bestritt im EM-Viertelfinale gegen Dänemark ihr 158. und letztes Länderspiel © Christopher Lee / UEFA

Jones: „Werden sie vermissen“

Bundestrainerin Steffi Jones erklärt: „Anja hatte eine herausragende Stellung in der Nationalmannschaft und kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Sie war auf und neben dem Platz ein Vorbild, hat die wichtigen Tore gemacht und alle Titel gewonnen. Ich schätze sie auch als Persönlichkeit, die sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, bescheiden war und um sich nie viel Aufhebens machen wollte. Wir werden sie vermissen.“

Platz 4 unter den Rekordnationalspielerinnen

Nach Birgit Prinz (214 Spiele), Kerstin Stegemann (191) und Ariane Hingst (174) ist Mittag mit 158 Länderspielen auf Rang vier in der Liste der meisten Einsätze. In der Liste der Rekordtorschützinnen rangiert Mittag mit 50 Treffern auf Platz sechs. Nur Prinz (128 Tore), Heidi Mohr (83), Inka Grings (64), Celia Šašić (63) und Bettina Wiegmann (51) erzielten mehr Tore als Mittag.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • balea sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Entschluss.
    Das erspart Frau Jones in Zukunft immerhin einige weitere Fehler.

    (-3)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Falscher Zeitpunkt für eine so erfolgreiche Dauerbrennerin im dt. FF! Ich hoffe, sie bekommt ihr Abschiedsspiel!
    Alles Gute für Dich weiterhin, Anja, und bleibe bitte nicht dauerhaft in Schweden!

    (5)
  • FrankE sagt:

    Alles Gute für die Zukunft ANJA und danke für 13 Jahre mit mehr Höhen als Tiefen.

    (13)
  • Ellis sagt:

    Anja Mittag – eine leidenschaftliche, unprätentiöse Fußballspielerin und ein natürlicher, bescheidener und sehr humorvoller Mensch! Unvergessen ihre Zeiten in Potsdam – wenn Anja auf dem Platz war und „Aaaanja Mittag“-Sprechchöre durchs Stadion gingen, die Geniestreiche, die wunderschönen Tore, die Freude auf und neben dem Platz. Das Immer-weiter-versuchen in schlechteren Phasen, Nie-die-Schuld-bei-anderen-suchen. Die wichtigen Natio-Tore. Anja-Lieblingsspielerin, danke für diese schönen Momente, Gänsehautmomente!
    Alles Gute!!!

    (28)
  • Wolle sagt:

    Respekt! Das ist mir zuerst eingefallen, als ich von diesem Rücktritt gehört habe. Aber die richtige Entscheidung.
    Sicherlich hätte deine Erfahrung der N11 bei der WM in 2 Jahren auf, vorallem aber neben dem Platz, gut getan. Aber das wollte sie sich wohl nicht mehr antun, zumal es sportlich zuletzt nicht mehr so rund lief.
    Was bleibt in Erinnerung? Eine Spielerin, die beim größten Tiumph das Trikot der verletzten Laudehr hochhällt. Eine Achterbahnkarriere: erst das Megatalent, zur WM 2011 ausgebotet und abgeschrieben, dann ein Comeback über Schweden wieder in die N11.
    Die letze einer tollen Stürmergeneration mit Sasic, Alushi, Mittag geht von Bord.
    Mach et joot ANJA!

    (13)
  • never-rest sagt:

    Anja Mittag kann alles in allem auf eine beeindruckende und glanzvolle Karriere in der N11 zurück blicken. An guten Tagen war sie wirklich brilliant am Ball und immer torgefährlich. Aber die EM hätte sie sich besser erspart und wäre schon nach dem Triumph mit der N11 in Rio zurück getreten.

    (37)
  • fisch sagt:

    @ balea
    Unpassender, respekt- und taktloser Beitrag aus diesem aktuellen
    Anlass. Hätte ich einem Turbinefan garnicht zugetraut.

    (1)
  • bale sagt:

    danke Anja und schade,das die EM in holland deine letzte nationalerlebnis war.viel spass und glück in Schweden.

    (3)
  • Pauline Leon sagt:

    hat sie nicht auch in schweden diverse meisterschaften gewonnen? das schönste tor was mir gerade so einfällt, ist das 1:0 im em-endspiel gegen norwegen. ein bilderbuch-tor, auch mit der sasic-vorarbeit. besser gehts nicht!!
    alles gute weiterhin, anja mittag!

    (5)
  • Detlef sagt:

    Tja, das war so zu erwarten!!!
    Ihre Zeit war schon lange vorbei, da muß man auch als großer ANJA MITTAG Fan ehrlich sein!!!

    Die Natio war eigentlich nie so richtig ihr Ding!!!
    Viel zu oft konnte sie hier nicht bestätigen, was sie in ihren Vereinen glanzvoll zeigte!!!
    Zuletzt hatte sie nicht einmal dort mehr das Gefühl, noch etwas bewirken zu können!!!
    Die falschen Ratschläge ihres „Ratgebers“!!! 🙁
    Nie war die „weiße Brasilianerin“ so schlecht wie in den „Tempeln der Hochfinanz“!!! 🙁

    Für mich war sie immer ein Rätsel!!!
    Ihre beste Zeit lag sicher in Potsdam, als eine Säule des „magischen Dreiecks“ mit CONNY POHLERS und PETRA WIMBERSKI, und etwas später als geniale Partnerin von LIRA BAJRAMAJ!!!
    Aber auch hier hatte sie immer wieder ihre oft sehr tiefen Formkrisen, wo oft überhaupt nix funktionieren wollte!!! 🙁

    Ihr Wechsel nach Malmö brachte dann endlich wieder das Lachen zurück in ihr Gesicht!!!
    Befreit von einer tonnenschweren Last, konnte sie endlich wieder auf Torejagd gehen!!!
    Und nun durfte sie auch wieder den Adler auf ihrer Brust tragen!!!

    Das letzte große Turnier war nur noch Krampf und Qual!!!
    Ich hätte ihr einen glanzvolleren Abgang gegönnt,…..Olympischer Sieg, mehr geht einfach nicht!!!

    Vielleicht spielt sie noch ein paar Jahre in ihrer Wahlheimat Schweden???
    Ich wünsche meiner Lieblingsturbine viel Erfolg, und möge sie dort den Spaß am Fußball wiederfinden!!!
    Danke ANJA, für all die tollen Momente die Du uns beschehrt hast!!! 🙂

    (3)
  • balea sagt:

    @fisch

    Inhaltlich wurde mein Beitrag von 80% der Leser offenbar geteilt – sonst kämen nicht die Hinweise, dass ein Rücktritt nach Olympia besser gewesen wäre.

    Also – vielleicht war mein Kommentar wenig „kuschelig“ formuliert. Respekt- und Taktlosigkeit ist allerdings etwas ganz anderes.
    Andererseits – vielleicht sollte gerade Frau Jones mal etwas weniger „kuschelig“ sein, damit es bei der N11 besser klappt? Darf man dass angesichts eines Rücktritts einer Spielerin nicht anmerken?

    (13)
  • Katerli sagt:

    aber nicht auf Kosten der Spielerin! Das finde ich schon mehr als respektlos, wie du es formuliert hast

    (2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Na ja, wie Bernd Schröder, für mein Verständnis völlig richtig meint, ist etwas faul, wenn Spielerinnen ihren Trainer loben!
    Nachzulesen => http://www.pnn.de/regionalsport/1209473/

    (-2)
  • jochen-or sagt:

    Anja war und bleibt meine Lieblingsspielerin!

    Unvergessen die vielen großartigen Auftritte von ihr mit Potsdam, gekrönt mit dem Championsleaguesieg in Getafe 2012.

    Offen, freundlich und unprätentiös auch außerhalb des Spielfeldes und stets mit vollem Engagement im Spiel.
    Sie war Publikumsliebling in Potsdam und wird großen Erinnerungswert für die meisten der Turbinefans, die sie erlebt haben, behalten.

    Gerne sehen wir dich wieder in Potsdam – wann und wie auch immer -. Sei herzlich willkommen.

    Schade, dass durch die EM 17 für viele ein wenig Glanz verloren gegangen ist.
    Ich danke jedenfalls für die vielen schönen Momente, die Du mir und sicherlich vielen anderen bereitet hast.

    (10)

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