U19-EM: DFB-Frauen im Halbfinale ausgeschieden

Von am 17. August 2017 – 22.18 Uhr 17 Kommentare

Trotz einer 1:0-Halbzeitführung gegen Frankreich hat die deutsche U19 das Finale der Europameisterschaft verpasst.

Iim Windsor Park von Belfast unterlag die Elf von DFB-Trainerin Maren Meinert den Französinnen mit 1:2 (1:0).

Frankreich dreht Partie binnen 180 Sekunden

Klara Bühl brachte die DFB-Frauen in einer starken ersten Halbzeit in Führung (40.). Doch in der zweiten Halbzeit drehten die Einwechselspielerinnen Julie Thibauld (70.) und Emelyne Laurent (73.) die Partie binnen 180 Sekunden.

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Meinert: „Komplett den Faden verloren“

Meinert erklärte nach der Partie: „In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben und vielleicht verpasst, das zweite Tor nachzulegen. In der zweiten Hälfte haben wir dann komplett den Faden verloren, das müssen wir uns sicher vorwerfen lassen. “ Das Gesamtfazit fiel aber positiv aus: „Die Mannschaft hat trotzdem eine große Turnierleistung abgeliefert.“

Spanien ringt Niederlande nieder

Im ersten Halbfinale setzte sich Spanien mit 3:2 (0:0) gegen die Niederlande durch. Die spanische Führung durch Lucía García (47.) glich Victoria Pelova postwendend aus (48.). Doch Maite Oroz (68.) und Patricia Guijarro (77.) sorgten für eine Zwei-Tore-Führung der Spanierinnen, Joëlle Smits konnte nur noch verkürzen (85.).

Jubel der französischen U19

Frankreich drehte in der zweiten Halbzeit die Partie © Sportsfile

Neuauflage des Vorjahresfinales

Damit haben sich im Halbfinale die beiden Gruppenzweiten der Vorrunde durchgesetzt, am Sonntag, 20. August, 20.30 Uhr (Eurosport live) kommt es somit nun zu einer Neuauflage des Finales von 2016. Damals setzten sich die Französinnen durch.

England sichert sich Startplatz bei U20-WM

Im Play-off-Spiel um den letzten Startplatz bei der U20-WM 2018 setzte sich England gegen Schottland mit 2:0 (1:0) durch. Zoe Cross (28.) und Mollie Rouse (50.) erzielten die Tore für die Engländerinnen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

17 Kommentare »

  • Fußball, F1 sagt:

    Schade, das die zweite Halbzeit derart aus dem Ruder lief.

    (10)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Boah-eh, so einen Einbruch eines bis dahin total überlegenen Teams habe ich noch nie erlebt und werde es vermutlich auch nicht mehr! Sowas hat Einmaligkeitscharakter und sollte Spielerinnen, Trainerstab und allen Fans zu denken geben. Nur der Untergang der Titanic war schlimmer!
    Wie kann man bloss im Alter von ca. 18 Jahren noch nicht wissen, dass es 2 Halbzeiten gibt und ein Spiel erst dann als gewonnen gilt, wenn man bis zum Schlußpfiff der Schiri mehr Tore als der Gegner erzielt hat. Überheblichkeit und Hochmut kamen auch hier vor dem Fall! Und damit ein völlig verdienter französischer Erfolg – wäre schlimm, wenn sich die Deutschen mal wieder so durchgemogelt hätten. Wo sowas hinführt, konnte man schon beim Event zuvor sehen!
    Erneut sieht man, dass eine souveräne Gruppenphase mit 9 Punkten und 11 Toren nur die WM-Quali gebracht haben, Pokale und Medaillen räumen andere ab bzw. bekommen sie umgehängt. Nun ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück und muss bis zur WM deutlich zulegen, um keine Fehlerwiederholungen zuzulassen.
    Meinert sollte uns mal eröffnen, weshalb man den Faden verloren hat, denn diese reine Feststellung konnte ja jeder sehen!

    (13)
  • tomasz87 sagt:

    Gar nicht schade.
    Wie sagte schon schön Papst Pius IV schon 1044 in Notingham: Dummheit gehört bestraft.
    War wundeschön anzusehe. Nicht die Fusball .Aber die Dummheit.

    (-12)
  • Stevie SoccerDad sagt:

    Die 2. Halbzeit des deutschen Teams war schlicht desaströs. Konditionelle Mängel waren offensichtlich und die Abwehrspielerinnen waren den Französinnen tempomäßig völlig unterlegen. Innerhalb der regulären 90 Minuten Spielzeit sollte so etwas auf diesem Niveau nicht passieren. Mangelnde Chancenverwertung und die Unfähigkeit, während des Spiels mit Rückschlägen umzugehen, sind bei den weiblichen DFB-Teams ohnehin ein großes Problem. Das war beim A-Team in den Niederlanden nicht anders. Vielleicht sollte man bei der Nachwuchssichtung nicht nur auf Technik, sondern auch auf physische und mentale Durchsetzungsfähigkeit schauen? Damit fordere ich keine Ego-Monster, sondern Spielerinnen, die nicht gleich schmollen, wenn der Gegner auch gewinnen will.

    (23)
  • FrankE sagt:

    Meinen Respekt vor dem französischen Trainer uns seinem Team. Das war mal eine fruchtbare Halbzeitansprache und ein guten Händchen bei den Einwechselungen. Was immer die Französinnen zu hören bekamen, sie kamen als ganz anderes Team aus der Pause. Vielleicht hatten unsere Mädels erwartet dass das Spiel enfach so weiterläuft, jedenfalls haben sie sich nicht auf die Veränderungen im Team Frankreich einstellen können und verdient verloren. Ich kann mich erinnern dass einer U-Mannschaft mal Ähnliches passiert ist, nach einer 3:0 Führung zur HZ noch 3:5 verloren, ich meine es war gegen Nord Korea. Jetzt ist die Abteilung Fehleranalyse dran und auch ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt.

    Für die die Ablenkung suchen und den Saisonstart nicht abwarten können: In Potsdam finden innerhalb von sieben Tagen drei sehr interessante und hoffentlich sehenswerte Partien statt: Samstag 19.08 12:00h im Karli Turbine gegen Paris Saint Germain FC; Mittwoch 23.08. 18:00h auch im Karli Turbine gegen Arsenal Ladies FC und am Samstag den 26.08. in Velten bei Potsdam Turbine gegen Sparta Prag! Ich bin sehr gespannt wie die Turbinen so drauf sind.

    (11)
  • Detlef sagt:

    Wie konnte sowas bloß passieren???
    Einer totalen Überlegenheit in Hälfte Eins, wo Frankreich eigentlich nur eine einzige Chance hatte!!!
    Und was war das für ein Unterschied in Durchgang Zwei!!!
    Kein Pressing mehr, die Zweikämpfe wurden nur noch halbherzig geführt, und die Fehlpaßquote erhöhte sich gefühlt um das Doppelte!!!

    Die Parallelen zum Auftritt der A-Elf waren sehr deutlich!!!
    Auch dort hatte man ja die Däninnen erst durch derartige Versäumnisse stark gemacht!!!
    Beim 1:1 stand die deutsche Abwehrspielerin hinter ihrer Gegenspielerin,…. schöne Grüße von Frau Blässe beim 1:1 gegen Dänemark!!!
    Das 2:1 ähnelte dann dem Gegentor, was die Jones-Truppe gegen Italien kassierte!!!
    Dort wurde der Ausflug von Leo Maier nicht richtig abgesichert, und gestern war es einer der vielen Vorstöße von CARO SIEMS!!!
    Sie kann wohl schnell laufen, aber fliegen kann sie noch nicht!!!

    Auch das Coaching von Maren Meinert wirkte ähnlich hilflos wie das der viel unerfahrenen Steffi Jones!!!
    Ihre Einwechslungen und ihre Umstellungen hatten alle keine Wirkung, auch sie erreichte die Mannschaft nicht mehr, jeder murkste vor sich hin!!!
    Es gab auch gestern keine Führungsspielerin, die mal Ruhe reinbringen-, und das deutsche Spiel mal wieder ordnen konnte!!!
    Jede hatte nur mit sich selbst zu tun, und seinem zusehends löchrigerem Nervenkostüm!!!

    Darf man jetzt dieses Turnier wirklich als „gut“ bezeichnen, wie Maren Meinert dies angedeutet hat???
    Ich denke nein!!!
    Denn als es ernst wurde, also im ersten KO-Spiel, verließen uns die Nerven!!!
    Ich würde es jetzt nicht Arroganz nennen, für mich eher einer zum Thema „zu früh gefreut, und sich schon zu sicher gefühlt“!!! 🙁
    Daraus sollten alle Beteiligten jetzt lernen!!!

    (4)
  • Wolle sagt:

    @Detlef: Wie das passieren konnte?
    Ganz einfach, auf der franz. Bank saß jemand der das dt. Spiel verstanden und in der Hz entsprechend umgestellt hat.
    Auf der dt. Bank saß eine Trainerin die dann 45 Min sprachlos zugeschaut und erst reagierte als das Kind in den Brunnengefallen war.
    Unsere Girls haben ja förmlich nach den Gegentoren gebettelt, daher geht der Sieg für Frankreich in Ordnung.
    Fr. Meinert hat es mal wieder vergeigt. Ein Spiel noch mal umbiegen hat auch was mit Charakter einer Mannschaft zu tun und da haben unsere Frauen (damit meine ich alle DFB-Teams) gehörigen Nachholbedarf. Sorry, aber bei dem Kader war m.M.n. Finale Pflicht. Mit Gwinn und Gerhardt sehe ich mind. 2 Spielerinnen für den nächsten WM-Kader.
    Also einfach Mund abwichen und weitermachen? Liebe Fr Ratzeburg, einfach weitermachen, bloß nix ändern, die alten Zöpfe stehen Ihnen sehr gut. Oder doch mal was neues wagen? Dann aber bitte direkt auch die Koffer packen!

    (13)
  • jochen-or sagt:

    Schade!

    Die Hoffungsvollste unserer Nachwuchsmannschaften scheidet nach einer solchen ersten Hälfte noch aus.

    Wo war da nach der Pause eine Spielerin, die in der Lage war, das Spiel und insbesondere auch die Mitspielerinnen zu beruhigen?
    Die Kapitänin tauchte gänzlich unter und niemand versuchte mal das Heft in die Hand zu nehmen.
    Bei dem ersten Gegendruck fiel man quasi auseinander.
    Nicht klar ist mir, ob man sich durch das Pressing physisch übernommen hatte. Ich hatte aber eher den Eindruck, dass man schlicht damit nicht klar kam, dass die Französinnen auf einmal das Spiel zu diktieren anfingen.
    Wenn man hieran nicht gewöhnt ist und bisher alle Gegner und in der ersten Hälfte auch diesen Gegner so beherrscht hat, mag dies bei einer so jungen Mannschaft die Verunsicherung verständlich machen.
    Man muss dies dann eben noch lernen und insoweit war dies vielleicht nur eine nützliche Lehre.
    Eine natürliche Führungsspielerin scheint sich aber nicht unter diesen zu befinden.

    Leider zeigte sich, was eigentlich schon vorher bekannt war.
    Auch in dieser Mannschaft wie auch in der Vorgängermannschaft, ja im gesamten deutschen FF von der Jugend aufwärts, fehlt es an Abwehrspielerinnen mit der notwendigen Schnelligkeit.

    Gar grauselig war es anzusehen, wie französische Außenstürmerin die deutschen Abwehrspielerinnen stehen ließ.

    Ich sehe auch die Abwehrspielerinnen dieser U19 – womöglich ausgenommen Siems – im Mittelmaß der Bundesliga verschwinden.

    Gespannt bleibe ich, was bei der WM 2018 passiert.
    Es ist und bleibt auch nach diesem Spiel für mich grundsätzlich eine wesentlich stärkere Truppe als diejenigen, die jetzt nachkommen und ich denke, dass dieer Leistungseinbruch für die WM eine gute Lehre sein kann.

    (12)
  • Zaunreiter sagt:

    Hier waren doch mal welche, die haben Maren Meinert als Nachfolgerin von Steffi Jones gefordert. Frau Meinert konnte wohl ganz gut Fußball spielen. Aber mir scheint auch, so als letzte Mohikanerin des Trios Neid/Ballweg/Meinert ist ihre Zeit abgelaufen. Neue Besen müssen her, wenn es die Trainerin mal wieder vergeigt hat.

    Mes félicitations à la France!

    (10)
  • holly sagt:

    auch wenn der es reporter der meinung war das die deutsche mannschaft in dem spiel der klare favorit war. sollte man das nicht so sehen.
    beim letztjährigen test gegen frankreich in düsseldorf konnte man schon sehen das die französische mannschaft ebenbürtig ist.
    außerdem fand ich die vorrundengruppe von frankreich schon stärker wie die deutsche gruppe.
    warum frankreich in der ersten hz so defensiv/ängstlich gespielt hat werden wir wohl nie erfahren.
    da sie zur hz zurück lagen, war klar das sie nach der pause umstellen müssen und in den angriffsmodus umschalten.
    natürlich hätte die mannschaft nicht verlieren müssen. aber warum spielt eine janina minge auf der 6? s.kleinherne in der verteidigung usw.
    warum schickt man nach dem rückstand nicht eine spielerin wie s.kleinherne in den angriff wenn es die anderen nicht gebacken bekommen. Hoffe in frankfurt tut man ihr nicht das an als verteidigerin auf laufen zu müssen.
    trotz der niederlage sehe ich aber schon positives bei der deutschen mannschaft. dina orschmann und laura freigang haben sich enorm verbessert seit sie in den usa spielen. vielleicht hatte dina gestern nicht ihrern besten tag. wenn j.minge auf der richtigen position spielt ist sie auch ein gewinn für jede mannschaft.
    natürlich hat sich in hz 2 auch gezeigt das kim fellhauer in der abwehr gefehlt hat 🙁

    (3)
  • FrankE sagt:

    Hey Detlef,
    ich finde, Du schießt mit Deiner Kritik deutlich über das Ziel hinaus.

    – Du bemängelst, dass die Deutschen in HZ zwei sehr nachgelassen haben und schiebst die Schuld dafür komplett auf das deutsche Team. Dabei lässt Du völlig unter den Tisch fallen, dass mit den Französinnen ein Gegner auf dem Platz stand der in HZ zwei auch ohne deutsche Unterstützung sehr viel stärker war als in HZ eins.

    – Auf Dich wirkte Maren Meiner hilflos und ihre Einwechselungen hatten keine Wirkung. Für mich wirkte es, als stecke das Team in Treibsand und egal was passierte,egal was versucht wurde, es ging nur noch tiefer rein. Was hätte Trainer Detlef besser gemacht als Trainerin Meinert? Mach doch mal nen Gegenvorschlag anstatt nur zu motzen, das wär konstruktiv.

    – Ich habe von dieser EM nur das gestrige Spiel gesehen und ich denke Dir ging es da nicht anders. deshalb wundert es mich, dass Du nach einem von vier Spielen, zumal nach der einzigen Niederlage, den Stab über der Mannschaft, der Trainerin und dem ganzen Turnier brechen willst. Ich für meinen Teil brauche da mehr Infos für. Ich habe in HZ eins einen starken Auftritt unserer Mädels gesehen, in HZ zwei dann einen starken Auftritt der Französinnen. Inwieweit die Deutschen für die schwache Leistung der Französinnen in HZ eins verantwortlich waren oder die Französinnen für die schwache Leistung der Deutschen in HZ zwei kann ich, nachdem ich nur dieses einse Spiel gesehen habe, nicht abzuschätzen, deshalb halte ich ein so schnelles Urteil für vermessen.

    Ich möchte ganz sicher nicht die Leistung des Teams schönreden, ich finde nur, für derart vehemente Kritik haben wir zu wenig Infos.

    Ich freue mich darauf am Samstag dieses Thema mit Dir episch zu diskutieren, bis dann. 😉

    (6)
  • micky sagt:

    Dieses U19 muss man nicht verteufeln! Allein die 1.HZ lag vom Spielverständnis der Mädels untereinander deutlich über dem Niveau der Jones Truppe. Pässe über 5-6 Stationen waren keine Mangelware. Das war deutlich mehr als wir in den Niederlanden von der 1. deutschen Mannschaft zu sehen bekamen. Und das die Französinnen in der 1.HZ nicht einen starken Angriff auf unser Tor zu Stande bekamen und über längere Strecken in ihrer Hälfte förmlich eingeschnürt wurden, war sicher von ihnen so auch nicht gewollt. Ich fand die 1.HZ richtig stark !!

    Also woran lag der Abfall in der 2.HZ ?

    M.E war der franz. Trainer von den Vorrundenergebnissen unserer U19 dermaßen beeindruckt, dass er in HZ 1 vor allem die Devise stärkte (teilweise 5er Kette) und jedes Konterrisiko vermied. Offensichtlich haben wir diese taktische Einstellung der Französinnen als „mehr können die also nicht“ interpretiert. Als dann nach dem 0:1 mit der Einwechslung der beiden bärenstarken Stürmerinnen Julie Thibauld und Emely Larent (Sau stark vom franz. Trainer !!) unsere Abwehr mehrfach überrannt wurden, waren wir mental nicht mehr in der Lage unser Spiel zu ordnen. Es zerbröselte förmlich von hinten bis vorne. Wir hatten es einfach nicht mehr auf der Agenda, das die Französinnen auch einen guten Fußball spiele können. Wir waren deutlich überrascht ! Für meinen Geschmack hat Maren Meinert in der Halbzeitpause die Gefahr nicht erkannt und die Mannschaft entsprechend eingestellt. Wie soll man sich sonst diesen plötzlichen „Bruch“ in der deutschen Mannschaft erklären? Mangelnde Kondition denke ich eher nicht.
    Maren Meinert und die U19 werden aus ihren Fehlern lernen. Diese Mannschaft hat Potential!!

    (8)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Dina Orschmann hatte ganz sicher gestern nicht ihren besten Tag, zählte für mich zu den Schwächsten! Kaum ein Zuspiel gelang ihr, aber auch viele Ballverluste kamen hinzu.
    Leider galt das auch für Gulia Gwinn, die keinerlei Akzente setzen konnte und sehr unauffällig agierte, was für sie ungewöhnlich ist.
    Lediglich die verpaß(tz)e Torchance ist mir das einzig in Erinnerung!
    Kann mir gut vorstellen, dass Meinert in der HZ-Pause vergessen/versäumt hat, darauf hinzuweisen, dass der Gegner in HZ 2 anders auftreten wird, um die drohende Schmach abzuwenden.
    Und natürlich hat der franz. Trainer an den richtigen Stellschrauben gedreht, aber da war er leider der Einzige.
    Schade, das Meinert uns vorenthält, weshalb das Team „völlig den Faden verloren“ hat, denn wissen sollte es sie ja wohl als die Verantwortliche für diese Situation.

    (12)
  • Detlef sagt:

    Wolle schrieb:
    „Unsere Girls haben ja förmlich nach den Gegentoren gebettelt“

    Das muß man leider so sagen!!!
    Und so ging für mich dieses Disaster auch eher von der deutschen Truppe aus, als von den Umstellungen der Französinnen!!!

    All die Dinge die ich nannte, liefen den Blauen voll rein!!!
    Die Kondition war ganz sicher nicht das Problem, schon gar nicht so kurz nach der Pause!!!
    Frankreich kam in Hälfte Eins gar nicht dazu, seine Offensive einzusetzen, weil meistens schon der Paß dorthin durch gutes Pressing unterbunden wurde!!!
    Fehler und Fehlpässe kamen sehr selten vor, und wurden meist umgehend wieder gut gemacht!!!
    Zur Perfektion fehlten eigentlich nur noch 1-2 Treffer, die locker drin waren!!!

    Also wie lautete die Halbzeitansprache von Frau Meinert???
    „Haltet Euch zurück“, oder „spart Kräfte fürs Finale“, oder wie ist dieser komplette Wandel zu erklären???
    Deutschland lag ja nicht plötzlich zurück, sondern wie Du absolut richtig gesehen hast, sie bettelten förmlich um Gegentreffer!!!

    Schon hier hätte Meinert einschreiten müssen!!!
    So wie sie in Hälfte Eins ihre Schützlinge immer wieder gelobt hat, hätte sie hier mit klaren Worten die Fehler ansprechen müssen!!!
    Zumindest die Kameras zeigten nix dergleichen, und auch über die Mikros hörte man kein verbales Einschreiten!!!
    Sie war mit ihrem Latein völlig am Ende!!!

    Diese Mannschaft hat sehr viel Potenzial!!!
    Aber es fehlt die richtige Führung, sowohl auf dem Platz, aber auch daneben!!!
    Und dann muß man sich eben fragen, ob nicht die eine Führung die andere verhindert???
    Hier gebe ich Zauni völlig Recht, daß die Ära des Göttinnenrates endgültig vorbei sein muß!!!
    Wennschon „Change“, dann bitte richtig!!!

    (1)
  • bale sagt:

    glaube unsere ganzen Mädels brauchen kompetente mentaltrainer bzw.teampschyologen um sie besser für die auf und abs zu coachen.zb.1ste Halbzeit im fussball und 2te Halbzeit.

    (3)
  • Pauline Leon sagt:

    vielleicht hat herr grindel im zuge der generalamnestie den männern versprochen, das kein frauenteam mehr ein turnier gewinnt, auf immerdar?!
    ich gebe schen fu recht, wenn sie sagt, das war die unterirdischste 2.hz die sie je gesehen hat. für mich auch. aber bis dahin war laut uefa und irishfa das deutsche team das beste des turniers. und die erste hz hat es ja auch bewiesen. was auch immer in der pause passiert ist, ich glaube da wird es keine schuldige geben. vielleicht kann es noch am ehesten die jugend entschuldigen… auf die wm freue ich mich trotzdem.

    (1)
  • Per Larssen sagt:

    Nachdem ich mir das Halbfinale heute ein zweites Mal (und die zweite Halbzeit ein drittes Mal) angeschaut habe, frage ich mich immer noch, was im Einzelnen dazu geführt hat, dass das deutsche Team in der 2. Hälfte so sehr zusammengebrochen ist. Ich war zuerst geneigt, nachdem ich am Donnerstag den Fernseher ausgeschaltet habe, meine Eindrücke zu posten. Aber manchmal ist es vielleicht besser (zumindest für einen selbst), das Ganze sacken zu lassen.
    In der ersten Hälfte konnte man in der Tat viele der Qualitäten, die dieses Team ausmacht, wiederfinden: sehr gute Technik und ein (meistens) souveränes Ballhandling, schnelles Passspiel, um hier nur drei Dinge zu nennen. Die Französinnen hingegen: teilweise extrem langsam im Antritt, kein konsequentes Anlaufen / Pressing, Unsicherheiten in der Ballannahme und viele leichte Ballverluste. Somit konnte Les Bleus in Halbzeit 1 auch keine echte Torchance kreieren. Umso bedauerlicher natürlich, dass es der deutschen Elf in dieser Phase nicht gelang, ein weiteres Tor zu erzielen.
    Was zu dieser Zeit aber bereits erkennbar wurde, war eine gewisse Unordnung im Abwehrverhalten der deutschen Spielerinnen (die allerdings allesamt von den Französinnen nicht genutzt werden konnten).
    Auffällig in Hälfte 1 war aber bereits, dass einige Leistungsträgerinnen nicht die Leistung abrufen konnten, zu der die normalerweise in der Lage sind. Dies war am auffälligsten bei Gulia GWINN zu sehen, der in diesem Spiel wenig gelang. Aber auch andere Spielerinnen wie zum Beispiel Anna GERHRDT haben schon deutlich bessere Spiele zeigen können. Warum dies so war? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Bei Anna GERHARDT würde ich am ehesten vermuten, dass fehlende Spielpraxis im Verein einen Anteil daran hat.
    Bereits zu Beginn der zweiten Hälfte, mit den sich später als spielentscheidend herausstellenden Einwechslungen von Julie THIBAUD und Emelyne LAURENT, wurde erkennbar, dass sich das Spiel der Französinnen verändern würde. Dass Emelyne LAURENT rasend schnell ist, war bereits in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte zu sehen. Hier wäre es umso wichtiger gewesen, ein diszipliniertes Abwehrverhalten auf der deutschen Seite an den Rag zu legen. In Kombination mit der von anderen bereits angesprochenen fehlenden Schnelligkeit der deutschen Abwehrspielerinnen haben mitunter fragwürdige Ausflüge einzelner Defensivsspielerinnen in die gegnerische Hälfte in Verbindung mit fehlender Absicherung dazu geführt, dass die Französinnen auf einmal Räume bekamen, die sie in Halbzeit 1 noch nicht hatten. Sehr schön zu sehen beim zweiten Gegentor, bei der die gesamte linke Abwehrseite mit Tanja PAWOLLEK und Caroline SIEMS sich im Mittelfeld befand und ihre Seite somit offen wie ein Scheunentor war. Allerdings war auch das Abwehrverhalten beim ersten Gegentor nicht gut, da hier einfach nicht konsequent genug gedeckt wurde.
    Was mir sonst noch aufgefallen ist: mit zunehmender „Spielfreude“ der Französinnen wurde das Aufbauspiel der Deutschen immer unsicherer, gut zu erkennen an der immer größer werdenden Anzahl an Rückpässen aus der Innenverteidigung zur eigenen Torfrau.
    Ebenfalls auffällig: das insbesondere in Hälfte 2 fehlende Spiel in die Breite. Wenn die Außenverteidigerinnen (Dina ORSCHMANN und vor allem Caroline SIEMS) immer und immer wieder früh nach innen ziehen, beraubt man sich selbst der Möglichkeiten, dem Spiel von außen neue Impulse zu geben (und den Gegner mehr laufen zu lassen).
    Insgesamt schien das gesamte Team mit zunehmender Spieldauer erhebliche Probleme zu bekommen, mit dem immer größer werdenden Druck umzugehen – ein Phänomen, welches ich bei allen U-Mannschaften und bei der A-Mannschaft beobachten kann. Vielleicht wäre es hier an der Zeit, den Spielelerinnen deutlich zu machen, dass Spiele nicht nur durch eine technische Überlegenheit, sondern im Zweifelsfall auch mal mit ausgeprägterer Zweikampfhärte gewonnen werden.
    Und ich teile die bereits geäußerten Meinungen, dass im Halbfinale eine Spielerin fehlte, die ihr Team – auch lautstark – antreibt. Eigentlich die Aufgabe der Kapitänin – aber genausowenig wie bei der A-Nationalmannschaft Dzsenifer MAROZSÁN dazu in der Lage war, war auch Janina MINGE mit dieser Rolle heillos überfordert. Hinzu kam am Donnerstag das meines Erachtens zu späte Reagieren von der Bank. Hier hätte (vielleicht) der frühere Einsatz neuer Offensivkräfte für die eine oder andere bis dahin eher glücklos agierende deutsche Spielerin dem deutschen Spiel noch den nötigen Kick geben können. Und abschließend: ja, es waren im Verlauf der 2. Halbzeit durchaus konditionelle Mängel einzelner Spielerinnen erkennbar, die in Verbindung mit der in dieser Phase größer werdenden (und nur zu verständlichen) Angst vor der Niederlage fatal sein können, weil es dann eben nicht mehr gelingt, die letzten Reserven zu mobilisieren.

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