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Frauen-EM: Niederlande neuer Europameister

Von am 7. August 2017 – 8.28 Uhr 34 Kommentare

Gastgeber Niederlande ist nach einem 4:2-Sieg gegen Dänemark vor der Rekordkulisse von 28.182 Zuschauern in Enschede neuer Europameister.

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Nadia Nadim brachte die Däninnen mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung (6.), Vivianne Miedema glich umgehend aus (10.).

Ausgeglichene erste Halbzeit

Lieke Martens sorgte dann für die erstmalige Führung der Gastgeberinnen (28.), ehe Pernille Harder egalisierte (33.).

Logo der Frauenfußball EM 2017

Logo der Frauenfußball EM 2017 © UEFA

Entscheidung in der Schlussphase

Kapitänin Sherida Spitse sorgte dann zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem direkt verwandelten Freistoß (51.) für die neuerliche Führung, ehe Miedema mit ihrem zweiten Treffer in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte (89.).

Auszeichnungen

Die Niederländerin Lieke Martens wurde als Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Die Engländerin Jodie Taylor beendete das Turnier mit fünf Treffern als beste Torschützin.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • Der Zuschauer sagt:

    Das beste Spiel des Tuniers.Kurzatmig, spannend, effektiv.
    Glückwunsch Holland.Ihr ward mein Favorit nach Deutschland.Da ich nur 8 km von der Grenze weg wohne gehe ich gleich rüber und hole mir meinen Backfisch mit Pommes ab.
    Natürlich gratis.
    Der Zuschauer

    (13)
  • Pauline Leon sagt:

    ja!!! das schönste spiel zum schlüß. und viv lieferte mit ihrem tor zum 4:2 den beweis, das tore schiessen eine sache der entschlußfreudigkeit ist. hammer!! mein tor des turniers. und endlich hat sie sich auch mal über ein tor richtig gefreut. das war ergreifend…
    einen herzlichen glückwunsch an die niederlanden. eine würdige europameisterin!

    (11)
  • kleinschwarz sagt:

    Waren live im Stadion zwischen vielen traurigen deutschen Fans…

    (-4)
  • never-rest sagt:

    Ein – Tschuldigung – „geiles“ Spiel mit einem verdienten Sieger NL und einem ehrenvollen 2. Sieger DK. Leider war das Niveau dieser EM ansonsten eher übersichtlich. Insgesamt wird es der Entwicklung des europäischen FF gut tun, dass die unheimliche Siegesserie von D zu Ende gegangen ist. Auch die Außenseiter aus A und B können zufrieden sein, was deren FF hoffentlich weiter Auftrieb gibt.

    Spielerin des Tuniers für mich L. Martens knapp vor P. Harder.

    Das Abschneiden und Auftreten unserer N11 ist ein eigenes Kapitel und wird noch aufgearbeitet werden müssen, will D in Zukunft weiter an der europäischen Spitze mithalten.

    (22)
  • micky sagt:

    @ Zuschauer & pauline leon,

    Bin voll auf eurer Seite. Das war Frauenfussball vom Feinsten: Schnell, präzise,robust !! Von beiden Mannschaften attraktiv gespielt!! Immer offenes Visier und Vollgas !! Das hat einfach Spaß gemacht zu zuschauen. Endlich ein Spiel dass einer EM würdig war. Kein Alibi Fussball: Querpass hin Quepass her. Schade das den Dänen die Puste ausging. Beide Mannschaften haben uns in Hinblick auf Geschwindigkeit, Spielfreude und Attraktivität des Spiels eine Lektion erteilt. Wann spielt die deutsche Mannschft endlich auch wieder solchen begeisternden Fussball?

    micky

    (22)
  • enthusio sagt:

    Im Forum hier scheinen auch viele traurige Leute Kommentare zu schreiben. 🙂

    (4)
  • Katerli sagt:

    @kleinschwarz: warum können deutsche Fans sich nicht über ein wunderbares Spiel freuen, auch wenn Deutschland nicht spielt?

    (21)
  • Dussel Duck sagt:

    Vier Oranje-Meisjes spielen in der kommenden Saison für Arsenal. Schon mal gut zu wissen, dass die WOB in der Champions League nicht in die Suppe spucken können 😉 .
    Apropos CL: Noch 24 Tage bis zur CL-Auslosung und sogar 26 Tage bis zum 1. BL-Spieltag. Wie soll ich diese fußballlose Zeit nur überstehen! [Hier schluchzt der Schreiber – orthographisch nicht adäquat darstellbar – vor seinem Bildschirm.]

    (2)
  • Edi sagt:

    VERDIENT !!!!
    Beide Teams zeigten herzerfrischenden Fussball mit Herz , Lauffreude, Passgenauigkeit, usw. Alles was der Fußballfans sich wünscht.

    Liebe DFB Spielerinnen->so geht Fussball

    (24)
  • balea sagt:

    Ich hätte es am Ende doch eher den Däninnen gegönnt, aber seis drum.
    Wann hat die deutsche Frauschaft zuletzt einen solch fulminanten Auftritt wie die beiden Teams gestern hingelegt? Kann mich nicht erinnern…
    Meine Lieblingsspielerin des Turniers war Nadia Nadim.

    (10)
  • Aldur sagt:

    Das Finale wäre sicher ein heißer Kandidat für das unterhaltsamste Spiel des Turniers, was natürlich auch daran lag, dass beide Mannschaften speziell in Halbzeit eins etwas sorglos in der Defensivarbeit waren und so die Vielzahl von Torszenen zuließen.

    Wenn eine Mannschaft alle Turnierspiele in 90 Minuten gewinnt, muss man wohl nicht darüber reden, ob der Titel verdient ist. Das Team mit der geschlossensten Mannschaftsleistung über das gesamte Turnier hinweg hat gewonnen, und das ist auch gut so. Man darf gespannt sein, wo die Entwicklung dieses Teams hingeht. In der WM-Quali für 2019 bekommen es die Niederländerinnen wieder mit Norwegen, als der Papierform nach stärkstem Konkurrenten zu tun. Inzwischen dürfte Oranje wohl als Favorit in diese Gruppe gehen.

    Der Titel als Spielerin des Turniers für Martens ist angesichts ihrer häufigen Torbeteiligungen nachvollziehbar, und sicher auch nicht unverdient. Für mich waren ihre Teamkolleginnen Groenen und van de Donk jedoch die wertvollsten Spielerinnen bei Oranje. Anders als bei FIFA-Turnieren wurde offenbar keine beste Torhüterin ausgezeichnet. Dort wäre für mich sonst die Österreicherin Zinsberger die erste Kandidatin gewesen.

    In meinen Augen war die Aufstockung auf 16 Teams sinnvoll, schon allein weil der unsägliche Modus mit den besten Gruppendritten dadurch eliminiert wird. Da inzwischen auch die Kleinen alle diszipliniert verteidigen können, und das vor allem auch 90 Minuten körperlich durchhalten, waren die meisten Begegnungen trotz vieler EM-Neulinge knapp und spannend. Natürlich geht das etwas zu Lasten des Unterhaltungswertes der Spiele, weil Abschlussaktionen seltener sind. Mir ist es aber so doch lieber, als wenn man schon vor einem Spiel nur noch über die Höhe des Ergebnisses diskutieren muss. Wenn man Niveau mit Unterhaltungswert gleichsetzt, kann man aber natürlich zum Ergebnis kommen, dass diese EM nicht so gut war.

    Ich habe inzwischen vielfach Kritik bezüglich zu geringer Zuschauerzahlen gelesen. In Anbetracht dessen, dass die Niederlande erstmals so ein großes Turnier im Frauenbereich ausrichteten, und auch keine lange sportliche Erfolgshistorie im Frauenbereich haben, fand ich das aber noch o.k. Ich durfte zwei Partien live in Doetinchem erleben: Beim Gruppenspiel Island – Schweiz war das kleine Stadion nur halbvoll, aber beide Fangruppen verbreiteten echte Endrunden-Atmosphäre. Beim Viertelfinale der Gastgeberinnen platzte das Stadion natürlich aus allen Nähten und die Begeisterung kannte keine Grenzen. Für mich waren beide Spiele auch unabhängig vom Geschehen auf dem Rasen ein Erlebnis. Insofern kann ich auch nichts Negatives über die Organisation anmerken.

    (17)
  • holly sagt:

    @dussel duck, es gibt ja noch die u19 em der mädchen. ab halbfinale zeigt es auch es.
    also nicht so ganz ff frei

    (6)
  • FrankE sagt:

    Wenn diese EM etwas gezeigt hat, dann dass ein gutes Team mehr wert ist als eine Ansammlung von Topspielerinnen. Es waren nicht die Hegerbergs, die Marozsáns, die Bachmanns, LeSommers, Blackstenius etc. die dieser EM den Stempel aufdrückten. Es waren die besseren Teams die sich durchgesetzt haben. Team schlägt Starensemble!

    (18)
  • enthusio sagt:

    @Edi:
    „Liebe DFB Spielerinnen->so geht Fussball“

    Du hast zwar absolut recht, aber leider was Wichtiges vergessen:
    Liebe Französinnen ->so geht Fussball
    Liebe Schwedinnen …
    Liebe Norwegerinnen …
    Liebe Spanierinnen …
    Liebe 8 andere teilgenommene Nationen …

    Mein Fazit der insgesamt langweiligen EM bzgl. Spielniveau (Finale als rühmliche Ausnahme):

    Song 1 an 13 Nationen gerichtet: „Außer Niederlande, Dänemark, England dürft Ihr alle gehen … “

    Song 2: „Geht nach Haus und übt erst mal, so geht’s auf keinen Fall ! (Niederlande, Dänemark (teilweise) und England brauchen sich nicht angesprochen zu fühlen.)

    (-4)
  • Jochen-or sagt:

    Irgendwie ist mein ausführlicher Kommentar verloren gegangen.

    Also kurz: Ein Topspiel bei Superstimmung und bestem Fußballwetter in einem wunderbaren Stadion mit einem verdienten Sieger.

    PS: Bin überrascht über die wenigen Kommentare..

    (10)
  • Uncle Jack sagt:

    Schöne, ausführliche Zusammenfassung und Diskussion dieser nun beendeten EM bei ballverliebt.eu: http://ballverliebt.eu/2017/08/07/bilanz-frauen-em-2017-neue-hierarchien/

    Interessantes kleines (?) Detail: In der niederländischen Zeitung NRC wird die ehemalige, 139-fache niederländische Nationalspielerin Daphne Koster zitiert: „Om het niveau verder omhoog te krijgen, is gemengd voetbal het allerbelangrijkste, zegt Koster. ‚Als je gemengd speelt, word je aangesproken op je talent, ambitie en kunde. Dat moet het uitgangspunt zijn. Bijna alle speelsters die dit EK bij Oranje zaten, zijn begonnen in een gemengd team.‘ ” Also: Fast alle niederländischen Spielerinnen, die an dieser EM teilgenommen haben, haben in „gemischten“ Teams, also zusammen mit Jungen spielend, angefangen. Und Frau Koster empfiehlt diese Herangehensweise ganz ausdrücklich, um das derzeitige Niveau beizubehalten und noch weiter anzuheben.

    Ich frage mich, wieviele der heutigen deutschen Nationalspielerinnen jemals in „gemischten“ Teams gespielt haben. Weiß da jemand etwas darüber?

    (5)
  • enthusio sagt:

    Die „Frankfurter Rundschau“ hat vor dem Finalspiel ein interessantes Interview mit Nadine Keßler sowie einen „Leistungsvergleich“ zwischen Miedema und Harder veröffentlicht:

    http://www.fr.de/sport/fussball-wettbewerbe/frauenfussball/interview-nadine-kessler-england-wird-eine-grosse-nummer-a-1327061

    http://www.fr.de/sport/fussball-wettbewerbe/frauenfussball/topstuermerinnen-ganz-vorne-im-fokus-a-1326333

    Ich bedauere sehr, dass Miedema nicht mehr in der Bundesliga spielt und freue mich umgekehrt, Harder weiterhin dort in Aktion zu erleben.

    (7)
  • sam2009 sagt:

    Meine Spielerin des Turniers ist Pernille Harder
    und Torfrau auch Manuela Zinsberger.

    Team des Turniers waren für mich die Österreicherinnen
    mit ihrer Diskokugel.

    Und natürlich Glückwunsch an die Holländerinnen, die mit ihrer
    geschlossenen und leidenschaftlichen Mannschaftsleistung
    verdient Europameisterinnen geworden sind!!

    (9)
  • FFFan sagt:

    @ D.D.:
    „Noch 24 Tage bis zur CL-Auslosung und sogar 26 Tage bis zum 1. BL-Spieltag. Wie soll ich diese fußballlose Zeit nur überstehen!“

    Vielleicht mit der in ca. 16 Stunden beginnenden U19-Europameisterschaft in Nordirland?

    @ U.J.:
    „Ich frage mich, wieviele der heutigen deutschen Nationalspielerinnen jemals in „gemischten“ Teams gespielt haben.“

    So ziemlich alle, würde ich mal vermuten.
    Lediglich von Tabea Kemme weiß ich, dass sie als Kind direkt in einer Mädchenmannschaft begonnen hat.

    (4)
  • Pauline Leon sagt:

    ich habe nach nochmaligen sichtungen des endspiels kritik zu äußern: harder und troelsgaard wurden fortlaufend böse gefoult und frau staubli hat fast nie gepfiffen. wenn v.d.sanden oder martens so angegangen wären würden, hätte es sicher karten für die dänninen gehagelt. katrine veje war mindestens eine der besten des spiels und der ewige begriff „frauenfussball“ den auch frau neumann im zdf gerne strapaziert , ist aus der geistigen steinzeit. das war… FUSSBALL!!! männer spielen den gleichen, frauen auch. gleiche regeln, gleiche spielzeit, gleiches klo, gleiche roten karten, gleiche elfmeter. der begriff frauenfussball ist für geistig gestrige. das ist ja spätestens mit dem finale bewiesen worden. das war meines erachtens geiler superfussball, um die europäische krone der besten…
    ansonsten bin ich immer noch schwer begeistert von diesem einzigartigen, unglaublichen spiel. und zum glück gab es kein elfmeterschießen.

    (3)
  • micky sagt:

    Hey Pauline Leon,

    möchtest du mit deinem Beitrag ein Sommerloch füllen? Du machst hier eine Baustelle auf, die es m.E. (im Sport) so nicht gibt.
    Um es gleich vorweg zu nehmen: Für mich ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau selbstverständlich, ich bin auch kein Sexist, Frauen sind kein Webfehler der Natur und ansonsten bin ich seit über 20 Jahre mit ein und derselben Frau „ein team“ . Aber sportphysiologisch sehe ich doch erheblich Unterschiede zwischen Mann und Frau, die es rechtfertigen Frauen und Männersport nicht nur organisatorisch sondern auch sprachlich zu trennen. Oder kannst du dir vorstellen, dass beispielsweise Kugelstoßen, Laufen, Schwimmen usw. als olympische Unisexveranstaltungen durchgeführt werden können? Die erzielbaren Resultate (Leistungen, Zeiten) sprechen doch eindeutig dagegen. Ach ja Ringen und Judo stell ich mir auch ganz lustig vor… Und natürlich alles in einer Umkleide, Dusche und Klo.
    Also lass die Kirche im Dorf. Unbestritten war die Leistung der Holländerinnen und Däninnen im Endspiel. Auch ich bin schwer begeister. Aber eine grazile Midema gegen einen Boateng antreten zu lassen ? Geht nicht !! Also lass es beim „Männer“- und „ Frauenfussballsport“.

    Übrigends ist es doch eine tolle Aussage, wenn man sagen kann: Der F r a u e n f u s s b a l l hat durch dieses EM Endspiel enorm an Ansehen, Ausstrahlung und Achtung gewonnen!!!

    (2)
  • Der Zuschauer sagt:

    Pauline / Micki,

    Ich habe Euch beide verstanden,was Ihr geschrieben habt.Es ist und bleibt Frauen- bzw.
    Männerfußballball.
    In anderen Sportarten ist es doch nicht anders.Es heißt zB. Ja auch Biathlon der Herren und Biathlon der Frauen.Genau wie beim Fußball kann man beides nicht miteinander vergleichen.Obwohl am Schießstand gibt es keinen Unterschied der Geschlechter.Da schießt die Frau genauso gut wie der Mann oder viel besser.Aber sobald es wieder auf die Strecke geht kann man beide Geschlechter nicht mehr miteinander vergleichen.Der Mann besitzt einfach mehr Athletik als die Frau.Das hat die Natur auch so gewollt.Ich kenne auch keine Sportart, wo Mann und Frau gegeneinander antritt, außer beim Springreiten,aber da setzt die Kraft auch das Pferd um.Also ich finde am Begriff Frauenfußball nichts schlimmes,im Gegenteil,
    Der Zuschauer

    (1)
  • FrankE sagt:

    Hey Pauline, ich erinnere mich noch gut, vor vier Jahren wollte das Schwedische Fersehen werben mir „UEFA Euro 2013“. Das wurde von der UEFA unter Strafandrohung verboten, es müsse heißen „UEFA Womens Euro 2013“. Damals enpfand ich wie Du, für mich schien es Diskriminierung zu sein. Auf der anderen Seite aber wehre ich mich immer wieder gegen die Vergleiche zwischen Frauenfussball und Männerfussball, weil es zwei unterschiedliche Sportarten sind. Beim Handball, Volleyball oder in der Leichtatlethik vergleichen wir auch nicht. Auch ohne aus der Steinzeit zu kommen, man kann gute Gründe für die Unterscheidung finden.

    Was ich aber nicht verstehen kann, warum tust Du Dir die Kommentare von Frau Neumann an? Diese Frau ist in Sachen Frauenfussball die personifizierte Inkompetez und es gab die Alternative Eurosport.

    (0)
  • DragonBall Super sagt:

    Spielerin des Tunnier ganz klar LIEKE MARTENS! Bin schon seit WM 2015 ein großer Fan von ihr

    (2)
  • Detlef sagt:

    Pauline Leon schrieb:
    „der begriff frauenfussball ist für geistig gestrige. das ist ja spätestens mit dem finale bewiesen worden. das war meines erachtens geiler superfussball“

    Der Begriff war ursprünglich auch mal dafür gedacht, sich auch sprachlich vom „richtigen Fußball“, der natürlich nur von (nicht behinderten) Männern gespielt wird klar abzugrenzen!!!
    Anders als einige Leute (FrankE), die darin dann eine völlig andere Sportart sehen, beharre ich weiterhin darauf, daß es immer die selbe Sportart ist und bleibt, egal ob Frauen oder Männer ihn ausüben!!!

    Natürlich gibt es anatomische Unterschiede, die sich in bestimmten Situationen auswirken können!!!
    Aber im oberen Leistungssport hat sich hier auch sehr viel getan!!!
    Die Spiele werden schneller, athletischer und auch härter!!!
    Die Schußstärke nimmt weiter zu, sodaß auch bei den Frauen heute oft mit langen Bällen operiert wird, und immer öfter auch weite Diagonalpässe zu sehen sind!!!

    Niemand vergleicht die Wurfgeschwindigkeit und den Antritt von Handballerinnen mit ihren männlichen Kollegen!!!
    Niemand findet Volleyball bei Frauen langweilig, nur weil ihre Schläge weniger hart und langsamer sind als bei den Herren!!!
    Rudern, Kanusport, Leichtathletik, Hockey, und-und-und,….niemand regt sich darüber auf, daß es immer langsamer ist als bei den Männern!!!
    Und niemals hört man dort Begriffe wie „Frauenhandball“ oder „Frauenrudern“!!!
    Nur in der Macho-Sportart Nummer Eins, da macht man immer diese „wichtigen“ Unterschiede!!!

    Es gibt doch auch Unterschiede innerhalb des FF und innerhalb des MF!!!
    Wir haben es erlebt, wie verschieden die Taktik und Spielanlage zB von Österreich und von Spanien ist!!!
    Oder von Belgien und Norwegen!!!
    Letztendlich bleibt es trotzdem immer die selbe Sportart, auch wenn sie unterschiedlich interpretiert wird!!!

    Und auch die Reporter machen immer diesen wichtigen Abgrenzungsunterschied!!!
    Selbst bei einer Frauen-EM sprechen sie niemals von der „deutschen Nationalmannschaft“, nein, daß muß dann immer „deutsche Frauen-Naionalmannschaft“ heißen!!!
    Bei den Männern ist das selbstverständlich, daß sie nur die „Nationalmannschaft“ sind!!!

    @micky:
    Es ist schon verwunderlich, wie tief doch die Diskriminierung bereits in unseren Köpfen eingedrungen ist!!!
    „lass die Kirche im Dorf“ schreibst Du, und bringst nur wenige Buchstaben später wieder den Vergleich „Miedema gegen Boateng“!!!

    Ist erstmal schon merkwürdig, eine Stürmerin mit einem Abwehrspieler zu vergleichen!!!
    Aber beide werden sportlich niemals aufeinander treffen, also…..!!!
    Steffi Graf hat niemals gegen Boris Becker antreten müssen!!!
    Den Vergleich hat auch nie jemand gezogen!!!

    (2)
  • Aldur sagt:

    @Detlef:
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich auch Begriffe wie “Frauenfußball“ oder “Frauentennis“ verwende, obwohl ich gerade in diesen beiden Sportarten die Wettbewerbe beider Geschlechter mit gleichem Interesse verfolge. Es ist einfach die bequemste Art mitzuteilen, auf den Wettbewerb welchen Geschlechts man sich gerade bezieht. Deswegen sehe ich die Begriffe an sich auch nicht als problematisch an, so lange sie nicht despektierlich gemeint sind.

    Ich wage auch zu behaupten, dass Du für jede Sportart Leute finden wirst, die den jeweiligen Wettbewerb der Frauen geringschätzig betrachten. Die Argumente mit weniger Dynamik etc. sind dabei meist nur vorgeschoben. Nur sind diese Leute in den Sportarten, in denen der Männer-Wettbewerb ungleich populärer ist, halt häufiger anzutreffen.

    Das ist auch kein reines Fußball-Phänomen. Ich erinnere mich gut, als vor drei Jahren Carina Vogt die erste olympische Goldmedaille in einem Frauen-Skisprung-Wettbewerb (um den anderen Begriff zu vermeiden) gewonnen hat, konnte man im Netz dieselben Kommentare lesen, die auch nach jedem Bericht über ein Fußballspiel der Frauen (um den anderen Begriff zu vermeiden) auftauchen. Da war von “Kreisklasse-Niveau“ und Ähnlichem zu lesen (Kreisklasse? im Skispringen??). Das wird sich aber meiner Meinung nach nicht ändern, indem man den Begriff “Frauenskispringen“ konsequent vermeidet und z.B. nur vom “Skisprungwettbewerb der Frauen“ redet. Diese Einstellungen müssen sich gesellschaftlich auswachsen, und werden das hoffentlich auch, aber nicht über die Verwendung/Vermeidung von Begrifflichkeiten.

    (3)
  • holly sagt:

    na da haben sich ja gleich mehere für das sommerloch gefunden 🙂

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Aldur,
    Wertschätzung und Respekt beginnen für mich mit Begrifflichkeiten!!!
    Wenn der Fußball den Herren ausüben, ebenfalls ständig mit der Vorsilbe genannt wird, dann habe ich nix dagegen, daß dies auch bei Frauen so praktiziert wird!!!
    Wenn aber immer nur eine Seite so benannt wird, dann ist das für mich diskriminierend!!! 🙁
    Natürlich ist dies auch Ausdruck für eine immer noch gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen!!!
    Und irgendwo muß man ja mal anfangen, dies zu beenden, auch wenn das für einige hier nur ein „Sommerloch“ ist!!!

    (1)
  • Sundermann sagt:

    @Detlef

    „Anders als einige Leute (FrankE), die darin dann eine völlig andere Sportart sehen, beharre ich weiterhin darauf, daß es immer die selbe Sportart ist und bleibt, egal ob Frauen oder Männer ihn ausüben!!!“

    Sehr richtig Detlef. Und man kann das auch ganz einfach beweisen.
    Turbine Potsdam hat ja schon früher viele Vorbereitungsspiele gegen Männerteams absolviert. Jetzt die große Frage: Welche Sportart wurde da auf dem Platz von beiden Mannschaften ausgeübt? Spielten die Männer Fußball und Turbine Frauenfußball? Geht doch garnicht, bei einem Spiel zweier Mannschaften gegeneinander sollte doch schon von beiden dieselbe Sportart betrieben werden. Fazit: Beide Mannschaften spielten Fußball.

    Man spricht übrigens auch von Fußballspielerinnen, nicht von Frauenfußballspielerinnen.

    BTW ein Auszug aus einem Presseartikel zur Beachvolleybll-WM:

    „Laura Ludwig und Kira Walkenhorst sind neue Weltmeisterinnen im Beachvolleyball.“

    Weltmeisterinnen im Beachvolleyball. Nicht im Frauenbeachvolleyball. 😉

    (7)
  • Aldur sagt:

    Detlef sagt:
    „Wenn der Fußball den Herren ausüben, ebenfalls ständig mit der Vorsilbe genannt wird, dann habe ich nix dagegen, daß dies auch bei Frauen so praktiziert wird!!!“

    Da bin ich völlig bei Dir. Aber ohne Differenzierung geht es nun mal kaum, wenn man mitteilen möchte, über den Wettbewerb welchen Geschlechts man spricht.

    Sundermann sagt:
    „Weltmeisterinnen im Beachvolleyball. Nicht im Frauenbeachvolleyball“

    Die Verwendung einer weiblichen Endung ist z.B. nicht in allen Sprachen möglich. Irgendwie muss man ja erkenntlich machen, welche Wettbewerb gemeint ist. Bei der aktuell stattfindenden Leichtathletik-WM wird z.B. auch von den 100m „der Frauen“ und „der Männer“ gesprochen. Das ist in meinen Augen noch keine Diskriminierung, sondern einfach die Benennung zweier verschiedener Wettbewerbe, die aus gutem Grund getrennt sind, eben weil ein direkter Vergleich unfair wäre.

    (3)
  • Micky sagt:

    @ Detlef
    „Aber beide werden niemals aufeinander treffen…“ Ja klar Detlef, weil Midema Frauenfussball und Boateng Männerfussball spielen. Selbst M. Juchen spricht von „Frauen EM“(s. Artikelüberschriften !!) Solange wir im offiziellen Sprachgebrauch von einer „Frauen Fussball WM“, einer „ Frauen Fussball Bundesliga“ dito Männer usw. sprechen, sind die Begriffe doch legitim!! Das hat nichts aber auch gar nichts mit Diskriminierung der einen oder anderen Spezies zu tun. Dies wollte ich ausdrücken, nicht mehr und nicht weniger. Ich denke mal Pauline (ohne ihr nahe treten zu wollen) ist in ihrem Emanzipationseifer einfach mal übers Ziel hinausgeschossen. Nichts für ungut!!

    (-3)
  • Detlef sagt:

    @Sundermann,
    Sehr gute Argumente!!!

    Ein weiteres wäre noch, daß viele Spielerinnen ja immer wieder betonten, wie wichtig es für ihre Entwicklung gewesen sei, in ihrer Jugend so lange wie möglich mit und gegen Jungs gespielt zu haben!!!
    Warum, frage ich jetzt all die „Fußball-Separatisten“, haben diese Mädels keinen Schaden genommen, daß sie so lange eine völlig andere Sportart ausüben mußten??? 😉

    Und wie gelang ihnen so schnell, oft innerhalb von Tagen, der Übergang zur Nischensportart Frauenfussball??? 😉

    (1)
  • Pauline Leon sagt:

    holly hat recht! es gibt aber kein sommerloch. eben haben die neu formierten leverkusenerinnen mit holländischen sturm und drang dem fc köln ein ordentliches 2:2 im testspiel aufgedrückt…
    die amerikaner/innen haben die einfachste aller lösungen: wnt oder mnt. liegt wohl in der sprache, das dort keine persönlichen artikel alles kaputt machen. und frauenkugelstossen habe ich auch in deutsch noch nie gehört. da heißt es kugelstossen der frauen sowie kugelstossen der männer. warum beim fussball solchen schwachsinn? es heißt ja auch nicht frauentennis, oder frauenschwimmen. auch gut wäre frauensprint.

    (2)
  • Pauline Leon sagt:

    doch.. es heißt frauentennis! vielleicht, weil sie röcke tragen müssen? wollen?
    …hat aber alles nichts mehr mit fussball zu tun. aber der einwand, herr juchem verwendet auf seiner seite den begriff frauen-em ist schon „lustig“ und mir irgendwie noch nicht so bewußt geworden.

    (-1)

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