Niederlande im Halbfinale, Deutschland-Spiel abgesagt

Von am 30. Juli 2017 – 8.17 Uhr 7 Kommentare

Gastgeber Niederlande hat als erstes Team das Halbfinale der UEFA Women´s EURO erreicht. Das Spiel zwischen Deutschland und Dänemark wurde wegen starken Regens abgesagt.

Martens und Miedema treffen

Die Niederländerinnen setzten sich in Doetinchem mit 2:0 (1:0) gegen Schweden durch. Lieke Martens (33.) und Vivianne Miedema erzielten die Treffer beim verdienten Erfolg.

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Logo der Frauenfußball EM 2017 © UEFA

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Zu viel Wasser in Rotterdam

In Rotterdam hoffte man eine gute Stunde lang, dass der Wettergott ein Einsehen hat und der starke Regen nachlässt. Doch am Ende wurde das Spiel abgesagt, Anpfiff der Partie ist am heutigen Sonntag um 12 Uhr.

Die Spiele am Sonntag

12.00 Uhr: Deutschland – Dänemark (Rotterdam)
18.00 Uhr: Österreich Spanien (Tilburg)
20.45 Uhr: England – Frankreich (Deventer)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    An dieser Stelle möchte ich nochmals meine Hochachtung und meinen Dank an alle fleißigen Helfer aussprechen, die gestern verzweifelt gegen die Fluten gekämpft haben!!!
    Ich dachte noch so bei mir, „wenn es jemand schafft Land trocken zu legen, dann sind es die Holländer!!!“
    Aber auch sie waren mit den Wassermassen total überfordert!!!

    So war eine Spielabsage die absolut vernünftige Folge!!!
    Im Moment ist es trocken, mal sehen ob es hält!!!

    (7)
  • never-rrest sagt:

    Mal sehen, ob es heute noch ein paar Zuschauer zur Mittagszeit in das Stadion schaffen. Die Spielverlegung war aber wohl unumgänglich. Dafür wurden wir gestern abend bestens unterhalten mit viel Slapstick wie Wassereimerketten, dem wunderschönen Diver einer Platzfrau bei einem Schussversuch, fleißigen Wasserschiebern, ratlosen Reportern und Funktionären usw. Wenn wir heute mit einem attraktiven Spiel, vielen Toren von unserer N11 vor einer nicht allzu mickrigen Kulisse entschädigt werden, ist alles gut. Auf geht`s.

    (5)
  • enthusio sagt:

    Zeit, nach der Gruppenphase eine erste kurze Bilanz zu ziehen.

    Überzeugt und mit schönem Fussball erfreut haben mich nur England und die Niederlande. Außer England hat aber niemand bisher restlos beeindrucken können. In der Torchancenverwertung war England als einzige Mannschaft herausragend. Die Niederlande hat noch eine ausbaufähige Effizienz vor dem Tor.

    Österreich war die Überraschung der Gruppenphase. Auch Belgien und Italien habe ich nicht so stark eingeschätzt.

    Deutschland mit zuwenig Zug zum Tor, agierte zu verspielt, stand im Wesentlichen sicher in der Abwehr, hatte mit etlichen Aluminiumtreffern Pech im Torabschluss, verwandelte seine Elfmeter sicher.

    Schweden, Frankreich und Spanien waren eine Enttäuschung, auch von Island habe ich mehr erwartet.

    Norwegen war mit seiner kläglichen punkt- und torlosen Vorstellung der Verlierer des Turniers.

    Der Rest spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten.

    Im ersten Viertelfinalspiel war von Schweden erneut zu wenig zu sehen, die Oranjes agierten spielfreudiger und kreativer, hatten die besseren Einzelspielerinnen, kamen verdient weiter.
    In Schweden ist der notwendige Trainerwechsel nach Olympia verschlafen worden.

    (7)
  • Waldi77 sagt:

    Es war von Anfang an ein völlig hoffnungsloses Unterfangen. Wohin hätte das Wasser denn auch abfließen sollen? Ein Kunstrasenplatz, eine Plane und ein Rollrasen obendrauf – und alles nur, weil die UEFA nicht auf Kunstrasen spielen lassen will… Eigentlich unverantwortlich, dass die UEFA mit der Spielabsage so lange gewartet hat – zumal sich beide Teams einig darüber waren, dass der Rasen nicht bespielbar ist. Erschreckend fand ich die Hilflosigkeit der Rotterdamer – ausgerechnet in einem Land, das gegen Überschwemmungen dieser Art einigermaßen gewappnet sein sollte. Wo war die Feuerwehr zum Abpumpen des Wassers? Wo das schwere Gerät – das beste was man finden konnte, war ein kleiner elektrischer Nass-Sauger, ernsthaft? Klar muss man den Freiwilligen Respekt für ihren Einsatz zollen. Aber: warum waren es so wenige? Bsp.: Ein Typ versucht mit einem kleinen Papierkorb einen völlig zugelaufenen Unterstand (da hätte man ne Schwimm-WM drin veranstalten können…) auszuschöpfen, während gleich mehrere dutzende Leute mit den Händen in den Hosentaschen drum rum stehen. Musste auch an die WM 74 denken: Damals ist man dem Rasen mit Walzen zu Leibe gerückt (was aber auch nicht viel brachte); gestern kämpften eine handvoll Leute aufopfernd, aber nahezu sinnlos, mit Gummiwischern (!) gegen die Wassermassen an. Unterhaltsam war’s trotzdem: Auch dank einer sympathischen Steffi Jones, die sich nicht zu schade war, mit anzupacken und wohl für den Brüller des Tages sorgte, als sie ne Helferin zu Demonstrationszwecken bat, doch mal nen Freistoß auszuführen um die Un-Bespielbarkeit des Platzes zu beweisen – woraufhin das Mädel auch prompt auf dem nassen Rasen ausrutschte…

    Also wünschen wir den Mädels heute einen trockenen Rasen. Bin gespannt, wie viele Elfmeter wir noch bis ins Finale brauchen 😉

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  • Jan sagt:

    Player of the Matsch: Das Mädchen mit dem Purzel-Unding

    Mitarbeiter/in des Monats: Steffi Jones

    😉

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  • Aldur sagt:

    Mein zweiter Ausflug nach Doetinchem am Samstag war ein noch eindrücklicheres Erlebnis als der erste. Gut dass ich meine Karte für das durch die Teilnahme des Gastgebers nun natürlich bestens gefüllte Stadion bereits vor dem Turnier erstanden hatte. Die entfachte Begeisterung der Heim-Zuschauer für ihr Frauen-Team war auf jeden Fall erlebenswert.

    Die Mannschaft verdient sich das aber auch. Auch gestern gab es den einen oder anderen defensiven Wackler, und kurze Phasen in denen es im Spielaufbau klemmte. Im Großen und Ganzen aber wieder eine starke Vorstellung von Oranje, dass verdient ins Halbfinale eingezogen ist, wo nun natürlich mit England oder Frankreich ein Riesen-Brocken wartet. Sollten sie den aus dem Weg räumen, sind sie für mich im Endspiel Favorit – unabhängig davon, wer aus dem anderen Zweig als Gegner kommt.

    Die von ihren Landsleuten frenetisch gefeierte van de Sanden hatte gestern in meinen Augen ihren schwächsten Turnierauftritt. Dafür war Martens einmal mehr Extraklasse. Die heimlichen Stars im Oranje-Team sind für mich aber die beiden kleinen Dauerläuferinnen Groenen und van de Donk im Mittelfeld. Die beiden storpfen mit unglaublichem Pensum defensiv immer wieder Löcher und schalten sich dennoch permanent in die Offensive ein. Das ist wirklich beeindruckend. Miedema hingegen läuft – trotz ihres Tores gestern – ihrer Form aus besten Bayern-Tagen noch etwas hinterher. Vielleicht gibt der Treffer ja Auftrieb.

    Die Achillesferse Hollands bleibt die bestenfalls durchschnittliche Defensivreihe. Schweden hat im Spiel nicht wirklich enttäuscht, es aber nicht verstanden, die immer wieder auftretenden Wackler in der Oranje-Hintermannschaft effektiv zu nutzen. Von daher ist der niederländische Sieg auch in der Höhe verdient. Bei den Tre Kronors ist der personelle Umbruch inzwischen wohl nicht nur auf der Trainerbank geboten.

    Als ich nach der ja nur gut einstündigen Heimfahrt von Doetinchem ins Ruhrgebiet wieder daheim ankam, und meine Aufzeichnung des Deutschland-Spiels ansehen wollte, fand ich dann irgendwie nur ein Video mit lustigen Wasserspielen auf meiner Festplatte… 😉

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