Frauen-EM: England schlägt Spanien, Sieg für Portugal

Von am 23. Juli 2017 – 23.18 Uhr 20 Kommentare

Zum Abschluss der zweiten Gruppenspiele bei der UEFA Women´s EURO gewann England ein intensives Spitzenspiel gegen Spanien, Portugal bezwang Schottland.

In Gruppe D gewann England am Abend im strömenden Regen von Breda das Topspiel gegen Spanien mit 2:0 (1:0).

England besticht durch Effizienz

Dabei erwischten die Engländerinnen einen Blitzstart, Fran Kirby sorgte für die frühe Führung (2.). Die Spanierinnen kamen im Verlaufe der Partie immer besser ins Spiel, doch die starke englische Defensive ließ nichts anbrennen. Jodie Taylor machte in der Schlussphase mit ihrem vierten Turniertreffer den englischen Erfolg perfekt (85.). Allerdings hat England Glück, dass Spanien beim Stand von 0:1 nach einem Handspiel von Ellen White ein Elfmeter verwehrt blieb (77.).

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Erster EM-Sieg für Portugal

Im ersten Spiel des Tages kam Portugal im Duell zweier EM-Neulinge zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Schottland. Carolina Mendes brachte die Portugiesinnen in Führung (27.). Der eingewechselten Erin Cuthbert gelang für Schottland zwar der Ausgleich (68.), doch die Elf von Trainer Francisco Neto machte durch Ana Leite den Erfolg perfekt (72.).
Die Spiele am Montag
20.45 Uhr: Norwegen – Dänemark (Deventer)
20.45 Uhr: Belgien – Niederlande (Tilburg)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Ich habe selten einen so unverdienten Sieg wie heute in Breda gesehen!!!
    Spanien mit gefühlten 95% Ballbesitz, und es ging eigentlich immer nur in eine Richtung!!!
    Allerdings waren die Ibererinnen zu sehr in sich selbst verliebt, und ließen immer wieder den Zug zum Tor vermissen!!!
    Zudem kam der überflutet Rasen ihrem Spiel überhaupt nicht entgegen!!!
    Das das klare Handspiel nicht geahndet wurde passte irgendwie zu diesem Ergebnis!!!

    Zumindest gab es heute sehr viel fürs Auge zu sehen!!!
    Einfach überwältigend, wie die Spanierinnen mit dem Ball umgehen können!!!
    Jetzt müssen sie nur noch das Tore schießen üben, dann kann es auch mit Titeln klappen!!! 🙂

    (-14)
  • Zaunreiter sagt:

    Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich seit zwei Jahren in Jodie (Foster) Taylor verliebt bin? 😉 (Kleiner Seitenhieb auf die ZDF-Livestreamkommentatorin, obwohl ich lieber der Stimme von Marco Hagemann auf Eurosport gefolgt bin). Das Betthupferl von Claudia Neumann gibts auf zdf-sport zu hören.
    Herrlich, wie sich die „lionesses“ dem tiki-taka erwehrt haben. Obwohl die Spanierinnen und die Japanerinnen für mich die Quintessenz des FF sind was das gepflegte Pass-Spiel angeht. Dafür sind dann die Angelsächsinnen für mich der Garant für Hingabe und Leidenschaft.
    Das abseitsverdächtige Tor von Millie Bright war für mich und vom Fernsehen her kein Abseits. Wenn, war es gleiche Höhe.

    Ein Hoch auch auf Signora Vitulano, dass sie ihre eigene Elfmeterentscheidung zurückgenommen hat. Denn das Handspiel von Ellen White war nicht willkürlich und der Ball sprang vom Knie zum Arm. Und sowas macht dann nicht jeder Schiedsrichter.

    Mein Fazit: Diese beiden Teams werden weit kommen, nur müssen die Ibererinnen jemanden finden, der sie durch die KO-Spiele schießt. Und da könnte es sich um ein vergiftetes Geschenk handeln, dass Senor Vilda jemanden wie Vero und Sonia Bermudez aus Konzessionsgründen („aus sportlichen Gründen“) zuhause gelassen hat.
    Beide Mannschaften haben, wie wir sahen, die Kraft für ein Spiel über 90 Minuten, selbst wenn es wie bei einer Wasserschlacht ist. Das war gestern bei den Isländerinnen gegen Ende anders.

    (7)
  • Fan sagt:

    @Detlef,
    ja,ja, Herr Oberbundestrainer Detlef, ist schon schlimm wenn man die Regeln nicht kennt und sich hier im Forum derart blamiert.Zumindest hatte die Italienische Schiedsrichterin eine Ahnung von der Spielregel bei dem unbeabsichtigten Handspiel und hat ihre Entscheidung richtiger weise korrigiert.
    Zum Spiel nur, Spanien war sehr ballsicher und hatte zu ca. 75% Ballbesitz aber was nutzt das wenn man im Angriff derart harmlos ist und keine einzige klare Torchance im ganzen Spiel herausspielt.

    (14)
  • Zaunreiter sagt:

    Lucy Bronze hat die Schiedsrichterin an Regel Nr. 12 erinnert, zum unabsichtlichen Handspiel. Und dass diese dann die Größe hat, ihre Entscheidung zurückzunehmen, dass gelingt auch nicht jedem männlichen Schiedsrichter.

    (12)
  • enthusio sagt:

    Die Engländerinnen haben mich schwer beeindruckt. Aus vier Torchancen machen sie drei Tore. (Das wunderschöne Kopfballtor von Millie Bright wurde ihnen aber leider fälschlicherweise aberkannt.)
    In der Defensive standen sie sicher und haben sich dem spanischen brotlosen Ballgeschiebe unaufgeregt gestellt, ohne – wie vom Kommentator auf Eurosport mehrfach vermutet – konditionell einzubrechen.
    Ich habe noch nie ein Spiel gesehen, in dem eine Mannschaft so viel Ballbesitz hatte, ohne sich auch nur eine einzige echte Torchance herausspielen zu können. Die Spanierinnen haben gestern das Tiki-Taka ad absurdum geführt und sind „in Schönheit gestorben“.
    Am schlimmsten aber war, dass der spanische Trainer nach diesem erfolglosen Abnutzungsspiel seiner Mannschaft es erst zwei Minuten vor Schluss für nötig hielt, zwei frische Spielerinnen einzuwechseln, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel längst gelaufen.

    Zur Schiedsrichterin: Die Rücknahme ihrer eigenen Elfmeterentscheidung fand ich bemerkenswert und korrekt.

    (15)
  • waiiy sagt:

    Ich schließe mich enthusio an: Spiel 1 gegen eine spielerisch unterlegene Mannschaft viel Druck ausgeübt und hoch gewonnen. Spiel 2 gegen eine spielerisch überlegene Mannschaft sehr diszipliniert und nahezu fehlerfrei gespielt und die sich bietenden Chancen eiskalt genutzt. Da ist eine Mannschaft sehr gereift und in meinen Augen von den mitspielenden Teams nicht mehr zu schlagen. Gegen England geht es nur über das Elfmeterschießen weiter, wenn das Team weiter so die Leistung abrufen kann.

    Während England sich was von den deutschen Herren abgeschaut hat, hat Spanien Anleihen bei den spanischen Männern genommen. Ich wünsche mir für Österreich die Spanierinnen im Viertelfinale. Da hat man gute Chancen, wenn man weiter so diszipliniert spielt.

    (6)
  • Karl sagt:

    Klasse Spiel von England. Genau so muss man spielen um dem spanischen Offensivcattenaggio die Zaehne zu ziehen. Das ist wieder mal ein Typisches Beispiel wo der eine (Spanien) dem anderen (England) sein Spiel aufgezwungen hat und verliert. Es gibt viele solcher Beispiele.

    (2)
  • balea sagt:

    Die Uefa hätte die Lostöpfe wohl anders sortieren sollen.
    Topf1: Niederlande, Österreich, England, Spanien
    Topf2:D, Frankreich, Schweiz, Belgien
    Topf3: Schweden, Dänemark, Island, Italien
    Topf4: Norwegen, Schottland, Portugal, Russland

    (1)
  • Sundermann sagt:

    OMG, was für ein langweiliger spanischer Kick. Die hätten noch Stunden weiterspielen können ohne einen Treffer zu erzielen.

    Schon im Spiel gegen Portugal war Spanien eine einzige Enttäuschung, wie kann man bei soviel Ballbesitz so wenig Torgefahr ausstrahlen?

    (3)
  • Andi sagt:

    Ich weiß nicht, warum manche die Spanierinnen so loben. In Schönheit sterben, nichts anderes.

    Glückwunsch an England. Konzentrierte Leistung mit großer Effizienz. Sauber! Schön die Spanierinnen den Ball durch die Gegend schieben lassen, aber im richtigen Moment eingreifen. Hat mir sehr gut gefallen.

    (9)
  • Volker sagt:

    Zuerst: Meine behauptung das die Spanierinnen den Männerfussball kopieren war Unsinn.
    Das habe ich eingesehen. Sonst mußte ich den Engländerinnen den gleichen Vorwurf machen ihre Spielweise sieht auffällig wie der alte Kick and Rush der Männer aus. Mehr ist es auch nicht. Die Spanierinnen haben gezeigt das Sie da einiges mehr drauf haben, Ballkontrolle und Pässe grenzen an Perfektion. Die Engländer standen gerade in der 1 HZ dem Ganzen reichlich hilflos gegenüber.Es gab fast keine Zweikämpfe. Wenn sie mal den Ball erobert hatten folgte sofort wieder der Verlust. Auch im taktischen Bereich konnten die Spanierinnen glänzen, ihre Spielverlagerungen und Flügelwechsel waren mindestens sehenswert. Was ihnen aber fehlt ist Durchschlagskraft und individuelle Klasse. Wo wir bei Verónica Boquete wären. Allerdings, und so verstehe ich den Trainer, passt eine individualistische Söldnerin nicht in dieses Mannschaftsgefüge. Sie sind eine Neue Mannschaft diese Spanierinnen und was sie gezeigt haben ist das Ergebnis harter Arbeit! Und wenn sie so weiter machen werden wir in den kommenden Jahren noch einiges zu sehen bekommen. Falls sie bei diesem Konzept bleiben und die Mängel in der Spitze beseitigen, werden Sie den Europäischen Frauenfussball mächtig aufmischen, davon bin ich überzeugt. Übrigens, ist das Konzept von Steffi Jones ähnlich aber bei weitem nicht so flüssig. Aber sie hat eine höhere Klasse an durchsetzungsstarken Spielerinnen.

    (7)
  • bale sagt:

    ich fand England hat verdient gewonnen–dieses tiki taka hat mich genervt mich nerven auch extrem diese ganzen zahlen zb.ballbesitz,gelaufene km.brauche ich nicht.angesichts des wetters ein super spiel.mag auch wie Belgien und Österreich spielen.
    ja wir haben leider keine Jodie Taylor–hat ja hope POWELL damals NIE!!!! nominiert.
    da muss erst ein neuer Trainer kommen erinnert mich irgendwie an eine gewisse frau N….

    (1)
  • Karl sagt:

    @volker: Es mag ja sein, dass dieses spanische Offensivcattenaccio irgendwann mal super Erfolgreich sein wird, aber wer wird das schon 90 Minuten lang ansehen wollen, ich jedenfalls nicht.

    (4)
  • Volker sagt:

    Wer hätte vor 2011 daran gedacht das die körperlich unterlegenden Japanerinnen Weltmeister werden? Wer hat schon damit gerechnet das sich Bayern gegen Frankfurt und Wolfsburg durchsetzen kann? Der Frauenfußball hat sich in den letzten wenigen Jahren weiterentwickelt, rein über die Athletik den Ball über wenige Stationen nach vorn zu treiben ist eigentlich schon Vergangenheit. Ich weiß nicht wer es war, irgend jemand hat hier den Begriff „Hurra-Fußball“ geprägt ,besser kann man es nicht formulieren. Die konservative Haltung einiger Fan´s kommt wohl aus der Angst das irgendwas verloren geht und ziehen ihre Bestätigung aus der Tatsache das ein Spiel gewonnen wird. Das eine Spielerin ein Spiel entscheiden kann wird auch in der Zukunft bleiben. Ein bisschen mehr Aufgeschlossenheit dem Neuen gegenüber und nicht immer gleich alles Platt reden.

    (2)
  • Zaunreiter sagt:

    @bale:

    Hope Powell gehört so wie deine gewisse Frau N. oder auch Pia Sundhage noch einer Generation an, die sich alles erarbeiten mussten, gegen Berge von Vorurteilen kämpften und die nicht alles in den Schoß gelegt bekamen. Das sollte man ihnen zugute halten. Im Laufe ihrer Zeit entwickelten sie auch Vorlieben für Lieblingsspielerinnen, da konnten sich dann andere anstrengen wie sie wollten, sie kamen nicht zum Zuge. Sie entwickelten auch ein strenges Regiment. Das muss man auch bei „flower-power“-Pia beachten, die auch nicht jede nahm bzw. nimmt. Als US-Trainerin hat sie ja z.b. Natasha Kai ignoriert, blieb aber beständig bei den „Trümmerfrauen“ in der Abwehr wie Bühler oder LePelbet.

    Der jetzige Trainer der „lionesses“, Mark Sampson, hat sich ja auch seeehr frühzeitig auf den Kader festgelegt, was zur Folge hatte, dass die Rekonvaleszentin Sanderson ihre Emotionen nicht im Griff hatte, und damit auch die anderen im Ausland wie Daly, Dowie oder Galton aussen vorließ.

    Nichtsdestotrotz werde ich am Donnerstag nach Holland fahren, meine Base in Tilburg aufstellen, das letzte Gruppenspiel der Engländerinnen anschauen, am Samstag nach Rotterdam fahren und am Sonntag wohl das Viertelfinale zwischen voraussichtlich Frankreich und Spanien anschauen. 😉

    (5)
  • Sundermann sagt:

    @Volker

    “ Die konservative Haltung einiger Fan´s kommt wohl aus der Angst das irgendwas verloren geht “

    Ja, genau. Und zwar den Spaß, ein Fußballspiel anzuschauen. Ob das allerdings eine konservative Haltung ist, wage ich zu bezweifeln.

    Andere sehen das übrigens ähnlich:

    „Daraufhin zog sich England weit zurück, und Spanien verlor sich im fürchterlich lahmen Pep Guardiola-Gedächtnis-Tiki-Taka, was so dermaßen langweilig war, dass selbst der Himmel über Breda fürchterlich zu weinen begann.“

    Besonders beim FF wird ja immer auf die Zuschauerzahlen und die TV-Quoten geschaut. Dieser Spielstil ist da nicht grade förderlich.

    (11)
  • Volker sagt:

    Zaunreiter: was soll das „deine gewisse Frau N“?? Wo bitte habe ich irgendwas in Abrede gestellt? Glaubst du den wirklich das es in Macholändern wie Spanien,Russland,Italien egal wo,für die Frauen es einfacher ist Fußball zu spielen als hier? Du interpretierst da wohl ein wenig zuviel aus dem Bauch heraus.

    (-1)
  • Zaunreiter sagt:

    Volker:
    Wenn du genauer lesen würdest, habe ich die Formulierung von bale, die er gestern Abend um 20:04 tätigte, benutzt. Der erste Absatz meines Postings war eine Antwort an ihn. Die beiden letzten eher generell.

    Du kannst dich also wieder beruhigen. 😉

    (2)
  • Detlef sagt:

    Sundermann schrieb :
    „was so dermaßen langweilig war, dass selbst der Himmel über Breda fürchterlich zu weinen begann.“

    Ausgehend von dieser Theorie,…..was bedeutet es wohl, daß der Himmel über Utrecht seit Tagen weint??? 🤔
    Böse Vorahnung, mit Donnerwetter??? 🙁

    (-1)
  • Volker sagt:

    Zaunreiter: au verdammt, stimmt, ein dummer Fehler habe ich tatsächlich nicht gesehen.
    Habe leider keine Zeit mehr bis in 2Wochen mache Urlaub. Ihr dürft mal raten wo.

    (0)

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