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Frauen-EM: Siege für Frankreich und Österreich

Von am 19. Juli 2017 – 8.39 Uhr 15 Kommentare

Zum Auftakt der Gruppe C kam Frankreich erst dank eines späten Elfmeters zum Sieg gegen Island. Österreich gelang ein Überraschungserfolg gegen die Schweiz.

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Eugenie Le Sommer sorgte in Tilburg mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 86. Minute für einen 1:0 (0:0)-Erfolg des Titelaspiranten. Die erst kurz zuvor eingewechselte Elín Jensen hatte Amandine Henry im Strafraum zu Fall gebracht. Wendie Renard, die zur Spielerin des Spiels gekürt wurde, traf mit einem Kopfball in der zweiten Halbzeit nur die Latte gegen aufopferungsvoll kämpfende Isländerinnen.

Burger sorgt für historischen ÖFB-Erfolg

Im zweiten Spiel des Tages gelang Österreich in Deventer ein 1:0 (1:0)-Überraschungserfolg gegen die ab der 60. Minute in Unterzahl spielende Schweiz. Nina Burger erzielte nach schönem Zuspiel von Sarah Zadrazil bereits in der Anfangsphase den einzigen Treffer der Partie (15.) und sorgte für den ersten Sieg eines österreichischen Teams bei einer EM-Endrunde.

Logo der Frauenfußball EM 2017

Logo der Frauenfußball EM 2017 © UEFA

Schweiz erst in Unterzahl besser

Die Österreicherinnen kontrollierten das Spiel über weite Strecken. Ausgerechnet nach der Roten Karte gegen Rahel Kiwic nach einer Notbremse gegen Burger kamen die Schweizerinnen nun besser in die Partie. Doch die eingewechselte Vanessa Bernauer fand bei einem Schuss ihre Meisterin in ÖFB-Torhüterin Manuela Zinsberger, Ramona Bachmann scheiterte mit einem von Verena Aschauer abgefälschten Schuss.

Mehr zum Überraschungssieg der Österreicherinnen

Die Spiele am Mittwoch

Gruppe D
18.00 Uhr Spanien – Portugal (Doetinchem)
20.45 Uhr: England – Schottland (Utrecht)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Spielfreude hat über Routine gesiegt. Das ist ein guter Trend (schon von der U21 und dem ConfedCup her). Glückwunsch nach Österreich. Die Schweiz steht damit mit dem Rücken zur Wand, zumal auch Island kein Selbstläufer wird.

    Österreich hat Freude gemacht, weil wirklich Jede für die andere gelaufen ist und man es als Mannschaft geschafft hat.

    Bei der Schweiz habe ich mich über Bachmann geärgert. Wenn es schwer läuft, versucht sie immer, alles allein umzubiegen und spielt nicht mehr mit der Mannschaft. Damit gehört sie für mich auf die Bank, weil sie ein Störfaktor ist. Und eine Abbé ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie da dagegen steuern könnte. Vielleicht sollte man Wälti auch offiziell zur Chefin befördern und ihr das Mandat mitgeben, dass sie bei solchen Situationen entgegenwirkt.

    Immer wieder war das Zusammenspiel zwischen Zadrazil und Burger zu bewundern. Zadrazil finde ich auf der 10 in der N11 besser als auf der 6 in Potsdam. Und sie kann auch körperlich gut gegenhalten. Vielleicht sollte man dort über eine Verpflichtung von Burger nachdenken… 😉

    (16)
  • Herr Schulze sagt:

    Mon dieu, Frankreich! Auch wenn der Elfmeter zwingend war nach der Dauerklammer gegen Henry, so haben uns die les Bleuses mit sehr viel Glück doch ein sehr, sehr mageres Süppchen serviert. Louisa Necib (Cadamuro)ist zwar bei Lyon, aber nicht im Nationalteam zu ersetzen.

    (13)
  • Aldur sagt:

    Österreichs erste Halbzeit war ein echtes Statement für das Erreichen der k.o.-Phase. Eigentlich kann man ihnen nur das unzureichende Ausspielen der vielen Umschaltaktionen vorwerfen. So blieb das Spiel durch die knappe Führung spannend und das Ergebnis letztlich auch glücklich, denn die Situation, als Aschauers Arm einen Schweizer Schuss über das Tor lenkte, war für mich ein klarer Handelfmeter. Die Körperfläche war durch den ausgestellten Arm weit vergrößert und der keineswegs aus Nahdistanz abgegebene Schuss wurde dadurch entscheidend abgelenkt. Dennoch war die Schweizer Vorstellung insgesamt enttäuschend, gerade von Schlüsselspielerinnen, wie Dickenmann oder Wälti, und Österreichs Erfolg insgesamt hochverdient.

    Ohne die kämpferische Vorstellung Islands klein reden zu wollen, muss man auch festhalten, dass Frankreichs erster Auftritt viel Luft nach oben gelassen hat. Aber zu einer Spitzenmannschaft gehört eben, dass man solche Spiele dann trotzdem irgendwie gewinnt. Schon die phantasielose Aufstellung mit den üblichen Verdächtigen hat mich etwas enttäuscht. Zwei Jahre vor der Heim-WM wird man bei „Les Bleus“ zwar keinen großen Umbruch einleiten, aber so langsam wäre der vielleicht vonnöten. Dazu müssten die Jüngeren aber auch hier und da schon einmal in die Verantwortung. Die im CL-Finale noch überragende Amel Majri gehört z.B. gar nicht zu Frankreichs EM-Kader (Verletzung?).

    (9)
  • GG sagt:

    Treffende Zusammenfassung von @waiiy – und im Besonderen die Einschätzung zu R. Bachmann. Im Übrigen: Genau der Aspekt, warum sie bei den Wölfinnen so überhaupt keinen Fuß auf die Erde bekommen und – folgerichtig – das Weite gesucht (Chelsea London) hat.
    Auch ich war von der „deutschen B-Elf“ sehr angetan – wie sich gezeigt hat, kam der letzte Testspielsieg gegen die Däninnen nicht von ungefähr und hat neben weiterem Selbstbewußtsein augenscheinlich auch Kräfte freigesetzt. In dieser Verfassung können sie auch den Französinnen gefährlich werden.

    Diese, ja, haben letztlich unverdient obsiegt. Mit den doch eher bescheidenen Mitteln hat Island bravourös gegengehalten – und nur durch eine Eselei der jungen Jensen den #1 Punkt aus der Hand gegeben.
    An dieser Stelle eine kurze Frage in die Expertenrunde:
    Islands Nr. 10, Dagny Brynjarsdottir, soll laut wiederholtem Bekunden des Eurosport-Kommentators Stach bereits 3-fache Mutter sein ? Letzte Entbindung „vor 5 Monaten“ ?

    (1)
  • O. Christ sagt:

    @Aldur: Majri fällt in der Tat wegen einer Verletzung aus. Man hatte offenbar bis zur letzten Minute der Kaderfestlegung gehofft, sie doch noch anmelden zu können.

    (4)
  • Volker sagt:

    Fazit: Das Spiel Deutschland – Schweden war bis jetzt das absolute Highlight. Wären doch so einige hier genau so’gnädig mit der Deutsch 11!

    (-3)
  • Jan sagt:

    Enge Partien bisher ; ein gutes Zeichen für den FF, oder!? Die Ausnahme könnte ESP vs POR werden.

    Und so einige Derbys: alpin, britisch, iberisch, BEL vs NED

    Island kämpft wacker, aber erfolglos wie 2009, als man 2x äußerst knapp 0:1 GER u. NOR sowie durch 2 Elfmeter FRA unterlag.

    (6)
  • jochen-or sagt:

    Hab mich sehr über die Ösis gefreut.
    Erfrischender Fußball – mit viel Einsatz.
    Burger und Zadrazil stachen für mich hervor, aber auch die Abwehr ließ nichts zu.

    Bei der Schweiz gab es kein Zusammenspiel. Ich hatte sie gerade spielerisch viel besser in Erinnerung. In dieser Form kommen sie nicht weiter. Ich hoffe jetzt auf die Ösis, die durch diesen Sieg beste Chancen haben sollten.
    Leider haben sie versäumt mit ihrem erfrischenden, agressiven Spiel noch das zweite Tor nachzulegen. Es erscheint durchaus denkbar, dass in dieser Gruppe noch das Torverhältnis den Ausschlag geben kann.

    Der Kritik an Bachmann muss man entgegen halten, dass sie als einzige Gefährlichkeit ausstrahlte und mehrere Freistöße aus günstiger Lage provozierte.
    Die Fummelei mit dem Mute der Verzweiflung ist zwar kein modernes Spiel, schien jedoch in dieser Situation wohl die letzte Möglichkeit, überhaupt irgendwie Chancen zu kreieren.

    (8)
  • Zaunreiter sagt:

    @GG:

    Dagný Brynjarsdóttir: Sie kann es nicht sein, da hätte sie nämlich hochschwanger im Playoff der Thorns gegen die damaligen Flash am 02. Oktober gespielt. Und wenn man sich ihre Bilder in den social media anschaut, dann war sie davor und danach doch recht dünn für eine Schwangere 😉 .

    ABER: Die Spielerin um die es geht, ist Harpa Þorsteinsdóttir, mit der Rückennummer 16. Die hat entbunden. Aber erst ihr zweites Kind.
    Matthias Stach ist ja dafür bekannt, dass er gerne triviales um den/die Sportler/in herum erzählt. Und als er dann mehrfach Dagnýs Mutterschaft ansprach, habe ich mich schon gefragt, was er zu sich genommen hat. 😉 Doch er ist mir immer noch lieber als ein Bernd Schmelzer.

    PS: Den Sohn, den sie im Februar entbunden hat, hat sie „Ymir“ genannt. Und nach einem Eisriesen benannt zu werden, da Island aus Feuer und Eis geboren wurde, ist das ja nichts besonderes. 😉

    (4)
  • vikkybummsy sagt:

    Sarah Zadrazil erlitt Syndesmosebandeinriss:

    http://tinyurl.com/yb8pz4n6

    Sie wäre bei der guten Form ein herber Verlust. Gute Besserung

    (2)
  • Detlef sagt:

    @vikkybummsy;
    Dein Link geht irgendwie ins Leere!!!
    Auf allen Österreich Seiten beklagte man nur den Ausfall von Lisa Makas!!!
    Von SARAH ZADRAZIL aber kein Wort!!!

    Du weißt hoffentlich, für Hiobsbotschaften verletzter TURBINEN gibt’s die Höchststrafe!!! 😉
    Der Ausfall von SVENJA HUTH ist schon schlimm genug!!! 🙁

    (0)
  • Speedy sagt:

    Leider hat sich die Aussage von „vikkybummsy“ bestätigt, ich hoffe das mein Link funktioniert?

    Quelle Facebook Seite von Sarah Zadrazil:

    http://sport.orf.at/stories/2276740/

    Ein Spiel der Vorrunde ist gespielt und bereits zwei verletzte Turbine Spielerinnen, ich hoffe das geht nicht so weiter?

    Ich wünsche jedenfalls allen verletzten Spielerinnen eine gute Besserung.

    (4)
  • adipreissler sagt:

    Kein Grund für soviel Drama, bei Zadrazil hoffen die Ösis, sie bis Samstag wieder fit zu bekommen, bei Hüthchen redet man bisher von 14 Tagen. Das stört eher die Nationalmannschaft als Potsdam.

    (0)
  • Detlef sagt:

    Also leider doch war!!! 🙁
    Na dann wünsche ich SARAH eine gute Besserung, und hoffe doch sehr, daß sie bald wieder richtig fit wird!!!
    Es wäre ihr sehr zu wünschen, daß sie sich bei der EM ihr Selbstvertrauen richtig aufpoliert!!!

    (1)
  • waiiy sagt:

    Der Ausfall von Zadrazil würde Österreich ins Mark treffen, da sie die Spielgestalterin im Team ist und auch die Tempo- und Taktikwechsel in Absprache mit Burger bestimmt. Aber es vorsichtig optimistische Prognosen, dass sie evtl. morgen auflaufen kann. Sicher ist wohl der Einsatz im letzten Gruppenspiel. Sie wurde auch gestern schon wieder mit Ball am Fuß gesichtet.

    PS: Mein Turbine Herz hofft, dass sie mit Rot-Weiß-Rotem Herzen keine Dummheiten macht. Aber sie kennt nur 100% Einsatz…

    (2)

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