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Frauen-EM: Dominante DFB-Elf plant nächsten Streich

Von am 15. Juli 2017 – 17.21 Uhr 18 Kommentare

Mit verjüngtem Kader, neuer Trainerin und flexiblerer Taktik wollen die DFB-Frauen bei der Europameisterschaft in den Niederlanden (16. Juli bis 6. August) das Kunststück schaffen, den EM-Titel zum siebten Mal in Folge zu ergattern. Die Chancen stehen gar nicht schlecht, die dominante Position auszubauen. Doch die Konkurrenz hofft und lauert auf einen Ausrutscher.

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Wenn die Gegner der deutschen Frauenfußball-Nationalelf in den vergangenen 22 Jahren die Heimreise von der EM antraten, mussten deren Spielerinnen sicherlich häufiger an Englands ehemaligen Stürmer Gary Lineker denken, der einst feststellte: „Fußball ist ein einfaches Spiel: (…) am Ende gewinnen immer die Deutschen.“

Holt Deutschland den siebten EM-Titel in Folge?

Seit 1995 hat Deutschland unglaubliche sechs Mal in Folge das kontinentale Kräftemessen gewonnen, Anja Mittags Treffer sorgte 2013 für den 1:0-Finalerfolg gegen Norwegen, Torhüterin Nadine Angerer wurde mit zwei gehaltenen Elfmetern zur Heldin des Finales im schwedischen Solna. Dabei hatten die Norwegerinnen der DFB-Elf zum Abschluss der Vorrunde zumindest die erste Endrunden-Niederlage seit 1993 beigebracht – und standen dennoch am Ende mit leeren Händen da.

Mehr Teilnehmer, mehr Preisgeld

Vier Jahre sind seitdem vergangen und in den Niederlanden gehört die DFB-Auswahl in dem von 12 auf 16 Teams aufgestockten Teilnehmerfeld erneut zu den Topfavoriten auf den Titel – trotz des Wechsels von Silvia Neid auf die auf der Trainerinnenposition unerfahrene Steffi Jones nach den Olympischen Spielen und einer aus der Not geborenen Verjüngungskur des Kaders, nachdem einige erfahrene Spielerinnen wie Saskia Bartusiak, Melanie Behringer und Annike Krahn nach Olympia-Gold die Karriere beendeten.

Mehr Kreativität und Freiheiten

Neben der Disziplin als urdeutsche Grundlage des Erfolgs versuchten Jones und Co-Trainer Markus Högner in den vergangenen Monaten ihre jungen Schützlinge dazu zu ermutigen, auf dem Platz jenseits starrer taktischer Vorgaben verstärkt kreative Lösungen zu finden. Die Spielerinnen verinnerlichten nach und nach die neuen Vorgaben, schon beim SheBelievesCup in den USA im März zeigte sich, dass die verjüngte Elf mit anderen Topteams wie USA, Frankreich oder England durchaus weiter mithalten kann. Zudem hat Jones ihrem Team ein flexibleres, mehr auf Ballbesitz orientiertes System verpasst.

Mandy Islacker

Mandy Islacker (re.) bejubelt einen ihrer Treffer im Nationaldress © Mirko Kappes / girlsplay.de

Je nach Gegner und Spielsystem agieren

Das 4-4-2-System mit Raute, das sich je nach Spielsituation und Gegner schon einmal zu einem 4-2-3-1-System verändert (wie beispielsweise beim SheBelieves Cup gegen England), sorgt für ein variantenreiches Offensivspiel, zuletzt zu sehen beim 3:1-Sieg gegen Brasilien bei der EM-Generalprobe. Und auch wenn das defensive Umschaltspiel noch nicht immer perfekt klappt, geht Jones voller Optimismus ins Turnier: „Wir wollen wieder Europameister werden. Die Mannschaft ist stark und wir haben einen großen Kader mit guten Spielerinnen. Die Qualität ist hoch und ich habe die Qual der Wahl.“ Doch die europäische Konkurrenz will die schier endlos scheinende Siegesserie der Deutschen endlich brechen und damit die wachsende Leistungsdichte im europäischen Frauenfußball endlich auch mit Fakten untermauern.

Löst Frankreich die mentale Blockade?

Die größten Chancen dazu werden Frankreich eingeräumt, das seit geraumer Zeit bei großen Turnieren zum Favoritenkreis gehört, doch regelmäßig an den eigenen Nerven scheitert. So geschehen bei den beiden vergangenen Europameisterschaften 2009 und 2013, wo das Team jeweils genauso im Viertelfinale scheiterte, wie bei der Weltmeisterschaft 2015 und Olympia 2016. Die „Bleues“ wollen unter dem neuen Trainer Olivier Echouafni endlich die mentale Blockade lösen. Echouafni hat sich vor dem Turnier auf kein klaren Ziel festlegen lassen – wohl um den Druck von seinen Spielerinnen zu nehmen.

England will es wissen

Doch auch andere Teams dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen. England, WM-Dritter von 2015, hat unter Trainer Mark Sampson ein neues Level erreicht. Das zeigte sich unter anderem beim 1:0-Sieg gegen den Weltranglistenersten USA im März. Und mit zuletzt drei Siegen im Vorfeld des Turniers gegen die EM-Teilnehmer Österreich, Schweiz und Dänemark scheint das Team für die Herausforderung gerüstet zu sein. Als Geheimfavorit gilt in Expertenkreisen unterdessen das Team aus Spanien. Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM 2015 sorgten alle 23 Spielerinnen mit einem offenen Brief an den spanischen Fußballverband für die Entlassung von Trainer Ignacio Quereda, dem sie veraltete Trainingsmethoden und eine schlechte Auswahl an Testspielgegnern im Vorfeld der WM vorwarfen.

Geheimfavorit Spanien

Die Spielerinnen fanden Gehör, zum Nachfolger wurde der junge, ehrgeizige Jorge Vilda (36) bestimmt, der das Team vom ersten Tag an verbesserte und im Frühling mit dem Gewinn des Algarve Cups ein erstes Ausrufezeichen setzte. Für einen Paukenschlag sorgte Vilda schon vor dem Turnier: Überraschend strich er Starspielerin und Kapitänin Verónica Boquete und die zweitbeste Torschützin der Primera División, Sonia Bermúdez, aus dem Kader. Aus sportlichen Gründen, wie er betonte. Eine Maßnahme, die Vilda im Erfolgsfall zum umjubelten Helden machen wird, ihn bei einem frühen Scheitern womöglich aber den Job kosten könnte. Zum erweiterten Favoritenkreis gehören auch die beiden skandinavischen Teams aus Schweden und Norwegen und auch Teams wie die Schweiz und Österreich können mit ihren in der Bundesliga erprobten Spielerinnen für so manchen Gegner zum Stolperstein werden.

Logo der Frauenfußball EM 2017

Logo der Frauenfußball EM 2017 © UEFA

Kaum EM-Erfahrung an der Seitenlinie

Spannend zu beobachten dürfte auch sein, wie die Trainer der 16 Teams mit der Erwartungshaltung und dem Erfolgsdruck umgehen. Nur Pia Sundhage (Schweden) und Antonio Cabrini (Italien) betreuten ihre Teams bereits vor vier Jahren bei der EM-Endrunde, alle anderen 14 Trainerinnen und Trainer betreten in den Niederlanden Neuland. Ein interessanter Fakt, der vor allem in der K.-o.-Runde bei den Alles-oder-Nichts-Spielen zum Tragen kommen dürfte, wenn es darum geht die Nerven zu behalten und schnelle Lösungen für schwierige Situationen zu finden.

UEFA will Frauenfußball anschieben

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin blickt dem Turnier optimistisch entgegen: „Die UEFA Women´s EURO 2017 wird uns die ideale Chance bieten, den sagenhaften Fortschritt im Frauenfußball in den vergangenen Jahren zu begutachten“, so Čeferin im offiziellen Programmheft des Turniers. Eine positive Entwicklung, die die UEFA mit der kürzlich gestarteten Kampagne Together #WePlayStrong noch verstärken will. Binnen fünf Jahren, so das Ziel, soll die Wahrnehmung des Frauenfußballs dergestalt positive beeinflusst werden, dass der Fußball bei den Frauen Sportart Nummer Eins in Europa wird.

Acht Millionen Euro Preisgeld

Insgesamt werden in den Niederlanden an die Teilnehmer acht Millionen Euro Preisgeld ausgeschüttet, fast vier Mal so viel, wie 2013 (2,2 Mio. Euro). Jedes Team erhält 300.000 Euro Antrittsgeld, bei Erreichen des Viertelfinals gibt es 500.000 Euro. Der Halbfinaleinzug wird mit 700.000 Euro belohnt, der unterlegene Finalist erhält eine Million Euro. Der Europameister bekommt 1,2 Millionen.

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    @MJ: Sehr gute Einstimmung auf die EM und starke Analyse. Glaube nicht, dass unsere Elf in NL ihre unglaubliche Erfolgsserie wird fortsetzen können, weil sie sich mitten im Umbruch befindet. Die Abwehr einschlie0lich defensives MF ist leider noch eine Baustelle. Dafür hat S. Jones eine technisch beschlagene und spielfreudige Offensive zusammen gestellt, die auf viele Tore hoffen lässt. Wenn es darauf ankommt und es richtig eng wird, befürchte ich aber, dass Spielerinnen vom Typ Popp oder früher Keßler und Laudehr fehlen, die den Laden zusammen halten und auch mal „dreckig“ spielen können. D. Maroszan ist zwar eine begnadete Fußballerin und auch als neue Spielführerin weiter gereift, aber kein emotionaler Leader, den es braucht. Wüsste nicht, wer aktuell von unserer N11 dazu geeignet ist. Habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ein kleines Wunder passiert und Goeßling in alter Form zurück kommt und der Mannschaft die dringend notwendigen Stabilität mit ihrer Erfahrung veleiht.

    Eigentlich wäre einmal Frankreich dran, aber die Equipe Tricolore könnte Ihre beste Zeit auch schon hinter sich haben. Wenn Frankreich diesmal nicht den EM-Titel holt, wann dann?

    Auch ich bin der Meinung, dass England und Spanien im FF gewaltig nachdrängen. Gerade Spanien hat einen hervoragenden Nachwuchs, so dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, wann sie zur europäischen Spitze aufschließen. Dazu kommen die üblichen Verdächtigen auf eine Titelchance wie Schweden und Norwegen. Die Schweiz und die Niederlande können für den einen oder anderen Favoriten ein echter Stolperstein werden, mehr aber auch nicht.

    Ich denke das Titelrennen ist bei dieser EM so offen wie selten zuvor.

    (10)
  • bale sagt:

    endlich geht es morgen los–und alle spiele können geschaut werden.viel spass allen frauenfussballfans und hoffentlich gut besuchte Stadien.

    (12)
  • Helmut sagt:

    Ich habe gerade meinen Festplattenrekorder aufgeräumt und da sind mir die Olympia-Spiele unserer DFB-Frauen begegnet.

    Sturm= praktisch nicht vorhanden
    Abwehr= aufgescheuchter Hühnerhaufen oder ungelenke Kleiderpuppen
    Tor= Kreisklasse oder Hoppala
    Mittelfeld= Sturm, Abwehr oder Tor(je nach Bedarf)

    so gewinnt man Gold.
    4 Tore in 6 Spielen würden auch noch für Silber reichen.

    Wenn die Mädels bei der EM genau so spielen wie bei der Olympiade, dann sind wir wieder haushoher Favorit.
    Denn keine andere gegnerische Mannschaft kommt mit einen solchen Spielweise zurecht.

    (11)
  • balea sagt:

    Die taz hat im Vorfeld der EM einen ganz interessanten Artikel veröffentlicht:
    http://www.taz.de/Fussball-Europameisterschaft-der-Frauen/!5426801/

    Fussball-Europameisterschaft der Frauen
    Kicken um Aufmerksamkeit

    Titelverteidiger Deutschland ist bei der EM in den Niederlanden mal wieder Favorit. Doch anderswo wächst der Stellenwert des Sports schneller.

    (3)
  • Dussel Duck sagt:

    Ich habe mich dieses Mal gar nicht um die Auslosung gekümmert, aber falls wir bei einem Gruppensieg – mal wieder – schon im Halbfinale auf Frankreich treffen würden (ist das der Fall?), wäre es bestimmt lustig, gegen Schweden technisch versierten Hurrafußball zu spielen. Das gäbe dann auf jeden Fall ein vergnügliches Match … und brächte, wenn’s schiefgeht, ein kleines Trostpflästerchen in Form ‚leichterer‘ Gegner bis zum Finale.
    Wie auch immer, ich freue mich schon auf Norwegen gegen die Niederlande und werde unseren niederdeutschen Kusinen mal die Daumen drücken.

    (3)
  • Pauline Leon sagt:

    gehört hier nur bedingt hin, aber ich habe gestern den testspielsieg der gladbacherinnen gegen den msv gesehen. die beiden gladbacher dallmanns haben das fussball-gen genauso im erbgut wie die „große“ schwester linda. feine pässe und hervorragende technik (dribblings, kurzpaßspiel) zeichnen auch diese aus. und auch pauli und jule werden immer besser. ansonsten bin ich mit bale (15.7. 23:58)

    (0)
  • Sokrates sagt:

    Sorge bereiten mit insbesondere die Standards der Gegenerinnen

    Mit Bartusiak, Krah, Popp und auch LAudehr fehlen sehr gute Kopfballspielerinnen. Und man hat ja dann auch Elisg zu Hause gelassen

    Mannschaften wir Schweden und Norwegen versuche gerade bei Standards erfolgreich zu sein. Ob wir da gut gewappnet sind?

    Viele kleine, quirlige Spielerinnen zu haben ist ja schön. Aber gerade Turnier werden oftmals auch mit Standards entschieden. Insbesondere in knappen Spielen

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  • Zaunreiter sagt:

    Kurze Frage, die off-topic ist:
    Sammelt hier jemand panini-Bilder der EM und sucht und bietet Bilder?

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  • Zaunreiter sagt:

    Das war schon beschämend was die Norwegerinnen da angeboten haben. Der Vize-Europameister von 2013 nur noch ein Torso seiner selbst. Die Niederländerinnen voll von Euphorie und Willen gegen eine Katastrophen-Abwehr.

    (9)
  • F.B. sagt:

    Die Ankündigung von Jones, dass Anja Mittag gegen Schweden von Beginn an auflaufen wird, verheißt erstmal nichts Gutes. Da unterläuft Jones gleich mal ihr Statement, dass die in der Liga erbrachten Leistungen ausschlaggebend für die Spielzeit bei der EM sein werden. Es ist schade, dass das so spielstarke Duo Huth/Kayikci gesprengt wird.
    Sehr gespannt bin ich, wie es im Mittelfeld aussehen wird. Schwer vorstellbar, dass wie gegen Brasilien ohne eine defensive Mittelfeldspielerin begonnen wird. Da wird wohl aus dem Trio Däbritz/Magull/Dallmann eine weichen müssen, wobei es dann wohl letztere treffen wird. Die Frage ist dann natürlich, wer statt dessen auf der Sechs spielt. Ich war auch sehr erstaunt, dass Lena Gößling noch nicht mal eingewechselt wurde, wo man doch von allen Seiten hörte, dass sie wieder 100% fit und in guter Form sein sollte. Von daher ist es für mich (leider) auch schwer vorstellbar, dass sie gegen Schweden in der Startformation stehen wird. In jedem Fall benötigen wir, wie never-rest schon schrieb, gegen eine so abgezockte Mannschaft wie Schweden einen Leader im Mittelfeld und das scheint mir zurzeit eine entscheidende Leerstelle zu sein.

    (10)
  • Detlef sagt:

    @Sokrates:

    Es ist ja nicht so, als hätten wir keine großen Spielerinnen im Aufgebot!!!
    Petermann, HENNING, DOORSOUN, DEMANN, PETER, Marozsan und Däbritz sind nicht gerade klein!!!
    Damit sollten sich zumindest die Schwedinnen (vor allem Nilla Fischer) beherrschen lassen!!!
    Eine Wendy Renard in den Griff zu kriegen ist dann nochmal eine andere Baustelle!!!
    Steffi Jones hat eine JOJO ELSIG Zuhause gelassen, und eine CARO SCHIEWE gar nicht erst in die engere Wahl gezogen!!!
    Dafür war dann eine JOSI HENNING eben um eine Nuance besser,……wo auch immer!!!

    Das Hauptproblem ist das schlechte Stellungsspiel von HENNING, und vor allem die Eskapaden von Schult!!!
    Dies sind für mich die größten Schwachstellen in der deutschen Mannschaft!!!

    Eine ANJA MITTAG trifft zumindest ab und zu nochmal das Tor, und kann hinten kaum Schaden anrichten!!!
    Damit ist sie für mich das kleinere Problem!!!

    In der Offensive muß man sich halt darauf einstellen, daß die Bälle bevorzugt flach gespielt werden, wenn da halt keine Riesen agieren!!!
    Auch hier hat man mit Lea Schüller eine größere und kopfballstarke Stürmerin Daheim gelassen!!!

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  • Hubbadubba sagt:

    @Detlef,

    es genügt allerdings nicht einige größere Spielerinnen im Kader zu haben. Die müssen schon auf dem Feld stehen. Marozsan ist mir noch nie als gute Kopfballspielerin augefallen. Und Sara Däbritz ist mit ihren 1,71 und ihrer Physis auch kein Kopfballungeheur.

    Wenn mit Huth, Kayici, Meier, Magull, Islacker, Dallmann, Blässe und Kemme gespielt werden sollte, kann man schon nachvollziehen, weshalb hier Sorgen bezüglich gegnerischer Standards diskutiert werden

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  • FFFan sagt:

    Jetzt wissen wir es: Steffi Jones gibt fünf Spielerinnen eine Stammplatzgarantie! A.Schult, B.Peter, S.Däbritz, D.Marozsan und A.Mittag sind demnach ‚gesetzt‘. Um die restlichen sechs Plätze in der Anfangsformation gibt es einen Konkurrenzkampf: J.Henning/K.Demann für den verbleibenden Platz in der Innenverteidigung, A.Blässe/L.Maier und I.Kerschowski/C.Simon auf Außen, L.Dallmann/S.Doorsoun und L.Magull/T.Kemme für die ‚Halbpositionen‘ im Mittelfeld sowie S.Huth/H.Kayikci im Sturm. Weit weg von der Startelf scheinen neben den beiden Ersatztorhüterinnen L.Benkarth und L.Weiß momentan auch die Feldspielerinnen K.Hendrich, M.Islacker und L.Petermann zu sein. Ein Sonderfall ist L.Goeßling. Wenn sie auch vielleicht nicht die Fitness für 90 Minuten hat, könnte die Wolfsburgerin mit ihrer Routine trotzdem eine wichtige Kraft für Spezialaufgaben sein, z.B. wenn es gilt, in der Schlussphase eine knappe Führung abzusichern.

    Wie auch immer, ich bin schon sehr gespannt auf heute abend!

    (5)
  • FrankE sagt:

    @Zaunreiter Sammilbilder
    Sorry, bin etwas spät ner Antwort, ja, ich sammle auch und könnte Tauschpartner gebrauchen.

    (2)
  • GG sagt:

    In den bisherigen Kommentaren schwingt überwiegend Skepsis mit: Projekt „Titelverteidigung“ – da muß schon sehr viel zusammenkommen“ !
    So ganz von der Hand zu weisen ist diese Haltung auch nicht, in Anbetracht der Ausladungen von Jo Elsig und Pauli Bremer oder dem Ausfall von Alex Popp. Und, der Startplatzgarantie für Anja Mittag.
    Und doch halte ich das Leistungsvermögen der deutschen N11 für insgesamt konkurrenzlos. Worauf es ankommen wird ist die Aufstellung. Und die Maxime müßte m.E. sein – keine Gegentore zulassen. Vor diesem Hintergrund ist das „Setzen“ auf Almuth Schult und Babs Peter korrekt, auch, weil mit Laura Benkarth ein nahezu ebenbürtiger Ersatz bereitsteht.
    Ebenso auf den Außenverteidiger-Positionen sehe ich keine Alternative zu den – insbesondere auf europäischer Ebene bewährten Kräften – Isy Kerschowski und Anna Blässe. Innen rechts ist der neuralgische Punkt der Mannschaft. Im Grunde nicht Neues, hat sich doch auch A. Krahn in den letzten Jahren stets und immer wieder als DER Schwachpunkt herausgestellt. Umso nachlässiger, dass man diese Baustelle bislang nicht konsequenter angegangen ist (wobei ich zur Ehrenrettung aber auch sagen muß, die in meinen Augen 1. Wahl war in der vergangenen Saison lange verletzt und hat gegen Ende hin keine echte Bewährungschance erhalten … Jo Wedemeyer; aber wie denn auch bei der Konkurrenz im Verein, Nilla Fischer). Josie Henning hat mir in jüngster Zeit eher den Eindruck eines „Twins“ von A. Krahn vermittelt – bleibt also die Hoffnung auf Kristin Demann. Kathy Hendrich ist dieser Herausforderung in meinen Augen nicht gewachsen. Eine Option bliebe aber doch, Lena Goeßling. Durch besonders cleveres Zweikampfverhalten und außergewöhnliche Schnelligkeit ist sie mir zwar noch nie aufgefallen, aber Routine, Ballbeherrschung und Übersicht könnten schon für Sie sprechen. Jedenfalls wäre dem Diskussionspunkt „mangelnde Spieleröffnung“ damit auch ein starkes Argument entgegengesetzt. Was in jedem Fall unabdingbar ist: Der starke Sechser ! Der „Prellbock“, der einen Großteil gegnerischer Angriffe – welche die erste Verteidigungslinie im Mittelfeld über- oder durchgespielt hat – zu stoppen in der Lage ist. Durch den Ausfall der hierfür bestens prädestinierten Alex Popp kommt nur ein Name in Betracht: Tabbi Kemme. (Punkt !)
    Für einen quasi „gleitenden Übergang“ von Defensive auf Offensive sollten ihr flankierend die Bayerinnen Sara Däbritz (links) und Leo Maier (rechts) zur Seite gestellt werden, zentral auf der ominösen „10“ führt kein Weg an Dzseni Marozsan vorbei
    Bleiben #2 vakante Stellen – die 1. ist vom Trainergespann mit der Personalie A. Mittag besetzt. Nun ja …
    Für Durchschlagskraft ist Mandy Islacker bekannt, die wirklichen Überraschungsmomente „produziert“ jedoch eher eine Lina Magull. Svenja Huth ist in meinen Augen die beweglichere Knipserin, Lena Petermann kann eigentlich nur ihre Körpergröße und Stabilität im Luftkampf/Kopfballspiel einbringen. Auch Sara Doorsoun, Hasret Kayikci und Linda Dallmann sehe ich als „Backup“-Lösungen, jedoch stets in der Lage, offensiv individuelle Akzente zu setzen.

    Wenngleich heute Abend der sicherlich stärkste Vorrundengegner zu bespielen ist, so mangelt es mir an Vorstellungskraft – immer vorausgesetzt das Trainergespann stellt „ordentlich“ auf – dass die dt. N11 diese Partie nicht siegreich beendet. Ich tippe auf einen Erfolg mit einer Tordifferenz von >2.

    (-11)
  • jochen-or sagt:

    Ich mutmaße, dass Jones eine Mannschaft mit einigen neuen Gesichtern aufstellt, die spielerisch stärker ist als die, die wir in den letzten Jahren gesehen haben.

    Allerdings werden wir große Probleme haben, weil nur vergleichsweise kleine und zudem recht langsame Spielerinnen in der Innenverteidigung spielen werden.

    Bei jeder Ecke darf man jetzt wohl zittern, zumal auch noch Popp ausgefallen ist.
    Ich verstehe von daher auch nicht, dass die ausgesprochen kopfballstarke ( aber auch ein wenig langsame) Elsig nicht mitgenommen worden ist.

    Man muss sich heute wirklich überraschen lassen, aber spielerisch viel schlechter als zuletzt geht kaum.

    (1)
  • Zaunreiter sagt:

    @ FrankE:

    Gut zu wissen! Nebenan im dahinkümmernden FF-Forum hab ich einen Thread zum Tausch von Panini-Bildern eingerichtet.

    (0)
  • FrankE sagt:

    @ Zaunreiter
    Sorry, aber beim FF-Forum bin ich nicht registriert. Wenn Du magst, schreib mir ne kurze Mail an turbinefans-hh@gmx.de, dann schicke ich Dir gern eine Liste der Sticker die ich tauschen möchte.
    P.S. Auch als Aufforderung an andere!

    (2)

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