Frauen-Bundesliga: VfL Wolfsburg vor Titelgewinn

Von am 10. Mai 2017 – 11.14 Uhr

6 Punkte und 15 Tore Vorsprung – das ist die Ausgangslage für den VfL Wolfsburg vor dem 20. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga. Mit einem Heimsieg heute Abend gegen die SGS Essen (18 Uhr, SPORT1 live) könnte sogar bereits der dritte Meistertitel nach 2013 und 2014 perfekt gemacht werden – vorausgesetzt der 1. FFC Turbine Potsdam patzt.

VfL Wolfsburg – SGS Essen (18 Uhr, SPORT1 live)

Sollte der 1. FFC Turbine Potsdam heute Abend sein Gastspiel bei Bayer 04 Leverkusen nicht gewinnen, kann der VfL Wolfsburg mit einem Heimsieg gegen die SGS Essen den dritten Meistertitel nach 2013 und 2014 unter Dach und Fach bringen. „Wir wollen genau da weitermachen, wo wir am Sonntag aufgehört haben: Mit tollem Fußball, Leidenschaft, Aggressivität, mit Tempo und allem, was Fußball erfolgreich macht“ so Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann.

Ob sich die SGS Essen ausgerechnet beim designierten Meister von der 1:4-Heimschlappe gegen den FF USV Jena erholen kann, erscheint fraglich. Die Verletzungen von Irini Ioannidou und Kirsten Nesse sind nur schwer zu kompensieren, Sara Doorsoun muss gar heute Vormittag noch ihre Abschlussprüfung als Büromanagement-Kauffrau bewältigen – nicht gerade die besten Voraussetzungen.

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Borussia Mönchengladbach – FC Bayern München (20 Uhr)

Der 2:1-Heimsieg von Aufsteiger Borussia Mönchengladbach gegen Bayer 04 Leverkusen dürfte am vergangenen Sonntag zu spät gekommen sein, um die Klasse noch zu erhalten. Meister FC Bayern München verspielte seine Titelchancen zuletzt durch eine 2:4-Niederlage beim 1. FFC Frankfurt, kann aber nach wie vor aus eigener Kraft Platz 2 und somit einen Champions-League-Platz unter Dach und Fach bringen.

In Gladbach wird Kapitänin Melanie Behringer gelbgesperrt fehlen, dafür kehrt Melanie Leupolz nach rund zweimonatiger Verletzungspause in den Kader zurück. „Wir sind Favorit und müssen gewinnen“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle.

Bayer 04 Leverkusen – 1. FFC Turbine Potsdam (20 Uhr)

Nach der bitteren 1:2-Pleite bei Borussia Mönchengladbach stehen die Zeichen für Bayer 04 Leverkusen auf Abstieg. Doch gegen den Tabellenzweiten 1. FFC Turbine Potsdam will die Elf von Trainerin Verena Hagedorn den letzten Strohhalm ergreifen. Der Gast will sich mit einem Erfolg ein potenzielles Endspiel um Platz 2 am kommenden Sonntag gegen den FC Bayern München sichern.

MSV Duisburg – 1. FFC Frankfurt (18 Uhr)

Drei Tage nach dem 4:2-Überraschungserfolg gegen den FC Bayern München will der 1. FFC Frankfurt den Schwung und das Selbstvertrauen mit in die Partie beim MSV Duisburg nehmen. Doch auch der Gastgeber, der tags zuvor den neuen Trainer für die neue Saison bekanntgab, will sich mit einem Erfolg des Thema Abstiegs entledigen.

Frankfurt muss in Duisburg aus schulischen Gründen auf Janina Hechler verzichten, die zuletzt ihr erstes Bundesligator erzielt. Für sie wird Bibiane Schulz Solano zum Kader gehören. Das Hinspiel verlor Duisburg mit 0:1. MSV-Trainerin Inka Grings ist optimistisch: „Nun haben wir in der Offensive mehr Optionen, das stimmt uns optimistisch.“

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg jubeln

Der VfL Wolfsburg ist auf dem Weg zum dritten Meistertitel nach 2013 und 2014 © Sascha Pfeiler, girlsplay.de

FF USV Jena – SC Freiburg (14 Uhr)

Der FF USV Jena machte am vergangenen Sonntag durch einen furiosen 4:1-Überraschungssieg bei der SGS Essen und dem schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte durch Lucie Vonkova von sich reden. Mit einem Heimsieg könnte die Elf von Trainerin Katja Greulich vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Doch der Gast aus dem Breisgau hat einen Lauf und ist seit Mitte Februar ungeschlagen.

TSG 1899 Hoffenheim – SC Sand (18 Uhr)

Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meint vor dem badischen Derby: „Wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen. Mit dem Sieg gegen Duisburg im Rücken können wir das Vorhaben positiv angehen.“ Doch in der Vergangenheit taten sich die Gastgeberinnen gegen Sand häufig schwer. Der Gegner tat sich in der Liga zuletzt schwer. „Das Pokalfinale lässt sich nicht so einfach ausblenden“, so Sands Trainer Richard Dura.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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