Wolfsburg auf Titelkurs, Bayern patzt

Von am 7. Mai 2017 – 20.15 Uhr 36 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat sich mit einem überzeugenden Sieg beim 1. FFC Turbine Potsdam beste Chancen auf den Titelgewinn erarbeitet. Einen Rückschlag musste der FC Bayern München durch die Niederlage beim 1. FFC Frankfurt hinnehmen. Eine bittere Pleite erlitt auch Bayer 04 Leverkusen.

Wolfsburg gibt sich keine Blöße

Tabellenführer VfL Wolfsburg baute vor 3.082 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion durch einen verdienten 3:1 (1:1)-Sieg beim Tabellenzweiten 1. FFC Turbine Potsdam drei Spieltag vor Schluss die Führung auf sechs Punkte aus. Da die Niedersachsen zudem das bessere Torverhältnis gegenüber Potsdam aufweisen ist der Elf von Trainer Ralf Kellermann der Titel kaum noch streitig zu machen.

Entscheidung nach der Pause

Nach einem Foul von Turbine-Kapitänin Lia Wälti an Pernilla Harder erzielte Caroline Graham Hansen früh per Elfmeter die frühe Führung (5.). Tabea Kemme gelang auf Vorlage von Wälti und nach einem Patzer von Babett Peter der Ausgleich (28.). Kurz nach der Pause brachten Anna Blässe (48.) und Tessa Wullaert (56.) den Erfolg unter Dach und Fach, der sogar noch hätte höher ausfallen können. Potsdam hatte Glück, dass Schiedsrichterin Karoline Wacker nach einer Notbremse von Torhüterin Lisa Schmitz gegen die starke Ewa Pajor weder Elfmeter pfiff noch die fällige Rote Karte zückte (68.).

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Jubel nach Spielende: Der VfL Wolfsburg nimmt Kurs auf den Meistertitel

Jubel nach Spielende: Der VfL Wolfsburg nimmt Kurs auf den Meistertitel © foto2press / Michael Täger

Frankfurt dämpft Bayerns Titelträume

Der FC Bayern München verlor 2.120 Zuschauern im Stadion am Brentanobad beim 1. FFC Frankfurt überraschend mit 2:4 (1:2). Mandy Islacker (17. Elfmeter) und Jackie Groenen (20.) sorgten für eine Zwei-Tore-Führung der Frankfurterinnen, ehe Caroline Abbé (42.) und Carina Wenninger (60.) die Bayern wieder heranbrachten. Doch die Gastgeberinnen machten erneut durch Islacker (71.) und den ersten Bundesligatreffer von Janina Hechler (80.) den Erfolg gegen den noch amtierenden Deutschen Meister perfekt.

Leverkusens Abstiegsnöte werden größer

Aufsteiger Borussia Mönchengladbach gelang gegen Bayer 04 Leverkusen vor 210 Zuschauern ein 2:1 (0:0)-Sieg, der den eigenen Abstieg kaum verhindern wird, den Gegner aber der Zweiten Liga ebenfalls ein gehöriges Stück näher brachte. Die Gäste gingen zwar durch Turid Knaak in Führung (72.), doch Liv Aerts glich postwendend aus (74.) und Mona Lohmann machte in der Schlussphase den zweiten Gladbacher Saisonsieg perfekt (85.).

Kayikci beschert Freiburg Last-Minute-Sieg

Der SC Freiburg kam im südbadischen Derby beim SC Sand vor 750 Zuschauern in letzter Minute zu einem 3:2 (1:1)-Sieg. Verena Aschauer brachte die Gastgeberinnen früh in Führung (7.), Lina Magull glich per Elfmeter aus (28.). Kurz nach der Pause war erneut Magull zur Stelle (53.), doch Milena Nikolić glich in der Schlussminute aus (90.). Doch die Partie hielt noch eine Pointe bereit, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte Hasret Kayikci den Siegtreffer für die Freiburgerinnen (90.+3).

Jena feiert klaren Sieg in Essen

Einen überraschend deutlichen 4:1 (3:1)-Sieg feierte der FF USV Jena vor 1.024 Zuschauern bei der SGS Essen. Lucie Voňková (1., 29.) traf doppelt, ehe Charline Hartmann verkürzte (40. Elfmeter). Doch postwendend stellte Jana Sedláčková den Zwei-Tore-Abstand wieder her (41.). Julia Arnold sorgte dann früh nach dem Wiederanpfiff für die Entscheidung (51.).

Duisburg muss weiter zittern

Kristin Demann sorgte mit ihrem Treffer in der 30. Minute für einen 1:0 (1:0)-Sieg der TSG 1899 Hoffenheim gegen den MSV Duisburg, der nach der Niederlage weiter um den Verbleib in der Frauenfußball-Bundesliga kämpfen muss.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • balea sagt:

    Naja, Herr Juchem – selbst wenn man den Zusammenprall von Schmitz und Pajor als „Notbremse“ werten würde, was ich nicht so sehe, wäre da kein Elfmeter fällig gewesen. Die Situation war schlicht und einfach klar VOR dem Strafraum.

    (9)
  • Digger Dunn sagt:

    Gratulation an die Werder-Mädels um Loui und Co. Was vorige Woche nach dem grandiosen 7:0 gegen Union Berlin schon zu erahnen war, haben sie heute mit dem Auswärtssieg in Meppen perfekt und damit den direkten Wiederaufstieg in die erste Liga klargemacht. Schöönes Ding. 🙂
    Mit der heutigen Vorstellung im Grenzlandstadion gegen Gladbach kann die Werkself wohl für die 2.Liga planen. Im Restprogramm von Leverkusen war das heute noch der „leichteste“ Gegner, bei dem eigentlich ein Auswärtssieg Pflicht gewesen wäre. Jena hat das z.B. auch geschafft.
    Die Überraschung des Spieltages ist eben der 1:4 Auswärtssieg der USV-Mädels an der Hafenstraße in Essen. Vor allem in der Höhe des Sieges konnte man wahrlich nicht rechnen. Damit bleibt der USV Jena zumindest sportlich erstklassig. Bleibt zu hoffen, daß die Verantwortlichen an der Saale es auch finanziell gebacken kriegen.

    (22)
  • Detlef sagt:

    Es wurde heute deutlich, daß TURBINE noch nicht auf ganz hohem Niveau mithalten kann!!!
    Zumindest in Hälfte Eins war man aber auf Augenhöhe, auch wenn Wob die klareren Chancen hatte!!!
    Ob der frühe Elfer wirklich einer war, da war ich mir im Stadion nicht sicher, hatte aber auch keine gute Sicht auf die Situation!!!
    Auch die Situation gegen SVENJA, wo sie mM klar in die Zange genommen wurde, muß ich mir erst nochmal im TV
    anschauen!!!

    Insgesamt geht der Wolfsburger Sieg völlig in Ordnung, auch in der Höhe!!!
    Leider erwischten einige TURBINEN heute einen gebrauchten Tag, was in so eimem Spitzenspiel natürlich böse bestraft wird!!!
    Deshalb gab es von den Rängen heute auch erstmals einige sehr kritische Stimmen zum Trainerteam, weil die (das ist auch mM) zu spät wechselten!!!
    Ob damit heute allerdings noch etwas zu holen gewesen wäre, naja, wir werden es nicht erfahren!!!

    Trotzdem bin ich mit der Leistung der TURBINEN zufrieden, mehr geht im Moment leider nicht!!! 🙁
    Sie haben alles versucht, und haben gegen einen heute besseren Gegner verloren!!!

    Jetzt heißt es die Fehler zu analysieren, um schon am Mittwoch in Leverkusen die wichtigen drei Punkte zu holen!!!
    Die Vorlage von Frankfurt gegen Bayern hat zumindest dafür gesorgt, daß wir nicht schlechter dastehen als vorher, und wir immer noch aus eigener Kraft Zweiter werden können!!!

    (23)
  • never-rest sagt:

    Das Meisterschaftsrennen ist gelaufen. Die Wölfinnen werden sich den Titel nicht mehr nehmen lassen.Der Lauf von 12 Siegen nacheinander ist schon beeindruckend, auch die Art und Weise wie Turbine und zuletzt der 1FFC jeweils auswärts auseinander genommen wurden. TP hat heute aber erheblich mehr Gegenwehr als der 1FFC geleistet. Ein fahrlässig verursachter Elfmeter nach wenigen Minuten und eine unglückliche Abwehraktion der 17-jährigen Siems beim 2. Gegentreffer haben den cleveren Wölfinnen natürlich in die Karten gespielt. Auch starke 15 Minuten nach dem Ausgleich mit einigen guten Torchancen konnte die spielerische und individuelle Überlegenheit von WOB auf Dauer nicht widerstehen. Bei Potsdam haben mir Kemme und Elsig am besten gefallen.

    Bei WOB sind mir heute besonders Wullaert, Pajor und Fischer aufgefallen: Wullaert mit klugen Pässen in die Schnnittstellen und einer wunderschönen Einzelaktion zum entscheidenden 3. Tor. Manchmal wirkt sie allerdings etwas phlegmatisch, wenn es nicht so läuft. Auch defensiv muss sie sich erheblich steigern, wenn sie Stammkraft im MF werden will.

    Pajor konnte zum wiederholten Mal ihr Riesentalent zeigen. Sie entwickelt sich ganz prächtig. Dagegen blieben heute sogar Spitzenspielerinnen wie Harder und Hansen relativ unauffällig. Etliche 100 % -ige Torchancen wurden denn auch leichtfertig liegen gelassen. Aber ein höheres Ergebnis wäre auch nicht verdient gewesen. In der Wolfsburger Abwehr hat N. Fischer überragt.

    Drücke TP die Daumen, dass der FCB in Schach gehalten werden kann. Turbine hat es im direkten Duell immerhin selbst in der Hand, die Vizemeisterschaft und damit den CL-Platz zu sichern.

    (26)
  • rogerfehlerer sagt:

    Essen wohl derzeit mental in einem ziemlich desolaten Zustand.Die Spielerinnen quälen sich ohne Freude und Selbstvertrauen über die Minuten.Die Körpersprache ist:Duck dich es kommt ein neuer Spieltag.

    (13)
  • OrbisJack sagt:

    Wolfsburg spielt jerzt in seiner eigene Liga. Verdiente Meister und wird wohl in den nächsten Jahren kaum zu schlagen sein.
    Die einzige die da theoretisch mihalten könnte sind di Bayern aber da ist was einfach nicht in Ordnung. Die können von Glüxk reden dass in Potsdam anscheinend die Luft rausgeht und dass sor spätestens am Sonntag in dreikten duell das 2. Playz siichern können obwohl es schon am Mittwoch passieren könnte. Sonst ist das ein doppel Schlag für Verein und Liga.

    Aber auch mit dem 2. Platz muss da viel gemacht werden, neye Spielerin und philosophie und das wird teuer. Aber in gegensatz zu Potsdam, die auch erhebliche defezite zeigen im Punkto CL niveau, hat Bayern die finanzielle Mittel zu handeln.

    Sonst reden wir von eine „Eun Verein Liga“.

    Auf dauer diese Reichverein enteicklibg wird eine neue lösung brauchen.

    (-19)
  • cosinus sagt:

    Einige Kommentare treffen den Kern.TP hat niemals behauptet Meister zu werden- man will ins Internat. Geschäft.
    Es sind in diesem Spiel einige Situationen gewesen, die man hätte
    anders entscheiden müssen (Elfm. und bei S. Huth).
    Wolfbg. hat dieses Spiel verdient gewonnen. TP hat in den nächsten Spielen noch in der eigenen Hand den Platz 2 zu sichern.
    Die Spielerin Siems hat ein gutes Spiel gemacht- Hut ab !

    (17)
  • Aldur sagt:

    In der letzten Saison schien der Essener Heimfluch gegen Jena besiegt. Gestern hat sich dies wieder geändert. Im Grunde ein typisches Spiel, wenn im Saisonendspurt eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht, auf eine Mannschaft trifft, die noch jeden Punkt fürs sportliche Überleben benötigt. Jena war von Beginn an wacher, griffiger und extrem engagiert. Das sollte sich im Spielverlauf auch zu keinem Zeitpunkt ändern.

    Ich weiß nicht, wo der Rekord für das schnellste Tor in der Frauen Bundesliga steht, aber Vonkova hat gestern mit ihrem 1:0 definitiv eine Bewerbung abgegeben. Die SGS-Spielerinnen waren da gedanklich offensichtlich noch nicht auf dem Platz. Als ab Mitte der ersten Halbzeit auch die eine oder andere ansehnliche Essener Kombination zu sehen war, baute Jena die Führung durch einen blitzsauberen Konter über Seiler und Vonkova aus. Für den Essener Anschlusstreffer, durch einen von Hartmann nach Foul an Dallmann verwandelten Elfer, hatte Jena mit dem 1:3 auch eine postwendende Antwort parat. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum. Die SGS fand offensiv keine Mittel und blieb defensiv fahrig, so dass das 1:4 insgesamt auch in der Höhe in Ordnung geht.

    Man kann nur hoffen, dass man bei der SGS bis Mittwoch dieses Spiel aus den Köpfen bekommt. Die Wölfinnen würden in ihrer derzeitigen Form solche defensiven Aussetzer, wie sie gestern in Serie produziert wurden, wohl noch gnadenloser bestrafen, als der USV gestern. Den Jenaerinnen kann man wohl zum nahezu sicheren Klassenerhalt gratulieren. Nach der gestrigen Vorstellung gehört die USV-Truppe auch definitiv ins Oberhaus.

    (20)
  • tpfn sagt:

    „..noch drei spiele vor der brust, noch dreimal so ne tolle Leistung wie wir heute gebracht haben..“ O-Ton Mathias Rudolph. Boah Waaaas? Und da fragt man sich warum es bei Turbine einfach nicht mehr läuft. Der von Rudolph geschaffene Ponyhof ist kontraproduktiv, keine Weiterentwicklung der Mannschaft erkennbar. Anstatt eine bissige hochmotivierte Jenny Cramer im wichtigsten Spiel der Rückrunde zu bringen, wird auf eine gänzlich unerfahrene 17Jährige gesetzt die auch gleich an zwei Gegentoren direkt beteiligt war. Wir mussten auch live erleben, wie Aigbogun dessöfteren bettelnd zur Trainerbank schaute um ihren Auswechselwillen deutlich zu machen, aber nichts geschah, sie hat uns richtig leid getan denn in der 2HZ lief bei ihr nicht mehr viel zusammen. Ich bin maßlos enttäuscht vom Trainerteam, die gesamte Rückrunde war bisher schwach, dass TP überhaupt dort oben steht ist einigen sehr glücklichen Momenten der Hinrunde geschuldet, denn momentan würde ich TP noch hinter Freiburg, Frankfurt evtl sogar hinter Bayern einordnen.

    (-6)
  • Traumfee99 sagt:

    @ OrbisJack

    da hast du recht mit den bayern stimmt etwas nicht, kein geschlossene mannschaft, jeder spielt fast nur noch für sich, damit kann man kein spiel gewinnen, und ich glaube der trainer merkt es nicht einmal…
    bin gespannt auf die nächste saison beim fc bayern münchen. wenn sich da nichts grundlegend ändern, wird des nächste saison auch nix.

    wolfsburg hat den meistertitel verdient, und bayern bekommt dieses jahr bestimmt platz 3.

    (18)
  • Herr Schulze sagt:

    Mal was zum FFC-Bayern-Spiel.
    Die Frankfurter Zuschauer haben das Team tatsächlich mit Standing Ovations über die letzten Minuten des Spiels getragen. Sie hatten gesehen, wie die Mannschaft, nachdem man sie zunehmend unter Druck geraten war, durch einen schön herausgespielten und phantastisch geschossenen Treffer von Mandy Islacker, plötzlich wieder Boden unter den Füße spürte und nun die zunehmend ins Hilflose torkelnde Bayern-Elf niederzuspielen begann.
    Das war schon ein komisches Spiel, in dem Frankfurt zunächst aus dem Nichts durch einen überraschenden Elfmeter zum 1-0 kam und von einem bösen Fehler eingeladen, das zweite folgen ließ. Wenn es denn Spielfluss gab, dann bei den Bayern, die durchaus überlegen, wenn auch nur selten im Spiel gefährlich wirkten. Aber das ist ja auch – mit Geduld zum 1-0 – ihr Spiel.
    Jackie Groenen allen voran, aber auch Saskia Bartusiak, Mandy Islacker und die beherzte Janina Hechler gefielen sehr beim FFC, während Störzels schwaches Passspiel eine heikle Situation nach der anderen herausbeschwor. Aber auch die kämpferische und später immer besser werdende Ana Maria Crnogorcevics hat den Ball nicht eben zum Freund.
    Für das Bayernspiel typisch war, dass die Treffer aus Standards fielen. Es hätten in der Druckphase durchaus mehr sein können, doch Miedema klebt das Pech nicht nur an den Schuhen, sondern auch am Scheitel. Aber auch die Zuspiele der häufig gesuchten Melanie Behringers gingen erstaunlich oft ins Leere.
    Umgekehrt hätte der Sieg im letzten Viertel, das dank der Einwechslung von Yuki Nagasato (für Störzel) auch spielerisch plötzlich sehr ansehnlichen Fußball bot, sogar höher ausfallen können.
    Ein außergewöhnliches Spiel mit einem sehr befriedigenden Ende aus Frankfurter Sicht, das aber von etlichen Zufällen abhängig war und ganz, ganz anders hätte laufen können. Dann hätte man auchanders über die Münchnerinnen geredet. Sie wegen der Niederlage nun abzuschreiben, hielte ich trotz ihrer geschwächten Personallage für grundverkehrt.

    (15)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @tpfn
    Ich möchte Deinen Kommentar, der genau meinen Nerv trifft, um einige Dinge, die mich bewegen, ergänzen:
    Habe selten eine Feli Rauch gesehen, die so unauffällig, weil weit unter dem Limit spielend, agiert. Wenn selbst dem TV-Kommentator der löchrige Schweizerkäse namens Turbinedefensive auffällt und da explizit Inka als diiiie Schwachstelle ausmacht, kann natürlich ein Lebenspartner MR, dort nicht wechselmäßig eingreifen, denn damit stellt er u.U. die partnerschaftliche Beziehung in Frage bzw. auf’s Spiel. Und das ist es, was ich bereits mehrmals als nicht gut eingestuft habe.
    Viel zu große Abstände, deutliche Defizite in puncto Stellungsspiel und vorallem Schnelligkeit, auch in der Handlung.
    WOB hatte mind. 5 Offensivkräfte, die allesamt als Stürmerinnen durchgehen können, auf dem Rasen, und darauf hatten weder der Trainer noch das Team eine Antwort/Einstellung zu keinem Zeitpunkt des Spiels. Dort wo in einem Spitzenspiel Power als gäb’s kein morgen, angesagt hätte sein müssen, wurden mit langen Bällen in Richtung Huth Nadelstiche versucht, bloss die taten keinem weh – nur einmal unter gütiger Mithilfe einer gün/blauen Peter. Ich hatte im Vorfeld mehrfach darauf verwiesen, dass es in diesem Spiel keine Ergebniswiederholung des Schröderschen Abschiedsspiels geben wird, nicht in dieser gegenwärtigen Teamverfassung, die deutlich von der Hinrunde abweicht.
    Wer selbst gegen Freiburg zuhause nicht gewinnen kann, kann doch nicht aus heiterem Himmel WOB an die Wand spielen, wenn das Hinspielergebnis zwar prima, aber dennoch ein Ausrutscher, war!
    Auch Wälti hat gestern nicht die von ihr zu erwartende Souveränität ausgestrahlt, und das mache ich nicht am verurschaten Elfer fest. Es gab zuviele Ballvertändeleien und verpasste sowie ungenaue Abspiele, nichts von ihrer ins Reportermikro getönte An- bzw. Aussage war da demonstrativ feststellbar.
    Das mit den Auswechslungen sehe ich insofern einen Deut anders, als das dort zu wenig Potenzial sitzt, um Hoffnung auf Besserung zu haben. Turbine ist seit einiger Zeit für mich ein kranker Patient, ohne Fieber zu haben! Auch jetzt wird gesagt und geschrieben:Was wollt ihr ewigen Kritiker eigentlich? Schaut auf die Tabelle – wir sind Zweiter! Ja, wir waren aber mal überwiegend Erster und können dennoch in der Endabrechnung Dritter werden – mit oder ohne Bayerndusel! Dannach fragt dann sowieso keiner mehr…
    Andererseits frage ich mich schon, ob sich die Turbinen das antun und die WCL-Spielberechtigung erreichen sollen? Wieviele Spiele auf internationaler Ebene soll dass denn gut gehen? Vielleicht bekommt man ja Twente Enschede zugelost, und da war doch mal was. Deswegen eine Teamaufstockung vornehmen, wäre zwar zwingend, wird aber wohl am Prellbock mit dem Schild „Finanzen“ scheitern.
    Aus diesen o.g. Dingen ist es mir leider beim besten Willen nicht möglich, den bekannten Optimisten zu folgen; Skepsis ist nunmal kein guter Nährboden!

    (-4)
  • Jochen-or sagt:

    Turbine war gestern viel besser als gegen Freiburg und ich habe durchaus Hoffnung, dass mit dem 2. Platz und der Championsleague-Quali ein geradezu sensationelles Saisonergebnis erzielt wird.

    Deshalb verstehe ich auch nicht die Kritik am Trainer.
    Wolfsburg dürfte nicht nur im Schnitt das 3-4 fache bezahlen, sondern sie haben derzeit keine echten Verletzungssorgen mehr und nur exzellente Spielerinnen auf dem Platz, wobei schon eine Popp eher als „Schwäche“ bezeichnet werden kann und Spielerinnen auf der Bank sitzen, wonach sich andere Vereine die Finger lecken würden.

    Leider kam es so früh zu diesem dummen und unnötigen ( aber aus Hintertorsicht durchaus pfeifbaren) Elfmeter.
    Ob es dann besser gelaufen wäre, mag dahin gestellt sein. Jedenfalls war doch erkennbar, dass Wolfsburg in dieser Besetzung niveaumäßig höher als Turbine einzustufen ist und es schade ist, dass sie erst nach dem Hinspiel gegen Lyon diese Form gefunden haben.

    Deutlich erkennbar waren die Schnelligkeitsvorteile von diversen Spielerinnen wie u.a. Hansen, Wullaert, Bunte (!).
    Bei Turbine hängt Huth noch ein wenig durch. Auch Feli Rauch gefällt mir aktuell nicht besonders.
    Erfreulicherweise ,aber nicht überraschend für mich , fügt sich Caroline Siems bestens in die Mannschaft ein. Im Unterschied zu Meister ist sie ausgesprochen passsicher, erfüllt jetzt schon die Anforderungen ans Bundesliganiveau und hat meines Erachtens eine große Zukunft vor sich.
    Prasnikar benötigt da noch viel Spielpraxis und ist (noch)keine echte Verstärkung der Mannschaft. Wenn man oben mitmischen will, kann man sich leider nicht erlauben, Spielerinnen in der Bundesliagemannschaft erst noch zu entwickeln.

    Da vorne fehlt vielleicht noch eine robuste schnelle Stürmerin – auch als Joker oder Ersatz.

    Nur nebenbei:
    @Orbis Jack
    Wie sollen die Bayern sich am Mittwoch schon Platz 2 sichern können???
    Turbine würde nur mit einer Niederlage oder einem Unentschieden in Leverkusen die Ausgangsposition für Platz 2 für das Duell am Sonntag verschlechtern, weil dann ein Sieg her müsste.
    Aber entschieden ist am Mittwoch nichts für Platz 2.

    (16)
  • holly sagt:

    ist schon eigenartig wie einige nun den VfL loben. Vor ein paar Monaten als es hieß das Lena Gößling lange ausfällt haben einige schon den sportlichen Abstieg von Wolfsburg gesehen. Es werden fast alle Neuzugänge beim VFL immer kritisiert. Ich frage mich warum der VFL dann so erfolgreich ist wenn die alle so schlecht sind. Sind die anderen Mannschaften in BL vielleicht nur noch schlechter? Es traut sich aber keiner zuzugeben.

    (4)
  • OrbisJack sagt:

    @jochen

    Hab mich blöd ausgedruckt…meinte dass Bayern schon am Mittwoch vorbei ziehen kann, und dann im Karli nicht mehr gewinnen muss.

    Ich finde auch wie du, dass die kritik ein bisschen übertrieben ist. 2. Platz wäre ein sensationelle Endergebnis. Aber auch 3. Platz. Was Turbine fehlt gegenüber Wolfsburg und vielleicht auch Bayern aber sind Spielerinnen die Potsdam einfach nicht leisten können, leider. Und das ist kein Potsdam-bashing, ich bewundere den Verein und die Mannschaft hat eine gute Saison aber wir sind jetzt in Zeiten der mega-Reichen Vereine…nicht nur in Deutschland aber Europa weit.

    Für mich sind weder Potsdam noch Bayern richtig auf CL niveau (zumidest beim halb oder finale). Nur dass Bayern die Mittel hat zu reagieren. Ohne Schulde zu machen kann Turbine nicht mitziehen…und sollte auch nicht.

    (11)
  • Aldur sagt:

    Nach Lage der Dinge dürfte es am kommenden Sonntag tatsächlich eine Art Finale um die Champions League Teilnahme geben. Es ist wohl davon auszugehen, dass Bayern und Turbine am Mittwoch Ihre Auswärtsaufgaben bei den beiden designierten Absteigern erledigen.

    Für ähnlich unwahrscheinlich halte ich ein Stolpern beider Teams am letzten Spieltag, wenn Turbine beim dann vermutlich schon geretteten MSV Duisburg antreten muss und Bayern die gedanklich offenbar schon im Ferienmodus befindliche SGS Essen zu Gast hat. Insofern ist das Duell Turbine vs. Bayern am kommenden Sonntag an Spannung kaum zu überbieten.

    Gefühlsmäßig würde ich Turbine trotz der etwas schwächeren Rückrunde leicht im Vorteil sehen. Für Turbine spricht der Heimvorteil und die Tatsache, dass ein Unentschieden langt, so dass die personell gebeutelten und auch nicht in Form befindlichen Bayern das liefern müssten, was ihnen zuletzt am schwersten fiel: Torgefahr.

    (20)
  • Sundermann sagt:

    @Jochen-or

    „Deutlich erkennbar waren die Schnelligkeitsvorteile von diversen Spielerinnen wie u.a. Hansen, Wullaert, Bunte (!).“

    Bunte? Du meinst sicher Blässe. Die war schon immer schnell.

    Die Kritik am Potsdamer Trainer ist tatsächlich nicht nachvollziehbar, allerdings kommt sie ja von den üblichen Verdächtigen. 😀
    Anscheinend gehen einige Leute nach der Maxime Siege fährt die Mannschaftt ein, Niederlagen gehen auf die Kappe des Trainers.

    Das Potsdam da steht, wo sie jetzt stehen, hätte wohl vor der Saison niemand erwartet. Sollte die CL-Quali gelingen, wovon ich ausgehe (und die auch absolut verdient wäre), ist das (natürlich) auch ein Verdienst des Trainers, der IMHO gute Arbeit in Potsdam leistet.

    (12)
  • F.B. sagt:

    Ich muss gestehen, dass ich ein derart klares Ergebnis nicht erwartet hätte. Entscheidend war in meinen Augen, dass Potsdam – wie schon die meisten Mannschaften in den letzten Spielen – sich unsere große Schwäche nicht zu eigen machen konnten: Das zentrale Mittelfeld, deren Mitglieder Sara Gunnarsdottir und Alex Popp auch dieses Mal wieder die mit Abstand schwächsten Akteuerinnen waren. Da hätte man mit Lia Wälti eigentlich eine Spielerin gehabt, die uns dort hätte den Schneid abkaufen können, aber jene hatte offenbar einen gebrauchten Tag erwischt.

    In der ersten Halbzeit habe ich eine noch durchaus ausgeglichene Partie gesehen, wobei sogar die Turbinen in Führung hätten gehen können. Beim Foul von Alex Popp an Svenja Huth hätten wir uns nicht über einen Elfmeter beschweren können, auch wenn die Situation in meinen Augen nicht so klar war, wie das Foul von Lia Wälti an Pernille Harder.

    In der zweiten Halbzeit war die Sache dann deutlich klarer und wir konnten unsere zurzeit große Chance ausspielen, nämlich das schnelle Spiel über die Flügel, wobei Caro Hansen dieses Mal sogar etwas unauffälliger agierte. Für mich waren ebenfalls Ewa Pajor und Tessa Wullaert die überragenden Offensivakteurinnen. Freilich war das 2:1 Glück, danach haben wir uns aber noch einige Chancen herausgespielt, so dass das Ergebnis auch noch höher hätte ausfallen können. Schön auch, dass viel Spielfluss herrschte und das Spiel selten durch Fouls unterbrochen wurde – das war ja in der Vergangenheit weiß Gott nicht immer der Fall.

    Ich denke, dass die Turbinen dennoch gute Chancen haben, den 2. Platz zu verteidigen. Die Abwehr der Bayern ist zurzeit deutlich schwächer als unsere, da scheint die Stabilität komplett verloren gegangen zu sein. Sie verfügen zurzeit auch nicht über schnelle Flügelspielerinnen, eine Vivienne Miedema liegt der Potsdamer Abwehr wahrscheinlich besser als eine Ewa Pajor oder Tessa Wullaert. Ich wünsche den Turbinen jedenfalls alles Gute und hoffe, dass sie die Bayern mit ihrem Gurkenkick nicht auf den 2. Platz lassen.

    (16)
  • bale sagt:

    ja wolfsburg hat wirklich 4-5 superschnelle offensivkräfte.ja ich hätte auch jenni cramer und knight viel früher!!!!!!!gebracht,aber Sonntag muss!!!!!!!!turbine alles geben,wenn sie international spielen will und ja sie müssen sich verstärken.sveni kann doch nicht vorne sich die Lunge aus dem Körper laufen.

    (13)
  • FFFan sagt:

    @ jochen:
    „Deutlich erkennbar waren die Schnelligkeitsvorteile von diversen Spielerinnen wie u.a. Hansen, Wullaert, Bunte (!).“

    Woran hast du denn die Schnelligkeitsvorteile der gegen Potsdam nicht eingesetzten S.Bunte erkannt?
    Hat sie vielleicht beim Warmlaufen ein paar Sprints absolviert? 😉

    (2)
  • waiiy sagt:

    Zum Spiel in Potsdam ist eigentlich alles gesagt. Dass die Turbine Abwehr einige Male nicht gut aussah, lag in meinen Augen eher nicht an schlechten Leistungen des Quartetts. Eher war es dem geschuldet, dass dort mit Harder, Hansen, Wullart und Pajor klasse Spielerinnen, die allesamt gerade gut in Form sind, ankamen. Außerdem versuchte Turbine in der zweiten Halbzeit immer wieder über Schmidt, Siems und auch Wälti Druck nach vorn auszuüben, sodass man hohes Risiko ging. So war auch der wunderschöne Treffer von Wullart erklärbar, wo Kemme im Mittelfeld knapp zu spät kommt und hinten leider alles in Rückwärtsbewegung ist und nicht mehr wirkungsvoll eingreifen kann.

    Ich fand Schmidt und Siems besonders gut. Sie waren sehr agil und standen oft in den Situationen richtig. Wie unaufgeregt Siems dabei immer wieder gegen Hansen und Harder spielte, verdient hohen Respekt.

    Ein wenig fiel in meinen Augen Aigbogun ab. Ich habe bei immer das Gefühl, dass sie nicht genau weiß, wo ihre Nebenleute stehen und dass sie Angst hat, dass es in einigen Situationen weh tun könnte. So hatte sie in der zweiten Halbzeit eine durchaus gute Chance, wenn sie denn die drei Schritte in die Spitze macht, wo sie aber zurückzieht.

    Und jetzt endlich auch mal ein großes Kompliment an das Schiedsrichterteam!!! Das war eine blitzsaubere Leistung. Im Stadion dachte ich noch (mit der Fanbrille auf), dass der Strafstoß ein Fehler war. Aber es war einer. Gut fand ich auch, dass immer früh eingegriffen wurde, was ich sonst oft bemängele. Die Schiedsrichterin zeigte gerade auch vor Standardsituationen Autorität, ohne aufgesetzt zu wirken und kam dabei meist ohne Karten aus. So war die Partie zu keiner Zeit irgendwie giftig. Und es kann keiner sagen, dass so ein (vom Tabellenstand) brisantes Duell von den Referees beeinflusst wurde.

    (13)
  • Aldur sagt:

    Ich hatte gestern Abend auch Zeit, mir das Spitzenspiel vom Sonntag in der Mediathek anzuschauen und fühlte mich uneingeschränkt gut unterhalten. So stelle ich mir ein Spitzenspiel zwischen den beiden dominierenden Teams der Saison vor – hohe Intensität, aber zu keinem Zeitpunkt unfair. Dafür ein Kompliment an beide Teams. Letztlich waren die Wölfinnen wohl genau um diese zwei Tore besser, aber ich habe Turbine keineswegs so schlecht gesehen, wie manche der eigenen Fans hier.

    waiiy sagt:
    „Und jetzt endlich auch mal ein großes Kompliment an das Schiedsrichterteam!!! Das war eine blitzsaubere Leistung.“

    Da bin ich ganz bei Dir. Auch die Vorstellung der Unparteiischen war einem Spitzenspiel angemessen, mit dem richtigen Fingerspitzengefühl für die einzelnen Situationen. Auch die vermeintlich strittigen Situationen sind für mich alle richtige beurteilt: Beim Elfmeter gibt es wohl keine zwei Meinungen. Spätestens in der Zeitlupe sieht man, dass Harder das Standbein weggetreten wird. Bei der Situation wenig später gegen Huth geht zumindest Peter nur Richtung Ball und hat den Körper bereits zwischen Ball und Gegnerin, als Huth nach dem leichten Rempler von hinten zu Boden geht. Ist für mich auch o.k., da keinen Elfer zu geben. Die dritte Situation ist der Zusammenprall von Pajor und Schmitz, wo der Kommentator nach Ansicht der Zeitlupe Elfer und Rot forderte. Es sieht vielleicht etwas komisch aus, weil Schmitz das linke Bein hochzieht, aber auch da bin ich bei der Schiedsrichterin, weil letztlich beide zum Ball wollen, diesen verfehlen und dann unglücklich zusammenrasseln.

    (11)
  • tpfn sagt:

    @waiiy
    Das mit Aigbogun ist uns auch aufgefallen, sie zieht nicht richtig durch, den letzten Biss vermisst man bei ihr, sie hätte zwei hundertprozentige gehabt wenn sie durchgezogen hätte, das ist wohl ihrer Natur geschuldet sie macht auf mich immer einen schüchternen Eindruck.

    Und dass meine Aussage zu Caro Siems hier mal nicht falsch verstanden wird, ich finde sie spielt hervorragend, aber die Erfahrung fehlt ihr logischerweise. Ich hätte sie erst später gebracht, mit ihren groben Patzern bei solch einem wichtigen Spiel aufgrund ihrer Unerfahrenheit, hat man ihr für die persönliche Entwicklung keinen Gefallen getan, da bin ich mir sicher. Ich mag Kellermann nicht besonders, aber wie er schrittweise die Ewa Pajor aufgebaut hat, nötigt mir Respekt ab.

    Und warum reden hier die üblichen Verdächtigen ständig davon, dass man bei Turbine nach der letzten Saison nicht mit solchen Erfolg gerechnet hat. Also ich hatte locker damit gerechnet, mir war klar dass Turbine wieder ganz oben mitspielt wenn seine Leistungsträger wieder zur Verfügung stehen. zb Elsig, Bianca Schmidt etc. Mit diesem Kader wäre es auch eine Schande gewesen weniger als den dritten Platz zu erreichen, das ist meine ganz persönliche Meinung denn ich finde den TP-Kader individuell stärker als den von Bayern, Freiburg oder Frankfurt, insofern sollte es für jeden üblichen Verdächtigen klar sein warum ich Rudis Leistung recht schwach finde. Wo wir mit einem Jens Scheuer wohl stehen würden? Vielleicht waren die Komplimente an TP seitens Jens Scheuer von strategischer Natur, schließlich mag er ja auch das Umfeld in Potsdam, ich jedenfalls hätte nix dagegen.

    (-13)
  • Detlef sagt:

    Ich habe mir gestern zumindest die erste Hälfte des Spiels nochmal im TV angesehen!!!
    Den Elfer von Wob, der mir im Stadion wegen schlechter Sicht verborgen blieb, muß man geben, da hat sich LIA ziemlich ungeschickt angestellt, und Harder nimmt natürlich dankend an!!!
    Und genau deshalb muß es auch den auf der anderen Seite geben!!!
    Den SVENJA bekommt von Popp einen mit dem Rücken mit, und kommt deshalb zu Fall!!!
    Es gab also den Kontakt und die Spielerin fällt, also muß es auch Strafstoß geben!!!

    Nur wenige Minuten später gab es die umgedrehte Situation in der Nähe des Mittelkreises!!!
    TABBI KEMME stößt Alex Popp mit dem Rücken um, und Oh Wunder, es gab Freistoß für WOB!!!

    Es gab auch einige andere strittige Freistoßsituationen auf beiden Seiten, und die eine oder andere fragliche Abseitsentscheidung!!!
    Alles nix wildes oder spielentscheidendes, aber somit kann ich nicht in die Lobesgesänge auf das Schirigespann mit einstimmen!!!

    (-4)
  • Hanno sagt:

    Dem Lob an Karoline Wacker möchte ich noch einmal zustimmen. Nachdem ich schon in der Vorwoche von Christine Weigelt eine sehr gute Schiedsrichterleistung gesehen habe, bin ich guter Hoffnung, dass das leidige Schiedsricher(-innen)thema auf gutem Weg sein könnte.

    (7)
  • GG sagt:

    In aller Kürze ein Antwortversuch für @holly

    Ich sehe folgende Faktoren als erfolgsbringend für die Wölfinnen:
    1.) Die Verpflichtung von Agata Tarczynska für die 2. Mannschaft – dadurch hat Ewa Pajor einen Bezugspunkt in Ihrer Muttersprache und Sie blüht seither förmlich auf.
    2) Eine zuletzt stabile Mannschaftsaufstellung und -ausrichtung – so hat sich ein Team gefunden, welches nur noch sehr schwer zu schlagen ist.
    3) Pernille Harder – eine wahrhafte Offensiv-SPIELERIN, die stets nachsetzt, schnell, abschlußorientiert, technisch höchst versiert ist, mit hoher Auffassungsgabe und Blick für die Situation; schwer auszurechnen für jede Abwehr.
    4) Den Mut des Trainergespanns, Alex Popp ins zentrale defensive Mittelfeld zu beordern – im Zusammenspiel mit Sara Björk Gunnarsdottir ein besonders körperlich starker Wall vor der Innenverteidigung.

    Wirklich sehr schade, dass das Trainergespann letztlich #1 Spiel zu spät den o.a. Mut aufgebracht hat …. sonst wäre Stand heute womöglich sogar noch ein 5. Saisonspiel in dieser Spielzeit drin gewesen.

    (7)
  • OrbisJack sagt:

    @tpfn

    Finde du hast vielleicht ein Tick zu viel erwartet von Turbine, bist aber viel näher dran als ich war (hab 9. Platz getippt). Ob Potsdam wirklich individuelle besser gestattet ist als Bayern…da sehe ich es anders, nur dass Potsdam viel mehr von den Mannschaft rausholt. Und da sehe ich Rudolph im Vorteil…ehrlich gesagt hat Schröder in den letzten Saison nicht mehr da gebracht. Und eine Trainer eine Lizenzverein haben zu wollen…komm schon, das wird nicht passieren.

    Mal sehen ob die Potsdamer noch genug wind hat gegen Leverkusen noch im Pole Position für das Sonntags spiel.

    I

    (1)
  • tpfn sagt:

    @OrbisJack
    na gut, wenn der Bayernkern (Däbritz, Maier, Leupolz) den Erwartungen entsprochen und Lotzen nicht so unvorstellbares Pech gehabt hätte, wäre der Kader wohl stärker einzuschätzen gewesen, aber da stimmt was im Team nicht, da sollte Whörle wohl besser wieder auf Ami-Legionäre setzen, Demann is im Grunde nun wie Perlen vor die Säue.

    Bei TP sehe ich das Problem, sollten sie den CL-Platz nicht erreichen, wirds schwer werden Qualität zu halten bzw. neu zu verpflichten, ich sehe dann recht zeitnah schon Tabbi aufm Sprung und somit auch den Verlust unseres Käptn. Wird schwer bzw unmöglich werden diese Qualität zu ersetzen auf und auch neben dem Platz. Insofern steht viel auf dem Spiel bei den letzten Partien.

    (-3)
  • Detlef sagt:

    @tpfn,
    Dein überzogener Optimismus,der schon fast an Überheblichkeit grenzt, wird weder von der Vereinsführung, noch von den Spielerinnen, und auch von den meisten TURBINE-Fans die ich kenne in kleinster Weise unterstützt!!!

    Du unterstellst TABBI, LIA und vielleicht noch anderen TURBINEN, daß sie bereits diese Saison mit der CL, oder gar der Meisterschaft fest gerechnet hatten!!!
    Das würde in keinem der Interviews, oder den persönlichen Gesprächen irgendwo zum Thema gemacht!!!
    Bis zur Winterpause hieß es immer nur, man wolle besser sein als letzte Saison!!!

    Dann hätte man die 30 Punkte, die wir letzte Saison am Ende hatten schon zur Halbzeit, und LIA formulierte im RBB-Gespräch das „neue Saisonziel“ mit „wir wollen jetzt da oben bleiben“, etwas eigenmächtig, aber sicher auch mit Rückendeckung aus der Mannschaft, mal einfach um!!!

    Man kann jetzt natürlich hin und her spekulieren, warum die große Leichtigkeit plötzlich verschwunden war, und gegen eher mittelmäßige Gegner wie damals Frankfurt oder Sand sich sehr schwer getan haben, oder in Essen haufenweise 100%-ige Chancen liegenlassen haben!!!

    War es der Druck, den sich die Mädels jetzt selbst gemacht haben, oder waren es doch die Ausfälle von TABBI und SVENJA???
    Vielleicht war es auch von jedem ein bisschen???
    Dafür aber die jungen Trainer verantwortlich zu machen ist einfach nur Blödsinn!!!
    Rudi hat sich sicher etwas dabei gedacht, anders als Schröder, immer wieder den Druck von der Mannschaft zu nehmen, er ist ja auch Pädagoge!!!

    Wenn auch nicht mehr an der Spitze, so mischen wir immer noch oben mit, und können immer noch die CL- Quali schaffen!!!
    Es ist und bleibt eine gute und erfolgreiche Saison für uns, vor allem mit der Vorsaison und dem Trainerwechsel, und dem erneuten Umbruch in der Mannschaft!!!

    (4)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    > Dein überzogener Optimismus,der schon fast an Überheblichkeit grenzt, …
    Das schreibt gerade der, der hier schon vor Optismismus sprühend, einen Ausblick auf die nächste Saison gab, wo ich eher auf die Euphoriebremse trat und mir prompt die Frage nach der Forderung von Neuverpflichtungen einhandelte, obgleich es sich nur so las als ob.
    Manche interessiert es vermutlich nicht mehr, was sie gestern schrieben a la „Was schert mich mein Gesabbel von gestern, heute ist ein anderer Tag!“

    (-3)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Zwischen dem voreiligen Optimismus von tpfn, und meinem optimistischen Ausblick auf die nächste Spielzeit liegen eben 20 Spiele, wo die Mannschaft nachweisen konnte, daß sie oben mitspielen kann!!!
    Das war letzte Saison nicht ersichtlich, und aus den wenigen Lichtblicken auch nicht vorhersagbar!!!
    Somit ist das Eine durch Fakten belegbar, und das Andere war reines Wunschdenken, bzw pure Spekulation!!!

    (1)
  • tpfn sagt:

    Turbine hatte letzte Saison extremes noch nie dagewesenes Verletzungspech. Die Mannschaft konnte sich nie einspielen, musste sich ständig neu aufstellen. Selbst Kellermann sah hier die Ursache fürs schlechte Abschneiden von TP und erwähnte diese Verletztenmisere auch im Interview nach dem Spiel am Sonntag. Desweiteren hatte TP in diversen Spielen, in denen sie wirklich gut spielten, extremes Pech, auch hier war die letzte Saison außergewöhnlich. Aber auch Spiele in denen die Experten die Zunge schnalzten waren dabei und Svenja Huth wurde nicht zufällig als beste Spielerin Deutschlands betitelt. Wenn man nun als TP-Insider wusste, dass hier Rudolph schon größtenteils das Sagen hatte und Schröder nur für die Außendarstellung noch als Cheftrainer fungierte, kam man nicht umhin, äußerst positiv auf die neue Saison zu blicken, denn das Lazarett lichtete sich, alle Leistungsträger blieben TP erhalten, gute Neuverpflichtungen wurden getätigt und das Trainerteam verstärkte sich mit einer loyalen Ur-Turbine die im Training sowie auf und neben dem Platz immer alles gab, Humor hat und die Sprache der jungen Mädels spricht. Zu guter Letzt konnte man davon ausgehen, dass nach der unsagbaren Pechsträhne der letzten Saison auch mal wieder das Glück mit dem Tüchtigen sein wird. Und da frage ich mich welcher TurbineFan, mit einigermaßen Faktenwissen und zumindest durchschnittlichen IQ, nicht mit einer wesentlich besseren Platzierung in der neuen Saison rechnete. Dass Außenstehende das Märchen mit Neuanfang, Umbruch, neuer Trainer etc. in dieser Saison schlucken sollten war ja beabsichtigt um den Druck von Rudolph zu nehmen. Aber hätte man mal etwas genauer hingehört wäre einem schon aufgefallen, dass die Mädels immer arge Probleme hatten wenn sie auf den angeblichen Umbruch angesprochen Unterschiede zur letzten Saison benennen sollten, ging ja auch gar nicht, denn für sie hatte sich ja nichts geändert, Training und Trainerteam ist ja im Grunde gleich geblieben. Ich jedenfalls, hätte mich schwer gewundert wenn sie in der neuen Saison mit komplettem Kader keinen der oberen Tabellenplätze erreicht hätten. Dass sich eine Wende mit dem Frankfurtspiel der Rückrunde anbahnte, hab ich euch damals wissen lassen, ich war enttäuscht über die freudigen Gesichter trotz Punkteteilung und ahnte schon Schlimmes für die Rückrunde, Rückblickend lag ich leider richtig, das war kein Ausrutscher denn es folgte ne ganze Serie an miserablen Spielen.

    Und was Tabbi und Lia anbelangt so muss man wissen dass Lia gern auch noch in anderen Ländern spielen würde und Tabbi in einem Interview erwähnte dass sie nach ihrer Ausbildung einen Auslandseinsatz in Betracht zieht. Nun hatte Tabbi glücklicherweise während der glorreichen Hinrunde ihren Vertrag doch noch für ein Jahr verlängern lassen, aber dass es nur ein Jahr war sagt mir dass der grundsätzliche Wechselwille noch Bestand hat. Ich glaube Lia möchte als Käptn von Turbine zumindest einen der großen Titel holen und solange dies in naher Zukunft realistisch bleibt, ist auch ein weiteres Jahr mit den beiden bei TP nicht ausgeschlossen. Da nun der Meistertitel an Wolfsburg gehen wird, sollte nun schon der CL-Platz rausspringen, ansonsten sehe ich die Wahrscheinlichkeit weiterer Vertragsverlängerungen schwinden. Dass du @Detlef diese Überlegungen als Unterstellungen betitelst, sagt auch wieder so einiges über dich aus, ich werde mich jedenfalls nicht mehr zu Dir in den Buddelkasten setzen.

    (3)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @tpfn
    Prima, dass Du Dich von dem lauen Lüftchen, was als Gegenwind von Detlef kommt, nicht aus der Ruhe und Deiner Meinung bringen läßt!
    Ich finde, dass Deine kritische Argumentation recht hieb- und stichfest daherkommt, die übertriebene Blauäugigkeit aussen vor bleibt. Auch das LEV-Spiel soll erneut eines zum Haareraufen gewesen sein und das das Nervenkostüm gelitten hat und keine kugelsichere Weste mehr ist, sieht man auch am verschossenen Elfer von Wesely.
    Wenn man die Heimspiele der letzten Jahre gegen den FCB verfolgt hat, wird mir nicht besser und in Anbetracht der Bedeutung frage ich mich jetzt schon, wieviel Spitzenspiel wir zu sehen bekommen werden? So wie Essen gestern in Wolfsburg auftrat, hat mich einigermassen begeistert. Da war Zug und Zuck drin inkl. einem herrlichen Schüller-Treffer, eine starke Dallmann, aber auch eine ewig motzende Hartmann, die sich von der Schiri zu Recht benachteiligt fand.
    Davon würde ich mir am Sonntag auch einiges wünschen, im Karli zu sehen.

    (-2)
  • Detlef sagt:

    @tpfn,
    Ich kann dem Meisten von Dir aufgeführten zwar folgen, und hatte dies letzte Saison auch so als Hauptgrund für die schlechte Saison benannt!!!

    Aber aus „einer wesentlich besseren Platzierung“ gleich einen Anspruch auf Meisterschaft und/oder CL-Quali zu machen, da liegen dann auch noch einige Plätze dazwischen!!!

    Und es ist schlichtweg gelogen, daß Rudi schon letzte Saison das Sagen bei TURBINE hatte!!!
    Denn dann hätte er schon letzte Saison die Viererkette eingeführt, und die großen Fortschritte im taktischen Bereich wären nicht erst diese Saison sichtbar gewesen!!!
    Das sind die „großen Änderungen“ die die Spielerinnen in Interviews zumeist im selben Atemzuge wie größeres Mitspracherecht nennen!!!
    Daran war letzte Saison noch nicht zu denken!!!

    Auch die Regeneration spielt erst diese Saison so richtig eine Rolle in Potsdam!!!
    Andere Trainingszeiten, mehr freie Tage, andere Schwerpunkte in der Vorbereitung, all das gibt es erst seit dieser Spielzeit!!!

    Der „große Plan“ ist in Potsdam viel langfristigiger angelegt,
    als Du es hier schilderst!!!
    LIA hatte Angebote von hochklassigen Vereinen, auch aus dem Ausland!!!
    Das sie sich aber für Potsdam entschieden hat, zeigt ihre große Verbundenheit mit dem Verein!!!
    Das wird auch nicht davon abhängen, ob wir schon nächste Saison international spielen, oder erst übernächste!!!

    Wie ich schon geschrieben hatte, haben wir mindestens ein Jahr „Planvorsprung“, um mal einen alten Begriff aus Täteräzeiten zu benutzen!!! 😉

    (0)
  • CK7 sagt:

    Lia hat verlängert, weil sie eine so große Verbundenheit zum VEREIN verspürt?? Detlef, Du bist der Knaller 🙂

    (2)
  • Detlef sagt:

    @CK7,
    Das hat LIA selbst in einem Interview mal so geäußert!!! 🙂

    Aber ich weiß worauf Du anspielst, und jaaaa, auch das ist natürlich ein sehr wichtiger Grund!!! 😉

    (-1)

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