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Frauen-Bundesliga: Vorschau 18. Spieltag

Von am 28. April 2017 – 14.49 Uhr 16 Kommentare

Am 18. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gilt es für den VfL Wolfsburg, den FC Bayern München und den 1. FFC Turbine Potsdam darum, auf der Zielgeraden der Meisterschaft keine Punkte liegen zu lassen. Die Potsdamerinnen treten dabei auswärts zum Ostderby beim FF USV Jena an.

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Frankfurt in Leverkusen wieder mit Islacker

Der 1. FFC Frankfurt kann beim Auswärtsspiel gegen den abstiegsbedrohten Bayer 04 Leverkusen wieder auf seine Topstürmerin Mandy Islacker bauen, die zuletzt gegen den VfL Wolfsburg wegen einer Fußverletzung pausieren musste. FFC-Trainer Matt Ross freut sich: „Die Rückkehr von Mandy Islacker wird besonders unserer Offensive einen Schub verleihen und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere erfolgreiche Auswärtsserie am Rhein fortsetzen werden!“ Zuletzt gewann der 1. FFC Frankfurt drei Auswärtsspiele in Folge ohne Gegentor.

VfL Wolfsburg: Drei Punkte sind Pflicht

Der VfL Wolfsburg empfängt auf heimischem Platz Aufsteiger Borussia Mönchengladbach und alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Überraschung. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meint: „Wir haben jetzt zehn Spiele in Folge gewonnen und spielen gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten. Es ist klar, dass wir uns in der Pflicht sehen, drei Punkte einzufahren. Ich werde mich jetzt nicht hinstellen und sagen: Wenn Gladbach einen Riesentag hat und wir einen schlechten, könnte es eng werden.“ Gegen Gladbach fehlen wird Abwehrspielerin Noelle Maritz (Außenbandverletzung), der Einsatz von Almuth Schult (eingeklemmter Rückennerv) und Alex Popp (allergische Reaktion) ist ebenfalls fraglich.

Spielszene Turbine Potsdam gegen FF USV Jena

Duelle zwischen Turbine Potsdam und dem FF USV Jena sind immer heiß umkämpft © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Jena mit Schwung ins Ostderby

Der FF USV Jena trifft im Ostderby auf den 1. FFC Turbine Potsdam und nach dem eigenen Sieg in Gladbach und der Turbine-Niederlage gegen Freiburg ist der Optimismus bei der Elf aus Thüringen groß, etwas Zählbares zu holen. „Die Mädels sind gut drauf und wir nehmen die Motivation aus diesem Sieg natürlich mit in das Derby“, so Jenas Trainerin Katja Greulich.

Hoffenheim will in München Nadelstiche setzen

Gar frohen Mutes ist die TSG 1899 Hoffenheim und ihr Trainer Jürgen Ehrmann. Die Abstiegsregionen hat die TSG mit dem Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen verlassen, nun kann die Mannschaft ohne Zwang bei Meister FC Bayern München antreten (Montag, 1. Mai, 13.30 Uhr, SPORT1 live). „Wir freuen uns auf das Spiel gegen Bayern München, schließlich ist es auch unser erstes Fernseh-Spiel in dieser Saison. Wir wollen aus einer kompakten Mannschaftstaktik Nadelstiche nach vorne setzen, selbst etwas kreieren und nicht nur hinterherlaufen.“

Behringer erwartet kampfbetontes Spiel

Bayern-Kapitänin Melanie Behringer erklärt: „Hoffenheim wird uns nichts schenken. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel. Aber darauf werden wir uns einstellen. Wir wollen gewinnen, wir müssen gewinnen.“ Neben den verletzten Spielerinnen muss Bayern-Trainer Thomas Wörle auf die beiden zur U17-Europameisterschaft abgestellten Sydney Lohmann und Verena Wieder verzichten.

Sand will Abschlussschwäche abstellen

Im Hinspiel gelang dem SC Sand gegen den MSV Duisburg ein klarer 6:0-Sieg. Doch dieses Kunststück zu wiederholen dürfte in Duisburg ein schwieriges Unterfangen werden. „Wir treffen einfach das Tor nicht“, so Sands Trainer Richard Dura über die Abschlussschwäche seines Teams in den vergangenen Spielen. Neben Dominika Skorvankova und Sinah Amann wird auch Angela Migliazza fehlen, die sich am Ostermontag im Spiel der Zweiten gegen Crailsheim die Hand gebrochen hat.

Freiburg will Essen distanzieren

Es ist eine durchaus kuriose Serie, die Freiburgs Trainer Jens Scheuer in Spielen gegen seinen Kollegen Daniel Kraus erlebt, seit er im Sommer 2015 beim Sport-Club anheuerte. In keinem der drei Duelle mit Kraus verließ Scheuer den Platz als Sieger. Weder in der Vorsaison gegen Kraus ehemaligen Verein FF USV Jena, noch im Hinspiel in Essen gelang ein Freiburger Sieg. Die Freiburgerinnen wollen die unglückliche 0:1-Hinspielniederlage vergessen machen. „Wir wollen das ausgleichen und dadurch gleichzeitig einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze distanzieren“, so Scheuer.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Markus schrieb;
    „Der FF USV Jena trifft im Ostderby auf den 1. FFC Frankfurt…“

    Aha, in Frankfurt/Oder gibts also auch einen Erstligisten??? 😉

    (5)
  • Markus Juchem sagt:

    Danke, schon eine Weile korrigiert.

    (7)
  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Nach der Kritik (nicht von mir!) mal ein Lob von mir: Schön mal 2 meiner AFBL-Lieblinge auf einem gemeinsamen Foto sehen zu können!
    Danke für diesen Zufallstreffer, Markus!

    (5)
  • OrbisJack sagt:

    Also ich tippe dass Wolfsburg, Frankfurt, Bayern und Sand gewinnt, die andere 2 Spiele enden Unentschieden.

    (-5)
  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Insbesondere an meine Kritiker aus überwiegend eigenen Reihen, wie z.B. die „Neue“ namens miss parker, die ja meinte, mir die Empfehlung geben zu müssen, den Verein zu wechseln, weil ich einfach nicht in ihr TP-Weltbild passe, wo die meisten, blau bebrillt, kritiklos konsumieren!
    Aus meinem umfangreichen, auch statistikuntersetzten Fan-Dasein ein einziger, aber aussagekräftiger Punkt:
    Vergleicht man Mandy Islacker vom für den Meisterschaftsausgang unbedeutenden Team 1.FFC Ff. mit der Goalgetterin Svenja Huth von meinen Turbinen, muss man feststellen, das Beide mit 6 Minuten Differenz und insgesamt etwas über 1300 min. die gleiche Einsatzdauer haben, aber eben fulminante 11 Tore Differenz vorweisen!
    Mit dem anstehenden Spieltag wird sich dieses Bild wohl kaum zugunsten Letzerer ändern oder gar wenden…

    (-21)
  • Fan sagt:

    @Schenschschtina Futbolista,

    seltsamer Vergleich und eigentlich ziemlich egal wer die Tore schiesst. Besser es schießen mehrere Spielerinnen die Tore als nur eine Spielerin und die Anderen treffen sehr wenig bis gar nicht.Das macht eben ein Team unausrechenbarer, siehe den Vergleich beim Tabellenstand zwischen Turbine und Frankfurt.Was nutzt es Frankfurt dass Islacker bis jetzt in der Bundesliga die meisten Tore geschossen hat? Antwort: garnix!!!

    (23)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Fan
    Wenn Du schon der erstaunlichen Meinung bist, dass Islackers Tore für den 1.FFC Ff. bedeutungslos sind, denn nichts anderes behauptest Du, bleibt die Frage nach dem Wert der alljährlich verliehenen Torjägerkanone?
    Selten so eine Auffassung unter aller Kanone lesen müssen, denn Du stellst so ziemlich alle Titel im Sport auf den Prüfstand.
    Auch wüßte ich nicht, dass Mandy Islacker, die ja auch in der Vorsaison absolute Torjägerin war, in irgendeiner Form ausrechenbarer geworden wäre, denn schlussendlich würde ihre Torquote dadurch limitierter daherkommen, was aber überhaupt nicht der Fall ist. Auch Le Sommer, Hegerberg u.v.m. sind davon ausgenommen, erzielen in aller Regelmäßigkeit ihre Treffer.
    Ergo ist Deine These eine für die Tonne!
    Meine Statistik ist eine selbst bei der UEFA und Fifa geführte, keine Erfindung von mir, aber wenn jemanden etwas nicht in den Kram paßt, wird’s eben verrissen…
    Ich setze mal zu Deinem Verdruß einen drauf:
    Während Mandy Islacker aller etwa 77 min. einen Treffer erzielt, sind es bei Svenja Huth beachtliche 218 min. ! 😀
    Meinst Du der FCB und Borussia Dortmund schämen sich, einen Lewandowsky bzw. Aubameyang im Team zu haben? Ganz sicher!

    (-17)
  • Karl sagt:

    @Fan: Garnix ist nicht ganz richtig, es verhindert zumindest den Abstieg.

    (3)
  • vikkybummsy sagt:

    „Was nutzt es Frankfurt dass Islacker bis jetzt in der Bundesliga die meisten Tore geschossen hat? Antwort: garnix!!!“

    Aber schön ist es doch und nutzen tut es dem FFC auch. Wenigstens ein „Titel“ der trotz stark dezimiertem Kader in Frankfurt bleibt.

    (5)
  • balea sagt:

    Jetzt verstehe ich auch endlich, warum WOB kurz vor dem Abstieg steht: da hat niemand soviele Tore wie Huth geschossen…

    (11)
  • never-rest sagt:

    Also Islacker mit Huth zu vergleichen, ist reichlich schief- Als klasssiche Torjägerin mit entsprechenden Abschluss- und Abstauber-Instinkten sowie der notwendigen Entschlossenhaeit und Ruhe vor dem Tor hat Islacker derzeit unter den Deutschen N11 Spielerinnen eine absolute Ausnahmestellung: In der AFBL muss ich sont noch an Miedema denken. Für mich ist Islacker am ehesten mit einer Knipserin aD wie Inka Grings vergleichbar. Auch Sasic brauchte viel mehr Anlauf, Dynamik und Chancen, um zum Torerfolg zu kommen, jedenfalls gefühlt. Auf eine Statsistik kann ich leider nicht verweisen.

    Huth ist ein ganz anderer Stürmertyp, kommt eher über Tempodribblings und ihre Technik zu Toren und Chancen. Geht auch viel weitere Wege als Islacker und kommt gerne aus der Tiefe. Vom Stürmertyp ähnelt Huth eher einer Hasret Kayikci und Stürmerinnen aD wie Müller und Pohlers.

    Gleichwohl sind beide Stürmertypen auf ihre Art große Klasse und für ihre Vereine unverzichtbar, allerdings müssen auch die Spielsysteme jeweils an die besonderen Qualitäten der Toptorschützinnen angepasst werden.

    (18)
  • Detlef sagt:

    Hier ein ziemlich passender Bericht vom gestrigen 2:0 Sieg von TURBINE in Jena!!!
    http://www.sportbuzzer.de/artikel/frauen-bundesliga-turbine-potsdam-erledigt-in-jena-die-hausaufgaben-und-bekommt-/

    Bleibt als Kritik nur die anfängliche Unordnung in Potsdams Hintermannschaft, mit einigen wüsten Fehlpässen von JOJO ELSIG, INKA WESELY und LISA SCHMITZ!!!
    Und es bleibt mal wieder das flaue Gefühl im Bauch, daß erneut so viele 100%-igen Chancen nicht genutzt wurden!!!

    Absolut positiv war dagegen die Reaktion der Mannschaft auf ihre Leistung letztes WE!!!
    Auch wenn man natürlich einschränken muß, daß Jena nicht die Klasse von Freiburg hat!!!
    Aber trotzdem merkte man unserer Mannschaft deutlich an, es besonders gut machen zu wollen!!!
    Ein besonderes Lob erhielt nach dem Spiel unser TURBINE-Kücken CARO SIEMS von den unzähligen mitgereisten Potsdam-Anhängern!!!
    Erst 17 Jahre, und schon so abgezockt!!!

    (8)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Auch wenn jemand nur mit Elfmetertoren die Torjägerliste anführen sollte, wird sie die Kanone überreicht bekommen!
    Man(n) haben hier manche Vorstellungen…
    Genauso, wenn es einer Verteidigerin o. Mittelfeldspielerin gelingen sollte, steht einem Vergleich inkl. einer Statistik doch nichts im Wege! Ausser manch einer fühlt sich, weil es um seinen Liebling geht, der dabei nicht besonders gut wegkommt, auf die Zehen getreten. 😀
    Torjägerkanonen werden nicht nach dem Spielsystem verliehen! Da ist es völlig egal, auf welcher Position diejenige spielt – Kritierium ist einzig die Anzahl der erzielten Treffer!

    (-12)
  • Fan sagt:

    @Schenschtschina Futbolista,

    entweder kannst du nicht richtig lesen oder du trittst andere Meinungen absichtlich in die Tonne, wie du schreibst. Eines habe ich in diesem Forum schon festgestellt, sachlich argumentieren und fairplay das sind für dich Fremdwörter, ansonsten kann ich mir bei vielen deiner Kommentare die „Daumen runter“ nicht erklären. Vielleicht solltest du darüber mal nachdenken warum das so ist!?
    Für meine Seite bedaure ich es dass ich überhaupt mal auf einen deiner Kommentare geantwortet habe. Und damit beende ich die Diskussion mit dir da es einfach keinen Sinn macht mit dir sachlich und fair zu diskutieren egal was du jetzt wieder antwortest.

    (10)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Was ist so eine Torjägerkanone in Wirklichkeit wert???
    Fußball ist ein Mannschaftssport, also das Produkt aus vielen Einzelleistungen!!!

    Mag schon sein, daß Islacker im Moment die einzige deutsche Knipserin ist, aber in der Natio sah es zuletzt nicht danach aus!!!
    Ohne ihre Wasserträgerinnen bei Frankfurt wäre sie auch nur Durchschnitt!!!

    Ich halte absolut nix von irgendwelchen Einzelauszeichnubgen in einer Mannschaftsdisziplin!!!
    Selbst eine gute Torfrau ist ohne eine gute Abwehr vor ihr keinen Pfifferling wert!!!

    Und in der Vergangenheit hat selbst die Torjägerkanone nicht dazu ausgereicht, daß die Ausgezeichneten in die Natio berufen wurden!!!

    So erging es einer Shelley Thompson, einer Inka Grings und auch einer CONNY POHLERS!!!

    (8)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Fan
    Als 12-jährige hatten mich die Daumen-runter auch zur Verallgemeinerung verleitet, aber mittlerweile bin ich aus dem Alter und dieser Einstellung raus, denn sie gehen mir am Allerwertesten vorbei! Aber keine Angst, Du kommst u.U. auch noch dahinter.

    @Detlef
    Die Torjägerkanonendiskussion sähe auch bei Dir u.G. anders aus, wären die in meinem statistisch geprägten Beispiel Vorzeichen genau umgekehrt, also Svenja hätte 17 Treffer und Mandy 8. Da würdest Du aber korrekterweise auch die Teamanteile genauso erörtern. Bleibe also mal ehrlich und drehe Deine Fahne nicht in den Wind! Den Jubel im Karli bei einer TJK-Verleihung kann ich mir jedenfalls anscheinend besser vorstellen als Du.
    Mir ging es primär darum, die Ineffizienz einer Huth konkret im Vergleich zu einer anderen (Spitzen-)Stürmerin nachzuweisen, denn dieses Manko macht unseren Turbinen zu schaffen, zumal andere Knisper nicht in Sichtweite sind bzw. ihrer Torabschlußschwäche genauso hinterherhecheln.

    (-5)

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