Frauen-Bundesliga: Vorschau auf den 17. Spieltag

Von am 23. April 2017 – 9.44 Uhr 1 Kommentar

Am 17. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga will der 1. FFC Frankfurt im eigenen Stadion gegen den VfL Wolfsburg seine weiße Heimweste wahren. Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam hat den SC Freiburg zu Gast, der im Hinspiel den Potsdamerinnen die einzige Saisonniederlage beibrachte.

Den Spieltag eröffnen ab 11 Uhr Borussia Mönchengladbach und der FF USV Jena. Für den Aufsteiger ist im Heimspiel gegen die Elf aus Thüringen ein Dreier Pflicht, um die Chancen auf den Klassenerhalt wahren zu können.

Jena wieder mit Vonkova und Odeurs

Doch auch das Team aus Jena braucht die Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Dabei kann das Team nach Gelb-Rot-Sperre wieder auf Stürmerin Lucie Vonkova bauen. Dazu ist auch Torhüterin Justien Odeurs nach OP-Eingriff in der Winterpause und anschließender Reha wieder einsatzbereit.

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Potsdam mit schlechten Erinnerungen ans Hinspiel

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat ab 14 Uhr den SC Freiburg im Karl-Liebknecht-Stadion zu Gast. Für die Freiburgerinnen gilt es nach dem Pokal-Aus im Halbfinale den Fokus wieder auf die Liga zu richten. Im Hinspiel brachte die Elf aus dem Breisgau den Potsdamerinnen beim 2:1 die bisher einzige Saisonniederlage bei. Freiburgs Trainer Jens Scheuer muss in Potsdam auf Sylvia Arnold (Muskelfaserriss) und Klara Bühl (Bänderriss) verzichten.

Arnold und Bühl fehlen – Wagner-Einsatz fraglich

Der Einsatz von Selina Wagner (Krankheit) steht auf der Kippe. Scheuer freut sich: „Der Zuschauerzuspruch ist in Potsdam hoch, dort herrscht eine tolle Stimmung. Wir freuen uns, dort spielen zu können. Wir wollen dort natürlich etwas Zählbares mitnehmen. Am liebsten drei Punkte, wenn es am Ende aber einer werden sollte, könnten wir damit auch leben.“

Duell der Tabellennachbarn Sand und Essen

Der SC Sand empfängt im Duell des Tabellensiebten gegen den Tabellensechsten die SGS Essen. Mit einem Erfolg könnte die Elf aus der Ortenau die Distanz zu den Essenerinnen auf drei Punkte verkürzen. Zur Liste der Langzeitverletzten hat sich in Sand neben Dominika Skorvankova auch Sinah Amann gesellt, die sich im Spiel der zweiten Mannschaft am vergangenen Montag einen Kreuzbandriss zuzog.

Bayern wieder mit Holstad

Der FC Bayern München steht beim MSV Duisburg nach dem Aus in DFB-Pokal und Champions League unter Zugzwang und will in den verbleibenden sechs Saisonspielen alles daran setzen, am Ende unter den Top 2 zu landen, um die neuerliche Qualifikation für die Champions League perfekt zu machen. „Ab jetzt heißt es: Vollgas! Unser Ziel ist es, alle verbleibenden Spiele zu gewinnen“, so Bayern-Managerin Karin Danner. In Duisburg können die Münchenerinnen wohl wieder auf Abwehrchefin Nora Holstad bauen.

Grings will den Favoriten ärgern

MSV-Trainerin Inka Grings meint: „Sie kommen als großer Favorit, als Deutscher Meister, allerdings wissen wir aus dem Hinspiel, dass gegen Bayern etwas möglich ist, wenn du konzentriert, diszipliniert und mit einer absoluten Entschlossenheit dagegen agierst. Diese Chance wollen wir natürlich nutzen.“

Hoffenheim will Leverkusen ernst nehmen

Die TSG 1899 Hoffenheim hat Bayer 04 Leverkusen zu Gast. Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann will den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Dass Bayer 04 Leverkusen in dieser Saison große Schwierigkeiten hat, verwundert mich. Viele junge deutsche Talente spielen in Leverkusen, hinzu kommen auch erfahrene Bundesligaspielerinnen. Die Werkself-Frauen haben bisher auch nicht schlecht gespielt, haben nur verpasst, ein paar Punkte mehr zu holen.“

Frankfurt will weiße Weste wahren

Zum Abschluss des Spieltags empfängt ab 14.30 Uhr der 1. FFC Frankfurt im TV-Spiel (14.30 Uhr, SPORT1 live) den VfL Wolfsburg. Frankfurts Trainer Matt Ross meint: „Wir sind sehr motiviert, unsere gute Form der letzten Wochen im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg zu bestätigen und unsere ,weiße Heimweste’ auch gegen ein Top-Team möglichst zu verteidigen.“

Almuth Schult

Einsatz fraglich: Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult © Marion Kehren / girlsplay.de

Einsatz von Fischer, Kerschowski und Schult fraglich

Neben den Langzeitverletzten ist beim VfL Wolfsburg der Einsatz von Nilla Fischer fraglich, die wegen ihrer Rückenverletzung unter der Woche nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte. Dasselbe gilt für Isabel Kerschowski, die nach ihrer Knieverletzung auf dem Weg der Besserung ist und auch Torhüterin Almuth Schult. Sie musste am Mittwoch das Training mit einem eingeklemmten Nerv abbrechen.

Kellermann: „Wissen um Schwere der Aufgabe“

Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meint: „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Frankfurt gehört zwar dieses Jahr nicht zu den Titelkandidaten, ist aber zu Hause ungeschlagen. Wir wollen die erste Mannschaft sein, die in dieser Saison drei Punkte aus Frankfurt mitnimmt. Dafür müssen wir eine konzentrierte Leistung von der ersten Minute an zeigen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • OrbisJack sagt:

    Ist heute den Tag wo Wolfsburg sich in der Titel rennen befreit und Bayern den verlorenen Boden wieder gut macht? Potsdam hat ein sehr schwere Aufgabe heute, wen sie ernsthaft im rennen um die CL Plätze bleiben wollen. Und dan auch ohne Elsig und Kemme…

    Sehr Schwer.

    Aber andere Sichtweise…hat schon eine gute Saison hinter sich, mehr erreicht als gedacht, also ein bisschen ’nicht viel zu verlieren‘?

    (1)

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