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Inka Grings verlässt den MSV Duisburg

Von am 13. April 2017 – 18.04 Uhr 12 Kommentare

Inka Grings, Trainerin bei Frauenfußball-Bundesligist MSV Duisburg, wird den Verein auf eigenen Wunsch am Saisonende verlassen.

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„Ich bin dem MSV sehr dankbar für die vergangenen drei sehr intensiven und lehrreichen Jahre meiner Trainerkarriere. Ich werde bis zum letzten Abpfiff alles für den Verein und mein Team geben, um das gesteckte Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Aber danach reizen mich die neuen Aufgaben“, erläutert Grings. Sie wird ab dem 1. Juli 2017 eine neue Herausforderung in verantwortlicher Position in einem Jugendleistungszentrum annehmen.

Zukunft im Männerfußball

Ingo Wald, Vorstandsvorsitzender des MSV Duisburg, sagt: „Inka hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Sie sich eine Zukunft im Herrenfußball wünscht. Dass Sie nun die Gelegenheit früher als gedacht erhält, ist für uns nicht optimal, aber wir werden ihr keine Steine in den Weg legen.“ Wer in Zukunft Trainer des MSV Duisburg wird, steht noch nicht fest. „Die Situation ist nicht einfach. Wir werden nun schnell agieren, um mit dem neuen Cheftrainer auch schnellstmöglich die Kaderplanung der kommenden Spielzeit in Angriff zu nehmen“, erklärt Peter Mohnhaupt, Geschäftsführer des MSV Duisburg.

Inka Grings

Duisburgs Trainerin Inka Grings hört zum Saisonende auf © Frank Gröner / girlsplay.de

Drei Jahre lang Trainerin

Grings bekleidet das Amt der Trainerin bei den MSV-Frauen seit der Saison 2014/15. Für die ehemalige Nationalspielerin ist es die erste Festanstellung als Trainerin. Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Frauenfußball-Bundesliga nach der Saison 2014/15 schaffte Grings mit ihrem Team den direkten Wiederaufstieg mit 22 Siegen in 22 Spielen. Aktuell belegen die Frauen des MSV nach 16 Spieltagen Rang neun in der Frauenfußball-Bundesliga und haben mit vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz gute Aussichten auf den Klassenerhalt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • megni sagt:

    Dabei handelt es sich um das neue Leistungszentrum vom FC Bayern.

    (-8)
  • Detlef sagt:

    Sehr sehr schade, daß so eine erfahrene Spielerin und „Fußballverrückte“ dem FF somit wohl leider für immer verloren geht!!!
    Sollte sie in ihrem neuen Job einmal Erfolg haben, was ihr wohl jeder hier gönnen wird, dann ist der Weg zurück zum FF leider um Lichtjahre entfernt!!!
    Sehr schade auch für die Frauen des MSV Duisburg, die mit Inka eine echte Identifikationsfigur verlieren!!!
    Ich hoffe sehr, daß sie den Klassenerhalt schaffen können!!!
    Und schließlich auch schade für die Bundesliga, die somit leider eine weibliche Übungsleiterin verlieren wird!!!
    Der von FrankE so sehr erhoffte Wunsch nach mehr Östrogenen an der Seitenlinie erhält somit einen kleinen Dämpfer, selbst wenn Katja Greulich und Verena Hagedorn die weiblichen Fahnen weiter hochhalten!!!
    Leider ist aber zu befürchten, daß eine der beiden Trainerinnen nächste Saison einen Zweitligisten betreuen wird!!!

    (15)
  • FrankE sagt:

    Schade. Zumindest können wir Turbinefans uns an einem würdigen Abtritt beteiligen!

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Sehr sehr schade, daß so eine erfahrene Spielerin und „Fußballverrückte“ dem FF somit wohl leider für immer verloren geht!!!

    Das würde ich so nicht unterschreiben. Ob es wirklich ein Abschied für immer ist, bleibt abzuwarten.

    (18)
  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Wenn sie erst einmal die finanziellen Möglichkeiten des MF „gekostet“ hat, dürfte selbst der Cheftrainerposten bei den Bayern-Ladies oder den Wölfinnen absolut uninteressant für Inka geworden sein!!!

    Nur im Falle eines Misserfolg​es im knallharten Profigeschäft könnte sie wieder zum FF zurückkommen!!!

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  • bale sagt:

    viel glück und schade für den frauenfussball—warum nicht,die Bayern Mädels trainieren.

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  • enthusio sagt:

    Jetzt ist es raus: Inka Grings trainiert in der neuen Saison die männliche U 17 von Viktoria Köln.

    http://www.dfb.de/news/detail/inka-grings-uebernimmt-u-17-von-viktoria-koeln-166093/?no_cache=1&cHash=e735bea24ddf7e370e0a8b9ca5ea969d

    So sieht also für eine Frau mit Fussballlehrerschein der mühsame Einstieg in den Männerfussball aus …

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „So sieht also für eine Frau mit Fussballlehrerschein der mühsame Einstieg in den Männerfussball aus …“

    Na und? Auch viele männliche Fußballlehrer fangen erst mal ‚klein‘ an, sprich: als Jugendtrainer!

    (1)
  • enthusio sagt:

    @FFFan:

    Tatsächlich ? Dann nenne mir bitte mal einen männlichen langjährigen Nationalspieler, der seine Trainerkarriere im Männerfussball als Jugendtrainer begonnen hat !

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  • Aldur sagt:

    enthusio sagt:
    „Tatsächlich ? Dann nenne mir bitte mal einen männlichen langjährigen Nationalspieler, der seine Trainerkarriere im Männerfussball als Jugendtrainer begonnen hat !“

    Ich bin zwar nicht FFFan, aber die Antwort auf die Frage ist leicht, weil es unzählige Beispiele gibt:
    Christian Ziege, Thomas Doll, Heiko Herrlich, Dieter Eilts, Ulf Kirsten um nur ein paar zu nennen.

    Ich denke schon, dass es gängig ist als Nachwuchscoach einzusteigen. Schon allein, weil es gar nicht so viele Cheftrainerposten gibt. Ich gebe zu, bei der Ankündigung, dass Grings eine Position im Männerbereich annimmt, hätte ich auch nicht spontan an die U-17 eines Regionalligisten gedacht, aber andererseits spielt die Truppe in der B-Junioren Bundesliga, also erstklassig in dieser Altersklasse. Ich denke, man kann es auch schlechter treffen.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:

    Aldur hat schon ein paar Beispiele genannt, spontan würde mir noch Christian Wörns einfallen.

    Abgesehen davon passt der Vergleich aber auch nicht. Inka hat eben keine ‚Spielervergangenheit‘ im Männerfußball, verfügt somit wahrscheinlich auch nicht über das entsprechende ‚Netzwerk‘. In dem Bereich, in dem sie ihre Bundesliga- und Länderspiele gemacht hat, dem Frauenfußball, ist sie ja sogleich als Cheftrainerin eines Erstligisten eingestiegen. Ihr Weg in den Herren-Profi-Fußball ist eher mit dem solcher Fußballlehrer-Kollegen zu vergleichen, die als Spieler keine Profis waren.

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  • enthusio sagt:

    Der MSV Duisburg verliert seine Kapitänin.
    Linda Bresonik wechselt mit noch unbekanntem Ziel den Verein.
    Immerhin setzt sie ihre Karriere fort.

    https://www.msv-duisburg.de/aktuelles/artikel/danke-fuer-deine-zeit-in-zebrastreifen-linda-bresonik-verlaesst-den-msv/

    Aber es gibt auch eine schöne Nachricht für Duisburg:
    Vanessa Martini wechselt aus Essen zu den Zebras.

    https://www.msv-duisburg.de/aktuelles/artikel/msv-frauen-vanessa-martini-verstaerkt-die-defensive/

    (0)

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