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DFB-Frauen gewinnen Test gegen Kanada

Von am 9. April 2017 – 17.52 Uhr 26 Kommentare

Ein später Treffer von Linda Dallmann hat der deutschen Frauenfußball Nationalelf einen Sieg im Testspiel gegen Kanada beschert.

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Beim 2:1 (1:1)-Sieg vor 10.023 Zuschauern im Steigerwaldstadion von Erfurt gingen die Deutschen durch ein Eigentor von Kanadas Torhüterin Kailen Sheridan in Führung (13.). Den Kanadierinnen gelang noch vor der Pause durch Deanne Rose der Ausgleich (38.).

Später Siegtreffer

Es dauerte bis zur 86. Minute, ehe die eingewechselte Lina Dallmann den Erfolg perfekt machte. „Wir haben uns unheimlich schwer getan“, so das Fazit von Bundestrainerin Steffi Jones. „In der ersten Halbzeit waren wir viel zu statisch. Am Ende haben wir gezeigt, dass wir es besser können.“

Deutschland – Kanada 2:1 (1:1)

Deutschland: Schult, Henning (70. Elsig), Peter, Marozsán, Mittag (73. Bremer), Däbritz (46. Dallmann), Blässe (46. Maier), Kerschowski (46. Simon), Demann (65. Petermann), Kayikci, Doorsoun

Kanada: Sheridan (46. Labbé) – Lawrence, Buchanan, Zadorsky, Chapman (88: Levasseur) – Fleming, Scott (88. Woeller), Schmidt (63. Agnew) – Rose (63. Leon) – Sinclair (82. Prince), Beckie

Tore: 1:0 Sheridan (13. Eigentor), 1:1 Rose (38.), 2:1 Dallmann (86.)

Gelbe Karten: Beckie

Schiedsrichterin: Zadinová (Tschechische Republik)

Zuschauer: 10.023

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Digger Dunn sagt:

    „DFB-Frauen: Härtetest gegen Kanada“ – fragt sich nur für wen? Das war eher ein Härtetest für die Zuschauer. Trotz Sieg, das schlechteste Länderspiel seit langem. Ideenlosigkeit im Aufbauspiel und jede Menge technische Fehler waren die Zutaten dieses Gruselkicks. Leider hat sich auch das kanadische Team diesem Niveau angepaßt. Besonders hervorgetan hat sich dabei Anja Mittag – ein einziger Totalausfall. In dieser Form kann man getrost auf sie verzichten. Und warum nicht mal Jojo in die Startelf stellen? Josie hat auch heute wieder keine Glanzleistung gezeigt. Da haben Steffi und Markus noch einiges zu tun. Da ist bis zur EM in den Niederlanden noch sehr, sehr viel Luft nach oben.
    Die vollzählig anwesenden Mädels vom USV, die auch im Stadion waren, konnten für ihre noch bevorstehenden Ligaspiele leider nichts Positives aus dem Anschauungsunterricht mitnehmen. 😉

    (35)
  • Kurt Felix sagt:

    Ist diese Mittag/Henning Obsession unseres Trainerteams eigentlich Bestandteil einer langatmigen Verstehen Sie Spaß Aktion? Ich verstehe es nicht. Und Spaß macht das auch keinen

    (39)
  • Oskar Walter sagt:

    Ich denke, so wie in Wolfsburg dürfte auch in der Nationalelf für Anja Mittag der Feierabend angebrochen sein. Zum Spiel selber: Baggersee wäre sinnvoller gewesen.

    (31)
  • Gakra sagt:

    Zu allererst, es war wirklich kein schönes Spiel. Keine großen Highlights, viel Leerlauf.
    Allerdings sollte man das jetzt nicht zu hoch hängen. Die deutsche Mannschaft musste/wollte auf einige wichtige Spielerinnen verzichten, die an den letzten Lehrgängen bzw. Spielen noch teilgenommen haben(Kemme,Popp,Huth,Magull, Islacker). Zudem wirkte es so, als ob einige Spielerinnen noch einmal die Gelegenheit bekommen sollten sich zu zeigen und zu empfehlen (z.B. Doorsun,Henning). Ich denke hätten an der Stelle z.B. Hendrich und Dallmann oder Elsig und Bremer oder oder oder gespielt, wäre das deutsche Team besser im Spiel gewesen.
    Durch die Wechsel in der zweiten Halbzeit wurde es ja ein wenig besser. Ich finde z.B. Dallmann, Simon und Petermann haben nach ihrer Einwechslung ein wenig Schwung in das deutsche Spiel gebracht.
    Wichtig ist nun die richtigen Lehren aus dem Spiel zu ziehen. Außerdem drücke ich Steffi Jones die Daumen, dass von den vielen verletzten Spielerinnen die ein oder andere in nächster Zeit wieder fit wird und dem Team bei der EM helfen kann. Eine fitte Simone Laudehr zum Beispiel wäre sicherlich ein Gewinn für das deutsche Team.

    (5)
  • T-Punkt sagt:

    Ich schließe mich der Aussage des ZDF-Kommentators an: „85 Minuten zum Vergessen“. Das einzige spielerische Highlight in einer, von beiden Teams, schwachen Partie war das schön herausgespielte 1:1 der Kanadierinnen. In dieser Hinsicht war heute bei der deutschen Mannschaft leider nichts zu sehen. Einen Abpraller nach einer Ecke zu verwerten ist zwar auch was wert aber darauf, dass man zu Standardsituationen in Tornähe kommt kann man sich ja auch nicht verlassen.
    Außerdem sollte wirklich mal die Innenverteidigung überdacht werden. Henning sollte da in ihrer jetzigen Form wirklich nicht erste Wahl sein.

    (26)
  • enthusio sagt:

    Positiv ist immerhin, dass die erst auf den letzten Drücker ins Team gerutschte Linda Dallmann ihre Chance genutzt hat und ein schönes (Sieg-)Tor per Direktabnahme erzielt hat.

    (13)
  • waiiy sagt:

    Ich finde es sehr wichtig, auf Henning und Mittag zu setzen. Immerhin kann man sich bei Ihnen darauf verlassen, dass sie sich bis zur EM nicht bei einem Pflichtspiel verletzen. 😉

    (9)
  • Doc sagt:

    Die eingangs der Übertragung erklärte Absicht der BT, die Frauenschaft ab sofort mit geschwellter Brust und plakativ demonstriertem Selbstvertrauen die Dinge angehen zu lassen, halte ich für kontraproduktiv. Immer, wenn deutsche Mannschaften unter dieser Prämisse antraten, ging es in die Hose. Der damit aufgebaute Erwartungsdruck hemmt die deutsche Sportlerpsyche jedesmal. 2011 war nur ein Bespiel.
    Understatement war immer die beste Taktik für uns. Damit wäre den Damen auch diesmal mehr geholfen. Wir sind nun mal keine US-Amerikaner. Wer deren Naturell meint erfolgreich kopieren zu können, irrt gewaltig…und bürdet den Damen damit nur unnötiges Gepäck auf. Das ist einfach nicht unser Ding, so ein Auftreten.

    Zum Fall Anja Mittag: Ihre Berufung und ihr Einsatz verhindern inzwischen die erfolgreiche Etablierung einer neuen Stürmerin.

    Wenn das Duo Peter/Henning das beste ist, was der deutsche FF als Innenverteidigung momentan aufbieten kann, haben wir ein Problem. Es sollte aber positiv angemerkt werden, dass die Letztgenannte offensichtlich die notwendigen Kilos verloren hat. Das ist gut.

    Generell: Dieses „Wir-haben-uns-alle-gern-innerhalb-der-Frauenschaft“-Gequatsche ist mir zu viel Puderzucker. Ordentliche professionelle Rivalität ist mir lieber. Die sollen beißen lernen, nicht Schmusis werden. Der Anteil notwendiger Kameradschaft baut sich vor und während eines Turniers von alleine auf.
    An der fehlenden Agressivität der „Neuen“, die gerade jetzt aufgrund der vielen verletzten Arrivierten ihre Chance hatten, kann man es ablesen. Ich hatte nicht den Eindruck, die nutzen ihre Chance in diesem Spiel. In einem Plantschbecken voller guter Laune und prima Stimmung ist das auch schwer. Da ist man dann halt…lieb zueinander. Au Backe!

    Die „neue“ Art, Spielerinnen zu berufen, finde ich gut. Auch den mittleren Teil der Bundesligatabelle stärker zu berücksichtigen, ist sicher richtig.
    Die BT täte sich jedoch einen Gefallen, mehr den Charakter des AUFBAUS einer neuen Nationalelf zu betonen. Damit verbunden auch den wahrscheinlichen Titelverlust bei der EM. Dann wären das „Erschrecken“ und die immer folgenden Kritiken nach Frankreichs Titelgewinn besser zu kontern.

    Aber was weiß ich schon… 🙂

    (12)
  • balea sagt:

    2 selbst geschossene Tore in den letzten 4 Spielen…

    Anders als der Kommentator es einem weißmachen wollte, waren die Wechsel nicht „störend“ für den Spielfluss, sondern haben wenigsten noch etwas vom Spiel gerettet. Dallmann mit dem Tor, Simon und Bremer ganz ordentlich und Elsig mit 100% mehr Ausstrahlung, Souveränität und zielgenauen Pässen nach vorne als Henning. Ansonsten fand ich Peter und Maroszan ganz ok. Das ständige Abmeiern des Eigentors war schon fast peinlich – vor allem, wenn Schult sich ebenfalls Klopper leistet, die dann natürlich nicht in 50facher Wiederholung gezeigt werden.
    Was das für ein taktisches Konzept sein sollte ist mir nie klar geworden. Die Spiele werden von Mal zu mal eher schlechter, als besser und man kann auch nicht ernsthaft behaupten, dass das am konsequenten experimentieren liegen würde. Es ist ja alles schon gesagt worden: Wenn eine Mittag, Henning, Däbritz etc eine Startelfgarantie haben, wie sollte sich dann überhaupt mal eine Elf zB mit Bremer aussen und diversen Sturmmöglichkeiten mal zusammen einspielen können?
    Es gibt sehr viele junge Spielerinnen, die auch allesamt in guter Verfassung und Form sind (siehe zB Dallmann, Elsig), bestenfalls mit ein paar Blessuren (Magull, Huth, Rauch usw), die man einfach mal hätte zusammen spielen lassen sollen.
    Im Moment bin ich von der „Performance“ Jones/Högner ziemlich enttäuscht. Das war ein viel zu mut- und ideenloser und unentschlossener „Neu“anfang.

    Wie heisst es so schön: In Gefahr und grösster Not bringt der Mittelweg den Tod.

    (23)
  • Kika sagt:

    Ich will die Neid zurück ! Sofort !

    (-19)
  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Ernüchternde Bilanz, die eigentlich jegliche Kommentierung überflüssig macht! Weshalb die ohnehin übergroße Adrenalinausschützung zusätzlich befeuern?!

    (7)
  • Tedesco68 sagt:

    Ich war gestern im Stadion und habe mir nach den Kommentaren zum ZDF
    die Aufzeichnung mal angeschaut. Das von Jones formulierte Ziel, defensiv gut zu stehen und aus der Abwehr schnell umzuschalten, ist komplett verfehlt worden.

    Über die Defensiv-Qualitäten besonders von Henning ist alles gesagt. Aber wie will Jones mit diesen IV schnell umschalten? Das fängt schon bei der Ballkontrolle an. Dann wird fünfmal hin und her gespielt, bis dann der Sicherheitspass auf die AV kommt. Die sind aber genauso zugestellt wie die zentralen Mittelfeldspieler, dann beginnt das Spiel nochmal von vorn.Oder als letztes Mittel der unkontrollierte weite Ball. Einen Pass in die Tiefe oder mal ein Diagonalball auf die offene Seite: Fehlanzeige.

    Ich musste gestern häufig an diese Packing Geschichte denken, die letztes Jahr bei der Herren EM häufig im Gespräch war und mal die Definition gesucht : „Mittels Packing wird die Anzahl der überspielten Gegenspieler im Fußball ermittelt. Dabei werden sowohl Pässe als auch Dribblings einbezogen. Diese Kennzahl dient der Messung der Effektivität eines Spielers bzw. einer Mannschaft im Fußball.“
    Da muss man nicht rechnen können, um die Punkte der IV zu ermitteln.

    Man könnte auch noch über viele andere Dinge schreiben, die nicht so gut waren, aber wenn Jones ihr Konzept und die taktische Ausrichtung so durchziehen will, wird es mit Henning/Peter nie im Leben funktionieren.

    (13)
  • enthusio sagt:

    „Ernüchternde Bilanz“ ?
    „2 selbst geschossene Tore in den letzten 4 Spielen …“ ?

    Hört sich so an, als ob es in diesen Begegnungen nur Niederlagen und schlechte Leistungen gab.

    Ich betrachte es jetzt mal von der anderen Seite:
    in 4 Spielen gegen 4 Weltklassemannschaften nur 2 Gegentore kassiert: 1 gegen USA, 0 gegen Frankreich, 0 gegen England, 1 gegen Kanada.
    Keine schlechte Bilanz, wie ich finde.

    Spiel gegen USA: Die Niederlage hätte um ein Tor höher ausfallen müssen.
    Spiel gegen Frankreich: Les Bleus hatten wir im Griff, ein Sieg mit 2 Toren Unterschied wäre verdient gewesen.
    Spiel gegen England: England hatte keine einzige Torchance, Sieg hätte ebenfalls höher ausfallen müssen.
    Spiel gegen Kanada: Unentschieden wäre verdient gewesen in diesem „Grottenkick“.

    Heißt unterm Strich: nach Spielverläufen wären 2 Siege, 1 Unentschieden und 1 Niederlage verdient gewesen.

    Fazit: Torchancenverwertung stark verbesserungswürdig, Mittelfeld gar nicht schlecht, Abwehr leicht verbesserungswürdig, Torhüterin trotz kleinerer Schwächen solide. Außer den Amerikanerinnen in der 2. Halbzeit hat uns keine Mannschaft in den vier Spielen die Grenzen aufgezeigt. Im Gegenteil, Frankreich hatten wir im Griff, England sowieso und Kanada hat auch nichts gerissen.

    „Ernüchternde Bilanz“ ?
    Seh ich nicht so !
    Besser geht immer. Das gilt aber auch für alle anderen Kontrahenten.

    (-3)
  • balea sagt:

    @enthusio

    Man kann es noch anders betrachten: Mit den gezeigten spielerischen Leistungen in den letzten 4 Spielen hätte die deutsche Natio in der Bundesliga einen Mittelfeldplatz eingenommen, mehr nicht. Wenn es nach der Attraktivität des gezeigten Spiels gehen würde, hätte die Natio dann sehr schnell weniger Heimzuschauer als der FC Bayern München…

    Wenn es Dir reicht Honig daraus zu saugen, dass die Gegnerinnen nicht besser gespielt haben, ist das Dein Bier. Ich finde das zuwenig und würde den Anspruch erwarten, dass eine Natio das Beste aller Vereinsteams vereinen sollte und entsprechend guten und erfolgreichen Fussball zeigen sollte.
    Ganz davon abgesehen, fand ich über weite Phasen die Roten gestern durchaus besser – sie haben sich wenigstens darum bemüht, mal mit spielerischen Mitteln weiterzukommen. Eine Kombination, wie sie zum Ausgleich geführt hat, haben die Weissen doch gar nicht erst versucht.

    Nach Deiner Logik gewinnt man dann Olympiagold und was sonst noch und im Grunde ist es allen hinterher etwas peinlich…

    (11)
  • holly sagt:

    @balea, dieses „peinliche“ hätten die französischen Frauen gerne mal. Einge von ihren Stars werden nicht mehr lange spielen und haben bisher mit der N11 keine Titel gewonnen.

    (4)
  • Jan sagt:

    Gegen Kanada – das ja 2017 im Algarve-Cup-Finale stand und wenige Tage zuvor 1:0 in Schweden gewann – kann seit ein paar Jahren kein Team mehr glänzen (vgl. auch GER – CAN: WM 2011 u. 2x Olympia 2016). Das relativiert die dt. Leistung etwas, von der sich Viele sicher mehr erhofft hatten. Anna Blässe immerhin mit der, wenn auch unbeabsichtigten, Vor-Vorlage zum 1:0.

    (1)
  • waiiy sagt:

    Was hat mir gut gefallen?

    Ich fand die Einwechslung von Petermann und Bremer gut, weil Beide vorn drauf gegangen sind. Das sollte man mal ein ganzes Spiel machen. Hierfür ist übrigens auch Huth super geeignet, die so in Potsdam die meisten Torchancen quasi selbst einleitet durch frühe Ballverluste der Gegnerinnen. Damit hätte man vor 3 Stürmerinnen, die sich gut ergänzen und 90 Minuten für Betrieb sorgen können in der gegnerischen Abwehr. Und falls Eine ausfällt, bringt man halt Kemme von der Bank, die als Allzweckwaffe immer einsetzbar ist. Und da habe ich die Führende der Torschützenliste noch nicht einmal erwähnt.

    Gut fand ich auch, dass durch die Einwechslung von Petermann Kayikci etwas zurückgezogen wurde. Da sah man, dass sie sich da wohl fühlt und genauso spielen kann wie in Freiburg. Prompt fand sie des öfteren die Beiden davor oder suchte selbst den Abschluss.

    Gut fand ich auch die Einwechslung von Elsig. Sie strahlt so viel Selbstvertrauen aus, dass es beruhigend ist. Selbst die so erfahrene und vor ein paar Jahren noch als beste Verteidigerin der Welt (auch von mir) betitelte Peter war dagegen blass. Super auch, wie sie (genau wie in Potsdam) bei Abstößen / Abschlägen der gegnerischen Torhüterin gleich auf den Kopfball geht, den sie oft auch bekommt. Und dann kam in der kurzen Zeit, die sie drin war, auch ein super Steilpass auf Petermann, den diese gut ablegte. Das war ein besserer Angriff, als die anderen beiden Innenverteidigerinnen im gesamten Spiel hatten. Und hier wieder mein Mantra: „Mit Elsig/Wesely kann selbst Schuldt ruhig nach Holland fahren.“

    Gut fand ich dieses Mal auch die Körpersprache von Maroszan. Nur leider wurde sie wieder weiter vor eingesetzt. Wieso schaut man nicht mal nach Lyon, wo sie doch im defensiven Mittelfeld eine gute Leistung zeigt? Sie dort und davor Kayikci, das kann ich mir gut vorstellen. Neben Maroszan dann noch eine Abräumerin, die etwas absichert, obwohl die nicht unbedingt nötigt ist, wenn dahinter Elsig/Wesely (siehe oben) stehen.

    (7)
  • waiiy sagt:

    @Doc: Guter Kommentar!

    @Jan: Ja, stimmt. Aber quasi nur eine richtige 100%-ige Torchance zu haben und selbst nach geschenkter Führung nicht besser zu spielen, ist etwas anderes.

    @holly und enthusio: Auf die anderen Teams zu gucken, nutzt nichts. Man sollte sich immer an die eigene Nase packen und aus sich selbst das Beste rausholen. Ansonsten darf man sich über immer Desinteresse nicht wundern.

    (5)
  • balea sagt:

    @holly
    Es gibt vermtl unterschiedliche Auffassungen, für was die Natio stehen sollte: Ein Team, das möglichst viele Titel erringen sollte – egal wie, Hauptsache erfolgreich, oder die Zusammenstellung der besten Talente und Fähigkeiten (und Spielkonzepte), um Vorbild und „Schaufenster“ für alle Fans zu sein (nicht nur die, die sich Erfolge für ihre jeweiligen lokalen Vereine wünschen).
    Ich kann damit leben, wenn Turbine sich mal über eine (kurze) schlechte Phase ein paar Punkte in der Liga „errumpelt“, weil die Punkte einfach hermüssen, um den Verein am Leben zu erhalten und die Zukunft zu sichern, das ist exiztenziell. Aber für den DFB und Natio sind das keine Kategorien und das sollte oder dürfte erst gar nicht der Anspruch sein. Hier sollte zuallerst das Ziel sein, möglichst guten und attraktiven Fussball zu zeigen: Das wäre die Toppriorität, um Zuschauer zu gewinnen und etwas für den nationalen Sport, die Liga und den Nachwuchs zu tun. Wenn man sich mal anschaut, was die Öff-Rechtlichen zuletzt an FF-Spielen übertragen haben – jedesmal mit vollen Ankündigungen über Weltklasse, Herausforderungen etc – und dann wird dem geneigten Zuschauer bei bestem Sonntagnachmittagswetter eind derartiges Gegurke geboten, braucht man sich wirklich nich wundern, wenn die Stadien der Liga nicht voller werden und der vermeintliche „Vorsprung“ international immer weiter dahinschwindet.

    Die Natio sollte nicht dafür stehen, wie man sich am besten durchwurschtelt, sondern wie man idealsterweise das Spiel „zelebriert“.

    (16)
  • holly sagt:

    @balea, bei der Qualität bin ich ja ganz bei dir. Im Moment sind auch viele deutsche Spielerin verletzt und es war ein Testspiel. Ich vermute bei der EM werden wir die Mannschaft nicht in der aufsttelung sehen.
    Naja das ist in der heutigen Zeit numal so das alles als toll verkauft wird, auch wenn es in Wahrheit nicht toll ist.
    Aber trotzdem ist es meiner Meinung nach erstmal so, das man S.Jones und ihr Team die EM spielen lassen sollte.
    Ich hatte eigentlich die Hoffnung das nach dem Wechsel der Trainerin etwas ruhe einkehrt sprich die Diskussionen nach lassen.
    Ich finde es eigentlich im Moment schlimmer wie zu Zeiten von Frau Neid.

    (5)
  • Traumfee99 sagt:

    Da macht es keinen Spass der Nationalmannschaft zuzuschauen. War so ein schlechtes Spiel, da hatte der Kommentator schon 100 % Recht !

    (12)
  • enthusio sagt:

    @ balea:
    “ Ich … würde den Anspruch erwarten, dass eine Natio das Beste aller Vereinsteams vereinen sollte und entsprechend guten und erfolgreichen Fussball zeigen sollte.“

    Das erwarten wohl die Fans aller Nationalmannschaften von ihrem Team und setzen die Trainer/innen in ihren Aufstellungen ja auch nach bestem Wissen und Gewissen um.
    Ob daraus dann aber guter und erfolgreicher Fußball wird, liegt nicht nur an den eigenen Spielerinnen, sondern logischerweise auch am Gegner.

    @ all:
    Gestern waren weder Deutschland noch Kanada in der Lage, guten Fußball zu spielen. Woran lag das ? Weil beide Mannschaften kompakt verteidigt haben und niemandem ein wirksames Gegenmittel eingefallen ist. Auch durch die sechs Wechsel (davon drei zur Pause) ist es ja nicht besser geworden.

    Beim SheBelieves Cup haben alle vier Mannschaften unterschiedlich gute und schlechte Leistungen gebracht. (Ich habe es oben für die deutsche Mannschaft aufgelistet). Niemand hat das Turnier dominiert, auch Turniersieger Frankreich nicht und schon gar nicht die USA, wie wir ja alle gesehen haben.

    Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: gegen unsere Mädels haben die USA nur in Ansätzen, Frankreich kaum und erst recht nicht England und Kanada überzeugt. Umgekehrt hat unsere Mannschaft zumindest gegen Frankreich eine starke Leistung abgeliefert, das ist doch wohl unbestritten.

    Deshalb verstehe ich die vehemente Kritik nach dem gestrigen „Grottenkick“ nicht. Natürlich hat unsere Mannschaft in den vergangenen vier Spielen keinen „Zauberfußball“ gespielt und das Tor nicht getroffen, aber eben auch keinen gegnerischen Sturmwirbel erlebt, dass man sich ernsthafte Sorgen machen müßte. In fast allen Spielen war Deutschland mit seinem Gegner auf Augenhöhe, lediglich die US-Girls waren einen Tick stärker.
    Dass das Aufbauspiel unserer IV verbesserungsfähig ist, ist mir klar. Dass der Angriff Ladehemmung hat, sehe ich auch.

    Trotzdem mache ich mir keine Sorgen. Wir haben viele verletzte Spielerinnen, von denen die meisten bis zur EM noch fit werden und die die Spielsysteme kennen. Steffi Jones sollte sich nicht verrückt machen lassen.

    (2)
  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    Der Vergleich mit dem SBC ist durchaus berechtigt!!!
    Dort hat die DFB-Truppe mM nach um einiges besser gespielt als gestern!!!

    Das Spiel gegen die USA konnte man einigermaßen vergessen, da der Jetlag wohl die meisten Deutschen gegen Ende der Begegnung immer langsamer machte!!!

    Gegen Frankreich dann die beste Leistung seit langer Zeit, mit sehr guten Ballstafetten, und ordentlichem Pressing!!!
    Da sah der spätere Turniersieger lange Zeit ziemlich alt aus, und unser Team scheiterte „nur“ an seiner mangelhaften Chancenverwertung!!!

    Gegen England waren wir über weite Strecken überlegen, und hatten auch hier einige gute Spielzüge zu bestaunen!!!
    Das einzige deutsche Tor des Turniers katapultierte die DFB-Auswahl auf Platz Zwei, was sehr viel über die Qualität dieses Turniers veriet!!!

    Und nun dieses Gruselspiel gegen einigermaßen gleichwertige Kanadierinnen, was allerdings nur die Gäste aufwertet!!!
    Eigentlich hatte ich gehofft, daß sie ihre „Aufgabe“ , nämlich einen einigermaßen starken-, offensiven Gegner zu simulieren auch etwas offensiver erfüllen würden!!!
    So schwach wie die Ahornblätter ihre Angriffe organisierten, wurde die „Baustelle deutsche Abwehr“ gar nicht so richtig sichtbar!!!
    Die zwei gefährlichsten Angriffe Kanadas zeigten aber dann doch die mangelnde Koordination zwischen KERSCHOWSKI, PETER, HENNING und Blässe auf!!!
    Beste Abwehrspielerin war gestern neben BABBS PETER auch Almuth Schuldt, die sich diesmal nur einen kleinen Wackler, der zG ohne Auswirkung blieb leistete!!!

    Das JOSI in keinem der beiden CL-Spiele gegen WOB zum Einsatz kam, hätte eigentlich dem Trainerduo zu denken geben müssen!!!
    Für die Topspiele langts bei ihr halt im Moment nicht!!!

    Sieger nach Punkten war hier ganz klar JOJO ELSIG!!!
    Anfangs noch etwas unsicher, mit vielen Rückpässen und Quergespiele, wurde sie aber zusehends mutiger!!!
    Glückwunsch JOJO, für ein sehr gelungenes Länderspieldebüt!!!

    Es war für mich also ein deutlicher Rückschritt im Vergleich zu den USA-Spielen!!!
    Anstatt Weiterentwicklung war das gestern eher ein Rückschritt in alte bundesgöttliche Rumpelfußballzeiten!!!

    Das größte Manko ist für mich dabei das zentrale MF!!!
    Hier war niemand in der Lage, das Spiel so richtig an sich zu reißen!!!
    Marozsan habe ich nicht so stark gesehen, wie einge hier!!!
    Sie war wieder einmal zu oft verschwunden, mal hier, mal da, aber nicht da wo eine Spielführerin hingehört!!!
    Zum Vergleich nehme ich mal die beiden CL-Spiele gegen die Wölfinnen, wo sie fast permanent anspielbar war, und viele gute Pässe kreierte!!!

    Es fehlte eindeutig eine kreative Kraft im MF!!!
    Auf die rechtzeitige Wiederkehr von Lena Goeßling setze ich keinen Pfennig mehr!!!
    Ich würde hier alles auf Lina Magull setzen, daß sie in diese Rolle hineinwächst, so wie sie es auch bei den Breisgauerinnen geschafft hat!!!

    TINI DEMANN konnte leider nicht überzeugen, außer mit einigen Fouls!!!
    Die Noch-Kraichgauerin kann aber viel mehr als sie Sonntag zeigen konnte!!!
    Ob es aber für die EM schon reicht, da bin ich eher skeptisch!!!

    SARAH DOORSOUN war ziemlich fleißig, allerdings oft etwas glücklos!!!
    Sie spielt bei der SGS wohl etwas zu oft in der Defensive, daß sie ihre Offensivpower etwas eingebüßt hat!!!
    Ich kenne sie jedenfalls wesentlich torgefährlicher, als sie sich gestern präsentiert hat!!!
    Allerdings bekam sie auch wenig verwertbare Zuspiele!!!

    Ähnliches kann man auch über Hasret Kayikci sagen!!!
    Die Breisgauerin ist eine echte „Waffe“, wenn sie richtig „geladen“ wird, sprich wenn sie die richtigen Bälle bekommt!!!
    Das war gestern meist nicht der Fall!!!
    Zudem konnte sie ihre Schnelligkeit kaum einsetzen, da Buchanan und Zadorsky nicht wirklich langsamer sind!!!
    Da sind genaue Zuspiele nötig, die aber leider Mangelware blieben!!!

    Tja, und über ANJA MITTAG wurde ja schon alles geschrieben!!!
    Auch ihren Leistungsstand hätte man eigentlich durch Studium der letzten WOB-Spiele sehr gut ermitteln können!!!
    Auch ihre „Flucht“ zurück nach Schweden sagt da sehr viel aus!!!
    Ähnlich wie bei JOSI HENNING muß man ihr leider das selbe Label „nicht geeignet für Topspiele“ anheften!!!
    Ich wünsche meiner ehemaligen Lieblingsturbine, daß sie, ähnlich wie bei ihrem Wechsel von Potsdam nach Malmö, wieder genügend Selbstvertrauen und Spielintelligenz tanken kann!!!

    Für Linda Dallmann freut es mich, daß ihre Risikobereitschaft, den Abpraller direkt zu nehmen belohnt wurde!!!
    Spielerisch sah das schon ganz ordentlich aus, ist aber immer noch ausbaufähig!!!

    Lena Petermann brachte noch einmal ordentlich Schwung in die Partie!!!
    Sie zeigte das Pressing, was mir beim SBC so gut gefallen hat!!!
    Allerdings verlor sie oft die Bälle gleich wieder, die sie den Kanadierinnen vorher abluchsen konnte!!!
    Sie sollte unbedingt mehr Einsatzzeit bekommen!!!

    Tja, zu Däbritz und Maier muß man wohl auch nix mehr schreiben!!!
    Ihre Formkrise hällt weiter an, und beide sind eigentlich nicht mehr Natio-tauglich!!!
    Das Festhalten an ihnen ist leider nur mit ähnlichen Seilschaften zu erklären, wie sie die Bundesgöttin lange Zeit praktizierte!!!
    Die große Hoffnung, daß Steffi Jones und Markus Högner diese Seilschaften endlich zerschneiden würden wurde leider enttäuscht!!!
    Linda Dallmann war in Hälfte Zwei wesentlich agiler und machte zudem das entscheidende Tor!!!

    Hier muß schnellstens das Leistungsprinzip wieder eingeführt werden!!!
    Spielerinnen wie MITTAG, HENNING, Maier und Däbritz müssen erst in ihren Vereinen wieder zeigen, daß sie auch für die Nationalmannschaft qualifiziert sind!!!

    Erst recht wenn einige der Geschonten und Verletzten wieder in den Kader kommen, sind solche „Wildcards“ absolut nicht vermittelbar!!!

    Eine Maßnahme habe ich gestern allerdings auch nicht ganz begriffen!!!
    Steffi nominierte für das gestrige Spiel 4 Torhüterinnen, setzte aber in den 90min nur ihre Nummer Eins ein!!!
    Und eigentlich war es ja ein „Testspiel“!!!
    Was hat sie da gestern eigentlich getestet???

    (13)
  • Ludwig sagt:

    Im Großen und Ganzen teile ich Detlefs Sicht. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man die Aufstellung mit Seilschaften so einfach erklären kann. Es ist seit Jahrzehnten so – auch bei Männern -, dass Trainer an Spielern festgehalten haben, die zeitweilig nicht in Bestform waren. Es geht doch darum, ein weitgehend eingespieltes Team zusammen zu stellen. Da nützt im Extremfall ständige Rotation nach aktuellem Leistungsstand recht wenig. Andererseits sollte in der Tat Spielerinnen, die gar nicht nachweisen, dass sie in die N11 gehören, dann auch wieder Ruhe gegönnt werden. Bei Mittag finde ich z. B. auffallend, dass sie seit ihrem Wechsel zu PSG offenbar nicht mehr die ist, die sie mal war. Aber sie war auf der anderen Seite auch die einzige, die beim SBC ein Tor geschossen hat. Schwierige Situation – auch für das Trainerteam.
    Mir fällt eine Parallele zur Vorbereitung der EM 2013 auf. Die einzige Konstante, die Silvia Neid zur Verfügung stand, war die Verletzungsmisere. Das ist sicher keine gute Voraussetzung zur Bildung einer Kernmannschaft. Ich finde, das sollte man bei der Kritik berücksichtigen, auch wenn ich nach dem Spiel am Sonntag gedacht habe, dass mir ein Spaziergang bei dem schönen Wetter wesentlich mehr gebracht hätte als die Personalityshow der kandischen Torhüterin in HZ 1.

    (12)
  • Lokutus sagt:

    Mit einigem Abstand bestrachtet ist mir immernoch keine bessere Beurteilung eingefallen, als spielerische Bankrott Erklärung !
    Was beim letzten Großturnier schon auffiel, nämlich dass es die Deutsche Mannschaft selbst nicht schafft einen Gegner aus zu spielen, ist in den letzten Partien noch offensichtlicher zu Tage getreten ! Nicht nur, dass man im taktischen Bereich anscheinend einige Mängel aufzuweisen hat, fallen die kleinen technische Stockfehler immer mehr auf, weil sie sich durch das gesamte Team ziehen !
    Unter Neid wurde, vor allem im letzten Abschnitt ihrer Regentschaft, immer mehr ignoriert, dass die grossen Nationen (Frankreich, USA, Schweden, England, Kanada, usw) eine aggressive Spielweise (Forechecking und starker spielerischer Spielaufbau) bevorzugen und sich darin immer mehr verbessern. Im deutsche Spiel war es im gleichen Zeitraum die Vermeidung der enormen Zahl von Fehlpässen, Ungenauigkeiten und Stockfehler, die zur Hauptaufgabe zu werden schienen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
    Positiv fielen mir nur Dallmann, Eisig und Petermann auf, die nicht nur etwas mehr tempo in die ganze Sache brachten, sondern auch Spielverständnis und Sicherheit. Letztlich bleibt nur fest zu stellen, dass man es anscheinend weiter bevorzugt Fußball zu arbeiten, statt ihn zu spielen.
    Und noch ein Hinweis an die Reporter der öffentlich rechtlichen Fernsehsender: Wenn man ein Frauen Fußballspiel überträgt darf man auch kritisieren ! Ein grottenschlechtes Spiel schön zu reden mit den Worten: Das war ein guter Prüfstein heute und hat ganz wichtige Erkenntnisse gebracht….oder: anscheinend ist man von der Weltspitze nicht weit weg (im Vergleich zu einem an diesem Tage schlechten Team Kanada) hilft keinem und man macht sich mit solchen Aussagen nur lächerlich.
    Und ich will mal wieder ein SCHÖNES Länderspiel sehen,
    mennooooo !

    (0)

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