Frauen-Bundesliga: Potsdam verliert Tabellenspitze an Wolfsburg

Von am 2. April 2017 – 17.00 Uhr 48 Kommentare

Am 16. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga hat der VfL Wolfsburg mit einem klaren Sieg gegen Hoffenheim die Tabellenspitze übernommen. Dabei profitierten die „Wölfinnen“ davon, dass der 1. FFC Turbine Potsdam sich mit einem Remis in Essen begnügen musste.

Wolfsburg wackelt nur am Anfang

Der VfL Wolfsburg ließ im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim nichts anbrennen und kam zu einem letztlich souveränen 4:0 (2:0)-Sieg. Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult verhindert zweimal gegen Nicole Billa und Fabienne Dongus beherzt einen möglichen Rückstand, Caroline Graham Hansen (26.) und Emily van Egmond (45.+2) trafen vor der Pause. In der zweiten Halbzeit waren Pernille Harder (48.) und erneut Van Egmond (77.) erfolgreich.

Potsdam lässt Punkte in Essen

Der 1. FFC Turbine Potsdam musste sich bei der SGS Essen vor 1.384 Zuschauern im Stadion Essen mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Zwar brachte Johanna Elsig eingeleitet durch einen Freistoß von Jennifer Cramer die Turbinen in Führung (26.), doch Charline Hartmann gelang in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit der Ausgleich in personeller Überzahl, als Laura Lindner an der Seitenlinie behandelt wurde (52.).

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Spielszene VfL Wolfsburg gegen TSG 1899 Hoffenheim

Hoffenheims Sophie Howard (26) und Dóra Zeller jagen hinter Caroline Graham Hansen her © foto2press / Oliver Baumgart

Frankfurt gewinnt in Jena

Der 1. FFC Frankfurt gewann sein Auswärtsspiel vor 645 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld beim FF USV Jena mit 1:0 (1:0). Unter den Augen von Bundestrainerin Steffi Jones erzielte Mandy Islacker den einzigen Treffer der Partie (28.) in einer umkämpften, an Höhepunkte aber eher armen Partie.

Freiburg gegen Gladbach ohne Mühe

Der SC Freiburg gewann sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach vor 576 Zuschauern im Möslestadion mit 4:0 (3:0). In der ersten Halbzeit sorgten Hasret Kayikci (16.) und Giulia Gwinn mit einem Doppelpack (21., 25.) früh für klare Verhältnisse. Kurz vor Ende der Partie traf Lina Magull zum Endstand (87.). Vor dem Spiel wurde Freiburgs Torhüterin und Kapitänin Laura Benkarth für 150 Pflichtspiele im SC-Trikot geehrt.

Nullnummer im Abstiegsduell

Bayer 04 Leverkusen und der MSV Duisburg trennten sich im Duell zweier abstiegsgefährdeter Teams vor 538 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion mit einem 0:0.

Bayern schlägt Sand

Zum Abschluss des Spieltags gewann der FC Bayern München gegen den SC Sand mit 1:0 (0:0). Caroline Abbé erzielte spät per Abstauber den Treffer für die Münchenerinnen (80.).

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Was die TSG 1899 in den ersten 15 min hier in WOB zeigte, war allemal dazu geeignet aus WOB etwas mitzunehmen, denn 2 sehr gut ausgespielte schnelle Gegenzüge hätten schon bei höherer Effizienz eine 0:2 Führung erzielen können, wenn nicht die Almut mit zwei tollen Paraden im 1:1 die Null gehalten hätte.

    Obwohl bei d. Defensive mit N.Fischer, B.Peters u. den Aussen N.Maritz u. A.Blässe keine Umstellung erfolgt war, haperte es doch mit der Abstimmung, die sich dann erst ab Mitte d. 1.HZ eingefunden hatte.

    Eine gut hereingegebene Flanke von rechts von C.Hansen wurde noch von der neben V.Bernauer auf der Doppel-6 spielenden E. von Egmont freistehdend über das Tor geköpft, was sie dann jedoch später in HZ 2 zum 2:0 nachholte. Heute spielte sie auf der 6 eine wirklich sehr gute Partie und war neben P.Harder u. der wieder sehr agilen C.Hansen für mich beste Spielerin, da sie gute öffenende Pässe spielte, in der Defensive gut stand und hervorragend mit in die Offensive aufrückte u. nicht von ungefähr auch das von E.Pajor (kam in HZ 2 für A.Blässe) vorbereitete 4:0 per Kopf machte.

    Zuvor hatte in HZ 1 durch e. gute Einzelleistung P.Harder bei Foul im 16er, der sonst guten Torfrau M.Tufekovic, an ihr für den Strafstoß gesorgt, den die Schiri erst außerhalb des 16er legen wollte, allerdings damit e. Notbremse verursacht hätte, jedoch auf Einspruch d. Linienassistentin dann doch auf Gelb u. 11er entschied.

    Wie schon gegen OL vollstreckte C.Hansen den Strafstoß sicher.
    Mit zunehmender Spieldauer wurden die Wölfinnen dominanter und als dann in HZ 2 neben einigen gut herausgespielten und vergebenen Chancen P.Harder das 3:0 machte, ließ auch der Widerstand der 1899igerinnen nach. Sie kamen erst in den letzten 10 Min zu gelegentlichen Vorstößen in die gegnerische Hälfte, ohne jedoch wirkliche Gefahr heraufzubeschwören.

    Eingewechselt wurden I.Kerschowski u. T.Wullaert für L.Dickenmann u. P.Harder, wobei die heute wieder, nicht mehr bei vollen Kräften spielende A.Popp, durchspielte. Ihr fehlt doch deutlich die Konzentration bei Zuspielen u. Abschlüssen und könnte sicher eine Pause gebrauchen.

    Bei besserer Chancenverwertung hätten auch gut noch 2 Tore mehr herauskommen müssen, obwohl man den Hoffenheimerinnen e. ordenliche Leistung bescheinigen muß.

    (11)
  • Aldur sagt:

    Bei bestem Fußballwetter gab es heute ein intensives, temporeiches Spiel zwischen Essen und Potsdam zu erleben. Trainer Kraus hatte bei der SGS Doorsoun an die Seite von Ostermeier in die Innenverteidigung beordet. Wohl eine Maßnahme gegen die Schnelligkeit in Turbines Offensive, die sich auch weitgehend auszahlte. Die SGS begann wie in den letzten Spielen sehr druckvoll und hatte erste Chancen durch Ando und Dallmann.

    Turbine stand dem in nichts nach, wurde in den ersten 20 Minuten allerdings meist im letzten Drittel noch abgefangen. Die erste Potsdamer Chance legte dann die SGS quasi selbst auf, als Ioannidou mit einem Freistoss in der eigenen Hälfte eine Mitspielerin anschoss, und so eine Vorlage für Prasnikar lieferte, die aber im eins-gegen-eins an Weiß scheiterte.

    Beim nächsten Versuch machte es Turbine allerdings besser: Elsig konnte einen hoch in den Sechzehner geschlagenen Ball annehmen und aus der Drehung vollenden. Danach hatte Turbine bis zur Pause etwas mehr vom Spiel, allerdings ohne weitere zwingende Gelegenheiten.

    Die zweite Halbzeit begann mit einer Potsdamer Großchance, allerdings traf Lindner nach einer Hereingabe völlig frei am langen Pfosten den Ball nicht richtig. Kurz darauf folgte der Ausgleich: Klasen blieb nach einem Foul nahe der gegnerischen Eckfahne liegen. Essen blieb jedoch in Ballbesitz und die überragende Dallmann verlängerte den Ball per Hacke auf Hartmann, die mit einem Schlenzer ins lange Eck vollendete.

    Dann eine bittere Szene: Ioannidou ging in einem Laufduell mit Schmidt zu Boden, fiel dabei offenbar unglücklich auf die Schulter und musste nach längerer Behandlung mit schmerzverzerrtem Gesicht verletzt raus. Gute Besserung!

    Ab Mitte der zweiten Hälfte erspielte sich Turbine wieder ein Übergewicht und hatte zumindest noch zwei klare Möglichkeiten – jedoch stand einmal die Latte im Weg und einmal wurde per Kopf auf der Linie geklärt. Die SGS hatte in dieser Phase noch ein paar vielversprechende Entlastungsangriffe, die aber meist zu unkonzentriert zu Ende gespielt wurden. Das Tempo und die Intensität der Partie waren aber von der ersten bis zur letzten Minute sehr hoch, so dass es durchweg ein unterhaltsames Spiel war. Dafür ein Kompliment an beide Teams.

    Insgesamt geht die Punkteteilung wohl in Ordnung – Turbine hatte jeweils ab Mitte beider Halbzeiten mehr vom Spiel, aber kein so deutliches Chancenplus, dass sie hätten gewinnen müssen. Für die SGS war das im Vergleich zum Frankfurt-Spiel heute eine riesen Steigerung, die Lust auf mehr machte. Schade, dass jetzt schon wieder Länderspielpause ist.

    (25)
  • enthusio sagt:

    Die Spielanalyse von Aldur kann ich fast komplett unterschreiben,
    bin aber doch der Meinung, dass der Punktgewinn für die SGS insgesamt etwas glücklich war.
    Insbesondere die eingewechselte Tabea Kemme brachte noch einmal besonderen Schwung ins Spiel, während Essen in der 2. Halbzeit bis auf Hartmanns Tor offensiv erneut wenig zustande brachte.
    Doorsoun meldete zwar Huth weitgehend ab, war aber dadurch stark gebunden und konnte sich nicht wie gewohnt in das Angriffspiel über die Flügel einschalten. Sie war für mich heute die beste Essener Spielerin.

    (18)
  • ruhri sagt:

    „Leverkusen und Duisburg trennten sich im Duell zweier abstiegsgefährdeter Teams vor 538 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion mit einem 0:0.“

    Gemäß übereinstimmender Berichte auf „msvportal.de“ fand das Spiel im Jugendfußballzentrum Kurtekotten in Köln statt.

    (7)
  • Markus Juchem sagt:

    @ruhri: Danke für den Hinweis. Den Spielort hatten wir dem offiziellen DFB-Spielbericht entnommen: http://www.dfb.de/allianz-frauen-bundesliga/spieltagtabelle/?no_cache=1&spieledb_path=%2Fmatches%2F2238719

    (0)
  • rogerfehlerer sagt:

    Doorsoun war nicht nur wieder die beste Essener Spielerin,ich vermute sogar dass die Idee Huth zu bewachen von ihr selber stammt.Die Essener Defensive zum Frankfurt Spiel verbessert.Weiß im Tor sicher,ihre Pässe ins Seitenaus allerdings sind leider normal geworden.Abgesehen davon bewunderte ich mit welchem Verve die Turbine Stürmerinnen bei Ballbesitz Essen Druck auf die Ballführende erzeugten.Turbine wollte alle 3 Punkte,Spielerinnen und Fans gaben entsprechend Gas.

    (17)
  • FrankE sagt:

    @aldur und enthusio

    Klasse Zusammenfassung des Spiels. Die meisten Turbineanhänger gingen mit hängenden Köpfen aus dem Stadion, was daran liegt das viele von uns etwas übertriebene Vorstellungen von der Rückrunde hatten. Es war ein gutes Spiel, die SGS hat clever gespielt und die Punkteteilung geht in Ordnung, schließlich hatten beide Teams auch den Sieg auf den Füßen.

    (12)
  • Detlef sagt:

    Auch ich kann dem Bericht von Aldur zustimmen, sehe es aber auch wie enthusio, daß TURBINE die besseren_, und auch mehr Chancen hatte!!!

    Es ist hier leider auch kein Fortschritt ersichtlich, daß die Chancenverwertung endlich effizienter wird!!!
    Gegen Hoffenheim und Sand hat uns unsere Abwehr noch vor dem gleichen Ergebnis wie gegen Frankfurt und nun Essen bewahrt!!!

    Essen stand gut, und hat unsere Spitzen gut abgedeckt!!!
    Trotzdem hatten wir genügend Möglichkeiten, das Ergebnis noch vor der Pause hochzuschrauben!!!

    Mit TABEA KEMME kam dann nochmal viel Power nach vorne, doch auch sie fand kein Loch in der Essener Abwehrwand!!!

    (7)
  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Every weekend the same procedure – Turbine schlägt sich selbst bzw. erschwert sich das Siegen, wo es genug Chancen dafür gab!
    Huth sollte im sog. Normalfall ebenso viele Tore auf der Habenseite besitzen wie Islacker, bloss ist die viel, viel effizienter und damit zu recht unangefochten an der Spitze der Torjägerinnen.
    Also, quo vadis Turbine? Muss ich jetzt Bammel haben vor dem Freiburgspiel? Ich hoffe nicht!

    (-8)
  • balea sagt:

    Freut mich zu lesen, dass Turbine gut gespielt hat. Die Auswärtsspiele gegen Sand und vor allem Essen waren fast immer die schwersten, da sind schon einige Punkte liegengeblieben. Wenn Essen sich (dank Turbine?) jetzt wieder verbesert hat und der gewonnene Punkt dazu führt, dass sie in ihren schweren Auswärtsspielen in Freiburg, Wolfsburg und am letzten Spieltag in München noch den einen oder anderen weiteren Punkt einfahren, soll das ok sein. Über die CL wird mMn erst am 14.5 in Potsdam entschieden werden, im direkten Spiel gegen Bayern.

    Aber wenn man deren Partie gegen Sand angeschaut hat, braucht man sich nicht davor zu fürchten. Bayern zwar mit mehr Ballbesitz und vielen (theoretischen) Chancen – aber von mangelnder Effektivität kann man schon gar nicht mehr sprechen. Die wenigen Sander Vorstösse waren teils gefährlicher als die Fehlpässe der Münchenerinnen. Warum eine Frau Däbritz ein Abo auf die Natio hat ist mir unbegreiflich.

    (15)
  • sam2009 sagt:

    Sie könnens doch! Der FCB das ganze Spiel im Vorwärtsgang
    mit einer sehr offensiv agierenden und klug die Bälle im Mittelfeld verteilenden Carina Wenninger!
    Die Chancenverwertung, naja, aber es war ein flottes Spiel
    immer mit Zug nach vorne.
    So könnts weiter gehen.

    (-15)
  • Meta sagt:

    Ralf Kellermann hört übrigens zur neuen Saison als Cheftrainer auf:

    https://www.vfl-wolfsburg.de/info/aktuelles/detailseite/artikel/dritter-sieg-in-folge-45857.html

    (4)
  • sam2009 sagt:

    Sie könnens doch! Der war FCB fast das ganze Spiel im Vorwaertsgang mit einer offensiv agierenden und klug die Bälle im Mittelfeld verteilenden Carina Wenninger.
    Das war ein schönes Spiel ohne Langeweile.
    Abgesehen von der Chancenverwertung, klar, könnts so
    weitergehen.

    (-18)
  • OrbisJack sagt:

    Wichtige Sieg für Bayern, und jetzt ohne Pokal/CL werden die ihre zweite Platz holen….aber da bleibt noch viel zu tun da. Frag mich ob sie schon daran arbeiten und ihre Pläne für die nächste Saison schon gemacht haben.

    (-7)
  • Detlef sagt:

    Frau Fußball schrieb;
    „Muss ich jetzt Bammel haben vor dem Freiburgspiel?“

    Bammel ist sicher das falsche Wort!!!
    Wir haben das Hinspiel im Breisgau verloren!!!
    Also können wir jetzt nicht so tun, als ob es ein Leichtes wäre, sie im KARLI zu bezwingen!!!

    Aber wir sind Zuhause noch ohne Punktverlust!!!
    Allein diese Tatsache sollte uns genügend Selbstvertrauen geben!!! 😉

    (9)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Nach diesem MAZ-Artikel kann man aßerdem davon ausgehen, daß dann wieder alle Leistungsträgerinnen mit dabei sind, wenn sich jetzt nicht noch eine bei den vielen Natioauftritten verletzt!!!
    http://www.sportbuzzer.de/artikel/frauen-bundesliga-landerspiele-leistungstest-marketingtage-die-turbinen-sind-aus/

    (5)
  • FranE sagt:

    NDR meldet Kellermann nur noch bis Saisonende Trainer beim VFL ab nächster Saison übernimmt Stephan Lerch.

    (4)
  • FFFan sagt:

    Analyse zu Bayern-Sand (Quelle: miasanrot.de):

    http://miasanrot.de/bayern-frauen-punkten-gegen-sand/

    (0)
  • F.B. sagt:

    Der Rücktritt von Ralf Kellermann ist zum derzeitigen Zeitpunkt natürlich eine absolute Überraschung. Auch wenn die Saison, insbesondere in der Liga, bis jetzt deutlich erfolgreicher lief als die letzte und sich die Spielweise der Mannschaft klar verbessert hat, war eine Veränderung auf dem Sessel des Cheftrainers lange überfällig. Schade jedoch, dass man nicht Britta Carlson eine Chance gegeben hat, sondern die großen deutschen FF-Vereine weiterhin dabei bleiben, Frauen vom Posten des hauptverantwortlichen Trainers fernzuhalten. Stellt sich die Frage nach den Motiven für Kellermanns Rücktritt und ob er überhaupt freiwillig vollzogen und nicht von der Geschäftsführung gefordert wurde. In dem kurzen Statement, das mir zu Ohren gekommen ist, hieß es von ihm, dass der Rücktritt für die „Perspektive“ des Teams am besten sei. Eine Einsicht, für die es ein gutes Jahr gebraucht hat.

    War Kellermann der Stress der beiden Posten dann doch irgendwann zu viel? Auffällig in jedem Fall die zunehmenden Wutausbrüche auf der Trainerbank, die man vor ein bis zwei Jahren noch überhaupt nicht gesehen hat, und die sich immer mehr in Richtung eines Colin Bell entwickelten. Es stellt sich aber natürlich auch die Frage, wie viel sich von der Struktur und strategischen Ausrichtung der Mannschaft ändern wird, dem Posten des sportlichen Leiters bleibt er nämlich weiterhin treu. Es waren ja auch die vielen nicht funktionierenden Transfers, das unreflektierte Zusammenkaufen von Spielerinnen und die fehlende Abstimmung auf die Spielweise der Mannschaft, mit Anja Mittag als traurigem „Highlight“, das in den letzten beiden Jahren für viele Probleme sorgte. Insofern bleibt abzuwarten, ob der neue Cheftrainer in der nächsten Saison autonom entscheiden und stärkere Veränderungen durchsetzen darf oder ob Kellermann vom Büro aus noch stark Einfluss nimmt.

    (4)
  • bale sagt:

    habt ihr auch schon gehört.. simic und bussaglia .ende saison weg.weiss nicht wohin,schade das simic irgendwie fussballerisch nicht weiterkommt?????war doch sogar mal Nationalspielerin?

    (4)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @bale
    Wen wundert’s!? Mich definitiv nicht! Mitleid mit Simic = Fehlanzeige.
    Auch beim FCB läuft die Aussortiermaschine bereits geraume Zeit!
    Bei meinen Turbinen wüßte ich auch so Einige, denen ich den Laufpaß erteilen würde…

    (-13)
  • FrankE sagt:

    Bei Kellermanns Rückzug handelt es sich wohl eher nicht um einen Rücktritt, er bleibt beim VFL und wird Sportdirektor, sportlicher Leiter, irgendwas in diese Richtung. (Quelle auch hier der NDR)

    @F.B. Bezüglich der Nachfolge bin ich ganz Deiner Meinung, es wird Zeit dass an den Seitenlinien etwas weniger Testosteron und etwas mehr Östrogen steht. Greulich und Grings, zwei von zwölf ist eine peinliche Quote.

    (2)
  • F.B. sagt:

    @bale:
    Danke für die Info, das habe ich noch nicht mitbekommen. Wenn es stimmt, werden aber viele Fans die Korken knallen lassen, insbesondere bei Simic. Weder sie noch Bussaglia konnten sich jemals in die Mannschaft einfügen und bei Simic habe ich auch nie die Bereitschaft dazu erkannt. So wie ich es auf dem Schirm habe, laufen beide Verträge auch aus. Damit sind dann auch die letzten beiden Fehltransfers von Kellermann korrigiert. Es wird interessant sein, wen man für das zentrale Mittelfeld für die kommende Saison neu verpflichtet – auch bei Vanessa Bernauer ist ja noch nicht klar, ob sie in Wolfsburg bleibt.

    (-1)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Zu Deinen Bedenken im falschen Ort!!!
    Grundsätzlich finde ich es gut, daß bei TURBINE das Toreschießen auf viele Schultern verteilt wird!!! 🙂
    Es klingt zwar nach Phrase, aber eigentlich ist es doch egal, wer die Tore schießt!!!
    Und das bei Standards die großen IV mit nach vorne gehen, ist ja auch keine Erfindung von Rudi!!!

    Somit ist Dein Bedenken was die Doppelbelastung angeht ziemlich Unsinnig!!!
    Denn auch die Offensive hat ja nicht nur mit Toreschießen zu tun, sondern ist auch gleichzeitig die erste Abwehrreihe!!! 🙂

    Die schlechte Chancenverwertung ist ja kein rein Potsdamer Problem!!!
    Aber natürlich muß daran weiter gearbeitet werden!!!

    Wenn man das nach einem 8:0 gegen Duisburg, oder einem 5:0 gegen Gladbach monierte, kam sofort zurück, „was willst Du denn“???
    Aber im Prinzip ist es genau das, daß man in Essen oder Sand eben nicht so viele Chancen bekommt, daß man damit so verschwenderisch umgehen kann!!! 😉

    (3)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    Na ja, eine ziemlich verpeilte Aussage mit sehr viel Touch von Schönmalerei, Kritik ist wiedermal gaaaaanz weiiiiiit weg!
    Hätte eigentlich Zustimmung erwartet, dass unsere Offensive als laues Frühlingslüftchen unterwegs ist und agiert. Da reicht eine Doorsoun, um Stürmertore zu verhindern – das Beispiel sollte Schule machen!
    Und zu Deiner Anmerkung mit den vielen Schultern und dem gut finden – wenn es nur denn zuträfe! Zuletzt Magerkost und das auch nur dank Defensive!
    Brauchst mir darauf nicht wirklich mit Argumenten wie oben antworten, da plaudert meine Oma besser aus’m Nähkästchen!

    (-14)
  • enthusio sagt:

    Netter Fan-Bericht zum Spiel in Essen aus Potsdamer Sicht:

    http://www.turbinefans.de/ein-winziges-puenktchen-trotz-appetit-in-essen-verhungert/6739

    Ich kann die lockere Stimmung unter den Fans und Zuschauern direkt hinter dem Turbine-Block nur bestätigen.
    Die Turbine-Fans dürfen gerne wiederkommen. 🙂

    (11)
  • OrbisJack sagt:

    Das beide Bayern und Wolfsburg im Sommer auf neue Spielerinnen hoffen macht das interessant. Da könnte ein ein oder zwei Fälle auf die selber Spielerin kommen, und dann eine echte Macht bemessung.

    Auch interresant von wo die neue kommen? Bestimmt ein oder zwei aus dem Ausland, aber auch von die Liga auch…aber das könnte kosten wenn die anderen ihre Verträge richtig gemacht haben. Ein echte prüfung ob diese zwei wirklich dazu bereit sind Geld auszugeben…oder doch eher an diese ‚ausgeglichene Liga‘ von dem Fr.Ullrich sprach.

    Am Ende sehe ich Bayern mehr im Zugzwang da Wolfsburg wirklich meilen voraus sind im Vergleich. Wäre ein dritte auch in diesem finanzielle Niveau wäre das nur noch interessanter.

    (2)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Auch für mich und wohl auch für alle Wölfinnen-Fans kam diese Meldung doch sehr überraschend.
    Nun deine Einstellung zu R.Kellermann kann man deinem Kommentar deutlich entnehmen.

    Auch wenn einige Verpflichtungen nicht so funktioniert haben, wie wohl erhofft, so hat er als Trainer/Sportlicher Leiter für mich hervorragende Arbeit geleistet und wie er selbst auch äußert, war der Spagat zwischen Trainer, Betreuung des Teams und den Aufgaben des Managements nicht mehr hinzubekommen.
    Ich wüßte keinen Trainer/Trainerin, der/die in den letzen Jahren erfolgreicher war.

    Da das Trainerteam mit Stefan Lerch einen internen Nachfolger als Cheftrainer bekommt, der schon 2 Jahre die 2. trainierte, auch die Nachwuchskoordination mit S.Glas gestaltet, bereits 2 Jahre Co-Trainer ist, mit dem sportlichen Leiter harmoniert, den Verein gut kennt und zudem alle Trainer-Lizenzen innehat, finde ich das gut. Sowohl B.Carlson als auch A.Hingst u. Torwarttrainer P.Platins sind auch nach der Übergabe weiterhin dabei.

    Hintergrund, so wird es hier auch von T.Röttgermann geäußert, ist die Entscheidung, den FF weiterhin nicht nur auf dem Top-Niveau der AFBL zu halten, sondern auch im internationalen Fußball oben mitzuspielen zu wollen.
    Dafür sei es nötig professioneller aufzutreten, damit man bei den getätigten u. zukünftigen Investitionen in Frankreich, England u. Spanien nicht ins Hintertreffen gerät.
    So wird auch trotz der Kürzung von VW um ca. 20 Mill. für d. VFL Fußball GmbH das Budget für die Frauen dem internationalen Wettbewerb angepasst, also entsprechend erhöht.

    Das man nun Trainerjob u. Job des sportlichen Leiters trennt ist
    bei WOB, aus der Not geboren, doch schon längere Zeit überfällig gewesen.

    Zur Frage, warum nicht B.Carlson o. A.Hingst diese Nachfolge bekleiden, kann man darüber doch nur spekulieren.
    Es ist sicherlich schön, wenn die User ihnen das zutrauen, aber ob sie es sich selbst, auch bei einem Top-Club mit all den Facetten e. zunehmenden Professionalisierung, zutrauen bzw. ob sie das überhaupt als Cheftrainerin wollen u. derzeit möchten, bleibt dabei doch offen.

    (10)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Oha, da bin ich wohl zu sehr auf Kuschelkurs gegangen??? 😉

    Was willst Du hören???
    Das wir nur Luschen in unserem Sturm haben, die das Tor nicht treffen???
    Oder ist Dir das auch noch zu sehr geschönt???

    Tut mir leid, dem MF habe ich schon sehr lange abgeschworen, wo immer nur blinde-, faule-, blöde- oder dumme Idioten auf dem Feld rumgelaufen sind!!!
    Zumindest waren das noch die harmloseren Titulierungen der sogenannten „Fans“!!!

    TURBINE hat weder in Sand noch in Essen schlecht gespielt!!!
    In beiden Spielen gab es gleich mehrere Latten- und Pfostentreffer, und in beiden Spielen konnte der Gegner den Ball gerade noch so von der Linie kratzen!!!

    Das schlechte Paßspiel gab’s auch schon in der Hinrunde, und die schlechte Chancenverwertung gab’s auch schon!!!
    Der eine oder andere Ball ging da halt rein, der in der Rückrunde an Pfosten oder Latte knallte!!!
    Das kann im nächsten Spiel schon wieder anders sein!!! 😉

    Also wen willst Du jetzt an den Pranger stellen???
    SVENJA, die gerade erst wieder richtig in Fahrt kommt???
    Oder vielleicht die gerade 18-jährige LARA PRAŠNIKAR, die natürlich noch Fehler macht, und das auch darf!!!

    Tut mir leid, da mache ich nicht mit!!!
    Ich habe die schwache Chancenverwertung kritisiert!!!
    Ich habe das schlechte Paßspiel kritisiert!!!
    Und ich habe das mangelnde Selbstvertrauen bei einigen TURBINEN kritisiert!!!

    Wenn Dir das zu wenig ist, dann hau mal richtig drauf, dann wirds bestimmt besser!!!

    (23)
  • ruhri sagt:

    zitiere „turbinefans.de/ein-winziges-puenktchen-trotz-appetit-in-essen-verhungert“:

    „Nach einem Zweikampf musste sich Laura Lindner verletzungsbedingt am Spielrand behandeln lassen. Und an dieser Stelle wird das mit der Unterzahl wieder aufgegriffen. Die Zeit der Revanche für ein Spiel in Unterzahl war gekommen, jedenfalls für die hochengagierte Charline Hartmann, die mit einem Distanzschuss aus 18 Metern einnetzte.“

    zitiere „womensoccer.de“:

    „… doch Charline Hartmann gelang in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit der Ausgleich in personeller Überzahl, als Laura Lindner an der Seitenlinie behandelt wurde (52.).“

    Also wenn ich mich recht erinnere, wurde während des Ausgleichs durch Charline Hartmann auch Jacqueline Klasen an der gegenüberliegenden Seitenauslinie bereits behandelt. Folglich wurde das Tor eben nicht in einer Überzahl-Situation erzielt.

    (2)
  • Aldur sagt:

    ruhri sagt:
    „Also wenn ich mich recht erinnere, wurde während des Ausgleichs durch Charline Hartmann auch Jacqueline Klasen an der gegenüberliegenden Seitenauslinie bereits behandelt. Folglich wurde das Tor eben nicht in einer Überzahl-Situation erzielt.“

    Ich glaube, behandelt wurde sie noch nicht, da die Situation bis zum Ausgleich ohne Unterbrechung weiter lief. Aber sie lag nahe der gegnerischen Eckfahne am Boden und griff nicht ins Spiel ein. Insofern hast Du in gewisser Weise natürlich Recht.

    (2)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Natürlich war die Zeit unter Ralf Kellermann extrem erfolgreich. Dennoch weiß ein guter Trainer auch, wann es Zeit ist den Staffelstab an einen Nachfolger zu übergeben, der wieder neue Impulse setzen kann, zu denen man selbst nicht mehr fähig ist. Einige Fehler von Kellermann in den letzten Jahren wurden ja jetzt schon korrigiert, insbesondere die vielen falschen Transfers. Was ich mir jetzt von einem Trainerwechsel noch erhoffe ist vor allem, dass einige Spielerinnen, deren Entwicklung zuletzt stagniert ist (insbesondere Alex Popp und Almuth Schult) wieder einen Schritt nach vorne machen und dass auch wieder mehr Wert auf die Anwesenheit kreativer Mittelfeldspielerinnen und Stoßstürmerinnen gelegt wird. Insofern freue ich mich auf den neuen Cheftrainer.

    Offen bleiben für mich noch viele Fragen in Bezug auf die Motive nach dem Rückzug. Natürlich bleibt der Zeitpunkt sehr überraschend, Kellermanns Vertrag als Cheftrainer wurde ja auch vor nicht allzu langer Zeit verlängert. Aber auch, warum er den Posten des Cheftrainers und nicht denjenigen des Sportlichen Leiters aufgegeben hat. Auch seine Aussage, die Konzentration auf Letzteren sei für seine eigene Perspektive am besten, lässt einige Fragen offen. Wahrscheinlich werden wir erst in ein paar Monaten (wenn überhaupt) mehr Klarheit über die Motive haben.

    (0)
  • holly sagt:

    mich hatte seine letzte Vertragsverlängerung schon gewundert.
    Herr Kellermann hat 10 jahre in wob als Trainer gute Arbeit geleistet.
    Das sich nach 10 Jahren viele Dinge abnutzen ist auch klar und was soll er als Trainer der VFL Frauen noch erreichen. Er hat alle Teamtitel mit der Mannschaft gewonnnen. Also wenn dann ist es doch klar das man das Traineramt abgibt.

    So lange ein Team erfolgreich spielt muss ein Trainer nicht laut sein. Kann mich noch gut an das rumschreien von B.Schröder und seinem Lautsprecher Herr Kandler erinnern wenn es nicht lief.

    Th. Wörle war auch solange ruhig wie es erfolgreich war für Bayern.

    (1)
  • waiiy sagt:

    @F.B.: Ich denke, dass die Motivation für die Änderung klar aus dem Artikel hervorgeht und ich glaube auch daran, dass es so ist, dass damit die Strukturen in Wolfsburg nachhaltig geändert werden sollen und geändert werden. Ich denke, dass damit noch mehr Professionalität Einzug halten wird. Es ist die Chance, dass Wolfsburg ein Level drauflegen kann und wieder auf Ebene von Lyon kommen kann, was das angeht. Schön für Wolfsburg, dass man sich dort diese Struktur leisten kann und auch die Notwendigkeit sieht, dort Mittel einzusetzen.

    Und Kellermann ist sicher prädestiniert für den Posten, da er viele Dinge in seiner Trainerlaufbahn erkannt hat, die sich ändern sollten. Und er kann hauptamtlich Aufgaben wahrnehmen, die er jetzt nebenbei bekleidet, wie zum Beispiel die Verpflichtung von Spielerinnen.

    (5)
  • Detlef sagt:

    @Altwolf, F.B.,GG,
    Wenn ich richtig informiert bin, hat Kellermann seither beide Jobs gemacht, Cheftrainer und sportlicher Leiter!!!
    Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege!!!
    Vielleicht ist es ja eher pragmatisch, daß er jetzt sagt, daß ihm ein Job langt, im Zweifelsfall der besser bezahlte!!! 😉
    Für die FF-Abteilung ist das mM auch besser, wenn zwei sich diese Aufgaben teilen!!!

    Ich sehe da gewisse Parallelen zu früheren Zeiten bei TURBINE!!!
    Schröder hatte ja ebenfalls beide Jobs inne, plus den Managerjob noch dazu!!!
    Das dies oft zu Komplikationen führte, ist logisch!!!

    (4)
  • Ludwig sagt:

    @F.B. Was gehen dich Kellermanns Motive an?

    (-7)
  • Detlef sagt:

    @Ludwig,
    Was gehen Dich die Motive an, warum F.B. die Motive von Kellermann gerne wüßte??? 😉
    Das war ein typischer Ludwig!!!

    Das hier ist ein Fanblog, wo man diskutieren und Fragen stellen kann!!!
    Kellermann kann die Wahrheit sagen, oder sich hinter Phrasen verstecken!!!
    Das ist sein gutes Recht!!! 🙂

    (7)
  • bale sagt:

    mein Feeling sagt mir,das Kellermann verschoben wurde…,weil sie nicht bei dem Kader die championsleague gewonnen haben,das wurde von oben erwartet.eine Vermutung.kellerman wird aber trotzdem für Spielerinnen einkäufe verantwortlich sein???

    (-5)
  • Ludwig sagt:

    @Detlef:
    Ich habe nicht nach F.B.s Motiven gefragt oder sie in Frage gestellt. Dann täte ich ja genau das, was mich an solchen Beiträgen stört. Ich habe absolut nichts dagegen, Dinge zu diskutieren. Das tu ich nämlich hin und wieder selbst. Aber wilde Spekulationen über Motive haben nichts mit einer im Grunde sachlichen Diskussion zu tun. Gar nichts. Und das erregt meinen Unmut. Und den äußere ich auch schon mal.
    Wenn es denn ein typischer Ludwig ist, dass ich an einer weitgehend sachlichen Diskussion interessiert bin und das kund tue, dann betrachte ich das als Lob. Vielen Dank dafür.

    (2)
  • F.B. sagt:

    @Ludwig:
    Was hat das denn mit „wilden Spekulationen“ zu tun, wenn nach den Motiven für einen Rücktritt fragt? Es macht doch etwa einen großen Unterschied, ob die Konzentration auf den Posten des Sportlichen Leiters freiwillig erfolgte oder von der Geschäftsführung gefordert wurde. Und natürlich auch, inwiefern die sportliche Entwicklung des Teams dabei einen Ausschlag gespielt hat. Das sind Fragen, die du mir als Anhänger des Vereins zugestehen musst, und um so etwas zu diskutieren, ist doch ein Forum da. Dass die Veränderung ein Resultat des Ausscheidens in der CL gegen Lyon ist, wie bale mutmaßt, halte ich jedoch für ziemlich unplausibel. Sicher hat man sich schon in der Winterpause zusammengesetzt und das geplant, überraschend bleibt nur der Zeitpunkt der Bekanntgabe.

    @Detlef:
    Ja, das ist alles völlig richtig, was du schreibst. Es ist auch definitiv besser, wenn die beiden Posten getrennt sind, Kellermann hatte einfach zu viel Macht inne. Dennoch überrascht es mich, dass er den Trainerposten nicht den des sportlichen Leiters aufgegeben hat. Ich stelle es mir sehr schwer vor, sich nach einer solch langen Zeit auf dem Trainerstuhl ins Büro zurückzuziehen.

    (1)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef.
    R.Kellermann hat 2008/2009 erst als Trainer unter Manager Huhnholz gearbeitet und dann nach dessen Ausscheiden beide Funktionen übernommen. Hatte ich schon zuvor erwähnt.

    Also die „Vermutung“ er wäre zum Sieg der CL verpflichtet und deshalb „versetzt“ worden, ist für mich ziemlich „absurd“.
    Mit der Zielsetzung immer CL spielen zu wollen hatte man sich bei den Männern schon vor einiger Zeit Probleme gemacht und dieses „Ausrufen“ doch inzwischen relativiert und deshalb auch bei den deutlich erfolgreicheren Frauen das Ziel und den Anspruch möglichst immer um Titel spielen zu wollen formuliert.

    Die VW-Oberen interessiert hauptsächlich das „Standing“ dieses Teams in Europa u. möglichst auch darüber hinaus und sicherlich auch der Gegenwert, den sie im Marketing und im Ansehen der VFL Fußball GmbH gerade auch im Ausland insbes. auch in Asien (China)
    wiederfinden.
    Man gibt doch einem R.Kellermann ohne Not keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, wenn man ihn nicht unbedingt im FF-Staff halten will.
    Ich hatte schon weiter oben erwähnt, er ist kein Vollbluttrainer, der nur auf dem Platz stehen möchte, sondern ein gelernter Bankkaufmann, dem, so glaube ich, die Managerfunktion noch mehr liegt und sicherlich diese Veränderung insbes. auch seiner Familie entgegenkommt.

    Zudem hat man sich offensichtlich von den Trainerqualitäten e. Stefan Lerch überzeugt und so den Schritt auch entsprechend vollzogen.

    Diese Idee, es könnte von der Geschäftsführung gefordert worden sein, ist für mich nicht realistisch, denn wenn das nicht in R.Kellermanns Sinne ist, dann wäre er wohl kaum noch in WOB und würde diesen Vorgang auch noch groß erläutern.

    Was sind das denn für Vorstellungen ? Sind wir hier kurz vor dem Abstieg ?

    Habt ihr die sportlichen Leistungen, die dieses Team gerade gegen Ol gezeigt hat, schon aus der Erinnerung getilgt ?

    (7)
  • Markus Juchem sagt:

    @Altwolf: Huhnholz soll wohl Bernd Huneke heißen, oder? 😉

    (2)
  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Achja, Bernd Hunnecke, kann mich noch gut erinnern!!! 😉

    Der Rest war hoffentlich nicht an mich gerichtet???
    Dann geht nämlich all der Unmut von Dir ins Leere!!!
    Ich bin da ganz der Ansicht von F.B.!!!
    Diese bestimmte „Vermutung“ hatte ja auch er bereits als unwahrscheinlich bewertet, und ich schließe mich dem an!!!

    Es überrascht halt der Zeitpunkt dieser Ämtertrennung!!!
    Ausgerechnet jetzt, wo die Wölfinnen wieder in die Spur zurück gefunden haben, und gleichzeitig einigen „personellen Ballast“ abgeworfen haben, ausgerechnet jetzt zieht sich der Macher des Erfolges hinter seinen Schreibtisch zurück, und überläßt die Früchte seiner Arbeit einem Anderen???
    Wie F.B. fällt auch mir das sehr schwer zu glauben, daß es allein seine Entscheidung war!!!

    Mit der sehr knappen Niederlage gegen den Titelverteidiger der CL hat das ganz sicher nix zu tun!!!
    Wie Du richtig beschrieben hast, hat sich Euer Team da sehr achtbar geschlagen!!!
    Vielleicht eher noch mit dem recht üppigen „personellen Ballast“, dessen Verpflichtung ja allein auf sein Konto ging!!!
    Da wollten die Chefs der VFL Fußball GmbH vielleicht für die Zukunft vorsorgen, daß da noch wer anderes draufschaut, bevor die Unterschrift drunter gesetzt wird!!! 😉
    Ist aber auch nur meine persönliche Spekulation!!!

    Altwolf schrieb;
    „Die VW-Oberen interessiert hauptsächlich das „Standing“ dieses Teams in Europa u. möglichst auch darüber hinaus und sicherlich auch der Gegenwert, den sie im Marketing und im Ansehen der VFL Fußball GmbH gerade auch im Ausland insbes. auch in Asien (China)“

    Nunja, das sehe ich schon etwas anders, aber OK, viele Titel sind diesem Ziel sicher nicht ganz abträglich!!! 😉
    Mit dieser Mannschaft und diesem finanziellen Background gibt es nur ein Saisonziel, das Triple!!!
    Dein Vergleich mit den Herren hinkt natürlich gewaltig, da dort die Konkurrenz viel stärker und breiter ist als bei den Frauen!!!
    Und WOB hat im FF einen völlig anderen Stellenwert als im MF, und das meine ich nicht nur tabellarisch!!!

    (-3)
  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem.
    Sorry, da hast Du Recht, es ging um Bernd Huneke.

    (3)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef.
    Nein, der Anhang war nicht an Dich gerichtet.

    Sicherlich ist der Zeitpunkt auf den 1. Blick etwas irritierend, jedoch kann man den Äußerungen R.Kellermanns doch entnehmen, das man diesen Zeitpunkt offenbar bewußt gewählt hat, denn er sagte er würde ein „intaktes Team“ übergeben und entsprechend ja auch das Trainerteam beisammenbleiben.

    Diese Veränderung sollte also nicht den Anschein erwecken, man würde mit dem Zustand des Teams bzw. seiner Leistungen nicht zufrieden sein.
    Für mich impliziert das schon eine früher getroffene Entscheidung, die jetzt deshalb veröffentlicht wurde, da die Wölfinnen doch derzeit einen recht guten Eindruck vermitteln.

    Sollte da tatsächlich Kritik an R.Kellermann bestehen, dann können wir nur darüber rätseln, denn die vermutete Personalpolitik mit der ein oder anderen Fehlverpflichtung kann es eigentlich nicht sein, denn das passiert ja dem obersten VW-Management auch.

    In 1. Linie werden es die zunehmenden Ansprüche der Professionalisierung sein und der Aufwand, immer wieder gegenüber der nun zahlreicherer Konkurenz, gute Spielerinnen und Top-Talente zu verpflichten, nimmt sicherlich immer mehr zu.

    Nach 10 Jahren Trainerdasein, zunächst mit dem Aufbau eines Team, dann das Formen zu einem Top-Team und entsprechend dann das Niveau zu halten, kann auch eine gewisse Ermüdung bei R.Kellermann hervorgerufen haben, weshalb er vielleicht auch deshalb von neuen Impulsen und Input bezüglich der Übergabe an Stefan Lerch sprach.

    (5)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Ich gehe mit dir konform, dass die Entscheidung sicher schon zu einem früheren Zeitpunkt (ich nehme die Winterpause an) getroffen wurde und nichts mit den letzten Ergebnissen zu tun hat. Auch denke ich, dass die durch eine Doppelfunktion entstandene Ermüdung und der Wunsch nach weniger Belastung eine Rolle gespielt hat.
    Folgendem von dir verfassten Absatz: „Sollte da tatsächlich Kritik an R.Kellermann bestehen, dann können wir nur darüber rätseln, denn die vermutete Personalpolitik mit der ein oder anderen Fehlverpflichtung kann es eigentlich nicht sein, denn das passiert ja dem obersten VW-Management auch.“
    kann ich aber aus zwei Gründen nicht zustimmen. Es war ja nicht nur der „ein oder andere“ Fehlgriff, sondern eine ganze Reihe von zum größten Teil prominenten Namen, die nicht die erwartete Entwicklung genommen haben und den Verein wieder verlassen haben bzw. im Sommer verlassen werden: Ogimi, Simic, Bussaglia, Bachmann, Jensen, Mittag. Darüber hinaus Kellermanns Fehleinschätzung bezüglich Lina Magull. Und das in einem Transferzeitraum von 1,5 Jahren. Dass man eine derart hohe Menge an Fehlgriffen bei der Geschäftsführung nicht als Kleinigkeit abtut, zeigt ja der Rausschmiss von Klaus Allofs beim Männerteam, der mit explizitem Verweis auf die Transferpolitik begründet wurde.

    Eine Sache wurde übrigens noch nicht diskutiert: Dass Kellermann in den letzten Jahren kaum eine Spielerin (die in dieser Saison leider durchgängig verletzte Joelle Wedemeyer ist da im Grunde die einzige Ausnahme) aus der U23 an die erste Mannschaft herangeführt hat. Sicher besteht da die Hoffnung, dass sich das mit dem neuen, aus der Jugend stammenden Trainer ändert.
    Es bleibt natürlich Spekulation, inwiefern diese beiden Fehler ausschlaggebend für die „Neustrukturierung“ waren. Dass sie keinerlei Rolle spielten, kann ich mir aber auch nicht vorstellen.

    (2)

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