Lena Lotzen erleidet Kreuz- und Innenbandriss

Von am 31. März 2017 – 15.12 Uhr 7 Kommentare

Hiobsbotschaft für Lena Lotzen, den FC Bayern München und die deutsche Frauenfußball Nationalelf: Die 23-Jährige zog sich beim Viertelfinal-Rückspiel in der UEFA Women´s Champions League bei Paris Saint-Germain einen Kreuzband- sowie einen Innenbandriss im linken Knie zu.

Mehrmonatige Pause

Das ergab die Untersuchung am Freitagmittag in München. Lotzen hatte sich die Verletzung ohne gegnerische Einwirkung zugezogen und musste zwölf Minuten nach ihrer Einwechslung wieder vom Feld. Somit wird Lotzen in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen und wird auch auf die Frauenfußball EURO in den Niederlanden verzichten müssen.

Niederschmetternde Diagnose

„Diese Hiobsbotschaft schmerzt noch mehr als die Niederlage“, sagte Karin Danner, Managerin der Frauen des FC Bayern. „Es tut mir sehr leid für Lena, sie war auf einem tollen Weg, und dann diese niederschmetternde Diagnose. Das Team, der Verein und ich wünschen Lena alles Gute.“

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Lena Lotzen ist schon wieder verletzt

Pechvogel Lena Lotzen (li.) muss schon wieder pausieren © Karsten Lauer / girlsplay.de

Von Verletzungen geplagt

Erst Anfang Februar hatte Lotzen nach 586 Tagen Zwangspause ihr Comeback gefeiert. Zuvor hatte sich die Nationalspielerin zwei Meniskus-Operationen unterziehen müssen. Wiederum zwölf Monate zuvor erlitt Lotzen bereits einen Kreuz- und Innenbandriss im selben Knie. Auch zwei Mittelfußbrüche (September und November 2013) musste die Anreiferin bereits wegstecken. In den letzten dreieinhalb Jahren kam Lotzen so nur zu 19 Pflichtspielen im FCB-Trikot.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • balea sagt:

    Das ist in dieser Abfolge absolut niederschmetternd für Lena Lotzen. Ich wünsche viel Kraft und mentale Stärke für die Gesundung.

    (27)
  • Liza sagt:

    Oh nein! Das ist richtig bitter! Ich sah sie auch auf nem richtig guten Weg zurück. Es ist jetzt sehr wichtig, dass sie nicht nur von Familie und Freunden vollste Unterstützung erhält, sondern dass der Verein auch weiterhin voll zu ihr hält. Bei so nem Verletzungspech hoffe ich sehr, dass es nicht auch auf die Psyche geht. Wünsche alles Gute und gute Genesung!

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  • bale sagt:

    mensch so ein Pech–würde gerne mehr von Experten über kreuzbandrisse erfahren.oder ist es einfach Pech,das einige Spielerinnen so verletzungs anfällig sind.ja kopf hoch hoffe sie hat einen guten Freundeskreis und Familie.

    (10)
  • vikkybummsy sagt:

    Als ich sie so wütend und hilflos vom Platz gehen sah hatte ich schon die Befürchtung. Sie hat wohl gepürt was da kaputt ging und war sehr verzweifelt. Ich wünsch‘ Ihr die mentale Kraft das alles in Ruhe zu analysieren und die für Sie richtigen Schlüsse zu ziehen, egal wie die aussehen.

    Gute Besserung Lena

    (16)
  • Willemijn sagt:

    @bale: der Gedanke kam mir auch! Es kann jetzt natürlich auch nur meine subjektive Ansicht sein aber ich habe mich auch gefragt wieso es Spielerinnen gibt die quasi nie was haben, wenn überhaupt mal ein Wehwehchen bei dem mehr aus Vorsichtsmaßnahme pausiert wird, und dann neben denen die mal was größeres haben ,aber dann ists wieder gut, die Spielerinnen bei denen schwere Verletzung auf schwere Verletzung folgt. Reines Pech? Veranlagungen? Zu frühes Comeback? ….? Bitter ist in so einem Fall echt nicht ausreichend 🙁 Da fehlen einem echt die Worte. Alles alles gute für die Genesung und auch wenn es sehr schwer ist, positive Gedanken!
    Musste auch an Erin McLeod denken, hat sich im letzten Jahr das 3 mal das Kreuzband im gleichen Knie gerissen. Seit diesem Februar darf sie wieder im Mannschaftstraining mitmachen. Ich bin mir sicher der Weg war auf allen Ebenen schwer, aber sie ist zurück und eins der positiven Beispiele! Solch eine Geschichte schenkt sicher auch anderen Betroffenen etwas Mut und Hoffnung für die Zukunft 🙂

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  • Detlef sagt:

    Oh man, was soll man da bloß sagen???
    Sowas kann eigentlich kein Pech mehr sein, in dieser kurzen Abfolge!!!
    Hier scheint schon eine gewisse Veranlagung dabei zu sein!!!

    Ich wünsche der Höchbergerin auf jeden Fall einen guten Heilungsprozess, befürchte aber auch, daß wir sie auf dem Platz nicht mehr sehen werden!!!

    Sie muß bis zur Rente noch sehr lange arbeiten, da muß man irgendwann Prioritäten setzen!!!

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  • S.Leidng sagt:

    Es ist ein Trauerspiel.Ich kann nur raten bei dieser Verletzungskarriere, sich in Ruhe zu ünberlegen was außer Fußball noch mein Leben bereichern könnte.Meine Tochter hat auch beim DFB in allen Jugendnationalmannschaften gespiel(u15-u20),bis sie 2013 und 2014 zwei Kreuzbandrisse, 2Meniskusrisse hatte.Vier mal musste sie operiert werden.Immer stand sie nach erfolgreicher Reha wieder auf dem Fußballplatz und verletzte sich erneut.Der körperliche Schaden ist groß denn ein Knie wird nach so vielen Operationen nicht besser!Ein Badstuber ist für mich kein Vergleich .Er hat finanziell ausgesorgt.Lena wird sich noch Gedanken machen müssen,wie sie ihr Leben finanziert.Ich wünsche Lena eine gute Genesung, weiterhin die Unterstützung ihres Vereines,die bei meiner Tochter leider so gut wie gar nicht vorhanden war.Es gibt auch ein Leben neben dem Fußballplatz.Das hat meine Tochter auch gemerkt, nachdem sie das bittere Tal der Tränen durchschritten hat.

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