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Champions League: Wolfsburg braucht Wunder, Bayern im Vorteil

Von am 29. März 2017 – 9.03 Uhr

Heute Abend will der VfL Wolfsburg im Viertelfinal-Rückspiel bei Olympique Lyon das Unmögliche möglich machen und das 0:2 aus dem Hinspiel noch umbiegen. Besser ist die Ausgangsposition für den FC Bayern München, der bei Paris Saint-Germain mit einem 1:0-Vorsprung ins Rückspiel geht.

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„Es ist keine tolle Ausgangslage, aber wir glauben daran, dass wir es noch schaffen können und werden alles geben“, so Wolfsburgs Mittelfeldspielerin Lara Dickenmann vor dem Duell mit ihrem Ex-Verein (ab 20.45 Uhr live auf Eurosport). Sie sieht es als Vorteil an, dass ihr Team nun in der Außenseiterrolle ist. „Der Druck ist weg. Wir werden frei aufspielen und versuchen, das Beste herauszuholen.“

Lyon ist gewarnt

Zumal Olympique Lyon schon einmal die schmerzhafte Erfahrung machte, dass ein Auswärtssieg im Hinspiel kein Garant ist. In der Saison 2012/13 gewannen die Französinnen das Achtelfinal-Hinspiel mit 1:0 beim 1. FFC Turbine Potsdam, im Rückspiel gelang Turbine ein überraschender 2:1-Auswärtssieg. Und auch in der Saison 2014/15 hätte der VfL Wolfsburg nach einer 0:2-Hinspielniederlage gegen Paris Saint-Germain im Halbfinale im Rückspiel fast noch die Wende geschafft.

Wolfsburg ohne Wullaert

Hoffnung schöpfen darf der VfL Wolfsburg auch aus der Tatsache, im Hinspiel über weite Strecken ein gleichwertiges Team gewesen zu sein. „Wenn wir diese Leistung wieder zeigen, diesmal mit mehr Entschlossenheit im Abschluss, dann ist noch alles möglich“, so Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann, der auf die gelbgesperrte Tessa Wullaert verzichten muss.

Jubel des FC Bayern München

Der FC Bayern München will heute Abend den Einzg ins Halbfinale der Champions League schaffen © Karsten Lauer / girlsplay.de

Bayern erwartet druckvolle Pariserinnen

Mit mehr Optimismus darf nach dem 1:0-Hinspielsieg der FC Bayern München ins Rückspiel bei Paris Saint-Germain gehen (ab 20 Uhr live auf SPORT1). Für die Bayern gilt es, dem zu erwartenden Druck der Pariserinnen stand zu halten. Bayern-Trainer Thomas Wörle meint: „Wir müssen stabil ins Spiel reinkommen, kleine Erfolgserlebnisse haben. Wir müssen sehr kompakt und als Kollektiv agieren. Und wir müssen die Individualisten von Paris aus dem Spiel nehmen. Sie haben drei, vier Spielerinnen, die den Unterschied machen können.“

Gegen die Müdigkeit ankämpfen

Wörle hofft zudem, dass die extremen Belastungen mit dem fünften Spiel innerhalb von 15 Tagen sich nicht negativ auswirken. „In so einem Stadion, gegen so einen Gegner und mit der Chance aufs Halbfinale zu spielen – ich hoffe, dass das so motiviert, dass der Körper einfach mitmacht.“

Unterstützung vom Bayern-Präsidenten

Die Daumen drücken wird auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der die Bayern-Frauen im Prinzenpark-Stadion unterstützen wird. „Das ist der Hammer!“, so Wörle. „Das zeugt von einer riesigen Wertschätzung und ist auch ein Signal an die Mannschaft. Mehr Rückendeckung vom Verein geht nicht! Ich freue mich sehr darüber.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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