Frauen-Bundesliga: Spitzen-Trio siegt

Von am 26. März 2017 – 17.34 Uhr 19 Kommentare

Am 15. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga haben der 1. FFC Turbine Potsdam, der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München ihre Spiele gewonnen. Auch die TSG 1899 Hoffenheim durfte sich über drei wichtige Punkte freuen.

Draws trifft spät

Die Potsdamerinnen festigten unter den Augen von Bundestrainerin Steffi Jones ihre Tabellenführung durch einen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim SC Sand. Die früh für Inka Wesely eingewechselte Steffi Draws machte in der 81. Minuten den Dreier perfekt.

Pfostenschüsse auf beiden Seiten

Die Gastgeberinnen hatten Pech, dass Nina Burger in der zweiten Halbzeit nur den Pfosten traf, ebenso wie Felicitas Rauch auf Seiten der Gäste. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit beim Spielaufbau und Spiel gegen den Ball eine schwache Phase“, konstatierte Sands Trainer Richard Dura.

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Wolfsburg trifft in Halbzeit zwei

Der VfL Wolfsburg kam beim MSV Duisburg zu einem 3:0 (0:0)-Sieg. Ewa Pajor (69.), Emily van Egmond (79.) und Caroline Hansen (83. Handelfmeter) erzielten die Treffer.

Lotzen köpft Bayern zum Sieg

Der FC Bayern München besiegte Bayer 04 Leverkusen mit seinem Lieblingsresultat von 1:0 (1:0). Nach einem Eckball von Melanie Behringer erzielte Lena Lotzen bereits früh den Siegtreffer (9.). Leonie Maier sah in der 88. Minute nach einem Foul die Gelb-Rote Karte.

Martina Moser

Martina Moser bejubelt ihren Siegtreffer © foto2press / Oliver Zimmermann

Hoffenheim siegt durch Mosers Handelfmeter

Die TSG 1899 Hoffenheim kam gegen den FF USV Jena zum einem 1:0 (0:0)-Erfolg. Kapitänin Martina Moser verwertete einen von Shannon Woeller verursachten Handelfmeter zum Dreier für die Elf aus dem Kraichgau. Jenas Lucie Voňková sah kurz vor Spielende die Gelb-Rote Karte (88.).

Essen verschärft Gladbachs Abstiegsnöte

Borussia Mönchengladbach musste sich auf eigenem Platz gegen die SGS Essen mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Für die Gäste trafen Vanessa Martini (13.), Sara Doorsoun-Khajeh (70.) und Kirsten Nesse (76.).

Frankfurt gegen Freiburg am Montag

Die Partie zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem SC Freiburg wird erst am Montagabend (20 Uhr, SPORT1 live) ausgetragen.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Bei wunderschönem Frühlingswetter erkämpften sich die TURBINEN heute drei wichtige Punkte im Meisterschaftskampf!!!
    Anders als im Hinspiel, wo der SC Sand fast nur hinten drinstand, spielten die Ortenauerinnen heute munter mit!!!

    Das hätte uns eigentlich zugute kommen müssen, da jetzt die Räume da waren, die wir im KARLI nicht bekamen!!!
    Aber es waren erneut die vielen Fehlpässe, die uns daran hinderten, ein strukturiertes Angriffsspiel aufzuziehen!!!
    In der Abwehr mußte Rudi noch kurzfristig umdisponieren, da WIBKE MEISTER verletzt Zuhause blieb, und dafür LIDIJA KULIŠ ihren Platz einnahm!!!

    Es gab in Hälfte Eins ein munteres Auf und Ab, mit den klareren Möglichkeiten für Potsdam!!!
    Aber kein Ball wollte über die Linie rollen!!!
    Zu unserem Unglück verletzten sich auch noch zwei Spielerinnen!!!
    Zunächst viel INKA WESELY nach einem Zweikampf aus, und wurde durch ULLA DRAWS ersetzt!!!
    Später blieb ESE AIGBOGUN im Rasen hängen, und mußte ebenfalls vom Platz!!!
    Für sie kam JENNY CRAMER ins Spiel!!!
    Böse Erinnerungen kamen beim zahlreichen Anhang der TURBINEN auf!!!
    Schließlich war gerade mal eine Halbzeit gespielt!!!

    Nach dem Wiederanpfiff blieb zunächst alles beim Alten!!!
    Potsdam zwar Ball-, und auch Spielbestimmend, aber ohne echten Plan, wie man das in Chancen und Tore ummünzen könnte!!!

    Sand setzte aber immer wieder gefährliche Nadelstiche, die unsere Abwehr oft vor einige Probleme stellte!!!
    Die klarste Chance hatte Nina Burger, die einen Ball an den Außenpfosten knallte!!!
    Den hatte ich schon drin gesehen!!!

    Aber auch Potsdam erspielte sich einige Möglichkeiten, von denen die von FELI RAUCH lange Zeit die klarste war, aber ihr Geschoß konnte die gute Sander Torfrau noch über die Latte lenken!!!

    Zum Ende hin ging den Gastgeberinnen die Luft aus, und es stürmte nur noch ein Team!!!
    Aber es blieb weiterhin vieles Stückwerk, und nur wenig konstruktives wollte gelingen!!!
    Am Ende war es dann ein Schuß der Aushilfe in der IV!!!
    ULLA DRAWS, die eigentlich hinten die Null sichern sollte, sicherte uns mit ihrem Tor die wichtigen drei Punkte!!!

    Mich persönlich freut das sehr für unsere „Altgediente“!!!
    Werden doch die Stimmen immer lauter, daß die sympathische Rostockerin nach dieser Saison ihre Karriere beenden wird!!!

    Es war kein hochkarätiges Duell heute!!!
    Beide Fanlager wechselten sich gegenseitig beim Haare raufen ab, ob der schlechten Paßquote beider Teams!!!

    Hier muß vor allem der Tabellenführer noch kräftig zulegen, wenn wir unseren „Platz an der Sonne“ weiter behaupten wollen!!!

    (11)
  • F.B. sagt:

    Das 3:0 der Wölfinnen liest sich erst einmal wie eine klare Angelegenheit, jedoch fielen die drei Tore erst ab der 70. Minute. Insbesondere die erste halbe Stunde grenzte an Arbeitsverweigerung – kein Tempo, keine Kombinationen, keine Torraumszenen. Vor allem verantwortlich dafür scheint die Rotation der halben Mannschaft: Die Doppel-Sechs wurde mit Vanessa Bernauer und Emilie van Egmont komplett neu gebildet, dazu wurden Noelle Maritz, Tessa Wullaert und Anja Mittag hereinrotiert. Dafür, dass man ein solches BL-Spiel, auch wenn es zwischen zwei CL-Spielen liegt, von seiten des Trainerteams als locker zu gewinnendes Spiel ansieht, habe ich überhaupt kein Verständnis. Die Champions League ist zu 95% durch, aber in der Liga haben wir noch alle Chancen auf die Meisterschaft. Dass man Spielerinnen wie Tessa Wullaert, Noelle Maritz und Vanessa Bernauer hereinnimmt ist absolut okay, aber dass erneut Anja Mittag einläuft (zu dessen „Leistung“ sich erneut jeder Kommentar erübrigt), ruft bei mir nur noch Kopfschütteln hervor. Schön bei all dem, dass Ewa Pajor, die ihre Einsatzzeit erneut rechtfertigte, mal wieder getroffen hat. Man redet sich den Mund fusselig, aber sie verdient schon seit langem deutlich mehr Einsatzminuten.

    (10)
  • Altwolf sagt:

    Sicherlich hat sich I.Grings gedacht, wenn was gegen WOB geht, dann nach e. CL-Spiel. Und so war es nicht verwunderlich, daß sie in ihrer „besonderen stimmgewaltigen“ Art ihre Mädels wieder von der 1.Minute an auf die Wölfinnen hetzte.

    Und das funktionierte recht gut gegen die heute ganz Grünen, die mit der Formation : A.Schult, N.Maritz, N.Fischer,B.Peter u. I.Kerschowski in d. Defensive, im MF mit E.von Egmont neben V.Bernauer zentral u. außen L.Dickenmann, T.Wullaert, P.Harder u. A.Mittag ein doch wenig strukturiertes Spiel, geschweige denn ein brauchbares Aufbauspiel zustandebrachten.
    Die 1. HZ ohne wirklich fußballerisch Nennenswertes, wobei der MSV immer wieder attackierte, ein Pressing versuchte o. mit langen Bällen schnell hinter die 4er-Kette zu kommen. Einige Halbchancen waren der Lohn für die engagierte Mühe.

    Während sich S.B.Gunnardottir (war nicht verletzt) neben mir auf der Tribüne sitzend, im wahrsten Sinne des Wortes, in Anbetracht der mageren Fußballkost ihrer Kolleginnen, ein Ei pellte und dies dann in Kombination mit e. Banane verzehrte, saßen derweil A.Popp, L.Wensing, A.Blässe, E.Pajor, C.Hansen, E.Bussaglia u. J.Martens auf der Bank.

    Die Abwehr funktionierte bei WOB recht ordentlich und mußte sich nur dann mühen, wenn die Zebra-Damen im Sprint die nach vorn gespielten o. geschlagenen Bälle erliefen u. Richtung Tor eilten.

    So ganz war man bei den Wölfinnen noch nicht weg von der Partei am Donnerstag gegen OL, denn es lief nur wenig zusammen, da sich Inkas Schützlinge vehement wehrten u. immer wieder attackierten.

    Auch heute wieder bei A.Mittag keine Bindung zum Spiel erkennbar, sie kann das Spiel ihrer Mitspielerinnen nicht lesen. Es ist schon irgendwie traurig,fast schon etwas tragisch, das sie ihre Möglichkeiten nicht nutzen kann.

    R.Kellermann mußte zur 2. HZ etwas tun und er tat es. Es erfolgte ein Doppelwechsel, wobei für A.Mittag (war im Spiel leicht angeschlagen worden), E.Pajor u. für die heute auch nicht gut agierende T.Wullaert dann C.Hansen kam.

    Das hatte schon deutlich mehr Struktur und nun auch Offensiv-Power. Caros bessere Ballsicherheit führte zu mehr Präsenz in d. Hälfte der Duisburgerinnen u. mit einer starken E.Pajor, technisch gut u. läuferisch schnell u. insbes. auch handlungsschnell, war jetzt richtig Zug zum Tor und damit kam auch P.Harder, vorher eher Alleinunterhalterin, zum Zuge, so auch wieder mal nach schnellem Umschaltspiel guter Kombination u. nach einer schönen Bewegung löste sie sich v. ihrer Gegenspielerin und.. traf wieder einmal nur den Pfosten.

    Endlich dann eine Hereingabe von Caro (meine ich jedenfalls), die Eva dann im 16er blitzschnell zum erlösenden 1:0 versenkte.

    Da wenig später dann nach einer Ecke, E.v.Egmont per Kopf das 2:0 machte, war bei den Blau-Weissen doch die Enttäuschung zu spüren.
    Sie kamen auch kaum noch in die Nähe des gegnerischen 16ers, gewisse Gefahrenmomente dann nochmals durch Ecken, aber dann kam schon bald der von C.Hansen ( ein Handspiel im 16er ) verwandelte 11er, was dann auch das Endresultat herstellte.
    Zwischenzeitlich wurde A.Popp noch für L.Dickenmann eingewechselt, jedoch ihre rel. große Tormöglichkeit konnte sie nicht nutzen.

    Der Sieg war doch recht mühvoll gegen alles gebende Duisburgerinnen, jedoch konnten sie sich nicht belohnen.

    Kompliment an den MSV, der heute nicht nur sonniges Wetter bereit hielt, sondern auch mit Prominenz aufwarten konnte. So waren M.Meinert u. M.Voss-Tecklenburg anwesend.
    Ferner hatte man e. Pausenspiel arrangiert, wo Bewerber mit verbundenen Augen auf das vom Maskottchen gehütete Tor schießen mussten. Der Gewinner durfte sich über e. Trikot freuen.

    Bei ca. 900 Zuschauern gab es ganz intensive Fan-Unterstützung für den VFL, da sich das Mädchen-Team von L.Wensings Heimatverein lautstark für d. Wölfinnen bemerkbar machten u. auch einige Fan-Geänge anstimmten. Lisa sponsert dieses Mädchen-Team in ihrem Geburtsort.
    Der Support war so beeindruckend, das auch das MSV-Maskottchen (Ennart ?)diesen Mädels seine Aufwartung machte.

    Ich hoffe für den MSV,das sich diese lobenswerten Bemühungen in mehr Zuschauerzahlen und insbes. zum Klassenverbleib auswirken.

    (11)
  • Pauline Leon sagt:

    ich freue mich riesig für lena lotzen, die hoffentlich zu ihrer alten stärke bei bayern münchen und der natio zurückfindet. und linda dallmann war mal wieder die beste der sgs. wenn spielwitz, „pressing“, balleroberung, übersicht, offensive und dribblings, dann dallmann!!

    (9)
  • enthusio sagt:

    Beim Spiel Mönchengladbach-Essen stellte der ernüchterte Besucher beim Einlass ins Stadion fest, dass es weder ein Programmheft noch eine gedruckte Mannschaftsaufstellung gab. Zitat einer Ordnerin: „Der Kopierer war kaputt.“ Also mußte man bei der Präsentation der Aufstellung die Ohren spitzen, um die nicht gerade bekannten Namen der Mönchengladbacher Spielerinnen zu verstehen.
    Wenigstens war das Essen am Imbisstand hinter der Tribüne hervorragend und die Stimmung dank etlicher mitgereister Essen-Fans unter den nur 200 Zuschauern ganz ordentlich.

    Mönchengladbach kämpfte wacker, aber spielerisch limitiert brachte die Mannschaft in der 1. Halbzeit keinen vernünftigen Angriff zustande.
    Essen – wie erwartet mit Kirsten Nesse in vorderster Spitze – tat sich in den ersten 15 Minuten ebenfalls schwer, einen geordneten Spielaufbau hinzulegen. Ausgerechnet Essens kleinste Spielerin Vanessa Martini erzielte mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ioannidou-Ecke die Führung mit ihrem 1. Saisontor. Im weiteren Verlauf kamen Lehmann, Doorsoun, Klasen und Wilde zu weiteren Möglichkeiten.

    Die 2. Halbzeit begann mit einem Paukenschlag, als die Ex-Essenerin Madeline Gier die Latte traf.
    Doch Essen hatte keine Mühe, sich einige weitere gute Chancen in einem recht mäßigen Spiel zu erarbeiten, doch Dallmann und Doorsoun scheiterten an der hervorragend haltenden Bellinghoven, Nesse traf nur den Außenpfosten.
    So war es dann etwa 15 Minuten vor Schluss Doorsoun vorbehalten, mit einem schönen Flachschuss a la Marozsan aus 20m das zweite Tor für Essen zu erzielen.
    Oppedisano hatte noch nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter die Gelegenheit, das Anschlusstor zu erzielen, doch ihr Schussversuch ging kläglich am Tor vorbei.
    Aus dem Gewühl heraus konnte schließlich Nesse noch auf 3:0 erhöhen und in den letzten Minuten hätte es noch einen Kantersieg geben können, doch mehrere Torchancen gegen resignierende Gladbacherinnen konnten nicht genutzt werden.

    Mönchengladbach ist absolut nicht erstligareif, der Mannschaft fehlen 1-2 erfahrene Spielerinnen, die im Mittelfeld die Fäden ziehen und ohne Hektik einen geordneten Spielaufbau betreiben können.

    Weiter ging es nach Duisburg, wo in einer langweiligen 1. Hälfte die auf fünf Positionen gegenüber dem Lyon-Spiel veränderte Wolfsburger Mannschaft auf einen kämpferisch starken und gut verteidigenden Gegner traf, der ihr wenig Tormöglichkeiten gestattete. Die Wolfsburger Spitzen Mittag und Wullaert konnten wenig Akzente setzen und wurden folgerichtig zur Halbzeit gegen Hansen und Pajor ausgetauscht.

    Wolfsburg kam wie ausgewechselt aus der Kabine und schnürte Duisburg in deren Hälfte ein. Insgesamt wurde es nur einmal nach einem Freistoß im Wolfsburger Strafraum brenzlig, aber Almuth Schult konnte den Nachschuss einer Duisburger Spielerin halten.
    Nachdem Ewa Pajor 20 Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz das Wolfsburger Führungstor erzielt hatte, war der Bann endgültig gebrochen. Neben den weiteren Toren von Emily van Egmond und Caro Hansen per Handelfmeter trafen auch Hansen und Harder noch den Pfosten, bevor Harder in der letzten Aktion des Spiels an Nuding scheiterte.

    Ab der 70. Minute war Duisburg dem Wolfsburger Dauerdruck nicht mehr gewachsen und konnte seine Ordnung nicht mehr halten. Erst ab da entwickelte sich ein Spiel, wie man es von den „Wölfinnen“ eigentlich von Anfang an erwartet hätte.

    (15)
  • Sandy sagt:

    Potsdam war in Sand über 90 Minuten hinweg klar spielbestimmend und der Sieg geht absolut in Ordnung auch wenn es lange Zeit nach einem torlosen Unentschieden aussah.

    Sand wehrte sich tapfer gegen die immer wieder von neuem anrennenden Potsdamerinnen, beschränkten sich nicht nur auf die Defensive, konnte aber denoch selbst nur 1 – 2 Mal nennenswert vor das Potsdamer Tor auftauchen.
    Potsdam schien an diesem Sonntagmorgen mehr Schwierigkeiten mit sich selbst und als mit dem Gegner zu haben. Immer wieder wurden ohne jeglichen Druck des Gegners Fehlpässe gespielt und die Mitspielerinnen durch unsaubere Zuspiele in Bedrängnis gebracht. Die gefühlten 100 Torschüsse aus meist recht vielversprechenden Positionen endeten mehrfach auf den Äckern hinter dem Stadion. Potsdam hätte sich durchaus nicht beschweren dürfen, wenn bei einem solchen Auftritt kein Sieg herausgesprungen wäre.

    Ab der 75 Minute baute Sand dann zusehends ab und rannte bloß noch hinterher. Daraufhin drehte Potsdam noch einmal richtig auf und setzte sich praktisch komplett in der Sander Hälfte fest. Das Tor zum durchaus glücklichen aber ebenso verdienten Sieg war die Folge.

    Es bleibt zu hoffen, dass die beiden verletzten Spielerinnen nicht langer ausfallen werden.

    (17)
  • Oskar Walter sagt:

    Der Kommentar von Detlef ist ziemlich treffend. Die Fehlpaßquote auf beiden Seiten ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass von jeder Mannschaft viele Spielzüge vorhergesehen und sofort ohne dem Gegner Luft zum Spielen zu lassen dieser bekämpft wurde. Sicher bedauerlich für Potsdam der Ausfall von E. Aigbogun, die bis dahin sehr gefährlich agierte. Könnte es sein, dass Stefanie Draws eingewechselt wurde und das für Sand bedauerliche, aber für Potsdam insgesamt nicht unverdiente Ergebnis verursachte? Ich denke, eine positive Handschrift des neuen Trainers ist bei Sand deutlich zu sehen, auch wenn ich mir etwas früher Spielerwechsel hätte vorstellen können.

    (9)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Da möchte ich Dir doch in einigen Kritikpunkten widersprechen.
    „grenzte an Arbeitsverweigerung“, nein, es lag einerseits an der Frische und Aggressivität der Zebras u. die Wölfinnen haben nach immerhin 3 absoluten Top-Spielen mit maximaler Anspannung und dazu noch e. „Negativerlebnis“ mental und physisch doch sehr schwer in das Spiel hineingefunden. Man wollte, aber konnte nicht.

    Genau das hatte R.Kellermann auch erwartet und schon in Hinsicht auf dieses Spiel wiederholt darauf hingewiesen, wie schwer es werden würde. Also mit Sicherheit ist die Formulierung „von seiten des Trainerteams als locker zu gewinnendes Spiel ansieht“ nicht zutreffend, auch wenn ich deine Unzufriedenheit mit dieser Darbietung verstehen kann.

    Bedenke bitte auch, wie oft sich solche Situationen schon in der Vergangenheit ergeben hatten und so hat auch das Trainerteam nie ein solches Spiel als „locker“ abgetan, was auch völlig „unprofessionell“ wäre.

    Aber wenn du selbst Leistungssport betrieben hast, dann kennst du nach so hoch emotionalen Spielen und maximalem körperlichen Einsatz auch das mehr oder weniger kommende „Tief“ danach.

    (7)
  • ruhri sagt:

    Pauline Leon schreibt:

    „… und linda dallmann war mal wieder die beste der sgs. wenn spielwitz, pressing, balleroberung, übersicht, offensive und dribblings, dann dallmann!“

    Hallo Pauline Leon, natürlich macht es Linda Dallmann in der Bundesliga so ziemlich einzigartig, mit einer unerwarteten Aktion ihre Gegenspielerin zu düpieren und schlecht aussehen zu lassen. Aber auch am Sonntag in MG fiel nicht nur mir bei ein oder zwei Torraumszenen auf, dass LD anstatt einfach mal draufzuhalten dann doch einen Haken zu viel schlägt.

    (8)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Eine im Liveticker eingebundene Spielszene hat es mir angetan, und ich habe mich dazu entschlossen, diese als „Findet den o. die Fehler!“ hier zur Diskussion zu stellen! Mal sehen, wo sich Schnittstellen zu meiner Auffassung ergeben.
    => https://www.tickaroo.com/ticker/58d38e1af7596cf6cfadab4a/media/00j0qi08nx4pf6889wg57m

    (2)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Solche Szenen gab es einige im Spiel!!!
    Auch ESE war über rechts oft auf und davon, aber in der Mitte war niemand mitgelaufen!!!

    SVENJA flankte dann oft blind in Richtung Elfmeterpunkt, in der Hoffnung, daß irgendjemand mitgelaufen wär!!!
    Außer FELI (eventuell noch LAURA LINDNER)) kann aber wohl keine andere TURBINE dieses Tempo mitgehen, daß diese beiden vorlegen!!!

    (1)
  • Pauline Leon sagt:

    @ruhri: ich würde sagen, die linda ist leider auch nicht die allerstärkste im torabschluß. muß halt den ball ins oder vors tor tragen…
    @enthusio: ein programmheft gab es in mönchengladbach meines wissens noch nie, aber anfangs der saison, als noch euphorie (haha) herrschte gab es den „tag im borussia-park“: ein din a3 blättchen, auf dem die frauen schon mal auf einer von zehn! spalten erwähnung fanden. ansonsten inhaltlich natürlich nur männer, u23, tagesgerichte im borussia-park, etc. wieviel aufmerksamkeit die borussia ihre frauen schenkt/geschenkt hat sollte jetzt geklärt sein. „der drucker ist kaputt“ habe ich auch gehört. in gladbach gibt es wohl nur einen! lächerlich. außerdem fühlt es sich im grenzlandstadion unter dem tribünendach immer an wie winter…

    …und msv´s frau himmighofen steuert auf die nächste sperre zu? kaum auf dem platz-schon wieder gelb? was soll das???? das sollte sie sich selber fragen. und auch inka! vielleicht ist´s auf der bank schöner???

    (4)
  • Pauline Leon sagt:

    …ach ja, in gladbach wurde natürlich die moralische, sportliche stütze/institution nadja kleinikel (pfeiffer) auf dem platz vermisst.

    (0)
  • bale sagt:

    vielen dank liebe frauenfussballfreunde für die sachlichen berichte.

    (7)
  • Detlef sagt:

    Hier mal ein netter Bericht über eine „Horde“ TURBINE-Fans, auf ihrem weiten Weg ins ferne, badische Städtchen Willstätt!!! 🙂

    http://www.turbinefans.de/draws-kam-sah-und-siegte/6642

    (3)
  • Oskar Walter sagt:

    @Detlef
    Danke für die Veröffentlichung des netten Beitrages über die Reise der Turbinenfans nach Sand. Kleiner Hinweis für Nachahmer: Der Name des Dorfes ist Nußbach und das Ulmer Bier wird von der Brauerei Bauhöfer in Ulm bei Oberkirch hergestellt und heißt deshalb Ulmer Bier. Hinweis für Genießer:
    Maibock von dort versuchen.

    (8)
  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    Die Berichterstattung des Fanclubs ist immer wieder auf’s Neue in die Kategorie „Literarisch wertvoll“ einzuordnen, und ich sauge die Infos regelrecht auf! Zahlreiche Schenkelklopfer sind schon zur Gewohnheit geworden.

    (8)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Tut mir leid, aber da kann ich deine Meinung überhaupt nicht teilen. Wenn die Hälfte aller Feldspielerinnen ausgetauscht wird, dann kann physische oder mentale Erschöpfung kein Grund für eine schwache Leistung sein. Gerade die Doppel-Sechs wurde ja komplett neu aufgestellt. Darüberhinaus ist auch nicht gerade ein Zeichen den Gegner als wirklich stark einzuschätzen, wenn mit Emilie van Egmont eine Spielerin auf dem PLatz steht, die bislang nur gegen deutlich schwächere Mannschaften auf dem Platz stand und mit Anja Mittag eine, die eigentlich auf der Tribüne Platz nehmen müsste. Die beiden frühen Wechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten ja auch, dass das Trainerteam eingesehen hat, dass sie sich verzockt haben.

    (2)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    R.Kellermann hatte schon nach d. Lyon-Spiel angekündigt Spielerinnen e. Chance zu geben, die sonst nicht so zum Zuge kommen und sich dabei für weitere Aufgaben empfehlen können.
    Er hatte dabei jedoch unterstrichen, das das Grundgerüst beibehalten werden muß. Das waren in diesem Falle A.Schult, N.Fischer, B.Peter, N.Maritz u. I.Kerschowski, wie auch L.Dickenmann, P.Harder u. T.Wullaert, also 8 von 11.

    Was das MF betrifft, gab es eigentlich keine großen Optionen, zumal es ja auch deinen Forderungen entsprach (soweit ich mich richtig erinnere) S.B.Gunnardottir u. E.Bussaglia (angeschlagen) mal nicht für die Doppel-6 zu berücksichtigen. Da L.Gößling nicht verfügbar ist, blieben ja nur V.Bernauer (ich glaube auch ein Wunsch von dir) und ???. Wen hättest du da spielen lassen ? Ich denke die Wahl von E.v.Egmont war ok, da sie ja auch schon vorher beim 1.FFC auf der 6 gespielt hatte und dabei auch ganz solide spielt und ja auch bei Standards nicht ungefährlich für den Gegner ist.
    Warum du sie leistungsmäßig so gering einschätzt verstehe ich nicht, denn das Niveau des MSV Duisburg hat sie sicherlich und ihr Spiel war nicht schlechter als das von V.Bernauer und hat zudem das wichtige 2:0 erzielt.

    Der Wechsel wurde dann ja eindeutig in der Offensive vollzogen, nicht bei den 6-ern.

    Also ein despektierliches Signal an den MSV war das sicherlich nicht.

    Wenn du 5 Spiele hast mit Bayern München Pokal, Bayern München AFBL, OL CL-Spiel, MSV Duisburg AFBL und OL CL-Spiel, dann müstest du mir mal sagen, bei welchem Spiel du denn Spielerinnen rotieren lassen hättest, um Entlastung zu schaffen ?
    Klar zu sehen, schon beim OL-Spiel, A.Popp brauchte unbedingt e. Pause, die Länderspiele brachten nochmals Belastungen für einige Spielerinnen, was man T.Wullaert anmerkte und sie auch zu Recht ausgewechselte wurde. A.Mittag passt nicht in unser Spiel, da sind wir wohl einer Meinung, aber der Trainer glaubt immer noch an sie, was ja in der heutigen Zeit nicht unbedingt ein schlechter Zug ist, er es jedoch auch verantworten muß.

    (0)

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