Bayern München verpflichtet Jovana Damnjanovic

Von am 10. März 2017 – 13.03 Uhr 15 Kommentare

Frauenfußball Bundesligist FC Bayern München hat nach Kristin Demann die zweite Neuverpflichtung für die kommende Saison getätigt. Vom SC Sand kommt Stürmerin Jovana Damnjanovic.

Die 22-Jährige unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2020.

Titelhungrig

„Ich bin eine Kämpferin und gebe immer alles für die Mannschaft. Das will ich auch bei Bayern zeigen. Ich habe sofort zugesagt. Ich will mit Bayern Titel gewinnen. Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit hier.“

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Jovana Damnjanovic

Bis 2020 beim FC Bayern: Jovana Damnjanovic © FC Bayern

Verstärkung für die Offensive

„Wir freuen uns sehr, dass wir Jovana für uns begeistern und sie nach München holen konnten“, erklärt Bayern-Managerin Karin Danner, „sie ist eine sehr athletische Spielerin, sehr zweikampf- und kampfstark, aber auch zielstrebig. Mit diesen Qualitäten wird sie unseren Offensivbereich weiter verstärken.“ Damnjanovic spielt seit 2015 beim SC Sand, zuvor war sie ab 2013 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Cleverer Transfer!

    (-4)
  • Volker sagt:

    Zu dem Zeitpunkt an dem der Frauenfußball ebenso eine Finanz regulierte Zirkusshow wird wie der Männerfußball, ist er für mich erledigt ! Noch haben wir relativ wenige käufliche“ Vollprofis“ im FF aber es liegt wohl im Interesse alter Geldsäcke die Entwicklung in diese Richtung zu treiben. Der Fußball bleibt dabei auf der Strecke. Chancengleichheit wird einem vorgegaukelt , Finanzkonzerne und Medien bestimmen dann die Liga. Sorry aber dieser Menschenhandel und die Vernichtung kleiner Vereine ekelt mich an. Das bezieht sich nicht nur auf den FCB. Frau Damnjanovic kann man keinen Vorwurf machen wie auch allen anderen Spielerinnen die solchen Machenschaften unterlegen sind.
    Sport im Sinn von Raubtierkapitalismus ist absolut NICHT meine Sache.

    (4)
  • Volker sagt:

    Der bekannte Satz „wir werden uns Verstärkungen, bis wir alleine sind“ bekommt jetzt auch im FF traurige Gültigkeit . Vereine wie den FFC Frankfurt ,Turbine Potsdam, Sgs Esssen, SC Sand usw wird es nach dieser Logik bald nicht mehr geben oder sie dümpeln im unteren Tabellen-bereich herum. Es kotzt mich an!! Keine Sorge was mich betrifft werdet ihr alleine sein! Ohne mich. Wenn mir jetzt jemand vorwirft das wären Wut Kommentare, hat er Recht, aber dieser negativen Entwicklung ohnmächtig gegenüber zu stehen bereitet mir schon lange Magenschmerzen und wo sonst als hier kann ich meine Sorge zum ausdruck bringen? Ich bin ein grosser Fan vom Frauenfußball und verfolge die die Entwicklung schon lange. Vereine wie die oben genannten sind die Basis für den FF dort wächst der Nachwuchs. Die „Grossen“setzten Augenscheinlich mehr und mehr auf Einkauf!

    (1)
  • Zaunreiter sagt:

    Volker, Volker….*herumsinniert*
    Ich bin ja auch so ein Romantiker wie du, aber anderenorts im Netz, wenn sich die Traditionalisten des Männerfußballs über RB Leipzig empören, entgegne ich ihnen, dass mir Tradition alleine keinen vollen Kühlschrank beschert und wenn sie schon in einer kapitalistischen Wirtschaftsform leben wollen – denn sonst würden sie ja gegen die Freihandelsabkommen auf die Straße gehen oder auch mehr für ihre Grundrechte kämpfen und auch für eine bessere Infrastruktur (sprich Renovierung und Ausbau von Schulen, Kindergärten, Brücken, Straßen, etc.). Dann sage ich: „Wenn Kapitalismus, dann richtig und nicht den Fußball außen vorlassen.“ Und dann kommt dann nichts mehr.

    Als ich nach der WM 2007 zum FF ging, hätt ich auch Fan von Frankfurt, Potsdam oder Duisburg werden können, wollte ich aber nicht. Ich hab mich für Bad Neuenahr entschieden. Das ist der Vorteil des Erwachsenen, wenn er nicht als Kind mit Fußball groß wird, kann er sich rationaler entscheiden. Wo Frankfurt und Bad Neuenahr heute stehen ist bekannt.

    Im Gegensatz zu dir, hab ich momentan keine Bedenken, ich begrüße es sogar, dass sich Frau D. für Bayern entschieden hat. Aber alle großen Mannschaften können auch eben nicht 20 Spielerinnen auf den Platz schicken. Frau muss sich einem Wettbewerb stellen. Und dann kann es eben auch zu Leihgeschäften kommen und wir sehen ja, wie Lina Magull in Freiburg aufblüht.
    Apropos Leihgeschäfte: Das bringt mich auf die internationale Ebene: Mit Alex Morgan und Carli Lloyd wechseln zwei US-Girls „auf ihren alten Tage“ nach Europa zu ManCity bzw. Lyon. Finde ich gut, dass sie auch noch hier „ihre Erfahrungen“ machen wollen. Und eben noch mal was für die Haushaltskasse mitnehmen. Kann ihnen keiner einen Vorwurf machen. Und auch Crystal Dunn nicht, die zu Chelsea geht.

    Die weiterführende Professionalisierung bzw. Konzentration hat halt immer zwei Seiten. Nicht nur eine negative hin zur „Zirkusshow“, sondern auch eine positive. Und wenn RB Leipzig auch bei den Frauen mal in die Bundesliga aufsteigen würde, würde ich das begrüßen.

    (5)
  • Volker sagt:

    Zaunreiter : Ich möchte jetzt Keine politische Diskussion beginnen! Auch ich mache das Andernorts. Aber es ist doch immer der gleiche Sarkasmus dem man begegnet wenn man bestehende Verhältnisse anprangert. Im Kontext steht für diesen Sarkasmus der devote Satz „man kann ja eh nichts ändern“.
    Es gab schon einmal Diskussionen innerhalb des DFB über Chancengleichheit unter den Vereinen und es gibt sie noch.So gesehen nichts neues. Es ist an der Zeit diese auch bei den Frauen anzuregen. Der FF ist in seiner Struktur noch nicht so stabil wie der MF und wer kann ausschließen das die Politik der Finanztransaktionen nicht einen großen Schaden anrichten. Super-vereine wie der FCB bei den Männern wären bei den Frauen katastrophal. Schon jetzt ist die Kluft zwischen 400 Tausend und 4 Millionen Jahres-budget bei den Vereinen viel zu hoch. Und so-viele Vereine gibt es nicht die das kompensieren können.

    (1)
  • Altwolf sagt:

    @Volker
    Da reagierst Du aber doch sehr emotional und ich denke auch viel zu „übermotiviert“.
    Wo kam denn Joana her, als sie zum SC Sand ging, der ja auch, entsprechend einem persönlichen Sponsoring, erst in die 1. Liga aufsteigen konnnte.
    Das ist ein doch relativ normaler Ablauf im Leistungssport.

    Joana hat sich zu einer guten Stürmerin in Sand entwickeln können und hat jetzt die Chance für Bayern zu spielen genutzt und der SC Sand wird sich bei anderen Clubs umschauen um diese Lücke zu schließen.

    Das der FC Bayern im Offensivbereich Verstärkung benötigt ist offensichtlich, denn Miediema ist derzeit die Einzige dort mit einer gewissen „Torgarantie“ und darf bei den angestrebten Zielen nicht ausfallen. Offensichtlich glaubt man im Sturmbereich nicht ausreichend aufgestellt zu sein.

    Ich sehe deshalb keinen Grund die ganze FF-Liga bzw. den ganzen FF in Frage zu stellen. Gerade Turbine und auch Freiburg zeigen doch z. Zt. wie es gehen kann.Nur hadern bringt keinen weiter.
    Da müssen sich auch die Sympathisanten und Förderer ihrer Clubs auch intensiv um Sponsoren und Unterstützer aktiv bemühen und nicht nur „resignierend“ damit zufriedengeben, das andere Clubs z.Zt. besser dastehen oder immer nur darauf hinweisen Bayern u. WOB „kaufen“ sowieso die „besten“ Spielerinnen in der Liga weg.

    Was sollen da die 2-Liga-Clubs erst jammern ?

    (8)
  • bale sagt:

    jadie Weltkugel dreht sich weiter und Spielerinnen können hingehen wo sie möchten,ich hätte gerne mal eine hope solo hier und ja warum nicht stars,ich gehe weiterhin zu verschiedenen frauenfussball Liga spielen und geniesse es freue mich auf euro und championsleague dieses jahr und Liga spiele 1 und 2 auch.

    (6)
  • Volker sagt:

    Altwolf:“Da reagierst Du aber doch sehr emotional und ich denke auch viel zu „übermotiviert“. Ja stimmt diesen Vorwurf habe ich mir in meinem Kommentar selbst gemacht.
    Ich habe ein Thema angesprochen was sehr komplex und auch verwirrend ist. Möglicherweise bin ich hier wohl am falschen Ort. Ich habe mit keinem Wort die Liga oder den Frauenfußball in Frage gestellt. Ganz im Gegenteil. Mal Einfach: Stell dir mal vor wir hätten auf Jahre hinaus ein Duell zwischen Wolfsburg und Bayern um die Spitze in der Liga und denk mal darüber nach was das für das allgemeine Interesse am FF bedeuten würde.Im MF ist so eine Entwicklung im gang nur kann dieser das verkraften. Wolfsburg und Bayern sind nur aktuelle Beispiele es kann auch Verein X sein der genug Finanz Background hat. Ich halte den Frauenfußball einfach nicht für stark genug um diese Entwicklung tragen zu können.

    (-5)
  • fisch sagt:

    @ Volker
    Ich bin vollkommen bei Dir und weiß, dass ich in dieser Hinsicht kein Realist bin. Siege und Titel nur einzukaufen mit dem Geld betrogener Autokunden und Erfolgsprämien aus MF-Transfers und Cup-Gewinnen mit ebenfalls zusammengekauften Teams, ich meine hier z.B. WOB und FCB, sind für mich kein fairer und chancengleicher Sport.
    Die diese Verhältnisse hofierenden internationalen und nationalen Verbandsfunktionäre werden sich den eigenen Ast für üppige Nebeneinkünfte nicht absägen. Das haben wir zur Genüge mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen müssen. Eine Änderung dieser Systematik ist deshalb nicht zu erwarten.
    Den betreffenden Spielerinnen sind keinerlei Vorwürfe zu machen.
    Ihnen, wie hier auch Jovana Damnjanovic, wünsche ich jedenfalls weiter eine erfolgreiche Entwicklung.

    (-2)
  • Detlef sagt:

    @Volker,
    Ich sehe nicht ganz so schwarz wie Du!!!
    Natürlich nutzen WOB und Bayern ihre große Finanzkraft, um ihre Kader für den nationalen-, und internationalen Wettbewerb entsprechend fit zu machen!!!

    Da geht es gegen Größen wie PSG und OL, oder die „neureichen“ Vereine in UK bzw USA!!!
    Dagegen sind sogar die großen Fleischtöpfe in der Autostadt und in München eher kleine Schälchen!!!

    Tja, es gibt halt immer noch ein größeres „Monster“ im Raubtierkäfig!!! 😉
    Was passiert wohl, wenn mal Barcelona, Madrid oder Mailand auch im FF richtig ernst machen??? 😉

    Das hat Frankfurt früher doch auch schon getan!!!
    Oder Umea und Tyresö in Schweden!!!

    Und selbst Potsdam hatte früher einen wesentlich größeren Etat als der große Rest der Liga!!!

    Selbst in der zweiten Liga gab und gibt es derartige finanzielle Verwerfungen, wenn man mal an Cloppenburg und früher Sand und Köln denkt!!!
    Da lagen riesige Welten zu ihren Ligakonkurrenten dazwischen!!!

    WOB und Bayern können nicht unbegrenzt Spielerinnen verpflichten!!!
    Vor allem die neuen Regeln für Liga Zwei schiebt dem einen Riegel vor, daß man quasi einen Top-Reservekader dort parken kann!!!

    Schon als Hoffenheim in die zweite-, und wenig später in die erste Liga aufstieg, waren hier und anderswo Weltuntergangsthesen zu hören und lesen!!!
    Wie bale richtig geschrieben hat, die Welt dreht sich immer noch!!!
    Jetzt geschieht das Selbe mit RB Leipzig!!!

    Ich sehe sehr viele gute- und sehr gute Spielerinnen in Liga Eins!!!
    Dazu kommen noch die vielen Talente, die zT noch in Liga Zwei oder in der U-17 Bulispielen spielen!!!
    Die können unmöglich alle von WOB und/oder Bayern verpflichtet werden!!!
    Da müßten beide Vereine einen 50-er oder gar 60-er Kader aufbauen!!!

    Ich sehe im Moment jedenfalls immer noch viel Platz für reine Frauenvereine in der Buli!!!

    Die müssen halt mit Einsatz, Disziplin und Mut gegenhalten, und mit mannschaftlicher Geschlossenheit die individuellen Nachteile ausgleichen!!! 😄

    (14)
  • Altwolf sagt:

    @fisch.
    Deine Polemik ist mal wieder absolut „gruselig“.
    Und was ist das für eine Logik, wenn du die Spielerinnen, die sich „mit dem Geld betrogener Autokunden und Erfolgsprämien aus MF-Transfers und Cup-Gewinnen“ dann in nicht fairem und chancengleichem Sport verpflichten und bezahlen lassen, explizit wieder entschuldigst. Sie lassen sich zum Team „zusammenkaufen“ und Du wünscht ihnen auch noch eine erfolgreiche Entwicklung.

    Vielleicht strengst Du mal dein Gedächtnis an und blickst mal in die Vergangenheit der früher so erfolgreichen Clubs zurück. Vielleicht gibt es da doch mehr Parallelen zum heutigen Stand des FF, als Du es uns hier weismachen möchtest.

    @Volker.
    Die Vorstellung auf Jahre ein Duell zweier Clubs um Titel hatten wir doch alles schon und trotzdem sind es inzwischen andere Clubs, die sich um die Titel streiten. Warum sollen da nicht auch wieder andere mit Ambitionen dazukommen ?
    Hattest Du vor ca. 8 bzw.9 Jahren etwa WOB o. Bayern München auf dem Zettel für den Titelkampf ?

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ Volker:

    Frau Damnjanovic geht von Sand nach München, und du schwadronierst hier von „Menschenhandel“; als Frau Feiersinger letztes Jahr den umgekehrten Weg ging, warst du still!

    (10)
  • Aldur sagt:

    Volker sagt:
    „Stell dir mal vor wir hätten auf Jahre hinaus ein Duell zwischen Wolfsburg und Bayern um die Spitze in der Liga und denk mal darüber nach was das für das allgemeine Interesse am FF bedeuten würde.“

    Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir im Frauenfussball über Jahre ein Duell zwischen Frankfurt und Potsdam um die Spitze, und das war ganz gut zu verkraften. Warum sollte das plötzlich so ein Drama sein, nur weil es jetzt zwei andere Mannschaften sind? Davon abgesehen beweist doch gerade die aktuelle Saison, dass es keineswegs nur ein Zweikampf sein muss.

    (9)
  • fisch sagt:

    @ Altwolf
    Ganz schön dünnhäutig und diskriminierend Deine Reaktionen, wenn ich hier aus gegebenem Anlass meine Meinung zu einschlägigen Methoden des Teambuilding im aktuellen Profimannschaftssport im Allgemeinen und im FF am Beispiel von u.a. WOB und FCB poste. Das entspricht garnicht Deinem fairen und sachlichen Stil Deiner sonstigen Beiträge. Die betreffenden Spielerinnen für dieses System noch anzugreifen, kommt mir nun garnicht in den Sinn, denn sie sind Mittel zum Zweck der Erfolgs- und Titelbeschaffung als wirtschaftliche Einkommensquelle und nicht die Verursacher. Die Symbiose von Sport und Profit ist das, was ich nicht mag.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Aldur,
    Wenn man es ganz genau nimmt, war es auch damals schon ein Dreikampf!!!
    Denn der FCR Duisburg mischte vorne immer munter mit, auch wenn es nach 2000 in der Meisterschaft nie mehr ganz bis nach vorne reichte!!!
    Aber sie holten zweimal den DFB-Pokal, und einmal sogar die CL!!!

    Auch diese Saison sieht es ganz nach einem Dreikampf aus!!! 😉

    (1)

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