Lira Alushi beendet Karriere

Von am 28. Februar 2017 – 12.15 Uhr 11 Kommentare

Welt- und Europameisterin Lira Alushi hat sich entschieden, ihre aktive Karriere im Frauenfußball zu beenden.

Die 79-fache Nationalspielerin erklärte auf ihrer Facebook-Seite: „Die Entscheidung fällt mir echt schwer, weil ich sehr gerne nochmals in einem attraktiven Verein gespielt hätte. Doch es war leider nicht möglich, eine passende Stadt zu finden, in der mein Ehemann Enis und ich unsere privaten und sportlichen Pläne hätten realisieren können.“

Zuletzt für Paris aktiv

Bis zur Babypause war sie beim französischen Verein Paris Saint-Germain aktiv, mit dem sie 2015 in Berlin das Champions-League-Finale gegen den 1. FFC Frankfurt bestritt.

Welt- und Europameisterin

Von 2005 bis 2015 bestritt Alushi 79 Länderspiele, das letzte beim Algarve Cup 2015 gegen Schweden. Ihre größten Erfolge mit der Frauenfußball Nationalelf waren der Gewinn der WM 2007 in China sowie die beiden EM-Titel 2009 und 2013.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • Emma Woodhouse sagt:

    Natürlich ist das ihre private Entscheidung und man sollte diese respektieren. Allerdings finde ich es bedenklich, was dadurch für ein Eindruck entsteht. Wir leben im Jahr 2017 und eine Frau gibt ihre Karriere zugunsten ihres erheblich schlechter verdienenden und im Vergleich zu ihr unbekannten Mannes auf.
    Mal abgesehen vom fußballerischen Verlust…

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  • netflyer sagt:

    Naja, dass ihr Mann erheblich schlechter verdient, wage ich zu bezweifeln. Marktwert laut Transfermarkt.de immerhin 550 TEURO. Schade allemal, dass sie ihre Karriere beendet. Ich wünsche ihr alles Gute.

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  • tavalisk sagt:

    @Emma

    Ihr Mann ist seit Jahren Zweitligaprofi (Paderborn, Lautern, St.Pauli, Nürnberg). Ich glaube kaum, dass er schlechter verdient, schon gar nicht „erheblich“. Auch das mit dem Bekanntheitsgrad wage ich anzuzweifeln. Der gemeine deutsche Fußballfan, der den Frauenfußball nur vom Hörensagen kennt, wird wohl auch eher schon vom Zweitligaspieler, als von der ehemaligen Nationalspielerin gehört haben. Darüber hinaus ist es nur Deine Interpretation, dass sie ihre Karriere zu Gunsten ihres Mannes aufgibt. Niemand weiß genau, wie die zitierten „privaten und sportlichen Pläne“ aussehen.

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  • bale sagt:

    ich hatte ja auf Gladbach oder duisburg gehofft,aber vielleicht ist es besser ,wenn frauenfussballerinnen einen mann habe,der gar nicht spielt.wie die katy chapman in England 3 kids.

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  • Emma Woodhouse sagt:

    @tavalisk:

    Naja, er wird nicht 10.000 Euro im Monat verdienen und Werbeverträge hat er auch nicht in dem Umfang wie sie. Dazu kommen noch Prämien von Erfolgen mit der Nationalmannschaft. Das macht zusammen „erheblich“ mehr als er!
    Lira Bajramaj war nach Birgit Prinz die bekannteste deutsche Fußballerin. Und gerade während der WM 2011 überall in den Medien. Aber wenn man Fußballfan mit Männerfußballfan gleichsetzt, kann man sich natürlich einreden, er sei bekannter als sie.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Emma Woodhouse: Nur mal zur groben Einordnung, um die Zahlen etwas gerade zu rücken. 😉
    https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/116-000-euro-pro-jahr-selbst-drittliga-kicker-verdienen-wie-top-banker-aber-mit-einem-haken_H254104146_288017/

    Für 10 000 Euro im Monat würde ein deutscher Zweitligaspieler wohl kaum aufstehen in der Früh. Ich habe allerdings keine Infos gefunden, wie aktuell die Gehälter in der israelischen Liga sind. Enis Alushi ist ja derzeit an Maccabi Haifa ausgeliehen.

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  • Volker sagt:

    Lira Bajramaj stand ich 2011 sehr kritisch gegenüber. Sie wurde damals zum Topmodel des Frauenfußball hoch gejubelt. Wobei der Fußball auch eher nebensächlich wurde. Stand Sie doch für die sexistische Verlogenheit der Medien. Verschwand Sie nach der WM genau so schnell aus dem Focus wie der Frauenfußball. Schon im Film 11 Freundinnen sprach sie vom Heiraten. Sie hat das Ziel ihrer Wünsche erreicht und man kann ihr nur viel Glück wünschen. Ob Sie als Lira Alushi ihre Karriere „geopfert“ hat ist wilde Spekulation. Wer der Beiden nun mehr Geld verdient halte ich 1. für uninteressant und 2. geht es niemanden etwas an ! Darüber kann sich die Tratsch Presse ihren Quatsch zusammen reimen. Auf einer Seite für Fußball hat das nichts verloren!

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  • waiiy sagt:

    Ich finde es schade, dass sie die Schuhe an den Nagel gehangen hat. Sie hat gerade in der Duisburger und Potsdamer Zeit viel für den Fußball in der jeweiligen Region getan. Sie hat auf dem Feld immer mehr gegeben, als sie hatte und ist manchmal über körperliche und manchmal auch über emotionale Grenzen gegangen. Und sie konnte nicht verlieren, was bei Sportlerinnen eine Grundvoraussetzung sein sollte. Neben dem Feld hat sie sicher polarisiert. Aber sie hat sich auch immer vor die Mannschaft gestellt, wenn es nicht lief. Sie hat sogar den Kampf mit Schröder aufgenommen und etwas geerntet, was viele bei Schröder nicht schafften: Respekt und Anerkennung.

    Und ich habe Lira erlebt, wie sie (mit Ihrer Schwester im Geiste Coco) mit den Mädchen in den Kinder- und Jugendmannschaften umgegangen ist. Sie war immer wieder bei deren Training, bei Weihnachtsfeiern und auch bei Spielen dabei. Sie hat die damalige Generation von Mädchen sehr positiv beeinflusst und mehr geleistet als viele Spielerinnen, die jetzt 10 oder 20 Fotos auf Facebook und ähnlichem posten. Das sollte man jetzt nicht vergessen.

    Dann wurde sie als das Cover Girl für die WM 2011 auserkoren, um die Leute in die Stadien zu holen, nur um dann von Neid völlig unverständlichen demontiert zur werden bzw. auf Positionen zu spielen, die ihr nicht liegen. Das hat damals Viele aufgeregt. Aber nach dem Turnier hat man nur gesehen, dass sie nicht das gebracht hat, was man sich erhofft hatte.

    Und in Frankfurt erlitt sie das Schicksal, das einige mit ihr geteilt haben: sie kam hin und wurde schlechter gemacht. Da gibt es ja auch einige andere Beispiele und die Trainer, die sich damals die Klinke dort in die Hand gegeben haben, haben eben auch oft unverständliche Sachen mit der Mannschaft angestellt, um die Meisterschaften zu verhindern.

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  • Kakashi sagt:

    Lira war damals mit ein großer Faktor, warum ich auf den Frauenfußball aufmerksam wurde. Ich habe sie kurz bei Duisburg erlebt und dann ausführlich bei Potsdam. Und es war großartig zu sehen, dass auch im Frauenfußball ein Niveau in Sachen Technik und Ballbeherrschung erreicht wurde. Ich habe es geliebt, sie beim Zaubern zu sehen. Auch in der Natio war sie bis zur WM 11 ein super Talent. Mit Bedauern habe ich dann ihren Abstieg bei Frankfurt erlebt und gleichzeitig auch irgendwie für mich den des FF. Seither waren es nur die Japanerinnen und Französinnen, die mich mit ihrer Technik beeindruckt haben.

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  • waiiy sagt:

    @Kakashi: Super geschrieben. Ich kann nur zustimmen.

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  • Emma Woodhouse sagt:

    @Markus Juchem

    Das wusste ich nicht :O Heftig!! Da ist noch viel zu tun in Sachen Gleichberechtigung. Danke für den Link!

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