Frauen-Bundesliga: Duell der Erzrivalen

Von am 24. Februar 2017 – 17.48 Uhr 6 Kommentare

Am 13. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga kommt es zum Evergreen zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam.

Prießen und Schmidt zurück im Kader

Im Stadion am Brentanobad kommt es am Sonntag ab 17 Uhr (SPORT1 live) zum Klassiker zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam. Die Frankfurterinnen können dabei wieder auf Abwehrspielerin Marith Prießen zurückgreifen, die ihren Außenbandriss im rechten Fuß auskuriert hat. Und auch Sophie Schmidt wird nach ihrem Armbruch wieder im Kader stehen.

Mit dem Maximum zum Erfolg

Frankfurts Trainer Matt Ross meint: „Am Sonntag erwartet uns ein heißer Tanz gegen unseren alten Rivalen, der nach einer fantastischen Hinrunde zurecht ganz oben steht. Wir müssen unser absolutes Maximum abrufen, wenn wir gegen Potsdam bestehen wollen – und der Wille dazu ist da!

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Wolfsburg voller Selbstvertrauen

Der Tabellenzweite VfL Wolfsburg tritt bei Bayer 04 Leverkusen an. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meint: „Wir haben eine Menge Selbstvertrauen aus den vergangenen Spielen und somit gibt es auch nur das klare Ziele, einen Sieg einzufahren. Natürlich wissen wir, dass es nichts geschenkt gibt – Leverkusen wird sich wehren. Deswegen brauchen wir eine gute Leistung, um drei Punkte mit nach Wolfsburg zu nehmen.“

Gunnarsdóttir-Einsatz fraglich

Dabei steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Sara Björk Gunnarsdóttir. Die Isländerin bekam im Training am Mittwoch einen Schlag auf den Oberschenkel und musste Mittwochnachmittag und Donnerstag aussetzen.

Jena hat nichts zu verlieren

Der FF USV Jena reist zum ersten Auswärtspiel des Jahres und bekommt es dabei gleich mit Meister FC Bayern München zu tun. „Wir haben in diesem Spiel gar nichts zu verlieren“, so Jenas Trainerin Katja Greulich. „Entsprechend können wir dann auch in dieses Spiel am Sonntag gehen.“

Bayern ohne Holstad

Die Münchnerinnen müssen dabei auf Abwehrspielerin Nora Holstad (Muskelverletzung) verzichten. Bayern-Trainer Thomas Wörle meint: „Wir sind gewarnt. Die Thüringerinnen verfügen über eine bundesligaerfahrene Mannschaft. Gegen Wolfsburg vor zwei Wochen haben sie eine sehr ansprechende Leistung gezeigt und über 90 Minuten stark verteidigt.“

Spielszene Turbine Potsdam gegen FFC Frankfurt

Turbine Potsdam gewann das Hinspiel gegen den 1. FFC Frankfurt souverän © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Freiburg will Dreier landen

Der SC Freiburg reist zum Auswärtsspiel zum MSV Duisburg und will dort die ersten Punkte des Jahres einsammeln. „Das ist unser klares Ziel und so werden wir auch in das Spiel gehen“, so FreiburgsTrainer Jens Scheuer. Doch er warnt: „Der MSV Duisburg hat erst am letzten Wochenende gezeigt, zu welchen Leistungen er im Stande ist“, lobt der Freiburger Trainer den Punktgewinn der Duisburgerinnen im Revierderby in Essen.

Hoffenheim in guter Verfassung

Die TSG 1899 Hoffenheim empfängt im heimischen Stadion die SGS Essen. Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meint: „Mit den Trainingseinheiten dieser Woche bin ich sehr zufrieden, jede bemüht sich, nochmal etwas draufzupacken. Körperlich sind die Spielerinnen in einer guten Verfassung. Das Remis zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FF USV Jena ist für die Tabellensituation aus unserer Sicht natürlich nicht ungünstig. Wir versuchen jedoch einfach, unsere Punkte zu holen, dann müssen wir nicht auf die Anderen schauen.“

Sand weiter ohne Feiersinger

Der SC Sand hat Aufsteiger Borussia Mönchengladbach zu Gast. „Heimpunkte sind für uns Pflichtpunkt, unabhängig von der Tabellensituation“, sagt Sands Interimstrainerin Claudia von Lanken. Laura Feiersinger wird wegen ihrer Probleme an der Achillessehne weiterhin ausfallen und auch Jana Vojtekova sollte erst beim Pokalspiel Mitte März bei Werder Bremen wieder dabei sein.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

6 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Hier der Vorbericht zum „Evergreen“ von unserem Medienpartner MAZ!!!
    http://www.sportbuzzer.de/artikel/frauen-bundesliga-bangen-um-die-erste-sturmreihe-bei-turbine-potsdam/

    (0)
  • FFFan sagt:

    Der 1.FFC Frankfurt und Turbine Potsdam treffen bereits zum vierzigsten Mal in der Frauen-Bundesliga aufeinander (wenn man die Spiele der SG Praunheim in der Saison 1997/98 mitzählt). Kein Duell gab es öfter, denn diese beiden Vereine sind die einzigen, die seit Gründung der eingleisigen Bundesliga ununterbrochen dabei sind! Noch nie aber war der FFC dabei so sehr Außenseiter wie in diesem Jahr.

    Der ‚Evergreen‘ im Faktencheck:

    – Turbine Potsdam ist -trotz eines noch ausstehenden Nachholspiels- Tabellenführer der Bundesliga. Frankfurt hat als Fünfter bereits acht Punkte Rückstand. Allerdings ist der FFC in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen. Potsdam hat seine bislang einzige Saisonniederlage auswärts (in Freiburg) kassiert.

    – Der direkte Vergleich:
    — Gesamtbilanz in der Bundesliga (aus Frankfurter Sicht): 39 Spiele, 18 Siege, 7 Unentschieden, 14 Niederlagen, 78-66 Tore;
    — Heimbilanz in der Bundesliga: 19 Spiele, 11 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen, 44-32 Tore;

    – Die höchsten Heimsiege:
    — SG Praunheim vs. Turbine Potsdam 7-1 (am 05.10.1997)
    — 1.FFC Frankfurt vs. Turbine Potsdam 5-1 (am 15.02.2015)
    — 1.FFC Frankfurt vs. Turbine Potsdam 4-0 (am 12.05.2008)

    – Die höchsten Auswärtssiege:
    — 1.FFC Frankfurt vs. Turbine Potsdam 2-7 (am 13.06.2004)
    — 1.FFC Frankfurt vs. Turbine Potsdam 2-6 (am 15.06.2006)

    – Die wichtigsten Spiele:
    Hier sind wohl vor allem die beiden ‚Endspiele‘ in den Jahren 2003 und 2004 zu nennen. Am 15.06.2003 musste der 1.FFC Frankfurt am letzten Bundesligaspieltag der Saison 2002/03 vor 7.900 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion antreten und konnte mit einem 0-0 seinen 2-Punkte-Vorsprung in der Tabelle verteidigen. Kurz vor Schluss landete der Ball im Frankfurter Tor und für zwei Sekunden glaubten die ‚Turbinen‘, sie wären Meister – dann war klar: der Treffer zählte wegen Abseits nicht!
    Ein Jahr später lief es dann umgekehrt: am letzten Spieltag der Saison 2003/04 reiste Potsdam als Spitzenreiter mit einem Punkt Vorsprung nach Frankfurt und konnte nach dem bereits erwähnten 7:2-Auswärtssieg seine erste gesamtdeutsche Meisterschaft feiern. Mit dem Meisterpokal (eine Schale gibt es erst seit 2009) im Gepäck ging es im ‚Triumphzug‘ zurück nach Brandenburg…
    Ein ganz wichtiges Spiel fand am 01.06.2014 ausnahmsweise nicht am Brentanobad, sondern im Volksbank-Stadion (auch als „Bornheimer Hang“ bekannt) statt: am vorletzten Spieltag der Saison 2013/14 hatte Turbine noch die Chance, durch einen Sieg in Frankfurt noch ein Wörtchen um den Meistertitel mitzureden. Doch beim Stand von 1-1 verschoss M.Mjelde einen Strafstoß – und es sollte noch schlimmer kommen: in der Nachspielzeit gelang K.Garefrekes das 2-1 für den FFC! Damit hatte Potsdam nicht nur die Meisterschaft, sondern auch die Champions-League-Teilnahme verspielt!
    Legendär ist natürlich auch die Begegnung des 4.Spieltags der Saison 2012/13 am 30.09.2012 in Babelsberg, als in der 89.Spielminute zwei Potsdamer Spielerinnen mit den Köpfen zusammenknallten und nicht mehr weiterspielen konnten und die Frankfurterinnen die numerische Überlegenheit (die Gastgeberinnen hatten ihr Wechselkontingent bereits ausgeschöpft) in der 7-minütigen Nachspielzeit noch zum Siegtreffer nutzten. Das sorgte damals für viel ‚böses Blut‘: einige ‚Heißsporne‘ unter den Turbine-Fans waren vor Wut drauf und dran, das Stadion abzureißen – aber was hätte das schon geholfen?! 😉

    Man sieht schon, die Historie dieses Traditionsduells ist voller Anekdoten, und deshalb wird es für alle Zeiten ein „Klassiker“ bleiben, auch wenn es in den letzten Jahren durch das Aufkommen neuer Spitzenklubs (VfL Wolfsburg; Bayern München) etwas an Brisanz und Bedeutung verloren hat.

    – Spiele außerhalb der Bundesliga:
    — Bilanz im DFB-Pokal (aus Frankfurter Sicht): 8 Spiele (davon 4 Endspiele), 3 (1) Siege und 5 (3) Niederlagen;
    — Bilanz im UEFA-Cup (aus Frankfurter Sicht): 2 Spiele, 2 Siege (dabei handelt es sich um Hin- und Rückspiel des Finales der Saison 2005/06)!

    (6)
  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Vielen Dank für diesen ausführlichen Abriss dieses Klassikers!!!

    Dieses Duell wird wohl niemals ein „ganz normales Bundesligaspiel“ sein!!!

    Augenzeugen des damaligen „Endspiels 2002/2003“, und davon gab/gibt es ja jede Menge (7900), beharren übrigens bis heute darauf, daß es keine Abseitsstellung damals gegeben hätte, und Potsdam somit um den Titel gebracht wurde!!!

    Ähnlich kontrovers das einzige Aufeinandertreffen im Kölner DFB-Pokalfinale, als noch-TURBINE BABBS PETER, angeblich ex-TURBINE NATZE ANGERER gefoult haben soll, und somit der wunderschöne Freistoßtreffer der heutigen Co-Trainerin JENNY ZIETZ zum 2:2 Ausgleich leider nicht gezählt hatte!!!

    Den Siegtreffer in diesem besagten „Skandalspiel“ 2012/13, erzielte auch noch ausgerechnet ex-TURBINE LIRA BAJRAMAJ, deren Wechsel an den Main mittels „sehr umfangreichem Gesamtpaketes“ für sehr viel Wirbel sorgte!!!

    Als dann ausgerechnet LIRA sich kurz danach auch noch einen Kreuzbandriß zuzog, der ohne gegnerischen Einfluss passierte, wurde das von der Frankfurter Presse zu einer widerlichen Schmutzkampagne gegen die damals noch sehr junge TABBI KEMME genutzt!!!

    Zum Glück hat sich das Niveau der Begegnungen danach wieder auf rein sportliche Aspekte beschränkt!!!

    Letzte Saison war TURBINE weit weg von der Tabellenspitze, und diese Saison hat Frankfurt nix mit dem Ausgang der Meisterschaft zu tun!!!

    Ich freue mich auf ein hoffentlich schönes Spiel, und hoffe natürlich, daß meine TURBINEN die drei Punkte mit nach Hause nehmen werden!!! 🙂

    (-2)
  • enthusio sagt:

    @FFFan:
    danke !

    @Detlef:
    „Als dann ausgerechnet LIRA sich kurz danach auch noch einen Kreuzbandriß zuzog, der ohne gegnerischen Einfluss passierte, wurde das von der Frankfurter Presse zu einer widerlichen Schmutzkampagne gegen die damals noch sehr junge TABBI KEMME genutzt!!!“

    Ich kann mich noch sehr gut an die emotionale Diskussion nach dieserm Spiel erinnern. Aber eines ist ganz sicher: „ohne gegnerischen Einfluss“ hat sich Lira Alushi (damals noch Bajramaj) diese schwere Verletzung mit Sicherheit nicht zugezogen. Tabea Kemme hatte sich ja nach ihrem Foul noch bei der verletzten Spielerin entschuldigt.
    http://www.womensoccer.de/2012/09/30/verletzungen-uberschatten-spitzenspiel-aufsteiger-uberraschen/

    (1)
  • busyr sagt:

    @enthusio:
    Nur weil sich Tabea Kemme bei Lira für das Foul entschuldigt hat, trägt sie noch lange keine unmittelbare Schuld an Liras Verletzung. Lira ist damals beim Aufkommen auf dem Boden weggeknickt, als das Foul bereits war bei war und Tabea Kemme nichts mehr getan hat. Anders wäre, wenn der Tritt die Verletzung ausgelöst hätte. Dass hat er aber nachweislich nicht. Und für das unglückliche Abknicken beim aufkommen konnte Tabea nun absolut nichts – schon gar nicht unmittelbar. Es war einfach ein unglücklicher Unfall, der im Sport leider viel zu vielen Sportler passiert (neben Fußball z. B. auch häufig im Turnen, beim Handball, Basketball und Volleyball). Einfluss bezieht sich aber immer auf UNMITTELBARE Schuld. Und da diese, wie bereits erklärt, hier nicht vorliegt, geschah die Verletzung auch korrekterweise „ohne gegnerischen Einfluss“. Somit ist Detlefs Aussage absolut korrekt.

    Und das sich Tabea nach dem Foul entschuldigt, ist doch einfach nur fair und hat auch absolut nichts mit Eingeständnis einer Schuld an der Verletzung zu tun. Das wäre dann eine falsche Kausalverkettung.

    (4)
  • bale sagt:

    NICHT ZU vergessen,wie die Turbine fans Lira ausgebuht haben uns sie als Simulantin beschimpft haben.zum glück haben wir solche schlimmen spiele so gut wie nie in der FRAUEN LIGA.ES IST DAMALS DRAMATISCH GELAUFEN AUCH MIT DEN BEIDEN TURBINEN,DIE MIT DEN KÖPFEN ZUSAMMEN GESTOSSEN SIND.

    (2)

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