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Carli Lloyd Weltfußballerin, Silvia Neid Welttrainerin

Von am 9. Januar 2017 – 19.56 Uhr 13 Kommentare

US-Nationalspielerin Carli Lloyd ist zum zweiten Mal in Folge zur Weltfußballerin gewählt worden. Ex-Bundestrainerin Silvia Neid gewann zum dritten Mal die Wahl zur Welttrainerin.

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Lloyd (20,68 %) setzte sich gegen die fünffache Weltfußballerin Marta (16,60 %) und Ex-Nationalspielerin Melanie Behringer (12,34 %) durch.

Lloyd überrascht

Lloyd erklärte anlässlich ihrer Auszeichnung: „Ehrlich gesagt habe ich das nicht erwartet. Melanie und Marta hätten diesen Preis ebenso verdient. Ich möchte dem ganzen Team danken, vor allem Trainerin Jill Ellis, die an mich geglaubt und mich besser gemacht hat.“

Silvia Neid

2010, 2013, 2017 – Welttrainerin Silvia Neid © Nora Kruse / ff-archiv.de

„Sehr große Ehre“

Neid gewann die Wahl bereits zum dritten Mal nach 2010 und 2013 und setzte sich dabei mit 29,99 % der Stimmen gegen US-Nationaltrainerin Jill Ellis (16,68%) und Schwedens Nationaltrainerin Pia Sundhage (16,47%) durch. „Es ist eine sehr große Ehre, diese Auszeichnung zum dritten Mal entgegennehmen zu dürfen“, so Neid. „Mein erster Dank gilt meiner Mannschaft und dem Team hinter dem Team, denn sie haben mir über Jahre den Rücken gestärkt und dafür gesorgt, dass wir viele Titel gewinnen konnten.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • Fußball, F1 sagt:

    Ein guter Abschluß für Silvia Neid. Bei Melanie habe ich es befürchtet, schade.

    (7)
  • bale sagt:

    bravo carly

    (-4)
  • F.B. sagt:

    Da mit Ada Hegerberg und Amandine Henry die beiden Spielerinnen, die im Jahr 2016 die besten Leistungen abgerufen hatten, nicht unter die TOP 3 kamen, hatte die Wahl für mich dieses Mal keinen großen Wert. Immerhin hat mit Carli Lloyd diejenige Spielerin gewonnen, die es dann von den dreien am meisten verdient hat. Die Wahl von Melanie Behringer wäre eine nicht zu toppende Farce gewesen. Sie war bei Olympia durch ihr unkonzentriertes Spiel und ihre mangelnden technischen Fähigkeiten ein beständiger Gefahrenherd für die eigene Defensive. Da nützte es auch nichts, dass sie durch die Verwandlung dreier Elfmeter Torschützenkönigin wurde.

    (14)
  • enthusio sagt:

    Welche Ahnungslosen haben denn da wieder gewählt ?
    Nur Melanie Behringer hätte nach ihrem grandiosen Jahr die Auszeichnung verdient gehabt, sie hat alle anderen 2016 klar in den Schatten gestellt.

    Silvia Neids Auszeichnung war nach dem Olympiasieg zum Abschluss ihrer Karriere natürlich zu erwarten.

    (-17)
  • Detlef sagt:

    @F.B.,
    Ich pflichte Dir zu 100% bei!!!

    (-10)
  • sam2009 sagt:

    Ada Hegerberg wäre auch meine Nummer eins gewesen.

    (17)
  • FrankE sagt:

    Hey enthusio, ich war selten so wenig Deiner Meinung. Mir war schon unverständlich warum Behringer und auch Marta es überhaupt in diese Auswahl geschafft haben. Wäre eine der beiden auch noch gewählt worden hätte ich das als Witz aufgefasst.

    (6)
  • Schelle sagt:

    Ich verstehe allerdings nicht, welche besonderen Leistungen es in 2016 von Amandine Henry zu bewundern gab. Sie war 2015 sehr stark. Aber 2016? Da war Camille Abily klar stärker. In Portland hat Henry nicht viel gezeigt, bei Olympia fast gar nichts und in Lyon war sie in 2016 (Frühjahr) nicht mehr so stark wie 2015

    Ich pflichte Enthusio in einem bei. Von den drei hätte es am ehesten Behringer verdient. Carli Lloyd ist ein großer Witz. Sie war noch nicht mal ansatzweise die beste US-Amerikanerin in dieser Saison.

    Behringer ist immerhin Olympiasiegerin geworden, hatte mit 5 Toren großen Anteil daran (Torschützenkönigin) und ist als Mannschaftskapitänin Meister in Deutschland geworden. Sie war beim besten Willen nicht herausragend. dafür mag ich ihr langsames und behäbiges Speil auch nicht. Aber sie war für mich aufgrund der Erfolge zumindest Einäugige unter den Blinden

    Was hat Carli Llyod in 2016 gemacht? Mit Houston Dash enttäuscht, nach Olympia erst mal Pause gemacht, um ein Buch vorzustellen (während der Saison) und bei Olympia nach schwacher Leistung von ihr mit Team USA im Viertelfinale ausgeschieden. Schaut mal in US Foren. Die lachen sich kaputt.

    Klar beste Spielerin 2016 war allerdings Ada Hegerberg

    (17)
  • F.B. sagt:

    @Schelle:
    Wenn Titel ausschlaggebend sind, dann hätte es aber am ehesten Sara Däbritz verdient gehabt. Die hat ein wirklich großartiges olympisches Turnier gespielt und hatte sowohl am Olympiasieg als auch am Meistertitel der Bayern großen Anteil.
    Torschützenkönigin zu sein kann für mich kein ausschlaggebendes Kriterium für eine Weltfußballerin sein. Man möge sich vorstellen, dass Annike Krahn die drei Elfmeter geschossen hätte. Hätte sie dann Weltfußballerin werden sollen?
    Im CL-Finale war Amandine Henry klar stärker als Camille Abily. Ihr Pech ist einfach, dass man mit der französischen Nationalmannschaft nie weit kommt. Für mich spielt sie seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau und hat das Spiel auf der Sechs nachdrücklich geprägt. Auch aus diesem Grund verdient sie für mich eine solche Auszeichnung. Wenn ich jetzt die Spielweise von Henry mit derjenigen von Behringer vergleiche – dazwischen liegen Welten.

    (2)
  • FFFan sagt:

    Sylvia Neid als Welttrainerin ist eine logische Wahl. Der Olympiasieg war die Krönung einer einzigartigen Karriere.

    Bei der Wahl zur Weltfußballerin bin ich ein wenig gespalten. Sicherlich hätte ich es M.Behringer gegönnt. Aber für die beste Spielerin der Welt halte ich sie nicht unbedingt. Seien wir ehrlich: wäre im deutschen Team jemand anders für die Elfmeter zuständig gewesen, wäre Behringer nicht Torschützenkönigin geworden und wahrscheinlich auch nicht auf der Nominierungsliste gestanden, mag sie auch ein starkes Turnier gespielt und auch sonst ein gutes Jahr gehabt haben. Andererseits fand ich C.Lloyd und Marta im Jahr 2016 jetzt auch nicht so herausragend…

    Aber ‚Mel‘ muss nicht traurig sein: sie hat in Rio die Goldmedaille gewonnen, und das zählt mehr als jede Individualauszeichnung!

    (5)
  • Ludwig sagt:

    Seltsame Dinge geschehen auf diesem Globus. F.B. erhält 14 Raufdaumen und Detlef für die Unterstützung der 14 Raufdaumen 6 Runterdaumen. Das Gute daran: ich muss das nicht verstehen.

    (7)
  • Schelle sagt:

    @F.B.

    Wenn Titel ausschlaggebend wären….Sie sind es zumeist bei der Wahl. Und Behringer war halt auch noch Torschützenkönigin.

    Du hattest aber geschrieben, dass „immerhin mit Carli Lloyd“, diejenige gewonnen habe, die es dann von den dreien am ehesten verdient hätte“. Sorry, das muss ich allerdings nicht verstehen. Ich denke, sie hat es am wenigsten von den dreien verdient.

    Lloyd hat in ein paar Freundschaftsspielen gegen schwache Gegner ein paar Tore erzielt.

    Bitte erläutere doch mal, wieso sie es mehr verdient hat als Marta oder Behringer. Wieso war sie überhaupt unter den besten 10 – das hätten Henry, Ada, Lindahl, Heath (beste Spielerin der NWSL 2016 Saison) wesentlich eher verdient.

    Und zu Henry. Du kritisierst Behringer, dafür das sie ein paar Elfmetertore geschossen hat und findest es aber bei Henry ausreichend für den Titel Spielerin des Jahres, wenn sie in einem Spiel gut war.

    Legst Du immer den gleichen Maßstab an?

    (8)
  • F.B. sagt:

    @Schelle:
    Mein Maßstab ist, inwiefern eine Spielerin Anteil an einem Titelgewinn hat und einer Mannschaft ihren Stempel aufdrückt. Das ist in meinen Augen bei Henry bezüglich des französischen Meistertitels und CL-Siegs der Fall (ebenso natürlich bei Hegerberg). Bei Behringer muss man natürlich konstatieren, dass sie bei Bayern eine sehr wichtige Rolle spielt, in der NM konnte ich das aber überhaupt nicht sehen. Deutschland ist trotz und nicht wegen Behringer Olympiasieger geworden, sie war ein destabilisierender und nicht wie bei Bayern (zumindest bis Mai) ein stabilisierender Faktor.

    Ich stimme mit dir auf jeden Fall darin überein, dass Lindahl und Heath eine Berücksichtigung unter den besten 10 viel eher verdient gehabt hätten als Lloyd, Martha und Behringer. Von den dreien hätte ich mich aber für Lloyd entschieden, weil diese in ihrer NM immer noch eine wichtige Rolle spielt und in meinen Augen, im Gegensatz zu Martha, noch nicht über dem Zenit ist.

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