Champions League: Bayern und Wolfsburg spazieren ins Viertelfinale

Von am 17. November 2016 – 20.06 Uhr 13 Kommentare

Der FC Bayern München und der VfL Wolfsburg haben souverän das Viertelfinale der UEFA Women´s Champions League erreicht.

Die Müchnerinnen kamen beim WFC Rossiyanka nach dem 4:0 im Hinspiel zu einem neuerlichen 4:0 (1:0)-Erfolg.

Miedema trifft doppelt

Vivianne Miedema (42., 52.), Sara Däbritz (72.) und Nora Holstad Berge (90.+2) erzielten die Treffer für den Deutschen Meister. Die Gäste mussten nach dem Platzverweis gegen Kseniya Kovalenko (48.) nahezu die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl agieren.

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Wolfsburg locker durch

Auch der VfL Wolfsburg hatte nach dem 5:1-Hinspielsieg keine Mühe, das Rückspiel mit 3:0 (1:0) für sich zu entscheiden. Die Tore erzielten Lara Dickenmann (38.), Zsanett Jakabfi (62.) und Vanessa Bernauer (85.).

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Lyon erteilt Zürich neuerliche Lehrstunde

Manchester City genügte zum Weiterkommen bei Brøndby bereits am Dienstag ein 1:1, um sich mit einem Gesamtergebnis von 3:2 fürs Viertelfinale zu qualifizieren. Titelverteidiger Olympique Lyon machte nach dem 8:0 im Hinspiel gegen den FC Zürich Frauen mit einem 9:0 ein zweites Mal kurzen Prozess.

Barcelona überzeugt

Fürs Viertelfinale qualifizierten sich auch der FC Barcelona nach einem überzeugenden 4:0-Auswärtssieg beim FC Twente und Fortuna Hjørring mit einem 3:1 gegen den ACF Brescia. Keine Mühe hatte auch der FC Rosengard, sich mit einem Gesamtergebnis von 6:1 gegen Slavia Prag durchzusetzen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • F.B. sagt:

    Kurz ein paar Bemerkungen zum Spiel der Wölfinnen. Im Gegensatz zum Rückspiel gegen Chelsea zeigte die Mannschaft dieses Mal trotz des klaren Auswärtssieges eine sehr engagierte Leistung und machte sich die Schwächen der Schwedinnen in der Verteidigung zu Nutze. In der 8. Minute hatte aber zunächst Eskilstuna die erste Torchance nach Abstimmungsproblemen zwischen Nilla Fischer und Almuth Schulth. Mit Ausnahme einer weiteren Chance in der 39. Minute wurde die erste Halbzeit dann von den Wölfinnen dominiert, ohne jedoch in den ersten 30 Minuten richtig zwingend zu sein. Das Tor fiel dann nach einer schlecht verteidigten Ecke von Zsanett Jakabfi durch einen Schuss von Lara Dickenmann von der Strafraumgrenze.

    In der zweiten Halbzeit kamen die Schwedinnen dann gar nicht mehr vor unser Tor. Die Chance zum 2:0 vergab zunächst Julia Simic völlig freistehend aus acht Metern, nach einem schönen Zuspiel von Zsanett Jakabfi. Letztere erzielte dann wenig später das zweite Tor, nach einem tollen Spielzug über die linke Seite und einer Vorlage durch Tessa Wullaert. Das dritte Tor fiel dann ebenfalls nach einer Ecke von Zsanett durch einen kraftvollen Kopfball von Vanessa Bernauer.

    Was nach den beiden Spielen vor allem in Erinnerung bleibt, ist natürlich, dass wir endlich wieder Tore schießen. Daran hat natürlich Zsanett mit fünf Toren und eineinhalb Vorlagen den größten Anteil, es ist im Moment wirklich ein Vergnügen ihr beim Fußball spielen zuzusehen. Nicht nur durch ihre Vollstreckerrolle, sondern auch durch ihre Fähigkeiten bezüglich des Kombinationsspiels und ihrer Ballsicherheit ist sie zurzeit die alles überragende Spielerin. Dazu tritt sie auch noch hervorragende Standards. Daneben hat mir heute vor allem Tessa Wullaert sehr gut gefallen, enorm umtriebig, kombinationsstark und an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt. Auch Alex Popp mit einem guten Spiel auf der linken Seite, ein Wermutstropfen war leider eine völlig unnötige Gelbe Karte in der dritten Minute der Nachspielzeit. Julia Simic, die heute mal wieder für Ramona Bachmann randurfte, vor allem in den ersten zwanzig Minuten mit einigen guten Pässen und viel Engagement, aber auch immer wieder mit Abtauchphasen. Und man fragt sich vor allem, wann sie endlich mal ihren ersten Zweikampf gewinnt.

    In der Defensive Babett Peter sowohl in der Innenverteidigung in der ersten als auch als Linksaußen in der zweiten Halbzeit mit einer starken Leistung. Auch Noelle Maritz hat mir auf der rechten Seite gut gefallen, auch wenn sie defensiv kaum gefordert wurde.

    Das defensive Mittelfeld mit Sara Gunnarsdottir und Vanessa Bernauer defensiv meistens souverän und vor allem kopfballstark, offensiv aber mit wenig Impulsen. Gerade von Sara erwarte ich mir in Zukunft einfach deutlich mehr. Gegen Essen und Freiburg wird man sicher nicht so viel Platz auf den Flügeln bekommen, da muss dann die Zentrale mehr zeigen.

    (10)
  • enthusio sagt:

    Auch Paris hat das Weiterkommen nach dem heutigen 4:1 locker gegen BIIK-Kazygurt geschafft.

    Bei Twente-Barcelona sollen über 7.000 Zuschauer im Stadion gewesen sein. Krass !

    Jetzt darf man gespannt sein, wir sich die vier Außenseiter Hjørring, Rosengard, Barcelona und Manchester im „Konzert der Großen“ schlagen werden.
    Das wird in einer Woche eine sehr spannende Auslosung des Viertelfinales geben.
    Hoffentlich treffen Bayern und Wolfsburg nicht schon im Viertelfinale aufeinander.
    Aber Lyon möchte wohl auch jeder vor dem Finale aus dem Weg gehen.

    (5)
  • Detlef sagt:

    Trotz des klaren Hinspielergebnis, habe ich mir gestern das Spiel von Wob angesehen!!!
    In Hälfte Eins konnten die Schwedinnen die Begegnung noch einigermaßen offen gestalten, auch weil bei Wob sich viele Fehler im Offensivspiel eingeschlichen hatten!!!

    Und wenn sich die Wolfsburger Abwehr nicht gerade selber wieder ein Bein gestellt hatte, blieben die Versuche von Eskilstuna meist harmlos und ideenlos!!!
    Gegen die langen-, zumeist unpräzisen Bälle auf ihre einzige Spitze, hatten die Wölfinnen schnell ein Mittel gefunden!!!

    Spätestens nach dem Führungstreffer waren dann alle Messen gesungen, und es ging für die Nordeuropäerinnen eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung!!!

    Eigentlich sehr schade, daß der Vertreter einer der besten und stärksten Ligen Europas nicht mehr anzubieten hatte!!!

    Das es am Ende dann doch noch standesgemäß endete, war dann auch der schwindenden Kondition der Blauen geschuldet!!!
    Haarsträubende Stellungsfehler im eigenen 16-er, und zT auch das Pech, sorgten für den deutlichen Sieg des Favoriten!!!

    Fazit;
    Ein gelungener Pflichtsieg der Werkself!!!
    Allerdings werden sie in der Liga wieder auf wesentlich mehr Gegenwehr treffen!!!
    Dort werden Ihnen die Gegenspielerinnen viel stärker auf den grün-weißen Wolfspelz rücken, und ihnen das Toreschießen nicht so leicht machen wie die Schwedinnen!!! 😉

    (3)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Du hast die Partie sehr gut zusammengefaßt und ich habe den gleichen Eindruck vom Spiel gehabt.

    Ich würde mir von Tessa im 16er noch mehr Entschlossenheit u. Durchsetzungswillen wünschen, dann wäre sie noch torgefährlicher. So hat sie gestern Caro sehr gut auf der re. Seite vertreten.

    Unser Problem bleibt derzeit, neben dem Erzielen von Toren aus der Vielzahl der Chancen, Jay derzeit die rühmliche Ausnahme, das MF. Auch gestern war der Abstand zwischen Defensive und Offensive viel zu groß, da die 3 zentraleren MF-Spielerinnen, J.Simic, V.Bernauer u. S.Gunnardottir sich diesen Raum nicht gut aufteilten und keine Abstimmung miteinander fanden, was auch bei den Pressingversuchen von den Schwedinnen deutlich wurde.
    Hier hat A.Schult oft keine Anspielstation gefunden und so immer wieder mit langen Bällen auf A.Popp auf LA das Spiel eröffnen mussen, was dann glücklicherweise auch z. T. gut klappte, wie beim 2:0 zu sehen war.

    Diese unmotivierte körperliche Attacke, für die Alex zu Recht Gelb sah,hat sie inzwischen auch selbstkritisch als unkontrolliert beurteilt, was ihr eigentlich nicht mehr passieren dürfe.

    Leider nicht abgestellt ist dieses Rückspielen, oft sogar von der Mittellinie, auf A.Schult, was offenbar für „modernen“ Ballbesitzfußball gehalten wird und für mich in den wenigsten Fällen Sinn macht.

    Solide die Leistung von E.von Egmond, die mit Ruhe und relativ sicherem Paßspiel die auf d. LAV rutschende B.Peter gut vertreten hat. S.Gunnarsdottir macht nach meinem Empfinden eine Formschwankung durch, was nach dem intensiven Start in einem neuen Team auch nicht ganz verwunderlich ist, denn sie kann zur Zeit der Offensive keine Impulse geben.
    Das sah bei V.Bernauer besser aus.

    @Detlef.
    Was die Spielstärke betrifft, habe auch ich mehr von einem Spitzenteam d. schwedischen Liga erwartet und es ist eigentlich schade, das nur 2 Teams d. AFBL teilnehmen können, denn hier könnten auch Turbine,Freiburg,Frankfurt und Essen ohne Weiteres mithalten.

    (6)
  • Detlef sagt:

    Altwolf schrieb;
    „….es ist eigentlich schade, das nur 2 Teams d. AFBL teilnehmen können, denn hier könnten auch Turbine,Freiburg,Frankfurt und Essen ohne Weiteres mithalten.“

    Das sehe ich ähnlich!!! 🙂
    Allerdings soll es ja auch keine „europäische“ Bundesliga werden!!!
    Die Aufstockung macht also erst dann Sinn, wenn noch mehr Klubs aus Frankreich, England, Schweden und vielleicht auch Spanien dieses Niveau erreichen, was die deutschen Vereine heute schon haben!!!

    Ein anderer Weg könnte sein, wenn es (analog zum MF) noch eine Europalique, also wenn man so will eine „kleine CL“ darunter gäbe!!!
    Dort könnten dann zB auch einige gescheiterte Vereine aus der „großen CL“ (zB jetzt Zürich oder Eskilstuna) auf zB Essen, Freiburg oder Potsdam treffen!!! 😉

    Und es soll jetzt bloß niemand fragen, wie das alles zu finanzieren sei!!!
    Die UEFA hat wahrlich genügend Kapital!!!

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Habe bisher noch keine Kenntnis von der Existenz eines Punktesystems, das länderspezifisch und platzierungsabhängig geführt wird, analog zum MF, wonach die Teamzahl von der UEFA festgelegt wird.
    Gäbe es dieses, sollte die AFBL schon mehrjährig mit mind. 3 Teams vertreten sein – ist jedenfalls meine Meinung!

    (-1)
  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    „Habe bisher noch keine Kenntnis von der Existenz eines Punktesystems, das länderspezifisch und platzierungsabhängig geführt wird…“

    Es gibt die sog. „Fünf-Jahres-Wertung“ der UEFA. Hier ist z.B. die Liste für 2017/18:

    https://docs.google.com/spreadsheets/d/1AVgTDfxRNdfw8pGpKOo1SUJyiv692pp3mPzSlhD2mPI/edit#gid=92321222

    Es können aber pro Land nur höchstens zwei Teams teilnehmen. Ausnahmen sind möglich, wenn der Champions-League-Sieger sich nicht über die nationale Liga für die nächste CL-Saison qualifiziert hat. So waren 2015/16 mit Bayern München, VfL Wolfsburg und Titelverteidiger 1.FFC Frankfurt ausnahmsweise drei deutsche Vereine vertreten.

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef,@SF.
    Einfacher wäre es, wenn man nur mehr Teams aus den „starken“ Ligen für die Qualifikation der „schwächeren“ Ligen zulässt.
    So könnten z.B.aus Frankreich, Deutschland, evtl.Schweden u. England 1-2 weitere Teams die Qualirunde mitmachen.
    Ein Bewertungssystem dafür einzuführen, wie bei den Männern, dürfte keine großen Probleme machen.
    Da man die jetzige Endrundenform nicht ändern müßte, würden sich in der Qualizeit dadurch nur 2-3 zusätzliche Qualigruppen bilden, die nur zusätzlich einen Quali-Turnier-Ort erfordern. Auch würden sich die Kosten dadurch in Grenzen halten.

    (5)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Altwolf
    Leider steht Deine Empfehlung absolut konträr zu den Plänen von Infantino, der eine Aufstockung bei der WM auf unglaubliche 48 Teams forciert. Weshalb sollte das vorm FF Halt machen?
    Ich würde eine Übernahme des Punktesystems aus dem MF für den FF für sinnvoller halten, weil damit die Chancen auf die Teilnahme von mehr als nur 2 BL-Teams an der WCL steigen würden.

    (0)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    „Leider nicht abgestellt ist dieses Rückspielen, oft sogar von der Mittellinie, auf A.Schult, was offenbar für „modernen“ Ballbesitzfußball gehalten wird und für mich in den wenigsten Fällen Sinn macht.“

    Mir bleibt bei diesen Aktionen auch hin und wieder das Herz stehen. Und es ist ja auch schon mal gehörig schief gegangen, siehe das Rückspiel gegen Chelsea. Da sollte das Trainerteam mal gegensteuern, manchmal ist auch ein hoch rausgeschlagener Ball eine gute Idee.

    „S.Gunnarsdottir macht nach meinem Empfinden eine Formschwankung durch, was nach dem intensiven Start in einem neuen Team auch nicht ganz verwunderlich ist, denn sie kann zur Zeit der Offensive keine Impulse geben.
    Das sah bei V.Bernauer besser aus.“

    Ja, da bin ich bei dir, Vanessa hat mir am Donnerstag wirklich gut gefallen, von dem ein oder anderen Fehlpass beim Spielaufbau abgesehen. Was mir bei Sara noch nicht so gut gefällt, ist, dass sie sich zu oft noch auf dem Platz versteckt. Defensiv ist sie meist stark und in den Spielen an der Seite von Lena hat sie auch ihren Part als Absicherung meistens gut gespielt, insbesondere natürlich gegen Bayern. Sie muss aber auf dem Platz mehr Präsenz zeigen, sich mehr anbieten und auch mal die Rolle einer Taktgeberin übernehmen. Wir spielen ja zum Großteil gegen Mannschaften, die sehr tief stehen und gegen die wir selbst das Spiel machen müssen und da muss sie selbst mehr Initiative zeigen. Für mich hängt bei der Frage, ob es dieses Jahr wieder mit der Meisterschaft klappt, viel davon ab, ob wir im zentralen Mittelfeld wieder zu einer Stärke zurückfinden, die uns in den beiden Meisterjahren ausgezeichnet hat.

    (1)
  • Frank W. sagt:

    @SF Das Punktesystem ist das gleiche wie beim Männerfussfall.
    Aber wenn nur max. 2 Team pro Nation erlaubt sind, dürfen halt nur 2 Team starten. Nur durch eine Aufstockung könnten mehr Teams aus Topnationen teilnehmen.

    (2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FrankW
    Nun, dann ist es ja doch nicht das Gleiche!
    Wenn es so wäre und eine Liga überschreitet einen bestimmten Punktedurchschnitt, dann dürfte ein weiteres Team aus ihr antreten.

    (0)
  • Frank W. sagt:

    @SF
    Ich weiß nicht was du mit Punktedurchschnitt meinst.
    Das Punktesystem ist im Frauen- und Männerfussball gleich.
    Du meinst vllt. das Qualifikationssystem.

    (0)

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