2. Frauenfußball Bundesliga wird eingleisig

Von am 16. November 2016 – 10.26 Uhr 28 Kommentare

Dem deutschen Frauenfußball steht eine Weg weisende Strukturreform ins Haus. Denn ab der Saison 2018/19 wird die derzeit noch in den Staffeln Süd und Nord ausgetragene 2. Frauenfußball Bundesliga eingleisig – mit dann nur noch 14 Teams.

Damit soll der Unterbau der Frauenfußball Bundesliga optimiert werden. Die Saison 2017/18 wird als Qualifikation für die neue Liga fungieren.

Eine Neuerung wird es auch bezüglich der Zulassung zweiter Mannschaften von Vereinen aus der Frauenfußball Bundesliga geben. Mit der Einführung der eingleisigen Liga wird es eine verpflichtende Altersbeschränkung auf reine U20-Teams zuzüglich drei älteren Spielerinnen geben.

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Qualitätssteigerung und größere Leistungsdichte

Margit Stoppa, Vorsitzende des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, erklärt: „Die Einführung der eingleisigen 2. Frauen-Bundesliga wird zur Qualitätssteigerung und größerer Leistungsdichte führen. Sie schafft die Voraussetzungen, regelmäßig auf hohem Niveau zu spielen und somit die Talente und U-Nationalspielerinnen auf die Erfordernisse im internationalen Wettbewerb vorzubereiten.“

Leistungsorientierte Spielklasse

Sabine Mammitzsch, Spielleiterin der 2. Frauen-Bundesliga, ergänzt: „Durch die Optimierung dieser Spielklasse – angesiedelt zwischen der Allianz Frauen-Bundesliga und den fünf Regionalligen – erwarten wir eine Entwicklung hin zu einer sportlich ausgeglichenen, leistungsorientierten Spielklasse mit professionellen Rahmenbedingungen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Es bleibt die Frage;
    „Wer kann/wird das bezahlen???
    Die wesentlich längeren Auswärtsfahrten!!!
    Die dann öfter benötigten Übernachtungen!!!
    Die dann häufiger anfallenden Ausfallzeiten der Spielerinnen, die allesamt berufstätig sind, oder zumeist in eine normale Schule gehen!!!

    Wieviele Vereine werden da auf der Strecke bleiben, und in Zukunft den Aufstieg in diese Spielklasse verweigern???
    Für mich ist das eine völlig unausgegorene Entscheidung, mit zu vielen Unwägbarkeiten!!!

    (20)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Wieviele Vereine werden da auf der Strecke bleiben, und in Zukunft den Aufstieg in diese
    Spielklasse verweigern???
    Ich lehne mich mal etwas aus’m Fenster und behaupte, dass ist genauso gewollt, nämlich das sich Spreu von Weizen trennt!
    Älteres Beispiel für das Gewollte ist ja die Abschaffung des Hallenturniers in Magdeburg mit der mehr als fadenscheinigen Argumentation eines Richtungswechsels hin zu Futsal.
    Der FF verbrennt doch sowieso beim DFB nur Geld, was der MF einspielt…

    (2)
  • Fußball, F1 sagt:

    Es ist auf der einen Seite ein richtiger Schritt zur Weiterentwicklung. Natürlich wird und muß sich auch etwas in der Regionalliga tun um das aufzufangen. Und natürlich muß auch die finanzielle Seite noch ausgestaltet werden.

    Wir haben damals in der 3. Liga der Männer beobachten können, wie schnell Vereine in große Probleme geraten können. Ich glaube, da muß noch eine Menge entschieden werden.

    (8)
  • Mara sagt:

    Kleine Verständnisfrage, die 2 Mannschaft von Buli Teams sind dann reine u20 Mannschaften + 3 ältere Spielerinnen ? Wie soll das denn funktionieren ? Neben den wenigen ausgewählten (die als eine von 3 weiter dort spielen können, wobei man ja nicht wirklich von 3 ausgehen kann. Spielerinnen aus Mannschaft 1 die nach einer Verletzung etc. wieder reinkommen spielen ja nicht gerade selten mal in der 2ten) müssen alle über 20 verabschiedet werden wenn sie noch nicht 1 Liga/Mannschaft tauglich sind weil es ja keine Spielmöglichkeit für sie gibt? Wie soll das aussehen wenn eine Mannschaft eines Buli Vereines in Liga 2 aufsteigt ?
    Nach Frau Stoppas Worten hört sich das für mich sehr danach an als sollte es eine Liga für u Natio Spielerinnen werden. Dann stellt sich aber auch noch die Frage wie sich die 2ten Mannschaften der Bundesligavereine sich dort schlagen werden wenn es Mannschaften mit vielen abgewanderten & erfahrenen Spielerinnen gibt :-S

    (13)
  • Detlef sagt:

    Eine Weiterentwicklung kann es aber nur geben, wenn die Konkurrenz größer wird!!!
    Wenn in den Zweiten der Buliteams nur noch U20-Spielerinnen antreten dürfen, kommt das den anderen Teams natürlich entgegen!!!
    Aber es senkt die Qualität und das Niveau in der 2. Buli!!!

    Ich höre noch heute das Gejammere vom Herforder Trainer Prüfer, weil TURBINE wieder mal seine Reservistinnen in die Zweite gesteckt hatte, um Spielpraxis zu bekommen!!!
    Ja wenn man schon Angst vor der Reserve der Buliteams hat, dann braucht man doch an Aufstieg gar nicht denken!!! 😉

    Dann sehen wir zukünftig wieder Aufsteiger in Liga Eins, die von vornherein zur Schießbude verdammt sind!!!
    Ist das wirklich so gewollt??? 🙁

    (0)
  • Detlef sagt:

    „leistungsorientierten Spielklasse mit professionellen Rahmenbedingungen“

    Diese Aussage zeigt doch mehr als alles andere, wie weit weg von der Realität die Elfenbeinturmbewohner in Frankfurt sind!!!

    Wieviel Vereine können diese Erwartungen überhaupt in Liga Eins erfüllen???
    Und da wollen sie dies in Liga Zwei durchsetzen???

    Da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln!!! 🙁

    (4)
  • FrankE sagt:

    Wie alle hier dachte auch ich sofort an die kleinen Dorf- oder Stadtteilvereine die dann plötzlich Auswärtstouren von vielen hundert Kilometern vor sich und zu finanzieren haben. Im Norden fallen mir sofort der Bramfelder SV aus Hamburg oder Henstedt-Ulzburg aus dem Hamburger Randgebiet ein. Beide sind genau die Art von Amateurverein die vom DFB völlig vergessen werden, die höchsten alle Jubeljahre mal vom DFB-Mobil besucht (heimgesucht) werden. Das DFB-Mobil ist wenig mehr als ein Feigenblatt auf das der DFB so gern verweist, wenn die Amateurvereine mangelnde Unterstützung beklagen. Freut euch und seid dankbar, der DFB schenkt euch ein paar neue Bälle!

    Ich glaube aber nicht, anders als andere hier, das der DFB bewusst Amateurvereinen das Leben schwer machen möchte. Ich denke eher, der DFB und seine Offiziellen sitzen in Ihrem Elfenbeinturm auf den Millionen die sie mit der N11 und der Buli (Männern) verdienen und glauben fest an ihre gaaaaanz tolle Idee um die zweite Liga der Frauen zu entwickeln. Hat doch bei den Männern vor vielen Jahren auch toll geklappt!? Leider haben diese Funktionäre von den täglichen Problemen mit denen sich Amateurvereine herumschlagen müssen in etwa soviel Ahnung wie ein VW-Vorstand von den Geldsorgen eines VW-Schraubers.

    Ob bewusst oder aus Ignoranz, der DFB lässt seine kleinen Mitglieder finanziell ganz schön im Regen stehen. Am Ende der Saison bedankt man sich bei den vielen ehrenamtlichen Arbeitstieren in den Vereinen und verschwindet zum Geldzählen.

    Vielleicht ist das überzogen formuliert, aber hier spricht Frust, der sich über viele Jahre aufgebaut hat.

    (21)
  • Michel aus Deutschland sagt:

    Wenn man Deutsche über Veränderungen befragt, dann sind sie immer dagegen. Wenn man die Deutschen immer befragt hätte, dann gebe keine Stromtrassen, keine neuen Infrastrukturen, keine Olympischen Spiele im eigenen Land, keine Weltmeisterschaften im eigenen Land und wenn man zurück blicken würde – keine eingleisigen Männer- oder Frauenbundesligen, keine Autobahnen, keine Elektrizität.

    Wir würden noch in der Sch.. sitzen und auf die nächste Kutsche warten…

    (-5)
  • bale sagt:

    habe mal eine frage,also wenn verein x aus Liga 2 aufsteigt,dann müssen sie ja viele neue Spielerinnen kaufen,denn U-20 und 3 ältere soll erstliga tauglich sein????????und wenn x Liga 1 absteigt,müssen dann ausser 3 alle Ü-20 SPIELERINNEN WEG?????????????? man hätte sich mit allen verantwortlichen von Liga 2 an einen runden tisch setzen müssen(einbeziehen!)und dann gemeinsam überlegen wie man es macht und auf jeden fall IMMER WIEDER HILFESTELLUNG BEIM VERMARKTEN VOM FRAUENFUSSBALL WIE KRIEGE ICH MEHR LEUTE INS STADION.UND GELD BRAUCH ES AUCH,DAS KÖNNTE HERR BACH HERBRINGEN,WENN ER DANN VON KATAR DAS GELD BEKOMMT

    (-2)
  • T-Punkt sagt:

    @ Mara: Da muss sich der DFB vielleicht nochmal präziser ausdrücken wie das mit den drei Spielerinnen über 20 bei den Clubs aus der 1. Liga gemeint ist. Also ob im gesamten Zweitligakader nur drei ältere Spielerinnen stehen dürfen oder ob es nur darauf ankommt, dass pro Spiel maximal drei spielberechtigt sind.
    Ich vermute einfach mal, dass es schon möglich bleiben wird Spielerinnen aus der ersten Mannschaft in der 2. Liga einzusetzen (z.B. nach einer Verletzungspause) aber eben pro Spiel höchstens drei ältere eingesetzt werden dürfen.

    (4)
  • jochen-or sagt:

    Mal wieder so eine Entscheidung, die die Inkompetenz der DFB-Verantwortlichen zeigt!

    Das sind doch zumeist reine Amateurinnen in der 2. Liga und Vereine, die kaum Gelder zur Verfügung haben.
    Ich sehe schon wie diverse Vereine aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Teilnahme verzichten.
    Aber auch diverse Spielerinnen werden es sich gut überlegen, ob sie lange Fahrten und dadurch bedingte Beeinträchtigungen in der Schule, an der Uni oder im Beruf hinnehmen.
    Dies gilt umso mehr, wenn sie noch nicht einmal irgendeine Aufwandsentschädigung erhalten.

    Gerade bei den 2. Mannschaften sehe ich in finanzieller Hinsicht nur Wolfsburg und Bayern, die sich solches unbesehen erlauben könnten.
    Alle anderen Vereine der 1.Bundesliga dürften schon aufgrund der unzulänglichen finanziellen Ausstattung sich dies gut überlegen.

    Aber man muss eben auch an die berufliche/ausbildungstechnische Seite von Menschen denken, die nie eine Aussicht haben dürften, mit dem Fußball angemessenes Geld zu verdienen.

    Spielerinnen unter 20 mit Bundesligaqualität wird man dann bei Bundesligisten wohl vernünftigerweise im Kader der 1. ausbilden und ihnen – a la Männerfußball – in der 3. Liga Spielpraxis verschaffen.

    Oder erhalten jetzt die 2. Ligavereine die rund 100.000 €, die man allein für Reisen und Aufenthalte benötigen dürfte, vom DFB?

    Dann nehme ich einiges hier zurück.

    (3)
  • OrbisJack sagt:

    Ich bin ein bisschen verwirrt auch. Dass mit den u20 +3 für 2. Mannschaften aus der 1. Liga ist das eine, obwohl ich (als nicht Deutsche) nie wirklich verstanden habe wie ein Verein mehrer Mannschaften in die Liga Pyramid haben darf.

    Diese Vereine (mit eine 2. Mannschaft) werden natürlich von der grossen sein (abgesehn vllt von Potsdam und Frankfurt) also werden da auch mit alters begranzung ein enorme Vorteil haben (Geld vorallem), also was passiett wenn die erste Funf plätze von 2. Mannschaften gefüllt werden. Steigt die sechste Mannschaft auf? Ist das gut?

    Ist das ein Maßnahme die ienfach zu früh kommt, wenn man die geringe interesse und Geld ansieht? Ausser die oberen Mannschaften der erste Liga handelt sich immer noch hier an Amateure die ach neben jobs haben. Ob das gut geht?

    (8)
  • holly sagt:

    @jochenor, die zweitligisten bekommen jetzt schon Geld vom DFB. Sogar die Regionaligisten. Die Allerdings nur reisekosten.

    Ich finde es schon irritirend das schon wieder gemeckert wird. Obwohl noch garnichts bekannt ist wie das ablaufen wird mit dem geld usw.
    Aber hauptsache man hat mal wieder was zu meckern, ist ja egal das noch keine Details bekannt sind. Es wird gemeckert des meckern wegens.

    (2)
  • Detlef sagt:

    @Michel aus Deutschland und holly,
    Das die zweite Liga auch bei den Frauen bald eingleisig werden soll, ist ja schon länger bekannt!!!
    Und auch die Bedenken dagegen sind mindestens genauso alt!!!

    Darum hatte ich gehofft, daß diese Bedenken nun vom DFB ernst genommen werden, und im selben Atemzug mit den Vorteilen, die es durchaus auch gibt, gleich beantwortet werden!!!

    Ferner hätte ich mir gewünscht, daß Markus hier auch investikativ recherchiert, und nachgefragt hätte, wie man sich die Dinge denn in Frankfurt so vorstellt!!!

    Es ist eben kein Gejammere, sondern durchaus existenzbedrohend für viele Vereine!!!
    Wenn das Kind dann eben erstmal in den Brunnen gefallen ist, bekommt man die Sache möglicherweise nicht mehr in den Griff!!!

    Es sind viele Dinge schief gelaufen, die vom DFB als „professionell“ und somit unabdingbar gepriesen wurden!!!
    Als Beispiel sei hier nur die Kooperation und Angliederung an den MF genannt, was viel mehr negative-, als positive Effekte brachte!!!

    Die Beerdigung des Hallencups hatte Frau Fußball ja schon genannt!!!
    Eine jahrelange Tradition, die als Oddsetcup mal klein begann, dann immer größer wurde, schließlich aus allen Nähten platzte und durch einen unsinnigen Beschluß brutal beendet wurde!!! 🙁

    Es ist also große Skepsis angesagt, wenn der DFB mal wieder eine „tolle Idee“ ausgebrütet hat!!! 😉

    Die „professionellen Rahmenbedingungen“, die Frau Mammitzsch gerne hätte, kommen nicht durch schöne Worte!!!
    Vielleicht denkt sie, daß sie nur den Zauberstab schwingen muß, und hocuspocus, dreimal auf dem Absatz gedreht, verdienen alle Zweitligaspielerinnen ihren Lebensunterhalt (plus einen ordentlichen Bonus für die Altersversorgung) mit dem Fußball spielen, und alle TV-Anstalten reißen sich um die Übertragungsrechte!!! 😉

    (2)
  • holly sagt:

    @detlef, wie kommst du zu den aussagen oder weisst du das die vereine dann nicht gefördert werden oder unterstützt werden bzw in welchem maße.
    aber erstmal meckern. ist eurer leben so frustrierend das ihr euch über alles aufregen müsst. Ich sehe erst einen grund über sowas zu diskutieren wenn die fakten genannt werden wie das von statten gehen soll. das ist doch nur spekulieren.

    (-7)
  • sonic sagt:

    Grundsätzlich ist das eine gute Entscheidung.
    Fraglich bleibt aber erstmal die finanzielle Seite. Da die Entscheidung aber mit den Vereinen von 1. und 2. Liga und den Regional- und Landesverbänden abgestimmt ist, wird man sich da sicherlich schon auf eine entsprechende Regelung verständigt haben.

    Wenn ich davon ausgehe, daß dann vllt. fünf Erstligavereine auch in der 2. Liga vertreten sein werden (Bayern, Hoffenheim, Frankfurt, Wolfsburg, Potsdam), müßten dann ja jedes Jahr ca. 35-50 Spielerinnen den U20-Status verlieren. Selbst wenn ein paar in die 1. Mannschaft aufrücken, müßten sich dann 30-40 Spielerinnen jährlich zwangsweise einen neuen Verein suchen. Mitten in der Ausbildung oder im Studium dürfte das nicht immer einfach sein. In dem Alter hängen sowieso schon viele Spielerinnen die Fußballschuhe an den Nagel, so könnten es noch ein paar mehr werden. Daher erscheint mir diese Regelung nicht wirklich förderlich.

    @detlef
    „Wenn in den Zweiten der Buliteams nur noch U20-Spielerinnen antreten dürfen, kommt das den anderen Teams natürlich entgegen!!!
    Aber es senkt die Qualität und das Niveau in der 2. Buli!!!“

    Schau dir mal die Kader dieser Teams an! Die erfüllen dieses U20-Kriterium schon weitgehend und sind überwiegend in der ersten Tabellenhälfte zu finden. Um das Niveau der 2. Liga mache ich mir da keine Sorgen!

    @holly
    Manche FF-Interessierte machen sich halt eigene Gedanken und Sorgen, wenn es um die Entwicklung des FF geht, sie stellen kritische Fragen und weisen auf die Probleme hin, die sie sehen.

    Andere singen hingegen in bester Untertanenmanier das alte Lied „Der DFB, der DFB, der hat immer recht.“

    Mir sind erstere lieber, selbst dann, wenn sie mal etwas vorschnell urteilen oder mit ihrer Kritik über das Ziel hinausschießen.

    Wie frustrierend ist eigentlich dein Leben, wenn du dich immer wieder über die „Meckerer“ aufregen mußt? 😉

    (12)
  • Fußball, F1 sagt:

    Also nun mal langsam. Was ist denn die zweite Liga im Moment? Wann ist das letzte mal ein Aufsteiger echt in der ersten Liga geblieben? Egal ob MSV Duisburg oder Werder Bremen, in der 2. Liga quasi 2.0 und in der ersten Liga nur am Schnorcheln. Borussia Mönchengladbach glatt durch die zweite Liga durch und nun och nicht mal einen Punkt. Das zeigt doch, das vieles nicht stimmt. Oder Lübars, speziell gefördert damit Berlin gut aussieht. Sie waren auch mal dem Aufstieg sehr nahe. Als das alles nicht klappte zog sich die Bahn zurück und Lübars gab das Startrecht wegen Geldmangel zurück.

    Bramfeld und die Fahrstuhlmannschaft Union Berlin werden wohl wieder die Kandidaten sein. Im Süden sieht es ähnlich aus. Sollte Hessen Wetzlar tatsächlich aufsteigen, brauchen die den Zauberstab. Crailsheim und Weinberg erstaunt mich eher, das sie sich so lange hielten. Aber die scheinen diesmal keine schlechteren Vereine zu finden. TSV Schott, da steht wie in Wolfsburg ein Unternehmen dahinter. Die streben aber auch den Zusammenschluß mit dem FSV Mainz an. Der Abgang von Heidel und der Umbau des FSV haben das erst mal gebremst.

    Es gibt den einen oder anderen Verein, der schon eine Veränderung anstrebt. Und das endlich auch die Zweitmannschaften der Frauen eine Altersregel bekommen und dadurch zu Ausbildungsmannschaften werden, wie bei den Männern schon lange, ist mehr als nur vernünftig und richtig.

    Wir brauchen endlich eine stärkere zweite Liga und auch die Vereine sind da gefragt. Das Beispiel SC Sand zeigt ja, das Kreativität einiges bewegen kann.

    (1)
  • tavalisk sagt:

    @bale:
    Da das mit U20 + 3 ältere Spielerinnen, wie oben im Artikel beschrieben, ausschließlich für die zweiten Mannschaften der Bundesligisten gilt, ist es relativ sinnfrei, über Austiege zu philosophieren.

    (2)
  • Rolex sagt:

    Ich denke über kurz oder lang wird die 2. Liga nur noch aus 2. Mannschaften und den Absteigern aus der 1. Liga bestehen. Welcher „Dorfclub“/Amateurverein kann sich denn da wirklich noch die 2. Liga leisten.

    (3)
  • Jens sagt:

    Wenn Aufsteiger in der 1.Liga eine Chance haben sollen und wollen, müssen sie schon in der 2.Liga entsprechend arbeiten. Insofern ist eine Professionalisierung der 2.Liga sinnvoll.
    Natürlich muss hinterfragt werden, ob es dafür genügend Vereine gibt. Dazu die Frage der Unterstützung durch den DFB.

    Wenn man das hohe Niveau der N11 halten oder steigern möchte, muss es eine entsprechende Möglichkeit geben, den infrage kommenden Spielerinnen Spiele zu ermöglichen, die sie letztendlich nicht nur fordern, sondern auch an das Niveau der 1.Liga heranführen.

    Natürlich wird es dabei zu einer Konzentration auf Vereine kommen, die das leisten können, und sicherlich sind dann Amateur- oder auch Dorfvereine (egal, wie man das nennen möchte), durchaus Verlierer. WEr das nicht möchte, müsste dann in diesen Vereinen die Strukturen für so eine Herausforderung fit machen.

    Je breiter ein Unterbau ist, desto größer werden die Leistungsunterschiede in dieser Ebene sein. Erinnert sich jeder noch an die Zeiten vor der Einführung der Bundesliga Herren? Was da die Spitzenvereine für Spiele hatten? Ist das interessant? Nein.

    Also, ich finde die Idee richtig. Unterstützung muss aber auch her. Wie das aussehen kann bzw. muss, dazu fehlt mir das Fachwissen. Aber das werden andere sicherlich haben und entsprechend einbringen.

    (2)
  • GG sagt:

    Auch ich tendiere in meiner Meinung zu den Pessimisten. Hierfür ist das -berechtigterweise- von @Detlef angeführte Hallenturnier mit ausschlaggebend. Eine für die Frauenfußball-Familie attraktive und äußerst beliebte Veranstaltung – per einfachem Federstrich und mit einer ausgesprochen fadenscheinigen Begründung beerdigt. Vielen Dank, DFB !!
    Genau wie die überwiegende Mehrheit in diesem Blog hege ich große Zweifel, dass es den in bestimmten Regionen Deutschlands außerordentlich wichtigen „kleinen“ Vereinen nicht gelingen wird, die finanziellen Herausforderungen einer eingleisigen 2. Liga zu stemmen. Nicht ganz umsonst gibt es ja auch bei den ersten beiden DFB-Pokal-Runden #2 Auslosungstöpfe (Nord und Süd), nämlich, um die Reiseaufwendungen überschaubar zu halten. In Deutschlands Norden halte ich Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein) und den SV Meppen (nordwestliches Niedersachsen) für extrem wichtige Vereine, die als Kulminationspunkt für Spielerinnen sogar der weiteren Umgebung dienen. Glaubt der DFB wirklich, dass ein frühzeitiges Entreissen talentierter jungen Mädchen vom Elternhaus der richtige Weg ist ? Meine Befürchtung ist, diese Talente werden sich anderen Sportarten zuwenden. Alternativen gibt es immer und genug. Ob z.B. ein Olympiasieg letztlich den Ausschlag zu geben vermag, ich habe so meine Zweifel.
    Also harre ich der Dinge und hoffe auf den Säckel des DFB. Erzähl mir nur niemand, es wäre kein Geld verfügbar. Aktuell steht ein Angebot eines Männer-Bundesligisten im Raum, dessen Wintertrainingslager in den USA zu begleiten. Eine finanziell unschlagbar günstige Offerte. Weil – maßgeblich vom DFB gefördert.
    Also DFB … lass mal was für die Frauen blicken.
    Welche Mannschaft hat nochmal das olympische Turnier Rio2016 gewonnen ????

    (3)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @GG
    Sorry, aber das Copyright auf das gecancelte Magdeburger Hallenturnier (s. 2. Beitrag) habe ich und nicht Detlef! 😉

    (-2)
  • Detlef sagt:

    @holly,
    Welche Aussagen von mir meinst Du???
    Ich habe eigentlich bisher nur Fragen gestellt, deren Beantwortung bis jetzt noch aussteht!!!
    Kennst Du sie vielleicht???

    Ich gehe halt anders an Dinge heran als Du!!!
    Ich habe prinzipiell nichts gegen eine Zusammenlegung von Nord-, und Südstaffel!!!

    Ich hätte bloß vorher genau gewußt, ob man beim DFB die zu erwartenden Probleme genau analysiert hat, oder ob man einfach seine Idee durchboxen will, koste es was es wolle??? (siehe Hallencup und FF zu MF-Vereinen)
    Beide Dinge hat man eben nicht mit den Vereinen diskutiert, sondern von oben aufdoktriniert!!!

    Wenn Du lieber daneben stehst, und erst einmal abwartest und zuguckst, ob es vielleicht gut geht, oder vielleicht eben auch nicht, dann ist das OK!!!
    Aber mein Ding ist das nicht!!!

    Vielleicht zahlt der DFB die gesamten Mehrkosten???
    Vielleicht zahlt er auch nur einen Pauschbetrag???
    Vielleicht zahlt er auch gar nichts, denn man träumt ja von „Professionalisierung“!!!

    Bis jetzt ist nur jede Menge Luft angewärmt worden, und man feiert sich hauptsächlich selbst für eine „geniale Idee“!!!

    Solange die Begleitumstände nicht bekannt sind, kann ich leider nicht mitfeiern, und bleibe bei meiner antrainierten Skepsis!!!

    (-2)
  • FFFan sagt:

    Grundsätzlich eine sinnvolle Reform. Einige Detailfragen sind aber noch ungeklärt:

    Wie sieht der Qualifikationsmodus nächste Saison genau aus? Spielen die Regionalligisten dann ein Jahr lang um die ‚goldene Ananas‘ oder erhalten auch die Meister der dritthöchsten Spielklassen eine Chance, sich zu qualifizieren?

    Und wie sieht künftig die Auf- und Abstiegsregelung aus? Steigen die ersten beiden in die Bundesliga auf? Oder nur der Erste direkt und der Zweite bestreitet Relegationsspiele gegen den Vorletzten der 1.Liga? Und wieviele Absteiger gibt es in der (dann) 14er-Liga? Wenn es unterhalb der eingleisigen 2.Liga weiterhin fünf Regionalligen geben soll, ist ein Direktaufstieg von der dritten in die zweite Liga wohl ausgeschlossen; also müsste es wieder Aufstiegsrunden geben. Außerdem: wenn die 2.Liga 2018 auf einen Schlag von 24 auf 14 Teams verkleinert wird, hat das auch Auswirkungen auf die unteren Spielklassen: auch dort wird es dann einen erhöhten Abstieg geben (müssen). Des weiteren sind auch Auswirkungen auf den DFB-Pokal zu erwarten, da (ohne 2.Mannschaften) nur noch ca. 20 Vereine aus der ersten und zweiten Liga qualifiziert sind. Gibt es dann in der 1.Runde noch mehr Freilose? Oder darf dann aus den Landesverbänden mehr als jeweils ein Verein teilnehmen? Hier sind noch einige Fragen zu klären…

    (9)
  • holly sagt:

    @sonic, meins ist garnicht frustrierend. Es ist halt meine Meinung das man sich nicht über ungelegte Eier aufregen muss.
    Beim DFB gibt es immer was zu kritisieren.
    Aber wie oben schon jemand geschrieben, arbeiten die Vereine, landesverbände und der DFB an der Aufstockung seit jahren. von daher mache ich mir da keine Sorgen.
    Die Vereine werden schon dabei ihre Intressen eingebracht haben.

    @Fussball,F1, die Förderung von Schott für den FF ist sehr gering das Geld das sie geben wird durch alle Sportarten im Verein geteilt.

    @Detlef, die Vereine bringen sich seit jahren mit den Verbänden zur eingleisigen Liga mit ein. Ich halte die Vereine für clever genung das sie ihre Intressen bei den Verhandlungen eingebracht haben und die berücksichtigt wurden.

    Das beste beispiel dafür war die Einführung der B-Mädchen BL da haben die Topvereine auch von Anfang an gesagt es geht nur mit Zuwendungen vom DFB. Sonst könnt ihr es vergessen. Genauso wird es in diesem Fall auch sein. Der DFB braucht nunmal die Vereine für die eingleisige 2te Liga. Wenn das nicht seriös finanziert wäre würde auch niemand dafür melden. Was hat der DFB dann von einer eingleisigen Liga? Eine Liga an der niemand teilnimmt, bringt dem DFB nix.

    @FFFan, von jeder Staffel die ersten 7.

    (1)
  • Per Larssen sagt:

    Grundsätzlich denke ich weiterhin, dass die Installation einer eingleisigen 2. Bundesliga ein Schritt in die richtige Richtung ist – insbesondere im Hinblick auf eine Optimierung der Talentfördeung. Da zum jetzigen Zeitpunkt der Leistungsunterschied zwischen der 1. Bundesliga und den 2. Bundesligen doch noch sehr groß ist, wäre es m. E. schon sinnvoll, insbesondere den jungen Spielerinnen (auch im Hinblick auf die U-Natios) ein Leistungsniveau zu bieten, welches näher an das Niveau der 1. Bundesliga heranreicht. Profitieren werden davon sicherlich primär die talentierten U20-Spielerinnen der „großen“ Vereine – man vergleiche hier einfach mal München und Wolfsburg mit Freiburg; während letzterer Verein (auch aufgrund begrenzter finanzieller Mittel) bereits überproportional viele junge Spielerinnen im Kader hat, ist es für talentierte U20-Spielerinnen in den beiden erst genannten Vereinen deutlich schwerer, in den Erstligakader zu kommen, da diese Vereine über die entsprechenden Mittel verfügen, sich einen hochwertigen (auch international besetzten Kader) zusammenzustellen. Ergo ist es gerade für die jungen Spielerinnen in den besser ausgestatteten Vereinen umso wichtiger, leistungsmäßig dahingehend stärker gefordert zu werden, dass der einen oder anderen Spielerin auch in diesen Vereinen der Sprung in die „Erste“ gelingen kann.

    Sicherlich steht zu befürchten, dass im Zuge dieser Reform der eine oder andere Verein aus den gegenwärtigen 2. Ligen auf der Strecke bleibt. Allerdings ist es hier bereits jetzt schon so, dass einige dieser Vereine größte Mühe haben, das Zweitliganiveau zu halten (dies trifft meiner Ansicht nach unter anderem auf die in einem vorherigen Post genannten Vereine Henstedt-Ulzburg und Bramfeld zu). Ob hier die „Schuld“ dann allein beim DFB zu suchen ist, wage ich doch in Frage zu stellen. Vielmehr habe ich da den Eindruck, dass mitunter an der Basis die Wertschätzung (und finanzielle Unterstützung) für den Frauenfußballbereich immer noch deutlich geringer ist als für die sich ebenfalls am Ort befindenden (oftmals sogar im gleichen Verein spielenden) Männerteams.

    Unter nachfolgendem Link ist übrigens der komplette Antrag zur Einführung der eingleisigen 2. Liga zu finden (Seiten 74 – 89). Hier sind auch die Antworten auf einige der Fragen aus den vorherigen Posts zu finden (Spielberechtigung, Übergangsregelungen, Auf- und Abstiegsregelungen – auch für die Übergangssaison):

    http://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/121832-Antraege_Bundestag2016_APP.pdf

    So spielen beispielsweise die Regionalligateams in der Saison 2017/2018 nicht um die „goldene Ananas“ – stattdessen wird am Ende der Saison 2017/2018 eine Aufstiegsrunde bzw. Relegationsrunde gespielt, an welcher die beiden Siebtplazierten der 2. Ligen Nord und Süd, die Meister der fünf Regionalligen sowie ein Zweitplatzierter der Regionalligen teilnehmen sollen.

    (10)
  • FFFan sagt:

    @ Per Larssen:

    Danke für den Link! Dann sind meine oben aufgeworfenen Fragen ja bereits beantwortet! 🙂

    (1)
  • FF International sagt:

    Ich hielte es für besser die zweiten Mannschaften der Erstliga-Vereine als U20 einzusetzen, wobei die Anzahl der älteren Spielerinnen auf 5 erhöht werden sollte. Eine erste Mannschaft die in der zweiten Bundesliga spielt sollte alterstechnisch genauso agieren können wie bisher. Diese Vereine haben ja eh nicht die Talentförderung bzw. die Rahmenbedingungen der 1. Bundesliga und da im Frauenfußball eben nicht oder noch nicht so viel Geld wie im Männerfußball fließt, wird das auch leider noch länger so bleiben.

    (1)

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