Freiburg schlägt Potsdam, Wolfsburg verpasst Sprung an die Spitze

Von am 30. Oktober 2016 – 17.16 Uhr 20 Kommentare

Am 6. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga hat der SC Freiburg Turbine Potsdam die erste Saisonniederlage beigefügt. Doch der VfL Wolfsburg verpasste es gegen den 1. FFC Frankfurt, die Steilvorlage zum Sprung an die Spitze zu nutzen.

Lina Magull ebnete dem SC Freiburg mit zwei Treffern (29., 50.) den 2:1 (1:0)-Erfolg, für die Gäste gelang Elise Kellond-Knight vor 1 125 Zuschauern im Möslestadion nur noch der Anschlusstreffer (80.).

Leidenschaftlich verteidigt

Freiburgs Trainer Jens Scheuer meinte: „Ich bin glücklich, dass wir Potsdam in einem engen Spiel schlagen konnten. Wir haben sehr gut und leidenschaftlich verteidigt und in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht. Der Schlüssel zum Erfolg war sicherlich, dass wir in der zweiten Halbzeit defensiv nichts zugelassen haben. Überragend war dabei die Leistung von Caro Schiewe, die keinen Zweikampf verloren, jeden Kopfball gewonnen und einfach sensationell gespielt hat.“

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Peter vergibt Elfmeter

Der VfL Wolfsburg hätte die Potsdamer Niederlage zum Sprung an die Tabellenspitze nutzen können, doch gegen den 1. FFC Frankfurt kamen die „Wölfinnen“ nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei ließen die Gastgeberinnen zahlreiche Chancen ungenutzt und leisteten sich zudem den Luxus, in Gestalt von Babett Peter einen Foulelfmeter zu vergeben (55.).

Bayern macht Boden gut

Gewinner des Spieltags ist somit der FC Bayern München, der bereits am Samstag gegen den MSV Duisburg einen hart erkämpften 3:1 (1:0)-Sieg feierte und als Tabellenvierter nun nur noch zwei Punkte Rückstand zur Spitze hat. Vor der mageren Kulisse von 472 Zuschauern brachte Vivianne Miedema die Münchnerinnen kurz vor der Pause in Führung (43.), Lara Hess gelang für die mutig agierenden Gäste der Ausgleich (51.). Gina Lewandowski (69.) und Melanie Behringer (86.) machten dann für den Meister aber den Dreier perfekt.

Lina Magull jubelt

Lina Magull führte ihr Team mit zwei Treffern zum Erfolg gegen Potsdam © foto2press / Oliver Zimmermann

Remis in Essen, Siege für Jena und Hoffenheim

Die SGS Essen und der SC Sand trennten sich 1:1 (1:1). Lea Schüller brachte Essen in Führung (42.), doch der Jubel war nur von kurzer Dauer, denn Dominika Škorvánková gelang postwendend der Ausgleich (43.).

Der FF USV Jena feierte einen 1:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen Aufsteiger Borussia Mönchengladbach. Amber Hearn erzielte für die Elf aus Thüringen den einzigen Treffer der Partie (24.). Gladbach wäre um ein Haar der Ausgleich gelungen, doch Tiffany Cameron traf nach einer knappen Stunde nur die Latte.

Immer tiefer in den Abstiegsstrudel rutscht Bayer 04 Leverkusen, das sein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:1 (0:0). Fabienne Dongus bescherte den Gästen den zweiten Auswärtssieg in Folge.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    Sehr überrascht dass Wolfsburg nicht heute gewonnen haben, aber bin mir sicher dass die VfL am Mittwoch abend Tabellenführer sind. Allerdings mit diesen Remis kann Bayern neue Hoffnung machen im Punkto Titel.

    Einige haben behauptet Frankfurt würde dasselbe misere durchmachen wie Potsdam letztes Jahr, aber nix davon. Svhon 9 punkte (Turbine hatte letztes Jahr nach 6 spiele nur 4 und war in Abstiegszone), und wenn die weiter so kämpfen werden die vielleicht 5. oder 6.

    Freiburg sollte aber jetzt wirklich grosse favourite jetzt sein den dritte/best der Rest Platz zu sichern.

    Für Gladbach droht dasselbe wie die Donny Belles in England. Punktlose Abstieg. Schade.

    (-15)
  • F.B. sagt:

    @OrbisJack:
    Woher beziehst du deine Sicherheit bezüglich der Tabellenführung von Wolfsburg? Auch dir müsste sich doch so langsam erschließen, dass sowohl wir als auch die Bayern sich nicht so leicht von der Konkurrenz absetzen können, wie so einige vor der Saison befürchtet bzw. erhofft hatten.

    Das 0:0 war heute sicherlich eine Enttäuschung, kommt aber nicht völlig überraschend. Frankfurt hat sich auf das konzentriert, mit dem sie eine Chance hatten, nämlich verteidigen, uns hat die Chancenverwertung mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diese Probleme haben sich leider in den letzten Spielen, insbesondere gegen Hoffenheim, bemerkbar gemacht. Dass Babett Peter dann noch einen Elfmeter am Tor vorbeischießt, ist natürlich sehr ärgerlich.
    Von der Aufstellung her gab es leichte Veränderungen im Gegensatz zum Spiel gegen Hoffenheim, Lara Dickenmann wurde für die verletzte Anna Blässe in die Abwehr zurückgezogen, Julia Simic begann für Anja Mittag. Glücklicherweise standen Nilla Fischer und Lena Gößling wieder zur Verfügung, mit Anna Blässe und Zsanett Jakabfi sind hingegen leider zwei Spielerinnen ausgefallen, die sich zuletzt recht formstark präsentierten. Diese Ausfälle machten sich dann vor allem in der zweiten Halbzeit bemerkbar, als man von der Bank nicht mehr nachlegen konnte: Die Einwechslungen von Ramona Bachmann und Anja Mittag ließen das Offensivspiel erlahmen, ebenso sorgte erwartungsgemäß die Einwechslung von Noelle Maritz an Stelle von Caro Hansen nicht gerade für offensiven Schwung. Unverständlich ist hier, worum erneut Ewa Pajor nicht in den Kader genommen wurde.

    Das stärker auf die Offensive ausgerichtete Spiel von Potsdam wird uns vermutlich am Mittwoch mehr entgegenkommen, aber ich werde den Teufel tun und nach den Ergebnissen der letzten Saison eine Prognose wagen.

    (14)
  • OrbisJack sagt:

    @FB

    Wolfsburg sind noch ungeschlagen, lassen kaum Gegentor, und haben (mMn) die beste und tiefste Kader. Dazu auch wind sie Mittwoch zu Hause…deshalb glaub ich dass die am Mittwoch zum tabellenführer werden. Das ist nicht weit hergeholt.

    (-14)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Glückwunsch an Lina Magull und ihr Team! Lina ist eben eine der wenigen BL-Spielerinnen, die ein Spiel allein entscheiden kann,
    Dies gibt es zwar auch bei Turbine in Form von Huth, aber deren Effizienz im Torabschluß ist ein doch deutliches Manko. Das System Kemme, dessen Freund ich übrigens nie war, hat sich bereits jetzt abgenutzt und überholt. Kemme ist keine erprobte Offensivkraft, die von ihrer Schnelligkeit, Stellungsspiel und Erfahrung profitiert. 1:1-Lösungen suchen, ist eher Fehlanzeige, und gerade das zeichnet eine Stürmerin aus (s. eben Svenja). So ist die Bestrafung für eine eintönige Taktik mit langen Bällen in die Spitze inkl. Vernachlässigung der Aussen geradezu folgerichtig.
    Und wenn ich im Vorfeld dieser Begegnung von der „ersten echten Standortbestimmung“ schrieb, dann hat man Scheuer mit seinem Team voll in die Karten gespielt und das Greenhorn Rudolph mußte samt Team eben Federn lassen. Ich stehe auch jetzt erst recht zu der Aussage, dass mit einer Niederlage in Freiburg bei den Turbinen eine Abwärtsspirale einsetzt, dass dies allerdings bereits am kommenden Mittwoch passieren dürfte, hatte ich da noch nicht auf meinem Zettel.
    Wenn ich die beiden USA-Spiele gegen die Schweiz bzgl. Aigbogun analysiere, dann fällt das Fazit:“Sie war zu keiner Zeit ein Faktor im eidgenössischen Spiel, klar und deutlich aus!“, obgleich dort die gesamte Breite des Feldes auszunutzen von MVT verlangt wird.
    Ausser Huth kann man gegenwärtig keiner anderen Spielerin im Turbinetrikot bescheinigen, Offensivkraft zu sein, Zweikämpfe mit den Abwehrspielerinnen förmlich zu suchen, Dribblings in den Strafraum hinein zu absolvieren und eben das typische an-den-Ketten-zerren an den Tag zu legen. Und den einzigen ständigen Unruheherd kann der Gegner bequem aus den Spiel nehmen, wenn die defensive Abstimmung gut eingestellt wurde und ist. Das war dank dem Trainer und der Umsetzung durch seine Spielerinnen voll aufgegangen. Die Wahl der Mittel ist bei Turbine eigentlich eklatant schmalbrüstig und auch der überraschende Verzicht mit 3er-Kette zu spielen, strahlt negativ aus. Gerade jetzt, wo im modernen Fussball die gen. Kette zunehmend wieder Fuss faßt, ist das neben der einkanaligen Offensivausrichtung der 2. Fehler im System von Rudolph.
    Ein Wort zu Zadrazil:Sie kam aus einer erfolgreichen US-Zeit zu Potsdam, hatte beste Referenzen für eine 10er als Torvorbereiterin und auch im Tore erzielen. Wo sind diese prägnanten Eigenschaften geblieben? Gestern gab’s einen (Tor-)Schuß in die Wolken und eine Auswechslung zur HZ!
    Weiterhin ungefährlich ist Potsdam bei den Ecken, und weshalb man dort anscheinend nichts unternimmt, weiß der Teufel.

    (-12)
  • waiiy sagt:

    Es war in Freiburg das für mich erwartet schwere Spiel für die Turbinen. Mir war vorher klar, dass der Sieg für beide Seiten gut möglich war. Und so ist das Ergebnis auch weder eine Überraschung noch eine Enttäuschung. Die Breisgauerinnen haben ihre Chancen konsequent genutzt. Glückwunsch zum Sieg!

    Trotzdem gehe ich mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel, weil die Art und Weise des Spiels von Potsdam trotzdem gut waren. Es wurden viele Chancen erspielt, die leider nicht genutzt wurden. Außerdem wurden die beiden Gegentreffer verkraftet und bis zum Ende wurde nicht aufgegeben.

    Sicher ist Potsdam nicht DER Titelkandidat. Aber ich erwarte, dass die Mannschaft weiter schönen Fußball spielt und dass es Spaß macht, dem zuzusehen. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass Mannschaften wie Potsdam, Freiburg, Sand oder (mit Abstrichen) Essen die besten Entwicklungsmöglichkeiten im Team haben. Da kann noch viel verbessert werden.

    (15)
  • FrankE sagt:

    Ich war in Freiburg nicht dabei, deshalb kann ich nicht einschätzen wie das Spiel war. Wenn durch die Niederlage die Diskussion über „Neudefinition der Saisonziele“ beendet wird… umso besser.

    Die Zuschauerzahl in München finde ich erschreckend. Wenn der amtierende deutsche Meister, gespickt mit deutschen und internationalen Nationalspielerinnen, dominierende Mannschaft der letzten Saison, mit dem Einzugsgebiet München es gerade schafft 8 Zuschauer mehr ins Stadion zu locken als das parallel Jena gelingt, dann läuft etwas falsch. Die fast zeitgleiche Ansetzung mit dem Spiel der Männer in Augsburg mag vielleicht Auswirkungen gehabt haben, aber 472 Zuschauer?

    (15)
  • FF-Fuchs sagt:

    Ein alter Fußballspruch sagt hinten gewinnt man die Spiele.
    So kann man das Ergebnis in Freiburg sehen. Potsdam mit mehr Spielanteilen auf defensiv ausgerichtete Freiburgerinnen, natürlich geschuldet durch die Ausfälle der beiden etatmäßigen Stürmerinnen Petermann und Kayici. Wie Detlef schon geschrieben hat, wurden Kemme und Huth fast aus dem Spiel genommen. Hier spielte C. Schiewe eine herausragende Rolle, die so gut wie jeden Zweikampf souverän für sich entschied. Bedingt durch einige Patzer in der Potsdamer Abwehr hatte Freiburg sogar die besseren Chancen. Dieses Manko wurde ja schon oft in diesen Foren moniert.
    Wenn Potsdam das mit der Abwehr noch abstellen kann, gehören sie für mich zur Bundesligaspitze. Insgesamt ein glücklicher aber verdienter Sieg von Freiburg. Zu erwähnen wäre noch, dass die tollen Potsdamer Zuschauer für schöne Stimmung im Stadion sorgten und es ein würdiges und faires Spitzenspiel war. Aus Freiburger Sicht wünsche ich den Potsdamerinnen viel Erfolg in den kommenden Spielen.

    (19)
  • cosinus sagt:

    Ich verstehe überhaupt nicht die aufkommende Kritik zur Niederlage von TP in Freiburg nicht. Dies war ein Spiel auf Augenhöhe! Freiburg ist z.zt. eine sehr spielstarke Mannschaft- dies haben sie bereits in den Spielen zuvor gezeigt.
    Diese Niederlage wirft TP nicht um, sondern werden kontern.
    Die verletzten Spielerinnen kommen auch langsam wieder zurück.

    (25)
  • OrbisJack sagt:

    Was man hier vergisst in Punkto Bayerns zuschauerzahl, ist dass es im allgemein ein abwärts trend gibt (Potsdam z.B.), aber auch dass das unterschiedliche bedeutung hat von ein zu andere Verein.

    Für die rein Frauenverein ist es wichtigum den Profil zu erhöhen und damit Sponsorgeld zu gewinnen. Für Bayern aber nicht, das Geld ist da, die Nameund Trikot zieht Spitzenspielerinnen an, egal ob 2000, 500 oder gar keine auftaucht.

    Und solange Bayern an der Spitze bleibt, und Sport1 die Liga eigt, hat auch die TV quoten nicht so ein dramatische auswirkung.

    Das gilt auch für Wolfsburg, aber die locken ordentliche zuschauerzahlen ein.

    (-11)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Ich kann Dir in vielem zustimmen, in anderen Dingen sehe ich nicht so schwarz wie Du!!!

    Das eintönige „immer durch die Mitte“ ist ja nun auch keine Eintagsfliege gewesen, sondern zieht sich schon seit dem Hoffenheim-Spiel wie ein roter Faden durch die Saison!!!
    Es gab aber auch Phasen, wo TURBINE durchaus ein gutes Flügelspiel gezeigt hat, zB 2. HZ in Hoffenheim, vor allem gegen Frankfurt oder auch zT gegen Essen!!!
    Deshalb verstehe ich das Trainerteam nicht, daß sie da nicht von der Seite aus intervenieren!!!

    Das Coaching von Rudi gefiel mir in Freiburg überhaupt nicht!!!
    Er stand fast völlig regungslos an der Seite, ohne die Anweisungen und auch Aufmunterungen, die man sonst von ihm gewöhnt ist!!!

    Das komplette Gegenteil davon Jens Scheuer, der ständig wild gestikulierend und aufmunternd seine Frauen von außen dirigierte!!!

    Auch die Wechsel von FELI RAUCH und ANNA GASPER kamen für mich viel zu spät!!!
    TABBI KEMME scheint im Moment völlig überspielt zu sein!!!
    Sie war gestern dicht dran am Totalausfall!!!
    Und das lag nicht nur am guten verteidigen von Freiburg!!!

    Deshalb sehe ich das „System KEMME“ nicht als abgenutzt oder gar überholt an, sondern lediglich die Akteurin als momentan nicht im Vollbesitz ihrer Normalform!!!

    Auch das hätten sowohl die Trainer, als auch die Mitspielerinnen sehen müssen, und entsprechend reagieren sollen!!!

    ESEOSA AIGBOGUN hat gegen Hoffenheim und Frankfurt ein sensationelles Spiel abgeliefert!!!
    Sie kann also viel mehr als sie gestern gezeigt hat!!!
    Gleiches gilt auch für LAURA LINDNER!!!

    Bei SARAH ZADRAZIL bin ich aber völlig bei Dir!!!
    Die junge Österreicherin bleibt auch für mich noch sehr viel von den Vorschussloorbeeren schuldig!!!

    (0)
  • shane sagt:

    „Ein alter Fußballspruch sagt hinten gewinnt man die Spiele.“

    naja, wenn mensch nur genug sucht, findet mensch sicher immer einen der irgendwie passt. den, den ich eher kenne ist: offensive gewinnt spiele, defensive gewinnt meisterschaften.

    bei turbine hapert’s da mal da, mal dort. ICH persoenlich bin im moment aber mit turbines zustand halbwegs zufrieden. deutlciher fortschritt, nicht nur aber ganz besonders in den spielresultaten, gegenueber der vergangenen katastrophensaison.

    ich hab keine ahnung, wie jemand erwarten (und verlangen) kann das jetzt auf einmal bei turbine von jetzt auf gleich die glorreichen zeiten zurueckkehren. dafuer ist einerseits noch nicht genug zeit verstrichen, um ueberhaupt wieder nen eigenen kader aufzubauen bzw. wachsen zu lassen, nachdem in den vergangenen jahren auch bei turbine viel zu sehr auf einkaeufe gesetzt wurde und viele dieser zukaeufe aus dem einen oder anderen grund nicht integriert werden konnten.

    zum anderen hat sich die frauenfussballlandschaft in den letzten 5 jahren einfach grundlegend veraendert. mit den potenteren herrenprofi-gestuetzten vereinen kann ein frauenfussballclub kaum mithalten, einer im notorisch klammen osten hat’s nochmal schwerer.

    das wird sich auch nicht wieder aendern. potsdam muss sich jetzt einfach in seine neue rolle finden als ausbildungsverein auf der ebene mit freiburg (zumindest solange dort der herenclub nicht aktiver unterstuetzend taetig wird) und essen. das heisst nicht, dass gar nichts mehr in sachen meisterschaft und CL moeglich ist. aber eine so dominante phase wie bis 2010 wird es nicht wieder geben. und wenn fans das doch erwarten, ist das eine illusorische vorstellung, die m.e. dem verein eher schadet.

    (14)
  • FrankE sagt:

    shane „High five“ und volle Unterstützung.

    Zu den „potenten Vereinen“ möchte ich noch anmerken dass es bis vor einigen Jahren wir waren die zusammen mit (oder auch hinter) den Frankfurtern die Finanzpotenz in der Liga repräsentierten. Der Etat mit dem Turbine auch heute noch wirtschaften kann muss sich sicher nicht hinter dem Rest der Liga verstecken ( vom VFL und den Bayern mal abgesehen). Daraus gilt es das Beste zu machen und ich finde genau das ist es was Turbine macht.

    Wie Du sehe ich Turbine auf genau dem richtigen Weg. Und übrigens, woher sollten wohl die Topspielerinnen kommen, wenn nicht von den Vereinen die Nachwuchs ausbilden und deren Topteams auch entsprechend durchlässig sind für den eigenen Nachwuchs und damit meine ich nicht nur Turbine.

    Das ist der Grund warum mein Herz so für Turbine schlägt. Ich suche mir meinen Verein doch nicht nach Erfolgen aus! Dann müsste ganz Deutschland Bayernfan sein (*schüttel*), wie furchtbar langweilig. Ich habe größten Respekt vor der Arbeit der Turbineoffiziellen und was sie aus dieser Situation machen.

    (16)
  • OrbisJack sagt:

    @shane

    Obwohl ich stimme vieles was du geschrieben hast zu…auch als Ausbildungsverein wird das sehr schwer. Vorallem weil es zunehmend schwer wird sehr junge Talentierte Spielerinnen da zu locken, wenn gleichzeitig die selber Männervereine auch dran sind.

    Für einige wird die grösseren chancen in die Erste Mannschaft zu rücken Turbine in die Karten spielen, aber anderen werden sich gleich die grossen auswählen, egal wie gering die chancen sind.

    Es sei denn es gäbe eine Art ‚Gentlemen’s agreement‘ wobei die Jungen zur Potsdam gehen weil sie dann später problemlos (gar kostenlos) abgegeben werden falls die die gewisse qualität beweisen haben. Aber ich sehe das als a) nicht realistisch und b) gegen die Sinn des Sportes.

    Wenn RB Leipzig es in der 1. Liga schafft (egal wie) wird es noch schlimmer.

    (-9)
  • Detlef sagt:

    @shane,
    Das waren wahre Worte!!! 🙂

    Kein TURBINE-Fan hätte nach dem Ende der letzten Saison auch nur zu träumen gewagt, daß wir die ersten fünf Spiele alle gewinnen werden, und selbst einen Spieltag später immer noch Tabellenführer sind!!!

    Selbst Rudi nehme ich es nicht ab, daß er nicht hin und wieder an diese Seuchensaison zurückdenkt!!!
    Er meinte ja, daß er immer nur nach vorne guckt!!!

    Von dem her sind wir absolut im Soll, und müssen halt weiter am Kader und am Spielsystem feilen und polieren!!!

    Ich sehe es ähnlich wie F.B., der für seine Wölfinnen einen Vorteil darin sieht, wenn sie gegen einen offensiven Gegner wie TURBINE spielen!!!

    Auch uns kommt die offensive Art von Wob natürlich sehr entgegen!!!
    Denn so wird es viel mehr Räume geben als gegen Mannschaften wie Sand, Bremen, Essen und Freiburg!!! 🙂

    Und warum sollte es nicht erneut einen Sieg von Potsdam in Wolfsburg geben???
    Wob hat in der Offensive das selbe Problem wie wir auch, nämlich die Chancenverwertung!!!
    Sie haben sogar fünf Tore weniger erzielt als wir!!!

    Niemand erwartet von uns, daß wir in Wob gewinnen!!!
    Der Druck liegt ganz klar beim Gastgeber!!!

    Und ich bin fest davon überzeugt, daß wir in der Autostadt wieder ähnlich forsch zur Sache gehen werden wie gegen Frankfurt, mit weit mehr als 100% Einsatz, frühem Pressing und Kampf um jeden Ball!!! 🙂

    Wir werden sehen was dabei rumkommt!!! 😉

    (13)
  • Volker sagt:

    Zu Wolfsburg: Von der Qualität an Spielerinnen bis ins Wechselkontingent die am besten bestückte Mannschaft der Liga. Das Gleiche gilt für die Vereins Struktur. Solche Voraussetzungen erhöhen selbstverständlich auch die Erwartungen an die Mannschaft. Dummerweise setzt der Verein die gleichen Maßstäbe mit Zu und Abkauf wie im Profi Männerfußball. Glücklicherweise funktioniert das nicht( oder noch nicht) im Frauenfußball. Die Voraussetzungen sind nicht nur physisch sondern auch psychisch anders. Die Kompakte Geschlossenheit, die Spielfreude und der kämpferische Wille aus vergangenen Zeiten erscheinen heute wie ein Mythos. Es wird Zeit für Verein und Trainerteam an der Mannschaft zu arbeiten als mit ständigen Zukäufen zu reagieren. Eigene Maßstäbe setzen als die „Früchte“ anderer Vereine ernten zu wollen. Im technischen und taktischen Bereich hat sich beim VFL in den letzten Jahren nur wenig bewegt. Ungleich höher ist der Erfolgsdruck auf die Spielerinnen gewachsen. Erworbene Titel wie der DFB-Pokal täuschen darüber leicht hinweg.

    (14)
  • OrbisJack sagt:

    @Volker

    Stell dir mal vor, man kriegt eine riesen Etat am Anfang des Saisons, verzichtet darauf es voll auszunutzen, und dann am Saison Ende hat man die Ziele nicht erreicht…aber ein Haufen geld übrig hat. Ziemlich blöd, wa?

    Auch wenn Geld es nicht automatisch bedeutet dass man ein gut harmonierende Mannschaft baut, es kann auch anderseits dafür sorgen dass die Konkurennz nicht allzu Scharf sind, falls man das so braucht.

    Auch wenn Wolfsburg/Bayern es nicht bis Weihnachten ges hafft haben, sich in die ersten zwei Plätze zu pflanzen, danach gibts Transfer Fenster. Wenn es nicht mit dem Dominanz auf dem Rasen klappt, die Dominanz auf dem Markt wird es irgendwie schaffen.

    (-10)
  • Altwolf sagt:

    @Volker.
    Deinen Ausführungen kann ich nicht ganz folgen, denn die von Dir schon völlig überzogenen Ansprüche an die Erfolge, haben die Wölfinnen bisher durchaus erfüllt. Hier ist niemand so verwegen ständig das „Trippel“ zu fordern, sondern der Anspruch heißt immer um die Titel bis zur Entscheidung mitspielen zu können.
    Es ist schon vermessen eine Vizemeisterschaft, DFB-Pokalsieg u. CL-Finale als „Enttäuschung“ einzuordnen.
    Warum ist der DFB-Pokal in deiner Sicht so unbedeutend.
    WOB hatte vor 2013 nicht einen Titel und jetzt sind es in 3 Jahren 7 Titel – das ist enttäuschend ?

    So wie es alle Teams erleben, kommt es nach 2-3 erfolgreichen Jahren und entsprechendem Team-Spirit durch Karriereende, Verletzungen oder auch Neuausrichtung zu einem Umbruch und der erfordert auch neue Spielerinnen. Natürlich funktioniert das nicht immer gleich so wie gewohnt, sondern die Charaktere sind anders und die Abstimmungen müssen eintrainiert werden. Das ein Team so erfolgreich ist bzw. mit den entsprechenden Spielerinnen war, ist doch immer nur ein vorrübergehendes Phänomen, wo halt alles zusammenpasst, jedoch immer wieder aufgrund neuer Spielerinnen neu erarbeitet werden muß.

    Warum Du nun einen Zu- und Abkauf hier als „System“ unterstellst,kann ich nicht nachvollziehen und schon gar nicht die „Früchte“ anderer Vereine zu ernten.
    Wessen „Früchte“ wurden denn hier geerntet ?

    Ist das denn eine „Kauforgie“, wenn man S.B.Gunnarsdottir, E.van Egmond u. noch A.Mittag geholt hat, wobei lediglich V.Faißt abgegeben wurde, weil sie es selbst auch wollte u. N.Keßler ist aus bekannten Gründen aus dem letzjährigen Kader nicht mehr dabei. So mußte auch M.Tetzlaff aus gesundheitlichen Gründen ihre Kariere beenden.

    Da gibt es wohl bei anderen Clubs deutlich mehr Veränderungen in der Kaderzusammensetzung.

    Deine Idee über L.Magull, an anderer Stelle geäußert, teile ich auch nicht, denn sie würde sehr gut auf die 10er Position passen und die Position, die eigentlich J.Simic erfüllen sollte, wesentlich besser ausfüllen und d. Spiel aufgrund ihrer Spielintelligenz wesentlich positiver beinflussen.

    Da man das in WOB gesehen hat, wurde sie auch ausgeliehen, da sie vor 2 Jahren noch nicht so weit war und nicht das Durchsetzungsvermögen und die Stabilität im Spiel hatte, wie sie es jetzt in Freiburg zeigen kann.
    Ich hoffe sehr, das sie wieder zu uns zurückkommt, da sie hier auch eine gute sportliche Perspektive hat, denn auf ihrer Position hat sie, nach jetzigem Stand, auch keine ernsthafte Konkurenz.

    (-4)
  • F.B. sagt:

    Mich ärgert es, wenn Leute, welche die Spiele von Wolfsburg nur am Ticker verfolgen, davon sprechen, die „kompakte Geschlossenheit, die Spielfreude und der kämpferische Wille aus vergangenen Zeiten erscheinen heute wie ein Mythos“. Mit Ausnahme des CL-Rückspiels wurden diese Eigenschaften bei allen Spielen seit dem 3. Spieltag aufgeboten, die zweite Halbzeit gegen Hoffenheim etwa war spielerisch und kämpferisch überragend. Was zurzeit leider nicht passt, ist die Chancenverwertung, aber eine Martina Müller kann man sich eben nicht schnitzen und ist gegenwärtig auch nicht auf dem Markt erhältlich. Zsanett Jakabfi hat diese Rolle am Ende der letzten Saison und auch in dieser Saison bereits gut erfüllt, leider ist sie zurzeit verletzt, in Topform kann sie auf jeden Fall die Rolle der Knipserin erfüllen.

    Und da wären wir auch schon bei einem weiteren Punkt, der es nicht so einfach macht, nämlich den Verletzungssorgen. In der letzten Saison konnte sich die Mannschaft kaum einspielen, weil immer wieder wichtige Spielerinnen über längere Zeit ausfielen, wie Alex Popp, Caro Hansen und Vanessa Bernauer. Caro fällt jetzt leider wieder bis zum Winter aus und reißt ein Loch, das von Ramona Bachmann oder Anja Mittag nicht annähernd ausgefüllt werden kann. Man darf nicht vergessen, dass man in der Tripple und Double Saison fast immer mit einer festen Elf gespielt hat und es keine längeren Ausfälle der Stammkräfte gab. Das ist so leider seit Längerem nicht mehr gegeben.

    Was den Umbruch betrifft: Ich denke, dass Kellermann mittlerweile doch eingesehen hat, dass einige Transfers und taktische Veränderungen in die falsche Richtung gegangen sind. Dafür spricht auch, dass in einigen der letzten Spielen neun Spielerinnen auf dem Platz standen, die mindestens zwei Jahre im Verein sind. Man merkt, dass diese Spielerinnen eingespielt sind. Bestimmten Neuzugängen nach dieser Zeit, wie vor allem Sara Gunnarsdottir, aber auch Tessa Wullaert, fiel die Integration in die Mannschaft sehr viel leichter, beide kamen in den letzten Spielen fast immer zum Zug. Spielerinnen, denen diese Integration sehr viel schwerer fällt, finden sich öfter auf der Bank wieder. Auffällig ist das vor allem bei Elise Bussaglia, die zu keinem Zeitpunkt wirklich in das Konzept der Mannschaft passte und seit dem zweiten Spieltag nur noch auf der Bank sitzt. Aber auch taktische Änderungen wurden wieder revidiert: Die Rückkehr zum 4-4-2 hat der Mannschaft sichtlich Stabilität gegeben. Ich will nicht sagen, dass ich mit allen Entscheidungen des Trainerteams zufrieden bin, so bin ich überhaupt nicht damit einverstanden, Ewa Pajor nicht in den Kader zu nehmen und stattdessen Julia Simic spielen zu lassen. Aber zum Großteil waren die Entscheidungen seit dem 3. Spieltag richtig.

    Noch ein Wort zu Lina Magull: Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass ihre Ausleihe ein Fehler war und sie auch ihre Chance in Wolfsburg genutzt hätte, wenn man ihr das Vertrauen gegeben hätte. So gut wie es bei ihr läuft, gibt es aus ihrer Sicht jetzt eigentlich keinen Grund für eine Rückkehr. Sollte sich Freiburg gar für die CL qualifizieren – was gegenwärtig absolut im Bereich des Möglichen liegt – halte ich das sogar für ausgeschlossen. Es bleibt aber auch die Frage, ob man in Wolfsburg wirklich mit einer Zehn spielen will oder ob sich die Spielweise mit zwei Stoßstürmerinnen nicht als für das Team passender erweist.

    (-1)
  • Volker sagt:

    F.B : Um es mal klar zu stellen: habe ich keinerlei Zweifel an der Qualität der Spielerinnen geäußert. Ebenso verehre ich eine Nadine Kessler und eine Martina Müller. Sicher, es ist müssig einem Verein Finanzielle Möglichkeiten zum Vorwurf zu machen und daraus Vorteilnahme ab zu leiten. Aber dieses Argument nehme ich in Kauf. Leider stehen die meisten deiner Sätze im Konjunktiv, im Kontext entnehme ich auch gewisse Zweifel auf deiner Seite. Nochmal: Gewisse Regelmechanismen die im Profi Bereich der Männer zum Alltag gehören greifen im Frauenfußball nicht. Es gibt im Vergleich keine Berufsspieler. Noch eines, ich möchte auf keinen Fall mit gewissen Leuten eines anderen Forums die seit Jahren eine Anti Wob Kampagne führen in Verbindung gebracht werden.

    (2)
  • F.B. sagt:

    @Volker: Du hast Aussagen über die Spielweise und Moral der Mannschaft getroffen, die auf Unkenntnis beruhen und das Gegenteil von dem sind, wie sich die Mannschaft zurzeit präsentiert. Darüber habe ich mich mokiert. Natürlich habe ich auch gewisse Zweifel, es ist ja nicht so, dass wir ein Abo auf die ersten beiden Plätze in der Tabelle haben. Vor allem ist mir klar, dass die sich in den letzten Wochen gefundene Stammformation durch verletzungsbedingte Ausfälle auch schnell wieder auseinander fallen kann. Die Mannschaft ist sicher noch nicht so stabil wie in den Jahren 2012/13/14. Auch was das Trainerteam betrifft, kann ich nicht völlig ausschließen, dass man wieder nervös wird und mit unsinnigen personellen und taktischen Varianten experimentiert. Wenn ich die laufende mit der letzten Saison vergleiche, gibt es aktuell aber einen großen Fortschritt, sowohl was Spielweise als auch Punkteausbeute betrifft. In der letzten Saison war die Meisterschaft zu dieser Zeit schon weg. Aus diesem Grund gibt es gute Gründe, aktuell etwas positiver gestimmt zu sein.

    (1)

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