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Frauen-Bundesliga: Alex Popp rettet Wolfsburg den Sieg

Von am 16. Oktober 2016 – 16.37 Uhr 27 Kommentare

Am 5. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga gewannen der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt erst nach Rückstand. Auch Meister FC Bayern München kam nur zu einem knappen Erfolg.

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Alex Popp sorgte beim 2:1 (1:1)-Auswärtssieg des VfL Wolfsburg bei der TSG 1899 Hoffenheim mit ihrem Treffer in der 89. Minute für einen späten Erfolg der „Wölfinnen“. Kristin Demann hatte die Gastgeberinnen früh in Führung gebracht (4.), Nilla Fischer kurz vor der Pause ausgeglichen (45.).

Laudehr köpft Bayern zum Sieg

Der FC Bayern München kam beim SC Sand zu einem knappen 1:0 (1:0)-Erfolg. Simone Laudehr erzielte per Kopf den einzigen Treffer der Partie (43.). „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und auch mal die Freistöße nutzen, wie es Bayern gezeigt hat“, so ein enttäuschter Sander Trainer Colin Bell.

Frankfurt dreht Partie gegen Jena

Der 1. FFC Frankfurt rang den FF USV Jena mit 2:1 (0:0) nieder. Nach dem Führungstreffer der Gäste durch Julia Arnold (51.) gelang Mandy Islacker der Ausgleich (64.). Den Erfolg der Frankfurterinnen machte dann Jackie Groenen perfekt (73.).

Spielszene TSG 1899 Hoffenheim gegen den VfL Wolfsburg

Alex Popp (Mi.) traf zum späten Wolfsburger Sieg © foto2press / Oliver Zimmermann

Freiburg souverän

Keine Mühe hatte der SC Freiburg sich mit 4:0 (1:0) bei Aufsteiger Borussia Mönchengladbach durchzusetzen. Hasret Kayikci (13.), Giulia Gwinn (48.) und zweimal die eingewechselte Sandra Starke (79., 83.) sorgten für einen ungefährdeten Sieg der Elf aus dem Breisgau.

Erster Saisonsieg für Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen feierte mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg beim MSV Duisburg im fünften Spiel den ersten Saisonsieg. Merle Barth erzielte den einzigen Treffer der Partie (23.), Leverkusen verdrängte Duisburg durch den Dreier auf einen Abstiegsplatz.

Potsdam verteidigt Tabellenführung

Der 1. FFC Turbine Potsdam verteidigte bereits am Samstag durch einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen die SGS Essen die Tabellenspitze. Elise Kellond-Knight (11.) und Svenja Huth (68.) erzielten die Potsdamer Treffer gegen einen Gegner, der nach dem Platzverweis gegen Vanessa Martini (11.) fast die komplette Spielzeit in Unterzahl agieren musste.



Tabelle Frauen-Bundesliga

PlatzTeamSpieleSUNToreTordifferenzPunkte
1FC Bayern München971111:4+722
21. FFC Turbine Potsdam870115:3+1221
3SC Freiburg962118:6+1220
4SGS Essen852115:5+1017
5VfL Wolfsburg852110:4+617
61. FFC Frankfurt943217:9+815
7SC Sand942312:5+714
8TSG 1899 Hoffenheim92074:11-76
9FF USV Jena92076:14-86
10Bayer 04 Leverkusen82065:13-86
11MSV Duisburg92075:22-176
12Borussia Mönchengladbach90093:25-220

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    Ob knapp oder deutlich…3 punkte sind 3 punkte. Wolfsburg und Bayern marschieren weiter, obwohl immer nur auf ein Tor sich zu verlassen könnte noch Bayern kosten. Die haben die Angreifer im Kader…ist die Taktik hier fehlerhaft?

    In das Rennen um Platz 3 hat Freiburg jetzt die Nase vorn, für Essen war die Verletzungen zu Teuer zu verkraften, und denn auch die (gerechte) Platzverweis nach 10 minuten. Tapfer gekämpft, fast ein ausgleich erzielt…naja schade für sie.

    Im Moment scheint ein kluft in der Liga zu öffnen zwischen 7. und 8. Ob das nur weil es recht früh im Saison ist?

    Naja, bald werden auch die ersten deals der Winter Transfer Fenster gemumkelt und abgeschlossen.

    (-5)
  • Fcffan sagt:

    Gratulation an unsere Freiburger,es scheint eine sehr gute Saison zu werden.
    Großer und ausgeglichener Kader mit der man in der Spitze gut mithalten vielleicht sogar ganz vorne landen kann. Hat aber auch Geld gekostet und kostet immer noch.
    Herausnehmen möchte man vor allem die junge Gwinn, die ideal eingeschlagen ist.
    Leider konnte ich nicht mit nach Mönchengladbach fahren und habe mir deshalb das Spiel der Zweiten angesehen. Hochachtung ebenfalls-absolut verdienter Sieg – und eine im Mittelfeld überragend spielende Daria Streng. Man fragt sich warum sie nicht mehr im Kader der Ersten steht..laut dem heutigen Umfeld scheint sie in allen Spielen ihre sehr gute Leistung zu zeigen.
    Also da kann der Trainer der Ersten ruhig mal zuschauen.

    (12)
  • F.B. sagt:

    Bei 20° und strahlendem Sonnenschein sahen gut 1000 Fans in Hoffenheim ein sehr intensives und bis zum Schluss spannendes Spiel. Der VfL war im Gegensatz zum Spiel gegen Chelsea auf zwei Positionen verändert, Tessa Wullaert und Anja Mittag kamen für Caro Hansen und Zsanett Jakabfi in die Startelf.

    Hoffenheim stand zunächst sehr gut und machte die Räume eng. Der Ball lief bei uns zunächst gut, ohne dass sich aber wirklich zwingende Torchancen ergaben. Das Spiel über die Flügel klappte in der ersten Halbzeit nicht gut, da Tessa auf der rechten Außenbahn nicht wirklich zurecht kam und erkennbar mit dieser Position fremdelte und auch Lara Dickenmann auf links nicht wirklich durchsetzungsfähig war. In der Mitte erwies sich Anja Mittag erneut als Fremdkörper, die Abstimmung zu den Mitspielerinnen passte hinten und vorne nicht. Das Tor von Hoffenheim (19.) viel dann etwas glücklich nach einer Ecke, allerdings hätte die Situation auch besser verteidigt werden können. Der VfL erhöhte daraufhin den Druck, wirkliche Chancen entstanden aber nur nach Ecken und Freistößen von Lena Gößling. Aus einer Situation nach einem solchen Freistoß ging dann auch der Ausgleich hervor: Nach einer zunächst geklärten Hereingabe bediente Lena im zweiten Versuch Nilla Fischer, die einköpfte.

    Nach der Pause kam zunächst Caro Hansen für Anja Mittag, Tessa Wullaert rückte in die Sturmspitze. Beide Spielerinnen sorgten in der Folge für viel Wirbel, insbesondere Caro mit einigen guten Aktionen, bleib im Abschluss aber erneut unglücklich und auch wieder zu eigensinnig. Großes Glück hatten wir aber auch, als ein überhartes Einsteigen der bereits verwahrnten Sara Gunnarsdottir nicht mit Gelb-Rot geahndet wurde. Kellermann wechselte sie danach umgehend aus und brachte Vanessa Bernauer. Dieser Wechsel belebte auch das zentrale Mittelfeld, Vanessa brillierte in der Folge mit einigen starken Balleroberungen und Lena Gößling riss das Spiel immer mehr an sich und setzte insbesondere Caro und Tessa mit einigen sehr schönen Zuspielen ein. Es wurde zum Teil sehr ansehnlicher Kombinationsfußball gespielt. Der VfL legte ein richtiges Powerplay hin. In der Folge gab es Chancen im Minutentakt, ohne dass der Ball aber reinwollte. Hier zeigte sich wieder das alte Problem: Die Chancenverwertung. Eine Viertel Stunde vor Ende kam dann noch Zsanett Jakabfi für Tessa. Als man sich scheinbar schon mit dem Unentschieden abfinden musste, setzte sich Lara Dickenmann doch noch mal auf links durch und bediente mit einer punktgenauen Flanke Alex Popp. So war der Dreier letztendlich etwas glücklich, aber aufgrund der zweiten Halbzeit und der Tatsache, dass Hoffenheim nur eine einzige richtige Torchance hatte, verdient.

    Von den Einzelleistungen her erneut Lena Gößling und Babett Peter mit einem sehr überzeugenden Auftritt. Auch Isabel Kerschowski mit einer starken Leistung und insbesondere in der zweiten Halbzeit einigen durchsetzungsstarken Dribbelings. Lara Dickenmann und Sara Gunnarsdottir wirken zurzeit überspielt und kommen nicht mehr an ihre Leistungen vor 1-2 Wochen heran. Der Rest spielte durchschnittlich bis solide, bei den meisten lief es in der 2. Halbzeit besser.

    (13)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Danke für den guten Spielbericht.
    Wir haben zwar recht gute Offensivspielerinnen, jedoch eine Knipserin, wie Martina Müller, haben wir seither nicht mehr.
    Dadurch kann uns noch so mancher Punktverlust drohen, wenn man aus den zahlreichen Chancen so wenig Zählbares macht.

    (5)
  • enthusio sagt:

    Beim Spiel Duisburg-Leverkusen gab es auf beiden Seiten bereits vor dem Anpfiff etliche Ausfälle (u.a. Bresonik bei Duisburg und Petzelberger bei Leverkusen), doch leider bereits nach wenigen Minuten erwischte es auch Nina Ehegötz, die bei einem Vorstoss vor Lena Nuding ohne Fremdeinwirkung im Rasen hängen blieb und offensichtlich mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden mußte.

    Zu Anfang zeigte Duisburg etwas mehr Offensivaktionen, doch Schüsse von Munzert und Falcon stellten Anna Klink im Leverkusener Tor vor keine größeren Probleme.
    Mit der ersten Torchance ging Leverkusen dann in Führung, als Merle Barth mit einem schönen Flachschuss in die linke Ecke traf.
    Leverkusen hätte dann auf 2:0 erhöhen müssen, doch nach einem schönen Pass Barths in die Schnittstelle der Duisburger Abwehr vergab Jessica Wich kläglich und Lena Nuding konnte den Ball aufnehmen.
    Die letzten Spielminuten vor der Halbzeit gehörten dann wieder Duisburg, die zu drei guten Torchancen kamen. Nachdem zunächst Kathleen Radtke über das Tor schoss, konnte kurz darauf Annike Krahn eine scharfe Hereingabe Lee Falkons knapp neben den Pfosten zur Ecke abwehren. Im weiteren Verlauf setzte Virginia Kirchberger den Ball knapp am Pfosten vorbei. Und auch Rahel Kiwic stocherte zum Entsetzen der Duisburger Fans den Ball aus kürzester Entfernung neben das Tor.

    In der 2. Halbzeit verflachte das Spiel immer mehr, technische Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten ließen kaum noch einen guten Spielfluss zu.
    Beide Torhüterinnen konnten sich noch bei einem Heber Lee Falkons sowie einem Schuss Francesca Webers auszeichnen, ansonsten hatte nur noch Duisburg einige halbherzige Torversuche zu bieten, die aber keine Gefahr erzeugten.
    Leverkusen brachte daher den Sieg zur Freude der wenigen Leverkusener Fans problemlos über die Zeit.

    Insgesamt ging der Leverkusener Sieg in Ordnung, weil Duisburg insbesondere kurz vor der Halbzeitpause seine Torchancen einfach nicht nutzen konnte. Vom spielerischen Niveau her war es aber ein Spiel zweier Abstiegskandidaten.

    (10)
  • FFFan sagt:

    Turbine Potsdam hat die erste große Bewährungsprobe in dieser Saison bestanden! Die Frage war: welche Auswirkungen würde das blamable Ausscheiden aus dem DFB-Pokal auf die Leistung der Mannschaft haben? Doch von Verunsicherung war nichts zu bemerken. Im Gegenteil: das Team von Matthias Rudolph machte von der ersten Minute an einen entschlossenen und selbstbewussten Eindruck, drängte den Gegner in die eigene Hälfte. Der frühe Platzverweis für Essens V.Martini und die anschließende Führung durch das Freistoßtor von E.Kellond-Knight spielte ihnen zusätzlich in die Karten. Der einzige Vorwurf, den man den ‚Turbinen‘ machen kann, ist, nicht schon früher für klare Verhältnisse gesorgt zu haben (allein S.Huth vergab in der ersten Halbzeit zwei sog. „Hundertprozentige“). Durch eine Nachlässigkeit von J.Elsig wäre den Gästen sogar beinahe der Ausgleich gelungen, doch L.Schmitz verhinderte Schlimmeres. Nachdem Huth das 2-0 erzielt hatte, war das Spiel entschieden. Danach passierte nicht mehr viel.

    Hervorzuheben ist noch die gute Schiedsrichterleistung von Frau Kunkel und ihren Assistentinnen. In der möglicherweise spielentscheidenden Szene nach 10 Minuten zeigte sich, was eine funktionierende Kommunikation innerhalb des Gespanns wert ist. Außerdem wurden endlich mal Unsportlichkeiten konsequent mit ‚Gelb‘ geahndet (C.Hartmann; J.Elsig).

    Ist Turbine nach dem Sieg im Spitzenspiel nun reif für den Meistertitel? Hiergegen lässt sich einwenden, dass die Saison noch jung ist und man ja noch nicht gegen Bayern München und den VfL Wolfsburg gespielt hat. Aber umgekehrt gilt auch: die vermeintlichen Top-Teams müssen erst mal gegen Potsdam gewinnen! Zumindest verspricht der Kampf an der Tabellenspitze spannender zu werden als vor einigen Wochen gedacht…

    (20)
  • Aldur sagt:

    Das Spiel Gladbach vs. Freiburg war gestern eine relativ deutlich Angelegenheit. Bei halbwegs konsequenter Chancenauswertung der Breisgauerinnen hätte das Endresultat schon der Halbzeitstand sein müssen. Gladbach, bei denen die Ex-Essenerin Gier für 90 Minuten auf der Bank blieb, hatte kaum nennenswerte Offensivaktionen, geschweige denn klare Torchancen. Die meisten Ansätze von Umschaltaktionen blieben spätestens 30 Meter vor dem Freiburger Tor hängen. Die beste Waffe scheinen ohnehin lange Bälle auf die einzige Spitze Cameron zu sein. Doch auch wenn Gladbachs beste Spielerin den einen oder anderen Ball festmachen konnte, fehlte es meist an Unterstützung um eine vielversprechende Offensivaktion daraus zu entwickeln. Es kommen sicher noch Gegner, gegen die Gladbach mehr Möglichkeiten bekommen wird, aber in der gestrigen Verfassung bleiben sie wohl leider Abstiegskandidat Nr.1.

    Leider sind 258 Zuschauer für ein BuLi-Spiel auch sehr dürftig. Schade, dass sich bei einem Klub mit so zahlreicher und treuer Anhängerschaft nicht mehr Fans auch für die Frauen-Abteilung begeistern können.

    (10)
  • Aldur sagt:

    FFFan sagt:
    „Hervorzuheben ist noch die gute Schiedsrichterleistung von Frau Kunkel und ihren Assistentinnen.“

    Detlef sagt (im anderen Thread):
    „Das Schiri-Trio war gestern ganz sicher nicht in Topform!!!“

    Wer hat da jetzt ein anderes Spiel gesehen? 😉

    (5)
  • Detlef sagt:

    FFFan schrieb;
    „Ist Turbine nach dem Sieg im Spitzenspiel nun reif für den Meistertitel?“

    Rudi würde darauf antworten;
    „Wir schauen von Spiel zu Spiel, und sehen dann was dabei rumkommt!!! 😉

    Ein berühmt berüchtigter User dieses Blockes sieht uns dagegen als klaren Abstiegskandidaten, und daher auch keiner Nennung würdig!!! 😉

    Nach der letzten Saison sollte man jetzt keine Luftschlösser bauen!!!
    Doch es ist momentan ganz klar erkennbar, woran es vorige Spielzeit gemangelt hat!!!

    Doch es gibt auch jetzt noch genügend Verbesserungsmögkichkeiten, wenn man an die vielen oft leichtfertig vergebenen Torchancen denkt, und die bisher zweimal gezeigte Überheblichkeit gegen vermeintlich schwache Gegner, wo wir unsere beiden Gegentore kassiert haben!!! 🙁

    Und es ist schon die zweite große Bewährungsprobe gewesen!!! 🙂
    Denn schon der SC Sand hat schonungslos aufgedeckt, wo unsere Schwachstellen liegen!!!
    Und auch die Wölfinnen sind ja nicht ohne Grund gegen Sand ohne Sieg geblieben!!! 😉

    Zur Schiri-Leistung habe ich ja schon einiges im anderen Fred geschrieben!!!
    Allein die Tatsache, daß sie zuerst auf den Elfmeterpunkt gezeigt hat, und sich erst danach von ihrer Assi hat umstimmen lassen, zeigt mir klar, daß sie zuerst geraten haben muß!!! 😉
    Daraus eine „gute Leistung“ abzuleiten, finde ich dann doch recht abenteuerlich!!!
    Sicher, wir hatten auch schon schlechtere Schiris im KARLI!!!
    Beim nochmaligen Anschauen aus der TV-Perspektive zeigten sich einige Fehlentscheidungen, die ich schon im Stadion bemerkt habe!!!

    (-3)
  • FrankE sagt:

    Bei trüben Wetter und vor gut 1600 Zuschauern fan das Spiel zwischen Essen und Turbine an einem Samstag statt. Vor dem Spiel standen die angereisten Essener Fans noch mit den Turbinefans zusammen dort wurde dann das Vorwochendesaster von Turbine nochmals besprochen und über das bevorstehende Spiel spekuliert. Als es dann losging zeigte sich von Anfang an dass Turbine die Fehler der Vorwoche erkannt hat und Lehren gezogen hat. Von der ersten Minute hellwach und konzentriert ging es gleich flott los mit Chancen auf beiden Seiten. Ein Schuss von Schüller strich knapp am Turbinetor vorbei, ein Kopfball von Tabbi genauso am Essener Tor. Von Anfang an hatte die Essener Verteidigung große Probleme mit Svenjas Speed, Festhalten oder ähnliches war ein ums andere Mal die letzte Rettung für die Verteidigerinnen. Das führte dann auch zur Notbremse, zum Platzverweis und zu einem sehenswerten Treffer durch Kay Kay. Die Haupttribüne hatte hierbei eine tolle Perspektive und viele jubelten schon als der Ball über die Mauer war, dann da war schon klar: DER PASST!. Genau in den langen Winkel, für die Essener Torfrau war da nichts zu machen. Danach gewann Turbine immer mehr Spielanteile, erspielte sich durch so manche schnelle Kombi Torchancen und muss sich den Vorwurf gefallen lassen viele davon ausgelassen zu haben. Das war manchmal zu Haareraufen. Beim zweiten Tor legt dann Schmidt sehr cool für Svenja auf, die dann versenken konnte, im doppelten Sinne, einmal den Ball im Tor und zum anderen Essens Hoffnungen einen Punkt mitnehmen zu können. Nach dem Tor war der Drops gelutscht.

    Da hier bereits über Svenja und Kay Kay ausführlich gesprochen wurde möchte ich etwas zu Bianka Schmidt sagen. Viele Ihrer Zweikämpfe hatte sie mit Hartmann zu bestreiten. Diese Aufgabe löste sie sehr gut. Sie hielt sowohl körperlich als auch spielerisch gut dagegen und was sie läuferisch draufhat das weiß man. Es ist schön zu sehen dass sie den Weg zurück zu alter Klasse gefunden hat, was ich weiß ist, sie arbeitet wirklich hart daran und gibt trotz der letzten Jahre nicht auf. So eine professionelle Einstellung verdient Respekt! Ich freue mich sehr über ihre Entwicklung.

    Die schönste Szene des Spiels kam dann mit der Einwechselung: OH CAPTAIN MEIN CAPTAIN! Die Rückkehr von Lia ins Team wurde mit viel Jubel aufgenommen.

    Ich weigere mich weiterhin standhaft über sowas wie Meisterschaft oder ähnliches zu reden. Dafür gibt es noch zuviel zu tun. Auch Samstag sah man reichlich Fehlpässe, Missverständnisse und Flanken die keine waren. Wenn Kay Kay nicht auf der Linie per Kopf gerettet hätte, Lisa nicht bei den Blackout von Jojo (ansonsten klasse Leistung) schnell reagiert hätte….. (hätte, wäre, Konjuktiv) Nicht desto trotz, Turbine macht diese Saison Spaß! Ich kann jedem nur empfehlen, kommt in Karli, für tolle Unterhaltung ist gesorgt!

    (24)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Viele Ihrer Zweikämpfe hatte sie mit Hartmann zu bestreiten.
    Nichts gegen die Kurzeinschätzung einer stark im Kommen befindlichen Schmitti, aber diese Aussage bzgl. ihrer angeblichen Zweikämpfe mit Hartmann ist vollständig aus der Luft gegriffen und war vermutlich dem gen. trüben Wetter geschuldet!
    Da ich das nach den Livebildern schon so nicht in Erinnerung hatte, habe ich daraufhin vor wenigen Minuten das gesamte Spiel erneut angeschaut, explizit unter diesem Aspekt.
    Ergebnis: Ein Zweikampf mit Hartmann, den selbige mit einem Foul zu ihren Ungunsten verlor – mehr nicht. Dafür aber mehrfach mit Wilde u.a.
    Was mir unabhängig davon auffiel, dass eine Meister sehr engagiert und selbstbewußt routiniert, durchaus auch offensiv, ihren Part gespielt hat. Ich hoffe, sie bringt das mal mehrere Spiele zustande und läßt diese Schwankungen endlich mal der Vergangenheit abgehören.
    Mir wird in der Offensive zuviel mit langen Bällen gespielt, die auch i.d.R. nur in der Mitte auf Huth verwertbar ankommen, die Außen Lindner und Aigbogun verpulvern viel Kraft um letztlich dann doch vergeblich den Niemandslandpässen und -flanken hinterherzulaufen. So raubt man sich der Breite des Spielfeldes und schafft unnötigerweise Ballungszentren vor und im Strafraum, wo viele Beine der Stürmerin Tod sind. Zuviel geht über die Mitte und ist leichter ausrechenbar, als wenn die Flügel mit einbezogen sind. Das wird hoffentlich, dann wieder mit Wälti in der Schaltzentrale besser. Nicht auszudenken, wenn Rauch, Cramer und weitere Stammkräfte zusätzliche Belebung ins Team einbringen.
    Das Auswärtsspiel in Freiburg halte ich für eine echte Standortbestimmung, die das Team durchaus gebrauchen kann und bei deren Bestehen mit erst recht breitem Kreuz daraus hervorgehen wird. Der FCB und der VfL scharren ja schon mit den Hufen…

    (8)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Ich bin begeistert von Deinem letzten Beitrag!!! 🙂
    Da lese ich viel konstruktive Kritik, wo auch Lösungen dabei sind!!!
    Bitte weiter so!!!

    Auch ich bin völlig Deiner Meinung, daß unser Angriff noch zu ausrechenbar ist!!!
    Die langen Bälle kamen zwar gefühlt etwas genauer als gewöhnlich, dürfen aber nicht wieder zur Gewohnheit werden!!!
    Gerade wenn man in Überzahl ist, muß man doch die komplette Breite des Spielfeldes ausnutzten!!!
    Dies geschah leider zu wenig, mit den von Dir aufgezählten Folgen!!! 🙁

    Auch ich setze hier auf die Spielintelligenz einer LIA WÄLTI, und zunehmend auch auf ELISE-KELLOND-KNIGHT!!!
    Aber auch die von FrankE völlig zurecht gelobte BIANCA SCHMIDT, und die von Dir genannte, endlich wieder richtig gut agierende WIBKE MEISTER, können und müssen hier ihren Anteil leisten!!! 🙂
    Zusammen mit LAURA LINDNER und ESEOSA AIGBOGUN können wir noch viel flexibler agieren, und SVENJA HUTH UND TABBI KEMME so auch etwas entlasten!!!

    Wie geschrieben, dürfte das Comeback von FELI RAUCH auch nicht mehr lange auf sich warten lassen!!! 🙂
    Der Einsatz von JENNY CRAMER und TORI SCHWALM wird wohl dagegen noch dauern!!! 😉

    (4)
  • Aldur sagt:

    Detlef sagt:
    „Allein die Tatsache, daß sie zuerst auf den Elfmeterpunkt gezeigt hat, und sich erst danach von ihrer Assi hat umstimmen lassen, zeigt mir klar, daß sie zuerst geraten haben muß!!!

    Raten wird wohl kein Schiri, sondern nach der eigenen Wahrnehmung entscheiden. Die war aus der Perspektive von hinten offenbar so, dass das Foul knapp im Sechzehner war. Dann verlässt sie sich aber auf die Wahrnehmung ihrer besser postierten Assistentin aus der Seitenperspektive und korrigiert sich richtigerweise auf Freistoß. Das ist eher ein positives Beispiel für gute Zusammenarbeit des Schirigespanns – da bin ich ganz bei FFFan – und keineswegs ein Kritikpunkt.

    (13)
  • Detlef sagt:

    @Aldur,
    Wenn sich die Schiri nicht völlig sicher ist, darf sie niemals auf den Punkt zeigen!!!
    Richtig wäre gewesen, wenn sie erst ihre Assi gefragt hätte!!!

    Auch aus meiner, zugegeben schlechten Position, hätte ich auf Strafstoß entschieden!!!
    Wesentlich besser positionierte Fans haben später klar gesagt, daß der Angriff vor der Linie war!!! 😉

    Hat die Schiri also keine optimale Position, darf sie auch nicht sofort entscheiden!!!

    Von dem her bleibt meine Kritik bestehen!!! 🙂

    (-10)
  • Aldur sagt:

    Detlef sagt:
    „Wenn sich die Schiri nicht völlig sicher ist, darf sie niemals auf den Punkt zeigen!!!“

    Woher willst Du denn wissen, dass sie sich bei ihrer usprünglichen Entscheidung nicht ganz sicher war.

    FrankE sagt:
    „Die Haupttribüne hatte hierbei eine tolle Perspektive und viele jubelten schon als der Ball über die Mauer war, dann da war schon klar: DER PASST!. Genau in den langen Winkel, für die Essener Torfrau war da nichts zu machen.“

    Nach Ansicht des Highlight-Videos wage ich auch hier Einspruch einzulegen. Der Ball geht nämlich keineswegs über die Mauer, sondern in die Torwartecke. Oder besser gesagt in die Ecke, die bei einem Freistoß aus halbrechter Position die Torwartecke hätte sein sollen. Weiß hatte offenbar mit einem Schlenzer über die Mauer gerechnet, sich zur Mitte bewegt und kam so nicht mehr hin. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Freistoß an sich ein sehenswerter Schlenzer war.

    (2)
  • Detlef sagt:

    Aldur schrieb;
    „Woher willst Du denn wissen, dass sie sich bei ihrer usprünglichen Entscheidung nicht ganz sicher war.“

    Wäre sie das tatsächlich gewesen, hätte auch ihre Assi sie nicht mehr umstimmen können!!!
    Kunkel sah die Szene etwa 18-20 m schräg links von hinten, also keine Position, um sich absolut sicher zu sein!!! 😉

    Beim Freistoßtor hatte Weiß wohl tatsächlich mit einem Ball in die Mauerseite gerechnet!!!
    Um diesen Ball zu parieren, hätte sie sich von Anfang an auf ihre lange Seite festlegen müssen!!!

    (-5)
  • Aldur sagt:

    Detlef sagt:
    „Wäre sie das tatsächlich gewesen, hätte auch ihre Assi sie nicht mehr umstimmen können!!!
    Kunkel sah die Szene etwa 18-20 m schräg links von hinten, also keine Position, um sich absolut sicher zu sein!!!“

    Aber eine Schiri kann ja schlecht gar nichts entscheiden und erst einmal die Assistentin konsultieren. Dennoch kann und sollte sie deren Wahrnehmung berücksichtigen, wenn es angebracht ist.

    Um zu verdeutlichen was ich meine, wage ich mal den verpönten Exkurs in den Männerfussball:

    Ich kann mich an ein Zweitligaspiel Fortuna Düsseldorf vs. Eintracht Frankfurt vor ein paar Jahren erinnern, das im Vorfeld zusätzlich Brisanz erhielt, da Frankfurts Trainer Veh öffentlich monierte, dass Fortuna zuviele Elfmeter bekommen würde. Im Spiel gab es in der Nachspielzeit beim Stande von 0:1 dann eine Situation, bei der Schiri Brych zunächst weiterlaufen ließ, nach einem Hinweis seines Assistenten dann aber doch auf den Punkt zeigte. Das Spiel endete 1:1 mit unschönen Szenen und viel Diskussion, auch weil der den Ausschlag gebende Schiri-Assistent viel weiter von der Szene entfernt war als Brych selbst. Ich war damals sowohl im Stadion als auch später nach Ansicht der ersten 3 Zeitlupen überzeugt, dass der Elfer ein Geschenk war. Erst die 4.Zeitlupe aus der Perspektive des Assistenten warf Zweifel auf, die ein Foto später bestätigte. Auf diesem hatte der Düsseldorfer Stürmer Furuholm den Werbeschriftzug seines Trikots über der Schulter, so sehr hatte sein Gegenspieler im entscheidenden Moment daran gezerrt. Das war aber nur aus der Perspektive des Assistenten erkennbar. Brych hatte damals den Mut, ungeachtet des medialen Vorgeplänkels zum Thema Elfmeter, entgegen seiner ursprünglichen Wahrnehmung in der Nachspielzeit auf Strafstoß zu entscheiden. Auch wenn es trotzdem nur ein „kann man geben“-Elfer war, ziehe ich davor angesichts der Umstände noch heute den Hut.

    Auch wenn die Szene von Samstag deutlich klarer war und keine mediale Vorgeschichte hatte, ist das für mich eine vergleichbare Situation. Die Schiedsrichterin entscheidet nach ihrer ersten Wahrnehmung auf Elfer, ist dann aber bereit dies offenbar zugusten der Wahrnehmung ihrer besser postierten Assistentin zu revidieren. Wie die Bilder belegen, lag sie damit goldrichtig. Deswegen sage ich „Chapeau!“ und nicht „pfui“.

    (5)
  • FFFan sagt:

    @ Aldur:
    „Die Schiedsrichterin entscheidet nach ihrer ersten Wahrnehmung auf Elfer, ist dann aber bereit dies offenbar zugusten der Wahrnehmung ihrer besser postierten Assistentin zu revidieren.“

    Genau das meinte ich mit „funktionierender Kommunikation innerhalb des Gespanns“!

    (5)
  • Detlef sagt:

    @Aldur,
    Auch auf die Gefahr zu langweilen!!!

    Kunkel hat doch zunächst richtig gesehen, daß ein Foul vorlag, und somit das Spiel unterbrochen!!!

    Jetzt hat sie alle Zeit der Welt, sich mit ihrer Assi zu verständigen, „was hast Du gesehen, Elfer oder nur Freistoß“???

    Das eine Notbremse vorlag, hat sie auch richtig entschieden!!! 🙂

    Nach der neuen Auslegung dieser Notbremse-Regel, mußte sie nun nur noch wissen, Elfer oder nicht!!!

    Da sie aber sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte, bevor sie sich mit der besser postierten Assi beriet, bleibe ich bei meiner Vermutung, daß sie geraten haben muß!!! 😉

    Und nochmal, wäre sie sich absolut sicher gewesen, hätte sie die Meinung der Assi gar nicht interessiert, und sie somit überstimmt!!! 🙂

    (-11)
  • Ludwig sagt:

    @Detlef: Auch auf die Gefahr zu langweilen. Wenn Schiri eine Entscheidung fällen und dann darauf hingewiesen werden, dass die Entscheidung falsch war, und wenn sie diese dann korrigieren, kannst du vermuten, was immer du gerne möchtest. Es ändert nichts daran, dass eine Korrektur korrektes Verhalten darstellt. Selbstverständlich kann man sicher sein, eine richtige Entscheidung zu treffen. Das passiert ständig, sogar im richtigen Leben. Darauf zu beharren, wenn sie sich als falsch erweist, ist Kindergarten. Was wäre denn gewesen, wenn sie die Entscheidung nicht korrigiert hätte, sondern auf ihrer falschen bestanden hätte. Hättest du dann auch vermutet, dass sie inkompetent ist?

    (9)
  • Detlef sagt:

    @Ludwig,
    Meine Kritik wäre zunächst sie Selbe gewesen!!!
    Keine Kommunikation mit ihrer Assi vor der Elferentscheidung!!!

    Zumindest hätte ein Beharren darauf die These von Aldur bestätigt, daß sich Frau Kunkel absolut sicher war, daß das Foul im Sechzehner passiert ist!!! 😉

    (-12)
  • Ludwig sagt:

    Ich geb auf.

    (6)
  • Neutral77 sagt:

    @ Ludwig, ja es ist sinnlos !!!

    @ Detlef, zeig mir mal ein einziges Spiel (egal in welcher Liga), wo ein Schirri etwas pfeift um dann zu seinem Linienrichter zu laufen, um ihn nach seiner Meinung zu fragen (glaubst du es war im 16er, oder auf der Linie oder gar außerhalb?) !!!

    (8)
  • Detlef sagt:

    @Neutral77,
    Endlich jemand der mich versteht!!! 🙂
    Wenn eine Schiri etwas entschieden hat, kann deren Assi ihr etwas vom Pferd erzählen, sie wird es ignorieren!!!

    Ist sie sich aber unsicher, ist sie für den Tipp von außen wahrscheinlich sehr dankbar!!! 😉
    Zumal, wenn sie sich bereits fälschlicherweise festgelegt hat!!!
    Doch solange das Spiel nicht wieder freigegeben ist, darf die Schiri ihre Entscheidung noch revidieren!!! 😉

    Und heute muß (Dank moderner Technik) nicht mal beim FF die Schiri mehr zur Assi laufen!!!
    Eine kurze Frage ins Headset, auf Antwort warten, fertig!!! 🙂

    Warum bloß fällt es Euch so schwer zuzugeben, daß die Schiri einen Fehler gemacht hat???
    Spielerinnen machen Fehler, Trainer machen auch Fehler!!!
    Nur die Schiris sind so etwas wie Göttinnen, die niemals Fehler machen???

    Auch Schiris müssen aus ihren Fehlern lernen, genau wie Spielerinnen und Trainer!!!
    Ich hoffe Frau Kunkel fragt in Zukunft erst ihre Assi, wenn sie sich nicht absolut sicher ist!!! 😉

    (-9)
  • Aldur sagt:

    Detlef sagt:
    „Kunkel hat doch zunächst richtig gesehen, daß ein Foul vorlag, und somit das Spiel unterbrochen!!!“
    Jetzt hat sie alle Zeit der Welt, sich mit ihrer Assi zu verständigen, „was hast Du gesehen, Elfer oder nur Freistoß“???“

    Das würde auf mich eher unsouverän wirken. Ein Schiri sollte, schon das Selbstbewusstsein haben, auf Grund seiner eigenen Wahrnehmung zu entscheiden. Aber eben auch bereit sein, Hinweise seiner Assistenten zu berücksichtigen, wenn diese möglicherweise einen besseren Blickwinkel haben.

    „Warum bloß fällt es Euch so schwer zuzugeben, daß die Schiri einen Fehler gemacht hat???“

    Ich dachte eigentlich bisher, dass das unser einzig gemeinsamer Nenner in der Sache wäre. Der Diskurs ging ja eher um die Frage, ob sie bei ihrer ersten (falschen) Entscheidung auf Elfmeter geraten hatte, wie Du ihr unterstellst, oder diese auf Grund ihrer eigenen Wahrnehmung getroffen und dann den Hinweis Ihrer besser postierten Assistentin berücksichtigt hat. Und natürlich, ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist. Da tendiere ich nach wie vor zu Ersterem.

    (3)
  • busyr sagt:

    Ich kann mich da der allgemeinen Meinung nur anschließen und fand die Leistung der der Schiedsrichterin, soweit wie ich das Spiel gesehen habe, durchaus gut.

    Das ein/e Schiedsrichter/in pfeift und dann erstmal seine/n Assisten/tin fragt, ist schon eine absolut absurde Vorstellung. Der/die Schiri entscheidet immer zunächst nach seiner/ihrer Wahrnehmung (mal ganz wenige, wirklich chaotische oder schwierige Szenen wie bspw. Rudelbildungen, Mehrfach-Tätlichkeit u. ä. außen vorgelassen). Bekommt er/sie dann von dem/der Assisenten/in den Hinweis, dass er/sie falsch liegt, kann er/sie sich überlegen, wie zu reagieren ist – entweder den Hinweis annehmen und Entscheidung korrigieren oder den Hinweis ablehnen. Genau so funktioniert nun mal das Schiedsrichter-TEAM (!!!), auch wenn du es in deinen Vorstellungen gerne anders sehen würdest. Im vorliegenden Fall, wo es nun wirklich um eine haarscharfe, erst in der Zeitlupe erkennbare Situation geht, hat die Schiedsrichterin sich entschieden, ihrer Assistentin zu vertrauen und den Mut gehabt, somit ihre erste Entscheidung korrekterweise zu korrigieren. Dafür ziehe ich eher den Hut, als dass ich das ich auf die Idee käme, das noch zu korrigieren. Vorallem bei den Männern fehlt nämlich viel zu oft genau dieser Mut und die Einsicht, dass ein Assistent an der Linie eventuell durch die seitliche Ansicht den viel besseren Blick hat.

    Einen Fehler, den du, lieber Detlef, hier unterstellen willst, hätte die Schiedsrichterin nur gemacht, wenn sie auf Ihrer Entscheidung bestanden hätte. Allerdings fände ich den, auf Grund der sehr knappen Szene dann auch nicht so extrem wild. Ich weise da nur einfach mal als Beispiel auf den katastrophalen Schiedsrichter gestern in der 2. Liga Herren beim Spiel Düsseldorf vs. Bielefeld hin. Der hat wirklich sehr grobe Fehler gemacht, wo es nicht mal Zeitlupen gebraucht hat, um diese zu erkennen (bspw. einen der lächerlichsten gegebenen Elfmeter, die ich je gesehen habe). Dagegen war die Frau in Potsdam am letzten Samstag wirklich vernünftig, hat bei dieser deutlich schwierigeren Szene alles richtig gemacht (egal ob nun die Assistentin mit unterstützt hat – aber dafür ist das ja auch ein Schiedsrichter-TEAM !!!) und ich habe ihr nach der Szene sogar echt Respekt gezollt, das komplett richtig entschieden zu haben (und dachte noch bei mir, dass das bei den Männern wohl zumindesten 50 % falsch entschieden worden wäre, bei den Graupen, die dort teilweise entscheiden dürfen).

    (4)
  • Detlef sagt:

    @busyr,
    Bist Du selbst Schiri???
    Eigentlich wollte ich die Diskussion hier beenden, da ich anscheinend der Einzige bin, der im Handeln von Frau Kunkel in besagter Szene einen Fehler bei ihr sieht!!!

    Es war übrigens gar nicht so knapp, daß es nur in der Slowmo zu sehen war!!!
    TURBINE-Fans, die deutlich näher am Geschehen dran waren als ich, sagten nach dem Spiel, daß es deutlich vor der Linie war!!!
    Die Schiri stand demzufolge zu weit weg, um sich absolut sicher sein zu können!!! 😉

    Es kann ja wirklich so sein, daß unter Schiris die Regel gilt, daß man im Zweifelsfall erst einmal etwas entscheidet, egal ob richtig oder falsch, und dann abwartet, ob seine Assis irgend eine Einwände haben!!!

    Das ist für mich die Methode „Try and Error“, und hat mit Souveränität nix zu tun!!!

    Vielleicht ist das auch der Grund dafür, daß es nicht selten vorkommt, daß Schiris Entscheidungen auf Zuruf von Spielerinnen oder Trainern treffen!!!

    (-4)

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