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U17-WM: DFB-Frauen scheitern an Spanien

Von am 12. Oktober 2016 – 20.19 Uhr 24 Kommentare

Die deutsche U17 Frauenfußball Nationalelf ist im Viertelfinale der U17-WM in Jordanien gegen Spanien ausgeschieden.

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Das Team von DFB-Trainerin Anouschka Bernhard verlor gegen Spanien mit 1:2 (0:2). Natalia Ramos (9.) und Eva Navarro (36.) sorgten für die Tore der Spanierinnen, erst in der Nachspielzeit gelang der eingewechselten Lena Sophie Oberdorf der Anschlusstreffer (90.+4).

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Schade, dass das Turnier für die deutsche U17 vorbei ist. Ganz überraschend kommt die Niederlage gegen Spanien aber nicht: dass dies ein äußerst unangenehmer Gegner ist, wurde schon bei der Europameisterschaft deutlich. In der ersten Halbzeit gefielen mir die Spanierinnen besser als die Bernhard-Elf, die vielfach zu hektisch agierte. Der frühe Rückstand hatte sich wohl als ‚Wirkungstreffer‘ erwiesen. Nur vereinzelt blitzte die zweifellos vorhandene Klasse des Teams auf, etwa bei der sehr schön herausgespielten Torchance von J.Minge.
    Nach der Pause erhöhte Deutschland den Druck und kam zu einigen Chancen, die aber vergeben wurden. Die spanische Torhüterin No.Ramos wuchs über sich hinaus, z.B. bei der Doppelchance von G.Chmielinski und V.Ziegler. Ein Tor von Bühl zählte wegen Abseits nicht. So kam eins zum andern und am Ende stand eine 1:2-Niederlage.

    Aus diesem Spiel können die jungen Spielerinnen eine Menge lernen, und das soll in dieser Altersklasse ja das Wichtigste sein.^^

    (3)
  • Per Larssen sagt:

    Eine Niederlage, welche die Mädels, die insbesondere in der 2. Hälfte aufopferungsvoll gekämpft haben, sicherlich sehr schmerzen wird, zumal sich gerade zum Ende des Spiels doch noch einige Chancen ergaben.
    Spielentscheidend dürfte aber in der Tat die 1. Hälfte gewesen sein, in welcher die Spanierinnen doch deutlich besser waren und den Ball sehr gut in ihren Reihen laufen gelassen haben. Bei den Gegentoren sah die deutsche Verteidigung leider erneut nicht gut aus. Beim Versuch, die hoch getretene Ecke noch mit dem Kopf zu erreichen, hat sich Pawollek leider verschätzt – kann passieren. Dass die spanische Torschützin jedoch ihrerseits so frei zum Kopfball kommen konnte und der komplette Rest der Viererkette um Linder, Kleinherne und Siems meterweit untätig vom Spielgeschehen entfernt blieb, ist mir unverständlich geblieben. Beim zweiten Gegentreffer wurde Siems dann gnadenlos von Eva Navarro überlaufen. Abstimmungsprobleme mit der Torhüterin haben dann wohl ihr Übriges zum 0:2 beigetragen.
    Für den Rest der 1. Hälfte war dann doch eine deutliche Unsicherheit bei den deutschen Mädels zu spüren, während die Spanierinnen ihrerseits weiter am Drücker blieben.
    In der 2. Hälfte änderte sich das Bild: das Gros der guten Chancen wurde von den deutschen Mädels erarbeitet. Aber wie auch schon in früheren Begegnungen war auch hier die Chancenverwertung ein Knackpunkt; die zudem glänzend aufgelegte spanische Torhüterin Noelia Ramos hat dann ihren Teil dazu beigetragen, dass das spanische Tor wie vernagelt geblieben ist.
    Insgesamt ist es dem deutschen Team diesmal über weite Phasen des Matches nicht so recht gelungen, eine wirkliche Spielkontrolle zu erlangen und geduldiger zu agieren. Sicherlich auch schwierig, da der Druck mit fortschreitender Spieldauer natürlich zugenommen hat. Konsequenz: statt eines geordneten Spielaufbaus viele lange Bälle aus der Verteidigung und dem Mittelfeld heraus, die vorne aber zu selten ihr Ziel erreicht haben. Hier waren die Spanierinnen insbesondere in der ersten, aber phasenweise auch in der zweiten Hälfte einfach cleverer.
    Fazit: eine bittere Niederlage aufgrund nicht genutzter Chancen und einem Defensivverhalten, an welchem doch noch gearbeitet werden sollte.
    Auf der Habenseite: man konnte phasenweise immer wieder sehen, wieviel Talent (und Einsatzwille) in diesem Team steckt – von daher wünsche ich den Mädels, dass sie diese Niederlage bald wegstecken können.

    (5)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich bin schwer enttäuscht, so wie die Mädels selbst auch, aber ich habe mir diese Niederlage eben nicht selbst eingebrockt!
    Ich sah vom Anpfiff an eine dt. Mannschaft, deren Körpersprache mich nicht nur stutzig machte, sondern eher das Gefühl vermittelte:“Da wird heute nichts!“.
    Mit der Gesetzmässigkeit, nach einem guten Spiel folgt ein schlechtes und der falschen taktischen und mentalen Einstellung […] an der Seitenlinie, die keinerlei Impulse während des Spiel an das Team übertragen konnte, war das, was man lieferte, zu schwach für ein Weiterkommen, verabschiedete sich als Europameister vom Vize. Für ein Lehrvideo, wie man einen Gegner Geschenke und damit stark macht, der andererseits von Revanchegelüsten förmlich sprüht, taugt dieses Spiel leider vollumfänglich.
    Wenn ich als Zuschauer unisono derselben Meinung wie der Kommentator bin, dass Wieder mit angezogener Handbremse spielt und keinerlei Wirkung erzielt, verstehe ich nicht wie das einer Trainerin verborgen bleiben kann. Auch hat mich Minge, bis auf zwei, drei Pässe, in keinem der WM-Spiele überzeugt.
    Definitiv hatte ich zu 100% erwartet, das Oberdorf in der Start11 steht und das Team ähnlich souverän auftritt wie in HZ 2 des Canada-Spiels – beides waren Irrtümer!
    Das Coaching von Bernhardt ist einmal mehr nicht effizient genug und trug sicher auch zu diesem Ergebnis bei.
    Ich bleibe nämlich dabei, das seit der EM das Team spielerisch nicht durchweg zulegen konnte, viele Laufwege unklar sind und dadurch Missverständnisse im Zusammenspiel erklärt werden können.
    Auch eine Häufung techn. Fehler, z.B. bei der Ballan- und mitnahme, auch bei der wenig auftrumpfenden Gwinn, machten mich nachdenklich, sind Ausdruck des Nervenkostüms am gestrigen Abend. In der Summe aller Defizite konnte man somit über den Europarand hinaus keine sonderlichen weltmeisterlichen Akzente setzen, was heißt, man kehrt also zur Normalität zurück.
    Achja, wieso ist eigentlich die Essenerin Anyomi nicht im Kader gewesen? Das ist die für mich augenscheinlichste Fehlentscheidung in der Kaderzusammensetzung.

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

    (3)
  • sangokaku sagt:

    Sorry, @Per Larssen, muss dir leider ein wenig widersprechen:
    „Beim Versuch, die hoch getretene Ecke noch mit dem Kopf zu erreichen, hat sich Pawollek leider verschätzt.“
    Nicht Pawollek hat sich verschätzt, sondern Lohman.
    Der eigentliche (negative) Anteil an dieser Aktion gebührt jedoch eher Verena Wieder, die Natalia Ramos einfach ziehen lässt.

    „Beim zweiten Gegentreffer wurde Siems dann gnadenlos von Eva Navarro überlaufen. Abstimmungsprobleme mit der Torhüterin haben dann wohl ihr Übriges zum 0:2 beigetragen.“
    Auch hier sah ich es ein wenig anders. Nach meinem Empfinden war Caroline Siems eindeutig VOR Navarro – nur – macht sie dann den unverständlichen Fehler abzustoppen, um den Ball Leonie Doege zu überlassen.
    Schon im Ansatz (als Zuschauer) klar, dass dies nur („gnadenlos“) in die Hose gehen konnte.

    Beide Tore fallen eigentlich nur, wenn man mental nicht ganz auf der Matte steht. Und dafür steht (mindestens) die ganze 1.Halbzeit.

    http://www.fifa.com/u17womensworldcup/videos/highlights/match=300357987/index.html

    Ansonsten stimme ich in vielem mit S. Futbolista’s Beitrag überein.

    (9)
  • sonic sagt:

    @sangokaku@Per Larssen

    Beim 1:0 sehe ich auch einen Fehler bei Doege, die weder rauskommt, noch auf der Linie bleibt, sondern ca. 3m vor der Linie im „Halbfeld“ rumeiert. Wäre sie auf der Linie geblieben, hätte sie diese Bogenlampe locker gehabt. Insgesamt Kollektivversagen.

    Beim 2:0 stoppt Siems ab und überläßt Doege den Ball. Das ist ja noch ok. Der Fehler lag darin, daß sie vom Ball weggeht, statt ihn abzuschirmen und Navarro auszubremsen. Dann wäre Doege eher als Navarro an den Ball gekommen und alles hätte souverän ausgesehen. Klarer individueller Fehler.

    Insgesamt war das Spiel nicht soviel anders als die Spiele zuvor. Die individuellen Fehler in der Abwehr gab es da auch, nur wurden sie dort nicht alle so gnadenlos bestraft. Die angezogene Handbremse zu Beginn und die Probleme ins Spiel zu finden, waren auch schon gegen Venezuela und Kanada zu sehen.

    Mir wurde auch das gesamte Turnier und schon bei der EM zu wenig zusammengespielt. Da wurde eher versucht durch drei Gegnerinnen hindurchzudribbeln als einen einfachen Paß zu spielen oder selbst mit aller Macht aus wenig aussichtsreichen Positionen zum Abschluß zu kommen als als Mannschaft erfolgreich zu agieren. Dieser „Egoismus“ führte aus meiner Sicht dazu, daß zu wenig über die Außen gespielt wurde, teilweise waren die regelrecht verwaist und alles in die Mitte drängte. Wobei die rechte Seite noch besser besetzt war als die linke. Durch die individuelle Klasse der Spielerinnen und weil sie trotzdem immer wieder durchkamen, fiel das nicht so auf, war aber auch gegen Kanada in Hälfte 2 schon zu sehen. Die Trainerin hat versäumt darauf hinzuweisen, daß die Positionen gehalten werden müssen.

    Was mir auch immer wieder aufgefallen ist, war die fehlende Laufbereitschaft ohne Ball. Da wurde immer wieder geschaut, was macht die Kollegin?, muss ich sie in der Abwehr unterstützen oder bekommt sie das alleine hin?. Genauso nach einem Paß, da wird geschaut, was macht die jetzt mit dem Ball, anstatt zu laufen und sich wieder anzubieten.

    Positive Entwicklung gegenüber der EM habe ich besonders in der Innenverteidigung ausgemacht. Das Tauschen der Positionen hat was gebracht und Kleinherne hat sich individuell erheblich gesteigert.

    Aufgrund der individuellen Klasse der Spielerinnen ein eher enttäuschendes Abschneiden, da wäre mehr möglich gewesen.

    Die Leistungen der Schiedsrichterinnen in den beiden Spielen gestern waren wiedermal einer WM unwürdig.

    (6)
  • holly sagt:

    für mich ist einer der entscheidenen Fehler das man im club wie auch bei der U11 aus J.Minge eine MF Spielerin machen will.
    Das versucht man seit knapp zwei Jahren in den U N11 Mannschaften. Das Ergebniss ist für mich nicht sehr befriedigend. Janina ist eine klassische Stürmerin und hat davor immer ihre Tore auch gemacht. Warum beraubt man sich seiner eigenen Möglichkeiten. Das nächstte Beispiel ist S.Kleinherne spielt in der Abwehr wahrscheinlich weil sie groß ist. Bei Gütersloh spielt sie entweder MF oder Sturm. Dann muss man sich nicht wundern wenn man kein funktionierendes Team hat.
    Es ist dann im Spiel auch alles zu sehr auf die drei Freiburger Girls zugeschnitten. Sie sind super. Wenn es bei denen mal nicht so gut läuft. Hat die Mannschaft keinen Plan B.
    Die Niederlage hätte nicht sein müssen. Sicher es war der Vize EM, aber die beiden Tore waren beides Fälle von eigenem Verschulden

    (4)
  • Per Larssen sagt:

    @sonic
    Kleinherne hat sich von den Defensivspielerinnen in der Tat gegenüber der EM noch am ehesten gesteigert. Obwohl sie keine klassische Verteidigerin ist und mir auf ihren offensiveren Positionen in Gütersloh immer noch besser gefällt. Entsprechend fand ich sie gestern in den Momenten am stärksten, in denen sie sich auch mal getraut hat, mit dem Ball den Weg nach vorn zu gehen.
    Allerdings wurde (in der Grundaufstellung, Positionswechsel während der Begegnungen mal nicht berücksichtigt) auch schon während der EM mit genau der gleichen Viererkette (von links nach rechts: Siems, Pawollek, Kleinherne, Linder) gespielt. Einzige Ausnahme: im EM-Match gegen Italien wurde (wie auch bei der WM gegen Kamerun) Hausdorff für die angeschlagene Linder gebracht.
    Insgesamt hat mich die Abwehr (inclusive Torhüterin) allerdings weder bei der EM noch bei der WM aufgrund in allen Spielen auftretender individueller Fehler nicht wirklich überzeugt. Wenn diese Fehler dann auch noch dazu führen, dass der Gegner seine wenigen Torchancen immer wieder nutzen kann, ist dies natürlich umso bedauerlicher.
    @holly
    Einen Plan B konnte auch ich nicht erkennen, da stimme ich Dir zu 100% zu.

    (6)
  • never-rest sagt:

    Auch wenn die Mädels sich noch im Entwicklungsprozess befinden und toll gekämpft haben, ist mir aufgefallen, dass die Mannschaft oft viel zu hektisch und kopflos agiert hat. Ein flüssiges und überlegtes Pass- und Kombinationsspiel fand leider viel zu selten statt. Da sind die jungen Spanierinnen etwas weiter. Dieses Manko zieht sich nach meinen Beobachtungen durch alle U-Mannschaften teilweise bis hin zur N11. Leider wird seitens der Trainerstäbe viel zu wenig Wert auf die spielerischen und technischen Elemente wie z.B. in Japan und Frakreich gelegt. Demnächst macht vielleicht auch Spanien im FF vor, wie das gehen kann.

    (4)
  • holly sagt:

    @never-rest, Spanien hat ja schon einige Zeit immer einen guten Nachwuchs, aber irgendwie kommen die bei der N11 nicht an.
    andrerseits ist es auch nicht schwierig im Nachwuchsbereich in Europa top zu sein. Schweden, Norwegen usw. sind da kein Gradmesser mehr. Denke das wird sich auf länge Sicht nicht so schnell ändern das D, Frankreich und Spanien top sind.

    (-3)
  • never-rest sagt:

    @holly: Bislang ist Spanien bei den Ladies in der Tat noch nicht on Top, aber ich bin mir sicher, dass wird sich in nicht allzu ferner Zukunft ändern. Für den internationalen FF wäre Spanien in der Spitze sicher eine Bereicherung, um das spielerische Niveau zu heben.

    (3)
  • Schelle sagt:

    @hHolly: Schweden und Norwegen sind im Nachwuchsbereich keine Gradmesser mehr? Schweden hat letztes Jahr die U19 EM gewonnen

    (0)
  • Jan sagt:

    Das Ausscheiden tut nicht so weh wie 2010, da es fast absehbar war: Erstens, weil etliche Torchancen schon in der Gruppenphase nicht genutzt wurden. Da fehlte es oft am Tor-Instinkt. Zweitens als ausgleichende Gerechtigkeit für den EM-Titel gegen Spanien. Drittens: Ein Debakel gegen Japan bleibt uns erspart.

    Bloß, wie wäre Japans U17 zu schlagen? Japans Spiel lebt von Anspielstationen. D.h. sämtliche Anspielstationen müssten schärfstens unterbunden werden. Um das umzusetzen, bräuchte es einen Paradigmenwechsel.

    (-6)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Japan lebt von unbändiger, in keinem anderen Team gleichermassen vertretener Spielfreude! Diese Mädels verkörpern eine spielerische Leichtigkeit und ein Spielverständnis, da können andere nur davon respektvoll träumen und versuchen es ihnen nachzumachen, wobei es wohl eher nur beim Versuch bleiben dürfte. Ballan- und mitnahme sind i.d.R. perfekt und Stockfehler kommen praktisch kaum vor.
    Ganz anders als die von mir eher ungeliebten Nordkoreanerinnen, die selbst viele und teilweise hinterhältigen Fouls begehen und selbst bei kleinstem Gegnerkontakt gleich zu Boden gehen. Sie sind wahrscheinlich die Einzigen, die den kleinen Nadeshikos den Schneid abkaufen können, die ja zuletzt „nur“ Vize wurden. Leider wird ihre unfaire Spielweise zu wenig von den Schiris sanktioniert!
    Man sieht im japan. Spiel kaum mal einen langen Ball aus der Defensive in die Offensive und das nicht etwa, weil eine Pawollek im dt. Team spielt. D.h. im Normalfall werden alle Bälle flach gespielt und das auch noch dazu im Stile von one-touch. Soll mir mal einer weismachen, unsere Mädels wären nicht auch dazu in der Lage. Somit trete ich erneut für eine Veränderung im U17-Trainerstab, ähnlich dem der N11, ein. Bernhard kann ja nicht mal die besten dt. Talente um sich versammeln und effizientes Seitenliniencoaching steht auch nicht in ihren Repertoir.

    (7)
  • Per Larssen sagt:

    @Schenschtschina Futbolista
    Auffällig bei den Japanerinnen ist zudem, dass diese Spielfreude und der unbedingte Einsatzwille – gepaart mit exzellenter Kondition und tollen technischen Fähigkeiten eigentlich jeder Spielerin – in jedem Spiel fast durchgängig gezeigt wurde. Es war eigentlich nie ein echter Bruch im Spielaufbau erkennbar.
    Nur am Rande: wenn ich es richtig überblicke, ist Japan das einzige Team, welches bereits in der Vorrunde alle(!) 21 Spielerinnen eingesetzt hat (inclusive aller drei Torhüterinnen). Für den Teamspirit sicherlich nicht das Schlechteste. Das Faszinierende dabei: es waren nahezu keine Qualitätsunterschiede im Spiel der Japanerinnen erkennbar. Für mich im Bereich der weiblichen U-Nationalmannschaften eine der besten Vorstellungen (sowohl im Hinblick auf die verkörperte Spielphilosophie als auch die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Spielerinnen), die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe.
    Selbst das Coaching der (traditionell doch etwas reservierteren Japaner) wirkte auf mich präsenter als das Coaching im deutschen Team.

    (9)
  • NaviDrH sagt:

    immer noch fassungslos von der 1.HZ – aber das hat sich der DFB mal wieder selbst eingebrockt! Das Defensiv-Verhalten bei gegnerischen Standards war – wie schon bei EM und EM-Quali – unterirdisch – das könnte man eigentlich mal trainieren, wenn man schon eine Bundestrainerin hat und sich nicht nur auf die Vereinsausbildung verlässt. Und mit einer Einkaufstüte im Tor wird man halt nicht Weltmeister, das gilt nicht nur für England! Wenn man sich schon für 2 Jahre eines „U-Zyklus“ starr auf eine „Nr. 1“ festlegt, braucht man sich eben nicht zu wundern. Dann stellst Du jemanden ohne jegliche Vereins-Wettkampfpraxis für das letzte Vierteljahr (Bank wärmen in der ersten zählt für mich nicht als Wettkampf), ohne jegliches Strafraum-Gefühl bei hohen Bällen und den entsprechenden Klöpsen (siehe Kanada-Spiel) ins Tor, anstatt das Leistungsprinzip anzuwenden, wenn schon die ungeschlagene Zweitligameisterin ohne Gegentor in Länderspielen zur Verfügung steht.

    (-2)
  • Ludwig sagt:

    @NaviDrH: Wenn du eine Torhüterin als Einkaufstüte bezeichnest, was würdest du dann für eine Bezeichnung für Typen wie dich vorschlagen?

    (7)
  • holly sagt:

    @Schelle, sicher aber das war so zusagen eine einmalige Sache. Dort gibt es nicht die Konstanz wie bei Spanien und Deutschland.

    Japan spielt sicher den besten und schönsten Fussball bei der WM und ich würde ihnen von ganzem Herzen den Titel gönnnen. Wenn ich mich nicht irre war es bei der letzten U20 WM auch so mit dem japanischen Team das sie klar die besten waren aber nicht den Titel geholt haben.

    (1)
  • Schelle sagt:

    @holly,

    vor 2015 war Schweden 2012 U19 Europameister (also 2 mal in den letzten 5 Jahren)

    (1)
  • holly sagt:

    @schelle, ok danke. hatte ich so nicht auf dem schirm mit 2012

    (0)
  • jochen-or sagt:

    Schade,

    aber ich bleibe dabei, dass diese Mannschaft einige großartige Talente besitzt, die das Zeug zu mehr haben sollten.

    Denke da u.a. an Gwinn, Bühl, Siems

    Bin gespannt wie sich Spanien gegen Japan hält – für mich die Besten, gegen die es die Deutschen sehr schwer gehabt hätten.

    (3)
  • FFFan sagt:

    @ holly:
    „Wenn ich mich nicht irre war es bei der letzten U20 WM auch so mit dem japanischen Team das sie klar die besten waren aber nicht den Titel geholt haben.“

    Das war bei der vorletzten U20-WM! Und auch nur, bis sie im Halbfinale von den Deutschen ‚entzaubert‘ wurden!

    (1)
  • NaviDrH sagt:

    @Ludwig wo habe ich eine Torhüterin als Einkaufstüte bezeichnet? Der Satz „mit einer Einkaufstüte (oder wahlweise Sporttasche) im Tor wird man halt nicht Weltmeister“ ist ein Original-Zitat aus der Fussballgeschichte.

    (-6)
  • Ludwig sagt:

    @NaviDRH: Und jetzt?
    1. ist es auch eine Frechheit, wenn es jemand anderes gesagt hat.
    2. hast du es nicht als Zitat gekennzeichnet und damit
    3. als deine eigene Äußerung ausgegeben(Guttenbergsyndrom)
    Wundere dich also nicht, wenn man sie dir zurechnet. Diese jungen Frauen spielen offenbar durch die Bank gut genug Fussball, um für eine WM nominiert zu werden. Bist du auch so gut in irgendwas? Sie haben in dem Spiel getan, was in ihren Kräften stand, und dabei ein paar Fehler gemacht, die man aber auch bei Leuten sieht, die ihre Ausbildung schon lange hinter sich haben. Schade, dass sie verloren haben, aber ich sehe darin keinen Grund, noch hinterher zu treten.

    (2)
  • NaviDrH sagt:

    @Ludwig zugegeben, Zitat nicht korrekt gekennzeichnet! Ich störe mich genau daran was Du gesagt hast, nämlich an den nicht transparenten Nominierungs- und Startelf-Kriterien des DFB, die zum wiederholten Male aus meiner Sicht nicht nach dem Leistungsprinzip erfolgte.

    (1)

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