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Champions League: Wolfsburg und Bayern auf Achtelfinalkurs

Von am 6. Oktober 2016 – 7.58 Uhr 16 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München stehen bereits mit einem Bein im Achtelfinale der UEFA Women´s Champions League. In den Hinspielen des Sechzehntelfinals hatten die beiden deutschen Vertreter nur wenig Mühe. Das lag auch an Zsanett Jakabfi.

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Drei Treffer der ungarischen Außenstürmerin Zsanett Jakabfi (12., 39., 54.) bescherten dem VfL Wolfsburg vor 3 783 Zuschauern an der Stamford Bridge, Stätte des Finalerfolgs 2013, einen souveränen 3:0 (2:0)-Sieg bei Chelsea Ladies FC.

Dreierpack von Jakabfi

Bereits in der Anfangsviertelstunde stellte Jakabfi die Weichen für den Sieg, als sie nach einer weiten Flanke von Isabel Kerschowski am schnellsten reagierte und eine Unstimmigkeit der Londoner Hintermannschaft clever ausnutzte. Zu ihren weiteren Treffern leisteten Lara Dickenmannn und Caroline Graham Hansen die Vorarbeit.

Bayern souverän

Noch weniger Mühe, allerdings auch eine von der Papierform her lösbarere Aufgabe, hatte der FC Bayern München in Schottland bei Hibernians Ladies FC in Edinburgh. Die Münchnerinnen fuhren einen 6:0 (3:0)-Sieg ein. Stephanie van der Gragt (6.), Vivianne Miedema (26., 57.), Melanie Leupolz (38., 63.) und Melanie Behringer (67. Foulelfmeter) sorgten für einen ungefährdeten Sieg, der noch hoher hätte ausfallen können, hätte Nicole Rolser nicht einen Elfmeter vergeben.

Rekordkulisse in Bilbao, Konin dreht Partie

Athletic Bilbao durfte sich beim 2:1-Erfolg gegen Fortuna Hjørring über die größte Zuschauerkulisse freuen, die es je in der UEFA Women´s Champions League bei einem Sechzehntelfinale gegeben hat. 9 127 Zuschauer strömten ins Stadion San Mamés. Polens Meister Medyk Konin schien nach einem 1:3-Rückstand gegen ACF Brescia nach 75 Minuten noch auf der Verliererstraße zu sein, doch nach einer starken Schlussviertelstunde drehten die Polinnen die Partie und gewannen am Ende mit 4:3.

Caroline Hansen und Zsanett Jakabfi jubeln

Zsanett Jakabfi (re.) bejubelt mit Caroline Hansen einen ihrer drei Treffer © foto2press / Michael Täger

UEFA Women´s Champions League, Sechzehntelfinale, Hinspiele

BIIK-Kazygurt – Verona 3:1
Medyk Konin – Brescia 4:3
Sarajevo – Rossiyanka 0:0
Breidablik – Rosengård 0:1
Sturm Graz – FC Zürich Frauen 0:6
Apollon Limassol – Slavia Prag 1:1
Avaldsnes – Olympique Lyon 2:5
FC Twente – Sparta Prag 2:0
Athletic Bilbao – Fortuna Hjørring 2:1
Chelsea – Wolfsburg 0:3
SKN St. Pölten – Brøndby 0:2
Hibernian – Bayern 0:6

Donnerstag
Minsk – Barcelona
Eskilstuna – Glasgow City
Lillestrøm – Paris Saint-Germain
Manchester City – Zvezda 2005

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • F.B. sagt:

    Ein souveräner und auch in der Höhe völlig verdienter Sieg gegen eine Mannschaft, die sich im Grunde keine einzige wirklich zwingende Torchance herausspielen konnte. Das Trainerteam hatte anscheinend den rechten englischen Flügel als Schwachstelle ausgemacht, dennn darüber liefen die meisten, oft erfolgreichen Angriffe. Isabel Kerschowski und Lara Dickenmann mit einem starken Spiel auf dieser Seite und jeweils mit der Vorbereitung zu den ersten beiden Toren, die beide Zsanett Jakabfi erzielte. So war es natürlich auch die absolut richtige Entscheidung, Tessa Wullaert erst mal auf der Bank zu lassen. Chelsea stand insbesondere in der ersten Halbzeit sehr hoch, wodurch immer wieder auf dem linken Flügel durchgestoßen werden konnte, hatte dazu extreme Probleme in der Abstimmung zwischen Torhüterin und Innenverteidigung, die es den Wölfinnen leicht machte Chancen herauszuspielen und diese dann zu nutzen. Zwei gute Chancen reichten dann zu einer 2:0 Führung zur Halbzeit, ohne dass Chelsea einmal gefährlich vor das Tor kam.

    In der zweiten Halbzeit Chelsea mit zwei groben Böcken beim Spielaufbau, aus dem ersten davon resultierte dann das 3:0, erneut durch Zsanett Jakabfi. Danach pletscherte das Spiel ein wenig vor sich hin, der VfL schaltete auf Verwaltung um, Chelsea wurde nicht wirklich gefährlich.

    Spielerin des Spiels mit dem Hattrick ist natürlich ganz klar Zsanett, die wieder an ihre starke Rückrunde mit vielen wichtigen Toren anknüpft. Neben dem starken linken Flügel auch dieses Mal wieder herausragend Babett Peter, die zurzeit in Zweikampf und Stellungsspiel extrem souverän agiert. Das zentrale Mittelfeld mit Lena Gößling und Sara Gunnarsdottir heute unauffälliger, da das meiste über die Flügel lief, beide machten aber das Mittelfeld für Chelsea dicht und waren erneut gut aufeinander abgestimmt. Als Chancentod ist zurzeit Caro Hansen unterwegs, die auch heute von zwei sehr guten Möglichkeiten keine verwandelte. Zwar gelangen ihr zwei starke Ballgewinne und auch die Vorbereitung des 3:0, zu oft ist sie mir jedoch zu eigensinnig und ohne Blick für die Mitspielerin. Vielleicht würde ihr mal eine Pause gut tun.

    Die Schiedsricherin blieb zwar ohne entscheidenden Fehler, hätte aber auch schon früher mal eine Gelbe Karte verteilen können, da einige Spielerinnen von Chelsea sehr ruppig agierten und bei Zweikämpfen oft zu spät kamen a la Leupolz. Vor allem in den letzten 20 Minuten häufte sich das.

    Alles in Allem erneut ein überzeugender Auftritt einer Mannschaft, die sich gefunden zu haben scheint. Der Ball läuft zurzeit gut, die Laufwege stimmen, die Mannschaft hat die Lage jederzeit im Griff.

    (10)
  • shane sagt:

    „In den Hinspielen des Sechzehntelfinals hatten die beiden deutschen Vertreter nur wenig Mühe. Das lag auch an Zsanett Jakabfi.“ – das lag gleich bei beiden mannschaften (auch) an jakabfi? 😉 lustige formulierung…

    (2)
  • OrbisJack sagt:

    Naja, Wolfsburg scheint in echt beeindrückende Form zu sein. Chelsea weggefegt als ob sie ein Verein aus eine dir sehr kleine Länder sind. Wie die Wölfinnen diese Saison angefangen haben gibts nur ein Verein die im Weg stehen könnte…leider genau dasselber wie letztes Jahr.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Orbis-Jack,
    Stimmt genau!!!
    Gegen die starken Sanderinnen konnte Wob zumindest schon mal ein beachtliches Remis erreichen!!! 😉

    (3)
  • shane sagt:

    @orbis: also, soweit ich erinnere hat wob die saison mit dem verlust 2er punkte gg sand begonnen. sand also der eine verein, der wob im weg stehen koennte? hm. wie letztes jahr? achso?

    (2)
  • holly sagt:

    wo sind den nun wieder die Leute die meinen das die englichschen Teams in der CL zur Gefahr werden? Chelsea war noch schwächer wie letzte Saison, und das obwohl sie sich verstärkt haben und die Olympiapause für einen großteil der Spielerinnen ahtten.
    Hedwig Lindahl kann einem nur leidtun bei der Abwehr.

    (1)
  • FrankE sagt:

    @Detlef und Shane
    Vergesst bitte nicht gegen welchen Hammergegner die Grünen bisher angetreten sind. Da waren immerhin die überzeugenden Siege gegen Leverkusen und Duisburg als Leistungsnachweis. Orbis hat schon recht, die Grünen habe nachgewiesen: Sie sind dieses Jahr das einzige Team neben den Bayern das Meisterschaft, Pokal gewinnen kann. (Ups, hab ich Team geschrieben… ) Ganz sicher aber ist, kein anderes deutsches Team, außer den Bayern vielleicht, hat dieses Jahr eine Chance auf den Titel der Championsleague.

    (-1)
  • F.B. sagt:

    @OrbisJack, Detlef und shane:

    In den ersten beiden Spielen ist es in der Tat noch nicht so rund gelaufen. Das lag zum einen daran, dass die Olympia-Fahrerinnen erst kurz zuvor ins Trainung einstiegen, zum Anderen, dass speziell gegen Sand mit einer völlig unsinnigen Aufstellung experimentiert wurde (Dickenmann auf der Sechs, Wedemeyer als Linksaußen, Peter als Rechtverteidigerin).

    Seit dem Bayern-Spiel sind einige Spielerinnen wieder besser in Form und auch die Formation ist eine andere. In meinen Augen sind vor allem vier Faktoren für den derzeitigen Erfolg ausschlaggebend:

    1. Die Rückkehr zur Viererkette hat die Abwehr wesentlich stabilisiert, in der IV spielt zurzeit Babett Peter herausragend.

    2. Die Doppel-Sechs mit Lena Gößling und Sara Gunnarsdottir. Erstere ist nach ihren Problemen bei Olympia wieder wesentlich besser in Form, Letztere hat sich schnell in die Mannschaft eingefunden und harmoniert mit Lena sehr gut.

    3. Eine gut funktionierende Offensive mit einer Alex Popp, die nach vielen verletzungsbedingten Ausfällen in der letzten Saison wieder eine starke Rolle spielt und einer starken Zsanett Jakabfi als Chancenverwerterin.

    4. Mannschaftliche Geschlossenheit und die Abwesenheit von Fremdkörpern (Bachmann, Bussaglia, Simic)

    Man muss aber auch anmerken, dass uns sowohl Bayern als auch Chelsea zum Tore schießen eingeladen haben und beide Mannschaften unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Die Spiele gegen Potsdam, Freiburg und Essen werden erst zeigen, wie stabil die Mannschaft ist.

    (10)
  • Altwolf sagt:

    Ein gelungener Auftakt in der CL und ein weiteres Spiel was auch gefallen konnte.
    Das Hin- u. Her der Anfangsminuten war sicherlich dem Einschätzen der Spielformationen geschuldet, denn Chelsea wollte offenbar defensiv kompakt im MF stehen u.insbes. durch Doppeln von A.Popp sie aus dem Spiel heraushalten, was auch gelang u. auch bei Alex neben einigen Knöckelblessuren auch zu den erhofften Ballverlusten führte.
    Dadurch neutralisierten sich auch d. MF-Spielerinnen beider Seiten u. nahmen deshalb auch wenig am Spielaufbau teil.

    Da R.Kellermann seine IV u. AV nicht ganz so hoch stehen ließ, wie sonst üblich,waren die schnellen Stürmerinnen Chelsaes ihrer Räume beraubt, während Chelsea selbst durch das kompakt stehende eigene MF die Seitenräume preisgeben mußte.

    Da sowohl I.Kerschowski, A.Bläss, C.Hansen und insbes. Z.Jakabfi diese Räume hervorragend nutzten und die eingeleiteten Kombinationen dann auch durch Jays unerwarteter Abschlußstärke belohnt wurden, kam dann auch dieses gute Ergebnis zustande.

    Als dann Chelsae auch versuchte über d. Flügel mehr Druck aufzubauen,zeigte die Defensive u. insbes. B.Peter eine sehr starke Partie.

    Wirklich schön, das da phasenweise richtig guter Fußball gezeigt wurde.

    Ob nun Chelsea im letzetn Jahr stärker war, wage ich mal zu bezweifeln, denn da waren wir nicht so gut, wie wir jetzt auftreten, wo sich das Team erkennbar findet u. auch immer mehr zusammenwächst.
    Man muß bei Vergleichen mit den Clubs d. AFBL berücksichtigen, daß in unserer Liga die Teams von vornherein gegen WOB absolut und konsequent defensiv spielen, Chelsea jedoch spielt selbst aber in der eigenen Liga eher nicht defensiv u. das sah man auch bei diesem Spiel, das der defensive Teil nicht sehr gut harmonierte.

    (8)
  • Altwolf sagt:

    @FrankE.
    Hoffentlich verzettelst du dich in deiner Ironie nicht.
    Deine Schlussfolgerungen zeigen eine wirkliche Größe an Fähigkeit selbsterklärende Zusammenhänge als eigenes Gedankengut darzulegen.

    (4)
  • bale sagt:

    ich denke von den britinnen ist manchester city stark!!,aber mal sehen wie sie gegen starke teams zurechtkommen.

    (2)
  • FFFan sagt:

    Zu den Donnerstagsspielen:

    PSG verliert 1-3 in Lilleström und hat sich damit eine riesige ‚Hypothek‘ fürs Rückspiel aufgeladen! Die neue Mannschaft ist offenbar nicht so gut wie die alte – war der ‚Umbruch‘ doch zu groß?

    Barca, ManCity und Eskilstuna dagegen mit den erwarteten Favoritensiegen.

    (2)
  • Markus Juchem sagt:

    Der Vollständigkeit halber die Ergebnisse vom Donnerstag:

    Minsk – Barcelona 0:3
    Eskilstuna – Glasgow 1:0
    Lillestrom – Paris 3:1
    Manchester City – Zvezda 2:0

    (3)
  • OrbisJack sagt:

    Das mit der stärke der Englische Liga muss noch ein bisschen warten, bis die Wechsel von Sommer zur Winter Liga abgeschlossen ist und hoffentlich ein bessere Spielplan ensteht. Es dauert aber mit 4 von der oberen 5 Vereine handelt sich um Premier League Clubs…also *potenziel* viel Geld zur verfugung. Geduld gebraucht.

    Wolfsburg hat auswärts gegen den Deutsche Meister gespielt und 2:1 gewonnen, auswärts gegen Englische Meister gespielt, 3:0 gewonnen. Find ich beeindruckend. Was anderen davon halten ist mir Kack egal. Und da es hier um den Champions League handelt und nicht die BL finde ich dass nur Lyon mithalten wird.

    (3)
  • sonic sagt:

    Insgesamt vergleichsweise knappe Ergebnisse im Vergleich zu den zweistelligen Ergebnissen in dieser Runde noch vor ein paar Jahren. Auch in der Champions League wird es enger, eine positive Entwicklung.

    Da sind doch einige kleinere und größere Überraschungen dabei. Das Kazygurt zu Hause stark ist, mußte ja auch Frankfurt schon erleben und Verona wird es schwer fallen, das noch zu drehen. Konin auch weiter im Aufschwung, während die italienischen Teams allgemein an Boden zu verlieren scheinen.

    Sarajevo und Breidablik mit starken Ergebnissen, auch wenn es wahrscheinlich nicht für die nächste Runde reichen wird.

    Lyon mit 2 Gegentoren, daß passiert ihnen nicht oft.

    So gut wie durch bisher eigentlich nur Zürich, Lyon, Wolfsburg, Bayern und Barcelona.

    Alles andere noch offen.
    Das werden einige spannende Rückspiele.

    Was die englischen Teams angeht, haben die noch einiges an Arbeit vor sich. Chelsea eigentlich draußen und Zvezda hat gute Chancen ManCity zu Hause noch rauszukegeln.

    @FFFan
    Eskilstuna ist sicherlich kein Favorit gegen Glasgow 😉

    (2)
  • holly sagt:

    PSG hat im sommer viele französische Talente verpflichtet. Den ihr team muss sich erst finden. Das kann sogar länger dauern wie eine Saison.
    Das mit dem Geld der englischen FF Vereine ist genauso ein Märchen wie das in Deutschland die MF Clubs in den FF enorm investieren.
    Dafür brauch es nicht viel Geld um da zu stehen wo Wob, Bayern und der SC stehen.

    (3)

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