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U17-WM: DFB-Elf bezwingt Venezuela

Von am 30. September 2016 – 16.04 Uhr 10 Kommentare

Die deutsche U17 Frauenfußball Nationalelf hat ihr Auftaktspiel bei der U17-WM in Jordanien gegen Venezuela knapp gewonnen.

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Giulia Gewinn (7.) und Klara Bühl (74.) erzielten beim 2:1 (1:0)-Sieg die deutschen Treffer, für die Südamerikanerinnen war die erst 14-Jährige Maria Cazorla erfolgreich (61.).

Kanada und Kamerun weitere Gruppengegner

In den weiteren Gruppenspielen bekommt es Deutschland am Montag, 3, Oktober (18 Uhr, live auf Eurosport) in Amman mit Kanada zu tun. Als letzter Gruppengegner wartet am Freitag, 7. Oktober (18 Uhr, live auf Eurosport), in Al Zarqa Kamerun an. Die Gruppenersten und Gruppenzweiten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Das WM-Finale findet am Freitag, 21. Oktober (19 Uhr, live auf Eurosport) in der jordanischen Hauptstadt Amman statt.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Per Larssen sagt:

    Glückwunsch! Ein Erfolg im ersten Spiel ist immer gut. Nachdem unsere Mannschaft in der 1. Halbzeit recht deutlich überlegen war, haben sie den Gegner in der 2. Hälfte unnötig stark gemacht (und beim Gegentreffer in der Defensive auch nicht so gut ausgesehen). Glück für das deutsche Team, dass Venezuela fast nur lange Bälle gespielt hat und einzelne Spielerinnen aus deren Team den Ball häufig zu spät abgespielt haben.
    Darüber hinaus auf der deutschen Seite: derzeit noch zu viele Pässe ins Leere. Kurz: noch ordentlich Luft nach oben. Bleibt abzuwarten, wie das deutsche Team (insbesondere in der Defensive) mit Gegnern zurecht kommt, die a) im Gegensatz zu Venezuela einen vernünftigen Spielaufbau hinbekommen, b) den Ball laufen lassen können und c) ein ordentliches Pressing beherrschen.
    Positiv: Gwinn und Bühl waren immer als Aktivposten im Spiel und auch Lena Oberdorf hat ein gutes Debüt abgeliefert.

    (12)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Klar ist ein Auftaktsieg immer gut für den weiteren Turnierverlauf, für die Ziele, die man sich als Team gesteckt hat!
    Aber ich konnte in diesem Spiel keine Weiterentwicklung seit dem gewonnenen EM-Finale feststellen, eher einen Abfall. Entsetzt war ich regelrecht von den Standards, wie die ausgeführt wurden.
    Der Spielverlauf suggerierte mir auch das bei dieser dt. Spielweise, die Venezuelanerinnen auch noch zu einem (Gurken-)Tor kommen werden, und so war es dann in der Tat auch. Danach wurden auch reihenweise lange Bälle gespielt, man ließ sich vom Gegner dessen Spiel aufzwingen. Auch zeigte der Gegner die typisch südamerikanische harte Gangart, aber auch hektische Spielzüge von denen sich unsere Mädels anstecken ließen. Zum Glück fand man in den letzen 20 min. wieder zu einer besseren Leistung, aber das Passspiel war und blieb mangelhaft,
    Man sehen, was das Eröffnungsspiel bringt! Jordanien sollte wohl den Spanerinnen hoffnungslos unterlegen sein und hoffentlich mehr Publikum im Stadion sein.

    (2)
  • FFFan sagt:

    Der Start ins Turnier ist geglückt, das ist erst einmal wichtig. Unsere U17 hat sich diesen Sieg mit einer guten Leistung verdient. Das Team von DFB-Trainerin A.Bernhard zeigte über die gesamten 90 Minuten die bessere Spielanlage, versuchte mit kurzen, schnellen Pässen (nicht selten direkt gespielt) das Mittelfeld zu überbrücken, wobei leider oft die Präzision fehlte, sonst hätte man sich noch mehr Chancen erspielt. Der frühe Führungstreffer gab Sicherheit, allerdings wurde versäumt, noch ein zweites Tor ’nachzulegen‘. So blieb der Gegner ‚im Spiel‘. Von dem Ausgleichstreffer ließen sich die DFB-Mädels nur kurzzeitig verunsichern, übernahmen rasch wieder die Initiative und gingen nach einer gelungenen Ballstafette über die drei Freiburgerinnen J.Minge, G.Gwinn und K.Bühl durch letztere erneut in Führung. Weil danach beste Torchancen ausgelassen wurden, durfte am Schluss trotz Überzahl noch ein wenig gezittert werden, bis die ersten drei Punkte ‚unter Dach und Fach‘ waren.

    Von der hochgelobten Offensive des Südamerikameisters um Stürmerstar D.Castellanos war nicht viel zu sehen. Die deutsche Torhüterin L.Doege verlebte einen recht ruhigen Nachmittag; ihre beste Szene hatte sie in der 58.Minute, als sie einen Freistoß der venezolanischen Spielführerin ans Lattenkreuz ‚geguckt‘ hat. 😉

    Was ich im Anschluss daran von Kanada und Kamerun gesehen habe, hat mir zwar nicht gerade Angst gemacht, aber doch gezeigt, dass beide vermutlich stärker einzuschätzen sind als Venezuela. Gerade die Nordamerikanerinnen haben ein paar individuell sehr starke Spielerinnen in ihren Reihen, allen voran die Bronzemedaillengewinnerin von Rio, D.Rose. Sie verfügen zudem über ein exzellentes Umschaltspiel und sind bei Standards brandgefährlich! Kamerun wiederum ist vor allem athletisch enorm stark, da muss die deutsche Mannschaft aufpassen, nicht überrannt zu werden. Für den Gruppensieg muss also noch ‚eine Schippe draufgelegt‘ werden!

    (5)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    Allerdings stimmt Deine Aussage mit den kurzen, schnellen Pässen so nicht, weil diese leider die Ausnahme blieben! Und dann kommt hinzu, dass diese Pässe selten eine Mitspielerin erreichten, die damit etwas Gescheites anfangen konnte.
    Das frühe Tor hat eben keine Sicherheit gegeben, denn ab dem Moment an, wo es fiel, kam es nicht zu dem erwarteten Rückwind, den so ein Treffer auszulösen vermag und auch sollte. Stattdessen keine Sicherheit im Zusammenspiel, viel Stückwerk und hektische Aktionen, die allesamt lediglich kraftraubend wirkten.
    Die 2. HZ begann mit einer völlig, im Spirit anders auftretenden Mannschaft aus Venezuela (dort hatte man die Schwächen unserer Mädels erkannt und in der HZ-Pause darauf hingewiesen), da ließ man sich lange, lange zu sehr davon beeindrucken und der Ausgleich fiel folgerichtig und nicht einmal unverdient. Das war auch die Phase, wo mit langen Bällen nach vorn operiert wurde, die wirkungslos verpufften.
    Summasummarum weichen unsere Einschätzungen deutlich voneinander ab, so daß man meinen könnte, wir hätten unterschiedliche Spiele gesehen.
    Wenn man die Offensive stärken muss, ist für mich eine 14-jährige einzuwechseln keine wirkliche Alternative, aber anscheinend ist dafür das Einwechseln einer Nachnominierten auch keine für eine Trainerin wie Bernhard, deren Coaching während des Spiels kaum feststellbar ist!

    (-7)
  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    „Wenn man die Offensive stärken muss, ist für mich eine 14-jährige einzuwechseln keine wirkliche Alternative, aber anscheinend ist dafür das Einwechseln einer Nachnominierten auch keine für eine Trainerin wie Bernhard…“

    Nur fürs Protokoll: die nachnominierte G.Chmielinski wurde in der Nachspielzeit für V.Wieder eingewechselt!

    Die 14-jährige L.Oberdorf kam beim Stand von 2-1 in die Partie und sollte für Entlastung sorgen, was ihr auch gelang. Oberdorf, die in der (männlichen) Jugend der TSG Sprockhövel aktiv ist, ist für ihr Alter körperlich schon sehr weit und weiß sich im Zweikampf auch gegen ältere Spielerinnen zu behaupten. Sie hatte eine gute Torchance und ein Foul an ihr führte zum Platzverweis für die Gegenspielerin. Man kann der jungen Dame also ein gelungenes U17-Debüt bescheinigen!

    (8)
  • Schelle sagt:

    Der Schwachpunkt scheint mir – wie bei allen deutschen Frauen Mannschaften – die Verteidigung zu sein. Gegen stärkere und schnellere Stürmerinnen antizipiere ich Geschwindigkeitsdefizite.

    Wieso zieht sich das seit Jahrzehnten durch alle Mannschaften?

    Darüberhinaus müssen wohl wieder etatmäßige Mittelfeldspielerinnen in der Innenverteidigung aushelfen. Deja vu.

    (2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FFFan
    Auch für’s Protokoll: Mir ist schon klar, dass Gina eingewechselt wurde, denn immerhin habe ich das volle Spiel verfolgt!
    Allerdings meinte ich und genau das habe ich auch so geschrieben, indem ich das Wort „dafür“ verwendete, das sie hätte anstelle von Oberdorf ins Spiel kommen müssen und nicht nochmal geraume Zeit später, um nicht zu sagen, kurz vor Ultimo, mit geringen Chancen, noch was zu bewirken.
    Das Oberdorf ein Talent und für ihr Alter weit ist, zweifle ich auch nirgends an, es geht mir ums Prinzip, nämlich eine Greenhorn mit so einer Aufgabe im Auftaktspiel zu betrauen, kann auch mal nach hinten losgehen. Und in Erfahrungen und körperlich ist Gina deutlich weiter.
    Das mit der guten Torchance schaue ich mir aber nochmal an…
    @Schelle
    Mit Deinen Geschwindigkeitsnachteilen der Defesivspielerinnen meinst Du aber nicht Leonie Maier – die spielt im A-Team und ist die Klette der Nation, wenn es darum geht schnelle Außenstürmer zu bekämpfen! 😀

    (-3)
  • FFFan sagt:

    @ Schelle:
    „Der Schwachpunkt scheint mir (…) die Verteidigung zu sein.

    Nach den Eindrücken aus dem Spiel gegen Venezuela sehe ich eher Chancenverwertung und Passpräzision als Hauptschwachpunkte. Hier bedarf es gegen Kanada einer Steigerung.

    (1)
  • enthusio sagt:

    @FFFan:

    Die Passpräzision war beim 1:1 gegen Kanada (zumindest in der 2. Halbzeit) hervorragend, die Chancenverwertung leider nicht. Allerdings war die kanadische Torhüterin auch sehr stark auf der Linie.

    Wie man ein Traumtor erzielt, kann man hier sehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=_kvHB8TVxNs

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Die Passpräzision war beim 1:1 gegen Kanada (zumindest in der 2. Halbzeit) hervorragend, die Chancenverwertung leider nicht.“

    Hm ja, ich habe es gesehen. Bin etwas enttäuscht vom Ergebnis, aber nicht von der Leistung! Die 2.Halbzeit war großartig, auch wenn der Ball leider nicht ins Tor wollte. Wenn die Mädels im nächsten Spiel daran anknüpfen können, ist mir um den Einzug in die nächste Runde nicht bange.

    (1)

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