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Österreich erstmals bei EM-Endrunde und gegen Deutschland

Von am 21. September 2016 – 11.45 Uhr 12 Kommentare

Durch ein 0:0 in Wales hat sich Österreich erstmals die Teilnahme an einer EM-Endrunde gesichert und wird als einer der defitiniv besten Gruppenzweiten an der EURO 2017 in den Niederlanden teilnehmen. Darüber hinaus wird das Team ein weiteres Debüt feiern.

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Darüber hinaus wird es zu einer weiteren Premiere gekommen, denn am Samstag, 22. Oktober, werden die ÖFB-Frauen in Regensburg erstmals ein Länderspiel gegen Deutschland bestreiten.

ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner freut sich: „Das ist ein historischer Erfolg für das Frauen-Nationalteam und ich gratuliere dem Trainerteam um Dominik Thalhammer ebenso wie allen Spielerinnen. Die erstmalige Teilnahme an der EM-Endrunde 2017 in den Niederlanden ist das Ergebnis unserer nachhaltigen Arbeit für den Frauenfußball in Österreich.“

Österreich jubelt

Österreich fährt erstmals zu einer EM-Endrunde © ÖFB

Und er führt weiter aus: „Mit der Einrichtung des Nationalen Zentrums für Frauenfußball in St. Pölten im Jahr 2011 haben wir eine professionelle sportliche Basis gelegt, die sich mit internationalen Standards messen kann. Diese erstmalige Qualifikation des Frauen-Nationalteams sollte neue Impulse für den gesamten Frauenfußball in Österreich bringen und die weitere Aufwärtsentwicklung fördern. Nochmals herzliche Gratulation zu diesem epochalen Erfolg!“

Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Glückwunsch an die Mädels aus unserem Nachbarland!!! 🙂
    Es wurde auch langsam Zeit, daß sich die Österreicherinnen mal auf einer großen Bühne präsentieren dürfen und können!!!

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  • Aldur sagt:

    Gibt es eigentlich schon irgendwo eine Übersicht, wer als Gruppenzweiter qualifiziert ist? Die (rein punktemäßig) besten sechs Gruppenzweiten müssten Schottland, Rumänien, Dänemark, Italien, Belgien und Österreich sein. Portugal und Russland sind die Gruppenzweiten mit den wenigsten Punkten, würden also das Playoff spielen. Allerdings meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass die Ergebnisse gegen den jeweiligen Gruppenletzten nicht in die Wertung gehen. Das könnte das Bild ja nochmal verzerren. Habe aber bislang keine finale Bestätigung gefunden.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Aldur:

    Qualifiziert: Niederlande, Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Island, Italien, Norwegen, Russland, Schottland, Spanien, Schweden, Schweiz

    Play-off: Rumänien, Portugal

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  • holly sagt:

    ist eigentlich auch schon bekannt welches spielorte bei em festgelegt sind?

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  • Aldur sagt:

    @Markus:

    Danke für die Info. Demnach hatte ich mich doch nicht getäuscht bezüglich der Streichresultate, denn absolut hat Rumänien ja mehr Punkte als Russland.

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  • Aldur sagt:

    holly sagt:
    „ist eigentlich auch schon bekannt welches spielorte bei em festgelegt sind?“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_der_Frauen_2017#Spielorte

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  • holly sagt:

    @aldur, besten dank

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  • enthusio sagt:

    @Aldur:
    „Allerdings meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass die Ergebnisse gegen den jeweiligen Gruppenletzten nicht in die Wertung gehen.“

    Hier ist die gesuchte Regelung:
    „Die acht Gruppensieger und die sechs besten Gruppenzweiten (ohne die Ergebnisse gegen die Teams auf Platz fünf) nehmen mit Gastgeber Niederlande an der Endrunde teil, die vom 16. Juli bis zum 6. August 2017 ausgetragen wird.“
    Quelle: http://de.uefa.com/womenseuro/news/newsid=2406751.html

    Insofern ist Russland direkt qualifiziert und muß Rumänien in die Playoffs gegen Portugal.

    (Kleine Notiz am Rande: Im letzten Abschnitt auf der oben aufgeführten UEFA-Seite wird fälschlicherweise von einem 3:1-Sieg der Niederlande gegen die USA berichtet. In Wirklichkeit war es umgekehrt, die USA gewann 3:1.
    Quelle: http://de.fifa.com/womens-football/news/y=2016/m=9/news=european-field-takes-shape-usa-bounce-back-2835477-2835568.html )
    )

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  • FFFan sagt:

    Der erste Vergleich einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft mit Österreich verspricht am 22.Oktober in Regensburg (Anstoß ist um 14 Uhr 15) ein sehr interessantes Testspiel zu werden. Denn die Auswahl unseres Nachbarlandes hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen; in der Weltrangliste ging es von Rang 48 (2003) kontinuierlich nach oben. Derzeit wird das Team von Trainer D.Thalhammer auf Platz 25 geführt, wirkt auf mich aber deutlich stärker als z.B. Russland! Den gesamten Weg der ÖFB-Auswahl vom belächelten Außenseiter zum gefürchteten EM-Teilnehmer zeichnet dieser Artikel noch einmal nach:

    http://ballverliebt.eu/2016/09/20/vom-nobody-zum-em-ticket-die-oefb-frauen-in-wmem-qualis/#more-12685

    Sehr positiv wirkt sich auch die Einrichtung des Nationalen Zentrums in St.Pölten aus. So ist für eine hervorragende Ausbildung des Nachwuchses gesorgt. Erste Erfolge zeigen sich mit den Endrundenteilnahmen der U17 (2014) und U19 (2016). Und obwohl die deutsche U19 bei der Europameisterschaft in diesem Jahr mit 3-1 die Oberhand behielt, musste Maren Meinert nach dem Spiel zugeben, dass die Österreicherinnen technisch und taktisch mindestens gleichwertig waren.

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  • Zaunreiter sagt:

    Nachtrag zu enthusio:

    Vor dem Spiel gegen die Niederlande hatten die USA Thailand am 15. September zu Gast. Bei dem Abschiedsspiel für Heather O’Reilly in Columbus/Ohio wurden die Siamesinnen mit 9:0 vom Platz geschickt.
    Anschließend trennten sich in Buffalo/New York am 17. September die Western New York Flash mit 0:0 von Thailand.

    http://nwslsoccer.com/news-2/wny-flash-and-thailand-play-to-a-scoreless-draw
    http://nwslsoccer.com/news-2/strong-performance-propels-usa-to-9-0-win-vs-thailand

    Und auch das Spiel der USA gegen die Niederlande in Buchstaben:
    http://nwslsoccer.com/news-2/strong-second-half-lifts-usa-to-3-1-win-vs-netherlands

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  • Aldur sagt:

    @FFFan: Ich stimme Deiner Einschätzung zur Entwicklung des österreichischen Frauenfussballs durchaus zu, musste aber kurz schmunzeln, weil man ähnliche Lobeshymnen unlängst auch über Österreichs Herren lesen musste, anlässlich deren erstmaliger Teilnahme an einem großen Turnier seit einer gefühlten Ewigkeit. Bekanntermaßen hielt die Wirklichkeit dem Anspruch bei der diesjährigen EM dann nicht Stand. Hoffentlich bleibt den Frauen ein ähnlich deprimierendes Ausscheiden erspart. Ich sehe die sich zu einem nicht unerheblichen Teil aus AFBL-Spielerinnen zusammensetzende Mannschaft durchaus als Bereicherung und bin auch gespannt auf das erstmalige Länderspiel gegen Deutschland und auf deren Turnier-Perfomance im kommenden Jahr.

    Grundsätzlich finde ich die Aufstockung der EM auf 16 Teams erfreulich. Rechenspiele um beste Gruppendritte, wie bei der EM 2013 mit damals 12 Teams, bleiben dadurch aus. Zudem liefert das Teilnehmerfeld (neben den üblichen Verdächtigen als Titelkandidaten) jetzt ein breites Feld an Teams (u.a. auch Österreich), die sich auf einem ziemlich ähnlichen Leistungsniveau bewegen dürften, was etliche spannende Spiele verspricht.

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  • FrankE sagt:

    Na das wurde aber auch Zeit! Sowohl für die EM-Teilnahme als auch für ein Länderspiel gegen die DFB Auswahl war die Zeit überfällig, schließlich kicken derzeit zwölf (?) Spielerinnen aus Österreich zum Teil sehr erfolgreich in der BuLi. Vielleicht zeigen die Mädels den Männern mal wie erfolgreicher Fussball geht, dann gibt es vielleicht mehr als nur Cordoba in der Erinnerung der österreichischen Fans.

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