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EM-Quali: DFB-Elf gewinnt in Ungarn

Von am 20. September 2016 – 18.18 Uhr 13 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf hat die EM-Qualifikation mit einem Sieg in Ungarn abgeschlossen. Allerdings benötigten die DFB-Frauen ein Eigentor der Ungarinnen zum Erfolg.

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Viktória Szabó von Zweitligist 1. FC saarbrücken sorgte mit ihrem Eigentor in der 29. Minute für den 1:0 (1:0)-Sieg der DFB-Frauen.

Perfekte EM-Qualifikation

Damit schloss die Elf von Bundestrainerin Steffi Jones die EM-Qualifikation mit der maximalen Punktausbeute von 24 Punkten aus 8 Spielen ab und kassierte mit einem Torverhältnis von 35:0 keinen einzigen Gegentreffer.

Hasret Kayikci

Hasret Kayikci vom SC Freiburg feierte ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft © Daniel Matic

Klasen und Kayikci feiern Debüt

Dabei verhalf Jones erneut zwei Spielerinnen zu ihrem Debüt in der A-Nationalmannschaft: Jacqueline Klasen und Hasret Kayikci durften sich über ihren ersten Auftritt im Nationaldress freuen.

Noch drei weitere Tests in 2016

Die DFB-Frauen werden in diesem Jahr noch drei weitere Länderspiele bestreiten: Am 22. Oktober in Regensburg gegen einen noch zu benennenden Gegner, am 25. Oktober in Aalen gegen die Niederlande und am 29. November in Chemnitz gegen Norwegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DFB-Elf gewinnt ihr letztes EM-Qualifikationsspiel in Ungarn mit 1:0 (1:0).
  • Ein Eigentor von Viktória Szabó bescherte der DFB-Elf einen knappen Erfolg.
  • Jacqueline Klasen und Hasret Kayikci feierten ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft.
  • Die DFB-Elf bestreitet in diesem Jahr noch drei Länderspiele gegen die Niederlande, Norwegen und einen noch unbekannten Gegner.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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13 Kommentare »

  • Ludwig sagt:

    Auch wenn man natürlich bei der Zusammensetzung gewaltige Abstriche in Sachen Kombinationsfussball machen muss, scheint mir eins der Hauptprobleme nach wie vor im Spielaufbau aus der IV heraus zu liegen. Die rechte Seite mit Klasen und Doorsoun wurde insbesondere in der 1. Halbzeit fast komplett ignoriert, was gerade den beiden Neulingen die Chance verwehrt hat, sich zu zeigen. Weil nach vorne nichts zusammen lief, gilt das auch für Kayikci und Petermann. Es lief viel zuviel direkt in die Mitte. So fand die Mannschaft kein Mittel gegen die Ungarinnen, die sich im Vergleich zum Hinspiel deutlich engagierter gezeigt haben. Ein Ruhmesblatt in der Geschichte nimmt das Spiel nicht ein, aber ich glaube kaum, dass jemand ernsthaft damit gerechnet hat. „So nicht“ kann man ja auch in positive Erkenntnis ummünzen. Nach den zwei Spielen kann man – glaube ich – festhalten, dass das Trainerteam dabei ist, seine Ankündigungen wahr zu machen, Chancen zu geben, und dass zumindest Dallman diese genutzt hat, um sich dafür zu empfehlen, auch gegen stärkere Gegnerinnen weitere Chancen zu erhalten.
    Und ganz nebenbei: Vielleicht habe ich ein Informationsdefizit, und vielleicht kann mir jemand weiter helfen: Gibt es von der Weltregierung ein Gesetz, welches besagt, dass Bildregiesseure bei ihrer Bewerbung einen IQ deutlich unterhalb von Kelly Bundy nachweisen müssen, um nicht von vornherein als überqualifiziert abgelehnt zu werden?

    (4)
  • FFFan sagt:

    Dies war wohl das schwächste Länderspiel einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft seit Jahren. Ganze vier Abschlussversuche (davon lediglich ein Torschuss) in 90 Minuten, wohlgemerkt gegen einen Gegner, der in der Weltrangliste auf Platz 39 rangiert, das ist selbst in Anbetracht der Tatsache, dass bei den DFB-Frauen gewissermaßen der ‚dritte Anzug‘ zur Anprobe kam, viel zu wenig! Bezeichnenderweise fiel der einzige Treffer der Partie durch ein Eigentor…

    Da auch der Gegner sich darauf beschränkte, kompakt zu stehen und wenig zuzulassen und fast nichts für die Offensive tat (zwei Abschlussversuche, davon keiner aufs Tor), war dieser ‚Kick‘ für den Fußballfreund eine einzige Qual (man sehnte sich regelrecht den Schlusspfiff herbei) und keinesfalls geeignet, dem FF neue Fans zu gewinnen! 🙁

    @ Ludwig:

    Ja, es lief zuviel durch die Mitte. Das ist m.E. z.T. systembedingt. Durch die Rautenformation und den damit einhergehenden ‚Zentrumsfokus‘ müssen die Außenverteidiger im letzten Drittel ‚die Breite geben‘ und deshalb sehr ‚hoch‘ stehen. Dadurch entstehen Verbindungsprobleme, die durch die oft unpassende Positionierung von K.Demann noch verschärft wurden. Somit blieb den Innenverteidigern häufig nichts anderes übrig als entweder umständlich durch die Mitte aufzubauen oder einen Risikopass auf den Flügel zu spielen, der in den meisten Fällen nicht ankam.

    P.S.: was genau war dein Problem mit der Bildregie?

    (9)
  • sangokaku sagt:

    FFFan, kann dir leider nur zustimmen.

    Nach dem Rußlandspiel hatte ich noch das Gefühl, dass „es nicht mehr schlechter geht“.
    Jedoch das Spiel gestern zeigte mit fast schon schockierender Klarheit:
    Es geht in der Tat immer noch ein bißchen schlechter!

    Gut, es war vielleicht nur der 3.Anzug, aber trotzdem (nicht despektierlich!) gegen solch einen Gegner!?
    Da lief ja nun wirklich nichts, absolut nichts zusammen …
    Selbst das wenige Kurzpassspiel, das die Ungarinnen ansatzweise manchmal zeigten, sah gefälliger aus, als das was das deutsche Team hier zu Wege brachte.

    Selbst, wenn ein Team nicht eingespielt ist, da muss einfach ein klein wenig mehr kommen.
    Oder, man sollte zumindest langsam damit aufhören, von der „stärksten (Frauen)Liga der Welt“ zu reden …

    (4)
  • Ludwig sagt:

    @FFFan: Um es kurz zu machen: Solange der Ball im Spiel ist, will ich sehen, wer den Ball hat und wohin er gespielt werden kann. Da will ich
    -keine ständigen Perspektivwechsel,
    -keine Trainer,
    -kein Abklatschen auf der Bank,
    -keine Zuschauer,
    -keine Spieler, die den Ball hatten, sondern die, die ihn haben,
    -keine Großaufnahmen von Eckstoßschützen, sondern von dem, was sich im Strafraum tut
    usw. usf.
    Fussball ist was anderes als 1-2-3 Wer hat den Ball. Hat aber nichts mit dem Spiel zu tun, sondern geht mir seit Jahren gewaltig gegen den Strich.

    (16)
  • Tedesco68 sagt:

    @Ludwig
    Was die Bildregie angeht, stimme ich Dir voll und ganz zu. Das war gestern extrem nervig.

    @FFFAN
    Deine Analyse zur Spieleröffnung kann ich nachvollziehen. Wenn die Mitte (Demann) so zugestellt wird wie gestern, müssen die IV andere Lösungen finden. Die gab es auch reichlich. Aber dafür brauche ich IV, für die ein Pass auf außen kein Risiko darstellt und Mitspieler, denen der Ball bei der Annahme nicht 2 Meter verspringt. Oder man nutzt als IV selber den Raum über die Halbpostionen.
    Die größte Baustelle bleibt daher die IV. Peter defensiv ok, aber auch massive Probleme im Aufbauspiel. Und warum Henning trotz Krahn nicht von Neid eingesetzt wurde, hat sie in beiden Spielen leider eindrucksvoll bewiesen. Es gibt in der Bundesliga sicher kaum einen Verein, bei dem sie in dieser Verfassung überhaupt im Kader wäre. Unvorstellbar dieser Leistungsabfall nach den Potsdamer und Wolfsburger Zeiten.
    Ich hoffe, dass St.Jones bei den nächsten Spielen die Experimentierfreude auf die IV ausdehnt.

    (15)
  • jochen-or sagt:

    Das war für mich das Schlechteste, was ich jemals von einer deutschen Frauenfußballnationalmannschaft gesehen habe und ich verfolge deren Spiele seit mehr als 13 Jahren mehr oder minder regelmäßig.
    Ein echter „Grottenkick“ und selten hatte ich ein solches Verlangen danach, die Kiste abzustellen – es siegte dann aber doch die Neugierde.

    Dies ist auch kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung.
    Spielt schon die erste Elf seit Jahren nur Rumpelfußball, so zeigte dies gestern mit der 2. bzw. 3. Reihe, dass da wenig nachkommt.

    Da fehlt bei einigen elementares Können.
    Ich denke da nur an die Ballbehandlung ( Petermann, Klasen, Henning), aber auch an das Passspiel.
    Peter erkenne ich verglichen mit Potsdamer Zeiten nicht wieder und ich frage mich, wer in Zukunft angemessen die IV. besetzen soll.
    Vielleicht bekommt Elsig mal eine Chance – wenn sie dann mal verletzungsfrei bleibt.
    Demann hat sehr vorsichtig gespielt, aber man merkte, dass da bei der Ballbehandlung doch einige Sicherheit vorhanden ist, so dass man sie auch weiter im Auge haben sollte.
    Am besten gefallen hat mir – auch gestern – Linda Dallmann. Sie sollte sich ebenso in den Kader gespielt haben wie wohl auch Lisa Weiß, die einfach eine gute Ausstrahlung hat, auch wenn sie kaum geprüft war.
    Svenja Huth dürfte sich mit ihrer Quirligkeit jetzt im Kader etabliert haben.

    Ansonsten sehe ich keinen der Neulinge, die sich für höhere Aufgaben empfiehlt.

    Als alter Anja-Mittag-Fan, der ich auch immer bleibe, muss ich ihr nahe legen, anderen rechtzeitig Platz zu machen, weil ihre beste Zeit offensichtlich vorbei ist. Es wäre schade, wenn sie zur Notlösung gerät und ihr gutes Image bei vielen Fans dadurch kaputt macht. Gerne sehen wir sie in Potsdam – als Trainerin für welche Jugend oder Seniorinnen auch immer.
    Aber leider wird da wieder das Geld und ein Jobangebot in Wolfsburg vor sein – vermute ich.

    (17)
  • vikkybummsy sagt:

    sagen wir mal so….aufgedrängt für die A-Elf hat sich in beiden Spielen niemand, von daher wichtige Erkenntnisse für Trainerteam. Beste Spielerinnen waren für mich S. Huth, Knalli-Dalli und V. Faißt wobei auch hier bei den Dreien noch viel Luft nach oben ist da sie mehr können.
    Dieser Grottenkick war also in vielerlei Hinsicht wichtig. Das die Rädchen in einem Team (das so wohl nie wieder zusammenspielen wird) nicht ineinander greifen ist allein dem Umstand geschuldet das viele (im Verein) gute Spielerinnen noch kein Team im herkömmlichen Sinn ergeben. Es fehlte ein komplettes Gerüst etablierter Spielerinnen die in bestimmten Situationen die „kleinen“ bei der Hand nehmen können. Zu groß war der Druck sich beweisen zu wollen / müssen. Bleibt unterm Strich, zwei mäßige Spiele aber viel Erkenntnis für das Trainerteam.
    Btw: der Regiekritik schließe ich mich an. Wird sich aber nicht ändern da die Werbeplakate hinter den Bänken auch ins rechte Licht gerückt werden müssen. Eine Kröte die es wohl zu schlucken gilt. Free-TV Übertragungen kosten halt Euronen und Werbung senkt die Kosten.

    (14)
  • Kika sagt:

    Schlechtestes Spiel einer deutschen FF-Natio, das ich bisher gesehen habe. Viele werden mir zustimmen, Fernsehzuschauer werden diese Anti-Werbung (hoffentlich !) schnell vergessen und die ganze Sache wird hoffentlich einmalig bleiben. SO führt man aber keine Spielerinnen an die Natio heran, schon weil deren Name mit dem o.g. Eindruck verknüpft wird. Das Ganze war der reine Unsinn. Welche wichtige Erkenntnis habe ich denn über EINZELNE Spielerinnen gewonnen ? Im Team ist man von den anderen abhängig und wenn die mich nicht unterstützen können, weil sie selbst Unterstützung brauchen… ?!. Was bringt es, einen Haufen Neulinge zusammen zu werfen ? Sind Klasen, Kayikci und Co. jetzt aus dem Rennen ? Nein, ich gebe keine Einzelwertungen ab. Das war eine grausame Zumutung für die Debütantinnen und den Zuschauer. Die einzige Erkenntnis, die ich gewonnen habe: Nie wieder Test-Extremismus dieser Art. Keinen Nutzen, nur Schaden. Hoffe, Jones bremst sich diesbezüglich ein. Dann hätte das wenigstens 1 Nutuen gehabt.

    (3)
  • Königin sagt:

    Eigentlich wollte ich mich gar nicht äußern – aber ich sehe mich doch „gezwungen“… Ja für den „gemeinen“ sog. Fußball-Experten war dieses Spiel nicht schön anzusehen und vielleicht sollten alle Spiele bis zur EM 2017 nicht mehr live im TV gezeigt werden… War ein Witz … Viele wollten einen Neuanfang – Steffi probiert viele (junge) unerfahrene Spielerinnen aus = was ich erst einmal gut finde… Aber wir sog. Fans sollten doch mal ein wenig Geduld aufbringen und nicht jedes Spiel bis ins letzte bewerten… also bitte cool bleiben oder einfach kein Spiel mehr ansehen… Glück auf 🙂

    (11)
  • FFFan sagt:

    @ Ludwig:
    „Um es kurz zu machen: Solange der Ball im Spiel ist, will ich sehen, wer den Ball hat und wohin er gespielt werden kann. (…) Hat aber nichts mit dem Spiel zu tun, sondern geht mir seit Jahren gewaltig gegen den Strich.“

    Dem stimme ich natürlich absolut zu! Wenn das Spiel nicht unterbrochen ist, sollte das Spielfeld gezeigt werden und nicht die Trainerbank oder Ehrentribüne! Dagegen wird aber bei Fußballübertragungen (egal bei welchem Sender) leider seit Jahr und Tag verstoßen. Deshalb war mir der Zusammenhang mit dem Spiel HUN-GER nicht klar.

    (4)
  • Detlef sagt:

    @Königin,
    Volle Zustimmung!!! 🙂

    (1)
  • Ludwig sagt:

    @FFFan: Wie gut, dass wir darüber gesprochen haben und so Einigkeit feststellen können. Ich habe gedacht, mein Hinweis auf die Weltregierung hätte angedeutet, dass ich nicht nur dieses Spiel meine, sondern im Prinzip alle. Aber ich hätte mich wohl klarer ausdrücken müssen. Das kommt vom Denken. Soll nicht wieder vorkommen.
    Im vorigen Jahr wurde das CL-Spiel von Kvinner gegen Frankfurt nur in einem Livestream gezeigt. Da stand nur eine Kamera zur Verfügung , und man hat defintiv sehr viel mehr vom Spiel gesehen.

    (2)
  • football-women.com sagt:

    Oh. Da haben mir die Daumen wieder den Weg gewiesen.
    Wie wäre es denn wenn wir statt:
    „also bitte cool bleiben oder einfach kein Spiel mehr ansehen… Glück auf“
    vorschlagen würden:
    also bitte cool bleiben oder einfach keine Bewertung mehr lesen…
    Glück natürlich sehr gerne zurück

    Gehen wir aber einfach einmal davon aus, es war gemeint, dass man nicht verlangen und erwarten sollte, dass alles gleich klappt, wenn man endlich einmal etwas neues ausprobiert. Und das ist sicher richtig.

    http://www.football-women.com/2016/09/21/4-beobachtungen-zur-nationalmannschaft/

    Bei der Bewertung der Kameraregie schliesse ich mich mal Ludwig an. Zu 99.99%. Allerdings musste man bei dieser 0.01 Ausnahme doch zugestehen, dass es von der Regie durchaus im Interesse der meisten Zuschauer legitim war, zu versuchen, mit der Einblendung von Backenaufblasübungen auf der Tribüne und im Winde wehenden Flaggen das Geschehen auf dem Feld mit etwas stärker action-orientierten Szenen anzureichern.

    (-3)

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