Emily van Egmond wechselt zum VfL Wolfsburg

Von am 23. August 2016 – 16.24 Uhr 27 Kommentare

Knapp zwei Wochen vor dem Start der neuen Saison in der Frauenfußball Bundesliga hat der VfL Wolfsburg Emily van Egmond vom 1. FFC Frankfurt verpflichtet.

Die 23 Jahre alte australische Nationalspielerin erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 und wechselt ablösefrei zu den Niedersachsen.

Junge Allrounderin

„Mit Emily haben wir eine junge Allrounderin mit internationaler Klasse, die schon Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung gesammelt hat, verpflichtet. Wir bekommen eine Spielerin dazu, die uns auf nahezu allen Positionen in der Offensive und Defensive weiterhelfen kann“, so Ralf Kellermann, Cheftrainer und Sportlicher Leiter der VfL-Frauen. „Der Transfer ist ein Stück weit eine Reaktion auf doch längere Ausfallzeiten, da mit Luisa Wensing, Julia Simic und Ewa Pajor momentan drei Spielerinnen aus allen Mannschaftsteilen fehlen. Auch deshalb freuen wir uns sehr, dass wir Emily für uns gewinnen konnten.“

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Emily van Egmond

Emily van Egmond wechselt vom 1. FFC Frankfurt zum VfL Wolfsburg © Frank Gröner / girlsplay.de

Großartige Chance

Van Egmond erklärt: „Es ist großartig, dass ich die Chance bekomme, für Wolfsburg zu spielen. Der Verein ist hochprofessionell organisiert. Ich möchte mich auf höchstem Niveau beweisen und weiter verbessern, deshalb ist der Wechsel zu einem der besten Vereine der Welt eine Riesenherausforderung. Ich freue mich wirklich sehr auf diesen Schritt“, so van Egmond, die am Mittwoch erstmals mit ihrer neuen Mannschaft auf dem Trainingsplatz stehen wird.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • adipreissler sagt:

    „Als Außenstehender sehe ich die Entwicklung in Frankfurt mit großer Sorge. Nach aktuellem Stand zehn Abgänge bei nur vier Neuzugängen macht derzeit einen Kader von 20 Spielerinnen. Die Abgänge lesen sich wie ein Auszug aus dem „who is who“ der BuLi, bei den Zugängen scheint viel Hoffnung dabei zu sein. Ich drücke unserem „alten“ Ligakonkurrenten aufrichtig die Daumen, eine einfache Saison kommt nach meiner Meinung nicht auf die Hessinnen zu.“

    Das wird wohl so sein. Ich sehe da allerdings eher einen Kader von 12 Spielerinnen (und das ist schon großzügig gerechnet) plus einige Nachwuchsspielerinnen ohne jede Bundesligaerfahrung.

    In der sogenannten Vorbereitung (ganze 4 Wochen einschließlich eines 1-wöchigen Marketing-Trips nach Asien) haben teilweise zwei 16-Jährige in der IV gespielt, die halbe Stammmannschaft in Rio auf dem Platz (Bartusiak, Schmidt) oder auf Bank (Islacker) oder Tribüne (Hendrich). Gegen Hoffenheim wurde zu Hause 1:5 verloren, gegen Wolfsburg II durch 2 Elfmeter ein glückliches Remis errungen. Das offizielle Saisonziel Platz 3-6 klingt jedenfalls sehr optimistisch.

    Am meisten verwundert, dass der Etat sich offiziell nicht dramatisch verringert hat (vielleicht -10/15%), der Kader nach Augenschein aber maximal die Hälfte der Champions-League-Saison kosten sollte.

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  • Altwolf sagt:

    @F.B.

    Wozu ist denn dann das umfangreiche Training da ?
    Nur zu warten um dann im Pflichtspiel sich weiterzuentwickeln zu können ?
    Warum trainieren denn die talentierteren Nachwuchsspielerinnen im Profi-Team mit ?
    Ich war bisher der Auffassung das das Training auf hohem Niveau eine Spielerin weiterbringt und erst wenn sie sich entsprechend entwickelt hat, sich über gute Leistungen in der U23 bzw. U17 und im Training bei den Profis aufdrängt, wird man ihr auch Einsatzzeiten geben, so wie es ja auch bei J.Wedemeyer gelaufen ist.
    Wen willst du aus dem Nachwuchsbereich denn hochziehen, die derzeit schon das Zeug hat sich dort zu behaupten.
    Da ist doch sinnvoller diesen Talenten in der U23 o. U17 weiter Spielpraxis zu geben, wo sie sich, deiner Ansicht nach, dann auch weiterentwickeln können

    EvE wird sich in dieser Trainingsgruppe erst einmal zeigen müssen, sich über Leistungssteigerungen dann für Einsätze aufdrängen, sollte es in der Stammelf Ausfälle geben.
    Ich glaube nicht, das sie selbst schon mit Spielanteilen rechnet.

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  • FrankE sagt:

    Der Hähme bezogen auf die Situation in Frankfurt, die wir hier sowieso nur erraten können, sollten wir uns besser verkneifen. Sonst wollen wir doch auch eine möglichst breite Spitze in der Liga. Ich für meinen Teil mag die Duelle vor allem wenn sie spannend sind. Dem Frauenfussball sollen solche über Jahre ausgetrage Duelle nicht verloren gehen. Deshalb bin ich bei dem Blick suf Frankfurt besorgt.

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  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Kein Training kann ein Wettbewerbsspiel ersetzen. Aus dem diesem Grund wurden und werden ja auch Spielerinnen immer wieder ausgeliehen, aus dem aktuellen Kader etwa Synne Jensen (fragt sich übrigens, ob Kellermann diese Ausleihe jetzt nicht bereut). Oder spielen in der zweiten Mannschaft. Ich bezweifle allerdings, dass van Egmont als australische Nationalspielerin nach Wolfsburg gewechselt ist, um in der zweiten Mannschaft zu spielen.
    Was den Nachwuchs betrifft: In den letzten beiden Testspielen hat Meret Wittje jeweils 90 Minuten auf dem Platz gestanden, der scheint Kellermann anscheinend schon einiges zuzutrauen. Ein anderer Name wäre etwa Anna-Lena Stolze, die auch schon einen Startelfeinsatz und einen Torerfolg hatte. Du musst zugeben, dass Kellermann sehr zögerlich ist, was das Hochziehen des Nachwuchses betrifft, auch Joelle Wedemeyer kam ja erst zum Einsatz, nachdem nach Luisa Wensing und Noelle Maritz auch noch Nilla Fischer in der Verteidigung ausfiel und man keine andere Option mehr hatte. Ich würde mir da etwas mehr Mut wünschen.

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  • FFFan sagt:

    @ FrankE:

    Der kleine Kader kann für Frankfurt sogar von Vorteil sein, einfach deshalb, weil da wirklich jede gebraucht wird.

    ‚Verletzungstechnisch‘ darf allerdings nicht viel passieren, sonst hat der FFC ein echtes Problem!

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    van Egmont ist definitiv keine Abwehrspielerin!!!
    Sie ist MF-Spielerin, also konkurriert mit Bernauer, Goeßling, KERSCHOWSKI, Dickenmann, Bussaglia, Blässe und nun auch mit Gunnarsdottir!!!
    Wie F.B. bereits schrieb, ist das MF bei Wob randvoll!!!
    Auch eine JULIA SIMIC wird dort wohl kaum noch Einsatzzeit bekommen!!!

    Also kann sich Kellermann eigentlich nur der Methoden einer anderen „Welttrainerin“ bedienen, und van Egmont zur Abwehrspielerin umschulen!!! 😉

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  • Detlef sagt:

    @FrankE,
    Ich kann hier keine Häme finden!!!
    Die Stärke der Buli beruhte bisher auch auf der Stärke eines FFC Frankfurt!!!

    Bei aller Rivalität kann also niemand wirklich wollen, daß eine Säule dieser Stärke wegbricht!!!

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  • holly sagt:

    @F.B. man kann Talente auch verheizen. Wenn ich nicht ganz falsch liege ist Anna Lena gerade mal 16 geworden. Meret Wittje 17. Sie sind beide talentiert keine Frage. aber zu den einsätzen in der ersten sind sie nur gekommen, da die Olympia Spielerinnen noch gefehlt bzw noch frei hatten.

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  • holly sagt:

    @Detlef, E.Van Egmond ist schon eine Spielerin die auf verschiedenen Postionen eingesetzt werden kann. Auch in der Abwehr. Aber meist hat sie im MF gespielt.

    @FrankE, die letzte Saison hat gezeigt das es in FF BL viele Stolpersteine gibt. Bis auf Bayern haben sich alle Vereine viele Fehltritte geleistet. Darum habe ich da nicht unbedingt Sorgen. Dann eher wegen dem kleinen Kader beim FFC und der Besetzung im MF der Hessinnen.

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  • Aldur sagt:

    FFFan sagt:
    „Verletzungstechnisch darf allerdings nicht viel passieren, sonst hat der FFC ein echtes Problem!“

    Das sehe ich ähnlich. Die zu erwartende erste Elf genügt immer noch gehobenen Ansprüchen – in der Abwehr z.B. dürfte sich ja gar nichts ändern – dahinter wird es aber…sagen wir mal unbekannt. Da der FFC in dieser Saison keine Zusatzbelastung durch die CL hat, kann das durchaus funktionieren. Bei einer Verletztenmisere á la Potsdam letzte Saison, würde es wohl extrem eng.

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  • Herr Schulze sagt:

    @adi.preisler: Sie haben ja an anderer Stelle so schön und treffend geschrieben, dass sich die Nationalmannschaft heute (gestern) wie der frühere FFC lese, und der FFC heute wie früher Wacker München.
    Hin zu Letzterem tendiert nach letzten Eindrücken, das was ich i Süiel gegen Hoffenheim gesehen habe. Es scheint sich von dem, was Sie sahen, nicht sehr positiv oder negativ abgehoben zu haben.

    Sieht man von Munk ab, deren Verpflichtung nicht eben „proaktiv“ betrieben wurde, dann gab es im Grunde keine „Einkäufe“. Ist das Ganze nicht ein Indiz dafür, dass da jemand den Ausstieg plant? Für einen Marketing-Profi kann es kein Ruhmesblatt sein, wenn ihm die Stars aus dem bestellten Haus laufen. Nun auf FC Graumaus zu machen, das passt einfach nicht zu einem, der bisher so ziemlich das Gegenteil von publicity-scheu war und der keine Zeile aus dem Haus ließ, ohne seinen (meist geschmacksneutralen) Senf.

    Es wäre ja schön, wenn aus dem FFC eine Fohlenelf würde, selbst als aus der Not geborene Tugend. Nur auf Dietrich reimt sich das nicht.

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  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Dir etwas Positives gegenüber R.Kellermann zu entlocken ist wohl nicht möglich.
    „Kein Training kann ein Wettbewerbsspiel ersetzen“ 3 € für das Phrasenschwein.
    Natürlich wird sich die Fähigkeit eines sogg. Talentes erst in den Wettbewerbsspielen zeigen, doch die entsprechende Spielerin muß doch auch erst einmal soweit sein, daß sie physisch und mental diesen Anforderungen gewachsen ist und nicht bei ausbleibender Leistung resigniert und an sich selbst zweifelt, was dich dann wohl ( siehe @holly )vom Verheizen der Talente sprechen lassen könnte.

    Ich habe A.L.Stolze gegen Twente gesehen und konstatiert, das sie für ihr Alter, genauso wie Brandenburger, physisch schon rel. weit ist, aber doch noch nicht für AFBL-Pflichtspiele.
    Das gilt sinngemäß auch für die anderen Spielerinnen, die sich bisher gut weiterentwickelt haben.

    Gerade der Werdegang von J.Wedemeier zeigt doch einen sinnvollen Aufbau und Integration in die 1.

    @Detlef.
    Wenn sie als „Allrounder“ verpflichtet wurde, dann ist sie sicherlich nicht nur ausschließlich als MF-Spielerin vorgesehen.

    Zudem haben bisherige MF-Spielerinnen, wie V.Bernauer auch schon in der IV gespielt, genauso kann das auch L.Gößling und in e. 3-er Kette auch E.Bussaglia, möglicherweise kann EvEgmont das auch.Wie sie zudem nach den ersten Trainingszeiten geäußert hat, möchte sie sich erst einmal bei diesem hohen Trainingsniveau verbessern und weiterentwickeln. Das klingt nicht nach einer Stammplatzforderung.

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