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Annike Krahn und Melanie Behringer treten aus Nationalelf zurück

Von am 23. August 2016 – 16.32 Uhr 8 Kommentare

Die frisch gekürten Olympiasiegerinnen Annike Krahn und Melanie Behringer beenden ihre Laufbahn in der Frauenfußball Nationalelf.

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Die 31-jährige Krahn debütierte am 28. Januar 2005 im A-Team und absolvierte 137 Länderspiele. Die Olympiasiegerin von Rio wurde Weltmeisterin und zweimal Europameisterin und gewann zudem 2008 die olympische Bronzemedaille. Mit Behringer im Team hatte sie schon 2004 die U19-Weltmeisterschaft gewonnen, gemeinsam mit der langjährigen Bundestrainerin Silvia Neid.

Goldener Abschied

Krahn sagt: „Was gibt es Schöneres, als mit dem Olympiasieg aufzuhören? Ich hatte in meiner Nationalmannschaftskarriere einige Höhen, sicher auch Tiefen, bin aber sehr dankbar für die Zeit, die ich hier erleben durfte. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, gemeinsam mit Spielerinnen wie Saskia und Mel, mit denen ich einen langen Weg gegangen bin, aufzuhören und damit auch den Jüngeren die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln. Irgendwann geht jeder Weg zu Ende. Und es ist total schön, dass es auf diese Weise passiert.”

Gegenseitiges Vertrauen

Silvia Neid erläutert: „Das Verhältnis zu Annike war immer von tiefem gegenseitigen Vertrauen geprägt, auf sie konnte ich mich stets verlassen, wenn es darauf ankam. Sie hatte eine wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft und hat zuverlässig ihre Leistung gebracht. Nicht umsonst hat sie mit 137 Länderspielen die zweitmeisten Partien in unserer Mannschaft absolviert. Annike hat das Team immer von hinten heraus angetrieben und geführt, war wichtige Ansprechpartnerin für die Jungen im Team, auch außerhalb des Platzes.“

Torschützenkönigin in Rio

Melanie Behringer absolvierte ihr erstes Länderspiel für die Frauen-Nationalmannschaft am 28. Januar 2005. Die 30-Jährige lief 123-mal für die DFB-Frauen auf. Neben dem Olympiasieg in Rio gelang der Mittelfeldspielerin der Gewinn der Weltmeisterschaft, sie wurde zudem zweimal Europameisterin und holte in Peking 2008 die olympische Bronzemedaille. In Rio war sie mit fünf Treffern die beste Torschützin des olympischen Frauenfußballturniers.

Melanie Behringer

Melanie Behringer erlöste die DFB-Elf gegen China © Mirko Kappes / girlsplay.de

Erfolge als Geschenk

Behringer sagt: „Mehr als elf Jahre lang durfte ich das Trikot mit dem Adler tragen und ich habe es mit Stolz getan. Es war ein Geschenk, so viele Erfolge feiern zu dürfen und die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen macht meine Titelsammlung im DFB-Dress komplett. Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich auf dieser langen Reise auf irgendeine Weise begleitet und unterstützt haben: meiner Familie und meinen Freunden, dem ganzen Trainerteam, dem Team hinter dem Team und nicht zuletzt meinen treuen Fans. Ein besonderer Dank gilt meiner Mannschaft! Es war eine tolle Zeit, die ich nie vergessen werde.“

Riesenanteil an Goldmedaille

Silvia Neid erläutert: „Melanie Behringer hat bei Olympia eindrucksvoll demonstriert, zu was sie in der Lage ist. Für mich ist sie die Spielerin des Turniers, sie hat einen Riesenanteil daran, dass wir die Goldmedaille gewonnen haben. Mel hat sich auch in schwierigen Zeiten als echte Teamplayerin erwiesen und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Sie hat bei Rückschlägen nie aufgegeben und sich eindrucksvoll wieder zurückgekämpft. Beiden wünsche ich für die Zukunft alles Gute.“

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Fan sagt:

    Eine weitere sehr gute Nachricht für die N11, ich hätte alle drei Spielerinnen nicht mit nach Rio genommen.
    Bartusiak und Krahn waren die Unsicherheitsherde in der Abwehr und Behringer die Bremserin im Mittelfeld!

    (-41)
  • Andi sagt:

    Also ich denke man muss hier nicht nachtreten. Alle Spielerinnen haben eine äußerst erfolgreiche Karriere abgeliefert. Da heisst es einfach danke sagen, für Entscheidungen der Trainerin können alle drei nichts.

    Ich wünsche allen drei nur das Beste für die Zukunft.

    (59)
  • Königin sagt:

    @ Andi = ja das sehe ich genauso… DANKE DANKE für viele tolle Spiele und alles erdenkliche Gute für den weiteren Weg….

    (37)
  • FFFan sagt:

    Jetzt also auch A.Krahn und M.Behringer. Unmittelbar nach dem Finale in Rio hatte ‚Mel‘ in einem Interview noch gesagt, es wäre „blöd, jetzt eine Entscheidung zu treffen“, sie wolle erst mit der neuen Trainerin sprechen. Das ist nun offenbar geschehen. Vermutlich wollte S.Jones Klarheit haben, welche Spielerinnen ihr künftig zur Verfügung stehen, bevor sie am heutigen Mittwoch vor die Presse tritt und ihr Konzept vorstellt.

    Krahn und Behringer haben die Chance genutzt, auf dem Höhepunkt abzutreten. Andere, jüngere Spielerinnen werden an ihre Stelle treten. Die Mannschaft wird nun ein anderes ‚Gesicht‘ bekommen. Aber das ist eigentlich nach jedem Turnier so.

    Danke, Annike und Melanie!

    (18)
  • Andreas sagt:

    Vor allem finde ich es gut, dass der Umbruch sofort kommt. Da wird Steffi Jones gezwungen, ein neues Konzept auch sofort umzusetzen und bereits bei den letzten Spielen für die EM-Qualifikation Mitte September neues Personal einzusetzen. Das ist ja nicht mehr lange hin.
    Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Rücktritt von Anja Mittag.

    (8)
  • holly sagt:

    wieso ist Steffi Jones zu einem Umbruch gezwungen? Sie wird dafür die Spielerinnen einsetzen die schon lange zum Kader gehören und sonst auf der Bank saßen oder verletzt waren.
    Alles andere ist in meinen Augen Utopie

    (2)
  • Volker sagt:

    Erst mal Danke für den Respekt und die sportlichkeit der meisten Kommentare! Natürlich auch alles Gute für die 3 Nationalspielerinnen. In wie weit Steffi Jones involviert in die Entscheidung der Spielerinnen ist bleibt spekulativ! Ein frisches und zielstrebiges Auftreten der neuen Trainerin bei der ARD. Sehenswert:http://www.sportschau.de/fussball/frauenfussball/steffi-jones-frauenfussball-bundestrainerin-vorstellung-100.html

    (4)
  • Volker sagt:

    Die Danksagungen auf DFB TV hätte man auch schöner gestalten können als eine Bilderfolge im disco rhythmus. Bei Mel hatte ich den Eindruch (SW Bilder) sie hätte zusmmen mit Uwe Seeler ihren Abschied genommen. Voll daneben!
    Die Pressekonferenz mit dem neuen Trainerteam lässt die Herzen allerdings höher schlagen!

    (5)

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