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Olympia Frauenfußball: DFB-Elf im Finale gegen Schweden

Von am 16. August 2016 – 23.13 Uhr 43 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf hat durch einen Sieg gegen Kanada das Finale des Olympischen Frauenfußball Turniers erreicht. Dort geht es nun gegen Schweden.

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Beim 2:0 (1:0)-Sieg in Belo Horizonte brachte Melanie Behringer mit einem verwandelten Foulelfmeter die DFB-Elf in Führung (21.).

Melanie Behringer

Melanie Behringer leitete den deutschen Sieg ein © Mirko Kappes / girlsplay.de

Entscheidung durch Däbritz

Zuvor hatte Kadeisha Buchanan, im Vorjahr bei der Frauenfußball WM im eigenen Land noch als Beste Junge Spielerin ausgezeichnet, vollkommen ohne Not Alex Popp im Strafraum zu Fall gebracht. Sara Däbritz sorgte mit einem platzierten Flachschuss für die Entscheidung (59.).

Schweden bezwingt Brasilien

Im Finale kommt es nun am kommenden Freitag in Rio de Janeiro zum Duell mit Schweden, das Gastgeber Brasilien mit 4:3 nach Elfmeterschießen bezwang. Nach der regulären Spielzeit und anschließender Verlängerung hatte es 0:0 gestanden. Lisa Dahlkvist verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die Schwedinnen.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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43 Kommentare »

  • BirgitsStiefsohn sagt:

    Täusche ich mich, oder war nicht die vielgescholtene Annike überragend in ihrer Übersicht und ihrem Einsatzwillen und ein entscheidender Faktor für die Null?

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  • vikkybummsy sagt:

    Für dieses Finale sollte es keine Gold- sondern eine Rumpel-Medaille geben. Armutszeugnis für den FF. Trotzdem Glückwunsch.

    Das Beste war der Kommentator der ARD. Wie kann man für sowas auch noch Geld kriegen. Der Gute war aber sehr verpeilt (Sabrina Däbritz, Bestnote für Krahn (ich glaub der war bestochen…)War fast schon wieder unterhaltsam, wenns nicht so peinlich gewesen wäre.

    (0)
  • FFFan sagt:

    Wer hätte das vor einer Woche gedacht: ausgerechnet die beiden Mannschaften, die in der Gruppenphase mit am meisten enttäuscht haben, bestreiten nun das Finale! Das zeigt einmal mehr, dass mit dem Viertelfinale das Turnier neu beginnt; was davor war, zählt nicht mehr!

    BRA-SWE:

    Auf den ersten Blick eine einseitige Angelegenheit. In der ersten Halbzeit kam Brasilien auf 71% Ballbesitz und 15:4 Schüsse, aber zu keiner einzigen zwingenden Torchance. Daran sieht man mal wieder, dass Zahlen nicht alles sagen (btw: mich würde mal die ‚Packingrate‘ von Brasilien interessieren, die müsste sehr niedrig gewesen sein, da die Selecao so gut wie nie hinter die schwedische Abwehrlinie kam!).

    Schweden spielte wie schon im Viertelfinale erneut äußerst defensiv, ja destruktiv. Man muss den Skandinavierinnen aber bescheinigen, dass sie extrem gut verteidigt haben (selbst unter Berücksichtigung des Umstands, dass Brasilien relativ einfallslos angegriffen hat). Mit ihrer kompakten 4-5-1-Formation warfen sie ein ‚Netz‘ aus, in dem sich die gegnerischen Angreiferinnen immer wieder verfingen. Und dabei kamen die ‚Tre Kronors‘ in den ersten 45 Minuten mit null(!) Fouls aus. Das habe ich so noch nie gesehen!

    Da Schweden andererseits keinen seiner wenigen Konter erfolgreich zu Ende spielen konnte, musste erneut das Elfmeterschießen entscheiden. Dort wurde die auch sonst sehr starke H.Lindahl zur umjubelten ‚Heldin‘, als sie die Versuche von Cristiane und Andressa abwehrte.

    Musste man vor 10 Tagen noch ein Vorrunden-Aus befürchten, so scheint nun sogar der Olympiasieg möglich.

    GER-CAN:

    ‚Revanche‘ geglückt! Eine Woche nach der Niederlage gegen Kanada hatten die DFB-Frauen diesmal gegen denselben Gegner weit weniger Mühe. Offenbar hatte man aus dem Gruppenspiel die richtigen Lehren gezogen. Die Abwehr der ‚Canucks‘ neigt, wenn sie unter Druck gesetzt wird, zu Fehlern und weiß sich oft nur mit Fouls zu helfen. Daraus resultierte dann auch der Strafstoß, den M.Behringer (schon fünf Turniertore!) zur Führung verwandelte. (Frankreich hätte im Viertelfinale übrigens auch einen bekommen müssen).

    Anders als noch vor Wochenfrist ließ der Europameister sich diesmal nicht ‚die Butter vom Brot nehmen‘ (M.Tancredi, die den Deutschen damals so viel Kummer bereitete, war überhaupt kein ‚Faktor‘ und fiel höchstens durch ‚Frustfouls‘ unangenehm auf!). Stattdessen wurde ’nachgelegt‘ (Däbritz, 60.) und der Sieg einigermaßen ungefährdet ’nach Hause gefahren‘.

    Es sei ausdrücklich zugestanden, dass dies vom deutschen Team keine spielerische Glanzleistung war, das Offensivspiel wirkt nach wie vor vielfach unstrukturiert, die Defensive teilweise ‚vogelwild‘. Dennoch stimmt dieser Auftritt zuversichtlich: die Neid-Elf hat einmal mehr ihren Charakter als ‚Turniermannschaft‘ unterstrichen und zum zweiten Mal in Folge „zu Null“ gespielt. Und vor allem: sie hat die Fehler des Gegners eiskalt ausgenutzt, während dieser seine Chancen nicht verwerten konnte. Letzteres ist auch das Verdienst von Torfrau A.Schult, deren Formkurve deutlich nach oben zeigt, sowie von T.Kemme, die einmal auf der Torlinie ‚goldrichtig‘ stand.

    Jetzt bleibt zu hoffen, dass am Freitag eine weitere Leistungssteigerung gelingt und die Mannschaft sich am Ende mit Gold belohnt. Dies wäre zugleich ein schönes ‚Abschiedsgeschenk‘ für die scheidende Bundestrainerin S.Neid!

    (17)
  • Königin sagt:

    FINALE Bravo – ja wer hätte das gedacht … Auch ich gebe zu, dass ich mit so einer Steigerung (fast) nicht mehr gerechnet hätte… Germany hat verdient gewonnen – toll taktisch eingestellt u. vor allem war diesmal ein TEAM auf dem Platz… In eine guten Mannschaft möchte ich Alex Popp hervorheben – was die für eine läuferische u. kämpferische Leistung gezeigt hat (vor allem nachdem sie zigmal auf Socken bekommen hat..) Wahnsinn… Gegen Schweden wird es trotzdem sehr schwer… Aber ich drücke weiter die Daumen u. hoffe jetzt auch auf GOLD… 🙂

    (7)
  • Jochen-or sagt:

    Auf ORF sport+ gesehen – und die schrecklichen deutschen Kommentare umgangen.
    Es genügt das Gemurkse auf dem Platz in beiden Halbfinalspiel.

    Für mich ist der Frauenfußball auf einem Tiefpunkt angelangt.
    Waren bei der schon schwachen WM mit den USA und Frankreich noch 2 Mannschaften, die einigermaßen ansehnliche Spiele zeigten, so vermisse ich dieses Mal dies selbst bei diesen.
    Jetzt ist es vorstellbar, dass die spielerisch wohl schwächste deutsche Mannnschaft seit Jahrzehnten Olympiasieger wird.

    Recht dran glauben will ich nicht.
    Mit ihren schnellen Blackstenius, Jakobsson und – nur noch bedingt – Schelin müssten die Schwedinnen aus ihrer guten komPakten Abwehr heraus eigentlich die Deutschen „ausgucken“.

    Oder gibt es mal wieder das Elfmeterschießen?

    (2)
  • Andi sagt:

    Was soll man zu dem gestrigen Spiel schreiben? Ja, es war eine deutliche Stabilisierung zu sehen, somit eine Leistungssteigerung. Kanada hat sich aber sein Grab, bzw. den Rückstand durch den Elfer einfach auch selbst geschaufelt. Selbst wenn Alex Popp den Ball erreicht hätte, bezweifle ich stark, ob eine gute Torchance hierbei rausgesprungen ist. Buchanan mit einem übereifrigen zu späten Tackling, der Elfer wurde zurecht gegeben. Behringer verwandelt sicher. (Wer hätte gedacht, das Behringer nochmal in einem Turnier 5 Tore schießt?)

    Das zweite Tor so wie ich mir die deutsche NT eigentlich immer wünschen würde. Balleroberung, ohne viel Mucken nach vorne spielen und schon ist das Tor da… hier hat auch Leupolz gezeigt was sie eigentlich am besten kann. Bälle schnell weiterleiten.

    Das ist im mir im Übrigen auch allgemein aufgefallen, ein paar Spielerinnen versuchen den Ball schnell nach weiterzuleiten, während ein paar andere da im Kopf nicht mitkommen und somit eigentlich gute Chancen verpasst werden. Gerade Anja Mittag ist mir hier negativ aufgefallen. So verpufften viele im Ansatz gute Spielzüge.

    Nun gut… wir stehen im Finale. Gegen Schweden ist alles möglich.

    (17)
  • Andi sagt:

    @jochen-or

    Mich erinnert die aktuelle Situation gerade irgendwie sehr an die Rumpelfußballzeit der deutschen Männer. Vielleicht muß es erst ganz schlimm werden, bevor es besser wird. Ich versuche positiv zu denken und schaue dann erstmal was Steffi Jones vielleicht ändern wird oder nicht. Potential ist durchaus vorhanden.

    (4)
  • Jennifer sagt:

    Wer hätte gedacht, dass Melanie Behringer zur Torjägerin wird und Deutschland im Finale steht? Überraschungen gibt’s!

    Spiel um Platz 3: Brasilien – Canada, da können die Spielerinnen dann gemeinsam diskutieren, sich foulen, Gelbe Karten fordern und ausbuhen. Das ging mir gestern echt auf den Nerv. Hätten beide Teams Fussball gespielt statt sich so unsportlich zu verhalten wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen.

    (10)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Einmal mehr die Frage aller Fragen:Wie kann man mit einer endlosen Aneinanderreihung von Zufallsprodukten und hektischen Aktionen am, zum und erst recht mit dem Ball bis in ein olympisches Finale kommen?
    Erneut zig Spielerinnen mit einer indiskutablen Leistung, allen voran Maroszan und Leupolz! Eine Däbritz schneidet auch dank Leupolz‘ unterirdischer, weil viel zu hippeliger und körperloser Spielweise deutlich besser ab.
    Trotz Lobes an Schult und Bartusiak, aber auch Krahn, war meine Skepsis wegen einer Vielzahl Stellungs- und techn. Fehler immer vorhanden.
    Das Einzige, was stimmte, war der unbedingte Einsatz- und Siegeswille! Das konnte aber eine ungewöhnlich hohe Anzahl einfacher Fehler kaum kaschieren. Und dann ebnet ein völlig überflüssiges Foul im Strafraum den deutschen Weg zu Olympiagold – dumm gelaufen für Kanada!
    Ach ja, zu Kemme auch noch eine Anmerkung:Beste Tat im Spiel im HZ 1, die Verhinderung des Ausgleichstreffers nach Großchance für Kanada! Was vorher war, war für die Tonne und hatte keinen Bezug zu den vorherigen Leistungen, weil zu deutlich der Abfall.
    HZ 2 zwar einiges besser, aber die Frage nach dem Wieso blieb.
    Fazit:
    Ich schließe mich nahtlos an die Vorkommentare an, die den Deutschen einen Rumpelfussball ohne Ende, einen fehlenden Plan, ein fehlendes System und das Fehlen jeglicher Souveränität bescheinigen – es kann eigentlich nur besser werden, was Jones in die Karten spielen könnte, weil es gilt nur die richtigen Stellschrauben zu finden.
    Nicht auszudenken, man wird in der Tat mit einer solch konstant schlechten Turnierleistung Olympiasieger, denn dann lautet doch der Neidsche Kommentar:Wir haben doch alles richtig gemacht, sonst hätten wir nicht unseren Traum von Gold verwirklicht! Diese Augenwischerei findet hoffentlich mit der Ära Neid ein Ende und eben keine nahtlose Fortsetzung unter Jones.

    (15)
  • Sylvijaaa sagt:

    Muss mich den Kritikern anschließen. Auch der Führungstreffer gab keine Sicherheit. Man hatte jetzt gegen Kanada zwei 50:50 Spiele. Vor 3-4 Jahren undenkbar.
    Keine Souveränität, kein Passspiel, keine Kombinationen.
    Leupolz, Marozsan, Maier und Mittag sind eigentlich über das ganze Turnier hinweg Totalausfälle.
    Jetzt kommt der Lieblingsgegener Schweden. Eine größere Chance auf Olympia-Gold gibt’s die nächsten 20 Jahre nicht. Wahrscheinlich gibt’s wieder konzeptloses Gebolze bis einer den ersten Fehler bestraft.

    (8)
  • Karl sagt:

    Diejenigen die sich immer ueber sogenannten Rumpelfussball beklagen sollten mal bedenken dass Mannschaften wie Canada , die den Gegnern 90 Minuten Hauteng auf die Pelle oder Fuesse ruecken garkeine andere Spielweise zulassen. Jede Art von Schoenspielerei waere hier zum Scheitern verurteilt und ich bin schonmal gespannt auf eure Kommentare wenn eine Bundestrainerin in Zukunft nach Ausscheiden nach der Vorrunde von sich gibt :“ Ja, wir sind zwar rausgeflogen , aber wir haben doch soo schoen gespielt“. Ich freue mich jetzt schon auf eure Kommentare 🙂

    (9)
  • Detlef sagt:

    @Jochen-or,
    Ich kann Dir nur absolut zustimmen!!!
    Der FF scheint sowohl in Europa, und leider auch international in einer Formkrise zu stecken!!!

    In Europa rumpeln und duseln sich Norwegen und Deutschland bis ins Finale, und rumpeln den Gewinner aus!!!

    Japan verpasst die Quali für Olympia, und Asien schickt Australien ins Rennen!!!
    Die haben zumindest noch ein gutes Turnier gespielt!!!

    Jetzt rumpeln und duseln sich Schweden und Deutschland bis ins Finale!!!
    Schaut man sich die bisherigen Leistungen beider Finalisten an, ist kaum ein tolles Spiel zu erwarten!!! 🙁

    Die schwache Leistung der DFB-Elf paßt also zur abnehmenden Qualität des FF generell!!! 🙁

    Es ist also eine gute Zeit für aufstrebende FF-Nationen (Australien, Kanada, Schweiz, usw) , die so ihren bisherigen Rückstand weiter aufholen können!!!

    Das Schlimmste daran ist in der Tat, daß solch errumpelte Titel in der Vita der Bundesgöttin stehen, und wir uns noch in zig Jahren anhören müssen, wie erfolgreich doch ihre Amtszeit war!!!
    Dann wird auch niemand mehr wissen wollen, wie diese Titel zustande gekommen sind!!! 🙁

    (4)
  • vikkybummsy sagt:

    Das bittere daran, wer gewinnt hat recht und die Kritiker eben nicht. Schöne heile DFB Frauenfußball-Welt.

    Ich gehe im Endspiel davon aus das Schweden sich mit zwei 5er-Kette hinten reinstellt (hat sich im Turnier bewährt) und darauf hofft das Schelin & Co. die Koordinationschwierigkeiten unserer Abwehr bestrafen.

    Deutschland wird weiter ohne Konzept gegen die schwedische Mauer anrennen. Und irgendein Glückstreffer wird das Endspiel schon entscheiden. Ich weiß nur noch nicht wer „Olympiageschichte“ schreiben darf.

    (11)
  • Tedesco68 sagt:

    @BirgitsStiefsohn
    Krahn überragend und mit Übersicht? Sie hat defensiv ordentlich gespielt und gegen eigentlich harmlose Kanadierinnen die meisten Zweikämpfe gewonnen. Aber was bringt das, wenn anschließend unter Druck jeder Ball von ihr beim Gegner landet?

    In der Schlussphase waren diese Befreiungsschläge auch von anderen Spielerinnen zu sehen. Eine gute Mannschaft kontert einen solch harmlosen Gegner locker aus und lässt diese Hektik gar nicht aufkommen. Ganz schwach gestern Mittag und Leupolz, absoluter Lichtblick Däbritz.

    Ansonsten habe ich wie einige andere hier nur die Hoffnung, dass trotz des Erfolges die nötigen Konsequenzen gezogen werden.

    (13)
  • OrbisJack sagt:

    Ziemlich deprimierend für mich dass diese zwei (besonders Schweden) im Endspiel stehen. Klar, war gestern dass beste Deutsche vorstellung, aber insgesamt war diese Turnier von negativen und oft sehr unterklassige fussball geprägt.

    Auch ist es deprimierend zu denken dass Deutschland jetzt mindesten Silber gewinnt (best marke beim Olympia) und sogar behaupten könnte dass da alles richtig ist, und es gibt kein bedarf was zu verbessern. Ob N11 oder Liga, die angeschlagene Richtung wird weiter augebaut und ich weiss nicht ob ich dass noch verfolgen kann.

    (11)
  • labersack sagt:

    Diesen unsachlichen Kommentaren schließe ich mich voll an.

    (4)
  • Altwolf sagt:

    Nur die grössten Optimisten hätten bei diesem Turnier mit „klasse“ Fußballspielen rechnen können.
    Gerade die Ko-Spiele zeigen das Taktieren der Teams mit dem Ziel möglichst die Fehler der Gegnerinnen zum Sieg zu nutzen und nicht auf das eigene Können zu setzen.
    Auch bei unserem Spiel gegen Kanada war das nicht anders zu erwarten.

    Im Vergleich zum Vorrundenspiel, waren die Vorraussetzungen jedoch verändert, denn die Kanadierinnen mußten selbst etwas tun und konnten sich nicht mit 2 5er Ketten beruhigt hinten reinstellen, denn zum Weiterkommen benötigt man 1 Tor mehr als der Gegner.

    Diese etwas offensivere Ausrichtung half uns zumindest das MF etwas kompakter zu gestalten u. dadurch die Abstände zwischen Defensive u. Offensive geringer zu halten.

    Das „Wollen“ war allen unseren Spielerinnen anzumerken, das „Können“ jedoch nicht.
    Zwar machte die IV e. etwas stabileren Eindruck als zuletzt u. wie schon zuletzt war auch für mich wieder A.Krahn, trotz ihrer Schwächen die Beste der Viererkette, denn S.Bartusiak zeigt die frühere Souveränität des Spielaufbaus nicht mehr und d.beiden AV, L.Meier u. T.Kemme haben einfach keine Bindung zum Spiel u. insbes. L.Meier hat gerade bei hoch gespielten Bällen nach aussen überhaupt keinen Zugriff im Zweikampf u. spielt mehr noch als Tabbi ohne erkennbare Spielintelligenz.
    Wie schon Leo gegen Australien, ließ auch Tabbi, statt innen positioniert, die Kanadierin Beckis passieren und d. gefährlichen Kopfball ans Aussennetz setzen.

    Auch das MF, allen voran M.Behringer, D.Maroszan u.M.Leupolz produzierten viel zu viele Fehlpässe und agierten in den Zweikämpfen einfach nicht konsequent genug, bemüht, aber oft den Kanadierinnen hinterherschauend.

    Bei diesen Schiedsrichterinnen war schnell erkennbar, dass sie die harte Gangart der Nordamerikanerinnen tollerieren und deshalb muß man da auch körperlich gegenhalten, das ist hier nicht die AFBL.
    Einzig A.Popp hat sich dieser Spielart entgegengesetzt u. auch konsequent attackiert, was leider bei Pressingversuchen nicht von allen und oft nur halbherzig mitgemacht wurden.
    Richtig dabei von S.Neid erkannt, daß dies nicht die Spielart ist, in der D.Maroszan dem Team helfen kann.

    In der Offensive leider keine wesentliche Änderung bzw. Verbesserrung, da es auch über die Aussen kein grosses Spielverständnis gibt und letztendlich die mehr zufällig entstandenen Chancen auch genutzt wurden.
    Kompromisslos geschossener Elfer von Mel u. gut vorbereiteter Abschluß von S.Däbritz, wobei ihr die verunglückte Ballannahme v. A.Mittag erfreulicherweise vor die Füße fiel.

    Wie schon beim CL-Finale zeigte A.Schult hier, wenn es darauf ankommt, doch eine gute Torhüterleistung.

    Das nach dem 2:0 die spielerischen Versuche auf der Strecke blieben, sollte man bei den hohen Temperaturen, den überwiegend kämpferischen Momenten der Begegnung und den doch immer härterem,teils schon unsportlichem Einsteigen der Kanadierinnen geschuldet sein, die das genauso pflegen, wie die US-Amerikanerinnen.
    Um das Erreichen des Finales zu schaffen, ist das akzeptabel und da erwarte ich nicht einen lehrbuchartigen Konter zum 3:0.

    Solche Turniere zeigen selten den klasse Fußball und wie schon an anderer Stelle gesagt, gewinnt meist das Team,was sich zuletzt noch steigern kann.

    Was die Zukunft betrifft, so muß man nun nicht glauben mit einer gewonnenen Medaille würde nun kein Fortschritt im deutschen FF mehr möglich sein. Die Änderungen werden über die Clubs eingebracht werden, da ja auch andere Spielerinnen mit eingebunden werden müssen.

    (19)
  • never-rest sagt:

    Mit ordentlicher Leistungsteigerung gegen CAN in das Finale. Insbesondere Krahn und Schult diesmal konzentriert und weitgehend fehlerfrei. Dafür die andere Abwehrspielerinnen wie Bartusiak und L. Meier mit erheblichen Problemen im Pass- und Stellungsspiel.

    Däbritz und Leupolz mal wieder von SN deplaziert. Erst als Däbritz in der 2. Hälfte auf halbrechtts bzw. hinter die Spitzen vor rückte, kam sie in Schwung und konnte ihre Stärken richtig ausspielen, wie bei ihrem schönen Tor. Leupolz auf halbrechts so gut wie wirkungslos. Sie gehört für mich in das defensive, zentrale MF.

    Warum Mittag immer noch in die Startelf kommt, obwohl ihr bei Olympia bisher nichts geglückt ist, verstehe wer will. Die immer torgefährliche Islacker hätte mehr Einsatzszeit verdient.

    (33)
  • Königin sagt:

    @ Karl
    Ich stimme da zu 100 % zu; schöner Fußball geht (leider) nicht immer… Und wer im Endspiel um Gold steht, der hat ja nicht alles falsch gemacht… 🙂

    (3)
  • Beobachter sagt:

    Das hätte ich nicht gedacht. Die Natio hat gewonnen.
    Sie kann ja wohl nicht alles falsch gemacht haben. In den Gruppenspielen war es eben nicht so wichtig zu gewinnen. In den Entscheidungsspielen funktioniert es.
    Und eine B-Note gibt es nun eben nicht im Fußball. Unter Umständen müssen wir uns mit Gold zufrieden geben. Ein schönes oder qualitätsvolles Spiel braucht’s dafür nicht unbedingt. Eben Fußball.
    Ach, und: Gratulation, Frau Behringer !!!

    (2)
  • football-women.com sagt:

    Might be during the Olympics there are a few new readers around here who might enjoy a little bit of a more sophisticated look:

    http://www.football-women.com/2016/08/17/olympics-rio-2016-semi-finals/

    (1)
  • Ludwig sagt:

    Ich finde, es geht gar nicht so sehr ums schön spielen. Nur schön spielen kann sich letzlich als brotlose Kunst heraus stellen, siehe Frankreich oder Brasilien. Aber es darf aus meiner Sicht schon auch sein, dass man nicht da sitzt als Zuschauer und muss am laufenden Band erleben, wie Bälle vom Fuss springen, wie auf recht kurze Entfernung Pässe nicht ankommen oder wie einfach Ballverluste im Mittelfeld geschehen. Oder wenn man sieht, wie Spielerinnen außen frei stehen und einfach nicht angespielt werden, weil eine Ball führende Spielerin sich gar nicht umsieht, sondern den Ball ohne Bedrängnis einfach in die grobe Richtung „vorne“ drischt. Und das Ganze ist ein Dauerzustand, wenn es gegen Gegnerinnen geht, in deren Ländern es schon seit etwas längerer Zeit angekommen ist, dass Frauen Fussball spielen können.

    Und ich finde auch, dass es ein schlechtes Argument ist, zu sagen, sie haben nicht alles falsch gemacht. Hartung und Hambüchen z. B. haben ihre Goldmedaillen gewonnen, weil sie im entscheidenden Moment alles richtig gemacht haben, und nicht, weil die anderen noch mehr Fehler gemacht haben. Andere Athleten haben nicht den Diskus aus der Hand fallen lassen oder sind reihenweise vom Reck gestürzt. Ist etwas übertrieben dargestellt, ich weiß. Aber wenn sie nicht Gold gewonnen hätten, hätte man immer noch sagen können, die anderen waren eben besser, und nicht, sie waren noch schlechter als die anderen. Ich finde, das macht schon einen Unterschied.
    Die Frauen haben im Halbfinale ihre bisher beste Leistung bei diesem Turnier gezeigt, aber wirklich überzeugend fand ich es als Mannschaftsleistung nicht. Deswegen finde ich auch nicht, dass man mit dem Finger auf einzelne zeigen sollte, bis auf die positiven Ausnahmen. Schult hat gezeigt, dass sie zu Recht im Tor steht, Däbritz ist für die sehenswerten Tore zuständig, und wenn der kanadische Angriff weitgehend harmlos geblieben ist, lag das zu einem großen Teil daran, dass Krahn ihr bestes Spiel seit dem Frankreichspiel bei der letzten WM gemacht hat und nicht umgekehrt.

    (26)
  • Ralligen sagt:

    Mal sehen wieviel Zeit die Popp diesmal wieder schindet,diese nervige Schauspielerei jedesmal. Ich wünsche mir mal nen Schiri der nicht ständig auf diese theatralische Versuche immer wieder darauf reinfällt.

    (-13)
  • Detlef sagt:

    @Ludwig,
    Ich stimme dem Meisten in Deinem Beitrag zu!!!
    Im Fall des konkreten Beispiel HF könnte man dann schon argumentieren, daß Deutschland zu mindest einmal beim Abschluss besser war als Kanada!!!
    Alleine Beckie hatte zwei 100%-ige Torchancen, die sie nicht nutzen konnte!!!

    Kadeisha Buchanan machte einen dummen Fehler (ihr fiel sozusagen der Diskus aus der Hand 😉), der von Behringer eiskalt bestraft wurde!!!
    Deren Wiedergutmachung vereitelte TABBI KEMME auf der Linie!!! 🙂

    Das Problem liegt mM viel tiefer!!!
    Das Leistungsprinzip wird in Deutschland seit Jahren außer Kraft gesetzt!!!
    Das ist im Leistungssport eigentlich tödlich!!!

    Wenn man aber trotzdem Titel und Medaillen holt, dann stimmt irgend etwas mit der Konkurrenz nicht, oder das Leistungsniveau ist eben sehr schwach, sodaß selbst so schlechte Auftritte wie bei der letzten EM, oder eben jetzt bei Olympia zu Siegen und Titeln ausreichen!!! 🙁

    Das alles ist nicht gut für die Entwicklung des FF!!!

    (8)
  • Karl sagt:

    @detlef:
    „Das Problem liegt mM viel tiefer!!!
    Das Leistungsprinzip wird in Deutschland seit Jahren außer Kraft gesetzt!!!
    Das ist im Leistungssport eigentlich tödlich!!!“
    Was genau meinst du damit oder was forderst du da sozusagen zur Behebung?
    Soll die Nationalmannschaft dann bei jedem Spiel mit der Mannschaft des letzten Spieltages aus der Liga antreten?
    Was wird dann aus Spielerinnen die im Ausland aktiv sind ?
    Wie genau willst du diese Leistungen messen?
    Leistungsmessung durch Beobachtung ist immer auch subjektiv, egal von wem , willst du Wettrennen mit Zeitnahme veranstalten , so eine Art 50 meter Lauf mit Ball am Fuss und anschliessendem Torschuss von der 10 yards Linie?
    Ich glaube von einer Nationalmannschaft die aus der Liga elf des Spieltages oder auch der Saison jedesmal total neu zusammengewuerfelt wird wuerde ich eher nicht viel erwarten , du etwa?

    (5)
  • Jan sagt:

    Hallo zusammen,

    wurde diese Frage hier evtl. schonmal gestellt u. ggf. beantwortet:

    Bekommt Simone Laudehr auch eine Medaille?

    Danke

    (3)
  • Markus Juchem sagt:

    @Jan: Alle Spielerinnen, die zum Turnier gemeldet wurden, erhalten eine Medaille, also in diesem Fall auch Simone Laudehr.

    (11)
  • Wolle sagt:

    Jetzt wandelt Fr Neid auch noch auf Sepp Herbergers Spuren wie anno 1954. Da lässt Sie in der Gruppenphase dieses Gebolze spielen, verliert mit einer B-Elf absichtlich gegen Kanada, um dann im HF wieder gegen Kanada zurückzuschlagen. Wahrscheinlich wird Krahn noch zur Spielerin of the match gewählt. Alles hat Sie von Anfang an so geplant und keiner hat es verstanden. Bremer auch nicht, die durfte dann erst gar nicht mit nach Brasilien.
    Zum HF kann ich nichts kommentieren, ich habe es mir nicht mehr angetan. Wenn ich die Kommentare hier lese und die Zusammenfassung sehe wohl die richtige Entscheidung.
    Ich habe mir gestern lieber „Hottes Jungs“ angeschaut. Fantastisch was Hrubesch aus diesem Haufen junger Spieler geschaffen hat. Viele kannte ich vorher nicht mal. Technisch versierte Spieler, von Spiel zu Spiel eine Steigerung, Vorbereitungszeit 6 Tage. Fussballerich ein Kontrastprogramm zum derzeitigen FF.
    Waren das noch Zeiten einer Bajramaj, Lingor oder aber auch einer Marta zuzuschauen.

    (20)
  • Detlef sagt:

    @Karl,
    Die Leistungstest beim DFB zeigen nur die halbe Wahrheit!!!
    Hauptsächliche Grundlage muß meiner Ansicht nach das Tagesgeschäft der Spielerinnen sein, und das sind Bundesliga, Pokal und CL-Spiele!!!

    Bereits nach dem mehr als glücklichen EM-Titel, hätte es zu Konsequenzen im Kader führen müssen!!!
    Es mußten ja in Schweden einige verletzte Stammkräfte, durch junge Kräfte ersetzt werden!!!
    Diese konnten dann auch immer als Ursache hergenommen werden, warum sich die Mannschaft nur mit viel Dusel durchs Turnier rumpelte!!!

    Bei genauerem Hinschauen sah man aber, daß vor allem die älteren-, erfahrenen Spielerinnen (schon damals Krahn, Bartusiak, anfangs auch Laudehr, MITTAG, usw) ihre Leistung nicht abrufen konnten, und die jungen (Meier, CRAMER, Magull) eher gut abschnitten!!! 🙂

    Gleiches Bild bei der letzten WM!!!
    Man vertraute erneut auf die erfahrenen Lieblinge des Trainerstabes, und rumpelte sich durchs Turnier!!!

    Und jetzt bei Olympia wieder das Gleiche!!!
    Man glaubte ja seinen Augen nicht, als die Bundesgöttin den entgültigen Kader bekannt gab!!!
    Und in jedem Spiel, immer die selbes Startaufstellung!!!
    Als ob sie keine Augen im Kopf hätte, die das Herumgestümper mit ansehen mußten!!!

    Das ewig lange warten, daß bei Simon doch noch ein Wunder geschieht!!!
    Nach der Diagnose war doch klar, daß für sie Olympia vorbei war, so leid es einem dann auch tat!!!
    Wozu das Zögern???

    Dafür hatte sie die Standbykräfte doch mitgenommen!!!
    Oder wollte sie mit einer verletzten oder angeschlagenen Simon weiterspielen???
    Was für ein Irrsinn!!!
    Und die 4 gesunden Rio-Touristinnen hätten weiter auf der Tribüne hocken dürfen!!!
    Ist das für Dich etwa Leistungsprinzip!!!

    Aber das kennen wir ja schon von früher von ihr, wo sie angeschlagene-, und nicht fitte Lieblinge (Stegemann, Lingor, Rottenberg, Bartusiak, Lotzen, SCHMIDT, CRAMER) mitnahm, und gesunde Spielerinnen dafür Zuhause ließ!!!
    Verstehst Du das unter Leistungsprinzip???

    Und was ist eigentlich jetzt mit Lena Gößling???
    Jeder Blinde mit Krückstock sieht doch, daß diese Frau im Leben nicht richtig fit ist!!!
    Als WOB-Fan (erst Recht als Trainer)würde ich da auf die Barrikaden gehn, wenn ich an die kommende Saison denke!!!
    Aber stattdessen, Grün-Weißes Schweigen überall, auch in diesem Blog!!!
    Ist das jetzt Leistungsprinzip???

    Und ist es gerecht zu den Spielerinnen, die in Rio die Bank und die Tribüne drücken, oder ganz Zuhause bleiben mußten???
    WARUM hat man nicht von Beginn an einer Lina Magull die Chance gegeben, die in Freiburg eine sensationelle Saison gespielt hat???

    Und wieviele Tore hat ANJA MITTAG in Paris geschossen???
    Und wieviele eine Mandy Islacker, oder eine SVENJA HUTH, oder eine SANDRA STARKE???
    Und wer stand/steht in der Startelf, und wer sitzt auf der Bank, bzw war nur auf Standby, oder wurde gar nicht erst berufen???
    Ist das Leistungsprinzip???

    Und was ist mit Mel Leupolz???
    Sie ist da draußen auf dem rechten Flügel absolut deplaziert, müßte eigentlich den Platz von Behringer oder Marozsan einnehmen!!!
    Stattdessen ließ man PAULINE BREMER lieber Zuhause, der diese Position wie auf den Leib geschneidert ist, und die Leo Meier auch in der Abwehr hätte helfen käönnen!!!
    „Es hätte nicht ganz gereicht“, war die lapidare Aussage vor Olympia!!!
    Doch jeder kann sich noch sehr gut ans CL-Finale erinnern!!!
    Solche Sturmläufe hat Leupolz bisher noch nicht mal im Ansatz gezeigt!!!
    Ist das vielleicht Leistungsprinzip???

    Und eine TABBI KEMME, die wirklich eine gruselige Saison in Potsdam gespielt hat!!!
    Und dagegen eine TINI DEMANN, die eine starke Saison in Hoffenheim zeigte!!!
    Und wer steht im Kader, sogar in der Startelf, und wer muß Zuhause vorm TV hocken bleiben???
    Ist das vielleich Leistungsprinzip???

    Bitte mich nicht falsch verstehen, ich mag TABBI und ANJA, sehr sogar!!!
    Aber das ist ja kein Sympathiewettbewerb, sondern harter Leistungssport!!!

    Ich hoffe, ich konnte meine Definition von „Leistungsprinzip“ etwas deutlicher machen!!!

    (33)
  • Tedesco68 sagt:

    @Detlef
    100% Zustimmung!!!!

    (3)
  • F.B. sagt:

    @Detlef „Und was ist eigentlich jetzt mit Lena Gößling???
    Jeder Blinde mit Krückstock sieht doch, daß diese Frau im Leben nicht richtig fit ist!!!
    Als WOB-Fan (erst Recht als Trainer)würde ich da auf die Barrikaden gehn, wenn ich an die kommende Saison denke!!!
    Aber stattdessen, Grün-Weißes Schweigen überall, auch in diesem Blog!!!
    Ist das jetzt Leistungsprinzip???“

    Das Problem ist, dass wir alle nicht wissen, wie groß ihre Oberschenkelprobleme in der Vorbereitung waren und wie lange sie ausgefallen ist. Sicher ist, dass die Schonung im Vorbereitungsspiel gegen Ghana keine bloße „Vorsichtsmaßnahme“ war, wie uns das verkauft wurde, sondern es da größere Probleme gab. Man hatte wohl gehofft, dass man sie in der Gruppenphase langsam wieder an die Startelf heranführen kann und sie dann in der K.O.-Phase wieder für 90 Minuten fit ist. Aber das ist alles Spekulation, genau wie die Frage, ob ihre Oberschenkelprobleme nach dem ersten Spiel gegen Kanada wieder stärker geworden sind. Dass sie in diesem Spiel 90 Minuten auf dem Platz stand (was mich zu diesem Zeitpunkt überrascht hat) und dann gegen China nur für drei Minuten eingewechselt wurde, würde dafür sprechen. Vielleicht ist die Verletzung aber auch schon länger auskuriert und sie kommt derzeit einfach noch nicht in ihren Rhythmus. Wie gesagt, alles Spekulation. Klar ist, dass sie von ihrem Laufpensum nicht da ist, wo sie normalerweise ist, aber es gab auch in Wolfsburg Phasen (Ende 2013/Anfang 2014), wo sie nicht richtig fit war, das aber keine Verletzung als Ursache hatte.
    Man muss aber auch feststellen, dass sie selbst in ihrem gegenwärtigen Zustand noch deutlich aktiver ins Spielgeschehen eingreift als das bei D. Marozsan der Fall ist und deutlich sicherer im Passspiel als Melanie Behringer ist. Von daher haben ihre Einsätze ihre Berechtigung. Ich hoffe natürlich auch, dass ihre Probleme dem fehlenden Rhythmus und keiner Verletzung geschuldet sind und dass es nach Olympia kein böses Erwachen gibt, wie das im letzten Jahr bei Alex Popp der Fall war.

    Ansonsten kann ich deinen Ausführungen nur zustimmen, du sprichst absolut die richtigen Punkte an und stellst die richtigen Fragen. Eine Anmerkung hätte ich aber noch: Lina Magull war meines Wissens nicht bei der EM 2013 dabei;-)

    (5)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Hat sich jemals eine unserer N11-Spielerinnen über den heutigen Gegner als „Scheiß-Schweden“ geäußert?
    Wieso macht dann eine von der ich es am allerwenigsten erwartet hätte, nämlich Lotta Schelin und bezeichnet unser Team als „Scheiß-Deutschland“?
    (s. https://twitter.com/ffschweden?ref_src=twsrc%5Etfw)

    (6)
  • Detlef sagt:

    F.B.schrieb:
    „Lina Magull war meines Wissens nicht bei der EM 2013 dabei“

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß Lina eine der Youngster im DFB-Team 2013 war!!! 😉

    Sie war wohl vorher verletzt, und ging somit auch nicht ganz fit ins Turnier!!!
    Aber sie kämpfte sich trotzdem gut rein, und belebte das Spiel!!!

    Und falls Lena Goeßling nächste Saison länger ausfallen sollte, wißt Ihr ja, bei wem Ihr Euch bedanken könnt!!! 🙁

    (-3)
  • Zaunreiter sagt:

    Frau Fußball, ich stimme der Lotta Schelin zu 100Prozent zu.
    Dem Horst Hrubesch würde ich einen Olympiasieg gönnen. Silvia Neid gönne ich ihn nicht.

    Dem Detlef stimme ich ebenfalls zu 100Prozent zu.

    (-21)
  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Da musst Du sie wohl mit jemandem verwechseln. Magull wurde erst im Oktober 2015 erstmals in den Kader der Nationalelf berufen, damals zusammen mit Mandy Islacker.

    (7)
  • Ralligen sagt:

    „Sie war wohl vorher verletzt, und ging somit auch nicht ganz fit ins Turnier!!!
    Aber sie kämpfte sich trotzdem gut rein, und belebte das Spiel!!!“

    U-20 WM in Canada

    (6)
  • Ludwig sagt:

    @Zaunreiter: Neid und Missgunst gehen Hand in Hand, wie? Ich bin keineswegs zufrieden mit der bisherigen Leistung, aber es ist heute Abend das letzte Spiel unter der Leitung von Neid. Da erübrigen sich im Prinzip weitere Diskussionen. Und auch wenn ich beim Spiel gegen China erstmals so was gedacht habe wie: „Dafür haben sie sich einen vollfetten Dämpfer verdient.“, habe ich das überwunden. Ich finde nicht, dass man der Mannschaft Dinge anlasten sollte, die nach offenbar überwiegender Ansicht dem Trainerstab anzulasten sind. Und auch wenn man denkt, dass Neid es nicht verdient hat, würde ich es der einen oder anderen Spielerin gönnen, Olympionike zu werden, da sie jetzt schon einmal darum kämpfen können. Bei aller Kritik muss man ja nicht ernsthaft jemandem was Schlechtes wünschen.
    Ich sehe das wie Altwolf: Medaille oder keine Medaille wird nicht viel Einfluss auf das weitere Vorgehen in der N11 haben. Entweder haben Steffi Jones und ihr Stab andere Vorstellungen als Silvia Neid und ihr Stab oder eben nicht. Das wird sich zeigen.

    Und um noch einmal auf die EM 2013 zurück zu kommen. Da habe ich einiges anders in Erinnerung als Detlef. Die Vorrunde war grottig. Gegen Italien haben sie sich zusammen gerissen, akzeptabel gespielt und durch den Kullerball von Laudehr gewonnen. Und das Halbfinale gegen Schweden war eines der besseren Spiele, die ich im Frauenfussball gesehen habe. Da habe ich dem Kommentator Recht gegeben, der irgandwann meinte: „Guter Fussball. Guter, guter Fussball.“ Es war von beiden Seiten kein Champagnerfussball, aber es war so sehenswert, dass ich es mir gerne ein paar Mal angesehen habe, und nicht nur das Tor von Maroszan, sondern komplett. So unterschiedlich kann man offenbar Dinge wahrnehmen. Ich habe nach den bisherigen Eindrücken bei diesem Turnier nur den Eindruck, dass beide Mannschaften von der damaligen Formn ein gutes Stück entfernt sind. Na , da lass ich mich mal überraschen und vermiese mir nicht selbst den ganzen Tag durch die Hoffnung, dass Deutschland verliert.

    (19)
  • Andreas sagt:

    @Zaunreiter:
    Unfassbar so ein Kommentar. Wie kann man nur über so einen unsportlichen und absolut dummen Kommentar wie den von Lotta Schelin 100% Zustimmung geben. Ich weiß zwar nicht worauf sich der Kommentar bezieht, aber dass Schweden bei den letzten Turnieren immer gegen Deutschland verloren hat, dafür sollte sie die Schuld vor allem bei sich selber suchen. Diese Spiele waren alle kein Ruhmesblatt für Lotta Schelin. Und gönnen würde ich den Olympiasieg sicher eher den Deutschen als den Schwedinnen, die sich 2 mal ins Elfmeterschießen gemauert haben. Spielerisch scheint es da wohl nicht viel Qualität zu geben. Deutschland hat sich bei aller Kritikwürdigkeit unserer Elf wenigstens immer bemüht, das Spiel zu machen und aus eigener Kraft zu gewinnen. Das kann man von den Schwedinnen nicht behaupten. Außerdem besteht die Deutsche Mannschaft wohl nicht nur aus Silvia Neid sondern vor allem aus den Spielerinnen.
    Tut mir leid, aber über so einen Kommentar kann ich nur den Kopf schütteln.

    (22)
  • Karl sagt:

    @Detlef:
    Danke fuer die Klarstellung des Leistungsprinzips. Da stimme ich dir zum groessten Teil zu, zumindest Bremer haette ich auch mitgenommen und im Fall Laudehr frueher reagiert. Das mit Magull und der Euro wurde ja schon geklaert.
    Ansonsten habe ich aber Verstaendnis dass die BT bei ihrem letzten Turnier eher auf vertraute oder bewaehrte Kraefte setzt. Genau das ist naemlich das Erfolgsrezept der erfolgreichsten Nationalmannschaft (USA) und auch andere erfolgreiche wie etwa Finalgegner Schweden kaemen garnicht auf die Idee Schelin oder Fischer draussen zu lassen und die machen auch schon mal schlechte Spiele. Aber ich sehe schon ein dass man das auch anders sehen kann 🙂

    (6)
  • Altwolf sagt:

    Ich meine, daß man die Aussage Lotta Schelins nicht falsch verstehen sollte, sondern eine gehörige Portion Respekt wiedergibt, denn sie hat in der Vergangenheit immer wieder in N-11 u. CL erfahren müssen, daß „ihren“ möglichen Erfolgen immer wieder deutsche Teams im Wege standen und verhinderten.

    Es drückt für mich eher aus : „So ein Pech (S……), schon wieder die Deutschen !“

    (15)
  • Andreas sagt:

    Vielleicht ist Lotta Schelin aber auch einfach falsch übersetzt worden. Auf dfb.de wird die Schwedische Mannschaft vorgestellt. Es geht auch darum, dass Deutschland bis auf eine alle wichtigen Partien gewonnen hat. Dazu wird sie mit Scheiß Regel zitiert. Ob es sich dabei um die gleiche Äußerung handelt, weiß ich natürlich nicht.
    Seis drum. Trotz der zum Teil armseligen Auftritte drücke ich unseren Frauen alle Daumen. Schließlich ist das als Deutscher immer noch meine Mannschaft.

    (7)
  • Detlef sagt:

    Andreas schrieb:
    “ Außerdem besteht die Deutsche Mannschaft wohl nicht nur aus Silvia Neid sondern vor allem aus den Spielerinnen.“

    Das stimmt schon!!!
    Aber welche Spielerin/nen hätten denn Deiner Meinung eine olympische Goldmedaille bis jetzt verdient???

    Außer Däbritz und Popp vielleicht!!!

    (-5)
  • Sundermann sagt:

    @Zaunreiter

    Dein Kommentar ist einfach nur armselig.

    (2)

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