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Olympia Frauenfußball: Laudehr-Verletzung trübt DFB-Sieg

Von am 4. August 2016 – 9.00 Uhr 49 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf ist mit dem erwartet klaren Sieg gegen Simbabwe in das Olympische Fußballturnier in Rio de Janeiro gestartet. Der Erfolg wurde allerdings durch die Verletzung von Simone Laudehr überschattet. Auch die anderen Favoriten siegten am Tag, an dem das schnellste Tor der Olympia-Geschichte fiel.

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Die DFB-Elf gewann gegen die Afrikanerinnen mit 6:1 (2:0). Die Tore erzielten Sara Däbritz (22.), Alex Popp (36.), Melanie Behringer (53./78.), Melanie Leupolz (83.) und Eunice Chibanda mit einem Eigentor (90.), den Ehrentreffer erzielte Kudakwashe Basopo (50.).

Laudehr-Verletzung überschattet DFB-Sieg

Die Freude über den Erfolg war im DFB-Lager jedoch getrübt, denn nach einem harten Foul von Lynett Mutokuto musste DFB-Mittelfeldspielerin Simone Laudehr frühzeitig gegen Melanie Leupolz ausgewechselt werden, eine MRT-Untersuchung soll noch am Mittwoch Aufschluss über die Schwere der Verletzung der Spielerin des FC Bayern München geben.

Simone Laudehr

Simone Laudehr musste früh vom Platz © Nora Kruse

Kanada erzielt schnellstes Tor der Olympia-Geschichte

Im zweiten Spiel der deutschen Gruppe F gewann Kanada mit 2:0 (1:0) gegen Australien und stellte dabei gleich einen Rekord auf. Janine Beckie brachte die Kanadierinnen mit dem schnellsten Tor der Olympia-Geschichte nach nur 20 Sekunden in Führung, Shelina Zadorsky sah nach einer Notbremse früh die Rote Karte (18.). Christine Sinclair machte dennoch in Unterzahl den Erfolg der Kanadierinnen perfekt (80.).

USA und Frankreich geben sich keine Blöße

Auch in den anderen Gruppen gab es Favoritensiege. Die USA gewann durch Tore von Carli Lloyd (9.) und Alex Morgan (46.) mit 2:0 (1:0) gegen Neuseeland, Frankreich gewann gegen Kolumbien mühelos mit 4:0 (3:0). Ein Eigentor von Carolina Arias (2.) sorgte für die schnelle Führung, Eugenie Le Sommer (14.) und Camille Abily (42.) sorgten noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Amel Majri setzte den Schlusspunkt (82.).

Nilla Fischer erlöst Schweden, Brasilien souverän

In Gruppe E quälte sich Schweden zu einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Südafrika. Die Wolfsburgerin Nilla Fischer erzielte den einzigen Treffer der Partie (76.). Weit mehr überzeugte Brasilien beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen China. Monica (36.), Andressa Alves (59.) und Cristiane (90.) sorgten für einen gelungenen Auftakt der Gastgeberinnen.

Tags:

Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Gute Besserung Simon!!! 🙁

    (16)
  • Andi sagt:

    Bevor ich zum Spiel komme. Wo bitte graben die denn diese Schiedsrichter aus? Schlimm, schlimm… keinerlei Spielkontrolle und eklatante Fehlentscheidungen.

    Hier komme ich dann auch gleich zum nächsten Punkt… Gute Besserung Simone und allen anderen hinkenden und angeschlagenen deutschen Spielerinnen. Hoffe das nichts gravierendes passiert ist.

    Jetzt das Spiel. Was soll man sagen… gut war es nicht, aber schlecht auch nicht. Das Gegentor kann sich Innenverteidigung plus Torhüterin auf die Fahne schreiben. Das war einfach unterirdisch. Klar, ich weiß es ist schwer die Konzentration hochzuhalten wenn man quasi 90 Minuten nichts zu tun hat, aber das war wirklich Kreisklasse. Nun gut, manchmal ist es gegen ein guten Gegner einfacher zu verteidigen, weil hier schon viel mehr im Mittelfeld geschieht. Aber wir werden sehen… ich verliere die Hoffnung nicht und so gerne ich Annike Krahn mag, die Bank wäre nicht verkehrt für sie. Auf außen alles okay, aber mit Luft nach oben.

    Im Mittelfeld war alles im Rahmen aus meiner Sicht… einige leichte Ballverluste durch Behringen, welche sie aber meist schnell ausbügeln konnte. Maroszan für mich gestern Durchschnitt, aber zumindest nicht so lauffaul wie oft sonst. Däbritz mit sehr engagierter Partie aber noch etwas Pech im Abschluss, Popp scheint wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Laudehr sehr auffällig bis zur Auswechslung und Melly Leupolz auf dem Flügel hat mir ausnehmend gut gefallen, sehr gute Partie von ihr. Ihr Formkurve scheint wieder nach oben zu zeigen. Die Anlagen für eine sehr gute Spielerin und vor allem den Willen hat sie.

    Im nächsten Spiel muß definitiv eine Steigerung her… aber ich gebe die Hoffnung nicht auf das diese möglich ist.

    Sparen werde ich mir das nächste Mal das Neid-Interview… es nervt meist nur noch.

    Nia Künzer und Giovanne Elber haben mir gut gefallen. Realistische Einschätzungen der beiden.

    (22)
  • waiiy sagt:

    Ich liebe unser „magisches Dreieck“ hinten. Das allein ist es schon wert, unsere Spiele zu gucken. 🙂

    (7)
  • never-rest sagt:

    Oh das tat weh, in doppelter Hinsicht. Ganz bitter für unser BraveHeart Laudehr, die erkennbar hoch motiviert und auch gut in Form war und dann auf diese fiese Art raus getreten wird. Das Foul in Zeitlupe tat selbst beim Hingucken weh. Gute Besserung Simon, hoffentlich sind die Folgen nicht ganz so schlimm, wie es aussah.

    Schlimm auch für die N11, wenn einer der vielseitigsten und zweikampfstärksten Mannschaftstützen ausfällt.

    (16)
  • Jennifer sagt:

    Bin ja total für den Olympischen Gedanken und so, aber eine Schiedsrichterin aus Malaysia (oder wo kam sie her?) auszugraben, halte ich doch für sehr übertrieben – und wie wir alle gesehen haben: Nicht ausreichend! So eine schlechte Leistung habe ich schon lange nicht mehr von Schiedsrichterinnen gesehen und ich habe schon wirklich viel gesehen!

    Während des Spiels konnte man nur hoffen, dass die Spielerinnen überhaupt heil und gesund vom Platz kommen. Schreckliches Foul an Simone Laudehr, dass einem wirklich im Herzen und in der Seele weh tut. Gute Besserung an Simone und an alle angeschlagenen Spielerinnen.

    Irgendwelche Schiedsrichterinnen aus irgendwelchen Regionen, wo noch nie jemand etwas von Frauenfussball gehört hat, darf es bei den Olympischen Spielen nicht geben! Auch wenn „dabei sein alles ist“ sollte es doch auch um den Schutz der Sportlerinnen und Sportler gehen!

    (20)
  • FrankE sagt:

    Wirklich gut hat mir die Art gefallen wie unsere Mädels sich ab der zweiten HZ aus den Zweikämpfen herausgehalten haben. Sicher, wenn man etwas mehr durchgezogen hätte, wäre mehr Druck entstanden und vermutlich auch mehr Tore gefallen, doch was hätte es genützt wenn es noch mehr Ausfälle gegeben hätte. Drei Punkte auf der Habenseite, mehr Bedeutung sollte man diesem Spiel nicht beimessen.

    Was noch hängenbleibt: Bis Deutschland mal wieder zu einer Mannschaft wird die wenig bis keine Gegentore kassiert, werden wir uns noch einige Zeit gedulden müssen. Beispiel Torhüterinnen: Wir sind lange sehr verwöhnt worden, erst durch Silke Rottenberg, danach nahtlos durch Nadine Angerer. Natürlich jammern wir auf hohem Niveau, sehr viele andere Teams wären über jemand vom Kaliber einer Almuth Schult im Tor begeistert. Wir sehen ungewohnte Patzer und jammern. Ist man Weltklasse gewohnt, kommt einem eine gute Torhüterin eben nur durchschnittlich vor und man fragt sich ob man so zum Beispiel ein Halbfinale wie 2013 gegen Schweden auch mit 1:0 hätte gewinnen könnte. Bis zur deutlichen Steigerung oder einer Alternative kann es also nur heißen: wir müssen vorn mehr Buden machen als wir hinten kriegen. Viel Spaß also mit Mannschaft wie USA, Frankreich….

    Ansonsten freue ich mich auf die Mathildas, danach werden wir sehen wo dieses Team wirklich steht.

    (10)
  • NaviDrH sagt:

    Tut mir leid, aber ich empfand den Auftritt der DFB-Mädels als rundherum peinlich, nicht zuletzt wegen des Anspruchs „ich will mich mit einer Goldmedaille verabschieden“. 1,5 Tore im Ansatz (sorry an dieser Stelle für das Wort) „herausgespielt“, den Rest hat sich der Gegner quasi selbst reingelegt, das Gegentor bezeichnend, das „Elfmetertor“ zeigt die Mischung aus Überheblichkeit und nicht vorhandener Durchschlagskraft. Ich habe schon Bäume gesehen, die schneller waren und sich schwerer haben umkurven lassen als Annike Krahn. Das Duo Bartusiak/Schult würde ich nicht mal als Kellner einstellen. Wer ist auf die Schnapsidee gekommen, die Außen der sog. Viererkette konsequent auf der verkehrten Seite aufzustellen? Alle drei haben es nicht geschafft auch nur eine Flanke in den Strafraum zu bekommen. Beim Stand von 3:1 muss der Sieg gesichert werden, daher ein Stürmer raus, ein defensiver Mittelfeldspieler rein? Leute, mit der Einstellung und „Schönrederei“ reicht es nicht mal für’s Viertelfinale! By the way: Simone Laudehr – all the best!

    (9)
  • Königin sagt:

    Erst einmal die besten Genesungswünsche an Simone… Das sah wirklich sehr sehr übel aus… Gratulation für den ersten Sieg bei Olympia – auch gegen einen sog. kleineren Gegner muss erst einmal gewonnen werden… Was mich doch wirklich sehr sehr gestört hat = die vielen Pfiffe der brasilianischen Zuschauer = hallo wo bleibt das FAIR PLAY…????? 🙁 Den Außenseiter zu unterstützen ist das eine – aber selbst bei der Hymne solche Pfiffe = ich bin wirklich sehr enttäuscht von den doch so sportlichen Brasilianern … Ich hoffe, dass das eine Ausnahme war…!!!

    (9)
  • Emma W. sagt:

    @Königin Naja, Marta wird in Deutschland ja auch konsequent ausgepfiffen. Von da her „wer im Glashaus sitzt…“

    Was mich wirklich aufgeregt hat gestern, war die wieder mal katastrophale Schirileistung. Da muss man nun wirklich langsam (oder besser schnell) reagieren. Es kann nicht sein, dass der Frauenfussball immer professioneller wird und die Schiris in der Steinzeit stehen bleiben. Das ist dann irgendwann nur noch gefährlich für die Spielerinnen. An dieser Stelle: „Gute Besserung Simon!“ Hoffentlich ist das Turnier nicht schon zu Ende für sie.

    Die Leistung des Teams fand ich durchzogen. Es gab durchaus auch Lichtblicke (Melly, Sara, Simon bis zu ihrer Verletzung). Ich denke, dass gegen bessere Teams dann auch das Gesamtniveau ansteigt. Allerdings macht auch mir die Abwehr um Krahn, Bartusiak und Schult etwas Sorgen.

    (10)
  • jochen-or sagt:

    Pflichtsieg in der Höhe, die man mutmaßlich benötigt, um jedenfalls als einer der beiden besten Gruppendritten weiter zu kommen.

    Also kann man jetzt jedenfalls entspannt spielen.

    Eine furchtbar schwache Schiedsrichterin, die weder die richtigen Elfmeter gab, noch die Foulspielerei unterband.
    Das Foul an Laudehr war eigentlich ein Platzverweis, aber es gab noch nicht einmal gelb. So konnte dann die Foulspielerei ungehindert weitergehen. Da hoffte man fast mehr, dass nicht weitere Spielerinnen verletzt werden würden, als dass die Mannschaft noch Tore erzielte.

    Die kaum geprüfte Abwehr inkl. Torfrau sah bei dem mehr oder minder einzigen vernünftigen Angriff derart schlecht aus, dass man gespannt sein darf, wie dies gegen Australien und Kanada sein wird.

    Unter dem Strich meine ich, dass das Spiel wenig aussagekräftig ist. Athletisch scheinen die Mädels gut drauf. Unzulänglichkeiten wie gehabt (Krahn, Schult). Weder schlecht noch besonders gut.

    Unverständlich bleibt mir weiterhin wie man ernsthaft von Gold reden kann, wo doch bei normalem Verlauf die USA und/oder Frankreich vorher zu eliminieren sind.

    Ich bleibe dabei: Aus gegen Frankreich oder die USA im Viertel- oder Halbfinale.

    (14)
  • FrankE sagt:

    Nachtrag: Natürlich auch von mir: Gute Besserung an Simon, wir alle drücken die Daumen das es schnell weitergeht.

    Wenn Simon ausfallen sollte haben wir aber zu unserem riesig großen Glück PAULINE BREMER dabei um sie zu ersetzten…………….*äääääääh*

    (2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Merkwürdig festzustellen, wie das Neidsche Gesicht während des Spiel zu der Spieleinschätzung danach paßt! Wie verlogen muss man bloss ein, um mit so einem Verlauf „total zufrieden“ zu sein?
    Der lächerlich hoch 18 Gegentreffer wird unter den Rasen gekehrt, stattdessen wird zum x-ten Male die sowas von bekannte afrikan. Gangart, die das Gegenteil einer Safari ist, kritisiert und Schuld bei der Schiri gesucht, die natürlich dauerinkonsequent pfiff. Die Spielweise unserer Mädels kam vielfach dem harten Einsteigen noch kontrqaproduktiv entgegen, so als hätte man im Vorfeld keine Taktikabsprachen und keine Hinweise gegeben, wie gegen solche Gegner grundsätzlich zu spielen ist!
    Glücklicherweise stimmt mich das Spiel der Gruppengegner etwas milde, weil das Niveau dort, auch eher Hoffnung ausstrahlt, dass wir es packen können.
    @NaviDrH und jochen-or
    Wir haben das gleiche Spiel gesehen und sind uns recht ähnlich in seiner Einschätzung, wogegen Andere hier was deutlich verwechseln!

    (-7)
  • FrankE sagt:

    @ SF
    Sorry, aber nur weil jemand nicht Deiner Meinung ist oder ein Spiel anders beurteilt als Du, nennst Du ihn/sie verlogen?

    Klingt wie: Alle Idioten ausser mir!

    (7)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @FrankE
    Sachen aus dem Zusammenhang reissen, kannst Du, ist aber völlig unangebracht!
    Wenn man die Mimik der BT mehrfach im TV zu sehen bekommt, inkl. dem einschätzenden Kommentars des Reporters, der das genauso sah wie ich, und dies dann in den Kontext ihrer Spieleinschätzung setzt, merkt doch, dass hier keine Kongruenz vorhanden ist!
    Wenn Du das anders siehst, solltest Du in puncto Menschenkenntnis andere Wege einschlagen, anstatt hier mit Unterstellungen zu agieren. Deine Klangempfindung solltest Du jedenfalls mal neu justieren!
    Übrigens ist Deine obige Kommentierung gemäß Deiner Klangempfing ziemlich schief gelegen, vorallem was das angebliche gut gelungene Heraushalten aus Zweikämpfen anbetrifft, sehe ich das gänzlich anders, was ich auch schrieb!
    Vermutlich sind aber unsere Ansprüche an ein akzeptables Spiel grundverschieden…
    Da ist es immer von Nutzen, man war selbst mal aktiv auf dem Rasen unterwegs!

    (-10)
  • Ludwig sagt:

    @SF Das mag ja sein, dass der Kommentator das gesehen hat wie du. Aber das war Bernd Schmelzer. Den würde ich nicht unbedingt zitieren, wenn ich etwas aus berufenem Mund belegen wollte. Deine Menschenkenntnis in allen Ehren, aber woher weisst du, aus welchem Grund Neid welche Mimik aufgesetzt hat? Wäre es denkbar, dass ihr Laudehrs Verletzung zu schaffen gemacht hat? Wäre es denkbar, dass sie sich über die zwei nicht gegebenen Strafstösse geärgert hat? Wäre es denkbar, dass sie sich Sorgen um die Gesundheit der Spielerinnen gemacht hat? Wären noch andere Gründe denkbar?
    Und wieso ist es für die Verschiedenheit von Ansprüchen von Nutzen, wenn man mal Rasen gemäht hat?

    (9)
  • Digger Dunn sagt:

    @FrankE
    Ich hab mich schon gewundert, daß Pauline Bremer nicht gegen Kolumbien im Aufgebot stand. Schließlich standen da gleich mal acht Spielerinnen aus Lyon in der Startelf. Da hätte man Pauli ohne weiteres mit einschmuggeln können, so aus Versehen. 🙂

    (3)
  • enthusio sagt:

    Wieder ziemlich viele Unheilspropheten hier unterwegs. 🙂

    Unsere Gruppengegner Kanada und Australien haben mich gestern übrigens auch nicht gerade vom Hocker gerissen, insbesondere die Torhüterinnen beider Mannschaften haben bei ihren Aktionen keine internationale Klasse gezeigt.
    Mal abwarten, was beide Mannschaften gegen Zimbabwe auf die Reihe (und leider wohl auch auf die Socken) kriegen.

    Schweden hat gegen Südafrika auch nur eine äußerst dürftige Leistung geboten und ein „Knickeltor“ erzielt.
    Brasilien dagegen hat gegen ein enttäuschendes China absolut überzeugt und ein gutes Spiel abgeliefert. Der Heimvorteil schien gestern mehr Lust zu machen als Last zu sein.

    Der Turnierfavorit USA hat ein harmloses Neuseeland zwar klar beherrscht, aber auch keine Bäume ausgerissen.
    Frankreich dagegen hat endlich mal das gegnerische Tor getroffen (wenn auch überwiegend durch Standards bzw. ein Eigentor), ein derart klares Ergebnis war nicht unbedingt zu erwarten.

    Deutschland hat seine Pflicht erfüllt, dabei leider – wie im Vorfeld befürchtet – durch die harte Gangart des Gegners eine verletzte Spielerin zu beklagen und – was für mich für den krassen Außenseiter Zimbabwe aber sehr freut – ein schön herausgespieltes Gegentor kassiert.

    Gewinner des 1. Spieltags sind also Brasilien und Frankreich sowie (wegen des Sieges in Unterzahl) Kanada.
    Irgendwelche Prognosen für den weiteren Turnierverlauf habe ich nach diesen ersten Spielen nicht zu bieten.
    Allerdings würde nach jetzigem Stand Frankreich im Viertelfinale auf Deutschland treffen 🙂 .
    Die einzige Frage, die sich mir stellt: schaue ich mir am Samstag Deutschland-Australien oder doch lieber Frankreich-USA live und in voller Länge an ?

    (9)
  • Ralligen sagt:

    @enthusio
    Wieso würde nach jetzigem Stand Frankreich im Viertelfinale auf Deutschland treffen?

    (5)
  • F.B. sagt:

    Ich muss mich (leider) der skeptischen Fraktion anschließen und fand den Auftritt gestern auch recht durchwachsen. Insbesondere die Leistung zwischen der 15. und 55. Minute war unterirdisch und ist Lichtjahre von dem Anspruch entfernt, eine Medaille zu gewinnen. Wenn man selbst Gold als Ziel ausgibt, kann man einfach nicht so auftreten, überharte Gangart des Gegners hin oder her. Wie von NaviDrH schon richtig geschrieben, waren nur 1,5 Tore richtig herausgespielt und die auch erst gegen Ende des Spiels, als dem Gegner merklich die Kondition ausging. Spielerisch muss da einfach viel mehr kommen, das Kombinationsspiel war insbesondere in der ersten Halbzeit überhaupt nicht vorhanden. Erst die Einwechslung von Lena Gößling hat dem Spiel mehr Struktur und dem Mittelfeld mehr Ordnung gegeben.

    Den Wechsel der Außenverteidigerinnen hatte ich gegen Ghana noch als (missglücktes) Experiment ausgelegt, dass man das jetzt im ersten Spiel wiederholt, ist mir völlig rätselhaft. Insbesondere Leonie Maier sah man an, dass sie mit dieser Seite wenig vertraut ist, Isabel Kerschowski kam da schon etwas besser zurecht. Zu Annike Krahn erübrigt sich jeder Kommentar.

    Im Mittelfeld wie gegen Ghana Sara Däbritz mit der besten Leistung: Großes Laufpensum, viel Engagement und immer wieder gefährlich. Melanie Leupolz nach ihrer Einwechslung mit viel Schwung, tauchte danach aber lange ab und wurde erst zum Ende hin aktiver. D. Marozsan spielte zu Beginn noch die Spielankurblerin von hinten, danach zusehends unauffällig und lustlos. Ganz schwach der Auftritt von Melanie Behringer: Etliche Fehlpässe, unkonzentriert und spielerisch völlig wirkungslos. Distanzschüsse alleine werden gegen stärkere Gegner nicht reichen. Bei ihr stellt sich mir immer die Frage, warum eine solch große Diskrepanz zwischen ihren Auftritten in der Nationalmannschaft und denen bei Bayern liegen.

    Im Sturm Alex Popp erneut mit einer überzeugenden Leistung, auch wenn sie nicht so viele Bälle bekommen hat. Was den Einsatz betrifft, absolut vorbildlich. Anja Mittag dieses Mal weniger treffsicher und auch nicht so richtig im Spiel.

    Fazit: Eine deutliche Steigerung im nächsten Spiel ist nötig, vor allem spielerisch ist sehr viel Luft nach oben.

    (1)
  • Herr Schulze sagt:

    @enthusio: Frankreich hat nicht nur ein gutes Ergebis erzielt, sondern vor allem spielerisch geglänzt. Das war tatsächlich Fußball zum Genießen, mit dem Wermutstropfen, dass auch hier der Reporter extrem schlecht vorbereitet war.

    (2)
  • enthusio sagt:

    @Ralligen:

    Du hast recht, es muß natürlich USA heißen.

    @all:

    Ist eigentlich irgendwo eine konkrete Begründung veröffentlicht worden, warum Pauline Bremer aus dem Kader aussortiert wurde ? Würde mich sehr interessieren.

    (5)
  • FFFan sagt:

    Eine Bitte an Womensoccer:

    Wenn ihr schon Agenturmeldungen übernehmt, lest sie euch wenigstens vorher durch und merzt die gröbsten Fehler aus!
    Das Tor zum 5-1 hat nicht S.Däbritz, sondern M.Leupolz erzielt.

    Und wer ist eigentlich „Mads Toppel“? Eine Internetsuche ergibt folgendes:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Mads_Toppel

    Laut fifa.com heißt die Nr.17 von Kolumbien Carolina Arias:

    http://www.fifa.com/womensolympic/teams/team=1885035/players.html

    Im Match Report taucht dann allerdings tatsächlich der Name „Mads Toppel“ auf:

    http://www.fifa.com/womensolympic/matches/round=272255/match=300355308/index.html#nosticky

    Der entsprechende Link führt jedoch ins Leere:

    Wurde die Seite ‚gehackt‘?

    (5)
  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Korrigiert, danke.

    (2)
  • Ralligen sagt:

    @enthusio
    Link zur Begründung der Nichtnominierung von P.Bremer.
    http://www.dfb.de/frauen-nationalmannschaft/news-detail/die-olympia-kader-stehen-fest-150085/
    Ada Hegerberg wird sich freuen,so muss Sie nicht alleine mit der 2ten Mannschaft trainieren.

    (1)
  • Detlef sagt:

    Ohne das Spiel gesehen zu haben, muß ich FrankE zumindest Recht geben, daß dieser schwache Gegner keinerlei Auskünfte über die tatsächlichen Fähigkeiten der DFB-Elf gibt!!!

    Die Tore zeigen eher die freundliche Mithilfe des Gegners, und das nicht nur beim Eigentor!!!
    Ich bezweifle sehr, daß so gegen Australien und Kanada ein Tor fallen wird!!!

    Die größten Sorgen macht mir aber die Abwehr, der gegen die Matildas und die Ahornblätter wesentlich schwerere Aufgaben bevorstehen dürften!!!

    Da scheint mir die Prognose von Jochen-or fast etwas zu euphorisch zu sein, denn dazu müssen wir ja mindestens Zweiter werden!!! 😉

    @FrankE,
    PAULI steht definitiv nicht zur Verfügung, denn sie ist ja komplett aus dem Kader geflogen, und gehört nicht zu den Nachrückern!!! 🙁

    @Jennifer und Andi,
    Tja, seit wir (Dank Frau Lynch) bei der FIFA genauere Einblicke bekommen haben, wie der Herr Blatter seine Stimmen erkauft hat, dürfte doch eigentlich klar sein, wie manche Nationen dafür belohnt wurden und weiter werden!!! 🙁
    Und das IOC ist da kein Deut besser als die FIFA!!! 😉

    (2)
  • Herr Schulze sagt:

    @Raligen: Verletzt scheint sie jedenfalls nicht. Auf den Seiten von OL sind die beiden beim Training der Nicht-Olmpionikinnen zu sehen.

    (3)
  • FrankE sagt:

    Hey, Detlef,

    das PAULINE nicht nachrücken kann war mir schon klar, aber danke für Erläuterung ;-).

    Was ich nicht verstehe ist die Art wie der DFB Informationen weitergibt, oder eben auch nicht. Enthusio´s Frage nach einer Begründung für die Nichtberücksichtigung ist mehr als berechtigt und PAULINE ist da nicht allein, hier ist auch FELICITAS zu nennen. So offen wie die Turbine-Offiziellen bei den Vorbereitungsspielen darüber redeten, so verschlossen zeigen sich Turbine und der DFB mit offiziellen Verlautbarungen. Ist sowas plötzlich ein Geheimnis?

    An einen sportlichen Grund PAULINE nicht mit nach Rio zu nehmen mag ich nicht recht glauben. Vielleicht sitzt aber beim DFB jemand gerade jetzt vor dem Rechner und amüsiert sich königlich über unsere Spekulationen.

    (4)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    > Ohne das Spiel gesehen zu haben, muß ich FrankE zumindest Recht geben, daß dieser schwache Gegner
    > keinerlei Auskünfte über die tatsächlichen Fähigkeiten der DFB-Elf gibt!!!

    Selten so eine nicht nachvollziehbare, realitätsferne Darstellung von Dir zu lesen bekommen, Detlef!
    Insbesondere schwache, körperbetont spielende Gegner aus Afrika sind gern genutzte Aufbaugegner für bevorstehende Turniere und genau deswegen hat Frau Neid Ghana ausdrücklich gewünscht gehabt, weil die Erkenntnisse nebem dem Ergebnis hilfreich sein sollen. Üben am praktischen Beispiel nennt man sowas! Nur war Ghana weder geeignet noch scheinbar Willens in dieser Art und Weise herzuhalten – die Erkenntnisse somit aus heutiger Sicht wertlos weil nicht übertragbar auf Simbabwe.
    Wenn Du „keinerlei Auskünfte“ im Resultat dieses Spiel siehst, will ich Dir mal auf die Sprünge helfen:
    Die dt. Innenverteidung war selbst gegen Simbabwe erschreckend leicht ausspielbar! Wie sich Krahn und Bartusiak anstellten, einfach nur zum Abwinken und Kopfschütteln. Der 1. olymp. Treffer für das afrik. Team ein Fauxpas allererster Güte und gut geeignet die IV der Lächerlichkeit preiszugeben, so wie sie da vorgeführt wurden. Weshalb soll gerade dieser immer wieder kritisierte Umstand (s. EM-Quali) ausgerechnet in Rio funktionieren, wenn starke Gegnerschaft ansteht? Diese Hoffnung habe ich jedenfalls nicht!
    – Die Spielweise der Deutschen war kontraproduktiv zur harten Gangart der Afrikanerinnen, denn das one-touch aus dem Ghana-Spiel war leider aus den Köpfen raus, der Ball oft zu lange am Fuß und ungenau und auch zum falschen Zeitpunkt gespielt. Das Einstellen der Mannschaft auf dieses Spiel sollte als gescheitert hingenommen werden, da ein untaugliches Konzept zu lang im Mittelpunkt stand.

    (4)
  • Detlef sagt:

    @FrankE,
    Tja, warum-wieso-weshalb, Göttinnen muß man nicht verstehen, man muß /soll an sie glauben, denn sie machen ja keine Fehler!!! 😉

    (2)
  • Fuxi sagt:

    Nu will ich mich auch nochmal äußern.
    Was mich während der Übertragung am meisten gestört hat, war der Kommentator. Ja, es war ein Foul an Laudehr, ein böses noch dazu, vor allem in der Wirkung, und es war sowohl freistoß- als auch gelbwürdig – aber die Simbabwerin kam schlicht zu spät, und wäre diese Szene in der Bundesliga passiert, hätte das auch jeder so gesehen. Wäre es nicht Lynett Motukuto in dieser Szene gewesen, sondern Tabea Kemme, würden wir eine Verletzungsabsicht gar nicht unterstellen. Oder wenn die Wetzlarerin Denise Meinberg im Pokal Zsofia Racz vom MSV Duisburg derart träfe. So allerdings schwingt immer so ein unterschwelliges „Die Negerinnen können nur treten“ mit (Zitat SpOn: „mit der Brutalität von Lynett Mutokuto aber dürfte sie nicht gerechnet haben“). Ich habe per Smartphone-Stoppuhr in Echtzeit zwischen dem Verlassen des Balles und dem Tritt (in dem Moment ist der Ball noch nicht an Mutokutos Knie vorbei, also etwa 50 Zentimeter geflogen) 0,14 Sekunden gemessen – darf jeder mal selbst nachmessen.

    Beim Gegentor hat man deutlich gesehen, dass einerseits die Innenverteidigung merklich in die Jahre gekommen ist, was vor allem Hüftsteife angeht (von Krahns Stellungsfehler abgesehen), und zum anderen die Zeit der starken deutschen Keeperinnen vorbei ist. Nichts gegen Almuth, aber sie wird in dieser Karriere keine Angerer mehr und auch keine Rottenberg. Ich weiß nicht, wurde in der Torhüterinnenausbildung resigniert ob der jahrelang zementierten Nummern Eins oder ist das wieder dieser Alle-Talente-in-die-Offensive-Effekt, der schon dafür sorgt, dass unsere Außenverteidigerinnen defensive Defizite aufweisen, weil sie nachträglich umgelernt wurden?

    Ich bin bei den eigenen Toren ja durchaus bereit, Kredit zu geben, was den „Schock“ der Laudehr-Verletzung angeht. Aber drei Torwartfehler (wenn man das fehlende Rauskommen beim Leupolz-Tor hinzunimmt vier), drei Standards und ein Eigentor – das ist mau, aus dem Spiel heraus. Und ich werde immer noch das Gefühl nicht los, dass auch die Spielidee der Nationalmannschaft nicht für die Weltspitze taugt.

    (12)
  • FrankE sagt:

    Hmmmmmm… Detlef, normalerweise sind es nur die Leute die nichts tun, die keine Fehler machen.

    Dein Vergleich passte aber, es gibt Trainer und Funktionäre die offensichtlich vom Glauben an die eigene Göttlichkeit beseelt sind. Vielleicht kommt sowas automatisch bei einer Überdosis Sport. Wir beide zählen uns doch auch zu den 20 Mio potentiellen Bundestrainern in diesem Land.

    (4)
  • Altwolf sagt:

    @Fuxi.
    Das mit Almuths Kariere ist nun doch etwas zu „dick“ aufgetragen und entbehrt auch jeder sachlichen, weil ja dann auch eindeutig „hellseherischen“ Grundlage.
    Bei einem Fehler einer Torhüterin, was leider meist zu einem Gegentor führen kann, wird mit deutlich höheren Maßstäben gewertet, als zB. bei Stürmerinnen, die von mehren, teils 100%igen, Chancen die meisten davon „versieben“, jedoch bei 1 o. 2 Treffern, dann von Top-Torjägerinnen gesprochen wird ( z.B. C.Sasic). Und die vielen Fehlpässe bei den Spielerinnen im Aufbau
    oder mit gehäuften Fehlern in der Abwehr wird auch zu oft mit zweierlei Maß bewertet.

    Warum wird e.D.Maroszan immer wieder ob ihres Talentes u. ihrer Fähigkeiten gepriesen, obwohl sie das nur sehr selten zum Wohle des Teams auf den Platz bringt.
    Aber A.Schult ist bei e. Patzer gleich abqualifiziert.

    Ferner ist es eine Mär, bei fehlender Erinnerung offenbar, der Auffassung zu sein, das S.Rottenburg, wie auch N.Angerer nicht auch schon einige sogg. „Böcke“ vollbracht haben.

    Nicht zu vergessen, das sich die Spielstärke der gegenerischen Teams inzwischen auch deutlich verbessert hat, so daß Vergleiche doch relativ sind.

    Ich bin mir sicher, das wir uns noch über A. Schult und ihre Leistungen in den weiteren Spielen durchaus freuen werden.
    Andererseits gibt derzeit keine bessere deutsche Torhüterin, insbes. keine die frei von Fehlern ist.

    Zum Spiel ist nicht viel zu sagen, da eigentlich nicht aussagekräftig, denn das Ergebnis ist ok und man hat diesen “ Kampf “ Zimbabwes bis auf die häßliche Verletzung S.Laudehrs überstanden.

    Was spielerisch in diesem Team steckt, werden wir deshalb auch erst bei den kommenden Spielen sehen und auch die anderen Teams müssen erst einmal entsprechende Leistungen im Turnier zeigen.

    (7)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Altwolf
    Die Kritik an Schult ist aufgrund der vorangegangenen Fehlerkette von Krahn und Bartusiak zwar nicht zu ignorieren, aber vergleichsweise marginal! Es hätte ohne Wenn und Aber nie zu dieser erfolgreich, mit sehr, sehr gnädiger Unterstützung der dt. IV, abgeschlossenen Toraktion der Afrikanerinnen kommen dürfen!
    Da ist die Beteiligung der Torhüterin als letztes Glied in der Kette schon nicht mehr entscheidend gewesen.

    (4)
  • enthusio sagt:

    Ich habe mir die Sequenz, die zum Gegentor führte, noch mal angesehen und frage in die Runde: Warum wird die Fehlerkette vor dem Gegentor eigentlich nur an der IV und der Torhüterin festgemacht ? Kerschowski (greift nicht ein), Marozsan (dreht sich weg) und vor allem Maier (lässt die Torschützin in ihrem Rücken zum Tor laufen) sahen in dieser Szene auch nicht gut aus. Bartusiak kann im Grunde noch am wenigsten machen. Es waren also mindestens fünf Spielerinnen in dieser Szene nicht auf der Höhe. Die Abstimmung in der gesamten Hintermannschaft stimmte in dieser Szene nicht.

    (7)
  • Altwolf sagt:

    @SF,@enthusio.
    Für möglichst sachliche u. objektive Einschätzungen und Beurteilungen bin ich immer dankbar, wobei gemachte Fehler o. Fehlreaktionen kritisiert werden können u. auch sollten.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Mag sein, dass die Fehlerkette eher begann, aber die IV war die „letzte Instanz“ und hat das Problem eher kurioser gemacht, indem banale Fehler überwiegend Krahn unterlaufen sind, die so niemals einer so routinierten Verteidigerin passieren sollten/dürfen!
    Und apropos Kerschowksi: Isy hat schon gegen Ghana keine akzeptable Leistung gebracht und das wiederholte sich nahtlos gegen Simbabwe. Den Nachweis, dass sie gegenüber Bremer den Vorzug erhielt, mit nach Rio fahren zu dürfen, blieb sie deutlich schuldig!

    (7)
  • FFFan sagt:

    @ Ralligen:
    „Link zur Begründung der Nichtnominierung von P.Bremer.“

    Die „Begründung“ besteht in dem lapidaren Satz:
    „Für Pauline, Meike, Lena und Felicitas hat es leider aus unterschiedlichen Gründen nicht ganz gereicht.“

    (3)
  • F.B. sagt:

    @Schenschtschina Futbolista:
    Du musst bezüglich Isabel Kerschowski aber auch bedenken, dass sie in der kompletten Rückrunde auf der linken Seite gespielt hat, fast immer offensiv, im CL-Finale mal in der Viererkette. Meines Wissens hat sie nur ein einziges Mal hinten rechts gespielt und das war in der Hinrunde gegen Freiburg (jeder Wölfinnen-Fan erinnert sich mit Schrecken an dieses Spiel). Sie ist mit dieser Position also überhaupt nicht vertraut. Gleiches gilt für Leonie Maier, bei ihr merkt man die Probleme mit der Umstellung in meinen Augen sogar noch mehr. Ich warte darauf, dass die Spielerinnen im nächsten Spiel von sich aus wieder die Seiten wechseln, weil es ihnen reicht…

    @Altwolf:
    Bei D. Marozsan bin ich im Grunde völlig bei dir. Ich wollte nur ausnahmsweise etwas milder mit ihr ins Gericht gehen. Es stellt sich die Frage, wann Neid der Geduldsfaden reißt. Bei der WM hatte sie ja im dritten Gruppenspiel genug und stellte sie danach nicht mehr in die erste Elf.

    (1)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @F.B.
    Die Begründung seitens der BT, weshalb Isy und nicht Pauli im Olympiateam steht, lautete ja, die Multivalenz in ihren Einsatzmöglichkeiten, was ich aber auch bei Pauli als deren großes Faustpfand sehe.
    Diese Aufstellungsdinge werden aber nicht nur im Trainerstab ausgekocht, sondern auch mit der betreffenden Spielerin abgestimmt, ergo wußte Isy, was auf sie zukommt. Die Trainingsinhalte werden auch dementsprechend ausgesehen haben und abgestimmt gewesen sein.

    (-3)
  • O. Christ sagt:

    @ Sch… Fut.
    In ihrer Deutschland-Abschiedspressekonferenz sprach Neid davon, dass Pauli Bremer einen grippalen Infekt durch die Vorbereitung geschleppt habe und (wohl daher) in schlechterer Form gewesen sei als andere Kandidatinnen. Feli Rauch sei durch ein muskuläres Problem eingeschränkt gewesen.

    (1)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @O. Christ
    Dann kursieren mehrere, teils widersprüchliche Begründungen in den Medien. Die von mir zitierte, stammt wohl von hier.
    Ändert aber so gesehen an der Leistungseinschätzung von Isy keine Silbe!

    (0)
  • Detlef sagt:

    Frau Fußball schrieb ;
    „Insbesondere schwache, körperbetont spielende Gegner aus Afrika sind gern genutzte Aufbaugegner“

    Was bitte willst Du an solchen Gegnern testen???
    Vielleicht die Stabilität der Knochen und Bänder Deiner Spielerinnen???
    Glaubst Du etwa, daß zweistellige Ergebnis gegen Ghana kann im Ernst irgendjemand aufgebaut haben???

    Da war keine Taktik, oder irgend ein Spielkonzept erkennbar!!!
    Wie will man so sein Team schulen auf Gegner zu reagieren, die davon mehr als genug im Programm haben???

    Mich störten halt so Aussagen, daß eine Frau Leupolz ihre Formkrise anscheinend überwunden hätte, und eine Frau Popp langsam wieder in die Spur finde!!!
    Und das im vollen Bewußtsein, gegen zwei unterklassige Mannschaften gespielt zu haben!!!

    Deine Kritik an der Abwehr habe ich ja ebenfalls geäußert!!!
    Aber Bartusiack und Krahn sind nunmal festzementiert, und Kritik an ihnen prallt von der Bundesgöttin ab wie Dreck von einem Lotusblatt!!!
    Einen Jogi Löw hätte man dafür schon längst medial gesteinigt!!!
    Aber der Göttinnenrat steht über jeglicher Kritik, und muß keine peinliche Fragen der Presse fürchten!!!

    Und das Almuth Schult immer für einen Bock zu haben ist, scheint im Göttinnenrat auch niemanden zu beunruhigen!!!
    Man hat sich halt seit Jahren auf sie eingeschossen, und so auch nicht wirklich echte Konkurrenz zugelassen!!!

    Und warum auch, verfährt man doch auch mit Feldspielerinnen seit Jahren nach dem gleichen Muster!!!

    Und so müssen sich die Youngster eben gedulden, bis entweder die „Erfahrenen“ abtreten, oder Steffi Jones sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt, und endlich einmal echte Konkurrenz zuläßt!!!

    (2)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef.
    „,scheint im Göttinnenrat auch niemanden zu beunruhigen!!!“

    Warum auch. Konkurenz ist doch da, aber wo wäre denn die Alternative an deutschen Torfrauen?

    Wer ist denn im Strafraum bei Standards präsenter als sie ?
    Wer ist bei den inzwischen üblichen Rückpässen zu den Torhüterinnen eindeutig fußballerisch besser bzw. bringt vernünftige Abschläge zustande ?
    Auf der Linie gibt es sicherlich gleichwertige evtl.auch etwas besser agierende Torfrauen, jedoch in der Gesamtschau sehe ich keine Bessere, insbes. zeigt sie ja auch in Spielen auf Top-Niveau konstant gute Leistungen, wie auch im CL-Endspiel, aber das wird gar nicht wahrgenommen, sondern Beachtung finden eigentlich nur ihre immer mal wieder eingestreuten „Böcke“.

    Seit sie bei Turbine abgelehnt wurde und sich WOB angeschlossen hat,bzw. als Nachfolgerin zu Deutschlands Nr.1 in der N-11 auserkoren wurde, wird sie ständig überkritisch beurteilt.

    Bei Natze hat man nur noch die gehaltenen Elfmeter beim Finale der EM in Erinnerung, ihre doch sehr durchwachsene Zeit noch beim 1.FFC und ihre kaum zu beurteilende Leistungen in Australien u. USA sind vergessen.

    Wir sollten froh sein, sie zu haben.

    (4)
  • Andi sagt:

    @Detlev die Bedeutung der Verwendung des Konjunktives in einem Satz, sowie das Konzept eines subjektiven Eindruckes sind Dir schon klar. Falls nicht, hier nochmal zur Klarstellung. Die Benutzung des Wortes scheint impliziert die Möglichkeit das dies so sein könnte, aber nicht das sich in den nächsten Spielen zwingend herausstellen wird, das es so ist.

    (-1)
  • Ludwig sagt:

    Ich kann Altwolf nur zustimmen. Ich habe mir die 2. HAlbzeit jetzt moch mal angeschaut. Ich bin mir nicht sicher, ob man die kurze Abwehr von Schult beim 1:2 als groben Patzer beurteilen kann. Festhalten konnte sie den Ball wohl kaum, und dass so ein Ball dann mal dahin abgeklatscht wird, wo er besser nicht hin sollte, ist seit Jahrzehnten in ähnlichen Situationen auch im Männerfussball zu sehen, ohne dass gleich an der grundsätzlichen Qualität gezweifelt wird. (Auch Manuel Neuer war an einem Gegentreffer der Franzosen bei der EM nicht ganz unschuldig.) Dass sie es sehr viel besser kann, hat sie in der 76. Minute gezeigt, als zwei Spielerinnen aus Zimbabwe gleich 5 Abwehrspielerinnen ausgespielt haben und Schult einen zweiten Treffer verhindert hat.
    Also einfach mal Ruhe bewahren und die Kirche im Dorf lassen.

    (6)
  • FrankE sagt:

    @ altwolf. Fast alle anderen Teams würden sich zu Recht über eine Torfrau von Almuths Kaliber freuen. Nur weil wie keinen weiblichen Klon von Neuer haben sollten wir nicht motzen. Würde unsere geliebte Bundestrainerin sie ins Tor stellen obwohl es eine bessere Alternative gäbe müsste man die BT dafür verantwortlich machen. Ich sehe aber keine Alternative auf konstant diesen Niveau. Detlef hat recht für einen Klops pro Spuel ist Almuth immer gut, da kann das Motto zukünftig nur sien, auf 1:0 sollten wir besser nicht spielen. Aber auf 1:0 zu spielen ist nie eine gute Idee, OL hat so beinahe die UWCL weggeschenkt. Bis auf Weiteres können wir uns entweder ärgern nicht mehr die weltbeste Torhüterin zu haben oder uns freuen eine gute Torhüterin zu haben.

    (1)
  • fisch sagt:

    Die Verletzung ist bitter für Simone Laudehr. Deswegen aus dem Turnier evtl. auszuscheiden, wünscht ihr wirklich keiner. Ich wäre allerdings gern aktuell informiert, ob sie noch spielen kann
    und was die BT nun vor hat.

    (0)
  • CK7 sagt:

    Nach 10 Minuten GER – AUS steht eins fest: es ist eine Freude, der Krahn beim Rumstümpern zuzuschauen… Das ist nur ein Alptraum, oder? Ich möchte wach werden…

    (13)
  • adipreissler sagt:

    Ich dachte bisher auch, Krahn habe neben Kampfkraft eine recht limitierte Technik, sei langsam und hüftsteif. Aber dann kam Henning.

    (1)

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