Olympia Frauenfußball: Laudehr-Verletzung trübt DFB-Sieg

Von am 4. August 2016 – 9.00 Uhr 49 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf ist mit dem erwartet klaren Sieg gegen Simbabwe in das Olympische Fußballturnier in Rio de Janeiro gestartet. Der Erfolg wurde allerdings durch die Verletzung von Simone Laudehr überschattet. Auch die anderen Favoriten siegten am Tag, an dem das schnellste Tor der Olympia-Geschichte fiel.

Die DFB-Elf gewann gegen die Afrikanerinnen mit 6:1 (2:0). Die Tore erzielten Sara Däbritz (22.), Alex Popp (36.), Melanie Behringer (53./78.), Melanie Leupolz (83.) und Eunice Chibanda mit einem Eigentor (90.), den Ehrentreffer erzielte Kudakwashe Basopo (50.).

Laudehr-Verletzung überschattet DFB-Sieg

Die Freude über den Erfolg war im DFB-Lager jedoch getrübt, denn nach einem harten Foul von Lynett Mutokuto musste DFB-Mittelfeldspielerin Simone Laudehr frühzeitig gegen Melanie Leupolz ausgewechselt werden, eine MRT-Untersuchung soll noch am Mittwoch Aufschluss über die Schwere der Verletzung der Spielerin des FC Bayern München geben.

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Simone Laudehr

Simone Laudehr musste früh vom Platz © Nora Kruse

Kanada erzielt schnellstes Tor der Olympia-Geschichte

Im zweiten Spiel der deutschen Gruppe F gewann Kanada mit 2:0 (1:0) gegen Australien und stellte dabei gleich einen Rekord auf. Janine Beckie brachte die Kanadierinnen mit dem schnellsten Tor der Olympia-Geschichte nach nur 20 Sekunden in Führung, Shelina Zadorsky sah nach einer Notbremse früh die Rote Karte (18.). Christine Sinclair machte dennoch in Unterzahl den Erfolg der Kanadierinnen perfekt (80.).

USA und Frankreich geben sich keine Blöße

Auch in den anderen Gruppen gab es Favoritensiege. Die USA gewann durch Tore von Carli Lloyd (9.) und Alex Morgan (46.) mit 2:0 (1:0) gegen Neuseeland, Frankreich gewann gegen Kolumbien mühelos mit 4:0 (3:0). Ein Eigentor von Carolina Arias (2.) sorgte für die schnelle Führung, Eugenie Le Sommer (14.) und Camille Abily (42.) sorgten noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Amel Majri setzte den Schlusspunkt (82.).

Nilla Fischer erlöst Schweden, Brasilien souverän

In Gruppe E quälte sich Schweden zu einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Südafrika. Die Wolfsburgerin Nilla Fischer erzielte den einzigen Treffer der Partie (76.). Weit mehr überzeugte Brasilien beim 3:0 (1:0)-Sieg gegen China. Monica (36.), Andressa Alves (59.) und Cristiane (90.) sorgten für einen gelungenen Auftakt der Gastgeberinnen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • FrankE sagt:

    @ altwolf. Fast alle anderen Teams würden sich zu Recht über eine Torfrau von Almuths Kaliber freuen. Nur weil wie keinen weiblichen Klon von Neuer haben sollten wir nicht motzen. Würde unsere geliebte Bundestrainerin sie ins Tor stellen obwohl es eine bessere Alternative gäbe müsste man die BT dafür verantwortlich machen. Ich sehe aber keine Alternative auf konstant diesen Niveau. Detlef hat recht für einen Klops pro Spuel ist Almuth immer gut, da kann das Motto zukünftig nur sien, auf 1:0 sollten wir besser nicht spielen. Aber auf 1:0 zu spielen ist nie eine gute Idee, OL hat so beinahe die UWCL weggeschenkt. Bis auf Weiteres können wir uns entweder ärgern nicht mehr die weltbeste Torhüterin zu haben oder uns freuen eine gute Torhüterin zu haben.

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  • fisch sagt:

    Die Verletzung ist bitter für Simone Laudehr. Deswegen aus dem Turnier evtl. auszuscheiden, wünscht ihr wirklich keiner. Ich wäre allerdings gern aktuell informiert, ob sie noch spielen kann
    und was die BT nun vor hat.

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  • CK7 sagt:

    Nach 10 Minuten GER – AUS steht eins fest: es ist eine Freude, der Krahn beim Rumstümpern zuzuschauen… Das ist nur ein Alptraum, oder? Ich möchte wach werden…

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  • adipreissler sagt:

    Ich dachte bisher auch, Krahn habe neben Kampfkraft eine recht limitierte Technik, sei langsam und hüftsteif. Aber dann kam Henning.

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