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DFB-Elf gewinnt Olympia-Generalprobe zweistellig

Von am 22. Juli 2016 – 20.49 Uhr 5 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf hat ihr letztes Testspiel vor dem Olympischen Frauenfußball Turnier in Rio de Janeiro gegen Ghana zweistellig gewonnen.

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In der Benteler-Arena von Paderborn kam die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid Ghana vor 6 243 Zuschauern zu einem 11:0 (9:0)-Erfolg.

Mittag erzielt vier Tore

Anja Mittag war mit vier Treffern (1., 31., 39., 42.) beste Torschützin, die weiteren Tore erzielten Dzsenifer Marozsán (6., 90.+1), Alex Popp (13.), Saskia Bartusiak (29.), Sara Däbritz (30.), Mandy Islacker (66.) sowie die Ghanaerin Cynthia Abobea mit einem Eigentor (27.).

Mit gutem Gefühl nach Brasilien

Für Bundestrainerin Neid war es das letzte Heimspiel auf der Trainerbank, vor der Partie wurde Nadine Keßler offiziell verabschiedet. „In der erste Hälfte waren wir sehr konzentriert und haben uns viele Chancen erarbeitet. Nach der Pause war ein bisschen die Luft raus. Wir sind guter Dinge und können mit einem guten Gefühl nach Brasilien fliegen“, so Popp.

Zur Statistik

Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • F.B. sagt:

    Man kann jetzt natürlich nicht die kompletten 90 Minuten beurteilen, aber die erste Halbzeit hat wohl doch genug Erkenntnisse hergegeben. Zunächst natürlich die veränderte taktische Ausrichtung. Dass Sylvia Neid vor ihrem letzten Turnier noch mal die Formation ändert, hätte wohl kaum jemand gedacht. In meinen Augen wurde es auch höchste Zeit von der Doppel-Sechs wegzugehen. Überraschend sicher auch der „Tausch“ der beiden Außenverteidigerinnen: Leonie Meier auf links und Isabel Kerschowski rechts. Man merkte beiden jedoch an, dass sie ein wenig mit ihrer Rolle fremdelten, vor allem Leonie Meier war wesentlich weniger auffällig, als sie es sonst war.

    Zu Annike Krahn muss man eigentlich nichts mehr sagen, sie ist selbst gegen einen solchen Gegner ein Sicherheitsrisiko.

    Im Mittelfeld hat mir Sara Däbritz am besten gefallen. Sehr agil, umtriebig, passstark und spielfreudig. In dieser Form hat sie sich einen Stammplatz verdient. Melanie Behringer solide, allerdings auch mit einigen Fehlpässen, wenn das Tempo erhöht wurde. Ihren Platz sollte bei Olympia dann Lena Gößling einnehmen. D. Marozsan mit einem Tor am Anfang und einem am Ende, dazwischen viel Lethargie und wenig Spielfreude. Viel Argumente für einen Startelfeinsatz hat sie nicht geliefert, aber Melanie Leupolz scheint sich im Moment auch nicht aufzudrängen.

    Im Sturm Alex Popp mit einem sehr starken Auftritt, einhalb Toren und (wenn ich richtig gezählt habe) drei Vorlagen. Sehr spielstark, man merkte ihr im Gegensatz zu einer Marozsan an, dass sie Lust hatte. Anja Mittag insgesamt zwar unauffälliger, aber extrem kaltschnäuzig vor dem Tor. Simone Laudehr fiel dagegen etwas ab, auch wenn ich sie besser fand als in den meisten Spielen der Saison.

    Was bleibt als Fazit: Die neue taktische Ausrichtung passt, die Offensive scheint gut eingespielt, aber die Außenverteidigerinnen sollten getauscht werden. Auch wenn der Gegner alles andere als hochklassig war, sollte eine Medaille bei Olympia drin sein.

    (-3)
  • Altwolf sagt:

    Auch wenn sich Ghana mehr als Partner eines „Trainingsspieles“ entpuppte, so konnte man doch einige Erkenntnisse aus dem Spiel ziehen.
    Zunächst scheinen, mal von L.Gößlings muskulären Problemen abgesehen, im Vergleich zur WM, alle fit zu sein.
    Die offensive Ausrichtung mit A.Mittag, A.Popp, S.Däbritz und den Aussen I.Kerschowski u.S.Laudehr zeigte sich mit großem läuferischen Einsatz, dadurch auch mehr spielerischem Verständnis, recht harmonisch.
    Da auch ein gutes, schnelles und rel. sicheres Paßspiel mit konzentriertem Abschluß stattfand, ist der Erfolg in d. 1.HZ auch nachvollziehbar.

    Duch die schnelle Passfolge, meist mit nur 1-nem Kontakt, hatten die Ghanaerinnen auch keine Möglichkeit in die Zweikämpfe zu kommen und den Spielfluß zu unterbrechen.

    Soweit machte das Ganze einen guten Eindruck.

    In der Defensive sollte man jedoch neben S.Bartusiak wohl besser B.Peter agieren lassen, auch wenn A.Krahn sicherlich routiniert ist, aber doch irgendwie mit dem Tempo Probleme hat, wie auch balltechnisch nicht mehr das Niveau halten kann.

    Bei rel. schwachen Gegnerinnen mag S.Laudehr da auf Aussen ( bei SN offenbar dort gesetzt ?) ja gut agieren, jedoch würde ich sie mir mehr als Ersatz f. D.Maroszan wünschen, wenn es um die ersten Reaktionen gegen den Ball bei Ballverlusten an stärkere Gegnerinnen geht.

    Wie „fragil“ das Ganze ist, konnte man dann schon in d. 2.HZ (soweit übertragen) sehen, da war spielerisch-läuferisch schon ein deutlicher Bruch drin.
    T.Kemme hat ( im Vergleich zu I.Kerschowski u. L.Meier) offensiv deutlich weniger Möglichkeiten, ihre besten Leistungen habe ich eigentlich im DM gesehen, da sie gegenerische Spielgestalterinnen hervorragend „bekämpfen“ kann, wie auch M.Leupolz eher ein Ersatz für M.Behringer im DM und nicht f. e. OM, wie D.Maroszan ist, da wäre für mich L.Magull die offensive Alternative u. S.Laudehr, wie schon erwähnt, die defensivere Alternative.

    Auffälligste Spielerin für mich A.Popp mit einem vorbildlichem läuferischen und kämpferischen Einsatz,kopfballstark, wie keine Andere, spielerisch ebenfalls seit Ende ihrer Doppelbelastung (Abschluß d. Ausbildung)deutlich verbessert, offenbar unverletzt u. überall zu finden, wo Hilfe erforderlich war.

    Am nervigsten für mich der TV-Kommentator, der bei jeder sich bietenden „Leerlaufphase“ die hervorragenden Fähigkeiten von D.Maroszan und deren großen Verlust die AFBL u. d. 1.FFC nun zu beklagen haben.
    Das ist uns nun schon von jedem und bei jedem Spiel wiederholt klargemacht worden. Wie könnten wir das vergessen.

    @F.B.
    Trotz gutem Eindruck, aber ob daraus schon eine Option auf e. Medaille besteht, wage ich jedoch zu bezweifeln.
    Diese erfreuliche Leichtigkeit müssen sie auch erst einmal gegen kompaktere Teams zeigen und erfolgreich gestalten.

    (12)
  • bale sagt:

    ja es war ein Trainingsspiel gut zum üben,aber die starken Nationen warten bei olympia bin gespannt.

    (7)
  • Königin sagt:

    Sorry – aber ich war im Stadion und ich fand dieses Spiel extrem langweilig – der Gegner war hoffnungslos überfordert – also für Olympia irgendwelche Schlüsse ziehen = das macht aus meiner Sicht gar keinen Sinn… Der einzige Lichtblick waren die wirklich tollen Fans von Ghana … 🙂 Ich wünsche Silvia Neid u. dem Team alles Gute für Brasilien …

    (5)

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