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Europas Fußballerin des Jahres: Marozsán und Popp nominiert

Von am 18. Juli 2016 – 11.23 Uhr 10 Kommentare

Zwei deutsche Spielerinnen stehen in den Top 10 in der Vorauswahl zu Europas Fußballerin des Jahres, die von Spielerinnen von Champions-League-Sieger Olympique Lyon dominiert wird.

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Die Top-10-Liste wurde von den Trainern der zwölf besten Nationen Europas (gemäß der Koeffizientenrangliste) sowie den Trainern der letztjährigen Viertelfinalisten in der UEFA Women’s Champions League gewählt. Die Entscheidung fällt am 25. August.

Eine Jury, bestehend aus 20 Journalisten der ESM-Gruppe, wird die Top 3 wählen. Im dritten Wahlgang mit der gleichen Jury-Besetzung wird dann die Gewinnerin ermittelt und bei der Auslosung der Gruppenphase der UEFA Champions League 2016/17 bekannt gegeben.

Die bisherigen drei Titelträgerinnen kamen alle aus Deutschland und sind mittlerweile nicht mehr aktiv: Nadine Angerer (2013), Nadine Keßler (2014), Célia Šašić (2015).

Alex Popp

Europas Fußballerin des Jahres: Alex Popp nominiert © Nora Kruse

Die nominierten Spielerinnen in alphabetischer Reihenfolge:

Camille Abily (Lyon und Frankreich)
Ada Hegerberg (Lyon und Norwegen)
Amandine Henry (Lyon/Portland Thorns und Frankreich)
Saki Kumagai (Lyon und Japan)
Eugenie Le Sommer (Lyon und Frankreich)
Amel Majri (Lyon und Tunesien)
Dszenifer Marozsán (Frankfurt/Lyon und Deutschland)
Louisa Cadamuro (geb. Necib) (Lyon und Frankreich)
Alex Popp (Wolfsburg und Deutschland)
Wendie Renard (Lyon und Frankreich)

Insgesamt erhielten in der ersten Abstimmung 40 Spielerinnen mindestens eine Stimme. Hier die restliche Reihenfolge:
11 Pernille Harder (Linköping und Dänemark)
12 Vivianne Miedema (Bayern München und Niederlande)
13 Ramona Bachmann (Wolfsburg und Schweiz)
14 Kim Little (Melbourne City/Seattle Reign und Schottland)
15 Almuth Schult (Wolfsburg und Deutschland)
15 Caroline Seger (Paris Saint-Germain/Lyon und Schweden)
17 Lara Dickenmann (Wolfsburg und Schweiz)
18 Marta (Rosengård und Brasilien)
19 Nilla Fischer (Wolfsburg und Schweden)
19 Sara Björk Gunnarsdóttir (Rosengård/Wolfsburg und Island)
19 Isabell Herlovsen (LSK Kvinner und Norwegen)
19 Irene Paredes (Athletic Club/Paris Saint-Germain und Spanien)
19 Lotta Schelin (Lyon/Rosengård und Schweden)
24 Cristiane (Paris Saint-Germain und Brasilien)
24 Caroline Graham Hansen (Wolfsburg und Norwegen)
26 Pauline Bremer (Lyon und Deutschland)
26 Shirley Cruz Traña (Paris Saint-Germain und Costa Rica)
26 Sara Däbritz (Bayern München und Deutschland)
26 Zsanett Jakabfi (Wolfsburg und Ungarn)
26 Vicky Losada (Arsenal und Spanien)
26 Anja Mittag (Paris Saint-Germain und Deutschland)
26 Jill Scott (Manchester City und England)
33 Lena Goessling (Wolfsburg und Deutschland)
34 Melanie Behringer (Bayern München und Deutschland)
34 Stephanie Houghton (Manchester City und England)
34 Amanda Sampedro (Atlético Madrid und Spanien)
34 Olivia Schough (Eskilstuna United und Schweden)
34 Barbara Votíková (Slavia Praha und Tschechische Republik)
34 Tessa Wullaert (Wolfsburg und Belgien)

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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10 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Diese Auswahl ist mal wieder an Lächerlichkeit kaum zu überbieten!!!

    Mit welchem Recht stehen da so viele von Lyon???
    Was haben die in diesem Jahr geleistet???

    OK, sie haben in der langweiligsten Liga Europas über 100 Tore geschossen, und selbst ihren einzigen echten nationalen Widersacher in der CL böse verprügelt!!!

    Im CL-Finale haben sie nur bis zum 1:0 richtig überzeugt, und danach haben sie sich in ihrem Schneckenhaus verkrochen, und so die klar unterlegenen Wölfinnen wieder zum Leben erweckt!!!

    Das sind also die besten Spielerinnen Europas???
    Diese Jury muß zu mindestens 85% aus Franzosen bestanden haben!!! 🙁

    (5)
  • GG sagt:

    Nimmt man die Top 10 als Maßstab, spielt in Europa OL völlig konkurrenzlos. 8/10 Spielerinnen in dieser Auswahl, weitere 2 mit Zustimmungen. Auffällig … diejenige, die den UWCL-Titel überhaupt erst ermöglicht hat, Sarah Bouhaddi, fehlt gänzlich in der Aufstellung.

    Über die in meinen Augen doch sehr verwunderliche Listung von Maro …. hierzu verliere ich keine weiteren Worte.

    Das es aus den Reihen des UWCL-Finalisten Wolfsburg nur eine – nämlich Poppi – unter die Top 10 geschafft hat, verwundert nur auf den ersten Blick: Allzu durchschnittlich waren die auf dem Platz gezeigten Leistungen. Wobei in den allermeisten Fällen hierfür die (Aufstellungs- und taktischen) Entscheidungen des Trainergespanns ausschlaggebend waren. Und das es für die ehemalige Finalistin Lena Goeßling zu „nur“ noch #2 Stimmen gereicht hat … Konsequenz ihres seit Herbst 2015 veränderten Fokus und dem folgenden deutlichen Leistungsabfall, welchem man von Vereinsseite auch nicht entgegengetreten ist.

    Poppi dagegen hat wieder gezeigt … sie ist stets in der Lage entscheidende/ausschlaggebende Situationen zu kreieren: Ihr Auftreten und ihre Tore in der Endphase der Meisterschaft (die die UWCL-Qualifikation gesichert haben), die Präsenz im DFB-Pokalfinale, der Ausgleichstreffer und der sehr überzeugend getretene (1.) Elfmeter im UWCL-Finale. Was leider auch weiterhin geflissentlich ignoriert wird: Sie ist in erster Linie eine Mittelstürmerin – im Zentrum vor dem Tor sorgt sie für die größte Gefahr, ist ein ständiger (90 + x min.) Unruheherd und … am hier am effektivsten !!
    Vieles hängt nun vom Auftreten im Olympiaturnier ab. Sollte – wieder Erwarten – SN diese Stärken von Poppi berücksichtigen, wird sie zweifelsohne dem Wettbewerb ihren Stempel aufdrücken. Und am 25.08. den die Saison abschließenden/verdienten persönlichen Erfolg erringen (können).

    (3)
  • OrbisJack sagt:

    Eine Liste der wirklich zeigt wie die Europisches FF sein Weg verloren hat.

    Lyon hat in der gesamte Saison nur EINMAL ein Spiel auf Augenhöhe gespielt, und es trotzdem nicht gewonnen. Selbst ihre nähste konkurrenz zu Hause haben sie mit 5-0 und 7-0 zerstört.

    Also sich Soverän durch eine sehr Schwache Liga, und mit Elfmeterschiessen in Titel zu holen verdient nicht fast die komplette beste 10 Europas. Blödsinn.

    Kann es aber auch sein dass genau diese fehlende Spielpraxis gegen gleichwertoge Mannschaften am Ende Bremer ihre Olympia platz gekostet hat? Herrauszuragen gegen eine Rodez oder St Ettiene ist nicht genug?

    (8)
  • Detlef sagt:

    In dieser Liste spiegelt sich eins auch ganz deutlich wieder!!!
    Die mangelhafte mediale Präsenz und Aufarbeitung der Buli!!!

    Und wie kommt eine Kim Little überhaupt da rein, obwohl sie weder im Verein in Europa spielt, noch mit der schottischen Natio besondere Dinge geleistet hat???

    Und wo sind da eine Mandy Islacker und eine SVENJA HUTH, die in der stärksten Liga Europas immerhin zu den Toptorschützinnen gehören???

    Es ist wie immer ein Farce mit dieser Wahl!!! 🙁

    (8)
  • FrankE sagt:

    Ich zitiere hier ALF:

    Popp und Maro, Fussballerin des Jahres?….. Ho ho ho ich lach mich tot.

    Was waren die Kriterien? Tore verballern und gelangweiltes Rumgekicke?

    (0)
  • waiiy sagt:

    Haha, ich freue mich seit 3 Jahren auf jede Wahl, wegen der schönen Kommentare hier. Das ist immer unterhaltsam.

    Einen eigenen Kommentar ist es nicht wert. 🙂

    (12)
  • jochen-or sagt:

    Wahrscheinlich sind Popp und vor allen Dingen Marozsan da nur reingeraten, weil es momentan im Frauenfußball viel Mittelmaß und wenig überragende Spielerinnen oder gar Spielerinnenpersönlichkeiten gibt.

    Deshalb greift man auf die bekannteren Namen wie eben Marozsan, das ewige Talent, aber auch Renard, Henry, Necib ,Abily, le Sommer u.ä. zurück.
    Neu sind eigentlich nur Hegerberg und Majri.

    Irgendwer aus Deutschland als Nr. 2 der Welt musste wohl auch unter die ersten 10.

    Lyon war und wird mutmaßlich auch die nächste Saison die beherrschende Mannschaft in Europa sein. Sie kaufen in kluger Einschätzung viele Talente, die sie fortentwickeln. Jedenfalls kann man nicht behaupten, dass Hegerberg oder Bremer dort nicht Fortschritte gemacht hätten.

    Auch Wolfsburg hatten sie klar im Griff.

    Dass Lyon so stark vertreten ist, finde ich daher nur konsequent und richtig, ohne dass ich mich hier spontan für eine Spielerin als beste Europas entscheiden könnte.

    Jedenfalls sehe ich weder Marozsan noch Popp unter den letzten drei. Das kann man mit gutem Gewissen nur unter dem Gesichtspunkt der Ländervielfalt rechtfertigen.
    Aber ich denke, dass Hegerberg dies neben 2 Französinnen (Henry als nächste Siegerin und Abily ?) sein wird. Vielleicht nimmt man im Sinne der Internationalität auch Kumagai unter die letzten.

    (5)
  • Detlef sagt:

    jochen-or schrieb;
    „Lyon war und wird mutmaßlich auch die nächste Saison die beherrschende Mannschaft in Europa sein.“

    Das sehe ich noch nicht!!!
    Wie soll sich dieses Starensemble denn richtig entwickeln???
    Ohne ernstzunehmende Konkurrenz werden die Spielerinnen ihre tatsächliche Stärke kaum zeigen können!!!

    Und wenn sie das dann in der CL mal müssen, geht Ihnen schon nach 20-30 min die Luft aus!!!
    Oder wie anders kann man das Verhalten im letzten CL-Finale sonst erklären???

    Konkurrenz belebt das Geschäft!!!
    Wenn diese aber fehlt, ist es bald nur noch eine Ansammlung von Spitzenverdienerinnen, die das Geld nicht wert sind, was sie jeden Monat einschieben!!! 😉

    (-2)
  • Altwolf sagt:

    @jochen-or.

    Bezügl. OL teile ich deine Meinung nicht und sehe es auch ähnlich wie @Detlef.
    In den letzten 3 Jahren war OL auf internationaler Bühne nicht das dominierende Team und sie werden auch gegen Bayern ihre Probleme bekommen.
    Auch sie werden gegen stabile Defensiv-Teams mit gutem Umschaltspiel und effektiverer Nutzung der auch immer wieder zugelassenen Torchancen nicht immer gewinnen.

    Die Möglichkeiten in der eigenen Liga sollten da nicht herangezogen werden, sondern die Auseinandersetzungen mit Top-Teams aus den starken Ligen.

    Beide Spiele gegen WOB konnten sie trotz anfänglich spielerischer Überlegenheit in normaler Spielzeit nicht gewinnen.

    Und beim CL-Finale wurde erkennbar, daß sie gegen kämpferisch- u.physisch starke Teams mentale Probleme hatten.

    Ob nun der Kauf und die Entwicklung von Spielerinnen klug und mit entsprechenden Fortschritten zu bewerten ist, muß doch offen bleiben, denn so spielen z.B. Hegerberg u. Brehmer jetzt in einem spielerisch dominierenden und insbes. offensiv ausgerichteten Team, so daß sie dadurch auch viel besser mit ihren Fähigkeiten zur Geltung kommen.

    Auch eine Hegerberg war in Hälfte 2 kaum noch in Erscheinung getreten, während Popp, auch durch WOBs offensivere Ausrichtung, deutlich mehr Präsenz zeigte und nicht von ungefähr den Ausgleich machte.

    Die überwiegende Anzahl an OL-Spielerinnen mag sowohl dem Finale, als auch der fehlenden Alternativ-Spielerinnen geschuldet sein, da keine Spielerin europaweit in dieser Saison eine konstant gute Leistung gezeigt hatte.

    (3)
  • F.B. sagt:

    Die Tatsache, dass außerhalb Lyons keine Spielerin so richtig herausgestochen hat, ist wohl der Grund für dieses einseitige Ergebnis. Auch mir fällt es schwer, aus der Bundesliga jemanden herauszupicken. Wenn man sich den Meister Bayern München anschaut, fällt auch dort auf, dass zwar viele Spielerinnen eine konstant gute Saison gespielt haben, aber keine wirklich herausgeragt hat. Vivianne Miedema freilich am ehesten noch, aber auch sie hatte ein paar schwächere Spiele dazwischen und auch nicht die ganz große Torquote. Sara Däbritz hätte ich noch etwas weiter vorne gesehen. Leonie Meier und Gina Lewandowski waren insgesamt vielleicht die besten Spielerinnen – aber man scheut sich leider Außenverteidigerinnen zu wählen.

    Es ist auch die Frage, worauf man den Fokus setzt: Gesamtbetrachtung der Saison oder die Höhepunkte. Alex Popp hat insgesamt – auch durch Verletzungen bedingt – eine durchwachsene Saison gespielt und hatte häufig Probleme beim Abschluss. In den entscheidenden letzten Spielen hat sie dann aber wieder gezündet. D. Marozsan hatte hingegen einige starke Auftritte gegen schwächere Teams, in den wichtigen Spielen ist sie aber – wie so oft – untergegangen.

    Wenn man sich die weiteren Platzierungen ab Rang 10 anschaut, erkennt man jedoch schnell, wie wenig die einzelnen Spielerinnen beobachtet wurden. An Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist der 13. Platz des Wolfsburger Totalausfalls Ramona Bachmann. Sie soll also die zweitbeste Wolfsburger Spielerin gewesen sein. Dazu muss man wirklich nichts mehr sagen.
    Ich hätte Zsanett Jakabfi wesentlich weiter vorne gesehen, da sie entscheidenden Anteil an der CL-Quali und am Pokalsieg hatte und auch sonst die konstantesten Leistungen in der Saison gezeigt hat. Aber sie hat halt nicht den Namen einer Bachmann oder Dickenmann

    @GG: Von einem „deutlichen Leistungsabfall seit Herbst“ bei Lena Gößling kann überhaupt keine Rede sein. Sie hat eine starke Hinrunde gespielt und hatte wesentlich weniger Probleme nach der WM wieder in ihren Rhythmus zu kommen als die meisten anderen Spielerinnen. In der ersten Hälfte der Rückrunde hat sie ja dann meistens in der Abwehr gespielt und konnte so natürlich weniger ins Spielgeschehen eingreifen, auch in dieser Rolle hat sie jedoch durch Freistöße und Ecken einige wichtige Tore vorbereitet. In den letzten Saisonspielen ist ihr dann sicher der Sprit ein wenig ausgegangen, hinzu kam ja auch noch ein einwöchiger Trainingsaufall. Bitte beim nächsten Mal also ein etwas differenzierteres Urteil.

    (7)

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