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Fernduell zwischen Wolfsburg und Frankfurt

Von am 14. Mai 2016 – 19.22 Uhr 6 Kommentare

22. und letzter Spieltag am Pfingstmontag in der Frauen-Bundesliga – und es ist nur noch ein spannender Zweikampf übrig geblieben, der entschieden wird: Zieht der VfL Wolfsburg oder 1. FFC Frankfurt als Vize-Meister in die Champions League ein? Der schon als Absteiger feststehende 1. FC Köln könnte zum Zünglein an der Waage werden.

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Ein Punkt beträgt momentan der Vorsprung des VfL Wolfsburg auf den 1. FFC Frankfurt. Der VfL kann die Vize-Meisterschaft im Heimspiel gegen den 1. FC Köln also aus eigener Kraft perfekt machen, darf aber nicht patzen.

Minimalchance nutzen
Der 1. FFC Frankfurt hat ebenfalls ein Heimspiel. Möchte der amtierende Champions-League-Sieger erneut in die Königsklasse einziehen, müssen definitiv drei Punkte gegen Bayer 04 Leverkusen her. „Dass es für uns im letzten Saison-Heimspiel gegen Leverkusen noch um die theoretisch mögliche Champions-League-Qualifikation geht, ist ebenso erfreulich wie unerwartet. Mit unserer Niederlage gegen Freiburg war dieses Thema eigentlich schon in weite Ferne gerückt, doch haben wir mit den Siegen gegen Jena und in Sand unseren Teil dazu beigetragen, die Minimalchance am Leben zu erhalten“, sagt FFC-Trainer Matt Ross, der am Montag vor der Partie insgesamt neun Spielerinnen verabschieden wird, die den FFC verlassen – darunter Kerstin Garefrekes (Karriereende) sowie Simone Laudehr und Dzsenifer Marozsan, die zum FC Bayern bzw. Olympique Lyon wechseln.

Kerstin Garefrekes

Feiert Kerstin Garefrekes ein versöhnliches Karriereende mit dem 1. FFC Frankfurt? © Herbert Heid

Überrascht Köln?
Wenn der FFC gegen die Werkself drei Punkte holt, sind sie dennoch vom Resultat ins Wolfsburg abhängig. Dass die Kölnerinnen beim VfL punkten, erscheint unwahrscheinlich, allerdings hat der Absteiger die beiden letzten Partien gewonnen, darunter das Heimspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam, gegen die die Wolfsburgerinnen vor Wochenfrist 0:4 unterlagen. Für den VfL ist das Spiel gegen Köln allerdings nicht die letzte Chance auf eine Qualifikation zur Champions League. Sollten sie das Finale gegen Olympique Lyon gewinnen, würden sie als Titelverteidiger nächstes Jahr erneut international spielen.

Werder empfängt Potsdam
Der ebenfalls schon als Absteiger feststehende SV Werder Bremen empfängt den 1. FFC Turbine Potsdam, der zum Saisonfinale hofft, in der Tabelle noch ein wenig klettern zu können. Momentan liegen die Potsdamerinnen auf dem achten Rang,

Hoffenheim zu Gast bei Münchens Meisterfeier
Punktgleich mit den Potsdamerinnen liegt die TSG 1899 Hoffenheim auf dem neunten Tabellenrang. Zum Abschluss ist die TSG beim alten und neuen Meister FC Bayern München zu Gast. „Die Hoffenheimerinnen gelten als technisch versiertes und kombinationsstarkes Team, das nach Balleroberung mit schnellen Kontergegenstößen agiert“, sagt FCB-Trainer Thomas Wörle, der nach der Partie mit seiner Mannschaft die Meisterschale erhält. 

Diese wird dem Team von DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg, Dr. Rainer Koch, dem DFB-Vizepräsidenten und Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes sowie Bundestrainerin Silvia Neid im Rahmen einer feierlichen Zeremonie überreicht. „Wir gehen das letzte Spiel in München ganz entspannt an. Der Gegner ist nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Deshalb stehen wir gegenüber anderen Teams auch in keinerlei Verantwortung, wir können frei aufspielen“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.

Auch Bayern München wird eine Reihe von Spielerinnen verabschieden: Eunice Beckmann (Boston Breakers), Raffaella Manieri (Ziel unbekannt), Ricarda Walkling (North Carolina State University) und Jenny Gaugigl (SC Sand).

Freiburg auf Rang vier
Nur noch theoretisch vom vierten Rang zu verdrängen ist der SC Freiburg, der Tabellennachbar SGS Essen empfängt. „Wir wollen mit einem Sieg gegen Essen zeigen, dass wir zurecht auf dem vierten Platz stehen und diese Position untermauern“, sagt Jens Scheuer, Trainer des Sportclubs, der vor der Partie Verena Aschauer, Nicole Banecki, Franziska Jaser, Myriam Krüger, Jobina Lahr, Lotta Ravn und Pia Züfle verabschieden wird.

Duell um Rang 5
Den vierten Rang hatte nach starker Hinrunde auch der SC Sand im Visier, ist nach einer Niederlagenserie in der Rückrunde aber auf den sechsten Rang abgerutscht. Wenn die SGS in Freiburg patzt, ist allerdings der Sprung auf Rang fünf möglich. Nötig dafür ist mindestens ein Punkt beim FF USV Jena, der mit den selben Voraussetzungen in die Partie geht und, wie der SC, 28 Punkte auf dem Konto hat.

„Wir wollen in dieser Saison noch einen raushauen, aber nicht um jeden Preis“, erklärte Alexander Fischinger, der im Hinblick auf das Pokalendspiel auch keine unnötigen Verletzungen riskieren möchte: „Es kann mir keiner verdenken, dass ich in Köln mit dem besten Kader auflaufen will“, sagt Sands Trainer Alexander Fischinger.

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6 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Ein nettes, persönliches Abschiedsgeschenk erhielt Essens Trainer Markus Högner von seiner Mannschaft bei einer kleinen Feier in seinem Wohnhaus in Billerbeck:

    Und in Duisburg kann man heute im Spiel gegen Herford möglicherweise erleben, wie eine Zweitligamannschaft erstmals mit 22 Siegen in 22 Spielen in die Bundesliga aufsteigt. Der alte Rekord des SC Sand in dessen Aufstiegssaison steht bei 21 Siegen und einem Unentschieden.

    (6)
  • Anna Lühse sagt:

    Ups, überhaupt keine Artikel zur 2. Liga auf der Seite hier, wer aufsteigt etc.?

    Oder geht die Suchfunktion auf der Seite nicht richtig?

    Keine einzige Meldung zur Rückkehr des MSV Duisburg auf der „Route 66“ mit dem (an Punkten) uneinholbaren Rekord von 66 Punkten in 22 Spielen?

    Wäre ja mal ne Meldung wert, dürfte bislang Rekord sein, 22 Siegen in 22 Spielen in der 2. Liga.

    Steht ja sogar auf Männerfußballseiten …

    (4)
  • enthusio sagt:

    Die Spielerinnen des MSV Duisburg haben tatsächlich Zweitliga-Geschichte geschrieben, denn: „22 Siege aus 22 Spielen – keinem der anderen 287 Teams, die seit 2004 in den beiden Zweiten Ligen angetreten sind, ist das bisher gelungen.“ (Zitat aus dem „Zebra Echo“ zum abschließenden Spiel gegen Herford)
    „Projekt 66“ – die „perfekte Saison“ wurde heute in einem abwechslungsreichen Spiel wahr gemacht.

    Vor 481 Zuschauern im Duisburger PCC-Stadion und den Augen von Bettina Wiegmann begann Duisburg furios, doch Herfords Torhüterin Carina Schlüter konnte einen Freistoß von Sofia Nati mit den Fingerspitzen soeben noch an die Latte lenken. Auf der Gegenseite konnte Meike Kämper einen Herforder Freistoß nur prallen lassen und ihn erst im Nachfassen klären.

    Nach einem Foul an der in den Strafraum eindringenden Steffi Weichelt verwandelte Sofia Nati den fälligen Elfmeter mit etwas Glück, denn Schlüter war mit den Fingern noch am Ball. Gerade Sofia Nati war aber anzumerken, dass sie die Torjägerinnenkanone gewinnen wollte, doch entweder zielte sie (bei zwei guten Tormöglichkeiten) vorbei oder scheiterte an der starken Reaktion von Carina Schlüter. Auch weitere Chancen von Racz und der fleißigen Weichelt wurden teils kläglich vergeben.

    Die kalte Dusche folgte direkt nach dem Wechsel, als ausgerechnet die Herforder Torjägerin Giustina Ronzetti nach schöner Einzelleistung mit ihrem 23. Saisontor unhaltbar für Kämper den glücklichen Ausgleich erzielen konnte.

    Doch nach einem Konter über Linda Bresonik und einer scharfen Hereingabe von Weichelt beförderte Friederike Schaaf beim Klärungsversuch vor der einschussbereiten Nati den Ball ins eigene Tor.

    Nachdem Lena Göllner erneut vor Nati in höchster Not retten konnte, reagierte auf der Gegenseite auch Kämper stark gegen Ronzetti, die beinahe mit ihrem zweiten Torschuss ihr zweites Tor erzielt hätte.

    Mit der Einwechslung von Lee Falkon hatte dann Inka Grings ein glückliches Händchen, denn nach ihrem gut getimten Pass rutschte diesmal Göllner vor der erneut lauernden Nati in den Ball und drückte ihn zum zweiten Eigentor des Spiels an der erneut machtlosen Schlüter über die Linie.
    Falcon war dann auch weiterhin ein ständiger Gefahrenherd auf der rechten Außenbahn, doch ihre genauen Zuspiele konnten von Weichelt in zwei Situationen nicht verwertet werden.

    Auf Duisburger Seite gefiel mir neben Weichelt, Nati und Falcon besonders auch Linda Bresonik, die nach einer schwächeren Anfangsphase das Spiel an sich riss und ihre Mitspielerinnen immer wieder gut in Szene setzen konnte.

    Nach dem Spiel wurde die Vertragsverlängerung von Steffi Weichelt bekannt gegeben und von den Fans mit Jubel begrüßt, während bei Linda Bresonik die weitere Zukunft offensichtlich noch nicht geklärt ist. Laut Aussage eines Duisburger Vorstandsmitglieds soll ihre Entscheidung in den nächsten Tagen präsentiert werden. Verabschiedet wurde sie heute jedenfalls nicht.

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  • Königin sagt:

    Danke schön an Markus Högner u. Detlef Drame 🙂 Herr Högner hat in den 6 Jahren wirklich sehr gute Arbeit geleistet … Auch wenn es immer schwer ist mit den „finanzstarken“ Mannschaften wie Bayern, Wolfsburg u. Frankfurt mitzuhalten… 12 Jahre als Betreuer = Danke Detlef Drame … Immer freundlich zu den Fans u. so viel Vereinstreue ist in der heutigen Zeit nicht immer „normal“… Alles Gute u. Glück auf für Euch beide 🙂

    (6)
  • wisser sagt:

    Linda Bresonik hat ein außergewöhnliches Angebot aus dem „asiatischen Raum“ vorliegen. Das kann sie eigentlich nicht abschlagen. Aber passt das in ihr Familienleben???

    (1)
  • OrbisJack sagt:

    Berichte zur Folge wird Yannik Gerhardt nach Wolfsburg wechseln…und da auch gemunkelt dass seine Schwester Anna ihn folgt in der Autostadt.

    (2)

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