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U17-EM: DFB-Elf bucht Finale und WM-Ticket

Von am 13. Mai 2016 – 20.59 Uhr 10 Kommentare

Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalelf hat nach spannendem Spielverlauf durch einen Erfolg gegen England das Finale der U17-EM erreicht und zugleich einen Startplatz für die U17-WM gesichert.

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Verdienter Sieg

Die Elf von DFB-Trainerin Anouschka Bernhard gewann mit 4:3 (1:1). „Wir sind sehr glücklich über den Finaleinzug und haben absolut verdient gewonnen“, so Bernhard. Dabei bewiesen die DFB-Juniorinnen starke Nerven, denn die zweifache Führung nach feiner Einzelleistung von Vanessa Ziegler (29.) und einem Drehschuss von Klara Bühl (41.) glichen die Engländerinnen durch Ellie Brazil (31.) und Alessia Russo jeweils postwendend aus (42.).

Spannend bis zum Schluss

Mit einem umstrittenen Freistoß brachte Tanja Pawollek dann die DFB-Elf ein drittes Mal in Führung (57.) und als Ziegler ihren zweiten Treffer in der Partie erzielte (70.) schien der Erfolg perfekt. Doch ein Kopfballtor von Russo (77.) machte die Schlussminuten noch einmal spannend, die DFB-Auswahl brachte die Partie aber souverän über die Zeit.

Grenzenloser Jubel: Die U17 steht im EM-Finale © Sportsfile

Grenzenloser Jubel: Die U17 steht im EM-Finale © Sportsfile

Spiel auf hohem Niveau

„Das Spiel hatte ein sehr hohes Niveau, mit hohem Tempo und starker physischer Präsenz auf beiden Seiten. England ist mit ihrem schnellen Dreiersturm bei Kontern brandgefährlich gewesen, aber auch wir hatten viel Qualität nach vorne und haben uns in der Defensive gut gewehrt. Die Balance hat gestimmt“, bilanzierte Bernhard.

Finale am Pfingstmontag

Im Finale geht es nun am Pfingstmontag in Borisov (ab 19 Uhr) im Finale gegen Spanien, das sich im ersten Halbfinale mit 4:0 (0:0) gegen Norwegen durchgesetzt hatte. In der Vorrunde trafen beide Teams bereits aufeinander und trennten sich mit einem 2:2.

WM-Startplatz sicher

Mit dem Finaleinzug haben beide Teams ihren Startplatz für die U17-WM in Jordanien sicher (30. September bis 21. Oktober 2016) gebucht. England und Norwegen kämpfen im Spiel um Platz 3 um den letzten europäischen Startplatz.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Geschafft! Der Finaleinzug und ich!
    Dieses Spiel sollte man einfach gesehen haben, weil es beinhaltete so ziemlich alles, was bei U-Teams in der Summe enthalten, aber eigentlich auf mehrere Spiele verteilt, ist.
    Exorbitant krass, dass unsere Mädels jeweils in Führung gehen und promt im 1. Gegenangriff innerhalb der nächsten Spielminute den Ausgleich hinnehmen müssen – sowas habe ich in all den Jahren kein einziges Mal so erlebt!
    1000%ige Torchancen mehrfach versiebt, krasse Abwehrfehler etc. und in der Folge erneut der Anschlußtreffer – mehr Kopfschütteln und Nervenflattern war selten der Fall.
    Na ja, immerhin in einem torreichen Spiel mit einem 4:3-Ausgang als Sieger vom Feld gegangen, heißt auch die WM-Quali ist eingetütet. Jetzt volle Konzentration auf einen Gegner Spanien von dem man sich, trotz 3er Tore nur 2:2-Unentschieden trennte. Ein Finalsieg ist durchaus möglich, muss allerdings mit deutlich mehr Konzentration und besserer Chancenverwertung erzielt werden!

    (17)
  • Karl sagt:

    Zumindest war es spannend bis zum Schluss und es sind viele Tore gefallen. Beste deutsche Spielerin war fuer mich die englische Torfrau. der Titel Beste englische Spielerin wird gleich 4 mal vergeben und geht an die deutsche Abwehr. Aber es ist ja nochmal gutgegangen 🙂

    (-14)
  • Digger Dunn sagt:

    Gratulation an die Mädels zum Finaleinzug. Sie haben’s aber ganz schön spannend gemacht. Ein echter Krimi. Aber durch das konstruktivere Offensivspiel auch völlig verdient für die WM qualifiziert. Das da nicht alles glatt ging, sei’s drum. Für diese Altersklasse (teilweise noch U-15,16 Spielerinnen) darf man noch keine Perfektion erwarten. Außerdem ist dem SC Freiburg zu wünschen, daß er solche Juwele wie Gwinn, Minge, Bühl und Ziegler noch sehr lange an sich binden kann.

    (21)
  • never-rest sagt:

    Eine unbekümmerte, freche und torhungige U-17 hat richtig Spaß gemacht. Egal die vielen Fehler auf beiden Seiten, jedenfalls beste Unterhaltung.

    (17)
  • FFFan sagt:

    Glückwunsch an die deutsche U17 zum Einzug ins Finale und zur WM-Qualifikation! Ich war sehr angetan von der Leistung der Mädels. Natürlich sind auch Fehler passiert, aber das ist in dieser Altersklasse normal.

    (11)
  • vikkybummsy sagt:

    unbekümmert, zielgerichtet, herzerfrischend. Danke und Glückwunsch

    (8)
  • Tom Vantsis sagt:

    Erst einmal Gratulation an den in der Summe verdienten Sieg. Das Offensivspiel hat auch mir sehr gut gefallen, hier insbesondere Klara Bühl (eine echte Bereicherung) und Vanessa Ziegler, die sich sehr aktiv in die Angriffe eingebracht haben, Zweikämpfe angenommen haben und sich zielstrebig ihre Torchancen herausgespielt haben. Anna-Lena Stolze hingegen scheint angeschlagen zu sein, entsprechend gering sind ihre Spielanteile.
    Die Defensive hingegen war sehr schwach und wenig souverän. Dies zeigte sich insbesondere bei den Gegentoren – hier traten die Defizite offen zu Tage: Tanja Pawollek war im Spielaufbau noch recht gut, hat aber ansonsten im Defensivverhalten eher unglücklich agiert (fehlender Zugriff, Stellungsfehler). Zudem ist sie nicht die Schnellste – wenn sie in den direkten Zweikampf oder gar ins Laufduell mit technisch versierten, wendigen und laufstarken Spielerinnen muss, sieht sie eher alt aus. Sophia Kleinherne als weitere Innenverteidigerin wirkt auf dieser Position (die sie im Verein nicht spielt) oft sehr unsicher und ist in ihrem Zweikampfverhalten nicht energisch genug (siehe 1. Gegentor). Sarai Linder und Caroline Siems sind hingegen etwas besser davor, standen aber bei einigen Angriffen der Engländerinnen zu hoch.
    Insgesamt ist die Defensivabteilung bei körperbetont agierenden und schnellen Gegenspielerinnen ein Unsicherheitsfaktor. Dies zeigte sich schon im inoffiziellen Testspiel gegen England, wo man größte(!) Mühe mit dem Angriffspressing des gegnerischen Teams hatte.
    Für mich stellt sich nachwievor die Frage, ob es für die Defensive nicht bessere Optionen gibt. Hier hat sich Trainerin Bernhard wohl für „ihre“ Spielerinnen entschieden und aktuell einige Spielerinnen nicht berücksichtigt, die eine echte Alternative wären, so z. B. Janina Hechler (sicheres Stellungsspiel und gut im Spielaufbau), Meret Wittje (sehr schnell, zweikampf- und kopfballstark), Fatma Sakar (ebenfalls sehr schnell und zweikampfstark). Und auch Anna-Lena Rieke hat in der U16 einen Primajob in der Innenverteidigung gemacht, während sie in der U17 für die Offensive gedacht war(?), hier aber nur noch, wenn überhaupt, zu (meist aus Gründen des Zeitgewinns) Ultra-Kurzeinsätzen kommt.
    Kurzum, ich bin gespannt, ob sich im Endspiel gegen die schnellen und technisch sehr guten Spaniereinnen der oft zitierte Satz bewahrheitet: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt (oder verliert) Meisterschaften“.
    We will see…
    Tom

    (12)
  • Königin sagt:

    Gratulation jetzt ist im Finale alles drin… Ich verstehe nicht, dass einige so negativ sind – hallo die Mädels sind gerade mal U 17 und dass in einem Halbfinale nicht alles klappen kann – das ist doch total verständlich … Ich habe dieses wirklich spannende Spiel mit großer Freude genossen … Die deutschen Mädels haben – trotz der kleinen Rückschläge immer wieder nach vorne gespielt … Ich drücke jetzt ganz doll die Daumen fürs Endspiel auch wenn Spanien ein starker Gegner ist- traue ich Germany doch auch alles zu 🙂

    (4)
  • Detlef sagt:

    @Königin,
    nunja, auch die anderen Nationen sind U17!!! 😉

    Wenn es konstruktive Kritik gibt, wie von Tom, dann kann das auch weiterhelfen!!!

    Grundsätzlich ist die Konstanz in den Leistungen in dieser Altersstufe noch ziemlich schwankend!!!
    Wenn aus den Abwehrfehlern die richtigen Schlüsse gezogen werden, kann man es im Finale besser machen!!!

    (4)

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