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FFC Frankfurt setzt auf junges Quartett

Von am 13. Mai 2016 – 13.57 Uhr 12 Kommentare

Im Rahmen der Neuausrichtung  setzt  Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt ab  der Saison 2016/17 auch auf ein starkes Nachwuchs-Quartett.

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Nach den Vertragsverlängerungen mit erfahrenen Leistungsträgerinnen aus dem aktuellen Kader plant der 1. FFC Frankfurt seine Zukunft auch mit vier Top-Talenten: Saskia Matheis, Julia Matuschewski, Nadine Anstatt und Cara Bösl zählen zum künftigen FFC-Bundesliga-Team und stehen damit für die perspektivische Neuausrichtung beim  zweimaligen Triple-Gewinner.

Der FFC hat das Nachwuchsquartett mit bis zum 30. Juni 2018 datierten Verträgen ausgestattet. Saskia Matheis und Cara Bösl gehörten bereits dem aktuellen FFC-Bundesliga-Kader an.

Saskia Matheis / 6.6.1997 / Mittelfeld

Saskia Matheis ist ein echtes „FFC-Eigengewächs“, das sich im vereinsoffenen Fördertraining empfohlen hatte und bereits seit 2007 in den FFC-Juniorinnen-Teams spielte. Mit  der deutschen U17-Nationalmannschaft gewann sie 2014 die Europameisterschaft und nahm an der WM in Costa Rica teil. Momentan zählt die Mittelfeldspielerin, die eine Ausbildung beim Hessischen Fußballverband absolviert, zum gemischten Kader der U19/U20 des DFB. Seit 2014 gehört Saskia Matheis zum FFC-Bundesliga-Team, für das sie bislang drei Mal zum Einsatz kam.

Julia Matuschewski / 15.1.1997 / Sturm

Die aktuell erfolgreichste Zweitliga-Torschützin des 1. FFC Frankfurt II (13 Tore), die seit 2007 dank eines Zweitspielrechts für ihren Heimatverein FC Bomber Bad Homburg und den FFC-Nachwuchs  auflaufen durfte, kann bereits auf zwei Bundesliga-Einwechselungen sowie einen Kurzeinsatz in der UEFA Women’s Champions League zurückblicken. Für die U19-Nationalmannschaft des DFB stand die Stürmerin, die immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, zuletzt 2015 in zwei EM-Qualifikationsspielen auf dem Platz.

Nadine Anstatt / 14.5.1995 / Sturm

Die 20-jährige Stürmerin wechselte 2014 vom TSV Schott Mainz zum 1. FFC Frankfurt, wo sie zunächst im Zweitliga-Team zum Einsatz kam und dort bislang 16 Tore in 34 Spielen erzielte. Mit der Einwechselung in der Bundesliga-Partie gegen den FF USV Jena am 4. Mai 2016 feierte die Offensivspielerin, die ihre Fußballschuhe zwischen 2011 und 2013 für den  TuS Wörrstadt in der Regionalliga Südwest schnürte, ihr Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse. Auch beim Auswärtsspiel des 1. FFC Frankfurt beim SC Sand kam Nadine Anstatt zum Einsatz.

Cara Bösl / 11.2.1997 / Tor

Die 19-jährige Rüsselsheimerin zählte bereits in der aktuellen Saison zum Torhüterinnen-Quartett des FFC-Bundesliga-Kaders. Zur Saison 2012/13 wechselte die talentierte Keeperin zum FFC und wurde mit der U17 auf Anhieb Süddeutscher Meister. Im FFC-Zweitliga-Team stehen bislang 30 Einsätze in der Bilanz. Ihre Karriere startete Cara Bösl bei ihrem Heimatklub SV Alemannia Königstädten, ehe sie es zu den C-Juniorinnen des SC Opel Rüsselsheim in die Hessenliga zog.

Logo des 1. FFC Frankfurt. © 1. FFC Frankfurt

Logo des 1. FFC Frankfurt. © 1. FFC Frankfurt


Junge Talente fördern

FFC-Manager Siegfried Dietrich erklärt: „Im Rahmen unserer Neuausrichtung ist die Förderung junger Talente und deren perspektivische Heranführung an unser Bundesliga-Team unter Berücksichtigung der schulischen und beruflichen Ausbildung ein elementarer und wichtiger Bestandteil unserer Vereinsphilosophie. Bereits im Verlauf der nun zu Ende gehenden Saison 2015/16 haben wir Nachwuchsspielerinnen in der Allianz Frauen-Bundesliga eingesetzt und ich bin überzeugt davon, dass wir mit einer Mischung aus erfahrenen Leistungsträgerinnen und jungen Talenten gute Chancen haben, ein wettbewerbsfähiges Zukunftsteam aufzubauen!“

Neue Philosophie

FFC-Cheftrainer Matt Ross meint: „Die Integration von Nachwuchsspielerinnen ist ein zentraler Bestandteil unserer Philosophie für die nächste Saison – daher freue ich mich umso mehr, dass Saskia Matheis, Julia Matuschewski, Nadine Anstatt und Cara Bösl zu unserem Kader zählen werden. Drei von ihnen haben bereits Spielpraxis in der Bundesliga erhalten und sie alle bringen das Potenzial mit, in unserem Zukunftsteam eine wichtige Rolle zu spielen. Für mich als Trainer ist es eine spannende Aufgabe, diese Talente in ihrer Entwicklung voranzubringen, und ich freue mich schon jetzt auf die gemeinsame Arbeit in der neuen Saison!“

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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12 Kommentare »

  • holly sagt:

    irgendwie kommt mir das vor, als ob ich ein Deja Vu habe. Hat der FFC nur die Pressemitteilung von letzten Jahr wieder rausgeholt? Mal sehen auf wieviel Einsätze die 4 in der Saison insgesamt kommen.

    (5)
  • Horst Schlämmer sagt:

    Man kann davon ausgehen, dass der FFC gezwungen ist, auf den Nachwuchs zu setzen. Im Gegenzug verlassen viele junge Spielerinnen aus der U23 oder dem Bundesligakader den FFC.

    Die Abgänge von Friedrich, Uzungüney, Herrmann, Löber etc. sind schon bemerkenswert. Der Nachbar aus Mainz scheint aufzurüsten und Leverkusen ist für junge Spielerinnen ebenfalls ein interessantes Ziel um Spielpraxis in der BL zu sammeln.

    Letztlich glaube ich, dass die hier im Bericht genannten Spielerinnen mehr Einsatzzeiten bekommen werden als diese Saison. Der FFC hat nicht mehr die großen finanziellen Mittel, um ausländische oder inländische Topspielerinnen zu verpflichten. Der Weg kann nur über Perspektivspielerinnen gehen. Ob der FFC dies schaffen kann, da habe ich meine Zweifel.

    Schließlich reicht es nicht aus, nur junge Spielerinnen im Kader zu haben oder zu holen. Du brauchst fachkundiges Personal für ein solches Unterfangen bzw. diesen Umbruch. Und ein wenig Geduld, denn so ein Umbruch braucht in der Regel Jahre bis er fruchtet oder man die Früchte der eigenen Arbeit ernten kann.

    Der FFC hat es schon in der Vergangenheit versäumt sein Potential im Nachwuchsbereich zu vergolden. Der jetzige Schritt kommt wahrscheinlich zu spät, denn im Nachwuchs ist aktuell nicht mehr viel abzugrasen für BL oder 2. FBL.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Horst Schlämmer,
    ich gebe Dir Recht!!!
    Frankfurt bleibt wohl nix anderes übrig, als zukünftig auf den Nachwuchs zu setzen!!!
    Es fehlt aber schlichtweg an der Erfahrung, denn meistens war bisher die Karriere der Frankfurter Fußballelevinnen in der zweiten Mannschaft zuende!!!

    Das wird sich jetzt ändern müssen, und dafür muß man halt auch was riskieren!!!
    Matt Ross scheint mir aber dafür gut geeignet zu sein, den Nachwuchs in die höchste Spielklasse integrieren zu können!!!
    Immerhin ist er Pädagoge, und somit sollte er eigentlich wissen, wie die Youngster ticken!!!

    Die große Frage lautet nur, ob er sportlich freie Hand hat, oder ob SiDi ihm ins Handwerk pfuscht???
    Die nächste Saison wird es zeigen, wie Frankfurt den Wechsel vom Starensemble zum „die Mannschaft ist der Star“ vollziehen kann!!!

    (2)
  • holly sagt:

    @ Horst Schlämer, wieso muss der FFC auf den Nachwuchs setzen. Fianziell stehen sie gut da. Soweit ich weiss werden sie nächste Saison einen noch höheren Etat wie diese Saison habe.
    Und das Frankfurt auf den nachwuchs setzt will ich erstmal sehen. Meiner Meinung nach verpflichtet (muss verpflichten) der FFC mindestens noch 4-5 erfahrene Spielerinnen. Sonst wird man nächste Saison im hinteren MF landen.

    (-1)
  • OrbisJack sagt:

    @holly

    4 oder 5 erfahrene Spielerinnen? 4 oder 5 erfahrene Erst-klassiker Spielerinnen, die NICHT schon ein 3 oder 4 Jahre Vertrag bei Bayern, Lyon, Wolfsburg, Manchester, Chelsea, Arsenal, oder in der NWSL haben? 4 oder 5 erfahrene top spielerinnen die sich gewiss auf den Champions League verzichten nicht nur dieses Saison aber viellicht auch in der nächste Saison?

    Etat kann man haben, auch mehr als zuvor, aber da jagt einfach mehr Geld auf die seleber Markt wie vorher, und wie man letztes sommer sah in Potsdam, Geld haben ist echt nix wert wenn man es nicht ausgeben kann.

    Ich weiss nicht ob du das ernst meinst oder hier einfach Frankfurt fans zu trollen, ehrlich.

    Ich finde dass die weg über jungere Hoffnungen ist richtig…teile auch die Zweifel ob die dass bei die klappt. Mal sehen.

    (0)
  • Sokrates sagt:

    @ holly: Woher hast du deine Information über den Etat des FFC für die nächste Saison? Muss man nicht eher eine radikale Kürzung des Etats der zuende gehenden Saison erwarten?

    (2)
  • holly sagt:

    @Orbis Jack, wenn der FFC seine Ziele nächstes Jahr erreichen möchte, dann muss man halt 4-5 erfahrene Spielerinnen verpflichten. Sonst kann man gleich die Zielsetzung Platz 3-5 nach unten korrigieren. Es müssen wie du weisst eine Maro, KG und Laudehr ersetzt werden. Das auch für andere Vereine gute Spielerinnen auf dem Markt sind ist doch an den Verpflichtungen der letzten Jahre am Main zu sehen. Ich erinner nur an J.Fishlock und Vero. Ok dieses Jahr ist es mit van Egmond und schmidt nicht optimal gelaufen.

    @Sokrates, soweit ich mich erinner hat das Sigi Dietrich selbst gesagt bzw er gegenüber dem ES Reporter gesagt. Nur weil der FFC nicht international spielt haben sie nicht gleich kürzungen beim Etat.

    (-2)
  • CK7 sagt:

    Keine Isabella Möller?? Dann hat Turbine bei der Einschätzung ihrer fussballerischen und charakterlichen Qualitäten offensichtlich doch nicht so falsch gelegen. Konsequenterweise müsste sie nun gehen, wo doch scheinbar der 1.FFC sie auch nicht ausreichend zu würdigen weiss. Das war bei TP nämlich der ausschlaggebende Punkt für ihren Abgang…

    (0)
  • Rainer sagt:

    Neuausrichtung benutzt man, wenn man weiss, dass man mit der absoluten Spitze nicht mehr mithalten kann. Das zeichnete sich ja leider ab und wenn Garefrekes und Bartusiak Schluss machen, Marozsan und Laudehr gehen, dann ist das ein tiefer Einschnitt. Schade.

    (4)
  • Horst Schlämmer sagt:

    @ holly:

    Das der Etat sich erhöhen wird gegenüber dieser Saison würde mich wundern.

    Und an 4-5 Topspielerinnen glaube ich auch nicht.

    Nach den Gerüchten müssen ein wenig kleinere Brötchen gebacken werden. Wie klein das weiß nur SD. Allerdings lässt sich diese Tendenz an den bisherigen Personalentscheidungen ablesen.

    Laudehr wird vom Gehalt relativ weit oben angesiedelt sein. Maroszan war für SD ein Schnäppchen. Allerdings hätte sich Gerüchten zufolge der FFC nach Auslaufen des Vertrages Maroszan finanziell nicht mehr leisten können. Crno hat Gerüchten zufolge zu reduzierten Bezügen verlängert. Jugendspielerinnen werden den Etat sicherlich nicht allzu sehr belasten. Ich glaube, dass ein Umbruch nicht zu leugnen ist. Die absoluten Stars werden wir in Frankfurt vorerst nicht mehr sehen.

    Allerdings kommt es bei den jungen Spielerinnen auf ein gutes Auge des Vereins an. Mit Friedrich wird eine sehr gute junge Spielerin gehen. Zuvor haben bereits talentierte Spielerinnen den Verein verlassen oder gar aufgehört. Frankfurt hat es in der Vergangenheit versäumt seine Ressourcen zu nutzen. Jetzt scheint es sehr spät dafür zu sein.

    In den U Mannschaften des DFB tummeln sich aktuell auch keine Masse an FFC Spielerinnen. Ich denke der Umbruxh wird nicht einfach. Da kann man bei Turbine nachfragen. Dort weiß man, dass es nicht einfach ist. Allerdings hat Turbine in dieser Saison einigen jungen Spielerinnen Spielpraxis geben können.

    Auf die nächste Saison darf man gespannt blicken, wie sich die Teams positionieren werden.

    (7)
  • OrbisJack sagt:

    @holly

    Die Art von Spielerinnen die du damit meinst, die werden nicht zur eine Verein wechseln die nicht Champions League spielen. Fischlock und Vero z.B. (wo Vero schon auf der Suche ihre nächste CL-Verein ist) kamen nur dann als Frankfurt sich in 2014 zweite wurde und zurück in CL war.

    Es ist nicht als ob es ein geheimnis ist, wenn diese Spielerinnen mit Media sprechen sagen sie das auch eigentlich deutlich aus, dass nur die eine oder andere Verein im betracht ziehen – ob Mittag’s ’nur Wolfsburg‘ aussage oder Vero ‚ich will die grossen Titel gewinnen‘.

    Aber irgendwie, ich gkaube dass weiss du auch, will’s nicht zugeben, weil dann könntest du die Verein nicht so gern baschen.

    (0)
  • holly sagt:

    @Orbis jack, mit bashing hat das nichts zu tun, wenn man probleme anspricht. Diese Probleme gibt es nunmal in Frankfurt schon lange. Auf dem Papier hatte man immer einen guten Kader. Bloß die Ergebnisse haben oft nicht gestimmt. Wenn Trainer wie u.a. Colin Bell davon spricht wir haben zuviel Schön Wetterspielerinnen im Kader sagt das schon viel über der Charakter einer Mannschaft aus.
    Wie schon oben geschrieben wurde hat man in Frankfurt komplett versäumt auf die frühere gute Jugendarbeit zu setzen. Jetzt wo kaum noch gute Nachwuchsspielerinnen eben aus dem Grund den Weg zum FFC scheuen will man auf die Jugend setzen.
    Bei der Saisoneröffnung wird Sigi Dietricht sicher wieder verkünden wie hoch der Etat am Main für die nächste Saison ist.
    Vom Geld besorgen hatte Sigi schon immer Ahnung. Ich bin da sehr optimistisch das es ihm auch dieses Mal wieder gelingt.

    (-2)

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