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Nur die Vize-Meisterschaft könnte noch spannend werden

Von am 7. Mai 2016 – 11.35 Uhr 9 Kommentare

Vorletzter Spieltag in der Allianz Frauen-Bundesliga, und so gut wie alle Entscheidungen sind gefallen. Mit dem FC Bayern München steht der Meister ebenso bereits fest wie der 1. FC Köln und der SV Werder Bremen als Absteiger. Auch der Kampf um die Vize-Meisterschaft scheint entschieden. Doch sollte der VfL Wolfsburg am Sonntag beim 1. FFC Turbine Potsdam verlieren, könnte es noch einmal richtig spannend werden.

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Dass der 1. FFC Turbine Potsdam nach einer Niederlage beim 1. FC Köln ausgerechnet gegen den VfL Wolfsburg gewinnen soll, erscheint auf den ersten Blick unwahrscheinlich. Aber bereits im Hinspiel gelang es ihnen – und das nicht einmal knapp. Mit 5:2 siegten die Potsdamerinnen in Wolfsburg. Für Turbine-Trainer Bernd Schröder ist die Partie gegen den zweifachen Champions-League-Sieger außerdem sein letztes Heimspiel mit Turbine. Mit Blick auf die kommende Saison hat Turbine unter der Woche den Vertrag mit Viktoria Schwalm vorzeitig bis 2018 verlängert.

Bernd Schröder schaut nachdenklich

Turbine-Trainer Bernd Schröder (li.) gibt seinen Abschied im Karli © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Frankfurt hofft auf Wolfsburger Ausrutscher
Dass die Spielerinnen Schröder nach einer schwierigen Saison einen versöhnlichen Abschied bescheren, dürfte auch der 1. FFC Frankfurt hoffen. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den VfL. Sollte der VfL patzen, böte sich für den FFC also doch noch die Chance, die in weite Ferne gerückte Champions League zu erreichen. Dafür müssen die Frankfurterinnen aber erst einmal selbst ihre Hausaufgaben machen und beim SC Sand gewinnen. „Unser Ziel ist ganz klar, mit drei Punkten aus Sand zurückzukehren und die letzte englische Woche dieser Spielzeit mit der Optimalausbeute von drei Siegen abzuschließen. Unabhängig von der noch immer vorhandenen minimalen Chance auf den zweiten Tabellenplatz gilt es, die Saison erfolgreich zu beenden“, sagt FFC-Trainer Matt Ross.

Kampf um Platz vier
Für den SC Sand geht es im Endspurt um den vierten Tabellenplatz. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge sind allerdings mittlerweile sowohl der SC Freiburg als auch die SGS Essen vorbeigezogen. Die Freiburgerinnen sind am Sonntag bei Bayer 04 Leverkusen zu Gast. In der Tabelle liegen die Leverkusenerinnen zwar auf dem zehnten Rang, aber „man muss nur einen Blick auf die Rückrundentabelle werfen, da steht Bayer mit 13 Punkten einen Punkt vor uns“, warnt Freiburgs Trainer Jens Scheuer davor, den Gegner zu unterschätzen.

FC Bayern in Essen zu Gast
Die SGS Essen empfängt den alten und neuen Meister FC Bayern München. „Die SGS Essen ist eine der konstantesten Mannschaften der letzten Jahre. Das Team um meinen erfahrenen Trainerkollegen Markus Högner verfügt über eine gute Mischung aus jungen, sehr talentierten Spielerinnen und erfahrenen Führungspersönlichkeiten“, sagt Bayern-Trainer Thomas Wörle.

Kann Köln erneut siegen?
Für die bereits als Absteiger feststehenden 1. FC Köln und SV Werder Bremen geht es in den verbleibenden beiden Saisonspielen um einen versöhnlichen Abschluss. Teil 1 ist den Kölnerinnen mit dem Heimsieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam bereits gelungen, nun empfangen die Rheinländerinnen den FF USV Jena, der mit einer herben Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt im Rücken nach Köln reist. Schon das Hinspiel gewannen die Kölnerinnen.

TSG reist nach Bremen
Der SV Werder Bremen ist bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast. „Die Stärke der Bremerinnen liegt in der Kampfmoral und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Die Gäste haben nichts mehr zu verlieren. Köln hat am Wochenende gegen Potsdam gewonnen, ihnen scheint der feststehende Abstieg noch einmal Motivation gegeben zu haben. Wir stellen uns gegen Bremen auf eine schwere Partie ein. Das wird kein Selbstläufer“, sagt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.

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9 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    Man versucht hier ein Spiel zu hypen, die eigentlich ein ganz andere bedeutung hat. Es ist ein abschied eine Legende. Auf dem Platz wrd Wolfsburg dass locker in der 1. HZ für sich entschieden. Nach Frankffurts sieg gegen Jena ist es auch für Wolfsburg pflicht dass CL qualifikation jetzt perfekt zu machen damit länger auf die 2 Finale konzentriert werden kann.

    Ein Abschied von Schröder und auch die Spielerinnen die auch gehen (wie viele wissen wir noch nicht), aber vielleicht auch für einive fans auch. Ein sehr traurige Tag finde ich.

    (-26)
  • Detlef sagt:

    @Orbis-Jack,
    Auch vor dem Hinspiel hat niemand auch nur einen halben Pfifferling auf TURBINE gesetzt!!! 😉

    Bei Potsdam wird heute wieder eine komplette Mannschaft verletzt, krank oder gesperrt fehlen, als genau 11 Spielerinnen!!! 🙁

    Wir haben also gar keine Chance, also nutzen wir sie!!! 🙂

    (3)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    > Auch vor dem Hinspiel hat niemand auch nur einen halben Pfifferling auf TURBINE gesetzt!!! 😉

    …und was die Mannschaft selbst von diesem Ergebnis hielt, zeigte sie dann 3 Tage später gegen den gleichen Gegner im Karli zum Pokalspiel!
    Muss ich das ernüchternde Ergebnis auch noch nennen? 🙁

    (-12)
  • Volker sagt:

    Meinen Herzlichen Glückwunsch an Turbine Potsdam und an Bernd Schröder! Die Frauen haben ihrem Trainer einen würdigen Abschied beschert. Motiviert und kämpferisch sind die Turbinen ins Spiel gegangen gegen gute Wölfinnen die durch einen tollpatschigen Fehler von A.Schult überrumpelt schienen. Die National Torhüterin hatte wohl einen ihrer schlechten Tage. Auch die Abwehr von Wolfsburg hatte schon bessere Tage. Trotzdem ein gutes Fussballspiel mit einem Verdienten Sieg für Potsdam.

    (15)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Dann hat TURBINE heute die Verhältnisse wieder gerade gerückt??? 😉
    9:5 heißt das nüchterne Endergebnis aus allen drei Spielen!!! 🙂

    @Orbis-Jack,
    Naja, so locker wars dann doch nicht für Wolfsburg!!! 😉

    (4)
  • tavalisk sagt:

    @OrbisJack: „Auf dem Platz wrd Wolfsburg dass locker in der 1. HZ für sich entschieden.“

    Oh ja – sehr eindrucksvoll wie „locker“ Wolfburg das entschieden hat…nur nicht für sich.

    (12)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    Ja, das geht mir runter wie Öl! Turbine ist das einzige Team, das diese Saison beide Spielen gegen diesen Gegner gewinnen konnte, und das fordert meinen ganzen Respekt!
    Dennoch übertönt dieses Spiel bei Weitem nicht die vorherigen Leistungen oder machst sie gar vergessen. Auch wird die Frage aufgeworfen, wie z.B. wieso heute und nicht bereits eher die Abschiedstournee des Trainers so absolviert wurde!
    Allerdings wurde man auf dem kürzesten Weg zu einem Titel genau von diesem VfL eliminiert, und dieser Fakt ist ebenso in der Historie verankert. Damit kann nämlich der VfL immerhin noch 2 Titel einspielen, wogegen unsere Turbinen die schlechteste Platzierung seit ihrer BL-Zugehörigkeit „einspielten“.
    Das von dir ebenfalls verwendete Wort „nüchterne“ steht aber für mehr in dieser Saison als nur für diese 2 Siege! Wäre diese nicht insgesamt ernüchternd gewesen, hätte sich heute u.G. eine deutlich höhere Zuschauerzahl im Karli eingefunden.
    Dennoch finde ich dieses heutige Spiel mit allem Drum und Dran sensationell und dazu geeignet, mehr als nur eine Fussnote in der Vereinshistorie zu sein/werden.
    Hoffe aber trotzdem, Bremen wird jetzt kein 2. Köln…

    (0)
  • kugelfisch sagt:

    @OrbisJack
    Das Spiel war eine Werbung für den Frauenfussball, die Zuschauer gingen mit, tolle Atmosphäre, wie immer im Karli. Danke an die Turbinen, auch an Wolfsburg, es hätte auch 2:2 ausgehen können. Warum das rumgenörgle? Ich freue mich schon auf die nächste Saison, mit den jungen Wildinnen – und Bernd Schröder wird unter uns sein. Danke.

    (5)
  • Volker sagt:

    kugelfisch: Auch wenn ich dir für deinen Kommentar glatte 10 „Daumen“ geben würde so ist die Nörgelei nach einem Fußballspiel eine“Tradition“ in Deutschland. Beim VFL vermisse ich schon lange die Moralische Stärke wie noch in der Saison von 2013/14 wo noch nach einem Gegentor ein Ruck durch die Mannschaft ging die Spielerinnen sich gegenseitig hoch puschten und bis zur letzten Minute gekämpft wurde. Ich kann der Analyse von F.B zum Folge Artikel nur zustimmen.Wenn solche Mannschaften wie Wolfsburg und Frankfurt die über Jahre die Liga bestimmt haben einem höherem Druck nicht stand halten können und mehr auf Einzelspieler als auf Mannschaftsleistung setzten wird sich in der Zukunft einiges ändern. Potsdam hat am Sonntag eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Sicher ist individuelle Klasse ein Plus aber eben nicht alles. So manches an der Vereins Politik von Wolfsburg und Frankfurt ist mir unverständlich. Siggi von Frankfurt hat sogar die „Flinte“ ins Korn geworfen und seinen Verein für die Zukunft auf Platz 4-5 gestellt. Auf Grund von ein Paar Abgängen wie es scheint. So geht Fußball aber nicht! Da darf man Nörgeln und muss es auch.

    (2)

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