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Olympique Lyon verpflichtet Dzsenifer Marozsán

Von am 3. Mai 2016 – 16.49 Uhr 13 Kommentare

Champions-League-Finalist Olympique Lyon hat Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán vom 1. FFC Frankfurt verpflichtet.

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Die 24-Jährige unterschrieb bei den Französinnen einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2018.

Professionellstes Team

Marozsán erklärt: „Ich bin sehr stolz, zukünftig für die professionellste Mannschaft in Europa zu spielen und ich kann es kaum erwarten, ab der kommenden Saison dazuzugehören. Aber ich möchte auch dem 1. FFC Frankfurt für die letzten sechs wundervollen Jahre danken; diese Zeit meines Lebens werde ich nie vergessen.“

Dzsenifer Marozsan

Dzsenifer Marozsan spielt zukünftig in der französischen Liga © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Hart arbeiten

Marozsán meint weiter: „Ich will mit Lyon die Ziele in Meisterschaft, Pokal und natürlich auch in der Champions League erreichen. Es wird großer Anstrengungen bedürfen, diese Ergebnisse zu erreichen, aber ich bin bereit dazu, als Spielerinnen und als Teammitglied sehr hart dafür zu arbeiten.“

Frauenfußball entwickeln

Mit der Verpflichtung von Marozsán bekräftigt der Verein nach eigenen Angaben seine Strategie, den Frauenfußball weiter zu entwickeln und zu fördern. Zuvor waren bereits die Verträge mit Saki Kumagai, Ada Hegerberg, Amel Majri und Eugénie Le Sommer verlängert worden.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • Michele Bauer sagt:

    Viel Spaß in Lyon, beim Scheibenschießen!
    Schade, dass bei einer der besten deutschen Spielerinnen das Geld entscheidet! Maro hat sich sehr zu ihrem Nachteil verändert! Trotzdem alles Gute in Lyon, liebe Maro!

    (2)
  • FFFan sagt:

    Auch wenn es für die Bundesliga und insbesondere den 1.FFC Frankfurt natürlich ein Riesenverlust ist, kann ich Dzsenifer Marozsan zu dieser Entscheidung nur gratulieren! Ich glaube nämlich, dass es für ihre sportliche Entwicklung gut ist, Erfahrung im Ausland zu sammeln, ein neues Umfeld u. evtl. andere Trainingsmethoden kennenzulernen. Manche werden vielleicht einwenden, dass ‚Maro‘ mit dem Wechsel zu Lyon „den leichten Weg geht“. Aber das stimmt höchstens in bezug auf das Sammeln von Titeln. In Wirklichkeit bedeutet der Schritt zu einem der absoluten Top-Clubs Europas eine große Herausforderung für die Nationalspielerin, da sie sich in dem extrem stark besetzten Kader erst einmal durchsetzen muss und ihr dort sicherlich nichts geschenkt wird!

    Sollte Marozsan sich dort genauso positiv entwickeln wie P.Bremer, würde auch unsere Nationalmannschaft davon profitieren!

    (9)
  • FrankE sagt:

    Glückwunsch an OL, hoffentlich ist Maro zufrieden und spielt endlich so auf wie sie es kann.

    Aber:
    „Mit der Verpflichtung von Marozsán bekräftigt der Verein nach eigenen Angaben seine Strategie, den Frauenfußball weiter zu entwickeln und zu fördern.“

    Müsste es nicht eher heißen: …. seine Strategie alles zu kaufen was nicht bei drei auf dem Baum ist?

    (11)
  • Rudi Pohlhammer sagt:

    Also dass sich Pauline Bremer bei Lyon verbessert haben soll, wage ich angesichts der letzten Leistung im Nationaltrikot zu bezweifeln. Und das gegen einen eher Drittklassigen Gegner.
    Aber sie kann mich ja im CL-Finale eines Besseren belehren.

    (8)
  • Altwolf sagt:

    Eigentlich war ja PSG an Maro dran und der Wechsel scheiterte am Veto des 1.FFC, so daß durchaus auch möglich ist, das ihre Verpflichtung von OL nur dazu diente, sie nicht zu PSG zu lassen. (Die alte Bayern-Strategie könnte da beispielhaft sein).

    Wenn man sich das Interview von L.Dickenmann bei UEFA.com durchliest, werden dort die Unterschiede zur deutschen Spielweise etwas klarer, da sie nun beide Seiten kennt.

    Technisch wird sie sich dort wohl kaum weiterentwickeln , jedoch wird ihr bei den Einsätzen in der französichen Liga von den Gegenspielerinnen wohl mehr Freiraum gewährt werden und sie ohne großen Laufaufwand mehr Spaß am Spiel haben wird.
    Besser wird sie nur, wenn sie die Bereitschaft auch zu hoher Laufleistung entwickelt, denn nur dann kann sie sich auch mal gegen starke Teams in Szene setzen.

    (8)
  • Fränkie.1970 sagt:

    Ganz frischer, etwas ausführlicherer Artikel zum Maro-Transfer:

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/marozsan-wechsel-ist-zeichen-der-neuen-zeit-im-frauenfussball-14214806.html

    Auch von mir viel Erfolg und alles Gute, Maro!

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ FrankE:
    „Müsste es nicht eher heißen: …. seine Strategie alles zu kaufen was nicht bei drei auf dem Baum ist?“

    Nein. Olympique Lyon ist eher nicht dafür bekannt, wahllos zu kaufen. Die verstärken sich sehr gezielt, und ‚Transferflops‘ kommen nur selten vor.

    @ Altwolf:

    Dass D.Marozsan lauffaul sei, ist ein altes Vorurteil. Colin Bell ließ 2013 in einem Testspiel mal die Laufleistung seiner Spielmacherin mittels GPS-Technologie messen. Es sollen mehr als 10 km gewesen sein – ein für Frauenfußball durchaus beachtlicher Wert!

    (2)
  • Ulf sagt:

    Armes Lyon !

    (-6)
  • netflyer sagt:

    Marozsan konnte ihr Potential in Frankfurt oft nicht abrufen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie nicht immer austrainiert ist. Vielleicht tue ich ihr unrecht. Aber ein Wechsel ist in ihrem Fall auf jeden Fall zu empfehlen. Und Kommentare, dass sie nur des Geldes wegen wechselt, naja…
    Die Gehälter im FF sind ja nicht gerade berauschend und dass eine Spielerin auch aufs Geld schaut, ist absolut legitim.
    Ich wünsche ihr alles Gute!

    (5)
  • waiiy sagt:

    Der Wechsel war klar. Marozsan hat den Vertrag eben erfüllt, nachdem sie letzten Sommer nicht weg durfte. Und sie hat nicht besser oder schlechter gespielt, als ich es erwartet habe.

    Von den technischen Fähigkeiten wird sie Frankfurt vor allem bei den Standards fehlen. Ansonsten kann Frankfurt hoffen, dass man auf dieser Position vielleicht jemanden finden wird, der sich nicht so sehr versteckt.

    Marozsan ist nicht vorzuwerfen, dass sie sich finanziell verbessern wollte. Nur wenige Spielerinnen haben die Chance und sollten sie auch nutzen, da es sonst schwierig genug ist, sich nur auf den Fußball zu konzentrieren.

    (11)
  • Jennifer sagt:

    Ich persönlich glaube nicht, dass es ein Gerücht ist, dass Maro lauffaul ist. Sie ist technisch absolut super, aber wenn sie manchmal nur 1-2 Schritte mehr machen oder laufen würde, dann wäre das auch super! Bei Lyon muss sie auf jeden Fall endlich mal ihr ganzes Potential abrufen sonst könnte sie sich auch bald nur auf der Bank wieder finden.

    (4)
  • Herr Schulze sagt:

    Dass OL nach den Abgängen von Necib und Henry (sowie Schelin)sich mit Dzenifer Maroszan im Mittelfeld verstärkt, macht richtig Sinn. Interessant ist der jüngste Coup. Gleich vier Spielerinnen von PSG wechseln an die Loire, neben der Schwedin Seger sind das die Nationalspielerinnen Dali, Hamraoui und Houara. Dazu kommt – als einzige junge Verstärkung – das 17 jährige norwegische Talent Ana Norheim. Das verheißt, selbst wenn auch die umschwärmte Renard in die USA gehen sollte, jede Menge Wettbewerb im Team, aber noch größere Dominanz in dr Liga.

    (2)

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