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Nadine Keßler beendet Karriere

Von am 14. April 2016 – 10.17 Uhr 25 Kommentare

Nationalspielerin Nadine Keßler (28) hat sich entschieden, ihre Karriere auf Grund anhaltender Knieprobleme zu beenden und somit ihren im Sommer auslaufenden Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht zu verlängern.

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Die Weltfußballerin 2014 und Europas Fußballerin des Jahres 2014, die als Kapitänin mit den VfL-Frauen jeweils zweimal die UEFA Women Champions League, die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann, lässt ihre weiteren beruflichen Pläne derzeit aber noch offen. Fest steht bisher nur, dass die Masterstudentin ihr im vergangenen Jahr begonnenes Studium am VfL-Campus forcieren wird.

Schmerzhafte Entscheidung

Keßler erklärt: „Ich bedanke mich beim VfL Wolfsburg für sportlich super erfolgreiche Jahre und viele prägende, unvergessliche Erinnerungen. Genauso gerne denke ich natürlich auch an meine Zeit mit der Nationalmannschaft zurück. Es ist sehr schmerzhaft für mich, erkennen zu müssen, dass ich meine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fortsetzen kann. Nichts desto trotz blicke ich positiv in die Zukunft und bin dankbar für viele wunderschöne Momente, die ich mit dem Verein und dem DFB-Team erleben durfte. Ich habe Fußball stets mit großer Leidenschaft und Liebe gespielt. Nun freue ich mich auf neue Herausforderungen und Perspektiven.“

„Chancen für eine weitere Zusammenarbeit“

Wolfsburgs Geschäftsführer Thomas Röttgermann meint: „Die Entscheidung von Nadine zeugt von einer großen Reife und verdient höchsten Respekt. Wir werden Nadine auf ihrem weiteren Weg nach Kräften unterstützen. Dass sie auch ihr Studium beim VfL Wolfsburg fortsetzen wird, zeigt ihre Zielstrebigkeit und Fokussierung. Wir sind guter Dinge, dass sich so auch zukünftig Chancen für eine weitere Zusammenarbeit auftun werden.“

VfL-Erfolge ohne Keßler nicht möglich

Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter und Cheftrainer der VfL-Frauen, hebt hervor: „Nadine Keßler war eine absolute Führungsspielerin. Ohne ihren großen Einsatz wären wir in den vergangenen Jahren wohl längst nicht so erfolgreich gewesen. Sie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass aus dem VfL Wolfsburg ein internationales Spitzenteam wurde. Ich bedauere es sehr, dass Nadine aufgrund von gesundheitlichen Problemen ihre vielversprechende Karriere so früh beenden muss. Ich ziehe den Hut vor ihrer Entscheidung und wünsche ihr alles Gute für die Zukunft.“

Nadine Keßler mit der Trophäe zur "Europas Fußballerin des Jahres"

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere regnete es für Nadine Keßler 2014 eine Auszeichnung nach der anderen © UEFA

Neid: „Großer Verlust“

2013 wurde Nadine Keßler mit der deutschen Nationalmannschaft Europameisterin. Insgesamt bestritt sie zwischen 2010 und 2014 29 Länderspiele im DFB-Trikot, in denen sie zehn Tore für die Nationalelf erzielte. „Für den deutschen Frauenfußball ist das natürlich ein großer Verlust. Nadine Keßler hat herausragende fußballerische Qualitäten und ist eine beeindruckende Persönlichkeit – ein Vorbild auf und neben dem Platz. Ich bedauere sehr, dass sie ihre aktive Karriere beenden muss. Ich bin mir aber sicher, dass sie ihren Weg auch nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn finden wird“, sagt Bundestrainerin Silvia Neid.

Erfolgskarriere

Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin spielte von 2004 bis 2009 für den 1. FC Saarbrücken, mit dem sie jeweils zweimal Meisterin und Torschützenkönigin der 2. Bundesliga-Süd war. Nach ihrem Wechsel zu Turbine Potsdam gewann Nadine Keßler die UEFA Women Champions League 2010 und zweimal die Deutsche Meisterschaft. Seit 2011 spielte sie für Wolfsburg und feierte hier zahlreiche internationale und nationale Erfolge mit dem VfL. Seit der Spielzeit 2014/2015 kämpfte die Mittelfeldspielerin mit anhaltenden Knieproblemen und konnte seitdem nur noch einen 30-Minuten-Einsatz in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen im September 2014 bestreiten. Mehrere Comeback-Versuche mussten danach aufgrund ihrer Knieprobleme abgebrochen werden.

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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25 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Auch wenn man es erahnen konnte, trifft es mich dennoch!
    Nadine hat mehr erreicht als so manch andere, musste aber leider in der Blüte ihrer Karriere passen und das im wahrsten Sinne des Wortes – schmerzhaft.
    Alles Gute und hoffentlich sieht man sich wieder! 🙂

    (32)
  • enthusio sagt:

    Nadine Keßlers Karriereende ist ein sehr großer Verlust für den Frauenfussball. Sie hat mich mit ihrer Spielweise und als Führungspersönlichkeit immer begeistert. Ich werde sie sehr vermissen.

    (32)
  • Altwolf sagt:

    Das Ende als aktive Fußballspielerin ist nun traurige Gewissheit geworden und von nun an ist es für sie wichtig nach der letzten Knie-OP die normale Belastbarkeit für den Alltag zu erreichen.
    Glücklicherweise wird sie auf einem anderen Gebiet, durch das Sport-Management-Studium am VFL-Campus, wohl dem FF erhalten bleiben können.

    Sie steht, wie kaum eine andere Spielerin, für den sportlichen Erfolg der Wölfinnen u. hat gerade in wichtigen,engen und entscheidenden Spielen oft den Unterschied ausgemacht.

    Ihre Persönlichkeit,ihr Charakter und ihre fußballerischen Fähigkeiten haben sie schnell u. schon mit 25 zur Kapitänin dieses erfolgreichen Teams gemacht und dieses angeführt, wie es kaum eine Zweite hätte führen können. Sie war nicht nur der Kopf der Wölfinnen, sondern auch die, die Spielsituationen erkennen, sie verändern und das Team, wenn erforderlich, mitreißen konnte.

    Mit ihr verlieren wir im Frauenfußball eine der wenigen hervorragenden Spielerinnen und auch deshalb wird sie in der VFL-Historie, wie schon einige andere auch,einen festen Platz bei uns haben.

    Nochmals vielen Dank dafür Nadine.

    (31)
  • vikkybummsy sagt:

    Ein sehr trauriger Tag für alle die sich an Ihrer Spielweise erfreuten. Ich wünsche Ihr auf Ihrem weiteren Weg alles erdenklich Gute. Respekt vor der Entscheidung der Gesundheit zuliebe.

    (28)
  • Beobachter sagt:

    Bereits 2008 hatte sie mit dem 1. FC Saarbrücken das Pokalfinale erreicht; bei Turbine Potsdam, in der Natio, beim VFL Wolfsburg – eine Kernspielerin, wie es wenige gibt …
    Danke für die Zeit, die wir sie spielen sahen. So schade, dass sie aufhören muss.

    (19)
  • FrankE sagt:

    Sehr bedauerlich! Schade um eine beeindruckende Fussballerin.

    Es ist erschreckend zu beobachten dass so viele Frauen im Fussball immer wieder Schwierigkeiten mit Bändern, Sehnen, Knien etc. haben. Alleine mit den Krankengruppen der Bundesligavereine hätte man die letzten Jahre eine ganze Spielserie aufmachen können. Ich habe mir schon oft die Frage gestellt ob diese andauernden schweren Verletzungen auf Überlastung der Spielerinnen zurückgehen oder ob es, wie auch gern behauptet wird, anatomisch begründet ist. (Bitte nicht falsch verstehen, dies soll kein Chauvinismus sein)

    In Potsdam beispielsweise hatten wir dieses Jahr teilweise mehr verletzte als aktive Spielerinnen und damit waren wir nicht allein. ich habe aber nichts davon mitbekommen dass die Vereine Ursachenforschung betrieben habe (Haben Sie vielleicht, aber zu hören war nix).

    Deshalb ist meine Frage: Wie viele Kuligs, Kesslers etc. müssen noch kommen bis man die Ursachen erforscht?

    (14)
  • Volker sagt:

    Da jeder Kommentar mir aus dem Herzen spricht besonders der von Altwolf kann ich mich nur anschließen. Danke Kessi !!

    (11)
  • never-rest sagt:

    Nadine Keßler ist im deutschen FF eine Ausnahmeerscheinung gewesen: Eine ähnlich komplette Spielerin, die am und mit dem Ball alles kann, im Zweikampf genauso gut wie im Kopfballspiel ist, dazu eine echte Strategin, die ein Spiel lesen kann und dabei immer den Kopf oben behält sowie in den entscheidenden Momenten selbst voran geht, gibt es aktuell leider nicht. Ein riesiger Verlust für die Spielkultur auf dem Platz, nicht nur bei WOB, wie gerade wieder bei der N11 zu beobachten war.

    (14)
  • Emmy sagt:

    Ohne sie privat gekannt zu haben, so etwas zu lesen tut wirklich weh. In der vergleichsweise kurzen Zeit in der sie gespielt hat hat sie so viel erreicht und das zeigt ja eigentlich schon was für ein Typ Person sie ist.
    Hoffentlich bleibt sie dem Fußball irgendwie weiterhin erhalten und schafft es auch ihren neuen Aufgaben gegenüber so fokussiert,positiv und willensstark gegenüber zu stehen.
    Ein wahres Kämpferherz!

    (8)
  • Volker sagt:

    Wer Kessi nochmal in Aktion sehen will, ein kleines Video auf Dfb TV. Wem dort die Emotionen hochkommen und die Augen feucht werden. Keine Panik ging mir auch so.

    (4)
  • speedy75 sagt:

    Danke an Kessi für die tolle Zeit die man als Frauenfußballfan mit ihr haben durfte. Nach Kim Kulig nun der 2te bittere Verlust für den deutschen Frauenfußball. Wünsche Kessi für ihr jetztige Zukunft alles gute.

    (6)
  • Wolle sagt:

    Eigentlich ist ja schon alles gesagt. Für den deutschen FF ein großer Verlust. Da sehe ich keine, die Sie in der N11 in nächster Zeit auch nur annähernd gleichwertig ersetzen könnte.
    Leider hat Fr Neid erst sehr spät ihr Potential als Führungsspielerin erkannt, im Grunde genommen erst bei der letzten EM. Ich fand es jedenfalls toll, wie Sie den „Kindergarten“ zum EM-Titel geführt hat.
    Nach den Rücktritten von Angerer, Sasic, Kessler und Alushis Schwangerschaft dürften nach Olympia noch einige folgen. Kein leichtes Erbe für Fr Jones.
    Mich beschäftigt schon seit längerem die Frage, warum diese Verletzungsmisere so viele deutsche Fußballerinnen trifft. Zumindest kommt es mir so vor, das in anderen Ländern weniger Spielerinnen sich verletzen. Wird bei uns falsch oder zu viel trainiert, oder werden bei uns die Talente vielleicht verheizt? Kessler hatte in jungen Jahren ihren Kreuzbandriss, gleiches gilt für Kulig und Lotzen. Würde mich interessieren, wie es in Frankreich oder den USA ist. Das kann doch nicht nur Zufall der Pech sein.

    (9)
  • Detlef sagt:

    Das war leider zu erwarten!!! 🙁
    Mit KESSI verliert dieses Land eine seiner kreativsten Köpfe im FF!!!
    Sehr schade, aber ihre Leidensgeschichte fing ja schon in Saarbrücken an, setzte sich dann in Potsdam fort, und findet nun in WOB leider ihr trauriges Ende!!!

    Alles Gute KESSI, und viel Erfolg für das Leben danach!!! 🙂

    (8)
  • F.B. sagt:

    Als VfL-Fan schwankte man in den letzten Monaten stets zwischen der Erwartung dieser Nachricht und dem letzten Rest Hoffnung, dass es womöglich doch weitergehen und sie noch einmal einen Versuch starten könnte. Für mich war Nadine Kessler vor allem die Repräsentantin einer Mannschaft, in der sich alle Spielerinnen dem kollektiven Erfolg untergeordnet und gemeinsam eine Moral entwickelt haben, die ihnen den Nimbus einer gewissen Unschlagbarkeit verschafft hat. Dass ihr letztes „richtiges“ Spiel dabei das Liga-Finale 2014 war, ist sehr bezeichnend.
    Nadine Kessler hat dieser Mannschaft ihren Stempel aufgedrückt – sie hat aber auch selbst enorm von ihr profitiert und das auch nicht vergessen. Deutlich wird das auch, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sie in der Nationalmannschaft ihre Leistung leider nie wirklich abrufen konnte – auch weil sie auf einer Position spielte, auf der sie sich offensiv nie so richtig entfalten konnte. Aus diesem Grund wäre ich vorsichtig, die derzeitige Verfassung der NM zu sehr mit ihrem Fehlen in Verbindung zu bringen. Die derzeitigen Probleme liegen nicht in der mangelnden Qualität von Einzelspielerinnen, sondern sind der Spielweise und dem zu steifen taktischen System geschuldet. Man sollte nicht vergessen, dass man bei der EM trotz Angerer, Sasic, Kessler und Alushi nicht besser als heute spielte.

    Noch ein Wort zu den Verletzungen: Wie FrankE. tatsächlich richtig bemerkt hat, ist die Gefahr von Bänder- und Kreutzbandverletzungen bei Frauen höher als bei Männern und insbesondere das Risiko, dass man sich einen zweiten Kreutzbandriss zuzieht. Die Tatsache, dass immer professioneller, d.h. intensiver trainiert wird und auch die Zahl der Spiele ansteigt, sorgt leider dafür, dass die Menge der Verletzungen ansteigen. Die einzige „Vorbeugung“ wäre in diesem Sinne weniger Belastung.

    (6)
  • Volker sagt:

    F.B. in deinem Kommentar hast du ein sehr breites Feld angesprochen. Zum einen die Qualität der NM unter der Führung von S.Neid. Hier gilt wohl noch, der Erfolg heiligt die Mittel. Obwohl die NM auf dem besten Weg ist International Überholt zu werden. Zum Anderen die ansteigende Belastung der Spielerinnen. Der Dfb lässt Forschungen über die Belastung und Verletzungsgefahr mit Blick auf dem anatomischem Unterschied durchführen. Trotz dem werden die Abstände zwischen den Events immer kürzer. Die Anzahl der sogenannten „englischen Wochen“ steigt. Ich möchte jetzt nicht einen Raum für Verschwörungs Theorien öffnen auch sind Schicksale wie einer N.Keßler im Leistungsport keine Seltenheit, der Anstoß zu einer kritischen Diskussion ist aber richtig.

    (7)
  • FFFan sagt:

    @ F.B.:
    „…wenn man sich vergegenwärtigt, dass sie in der Nationalmannschaft ihre Leistung leider nie wirklich abrufen konnte…“

    Dem kann keineswegs beigepflichtet werden! ‚Kessi‘ hat auch in der Natio überragende Leistungen abgeliefert, sei es bei der EM 2013, in der WM-Qualifikation 2013/14 oder beim Algarve Cup 2014.

    Auf YouTube gibt es ein Video, das ganz gut verdeutlicht, was Nadine Keßler als Fußballerin ausgemacht hat und warum sie zeitweilig als beste Mittelfeldspielerin der Welt angesehen wurde:

    https://www.youtube.com/watch?v=C66kyvd_nwk

    (5)
  • Hannis sagt:

    @ F.B.

    Ich bin nicht, ob weniger Belastung die EINZIGE Vorbeugung ist.

    Natürlich spielt die richtige Dosierung eine Rolle. Aber ich vermute, dass im Bereich Stütz-Muskulatur Aufbau, Stabilisierungstraining, ect. auch noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

    Wenn ich mir die Amerikanerinnen ansehe, dann habe ich das Gefühl, dass diese im Schnitt eine 50% größere Muskelmasse haben.

    Bevor mich jemand falsch versteht – ich möchte auf keine Fall irgendwelche weiblichen Muskelprotze – aber nichtsdestotrotz sollte man zumindest einmal hinterfragen, ob nicht wichtige Stützmuskulatur Bereiche besser trainiert und ausgebildet werden können.

    In diesem Bereich sollte die Verantwortlichen nie selbstzufrieden davon ausgehen, dass sie schon alles wissen, sondern offen und neugierig auf neue Entwicklungen und Möglichkeiten reagieren und zumindest einmal das hier und jetzt unter die Lupe nehmen.

    (7)
  • F.B. sagt:

    @FFFan: „‚Kessi‘ hat auch in der Natio überragende Leistungen abgeliefert, sei es bei der EM 2013, in der WM-Qualifikation 2013/14 oder beim Algarve Cup 2014.“

    Tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht. Insbesondere bei der EM ist sie weit unter ihren Möglichkeiten geblieben. Da solltest du dir etwa die Spiele gegen die Niederlande oder Norwegen in Erinnerung rufen, aber auch das HF gegen Schweden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sie nach der Vorrunde heftig kritisiert wurde und der Ruf nach Kim Kulig laut wurde. Was mich hier stört: In den letzten Jahren wurde immer wieder der Ausfall oder das Karriereende bestimmter Spielerinnen mit der Leistung der NM in Zusammenhang gebracht, seien es Kulig oder Kessler, aber auch Bajramaj oder Sasic. Vergessen wird dabei jedoch, dass die NM mit diesen Spielerinnen auch nicht wirklich besser gespielt hat.

    @Hannis: Ich bin mir nicht sicher, ob man mit Stütz-Muskulatur entscheidend entgegenwirken kann. Nadine Kessler war ja auch eine Spielerin, die körperlich recht robust war und über mehr Muselmasse verfügte als andere. Irgendwie scheinen deutsche Spielerinnen besonders häufig von schweren Knieverletzungen betroffen zu sein, das ist schon auffällig.
    Wenn man sich vergegenwärtigt, wie häufig in den letzten Jahren Spieler der Herrenmannschaft von Bayern München, d.h. derjenigen Mannschaft mit der besten medizinischen Abteilung, von Knieverletzungen betroffen sind, bin ich leider skeptisch, was die Möglichkeiten der Vorbeugung betrifft. Du hast aber schon recht, man sollte da auf keinen Fall die Hände in den Schoß legen und sich mit der aktuellen Situation zufrieden geben.

    (1)
  • unsinkbar2 sagt:

    Auch einen Tag danach macht mich diese Nachrict immer noch traurig. Es tut mir für diese überragende Persönlichkeit auf und auch neben dem Platz einfach leid, dass sie nicht selbst entscheiden konnte wann und wie ihre Karriere endet, sondern dass ihr die Gesundheit dazwischen gekommen ist.
    Wenn man die hochemotionalen Statements der Fans, der Vereins-und Nationalmannschaftsverantwortlichen und der Mitspielerinnen aus dem Verein und der Nationalmannschaft liest, dann merkt man, wie sehr Kessi gemocht wurde und wie sehr sie als Fußballerin respektiert wurde.
    Sie wird fehlen auf und neben dem Platz! Ich hoffe sehr, dass wir sie in irgendeiner Art und Weise im Zusammenhang mit dem Fußball wiedersehen werden!

    (6)
  • Gerd karl sagt:

    Schade das die beste fussballerin der welt aufhören muss.

    Wenn die Amerikanerinnen 50 prozent mehr muskelmasse haben, dann muss man leider eines sagen.
    1.die amerikanischen spielerinnen werden nicht so oft von der Dopingkontrolle belaestigt wie die deutschen spielerinnen, nadine angerer hat dazu schon was gesagt.
    2.wenn eine amerikanische spielerin sagen kann, ich nehne seit 10jahren drogen und bin bei doping tests noch nie erwischt worden, dann sGt das viel ueber amerikanische Dopingkontrollen aus.
    3.haben die a spieler auch viel mit acl zu kämpfen, das wird aber wegen der sponsoren, die starspielerinnen bekommen das meiste geld durch Sponsoring, verheimlicht, siehe alex morgan.

    (-15)
  • Volker sagt:

    F.B. in Bezug auf die NM muss ich dir leider wiedersprechen. Nadine Keßler war eine Führungs Persönlichkeit und darin lang ihre Stärke was Frau Neid nicht erkannt hat. Die Kapitänin der Mannschaft stand weit ganz weit hinten zwischen zwei Pfosten. Als Mittelfeld Spielerin hat Kessi die Ballstafette eingeleitet die zu Anja Mittags Tor und zum Titel geführt hat.

    (2)
  • Volker sagt:

    unsinkbar2 da gibt es Hoffnung, möglicherweise als Expertin beim Fernsehen. Interesse hat Sie nach eigener Aussage.

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ F.B.:

    In den Gruppenspielen der EM 2013 hat N.Keßler in der Tat z.T. schwach gespielt, aber das galt für die gesamte Mannschaft. An besonders heftige Kritik an ihr oder gar Rufe nach der (damals bereits langzeitverletzten) Kim Kulig kann ich mich allerdings nicht erinnern.
    Keßler hat sich dann aber wie das ganze Team in der k.o.-Phase erheblich gesteigert. Im Finale war die „Elfmeterkillerin“ N.Angerer natürlich die Heldin des Tages; beste Spielerin auf dem Platz war jedoch Nadine Keßler! Auch im Halbfinale hat mir (offenbar im Gegensatz zu dir) ihre Leistung schon extrem gut gefallen.

    Und ja, die Nationalmannschaft hat 2013/14 auf höherem Niveau gespielt als heute. Sie war allerdings auch mit Weltklassespielerinnen gespickt wie Keßler, Sasic, Alushi plus einer D.Marozsan, die beim Algarve Cup in herausragender Verfassung war. Dass einige dieser Leistungsträgerinnen inzwischen nicht mehr zur Verfügung stehen, macht sich natürlich bemerkbar, auch wenn der seitherige Leistungsabfall vielleicht nicht allein darauf ‚geschoben‘ werden sollte…

    Angesichts dessen mag es nicht verwundern, dass Keßler in der Natio eine weniger dominante und vielleicht auch etwas defensivere Rolle hatte als beim VfL Wolfsburg (der z.B. im ‚Triplejahr‘ 2013 noch längst nicht so viele internationale Stars in seinen Reihen hatte wie heute). Daraus allerdings zu schlußfolgern, dass sie „in der Nationalmannschaft ihre Leistung leider nie wirklich abrufen konnte“, ist schlichtweg falsch!

    (7)
  • F.B. sagt:

    @FFFan:
    Es ist doch ein Märchen, dass die Nationalmannschaft 2013/14 besser gespielt hat als heute! Beim Algarve-Cup hat man sicherlich eine gute Leistung abgerufen, aber ganz sicher nicht bei der EM und auch in vielen Qualifikationsspielen nicht (ich denke da etwa an Kroatien oder Irland). Das einzige halbwegs gute Spiel bei der EM war gegen Island, man hat sich mit vier Punkten mühsam durch die Gruppe geschleppt. Danach folgten drei 1:0-Erfolge. Gegen Schweden wurde man phasenweise völlig an die Wand gespielt, da war es nur Lena Gößling und Nadine Angerer zu verdanken, dass man nicht untergegangen ist. Ich würde dich bitten, dir dieses Spiel noch einmal anzuschauen, dann wirst du deine Meinung über Nadine Kessler revidieren. Im Finale hat sie in der Tat ihr bestes Spiel bei der EM gemacht, aber auch hier hat die deutsche Mannschaft kein wirklich überzeugendes Spiel abgeliefert.
    Von den von dir aufgezählten Spielerinnen konnte keine in den letzten Jahren bei einem großen Turnier überzeugen. Lira Alushi scheiterte bei der Heim-WM 2011 an dem großen Druck, der auf ihr lastete, und hat sich nie mehr (auch aufgrund von Verletzungen) davon erholt. Bei der EM 2013 spielte sie dann etwas mehr als 10 Minuten. Celia Sasic hatte zwar in den letzten Jahren eine sehr hohe Torquote in der NM vorzuweisen, in den entscheidenden Spielen bei EM und WM blieb sie aber blass. Für D. Marozsan gilt das in noch stärkerem Maße, sie spielte zwar einen starken Algarve-Cup 2014 und hat auch in den Qualifikationsspielen 2013/14 meistens überzeugt, konnte bei EM und WM aber überhaupt nicht ihre Leistung abrufen. Ich denke, hier wird aus heutiger Perspektive sehr viel verklärt.

    (1)
  • FFFan sagt:

    @ F.B.:
    „Es ist doch ein Märchen, dass die Nationalmannschaft 2013/14 besser gespielt hat als heute!“

    Das ist kein Märchen, das ist Fakt! Dafür sprechen nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die gezeigten Leistungen. Es wurde sicherer kombiniert, schneller umgeschaltet und auch die Qualität des Pressings war eine andere. Das hatte sicherlich auch mit den beteiligten Spielerinnen zu tun (u.a. eben Keßler).

    Ich will hier jetzt nicht auf einzelne Spiele eingehen (natürlich waren auch in dieser Zeit ein paar schwächere dabei); wer Zeit und Lust hat, diese noch mal anzuschauen, mag sich selbst ein Urteil bilden. (Hinweis: zu den WM-Qualifikationsspielen und dem Algarve Cup 2014 ist bei Youtube einiges zu finden.)

    Mir geht es auch nicht darum, die Vergangenheit zu ‚verklären‘. Ich wollte nur die Behauptung widerlegen, Nadine Keßler habe nur im Verein ihre volle Leistung abgerufen.

    (0)

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