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DFB-Frauen lösen EM-Ticket

Von am 12. April 2016 – 20.47 Uhr 28 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat durch einen Arbeitssieg gegen Kroatien die Teilnahme an der EM-Endrunde perfekt gemacht.

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Die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid gewann in Osnabrück durch Tore von Dzsenifer Marozsán (32.) und Anja Mittag (50.) mit 2:0 (1:0). Das Russland im Heimspiel gegen Ungarn nicht über ein 3:3 hinauskam, ist die deutsche Mannschaft in Gruppe 5 nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Die DFB-Elf jubelt über einen Treffer gegen Kroatien

EM-Teilnahme perfekt: Die DFB-Elf bejubelt das 2:0 gegen Kroatien © foto2press / Oliver Baumgart

Drei Änderungen in der Startformation

Vier Tage nach dem 6:0 in der Türkei wechselte Neid ihre Startformation auf drei Positionen. In der Innenverteidigung begann Babett Peter für Annike Krahn, links in der Viererkette bekam Tabea Kemme den Vorzug vor Kathrin Hendrich und auf der rechten Außenbahn kam Pauline Bremer für Anna Blässe zum Einsatz.

Tore durch Marozsán und Mittag

Ein perfekt getretener Freistoß von Marozsán aus 22 Metern brachte für die überlegene DFB-Elf die Führung (32.), Anja Mittag sorgte kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit mit einem nicht unhaltbaren Volleyschuss für den Endstand (50.).

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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28 Kommentare »

  • Volker sagt:

    Das was ich zum Türkei Spiel geschrieben habe gilt auch für dieses Heimspiel gegen Kroatien.
    Eigentlich halte ich nichts von solchen „Qualifikationen“ da Sie ein falsches Bild vom Frauenfussball zeichnen. Liga, CL und Pokal sind für mich eher das Maß. Nicht falsch verstehen das bezieht sich nur auf die Qualispiele! Zum Spiel: Leider waren wieder einige „Klopse“ zu sehen die wohl gegen echte Gegner schnell den Traum von Gold oder Titel zunichte machen. Dem Gesicht von S.Neid war das deutlich anzusehen. Alex Popp könnte man als so eine Art Sisyphos bezeichnen. Sehr gefreut habe ich mich über Pauli Ihre Spielfreude ist jedesmal ein Erlebnis.

    (5)
  • Hannis sagt:

    So wird das gegen richtige starke Gegner bei Olympia nichts werden

    Wir spielen immer mit dem gleichen System. Auch wenn bei der WM hauptsächlich das defensive Mittelfeld in der Kritik stand (obwohl wir da nicht so viele Gegentore kassiert haben), sehe ich ein grundlegendes Problem in der Kombination Sasic – Mittag und nun Popp – Mittag im Offensivbereich. Die Idee scheint zu sein, dass sich die Mittelstürmerin immer mal ins Mittelfeld zurück fallen lässt, um dort am Kombinationsspiel teilzunehmen. Das ist aber Sasic gegen die Franzosen und die USA bei der WM in keinster Weise geglückt, noch ist Popp die richtige Spielerin für ein solches System. Beide sind dafür techisch zu schwach und hatten und haben dann unter Druck eine grauenvolle Passquote bzw verlieren die Bälle.

    Mittag taucht dann sowieso meistens ab. Da ich auch Islacker nicht in einem solchen System sehe (zu langsam und zu wenihg durchsetzungsstark), wundere ich mich, dass wir da nicht mal anders spielen.

    Wieso denn nicht mal in einem 4-4-2 mit Popp/Bremer, Popp/Huth oder Huth/Bremer vorne (die flinken und schnellen Huth/Bremer gegen starke Gegner, wenn man kontern möchte). Dann könnte man das Mittelfeld verstärken und und würde mit rochierenden Spitzen vorner nicht so verkrampft schemenhaft und ausrechenbar spielen.

    Eventuell könnte man es im Mittelfeld mal mit einer Raute Maroszan, Leupolz , Däbritz, Goeßling versuchen (Däbritz und Leupolz dann außen und Marozan, Goessling zentral)

    Ich fand Marozsan und Bremer heute recht gut. Die Abwehr hat mich dann gegen Ende doch wieder beängstigt. Wenn man schon gegen Kroatien ins Schwimmen gerät und Rudelic der Innenverteidigung davon läuft….

    (19)
  • F.B. sagt:

    Die „Klopse“, von denen Volker spricht, habe auch ich wieder registriert. Gegen eine etwas stärkere Mannschaft (muss nicht die USA sein) hätte man heute 1:2 verloren. Auch wenn das Spiel gegen die Türkei keine Galavorstellung war, hat es deutlich mehr Spaß gemacht zuzusehen als heute. Dass man es selbst gegen eine Mannschaft wie Kroatien nicht schafft, ein einziges Tor herauszuspielen, ist schon sehr bezeichnend. Die beiden Tore fallen nach einem Freistoß und nach einem Patzer der Torhüterin. Vor allem das Mittelfeld muss einem Sorgen bereiten. D. Marozsan hat heute einmal mehr gezeigt, warum sie sich den Titel „Standfußballerin“ verdient hat. Sie schien das ganze Spiel darauf gewartet zu haben, dass man ihr einen Liegestuhl auf den Platz stellt. S. Däbritz zwar mit einem besseren Auftritt als gegen die Türkei, aber auch sie hat es nicht wirklich geschafft, das Spiel anzukurbeln und man merkt auch, wie schnell sie nervös wird, wenn man sie ein wenig unter Druck setzt. I. Kerschowski mit einem deutlich unauffälligeren Auftritt als noch gegen die Türkei. Bei P. Bremer muss man natürlich bedenken, dass sie eine Zeit lang verletzt war, aber auch hier gilt: Schnelligkeit alleine reicht nicht. Alex Popp wieder mit viel Einsatz, aber auch vielen Ungenauigkeiten im Passspiel.

    (10)
  • Volker sagt:

    Zu D. Marozsan kann ich F.B nur zustimmen. Obwohl Sie Heute noch aktiver war als gegen die Türkei, da ging Sie Mir nur auf die Nerven! Das schlimme ist das Sie kann wenn Sie will. Was mich aber persönlich ärgert ist das eine Leonie Maier die immer ihre Leistung bringt in der Abwehr ihre Position intelligent meistert, z.b hat Sie bei der WM einige Fehler von Tabbi bravourös „ausgebügelt“, zudem auch noch Torgefährlich ist und Tore macht, dann aber im Schatten einer Marozsan steht. Oder bei der WM sogar einer T.Kemme. Ach so. Frau Neumann hat es gesagt Marozsan ist eine der wenigen die mit Vollspann schiessen kann ( Autsch).

    (3)
  • Detlef sagt:

    Ein Pflichtsieg, gegen eine entäuschende kroatische Mannschaft!!!
    Da wir letztes Mal nur mit viel Glück mit 1:0 gewonnen hatten, erhoffte ich mir heute einen starken Sparringspartner, der uns Aufschluß über unser „wo stehen wir“ gibt!!!
    Aber wir sind jetzt hinterher genauso schlau wie davor!!!

    Ich teile die meisten Kritikpunkte von Hannis, sehe aber auch wie Volker den eher prakmatischen Ansatz; „Hauptsache gewonnen“!!!

    Die oft und viel zitierte mangelhafte Chancenverwertung könnte bei Olympia allerdings ein echtes Problem werden!!!
    Solche Tore wie heute wird es gegen starke Gegner, und Toptorhüterinnen in Rio natürlich nicht geben!!!

    Und Nachlässigkeiten wie zum Schluß gegen Rudelic werden von Teams wie den USA eiskalt bestraft!!!

    Es ist aber auch noch etwas Zeit, in der sich Spielerinnen wie Leupolz noch steigern können!!!
    Popp entwickelt sich in der Natio so langsam zum Chancentod, mit hoher Fehlerquote im Paßspiel!!!

    Positiv ragten für mich Leonie Meier und PAULINE BREMER in Hälfte Eins, sowie TABBI KEMME und Dzsenifer Marozsán im kompletten Spiel heraus!!!

    Mandy Islacker und SVENJA HUTH hatten zu wenig Zeit, um sich richtig in die Partie hineinzufinden!!!

    (2)
  • never-rest sagt:

    Warum P. Bremer bei vielen hier so gut weg kommt, ist mir ein Rätsel. Ein schwacher Autritt von ihr, aber nicht nur von ihr. Leider hat sie meist konfus und hektisch agiert. Der Ball springt ihr bei der Annahme oft zu weit weg vom Fuß, mal legt sie sich die Kugel auch zu weit vor, dann ist sie sogar schneller als der Ball, ihre Pässe sind häufig ungenau und haben nicht das richtige timing. Mit dem heutigen Spiel hat sie sich ganz bestimmt nicht für den Olympia-Kader beworben. Aber schön, dass sie nach ihrer Verletzungspause wieder dabei ist.Es kann nur besser werden.

    (6)
  • Detlef sagt:

    @never-rest,
    Was Du beschreibst ist ein „Grundübel“ im deutschen FF!!!
    Mit Ausnahme von Marozsan, und früher auch ANJA MITTAG, haben wohl alle anderen Teutoninnen diese technischen Unzulänglichkeiten!!!

    Es ist eine Folge der Selektion des DFB, nach großen-, kräftig-atlethischen Spielerinnen!!!
    Die Vereine haben sich diesem „Idealbild“ weitestgehend angepaßt, und förderten viele Jahre hauptsächlich diesen Spielertyp!!!
    Allerdings sind wir damit nicht ganz allein, denn auch die Amis hegten bis heute den gleichen Stil!!!

    Das es auch anders geht, haben zuerst die Japanerinnen 2011 bewiesen!!!
    Und auch die Französinnen pflegen ja ein völlig anderes Spielerinnenideal!!!

    Leider hat PAULINE BREMER bis jetzt noch nicht soviel von ihren Teamkolleginnen lernen können!!!
    Und auch die „weiße Brasilianerin“, wie ANJA MITTAG einst genannt wurde, hat in Paris ihre frühere Technik noch nicht wiedergefunden!!!

    Ein Lichtblick ist für mich hier ISY KERSCHOWSKI, die sich in WOB nun so langsam mit dem Ball anzufreunden scheint!!!
    In Potsdam und auch in Leverkusen war das Spielgerät selten ihr Freund, und das konnte sie auch nicht immer mit ihrer Schnelligkeit wettmachen!!!
    Aber sie scheint mittlerweile das Selbstvertrauen gefunden zu haben, auch technische Dinge auszuprobieren!!! 🙂

    (0)
  • Volker sagt:

    „Es ist eine Folge der Selektion des DFB, nach großen-, kräftig-atlethischen Spielerinnen!!!“
    Das verstehe ich nicht, so eine „Selektion“ findet doch wohl zuerst in den Vereinen statt! Der maskuline Spielertyp wäre dann eher eine Alex Popp als eine Marozsan. Wie erklärt sich dann eine Mandy Islaker derzeitige Top Torschützin in der Liga? Sorry Detlef

    (4)
  • Dori sagt:

    @never-rest:
    „Warum P. Bremer bei vielen hier so gut weg kommt, ist mir ein Rätsel.“
    Ja, es war schon auffällig, dass sie fußballerisch nicht viel auf die Kette bekommen hat in dem Spiel.
    Dass keiner bisher darauf eingegangen ist, liegt wahrscheinlich daran, dass es ihr erstes Spiel seit langer Zeit für die Natio war. Ich finde, da sollte man nicht so streng mit ihr sein. Vielleicht bessert sie sich mit der Zeit noch. Wenn nicht, dann muss sie wohl um ihren Olympiaplatz zittern.

    Oder es lag daran, dass der Kommentator den Zuschauer mal wieder enorm beeinflusst hat. Er hat nicht nur Bremer und Kerschowski in der Anfangsphase enorm (und für mich zu sehr) gelobt, sondern zum Schluss Popp regelrecht mit Lob überschüttet. Popp war sicherlich die auffälligste Spielerin, aber in meinen Augen sicherlich nicht die beste. Dafür hatte sie zu viele Fehlpässe und über ihre Chancenverwertung will ich gar nicht erst reden.

    @Detlef:
    „Ein Lichtblick ist für mich hier ISY KERSCHOWSKI, die sich in WOB nun so langsam mit dem Ball anzufreunden scheint!!!“
    Kerschowski hat mir im Türkeispiel auch sehr gut gefallen, aber auch hier gehe ich wieder auf die Beeinflussung der Medien ein. Sie wurde danach auch in den Himmel gelobt, aber man darf trotzdem nicht vergessen, dass es „nur“ die Türkei war. Natürlich ist es nicht zu übersehen, dass sie sich auch in der Liga gesteigert hat, aber trotzdem hüte ich mich davor, eine Spielerin als künftige Stammspielerin für Olympia festzulegen (so wie es die Medien tun), bevor sie nicht auch gegen große Mannschaften (und vor allem konstant) gute Leistungen zeigt.

    (20)
  • OrbisJack sagt:

    Hab nur die 2. Hälfte gesehen. War viel zu wenig Fussball und viel zu viel Fehlpässe. Am meisten wurde durch ziellose Flanken (Ricthung Popp) versucht.

    Aber am Ende die 3 punkte und Qualifikation geschafft…in Rio hane ich wirklich keine Hoffnung dass die Deutschen was macht aber. Es wird wieder ein Gold fürs USA.

    (5)
  • Hannis sagt:

    @ Detlef

    Deinem ersten Kommentar kann ich zustimmen.

    In Bezug auf die Auswahl von großen, kräftig-athletischen Spielerinnen möchte ich aber anmerken, dass nun mal Geschwindigkeit, neben guter Technik und einer guten Athletik die Grundvoraussetzung für höherklassischen Fussball darstellt.

    Auch wenn die Aussage sicherlich nicht populär sein wird. Aber Fussball -auf dem Großfeld – ist nun mal ein Lauf- und Kampfspiel.

    Wen man sich aufgrund von Geschwindigkeitdefiziten und mangelnder Athletik nicht durchsetzen kann, wird man auf höhere Ebene scheitern. Dabei kommt es allerdings nicht auf Größe an. Eine Marta, ein Messi, dereinst Pele und Cruyff leben und lebten neben ihrer exzellenten Technik nun eben auch von ihrer Athletik und vor allem Geschwindigkeit (dabei sind alle genannten nicht groß oder kräftig)

    Die schnellen und athletischen Spielerinnen werden und würden sich auch in den Vereinen ohne irgeneine von Dir vermuteten DFB Auflage durchsetzen.

    Man muss natürlich trotzdem hinterfragen, weshalb es zu so vielen technischen Problemen und Unzulänglichkeieten kommt. In Bezug auf Technik langt es eben nicht den Ball hundert mal „hoch halten zu können“ und ohne gegnerischen Druck fantastische technische Spielchen machen zu können. Die Kunst ist eine saubere, schnelle Ballannahme und eine gutes Passspiel unter Druck und mit Geschwindigkeit. Das bedeutet für mich gute Technik nicht das „Ballhochhalten“.

    Als Quintessenz würde ich vereinfacht folgendes sagen. Eine sehr gute Technik ist extrem wichtig. Ohne Geschwindigkeit und ausreichender Athletik ist sie allerdings auf höhere Ebene nicht viel wert.

    Hinsichtlich Kerschowski habe ich auch meine Zweifel. Sie symbolisiert für mich eher den Typus Geschwindigkeit und Athletik mit -für die höheren Aufgaben – unzureichender Technik.

    Man sollte da in der Tat Spiele gegen 2. oder 3. klassiche Gegner nicht zum Maßstab nehmen. Ich persönlich würde sie nicht unter den besten 18 sehen. Aber ich lase mich natürlich gerne positiv überraschen (wenn sie denn selektiert würde und dann gut spielt)

    (16)
  • F.B. sagt:

    „Oder es lag daran, dass der Kommentator den Zuschauer mal wieder enorm beeinflusst hat.“
    Zweifellos. Man hat auch oft das Gefühl, dass schon vor dem Spiel feststeht, wer gehypt wird, völlig unabhängig von der Leistung. Es stellt sich die Frage, wie lustlos eine D. Marozsan noch spielen muss, damit sie mal kritisiert wird.
    Pauline Bremer wird ja im Grunde seit ihrem Wechsel zu Lyon maßlos gehypt, sie muss aber aufpassen, dass sie sich nicht in Richtung einer Ramona Bachmann entwickelt, d.h. sich nur auf ihre Schnelligkeit konzentriert und alles andere aus den Augen verliert. Ob sie sich auf hohem Niveau durchzusetzen vermag, ist zurzeit schwer zu beurteilen, beim „She believes Cup“ hat sie ja leider gefehlt. So wie ich Neid einschätze, wird sie bei Olympia auf jeden Fall dabei sein, sollte sie sich nicht verletzen.
    I. Kerschowski hat im Herbst bei Wolfsburg gegen starke Gegner einige gute Auftritte hingelegt, von daher traue ich ihr das auch bei Olympia zu. Sie hat in dieser Zeit allerdings auf der Linksverteidiger-Position gespielt. Ich denke aber dennoch eher nicht, dass es für einen Stammplatz reicht, da ja Simone Laudehr noch zurückkommt und Sara Däbritz sicher in Zukunft wieder auf die linke Seite rücken wird.

    @Hannis:
    Deine Idee mit der Raute finde ich auch gut. Es stellt sich sowieso die Frage, warum es immer zwingend eine Doppel-Sechs sein muss. Zurzeit hat man ja mit Lena Gößling nur eine richtig gute Spielerin für die Sechs, da bietet es sich auch an, sie dort alleine spielen zu lassen. Ich könnte mir Melanie Leupolz auch gut auf der Zehn vorstellen, links Däbritz und rechts Laudehr.

    @OrbisJack:
    Du schreibst, dass du keine Hoffnung hast, dass Deutschland bei Olympia was reißt, aber wer kommt denn sonst für die Medaillen infrage? Japan und England sind nicht dabei, Frankreich ist in den letzten Jahren bei Turnieren immer früh gescheitert und hat zurzeit (insbesondere in der Offensive) noch deutlich größere Probleme als Deutschland, Schweden traue ich auch nicht so viel zu. Die USA sind im Moment sicher das Maß aller Dinge, dahinter klafft aber eine große Lücke, so dass eine Silber- oder Bronzemedaille durchaus realistisch ist.

    (4)
  • Detlef sagt:

    @Volker,
    Die Auswahl beginnt natürlich zuerst in den Vereinen!!!
    Aber heute werden schon beizeiten in den U-Natios die Weichen gestellt, wohin es später einmal gehen soll!!!
    Und da bleibt den Verantwortlichen in den Klubs logischerweise nicht verborgen, worauf da besonders Wert gelegt wird!!!

    Ist es denn nur ein Zufall, daß seit ewigen Zeiten gerade mal eine Handvoll Spielerinnen technisch besonders herausragten???
    Da gab es eine Renate Lingor, und später eine LIRA BAJRAMAJ, mit gewissen Abstrichen auch noch eine NADINE KESSLER!!!
    Das alles ist für mich kein Zufall, sondern das traurige Produkt einer Selektionspolitik von ganz oben!!!

    @Dori,
    ich kann Dir in allem absolut zustimmen!!!
    Die Medien sind sehr schnell dabei, Spielerinnen zu hypen!!!
    ISY muß sich erst noch weiter bewähren, im Verein wie in der Natio, vor allem gegen starke Gegner!!!

    @Hannis,
    Natürlich ist Technik nicht alles!!!
    Aber Geschwindigkeit und Athletik eben auch nicht!!!

    Auch in der Buli sehen wir regelmäßig ein Fehlpaßfestival nach dem anderen, Ballverluste durch mangelhafte Beherrschung des Spielgerätes!!!
    Da gab es seit 15 Jahren kaum eine echte Verbesserung in Deutschland, weil darauf kein gesteigerter Wert gelegt wurde!!!

    Deine Beispiele sind alles Ausländer, die in den DFB-Gefilden kaum Förderung erfahren hätten!!!
    Zu klein, zu schmächtig usw!!!

    Die Behauptung des FF-Mainstreams, FF wäre technischer als der MF ist schlicht eine Lüge!!!

    Ich hoffe sehr, daß sich das endlich mal ändert!!!

    (1)
  • Hannis sagt:

    @ Detlef

    vieles was Du sagst ist richtig

    Aber Du tendierst wieder dazu, dem DFB (welcher scheinbar Dein Feindbild ist) alle Schuld zuzuschieben.

    Wenn die technischen Mängel so eklatant sind? Was machen denn die Jugend- und Vereinstrainer?

    Der DFB hat Spieler wie Reus, Lahm, Özil, Gündogan und co gefördert

    Ich habe nicht mitbekommen, dass Spielerinnen wie Smisek, Lingor, Meier, Panfil, Petzelberger, etc aufgrund ihrer Größe irgendwelche Nachteile gehabt haben sollten. Guila Gwinn gilt zur Zeit als eine der größten Nachwuchshoffnungen (technisch stark und schnell, aber nicht groß und kräftig)

    Ich stimme Dir zu, dass die Aussage, dass der FF technisch besser sei als der MF Quatsch ist, aber, dass Spielerinnen aufgrund der Größe beim DFB nicht gefördert werden würden ist ebenfalls Quatsch.

    (9)
  • Volker sagt:

    Sind wir uns doch mal einig, das diese Spiele gegen völlig unter klassige Gegner absolut keine Rückschlüsse auf die Qualität Einzelner oder der Mannschaft zulassen. Gehen wir davon aus das alle Spielerinnen nach Brasilien wollen und auch im Verein weiter kommen möchten zudem auch ein Bewusstsein für ihre Überlegenheit haben was vor allen für die Stamm Spielerinnen zutrifft dann ist es fast eine Dummheit für so ein Spiel eine Verletzung zu riskieren oder sich zu Verausgaben. Ein 2-0 reicht die Quali ist geschafft, Ende. Die Auswahl muss S.Neid treffen wer spielt oder nicht. So oder So ihre Kritiker und ein Menge selfmade Experten werden vorher und nachher ihren Senf abgeben. Der DFB führt regelmäßige Leistungstests für Nationalspielerinnen durch und das ist Gut so! Das diese Tests nicht von Pappe sind sollte jedem klar sein!

    (1)
  • OrbisJack sagt:

    @Volker

    Ja, das stimmt. Von Spiele wo ein sehr Starke Mannschaft gegen ein sehr Schwachen Mannschaft kann man sehr wenig lernen, besonders über die Starke die Starken Mannschaft (wenn das sinn macht).

    Seit Jahren gilt Lyon als das aller beste Mannschaft der Welt weil sie wöchtenlich solche riesen Siege feiert…aber Lyon hat 3 mal in Fo,ge die CL verkorkst, wobei die Lyon/PSG dominierte Französische Mannschaften auch regelmäsig versgat ihre ‚potenziel‘ zu erfüllen.

    Bei die Quali-Spiele kann man einfach nichts machen…aber dass das nicht auch in Liga Alltag passiert…

    (4)
  • holly sagt:

    meiner Meinung nach hat Maro mal wieder gestern viel zu weit hinten gespielt.
    Vielleicht ist Pauline Bremer aber auch garnicht so gut wie viele immer gedacht haben? Gut sie war in Frankreich lange und oft verletzt.
    Leonie Maier war gestern mal wieder mit Abstand die beste Deutsche.
    Warum bei einigen Isabell so schlecht weg kommt versteh ich garnicht. Gut sie ist sicher keine Supertechnikerin aber in einem gut ausgewogenen Team braucht man immer Kämpferinnen. Dafür ist sie auf jeden Fall ideal, ich denke sie ist auch eine der schnellsten in der deutchen N11.
    Gerade gegen Teams wie die USA braucht man solche Spielerinnen wie Isabell oder Tabea.
    Ok wir haben kein Tor aus dem Spiel geschossen. Chancen dafür gab es genung. Aber die Verwertung der Chancen war mal wieder unter aller Kanone

    (4)
  • never-rest sagt:

    Schätze mal, dass SN den Großteil des 18-köpfigen Olympia-Kaders schon im Kopf hat, es wird wohl keine Überraschungen geben:

    Schult Benkrath

    Maier Krahn Bartusiak Peter Kemme

    Goeßling Behringer Maoszan Däbritz Laudehr Leupolz

    Popp Mittag Islacker

    Streiten sich noch Kerschowski, Bremer, Blässe, Hendrichsu.a. um die letzten 2 Plätze. Nach den Eindrücken der letzten beiden Quali-Spiele hat Kerschowski gute Karten, weil sie sowohl hinten links als auch im offensiven MF spielen kann. Diese Vielseitigkeit könnte auch Blässe zugute kommen, auch wenn sie zuletzt nicht überzeugen konnte. Aber in einem Formtief befinden sich auch noch andere Spielerinnen wie z.B. Leupolz und Popp). Ich würde schließlich noch Huth als Joker (anstatt Bremer) mitnehmen, allein schon wegen ihrer konstant guten Saisonleistungen. Krahn ist jetzt nicht gerade meine Option, aber wegen ihrer Verdienste hat sie zum Karriereende ihren Platz bei Olympia trotzdem sicher.

    Ich befürchte, dass aufgrund von Verletzungen im Saisonendspurt noch die eine oder andere Spielerin ausfallen wird, so dass ohnehin noch Spielerinnen aus der 2. Reihe nachrücken werden.

    (5)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @holly
    > meiner Meinung nach hat Maro mal wieder gestern viel zu weit hinten gespielt.
    Hast Du Dich eventuell mal gefragt, ob das mit dem Fehlen von Lena Goeßling zu tun haben könnte? Vermutlich nicht!

    (2)
  • Herr Schulze sagt:

    Am allererstaunlichsten ist für mich die gigantische Diskrepanz zwischen der Spielbewertung in diesem Forum und dem, was die die durchgängig zufriedenen Spielerinnen selbst zum Spiel meinen.

    Zu Pauline Bremer möchte ich nur anmerken, dass sie nach ihrer Verletzung für Olympic Lyon erst zwei Mal jeweils nach der 60. Minute eingewechselt worden ist. In Lyon spielt sie inzwischen weit zurück im defensiven Mittelfeld, bzw. Verteidiger.
    Woraus sich die Einschätzung des Fernsehreporters speist, sie habe sich stark verbessert ist mir allerdings ein Rätsel.

    (10)
  • holly sagt:

    @SF, gegen einen Gegner wie Kroatien der sich aufs verteidigen beschränkt und auf Konter und den lieben Gott hofft hätte das auch andere machen können z.B. Däbritz Leupolz usw.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @holly
    Wenn, wie Du schreibst, Kroatien sich nur auf’s verteidigen beschränkt, hast Du das Spiel nicht gesehen, denn da gab es sehr wohl 2 für unsere Defensive nicht ungefährlichen Aktionen!
    Die eine davon solltest Du Dir in den DFB-TV-Highlights mal anschauen.
    Und ja, auch meine Oma könnte z.B. diese Rolle einnehmen! 😀
    Bei den Beiden von Dir Vorgeschlagenen wäre doch eine ziemliche Überforderung feststellbar gewesen, weil z.B. Leupolz derzeit nirgendwo eine Alternative abgibt. Sie läuft ständig hinterher und zwar ihrer Form, auch Eckbälle von ihr kann man vergessen. Schaue Dir mal die von Kerschowski zum Vergleich an!

    (1)
  • holly sagt:

    @ SF, naja nach vorne ging ja wohl bis fast garnix bei Kroatien.
    Ok, in HZ 2 hatte sie zwei Chancen. Im Gegensatz zum Hinspiel war ich von den Kroatinnen enttäuscht.
    Isabell auf der Maro Postion wäre totale Verschwendung ihrer Stärken gewesen.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @holly
    Nicht nur, dass Du plötzlich doch einlenkst zzgl. dem Verweis auf das Hinspiel, wie kommst Du auf den Isabell und Maro-Vergleich?
    Ich schrieb nur von der Qualität ihrer Eckstöße und nichts weiter gegenüber denen von Leupolz. 🙁
    Ich glaube, generell mehr überlegen vor dem Schreiben, wäre nicht ganz unangebracht.

    (-4)
  • holly sagt:

    @SF, ok da hab ich dann wohl was falsch verstanden. Wieso das ist kein einlenken. Es entspricht ja nunmal der Wahrheit das die Kroatinnen im Hinspiel viel besser gespielt haben. Was sind zwei Chancen in 90 Minuten?

    (-1)
  • Detlef sagt:

    @Hannis,
    Im Grunde sind wir wohl nicht so weit auseinander!!!
    Der DFB ist nicht mein „Feind“, aber er bietet für mich ständig Anlaß zur Kritik, und dabei gehts (zumindest mir) nicht um Bestechungsgelder an die Fifa!!! 😉

    Du nagelst mich jetzt etwas zu sehr auf die Körpergröße fest, aber darum ging es mir ja eigentlich gar nicht!!!
    Das Thema lautete;
    – mangelhafte Ballbehandlung,
    – hohe Fehlpaßquote,
    – fehlende Kreativität im Mittelfeld

    Deine Beispiele passen daher nur bedingt, denn Sandra Smisek war eher eine Läuferin und Kämpferin aber keine Technikerin!!!
    Ähliches trifft sicher auch auf Theresa Panfil und Ramona Petzelberger zu!!!
    Daher passen/paßten sie natürlich perfekt ins bisherige Schema der DFB-Elf!!!

    Bei Leonie Meier sind sicherlich schon sehr gute technische Fähigkeiten vorhanden, aber eine Technikerin wie Renate Lingor oder Dzsenifer Marozsan ist auch sie nicht!!!

    Nach der letzten-, erneut versemmelten WM kamen ja so Äußerungen, daß die Spielerinnen in Zukunft besser ausgebildet werden müßten,….und zwar von den Vereinen!!!
    Das war etwas völlig Neues, denn seither wurden die Kickerinnen ja nur in den DFB-Lehrgängen überhaupt richtig ausgebildet!!!
    Mittlerweile müssen wohl auch die DFB-Göttinnen zugeben, daß die Spiele in der Buli, im Pokal und in der CL oft anspruchsvoller und aussagekräftiger sind als alle Qualispiele der Natio!!! 😉

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ Volker:
    „Eigentlich halte ich nichts von solchen „Qualifikationen“ da Sie ein falsches Bild vom Frauenfussball zeichnen.“

    Gibt es denn ein völlig ‚richtiges‘ Bild vom Frauenfußball?
    Anders gefragt: ergibt sich ein zutreffendes Bild des Frauenfußballs nicht erst aus einer Gesamtschau all seiner Erscheinungsformen?
    Frauenfußball – das ist doch nicht nur die Glitzerwelt der Women’s Champions League! Frauenfußball ist genauso der Alltag auf den staubigen Ascheplätzen der Amateurspielklassen, wo vielleicht außer ein paar Familienangehörigen niemand zuschaut.
    Ob Qualifikationsspiele gegen inferiore Gegner, das WM-Finale vor 50.000 Zuschauern im Stadion (und zig Millionen weltweit an den Fernsehbildschirmen) oder die B-Juniorinnen-Bundesliga – all das sind einzelne ‚Facetten‘, die erst zusammen ein Bild des Frauenfußballs ergeben!

    (6)
  • Volker sagt:

    FFFan: Leider hast Du meinen Kommentar völlig falsch verstanden, ich gebe dir sogar völlig Recht. Vergleich doch mal die Einschalt Quoten bei ARD-ZDF 1,5-2 Millionen Zuschauer mit den Quoten bei Liga Spielen auf Eurosport 150 000. Der Gedanke liegt nah das die Breite Masse ein falsches Bild vom Frauenfußball bekommt und weiter das diese Qualifikation Spiele gegen schwache Gegner eher ein falsches Bild zeichnen.

    (-2)

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