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Sand gegen Wolfsburg im Pokal-Finale

Von am 3. April 2016 – 14.16 Uhr 47 Kommentare

Der SC Sand hat die Pokal-Sensation geschafft und durch einen verdienten Erfolg gegen den FC Bayern München das Finale im DFB-Pokal erreicht. Dabei ließ sich der Außenseiter auch durch einen Halbzeit-Rückstand nicht aus der Fassung bringen. Der VfL Wolfsburg wurde seiner Favoritenrolle gegen den SC Freiburg zwar gerecht, hatte aber viel Mühe.

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Der SC Sand zog mit einem 2:1 (0:1)-Sieg vor 2.250 Zuschauern im heimischen Kühnmatt-Stadion ins Finale im RheinenergieStadion von Köln ein. Dort trifft Sand am 21. Mai auf den VfL Wolfsburg, der den SC Freiburg mit 2:1 (1:0) in die Knie zwang.

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit gingen die Münchnerinnen ein wenig glücklich in Führung. Melanie Leupolz schickte mit einem perfekt getimten Pass Vivianne Miedema auf die Reise, die eiskalt zur Bayern-Führung verwertete (35.).

Bayern gibt Führung aus der Hand

Doch wer gedacht hat, dass dies für die in der Liga seit 40 Spielen ungeschlagenen Münchnerinnen bereits die halbe Miete ist, sah sich getäuscht. Denn der Gastgeber kam immer besser in die Partie, Bayern agierte insgesamt zu passiv. Jovana Damnjanovic gelang der verdiente Ausgleich (61.), als sie sich zielstrebig gegen Bayern-Abwehrspielerin Caroline Abbé durchsetzte.

Jubel des SC Sand im DFB-Pokal

Der SC Sand bejubelt den 2:1-Siegtreffer gegen den FC Bayern München © foto2press / Oliver Zimmermann

Van Bonn sorgt für Entscheidung

Sand war nun am Drücker und ausgehend von Claire Savin startete die Elf einen Angriff über den rechten Flügel, bei dem der Ball über Nina Burger den Weg zu Anne van Bonn, die mit einem platzierten Aufsetzer und der Hilfe eine Platzfehlers Bayern-Torhüterin Korpela überwand und somit die Pokal-Sensation perfekt machte (82.).

Unglaublicher Erfolg

„Wir haben im Innersten daran geglaubt, dass wir es schaffen, können, aber es ist unglaublich, dass es geklappt hat“, so Sands freudestrahlender Trainer Alexander Fischinger. Sein Gegenüber Thomas Wörle meinte: „Sand hat einen großen Fight abgeliefert und sich nie aufgeben und somit auch nicht unverdient das Spiel gewonnen.“

Enttäuschung bei Behringer

„Das ist eine große Enttäuschung. Wir waren heute nicht zwingend genug, als dass wir es uns verdient hätten. Wir sind schon schwer ins Spiel gekommen und etwas glücklich in Führung gegangen“, so Bayern-Kapitänin Melanie Behringer.

Wolfsburg kämpft sich ins Finale

Der VfL Wofsburg gewann gegen den SC Freiburg mit 2:1 (1:0). Alex Popp brachte ihr Team per Kopf nach einem Freistoß von Lena Goeßling früh in Führung (4.), Babett Peter baute die Führung in der an Chancen eher armen Partie die Führung nach schöner Flanke von Goeßling und Kopfball-Ablage von Popp aus (77.). Giulia Gwinn machte die Partie nach Pass von Selina Wagner noch einmal spannend (88.), doch anders als im Ligaspiel an gleicher Stelle brachte Wolfsburg die Führung über die Zeit.

Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Ich bin sehr erleichtert, die erste Halbzeit war ganz schwach. Am Ende haben uns auch die Kräfte gefehlt. Heute ging es nur darum, ins Finale einzuziehen.“

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

47 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Es gibt doch noch einen Fußballgott!!!
    Herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Pokalfinale an den SC Sand!!! 🙂

    Leidenschaftlicher Einsatzwille versus ideenlosem Bayerndusel, endlich konnte nach Twente und Jena mal wieder eine Mannschaft dieses unansehnliche Schachbrettgekicke bestrafen!!! 🙂
    Jetzt noch Freiburg, und dann gibt es in Köln ein badisches Pokalfinale!!! 🙂

    (6)
  • Dori sagt:

    Glückwunsch an Sand! Sie haben wirklich gekämpft und alles reingeworfen, was sie hatten.
    Ich weiß nicht, was mit Bayern los war (Wörle weiß es laut Interview übrigens auch nicht), aber sie haben ihr Potenzial fast gar nicht abrufen können. Sand hat es ihnen aber auch wirklich schwer gemacht. Kompliment. Bayern geschlagen, Frankfurt und Wolfsburg geschlagen und noch viele andere Mannschaften. Diese Saison können sie wirklich jeden schlagen und sind deshalb verdient im Finale. Ich traue ihnen übrigens auch zu, dass sie den Pokal gewinnen können.

    (12)
  • pinkpanther sagt:

    Das wäre dann sogar ein südbadisches Pokalfinale 😉

    (2)
  • enthusio sagt:

    Lina Magull und die spät eingewechselte Selina Wagner (trotz ihres schönen Assists) haben es nicht geschafft, ihrer alten Mannschaft Wolfsburg ein Bein zu stellen.
    Im Finale haben nun Laura Vetterlein und Jovana Damnjanovic die Möglichkeit, es gegen ihren alten Verein besser zu machen.

    Gratulation an Sand zu einer phantastischen 2. Halbzeit. Im Gegensatz zu Freiburgs blutleerem Auftritt haben sie voll überzeugt und verdient das Finale erreicht.
    Wolfsburg hat man die Englischen Wochen angemerkt, bei Bayern gab es diesmal unerklärliche und ungewohnte Abwehrschwächen, die von Sand gnadenlos ausgenutzt wurden.

    Und doch: Ein so kurioses Tor wie von Anne van Bonn habe ich noch nie gesehen. Wie hoch der Ball aufsprang ! 🙂 Was für ein Acker in Sand !
    Zum Glück findet das Finale unter anderen Bedingungen statt.

    Gute Besserung an Caro Hansen, hoffentlich ist es nichts Ernstes !

    (11)
  • translate sagt:

    @Dori, wann hat Sand „Frankfurt geschlagen“?

    (2)
  • never-rest sagt:

    Toll wie Sand den großen FCB nicht nur nieder gerungen sondern insbeondere in Hz.2 auch spielerisch bezwungen hat. Ein wunderscherschöne Einzelleistung von Damnjanovic beim Ausgleich. Traue Sand auch gegen WOB eine Überraschung zu, jedenfalls wenn die Wölfinnen wieder so schlecht, ich hätte fast gesagt „schlampig“ (tschuldigung), spielen wie heute. Fehler über Fehler im Wolfsburger Spiel. Nur als Beispiel die Luftnummer von Schuldt, die beinahe ein Tor für Freiburg zur Folge gehabt hätte. Bei WOB haben mir eigentlich nur Popp mit aufsteigender Form und Kerschowski nach ihrer Einwechslung gefallen. Blässe leider völlig von der Rolle. Hoffe auf eine fußballerisch ansprechenderes und spannendes Finale. Sand hat auf jeden Fall mehr Mumm als Freiburg.

    (5)
  • Altwolf sagt:

    Zunächst einmal einen GW nach Sand für diese große Leistung, jedoch auch ein Kompliment an den SC Freiburg, der nach ca. 30 min, nicht wie @enthusio es als „blutleer“ bezeichnete, das Heft in die Hand nahm, spielerisch deutlich besser agierte als die Wölfinnen, die letztendlich aus ihren wenigen Torchancen mehr daraus gemacht haben u. daduch, wenn auch etwas glücklich, ins Finale eingezogen sind.

    Erst am Freitag Abend aus Italien zurückgekehrt, merkte man ihnen die Müdgkeit u. fehlende Spritzigkeit doch an, so daß die Freiburgerinnen immer etwas schneller u. passsicherer agierten.
    Überragend dabei L.Magull.

    Die Verletzung von C.Hansen, als eine der wenigen „frischen“ Spielerinnen, erschwerte die Aufgabe noch, so daß immer mehr der Kampf und nicht die spielerische Klasse das Spiel bestimmte.
    Zm Glück konnte Caro auf eigenen Beinen zur Bank zurückkehren.

    ehr ist darüber noch nicht bekannt.

    (6)
  • Dori sagt:

    @translate
    Haben sie nicht? War es dann vielleicht Potsdam? Ich hatte das so in Erinnerung. Kann aber auch falsch sein. Aber der Kern meiner Aussage bleibt ja trotzdem derselbe: Sand spielt eine klasse Saison. Ich fände es wirklich super, wenn sie sich dafür im Finale selbst belohnen würden.

    (1)
  • Ann-Sophie sagt:

    Toll wie sich Sand entwickelt. Aufstieg, knapper Ligaerhalt und nun Platz 4 und Pokalfinale.

    Dort wird hervorragende Arbiet geleistet. Fischberger scheint ein großartiger Trainer und Motivator zu sein.

    Und um sich zu verbessern und um robuster zu werden scheut man sich auch nicht gegen Männermannschaften und gute B-Junioren testen.

    Vor 2 Jahren war man auf Augenhöhe mit den Frauen des FC Köln. Nun hat sich ein gewaltiger Abstand aufgebaut. In Köln testet man übrigens gerne gegen 2.Liga Mannschaften und zweitklassische niederländische Mannschaften. Dort sollte man sich nicht wundern, wenn man bald auch wieder die gesamte Saison über zweitklassisch spielt.

    (3)
  • Bernd Zeller sagt:

    Das Spiel des SC Sand hat begeistert, das war Fussball-Können eines gesamten Teams gegen langweilige Routine. Die Spielerinnen des FC Bayern mochten es selbst nicht glauben, was sich da um sie herum abspielte. So sieht Entzauberung aus. Der Finaleinzug des SC Sand kann dem Ligafussball insgesamt nur gut tun.

    Wer auf NDR das Interview mit Ralf Kellermann nach dem Spiel des VfL mitverfolgt hat, konnte die Philosophie eines Konzernteamtrainers erleben: auf die Frage, wie er die Finalteilnahme von Sand beurteile, antwortete er sinngemäß: die Verhältnisse in Sand seien miserabel und zum Fussballspielen nahezu ungeeignet, weshalb es kein Wunder sei, dass der FC Bayern ausschied. Das heisst für mich, der SC Sand sei unfair oder zufällig ins Pokalfinale geraten. Mehr „wir sind oben“ und „ihr seid unten“ geht nicht mehr.

    Deshalb am 21. Mai: machs nochmal SC Sand !

    (28)
  • Altwolf sagt:

    @never-rest
    Ich war ebenfalls nicht von der spielerischen Leistung meiner Wölfinnen angetan, aber sie haben sich gegen ein gutes Freiburger Team mit Einsatz und Willen durchgesetzt.

    Meinen Respekt haben sie, denn kein Team hat in den letzten Wochen so viele Spiele absolvieren müssen, wie der VFL.
    20.03. hier gegen d.1.FFC Frankfurt,23.03. hier gegen ACF Brescia,27.03. in Sand, dann Reise nach Italien mit Spiel am 30.03., Rückreise und jetzt am 3.04. das Pokal-Halbfinale.Alles keine leichten Gegnerinnen u. Spiele, wo ihnen alles abverlangt worden ist. Zeit für die Regeneration ? Da blieb nicht viel übrig.

    Sie sind keine Maschinen,sondern Spielerinnen, wie die anderen auch und der Kader ist deshalb nicht deutlich größer und es lassen sich leistungsmäßig auch bei WOB nicht alle gleichwertig ersetzen und deshalb auch einige Spielerinnen immer dabei.

    Das Spiel in Köln wird sicherlich unter anderen Vorraussetzungen erfolgen.

    (3)
  • F.B. sagt:

    Ralf Kellermann hat eigentlich alles wesentliche zur Leistung im Interview nach dem Spiel gesagt. Mit Abstand das schwächste Spiel in diesem Jahr, keine einzige wirklich herausgespielte Torschance. Das Auswärtsspiel in Brescia als Ausrede für diese Leistung herzunehmen, ist mir auch zu schwach. Insgesamt ein durchaus glücklicher Sieg. Man kann froh sein, dass man eine Lena Gößling hat, die mit ihren Freistößen, Ecken und Flanken immer wieder wichtige Tore und meistens das 1:0 vorbereitet. Schleierhaft ist mir aber, warum sie nach der Halbzeit nicht ins Mittelfeld hervorgezogen wurde, wo doch Bussaglia und insbesondere Simic einen rabenschwarzen Tag erwischten. Wer die Illusion hatte, dass Wolfsburg mit diesen beiden Spielerinnen auf der Doppel-Sechs gut aufgestellt ist, wurde heute eines besseren belehrt. Man darf auch hoffen, dass Vanessa Bernauer bald zurückkommt.
    Anna Blässe hat mir heute sehr viel besser gefallen als in den Spielen zuvor, mit Abstand die auffälligste Offensivkraft. Dafür Tessa Wullaert mit einem gebrauchten Tag. Bei Caro Hansen sah es erst sehr übel aus, zum Glück konnte sie dann aber wieder alleine laufen, so dass es hoffentlich nicht allzu schlimm ist und es sich nur um eine Dehnung handelt.

    (3)
  • bale sagt:

    freue mich sehr aufs finale alleine,das sand mal in einem riesigen Stadion spielen kann ist doch toll und die Bayern keine championsleague spiele und trotzdem ohne Leidenschaft gespielt ist die luft schon raus,aber manchmal schreibt der Pokal eigene gesetze und alles auf den rasen schieben nee nee.dann soll dfb neuen rasen verlegen bei wichtigen spielen oder Fcb.
    und Wolfsburg ja das war arbeitssieg und jetzt ein bisschen regenerieren Mädels.

    (5)
  • Dori sagt:

    @bale
    Bayern hat nichts auf den Rasen geschoben. Sie haben zugegeben, dass das 2:1 aufgrund des Rasens zwar unglücklich war, aber insgesamt ihre Leistung einfach nicht gereicht hat. Der, der wegen des Rasens gemeckert hat, war Kellermann.
    Ich kann ihn da aber durchaus verstehen. In der Bundesliga sollte der Rasen schon besser sein, aber er hat es so formuliert, als würde Sand es mit Absicht machen, um bessere Chancen gegen technisch bessere Mannschaften zu haben, was ich schon sehr unfair von ihm finde.

    (14)
  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Jaja, es ist schon eine große Bürde und Last, in der CL aktiv zu sein!!!
    Vielleicht setzt Ihr nächste Saison mal damit aus???
    Es gibt bestimmt Mannschaften, die sehr gerne mit Euch tauschen würden!!! 😉

    Mehrfachbelastungen sind etwas völlig Normales für Topmannschaften, und dafür sollte eigentlich auch der Kader entsprechend aufgestellt sein!!!
    Brescia war zudem kein wirklich starker Gegner, und auch die Reisestrapazen waren wohl eher moderat!!!
    F.B. bringt es deshalb auf den Punkt, daß man schlechte Leistungen nicht mit den Mehrfachbelastungen entschuldigen darf, zumal sich die Verletzungssituation bei WOB in überschaubaren Grenzen hält!!!

    Natürlich kann man da auch nicht immer Zauberfußball zeigen, sondern muß zur Not auch mal die Brechstange rausholen!!!
    Letztendlich hat WOB seine Pflichtaufgaben zuletzt erfüllt, und nur darauf kommt es ja an!!!

    @Bernd Zeller,
    Tja, das war ja mal eine Aussage von Herrn Kellermann!!!
    Hoffentlich rächt sich diese Überheblichkeit sowohl in Köln, als auch in der Liga!!!
    Also, auf gehts SC Sand!!!

    (9)
  • Altwolf sagt:

    @Bernd Zeller.

    Die Interpretation der Worte R.Kellermanns über den Zustand des Spielfeldes in Sand sollte man nicht so „polemisch“ darstellen, denn das Spielfeld ist nun mal nicht auf dem Niveau der anderen Spielfelder. Dort können Flach – u. Kurzpaßspiel kaum sicher getätigt werden. Ich habe die Verhältnisse vor Ort am 27.03. gesehen und da hat R.Kellermann nun mal Recht.

    Zuvor hatte er Ähnliches gesagt, daß eben diese Platzverhältnisse eher für ein kämpferisches und nicht für ein technisch spielendes Team geeignet sind.

    Nirgends hat er dezidiert eine Absicht des SC Sand unterstellt, aber man darf sich schon fragen, ob die Platzverhältnisse, bei Teilnahme an der AFB, nicht in einem besseren Zustand sein könnten.

    @Detlef.
    Was ist denn daran „überheblich“ ? Eher ist die Auslegung von @Bernd Zeller unpassend, dies in „wir da oben“ und „ihr da unten“ umzumünzen.

    Auch habe ich die schwache Leistung der Wölfinnen
    nicht damit erklärt, sondern ich sehe die fehlende Spritzigkeit u. auch fehlende geistige Frische als Resultat der unzureichenden Regeneration.

    Ob nun Top-Team oder nicht, solche Belastungen und Reisen machen nicht fitter und fordern entsprechende Regeneration.
    Wie Du richtig resümierst haben sie das „richtige“ Ergebnis hinbekommen, was letztendlich zählt.
    Beschwert hat sich keiner darüber, noch in allen 3 Wettbewerben vertreten zu sein, jedoch darf man bei dieser hohen Belastung auch mal mit schmalerer Fußballkost zufrieden sein..

    (-9)
  • never-rest sagt:

    OK Altwolf, du hast natürlich Recht. Aber die Wölfinnen könnten besser mit ihren Kräften haushalten, wenn einfach mal der Ball über viele Stationen in den eigenen Reihen läuft und geduldig auf die Chance, für ein schnelles Zuspiel in die Spitze gewartet wird. Stattdessen wird bei WOB gefühlt jeder 3. Ball lang in den freien Raum anstatt passgenau geschlagen. Infolge der ungenauen weiten Pässe werden die Kräfte in nutzlosen Sprints vergeudet. Genauso unnötig sind auch die vielen Ballverluste, die Goeßling, Bachmann u.a produzieren, weil sie sich nicht rechtzeitig vom Ball trennen können und die besser postierte Mitspielerin nicht sehen, oder die sinnlosen, zermürbenden Zweikämpfe von Popp weit vor dem Tor (heute hat sie sich endlich mal wieder auf das Wesentliche konzentriert) usw. Der Ball muss nach jedem leichten Ballverlust erst wieder aufwendig zurück erobert werden. All das kostet viel Kraft, die bei dem aktuellen Wettkampfstress nicht unendlich vorhanden ist. Was ich sagen will: WOB spielt derzeit m.E. nicht effizient und clever genug für ein Spitzenteam. Gerade im MF fehlt eine oder besser mehrere Spielerinnen, die bei Bedarf das Tempo auch einmal heraus nehmen und einfach den Ball laufen lassen können, um dann schnell auf Angriff umzuschalten, wenn sich eine Gelegenheit bietet. Bussaglia, Simic, Hansen etc. waren dazu heute nicht in der Lage. Halte deshalb übrigens auch überhaupt nichts von einer Dauerlösung mit Goeßling in der Innenverteidigung. Dann schon lieber in der Abwehr mit einer 3-Kette (inkl. Wedemeyer).

    Freiburg hat eine zeitlang ordentlich mitgehalten, aber für meinen Geschmack zu schnell aufgesteckt. Für die nächste Saison wünsche ich mir, dass Magull nach WOB zurück kommt und dann anstelle von Bachmann und/oder Simic eine tragende Rolle im MF übernimmt. An ihrer Körpersprache sollte sie aber wenn möglich noch arbeiten. Sie wirkt immer so schnell verzeifelt oder verzagt, wenn etwas nicht wie gewünscht gelingt.

    (8)
  • enthusio sagt:

    „Die Bedingungen, die in Sand herrschen, sind unwürdig für den Frauenfussball.“ (Zitat Ralf Kellermann im ndr-Interview nach dem Spiel).
    Damit spricht er mir aus der Seele. Ich kann mir lebhaft vorstellen, was im Männerfussball los wäre, wenn ein Pokal-Halbfinale auf solch einem „Acker“ ausgetragen würde und das Siegtor auf einen Platzfehler zurückzuführen wäre. Die äußeren Bedingungen in Sand sind einfach katastrophal und eines Bundesligavereins unwürdig. Insofern kann ich die Kritik an Kellermann überhaupt nicht nachvollziehen. Ich nehme an, dass Bernd Schröder ähnliche Worte gefunden hätte.

    Trotzdem hat Sand aufgrund einer starken kämpferischen Leistung in der 2. Halbzeit völlig verdient gewonnen und steht völlig zu recht im Finale. Trainer und Mannschaft kann man zu diesem großen Erfolg nur ganz herzlich gratulieren. Übrigens hat Kellermann im o.g. Interview Sand zunächst zum Weiterkommen auch ehrlich gratuliert, bevor er die unwürdigen Platzverhältnisse kritisierte.

    @Altwolf:

    Ich wundere mich, dass Du „ein gutes Freiburger Team mit Einsatz und Willen“ gesehen haben willst.
    Viel treffender ist auf der Homepage der „Wölfinnen“ zu lesen: „Eine merkwürdige Schwere lag inzwischen über der Partie, weil sich beide Mannschaften belauerten, ohne dass sich etwas bewegte.“
    Dafür dass Freiburg noch nie ein Pokalfinale erreicht hat, fehlte mir in einem so wichtigen Spiel gegen einen müden Gegner Leidenschaft, Moral und das Fighten um jeden Ball. Im ganzen Spiel hatte Freiburg – abgesehen vom Anschlusstor durch Gwinn – eine einzige nennenswerte Torchance, als Bussaglia auf der Linie rettete. Wolfsburg Defensive stand ansonsten bombensicher und Magull war zwar bemüht, aber keineswegs überragend.
    Wolfsburg hat nach dem frühen Führungstor nur das Nötigste getan und damit auch dazu beigetragen, dass man vor dem Fernseher fast eingepennt ist. Aber letztlich haben sie sich nichts vorzuwerfen, während Freiburg in meinen Augen leichtfertig eine große Chance vertan hat.

    Sand dagegen hat immer an sich geglaubt und die „unbesiegbaren“ Bayern mit Willen und Leidenschaft ausgeschaltet.
    Auf jeden Fall hat mir das „Sand-Spiel“ von den drei Spielen, die ich in dieser Woche gesehen habe (also inclusive Frankfurt-Rosengard) mit Abstand am besten gefallen.

    (-6)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf: In der Offensive haben heute mit Alex Popp, Tessa Wullaert und Caro Hansen drei Spielerinnen gestanden, die am Mittwoch keine Minute gespielt haben. Einzig Zsanett Jakabfi hat gegen Brescia 90 Minuten auf dem Platz gestanden, dafür hat sie aber in den Spielen zuvor nicht so viel gespielt. Die eingewechselten Anna Blässe und Isabel Kerschowski haben in der letzten Zeit des Öfteren mal auf der Bank gesessen, dasselbe gilt für Ramona Bachmann. Die schwache Offensivleistung kannst du folglich nicht auf mangelnde Regeneration zurückführen. Sehr viel gespielt haben zuletzt die Defensivspielerinnen, aber die Defensive war heute sicher nicht das Problem.

    (3)
  • enthusio sagt:

    Hier ein netter Bericht zum Sensationssieger Sand und seinem sympathischen Trainer Alexander Fischinger:

    http://swrmediathek.de/player.htm?show=4c8cda70-f9be-11e5-94e5-0026b975e0ea

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „Nirgends hat er [R.Kellermann] dezidiert eine Absicht des SC Sand unterstellt…“

    Leider doch. Oder wie soll man eine Aussage wie „da wird auch nichts gemacht… die arbeiten mit allen Tricks“ anders verstehen?

    (17)
  • FFFan sagt:

    Spielanalyse zu Sand-Bayern aus Bayernsicht:

    http://miasanrot.de/sand-fcb-frauen-pokal/

    (3)
  • Zaunreiter sagt:

    Was die sog. „Platzverhältnisse“ angeht.
    Ich habe diesen sog. „Welttrainer“ von anno 2014, Kellermann, schon mal demütiger in Interviews erlebt. Herr Kellermann braucht mal wieder eine Runde Demut.

    Und ich gönne es den Frauen aus Sand! Dieses Spiel der Bayern empfand ich als so nervig, dass ich irgendwann mal umgeschaltet habe. Da war das andere Spiel doch lebendiger.

    (5)
  • OrbisJack sagt:

    Ich glaub Kellermann drück einfach das aus was viele im DFB usw denken über diese Finale…nicht die ‚Traumfinale‘ auf dem sie gesetzt haben. Nachdem Potsdam sich von der Spitze verabschiedet haben, ist diese Sand einfach ein Dorm im Auge für die grossen 2. Frankfurt haben die im Kauf genommen aber eine andere Mannschaft die gefhrlich wird…nein danke,

    Im allgemein finde ich das die Vorherrschaft die grossen 2 nichr so vorangeschritten ist wie sie es haben möchten, und ab und zu die Frust kommt zu erscheinen.

    Als er über die Schiri beschwert hat hat er auch behauptet die würde *seine* Mannschaft benachteiligen, nicht dass sie eine kritische Fehler macht die entweder die ein oder andere Mannschaft betrifft. Jetzt auch mit ‚alten Tricks‘.

    Die wollten ein etwas einfachere Saison haben…die Titel unter sich selbst machen, Pokalfinale verkaufen und die CL qualifikation nie im Gefahr haben…naja, ab Nächstes Jahr wird es wie gewollt laufen.

    (-9)
  • Aldur sagt:

    Zaunreiter sagt:
    „Dieses Spiel der Bayern empfand ich als so nervig, dass ich irgendwann mal umgeschaltet habe. Da war das andere Spiel doch lebendiger.“

    Ich empfand es genau umgekehrt. Das Spiel der Bayern war sicher kein fußballerischer Leckerbissen, lebte aber von der Spannung, während im zweiten Halbfinale mit der frühen Führung von WOB irgendwie schon die Luft raus war, so dass ich mich dort zur Halbzeit ausgeklinkt habe.

    Sands Finaleinzug ist angesichts der kämpferischen Vorstellung gestern sicher nicht unverdient. Das Ausscheiden der Bayern ist nur insofern schade, als das ein Gipfeltreffen im Endspiel, vor allem mit dem zugkräftigen Namen FC Bayern, möglicherweise ein paar mehr Leute nach Köln gelockt hätte, als der außerhalb der Frauenfußballwelt wohl weitgehend unbekannte SC Sand.

    Im Endspiel ist Sand sicher Außenseiter, aber in einem einzelnen k.o.-Spiel ist immer alles möglich und Sand hat WOB in dieser Saison schon einmal außerhalb des eigenen „Acker“ 😉 besiegt.

    Unter der Maßgabe, dass Bayern 2012 noch kein Spitzenteam war, während Duisburg 2010 noch zur absoluten Spitze gehörte, ergibt sich bis 2007 zurück eine kuriose Serie, dass sich in den ungeraden Jahren jeweils zwei Spitzenteams im Finale treffen, während in den geraden Jahren jeweils ein Underdog das Pokal-Endspiel erreichte (2008 Saarbrücken, 2010 Jena, 2012 Bayern, 2014 Essen, 2016 Sand). Das ist wohl auch nicht alltäglich.

    (6)
  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    sorry, für mich klingt das doch sehr von oben herab!!!
    Nach dem Motto; „könnt ihr euch keinen besseren Rasen leisten“???
    Das zeigt doch, wie heute nicht mehr richtig distanziert werden kann, vor lauter Scheinprofessionalisierung!!!

    Sand ist ein Dorfverein, so wie es die Bayern-Ladies noch vor 2 Jahren waren, und der SC Freiburg, als sie noch in Sexau spielten!!!
    Es ist eben nicht so, daß überall die gleichen Möglichkeiten vorhanden sind wie in den Millionärsklubs!!!

    Die Rahmenbedingungen in Sand sind zwar limitiert, aber dafür macht der Enthusiasmus und das Engagement sehr viel wett!!!

    (17)
  • Dori sagt:

    @OrbisJack
    Du wirfst Kellermann vor, dass er anderen Clubs, Schiris etc etwas „unterstellt“, wobei du ihm selbst „unterstellst“, dass er alles nur tut, um zu gewinnen oder sich rechtfertigen zu können, wenn sie verlieren. Weder das eine noch das andere ist bewiesen.

    Fakt ist, dass Kellermann grundsätzlich recht hat, dass solch ein Rasen nicht in die Bundesliga gehört und auch nicht in ein Pokal-Halbfinale. Auch von Bayern hat man im Vorfeld gehört (nicht nur letzte Woche vor dem Spiel, sondern auch schon letzte Saison), dass in Sand die Bälle nicht immer richtig aufgepumpt sind und der Rasen zu lang ist und auch Frankfurt hat sich schon des öfteren beschwert. Es kann also nicht nur daran liegen, dass die großen Vereine Angst haben, dass Sand sie blamieren könnte, zumal Sand in der letzten Saison gerade aufgestiegen war und noch nicht zum oberen Drittel der Tabelle gehörte, also keine große „Gefahr“ darstellte.
    Bisher ist Kellermann der einzige, der öffentlich ausspricht, dass Sand den Rasen extra manipuliert, um dadurch Vorteile zu haben, was natürlich gar nicht geht. Ob er letztendlich die Wahrheit sagt oder nicht, das weiß man natürlich nicht, aber solange er keine Beweise dafür hat, sollte er so etwas auch nicht öffentlich sagen.

    (1)
  • Maskal69 sagt:

    Ich kann Herr Kellermann bei seiner Aussage über den SC Sand nur zustimmen. Manchmal frage ich mich schon, zu welchen Kriterien der DFB die Lizenz für die FBL vergibt.

    (-18)
  • holly sagt:

    genau das ist es, es gibt bestimmungen bzw müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden für die 1 Liga oder Pokal beim DFB.
    Das war das DFB FF Pokal HF. Wenn ich nicht gewusst hätte wer da spielt, dann hätte ich auf irgendein 5 klassigen MF Team getippt. Das bei Sand die Infastruktur fehlt dafür können sie natürlich nichts. Sorry aber man kann den Rasen mal mähen wässern usw.
    Und Herr Kellermann ist nicht der einzige Trainer der die Verhälnissse in Sand nicht erstligareif findet.
    ach und übrigends Jens Scheuer von Freiburg sieht ganz dringenden Redebedarf mit dem DFB wegen den Schiedsrichterleistungen. Also auch da steht Herr Kellermann nicht allein da.

    (-4)
  • OrbisJack sagt:

    @Maskal @Dori

    Also gut,dann schmeissen wir Sand raus. Und gleich alle andere Vereine die nicht a) zum PR-Abteilung eine Männerverein gehört oder b) von eine Weltkonzern eine €20m Stadion gebaut kriegt.

    Was denken sie sich dabei diesen Sand/Jena/Essen/Frankfurt? Haben sie nicht kapiert die schöne neue Welt von St. Ralf, wo jeder Woche Wolfsburg und Bayern gewinnt, vor ca. 500 fans plus ein paar Tourisiten die sich verlaufen haben?

    (Das war Ironisch gemeint, falls ihr dass nicht mitkriegt)

    Wie *GENIAL* haben sie es da in Sand gemacht dass die Rasen so perfekt scheisse entworfen ist das es NUR eine Sand Distanzschuss ablenken könnte, und extra so gemacht dass es bei eine Bayern Schuss gar nicht rein geht? (auch ironisch).

    Hätte er gemeckert wenn er und die DFB die Finale gekriegt hat die sie sich festgeplannt haben? Wohl nicht.

    Und übrigends…wenn man über“Fairer“ Verhältnis spricht…Moment mal…sorry,man darf nicht über das Geld sprechen…tut mir leid, habe vergessen…

    (-5)
  • Dori sagt:

    @OrbisJack
    Ich könnte dir jetzt einen Roman schreiben, aber ich versuche mich kurz zu fassen, weil ich meinen freien Tag noch ein bisschen genießen möchte.

    1. Alle anderen Teams schaffen es auch, ihren Rasen halbwegs ordentlich zu halten. Niemand verlangt von ihnen mit Leder überzogene Sitze oder Sonstiges. Nur einfache Rasenpflege. Man braucht kein reicher Club zu sein, um das zu schaffen.
    2. Verschiedene Teams haben verschiedene Spielstile und kommen deshalb verschieden gut mit diesem Rasen klar. Es geht also nicht nur darum, ob ein Ball ins Tor gelenkt wird oder nicht, sondern eher darum, dass ein Team, das mehr kombiniert, viel schlechter auf dem Rasen zurecht kommt als ein Team, das sich eher durch typischen Bolzplatzfußball und körperbetontes Spiel auszeichnet.

    (8)
  • OrbisJack sagt:

    @Dori

    Körperbetont….als ob die grossen das auch nicht einsetzt. Aber warum sollte Sand ihre Rasen so haben die die anderen ein Vorteil schafft wenn sie schon so viele geniessen? Viele vermeintlichen „kleine“ Verein haben in Fussball die Grossen geärgert mit alles was die sich ausdenken könnte, weil sie nicht mit den Teueren gekaufte Gegner nicht einfach so mithalten kann. Sehe eine Wimbledon oder Stoke City aus der Premier League.

    Ja…die Grossen mögen es nicht…aber ist die Liga nur so maßgeschnitten das alles für sie da ist?

    (-1)
  • Altwolf sagt:

    @never-rest.
    So, wie Du das jetzt detailiert kommentierst, bin ich bei dir.

    Das MF ist wahrlich mit J.Simic u.E.Bussaglia nicht überdurchschnittlich besetzt und ich hoffe L.Magull nimmt bei der Rückkehr Julias Platz ein. Auch die Effektivität des Spielaufbaues mit den von Dir aufgezeigten Mängeln strotzt nicht gerade von Spielintelligenz.
    Da hat L.Magull doch deutlich mehr Ideen am Sonntag gezeigt, als die Konkurenz auf der anderen Seite.

    Ich bin auch von Lenas neuer Rolle nicht so beglückt, doch offenbar erhofft R.Kellermann sich bei immer mehr zunehmendem Gegenpressing einen besseren Spielaufbau aus der Abwehr heraus.
    Die langen, wenig genauen Pässe, über das MF hinweg, machen das dann nicht möglich, es sei denn Lena spielt sie gut in den Raum u. eigene Spielerinnen können den Ball dort annehmen.

    Freiburgs Problem war die Spielweise im Bereich d. 16ers,wo sie dann die Zielstrebigkeit vermissen ließen u. die rel.gute Defensive WOBs nicht aushebeln konnten.

    @enthusio.
    Ich hatte schon im Stadion den Eindruck eines engagierten freiburger Teams und gerade ihr Spielaufbau hat mir besser als das eigene gefallen, da sie auch passsicherer waren.

    Ich war mir nach dem 1:0 nicht sicher, ob die Wölfinnen gerade in der letzten 1/4 Stunde der 1.HZ nicht doch den verdienten Ausgleich fangen. Da haben die SClerinnen richtig viel Druck gemacht und die Wölfinnen am 16er eingeschnürt.

    Auch meine Mitzuschauer hatten schon den Eindruck eines starken SCs und am Einsatzwillen hat es wahrlich nicht gemangelt.

    Das ganze Spielfeld vor Augen, vermittelt ein Spiel doch oft einen unterschiedlichen Eindruck zum TV-Bild.

    @Detlef.
    Was soll das. Jetzt bleib mal bei der Realität.
    Der SC Sand ist mir durchaus ein sympatischer Club, aber auch dieser Club bekommt vom DFB die Allianz-Sponsorengelder, auch sie können gute Spielerinnen verpflichten, auch sie haben e. hauptamtlichen Trainer. Sie haben e. Sportzentrum mit Kunstrasenplatz und ihren „Arbeitsplatz“ lassen sie in so einem Zustand ? Dazu ist er noch kleiner als die normalen Maße es vorgeben.
    Das sonstige Engagement und die Leistungen des SC Sand stellt da ja auch niemand in Frage.

    Warum haben es alle anderen Clubs der AFB geschafft einen erkennbar besseren Zustand ihres Platzes zu gewärleisten ?

    @OrbisJack.
    Auch wenn es „ironisch“ gemeint ist, aber offenbar hast du Leistungssport nur von der Tribüne aus verfolgt, sonst wüßtest du, das bestimmte Vorraussetzungen einfach erforderich sind u. gerade beim Fußball sind Unebenheiten auch ein höheres Risiko sich zu verletzen.

    Zum Schluß nochmal die Frage, warum man offenbar als Trainer
    seine durchaus begründete Meinung nicht öffentlich machen kann ohne gleich einen Sturm der Entrüstung und Anfeindungen zu erhalten. So schläft der DFB weiter vor sich hin und vielleicht notwendige Änderungen sind grundsätzlich ausgeschlossen.

    Da lobe ich mir doch B.Schröder, als einen der Wenigen, die eben auch mal den Mund aufmachen, auch wenn ich nicht unbedingt seine Meinung in allen Dingen teile.

    (-4)
  • sonic sagt:

    „da wird auch nichts gemacht… die arbeiten mit allen Tricks“

    Wenn Kellermann das so gesagt hat, folgt natürlich im Umkehrschluss, daß Wolfsburg ebenso mit Tricks arbeitet indem es seinen Rasen regelmäßig mäht, wässert usw. damit das eigene Team, welches eher versucht zu kombinieren, Vorteile daraus zieht. Aus Sander Sicht ist das sicherlich eine ganz, ganz große Sauerei, Frechheit und eigentlich unzumutbar.
    Außerdem auch noch unlogisch, schließlich hat Sand auf dem feinen Rasen in Wolfsburg gewonnen und Wolfsburg auf dem Acker in Sand. Wie ist das nur zu erklären? Vielleicht sollte Wolfsburg zwei Wochen den heimischen Rasen nicht mehr mähen und eine Kuhherde drüberjagen. Betrachtet man die relative Heimschwäche von Wolfsburg diese Saison, sollte das eine Überlegung wert sein. 😉

    Das ist ja auch nichts neues. Im Männerfußball wird doch gerne mal mehr oder weniger oder auch gar nicht gewässert, um dem Gegner das Spiel schwer zu machen.

    Ich finde das alles völlig legitim, das ist einfach Teil des Heimvorteils, wie der Wind auf den Faröer oder die Höhenlage von Quito. Die Unterschiedlichkeit der Plätze macht das ganze doch interessanter. Den Drang zur Eintönigkeit, den manch einer hier am besten noch vom DFB durchgesetzt haben will (Reglementieren die nicht schon genügend und wird damit nicht ein Teil der Fußballkultur zerstört?), teile ich absolut nicht. Wenn das für die Diven aus München, Wolfsburg oder Frankfurt zu viel ist und sie deshalb das Spielen einstellen – Pech gehabt, dann verdienen sie es auch nicht zu gewinnen.

    Eigentlich eine Mücke, weshalb versucht nur alle Welt daraus einen Elefanten zu machen?

    (11)
  • shane sagt:

    @dori:

    (zu 2) und wieso muss ein „bolzplatz“-team dann dafuer sorgen, dass ein tiki-taka-team auf ihrem platz gut zurechtkommt? wieso sollte es sich selbst, freiwillig, benachteiligen? solange der platz den gueltigen regeln entspricht, haben sich andere teams nicht oeffentlich, ueber die medien, zu beschweren. sie koennen gern gegenueber dem dfb protest einlegen. und/oder dort lobbyarbeit betreiben, dass die regeln professionalisiert werden. aber jemandem vorwerfen dass im rahmen der regeln der eigene vorteil gesucht wird? das laesst eine/n nur selbst dumm aussehen.

    (zu 1) reich muss der klub vielleicht nicht sein, aber die entsprechende infrastruktur (geschaffen) haben (was durchaus geld kostet). in liga2 werden ja offensichtlich deutlich schlechtere plaetze bespielt. leider stellt einem der dfb bei aufstieg kein neues, liga1-taugliches stadion bereit. und die zusaetzlich in liga1 fliessenden zuschuesse sind jetzt auch nicht so ueppig, das mal eben aufgeruestet werden kann. insofern sieht mensch die geschichte der vereine durchaus an ihren platzverhaeltnissen (auch ueber herford gab’s beschwerden. und in bremen scheint platz11 auch nicht wirklich ueber schlammgrube hinauszukommen – und dort gehoert frau immerhin zu nem hochklassig-etablierten maennerverein). wer sich laenger in liga1 haelt, ruestet im allgemeinen auch irgendwann auf.
    klar, wo sand da besonders gut mit fuhr, sind sie da vermutlich jetzt nicht grad erpicht darauf. aber, ich bin ueberzeugt, dass sich das ueber lang nicht halten laesst. denn auch als dorf-david denkt mensch irgendwann auf dem weg zum goliath ans image.

    (3)
  • shane sagt:

    ich wunder mich ja, welches spiel jens scheuer da angeschaut hat: http://tv.dfb.de/video/highlights-vfl-wolfsburg-vs-sc-freiburg/13831/

    wob war ihne frage nicht gut. aber war der sc deswegen besser und hat hauptsaechlich wegen grenzwertiger schiedsrichterentscheidungen verloren? naja, naja. vielleicht sollte er sich das sand-spiel anschauen, dann nochmal das spiel seiner mannschaft, und dann nochmal die analyse wiederholen. da hat m.e. doch deutlich mehr gefehlt als ein quentchen glueck bei „kleinigkeiten“.

    (3)
  • shane sagt:

    interessant, dass hier just bernd schroeder als kritik-kronzeuge herangezogen wird. wo ich von ihm nun gerade keine kritik an der platzqualitaet bei anderen vereinen erwarte. und schon gar nicht bei „underdog“-vereinen; hoechstens an jener des vom dfb gestellten finalplatzes. aber das ist mein ganz persoenlicher schroeder-eindruck, der keinen anspruch auf objektivitaet erhebt.

    (5)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „…und das Siegtor auf einen Platzfehler zurückzuführen wäre.“

    Das ist eine Legende! Im Video ist zu erkennen, dass der Ball nach van Bonns Schuss noch leicht abgefälscht wird. Dadurch ändert sich die Rotation des Balles und er springt auch anders ab als von Korpela berechnet. Ein „Platzfehler“ hat dabei keine Rolle gespielt. Und selbst wenn – „zurückzuführen“ wäre das Siegtor nicht darauf, sondern auf eine Fehlerkette in der Münchner Hintermannschaft (wie auch Wörle richtig analysiert hat)!

    @ shane:
    „ich wunder mich ja, welches spiel jens scheuer da angeschaut hat (…) aber war der sc deswegen besser und hat hauptsaechlich wegen grenzwertiger schiedsrichterentscheidungen verloren?“

    Ich musste so lachen bei dem Video, vor allem weil Scheuers Mimik verrät, dass er selbst nicht an den Mist glaubt, den er da ‚verzapft‘! 😀

    (4)
  • Dori sagt:

    @shane
    „und wieso muss ein „bolzplatz“-team dann dafuer sorgen, dass ein tiki-taka-team auf ihrem platz gut zurechtkommt? wieso sollte es sich selbst, freiwillig, benachteiligen?“

    Ich verstehe, was du meinst, aber ich finde, man muss das differenziert betrachten. Wenn z.B. Wolfsburg den Rasen im eigenen Stadion pflegt, verschaffen sie SICH SELBST dadurch einen VORTEIL. Aber wenn Sand den eigenen Rasen NICHT pflegt, verschaffen sie ANDEREN Teams dadurch einen NACHTEIL.
    Sand kann auf Wolfsburgs Rasen ja trotzdem körperlich und zweikampfbetont spielen. Ihre Spielweise geht ihnen durch den gepflegteren Rasen nicht verloren. Aber Teams wie Wolfsburg oder Bayern können auf ungepflegtem Rasen nicht gut kombinieren. Ihre Spielweise geht ihnen dadurch also schon verloren.
    Legal ist beides, soweit alles den DFB-Regeln entspricht. Trotzdem finde ich es nicht ganz fair.

    Aber das ist eben meine persönliche Meinung dazu. Das heißt ja nicht, dass es jeder so sehen muss wie ich. Vielleicht kannst du meine Denkweise ja trotzdem ein bisschen nachvollziehen.

    (2)
  • OrbisJack sagt:

    @Dori

    Wäre die Finanzielle Kluft zwischen diese zwei Mannschaften nicht so gross, würde ich dir Recht geben. Aber wo Wolfsburg (und Bayern), seine Vorteil gnadenlos ausnutzt (Kader mit bis ca. 30 A-Internatinale Spielerinnen) darf eine Sand probieren sich irgendwie die Vorteil des Wölfinnen usw auszugleichen.

    Sonst haben wir kein Liga sondern nur ein sammlung von ‚Warm Up‘ spiele wo 10 Mammschaften nur da sind um die andere Zwei fit zu halten.

    (0)
  • Detlef sagt:

    Altwolf schrieb ;
    „Was soll das. Jetzt bleib mal bei der Realität.“

    OK, was ist die Realität???
    Vor dem Spiel gab es mit Sicherheit eine Platzbegehung der Schiris!
    Und wenn die grünes Licht geben, dann ist der Rasen auch bespielbar!!!

    OK, ich habe auch schon oft an den Spielstätten gezweifelt, die ich in der Vergangenheit als angeblich bundesligatauglich, oder sogar CL-tauglich erleben mußte!!!
    Ich erinnere hier mal an die Wasserballfestspiele von Lyon, wo TURBINE damals im wahrsten Sinne des Wortes untergegangenen ist!!! 🙁
    Damals haben wir uns nach einen Platz wie in Sand förmlich gesehnt!!! 😉

    Da könnte man noch viele Beispiele aufzählen, die alle schlechter als das Kühnmattstadion waren, inklusive unserer eigenen Heimspielstätte!!!
    Und auf die haben wir gar keinen Einfluß, da sie uns gar nicht gehört!!!

    Wie sieht die Realität in Sand eigentlich aus?
    Wem gehört das Kühnmattstadion, und wer bezahlt dort den Greenkeeper???

    Von Bernd Schröder stammt im Übrigen der legendäre Satz;
    „eine Topmanmschaft, die nicht mit jedem Geläuf klarkommt, die ist auch keine“!!!
    Damals hatte sich Frankfurt darüber beschwert, daß sie im schneebedeckten KARLI ihren Kombinationsfußball nicht zelebrieren konnten!!! 😉

    (6)
  • Eric sagt:

    Ein wenig Demut würde Herrn Kellermann gut zu Gesicht stehen. Anfang der 2000er hatte ich mehrfach das Vergnügen dem WSV Wendschott Wolfsburg bei Spielen der Frauenbundesliga in seinen heimatlichen Gefilden zu erleben.
    Ich glaube Herr Kellermann hätte sich damals über jedes Auswärtsspiel in Sand gefreut!

    Nur der „Gnade“ des VFL Wolfsburg im Jahre 2003 ist es zu verdanken, dass Herr Kellermann heute so traumhafte Bedingungen und finanzielle Möglichkeiten hat. Man sollte immer bedenken, wo man seinen Ursprung hat und die ehrliche Arbeit anderer Vereine respektieren. Ich ziehe meinen Hut vor dem SC Sand, welcher im Rahmen seiner Möglichkeiten hervorragende Ergebnisse erzielt.

    (8)
  • F.B. sagt:

    @never-rest und Altwolf:
    Mir hat Lenas Rolle in den Spielen davor ganz gut gefallen, am Sonntag hat es zum ersten Mal aber gar nicht funktioniert. Die Mannschaften stellen sich halt auch drauf ein, sie wissen, dass von den beiden Sechsern keine große Gefahr ausgeht und versuchen die Pässe und Dribblings von Lena zu verhindern. Freiburg hat das am Sonntag ganz clever gemacht, die haben mit zwei Stürmerinnen angegriffen, so dass die Möglichkeiten des Spielaufbaus beschränkt waren. Aus diesem Grund ist mir auch schleierhaft, warum Kellermann nicht reagiert und sie weiter nach vorne gezogen hat. Vielleicht wäre ja wieder die Rückkehr zur Viererkette und Lena als einzige auf der Sechs eine Option, dann könnte sie sich zwischen die Innenverteidigung fallen lassen, aber auch stärker in Angriffe einschalten. Fakt ist, dass man mit einem Bussaglia/Simic-Mittelfeld auf Dauer nichts reißen wird.

    (1)
  • Ralligen sagt:

    Da immer noch nichts über den Gesundheitszustand von Caro Hansen mitgeteilt wurde gehe ich mal vom schlimmsten aus(K-Wort).

    (1)
  • dummkopf/football-women.com sagt:

    @Ralligen
    Aber warum denn?
    Hr.Kellermann hat doch gerade erst seine Wertschätzung für die Arbeit mit allen Tricks zum Ausdruck gebracht.
    Und man erinnert sich da doch noch an trickreiche „Wunderheilungen“ von Spielerinnen, die statt verletzt zu sein urplötzlich auf dem Platz wiederzufinden waren?
    Je länger man nichts hört, desto grösser vielleicht die Chancen auf den Trick, sie beim nächsten Spiel plötzlich wieder auflaufen zu lassen. 😉

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ Dori:

    Das Team des SC Sand ist keine typische „Bolzplatzmannschaft“, sondern spielt technisch und taktisch auf hohem Niveau.
    Für diese Saison würde ich sogar behaupten, dass sie mindestens der Hälfte ihrer Bundesligagegner technisch mindestens ebenbürtig sind. Von daher haben sie durch schlechte Platzverhältnisse keinen effektiven Vorteil.
    Dass die Sander ihren Rasenplatz absichtlich verwahrlosen lassen, ist im übrigen nur eine Unterstellung von R.Kellermann, die inzwischen auch widerlegt ist!

    (5)
  • F.B. sagt:

    @dummkopf:
    Ich habe ja Kellermann in letzter Zeit oft kritisiert und bei mir hat er auch viel an Sympathien verloren, aber deinen Kommentar finde ich komplett daneben. Es steht jetzt erst mal eine Länderspielpause an, so lange kann man die Infos gar nicht zurückhalten. Wenn sich eine Spielerin verletzt hat oder ausfiel, stand das eigentlich immer sofort auf der Homepage, von daher gehe ich davon aus, dass man noch nicht genau weiß, was Sache ist. Da Caro nach ihrer Auswechslung schon wieder, ohne gestützt zu werden, laufen konnte, gehe ich mal nicht von einem Kreutzbandriss aus, sondern eher von einer Dehnung. Damit würde sie dann wahrscheinlich zwei oder drei Wochen ausfallen, dass sie aber im nächsten Spiel wieder aufläuft, halte ich für ausgeschlossen.

    (0)

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