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Kampf um die Champions League

Von am 19. März 2016 – 14.18 Uhr 5 Kommentare

Dass der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden können, erscheint unrealistisch. Doch für beide geht es noch um den zweiten Rang und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League. Am Sonntag treffen beide am 16. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga aufeinander. Der 1. FFC Turbine Potsdam hat zum Vereinsjubiläum die Werkself aus Leverkusen zu Gast.

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Zwei Punke liegen momentan zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg. Wenn sich beide am Sonntag (14 Uhr, live auf DFB-TV) in Wolfsburg gegenüberstehen, hat der FFC die große Chance, seinen Vorsprung auf fünf Zähler auszubauen. Oder aber der VfL zieht wieder vorbei.

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Bedeutendes Spiel
„Es ist sicherlich ein sehr bedeutendes Spiel. Kein Endspiel, aber trotzdem sehr wichtig. Mit einem Sieg ziehen wir an Frankfurt vorbei. Gewinnen wir nicht, dann sind wir auf Schützenhilfe angewiesen“, sagt VfL-Trainer Ralf Kellermann. „Bei einer Niederlage aber, das ist völlig klar, wäre es uns kaum noch möglich, Zweiter zu werden.“ Fehlen werden Kellermann am Sonntag Stephanie Bunte und Vanessa Bernauer.

Jubel des 1. FFC Frankfurt

Setzen die Frankfurterinnen ihre Siegeserie fort? © Mirko Kappes / girlsplay.de

Kleinigkeiten entscheiden
Von einem „richtungsweisenden Spiel“ spricht FFC-Trainer Matt Ross. „Wir stellen uns auf einen intensiven und hart umkämpften Schlagabtausch ein, in dem schon Kleinigkeiten den Ausschlag geben können. Ähnlich wie wir haben auch die Wölfinnen bislang einige überraschende Punktverluste hinnehmen müssen, doch letztlich wird derjenige sein Ziel erreichen, der in der entscheidenden Phase, die nun eingeläutet wird, die größere Konstanz an den Tag legt.“ Seit der Winterpause haben die Frankfurterinnen drei Siege einfahren können. „Nicht zuletzt hat diese kleine Serie auch für wachsendes Vertrauen in die eigene Stärke gesorgt“, so Ross, dem der komplette Kader zur Verfügung steht.

Sand will sich belohnen
Hinter Frankfurt und Wolfsburg liegt der SC Sand momentan auf dem vierten Tabellenrang. Am Sonntag ist die Mannschaft von Trainer Alexander Fischinger beim 1. FC Köln zu Gast. „Wir können uns jetzt in jedem Spiel für die bisher schon toll verlaufende Saison belohnen und uns auch aufgrund der anderen Ansetzungen weiter im oberen Tabellenbereich festsetzen,“ sagt Fischinger vor dem Gastspiel beim Tabellenletzten. Für den FC wird die Luft im Abstiegskampf dagegen immer dünner. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt mittlerweile neun Punkte.

Leverkusen als Geburtstagsgast
Neun Punkte vor den Kölnerinnen liegt Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself tritt am Sonntag bei Tabellennachbar 1. FFC Turbine Potsdam an, der mit einem Familienfest sein Vereinsjubiläum begeht: 45 Jahre besteht der Club bereits. Im Jubiläumsjahr läuft es aber nicht rund. Nur zwei Punkte Vorsprung haben die Potsdamerinnen momenten auf die Werkself.

Ehrmann fordert Leistungssteigerung
Wiederum einen Rang vor den Potsdamerinnen liegt die TSG 1899 Hoffenheim. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann empfängt am Sonntag die SGS Essen. „Es bedarf einer Leistungssteigerung“, sagt Ehrmann mit Blick auf den kommenden Gegner, denn in der Rückrunde hat seine Mannschaft bislang drei Niederlagen in Folge kassiert. „Jetzt wollen wir wieder Punkte holen.“ Hinter den Einsätzen von Dóra Zeller und Stephanie Breitner stehen noch Fragezeichen. Definitiv ausfallen wird auf Hoffenheimer Seite Tamar Dongus.

Werder empfängt Freiburg
Außerdem empfängt der SV Werder Bremen den SC Freiburg. Die Bremerinnen liegen auf dem vorletzten Tabellenrang, SC-Trainer Jens Scheuer will sich davon aber nicht beeindrucken lassen. „Natürlich lügt die Tabelle selten, aber wenn man sich die Spiele des SV Werder anschaut, dann weiß man danach oft nicht, wieso sie verloren haben. Wir müssen auf jeden Fall aufpassen und die Aufgaben lösen, die sie uns stellen werden.“ Im Hinspiel mussten die heimstarken Breisgauerinnen im eigenen Stadion Punkte lassen. Die Partie endete 2:2.

 

 

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5 Kommentare »

  • Manuel sagt:

    Kellermanns Attacke auf die Schiedsrichterin hätte zur Absage des Spiels führen müssen. So gab es zwei Reaktionsmöglichkeiten:

    1. Sie wird ersetzt und man zeigt von offizieller Seite eine Schwäche. Also keine tragbare Entscheidung.

    2. Sie leitet das Spiel trotzdem und ist beeinflusst. Entscheidet sie gegen Wolfsburg, wird sie noch mehr angegriffen. Sie wird also (zumindest unterbewusst) in knappen Situationen für Wolfsburg entscheiden. Ein Ding der Unmöglichkeit.

    Somit wäre im Vorfeld die einzig mögliche Entscheidung gewesen, das Spiel abzusagen.

    Mal wieder eine sehr geschickte Aktion von Kellermann durch die Presse etwas zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Solche Strategien fährt er ja sowieso sehr gerne. Man denke an die ganzen plötzlichen Wunderheilungen Lena Goeßlings.

    Zudem wird die Meinung erzeugt, dass man im Falle einer Niederlage chancenlos gewesen sei. Er kann also nicht verlieren.

    (2)
  • Max sagt:

    @ Manuel

    Du meinst also, dass die Absage des Spieles kein „Schwäche-Zeigen“ gewesen wäre? Sehr interessant.

    Eine Absage wäre wohl die falscheste aller möglichen Optionen gewesen. Irgendwann hätte das Spiel ja nachgeholt werden müssen. Mit welcher Schiedsrichterin denn dann bitte schön? Das wäre übrigens ein schöner Präzendenzfall geworden.
    Dann wüsste ich was ich machen würde, wenn ich als Trainer in Zukunft ein paar angeschlagene/verletzte Spielerinnen vor einem wichtigen Spiel hätte…

    Übrigens hat die Schiedsrichterin heute meiner Meinung nach sehr gut gepfiffen (ich bin weder Wolfsburg noch Frankfurt Fan)

    (7)
  • Altwolf sagt:

    @Manuel.

    Ein ziemlich polemischer Kommentar.

    Was soll überhaupt die Variante das Spiel abzusagen ?
    Diese Kritik an bestimmten Schiris hat es bereits in der MF-Liga schon häufiger gegeben und deshalb wurden auch einige Schiris für bestimmte Spielpaarungen für eine längere Zeit nicht mehr nominiert.

    Die Kritik galt dem DFB, der trotz wiederholter WOB-Proteste bezüglich einiger früheren Entscheidungen daraus keine Konsequenzen zog.

    Eine Umsetzung kurz vor solch einem Spiel ist ebenfalls nicht richtig, das hätte der DFB vermeiden können, offenbar aber nicht wollen.

    Fr.Baitinger zählt zu den Spitzenschiris in d. ABL, so daß sie sich auf ihre Wahrnehmungen und Entscheidungen zu konzentrieren hat und das egal, ob nun von WOB- u.o. von DFB-Seite irgendwelche Äußerungen kommen.

    Der DFB selbst sollte das Niveau der Schiris durch intensivere Schulungen und Förderungen weiter anheben und die Spielqalität nicht darunter leiden lassen.

    Deine „Unterstellungen“ bezüglich irgendwelcher psychischen Spielchen durch R.Kellermann sind ziemlich „konstruiert“ und in der Presse wirbt er um Zuschauer für die Spiele und nicht um irgendwelche“Alibi-Geschichten“.

    So etwas kommt einem nur in den Sinn, wenn man selber so denkt.

    P.S. Fr. Baitinger hat das Spiel einigermaßen ordentlich gepfiffen. Nicht perfekt, aber ohne göbere Fehlentscheidungen.
    Unter diesen Vorraussetzungen verdient sie sich auch meinen Respekt.

    (3)
  • Manuel sagt:

    @Max: Dir ist schon klar, was eine Absage des Spiels für Konsequenzen hätte. Automatische Niederlage für den Verursacher. Damit kann man es nicht ausnutzen, um sich einen Vorteil zu schaffen.

    @Altwolf: Ich würde eher sagen, es ist ein desilusionierter Kommentar. Du kannst nicht behaupten, dass solche Äußerungen rein zufällig gemacht werden.

    > Die Kritik galt dem DFB, der trotz wiederholter WOB-Proteste bezüglich einiger früheren Entscheidungen daraus keine Konsequenzen zog.

    Darf er auch gar nicht. Die Vereine dürfen sich nicht die Schiedsrichter aussuchen. Das ist im Männerfußball genau so.

    > Der DFB selbst sollte das Niveau der Schiris durch intensivere Schulungen und Förderungen weiter anheben und die Spielqalität nicht darunter leiden lassen.

    Richtig. Das wäre die beste Lösung. Die Kommentare von Frau Kurtes und anderen Schiedsrichter lassen mich zweifeln, dass soetwas passieren wird.

    P.S.: Auf deinen persönlichen Angriff werde ich nicht antworten.

    (-2)
  • Altwolf sagt:

    @Manuel.

    „Darf er auch gar nicht. Die Vereine dürfen sich nicht die Schiedsrichter aussuchen. Das ist im Männerfußball genau so.“

    Natürlich können die Vereine sich keinen Schiri aussuchen, aber aufgrund von „gravierenden Fehlentscheidungen“ und entsprechenden Protesten der Clubs, hat die DFL den ein oder anderen Schiri für 2-3 Jahre nicht mehr bei Spielen dieser Clubs angesetzt, was auch in diesem Falle vom DFB hätte vermieden werden können.Es nützt doch keiner Seite das Risiko der Eskalation einzugehen. Es ist auch ein Schutz der Schiri selbst.

    Wenn offensichtliche Fehlentscheidungen wiederholt vom gleichen Schiri-/Schiri-Team getroffen werden, dann darf daran auch Kritik geübt werden.

    Es sollte kein persönlicher „Angriff“ sein, sondern nur meine Verwunderung darüber zum Ausdruck bringen, warum Du R.Kellermann solch ein „Szenario“ unterstellst. Der DFB bzw. die dafür Verantwortlichen, scheint es ja nicht zu kümmern, wenn die Vereine – von denen existieren sie ja schließlich – ihre Interessen nicht gewahrt sehen.

    (4)

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