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SheBelieves Cup: Deutschland gewinnt gegen Frankreich

Von am 4. März 2016 – 8.22 Uhr 10 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf ist mit einem Sieg gegen Frankreich in den SheBelieves Cup in den USA gestartet. Dabei wurde in der Schlussphase ausgerechnet eine Abwehrspielerin zur Matchwinnerin. Auch Gastgeber USA gewann.

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Im Raymond James Stadium von Tampa/Florida sorgte Abwehrspielerin Leonie Maier mit ihrem Treffer in der Schlussphase (83.) für den 1:0 (0:0)-Auftaktsieg gegen die Französinnen.

Doorsooun-Khajeh debütiert

Dabei tat sich die DFB-Elf, in der Sara Doorsoun-Khajeh als linke Außenverteidigerin ihr Debüt feierte, von Beginn an schwer. Dzsenifer Marozsán hatte mit einem Distanzschuss, den Frankreichs Torhüterin Sarah Bouhaddi mit Mühe parierte (38.) die einzig nennenswerte Torchance. Eugenie Le Sommer hatte kurz vor der Pause die Führung für Frankreich auf den Fuß, doch sie traf den Ball nicht richtig und DFB-Torhüterin Almuth Schult war auf der Hut (45.).

Leonie Maier

Leonie Maier machte den Erfolg gegen Frankreich perfekt © Karsten Lauer / girlsplay.de

Leonie Maier sorgt für Erfolg

Für die nun besser agierende DFB-Elf hatte erneut Marozsán eine Chance (51.), im Gegenzug aber Glück, das Schult gegen Le Sommer per Fußabwehr einmal mehr die Oberhand behielt (52.). Im weiteren Spielverlauf erarbeiteten sich beide Teams nur noch wenige Möglichkeiten. Doch einmal waren die DFB-Frauen zur Stelle. Leonie Maier staubte aus kurzer Distanz zur Führung ab (83.), nachdem ein Schuss der eingewechselten Anna Blässe abgeblockt worden war.

Neid: „Guter Start ins Turnier“

Bundestrainerin Silvia Neid meinte nach der Partie: „Vom Ergebnis her sind wir zufrieden, wir h‎aben etwas Neues ausprobiert, das hat ganz gut funktioniert, auch wenn wir wissen, dass wir noch sehr viel arbeiten müssen. Aber das war ein guter Start ins Turnier.“

Joker Dunn trifft bei USA-Sieg

Im zweiten Spiel des Tages gewann anschließend Gastgeber USA gegen England mit 1:0 (0:0). Vor inzwischen 13 027 Zuschauern fiel auch in dieser Partie die Entscheidung erst in der zweiten Halbzeit. Dabei stach Joker Crystal Dunn nicht einmal zehn Minuten nach ihrer Einwechslung und sorgte für den Treffer des Tages (72.).

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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10 Kommentare »

  • Herr Schulze sagt:

    Das war nun wahrlich kein schönes Spiel. Am schaurigsten aber waren die von jeglicher Kompetenz ungetrübten Plaudertaschen-Kommentare des Sprechers.

    (15)
  • Fußball, F! sagt:

    Ein Arbeitssieg wie er zu erwarten war. Deutschland wird in Florida keinen Sieg geschenkt bekommen. Das ist auch gut so. Wer hier bilderbuchhafte Spiele erwartet hat, wird sich umgewöhnen müssen. Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen.

    Auch gegen England und USA werden wir keine schönen Spiele sehen.

    (3)
  • F.B. sagt:

    Der Kommentatator war in der Tat sehr schwach und auch nicht vernünftig vorbereitet. Das Spiel fand ich aber gar nicht so schlecht. Sehr viele Chancen gab es auf beiden Seiten natürlich nicht, aber von der Taktik her war es durchaus spannend anzusehen. Interessant, dass Neid auf ihre letzten Tage doch noch zu taktischen Veränderungen bereit ist: So rückte Lena Gößling bei Ballbesitz Frankreichs zwischen Krahn und Bartusiak, so dass eine Fünferkette entstand, die Frankreich weitgehend vom eigenen Tor fernhielt. Bei eigenem Ballbesitz rückte Gößling dann vor Behringer zwischen 6 und 10. Für mich war sie gerstern auch die beste deutsche Spielerin: Sehr zweikampfstark und passsicher, einige sehr gute Zuspiele und die Ecke zum Tor kam auch von ihr. Ebenfalls gut gefallen hat mir die rechte Seite mit Leonie Meier und Isabel Kerschowski. Letztere sicher neben Sara Doorsoun die große Überraschung in der Startelf, in der ersten Halbzeit mit viel Wirbel auf dem Flügel, auch wenn ihre Aktionen nicht immer 100% zwingend waren. Die linke Seite ist dagegen in meinen Augen etwas abgefallen, Doorsoun defensiv zwar gut, aber offensiv mit wenig Zutrauen. Sara Däbritz mit viel Einsatz, aber nicht mit ihrem besten Tag. Am meisten enttäuscht haben mich die beiden Offensivkräfte Anja Mittag und D. Marozsan. Während Mittag immerhin noch bemüht war und viel lief, mal wieder eine aufreizend lustlose Partie von Marozsan. In den 30 ersten Minuten war von ihr rein gar nichts zu sehen, danach gab sie noch zwei harmlose Schüsse aus dem Fußgelenk hab. Das hat stark an ihren Auftritt gegen Thailand erinnert. Würde mich auf jeden Fall freuen, im nächsten Spiel Mandy Islacker und/oder Lina Magull zu sehen.

    (5)
  • never-rest sagt:

    Viel hat sich seit der WM nicht geänder. Frankreich die reifere Mannschaft mit einem dominaten MF und gepflegten Passspiel, dagegen im Sturm oftmals zu verspielt und ohne große Druchschlagskraft. Einmal auch im Pech, als ein klarer Vorteil zurückgepfiffen wurde.

    Deutschland mit einer starken A. Schuldt und solider Abwehrarbeit. Im Spiel nach vorne, dagegen wenig Kombinationsfußball, geprägt von teilweise krassen Fehlpässen und technischen Fehlern. Das wichtigste Stilmittel waren weite Pässe auf die Außen. Heraus gespielte Torchancen habe ich so gut wie gar keine gesehen. Die Angriffsbemühungen konnten so von den Französinnen ohne große Probleme gestoppt werden. Das glückliche Siegtor fiel denn auch nach einem Eckball, den eine Französin vorher durch einen kuriosen Stolperer verursacht hatte.

    Außer Schuldt konnten mich mit Abstrichen nur Meyer und Goeßling überzeugen können. Mittag habe ich bis zu ihrer Auswechslung überhaupt nicht spielen gesehen. Zum Schluss hat noch einmal Blässe ordentlich Pfeffer in das deutsche Spiel gebracht. Gut dass auch Dorsun endlich ihr 1. Spiel in der N11 machen durfte, wenngleich auch auf einer für sie ungwohnten Position. Nach anfänglicher Nervosität hat sie dann immer besser in`s Spiel gefunden. Manch ungwöhnliche Laufwege und falsches Stellungsspiel ließen sich aber nicht übersehen. Aber klar, sie ist ja auch keine LV.

    (10)
  • Antje L. sagt:

    Der gestrige Kommentator ist so eine Schnarchnase, dass einem nur übel werden kann. Egal welches Spiel er kommentiert, es sind grundsätzlich dieselben Phrasen zu hören, dieselben Unkenntnisse über Spielerinnen zu erleben. Dass dann auch noch eine Analyse fehlt, fällt mir meisten gar nicht mehr auf, weil ich vor lauter Wut bereits am Schnaufen bin.
    Im Ernst, aktive Spielerinnen, aber auch ehemalige Spielerinnen, oder Menschen, die in irgendeiner Form für den Frauenfußball aktiv sind, stelle ich mir mehr als nur gewinnbringend für den Ko-Kommentatorinnen-Posten vor.
    Gern erinnere ich an Almuth Schult im Spiel Wolfsburg gegen Turbine, aber auch Nadine Keßler und etliche andere Akteurinnen, die sich erfrichend und reflektierend zu den Ereignissen auf den Sportplatz äußerten.
    Für mich spricht nichts dagen, außer die Trägheit der Entscheider.

    (11)
  • OrbisJack sagt:

    Es war ein typische „erhöhte“ Freundschaft Spiel zwischen zwei top teams…also mehr Taktik als Unterhaltung. Wenig fliessende Fussball, sehr wenig Raum…aber war zu erwarten.

    Werden am Sonntag sehen wenn die Engländerin und Amerikaner diese zwei gegenüber steht, wo sie alle sind. Wurde mich aber nicht überraschen wenn alle diese Spiele so ähnlich Eng sind.

    (3)
  • Pauline sagt:

    Katastrophenspiel-welche der Spielerinnen hat sich für die Olympiade emphohlen (als einzige die Torfrau)
    alle anderen spielten auf Sicherheit um nur kein Fehler zumachen.
    Die Spielerinnen die auf dem Platz standen waren nur damit beschäftigt den Spielaufbau der Gegner zu zerstörten.
    Ich würde als Trainerin verzweifeln, oder geht es nur um den Turniersieg.( kleine Olympiade )
    Bin auf die nächsten zwei Spiele gespannt.

    (2)
  • Dori sagt:

    Okay, ein paar taktische Änderungen hat es gegeben, aber das Offensivspiel ist trotzdem noch so ideenlos und unkreativ wie zuvor. Defensiv stand die Mannschaft eigentlich ganz gut, allerdings galt die Konzentration wirklich fast ausschließlich der Defensivarbeit.
    Aber dass überhaupt etwas verändert wurde, hat mich schon positiv überrascht und ein Offensivspektakel hätte ich nicht erwartet, zumal der Gegner Frankreich heißt.

    Schult hat super gehalten und war für mich mit die Beste auf dem Platz.
    Auch Kerschowski hat mir besonders in der ersten Halbzeit gut gefallen. Sie hat sich sehr bemüht und auf der rechten Seite für viel Wirbel gesorgt. Sie hat auf jeden Fall gezeigt, dass sie um einen Platz im Team kämpfen möchte.
    Goeßling fand ich im Gegensatz zu manch anderen hier nicht ganz so stark. Sie hat teilweise wieder mal zu lange den Ball gehalten (was mir schon öfter aufgefallen ist) und dadurch einige Bälle verloren. Abgesehen davon hat sie aber ganz ordentlich gespielt.
    Von Marozsan hat man nicht viel gesehen, aber ich möchte nicht so weit gehen, zu sagen, dass sie lustlos war. Mir ist z.B. aufgefallen, dass sie oft dem Ball hinterher gerannt ist.
    Däbritz und Mittag haben sich sichtlich bemüht, aber ihnen ist nicht sonderlich viel gelungen. Kann aber mal passieren. Der Wille war auf jeden Fall da.
    Doorsoun war anfangs sehr nervös, hat sich aber dann in das Spiel reingefunden und dafür, dass es ihr erstes Spiel war, ganz ordentlich gespielt. Das Selbstvertrauen wird dann mit der Erfahrung kommen, vorausgesetzt, Neid nominiert sie weiterhin.

    Aber ich möchte jetzt aber mal ein großes Lob an Leo Maier aussprechen. Gestern mag vielleicht nicht ihr bestes Spiel gewesen sein (obwohl sie für mich trotzdem noch zu den Besten gezählt hat), aber sie ist für mich die Spielerin im deutschen Team, die immer konstant gute Leistungen abliefert und das in noch relativ jungem Alter. Vor dieser Spielerin habe ich wirklich Respekt.

    (15)
  • spoonman sagt:

    War der Livestream auf tv.dfb.de auch außerhalb Deutschlands zu sehen?

    (0)
  • shane sagt:

    muss mich dem allgemeinen tenor in sachen almuth anschliessen. ich war skeptisch, was die angerer-nachfolge betraf. aber sie macht das sehr souveraen, greift aktiv ein, dirirgiert ihre vorderleute. sehr schoen.

    @spoonman: nur mit technischen hilfsmitteln (aber das immerhin!).

    (3)

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