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Wolfsburg rettet Punkt gegen Bayern

Von am 20. Februar 2016 – 14.51 Uhr 13 Kommentare

Im Topspiel des 14. Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga sah Tabellenführer FC Bayern München bis in die Schlussminute wie der sichere Sieger aus. Doch dann gelang dem VfL Wolfsburg durch einen Joker der schmeichelhafte Last-Minute-Ausgleich. Dennoch können die Bayern mit dem Remis besser leben.

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Beim 1:1 (0:0) vor 1 979 Zuschauern im Wolfsburger AOK-Stadion brachte Bayern-Kapitänin Melanie Behringer die Münchnerinnen mit einem Aufsetzer in Führung (58.), in der Schlussminute gelang der erst kurz zuvor eingewechselten Tessa Wullaert für die Wolfsburgerinnen der Ausgleich (90.).

Die Münchnerinnen blieben somit im 37. Spiel in Folge ungeschlagen und streben mit weiterhin 12 Punkten Vorsprung unaufhaltsam der Titelverteidigung entgegen. Der 1. FFC Frankfurt könnte mit einem Sieg beim 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag auf Platz 2 klettern und den Abstand zu Bayern auf zehn Punkte verkürzen.

Bissige Partie
In der teils hart geführten Partie hatten die Wolfsburger in der ersten Halbzeit zunächst mehr vom Spiel, doch die kompakte Bayern-Formation ließ nur wenige gefährliche Aktionen zu. Caroline Hansen hatte per Freistoß die beste Chance der ersten Halbzeit, doch der Ball streifte nur den Pfosten (26.).

Bayern-Führung durch Behringer
Doch in der zweiten Halbzeit übernahm Bayern München mehr und mehr die Hoheit. Einen Schuss von Sara Däbritz konnte DFB-Torhüterin Almuth Schult noch um den Pfosten drehen (52.), Minuten später war sie machtlos, als ein Aufsetzer von Behringer in ihrer rechten unten Ecke einschlug (60.).

Schult verhindert K.o.
Wolfsburg war zwar in der Folge sichtlich bemüht, agierte aber weitgehend einfallslos. Hansen (60.) und Lara Dickenmann versuchten es vergeblich aus der Distanz (63.). Kurz vor Schluss hatten zunächst die Münchnerinnen den Sieg vor Augen, doch Schult lenkte einen Kopfball von Nora Holstad an die Latte (89.).

Spielszene VfL Wolfsburg gegen Bayern München

Bayern-Kapitänin Melanie Behringer (re.) führte ihr Team zum Remis in Wolfsburg © foto2press / Oliver Baumgart

Last-Minute-Treffer durch Wullaert
Im Gegenzug flankte Hansen vom rechten Flügel nach innen, wo die erst in der 82. Minute eingewechselte Tessa Wullaert am zweiten Pfosten einen Schritt schneller war als Leonie Maier und den Ball zum glücklichen Ausgleich einnetzte (90.).

Behringer zwischen Freude und Ärger
Behringer meinte nach dem Spiel: „Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder ärgern soll. Es sah lange nach einem Sieg für uns aus und es ist total ärgerlich, dass wir noch das 1:1 kassiert haben, auch wenn es über die gesamte Partie betrachtet, in Ordnung geht. Wolfsburg hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, in der zweiten waren wir die bessere Mannschaft.“

Kellermann: „Das Positive mitnehmen“
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Das Remis geht in Ordnung. Die erste Halbzeit ging an uns, die zweite bis auf die letzten Minuten an Bayern. Von daher war es zwar ein glücklicher Ausgleich, aber eine gerechte Punkteteilung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Für mich ist aber wichtig, dass wir zurückgekommen sind. Wir nehmen das Positive mit.“



Tabelle Frauen-Bundesliga

PlatzTeamSpieleSUNToreTordifferenzPunkte
1FC Bayern München22183147:8+3957
2VfL Wolfsburg22152556:22+3447
31. FFC Frankfurt22151649:25+2446
4SC Freiburg2295838:24+1432
5SGS Essen221021039:37+232
6FF USV Jena2294930:45-1531
71. FFC Turbine Potsdam22931042:28+1430
8TSG 1899 Hoffenheim22841033:33028
9SC Sand22841029:30-128
10Bayer 04 Leverkusen22631321:56-3521
11SV Werder Bremen22341517:53-3613
121. FC Köln22331620:60-4012

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Ein interessantes Spiel zwischen den beiden Spitzenteams!!!
    Für mich unerwartet, begannen die Bayern-Ladies ziemlich offensiv, und machten viel Druck auf die Wölfinnen!!!
    Diese reagierten genervt, und machten etliche Fehler im Aufbau!!!

    Spielerisch war die Wörle-Truppe nicht besonders kreativ!!!
    Immer auf Miedema, aber die blieb heute eher blaß, fiel eher durch Unsportlichkeiten auf!!!
    Auch LISA EVANS gelang heute nicht viel, ihre Flankenläufe blieben aus!!!
    Am besten gefiel mir noch Däbritz, aber auch sie konnte nur wenig Torgefahr erzeugen!!!
    Beste Münchnerin aber war Melanie Behringer, nicht nur wegen ihres tollen Tores!!!

    Aufgemerkt TURBINEN, man muß den Ball nicht immer unbedingt bis ins gegnerische Tor hineintragen, es geht auch anders!!!

    Für mich nverständlich, warum Behringer diese Form nur im Bayern-Dress zeigt, im DFB-Trikot aber eher schwach agiert!!!
    Schwächste Bayern-Spielerin für mich war Melanie Leupolz, der sehr viele Fehler unterliefen!!!
    Warum Wörle sie weiterspielen ließ, bleibt sein Geheimnis!!!

    Wolfsburg zwar bemüht, aber der Druck ließ sie eher verkrampfen!!!
    Kaum Flügelspiel, sehr viele Abspielfehler, das war eindeutig „nicht gut genug“!!!

    Der späte Ausgleich war natürlich verdient!!!
    Aber als Anhänger der Wölfinnen sollte man sich fragen, warum nicht schon früher über außen agiert wurde???
    Nach dem Spielverlauf muß WOB aber mit dem einen Punkt sehr zufrieden sein, denn fast wären sie wieder leer ausgegangen!!!

    Am Ende muß auch mal wieder das Schiritrio kritisch betrachtet werden!!!
    Es waren zum Glück keine spielentscheidenden Fehler gemacht worden, obwohl die (für mich aktive) Aktion von Nilla Fischer mit der Schulter zum Ball im eigenen 16-er, hätte auch anders bewertet werden können!!!
    Auf der anderen Seite hätten Miedema und Leupolz klar Gelb sehen müssen!!!

    Bayern behällt also weiterhin seine weiße Weste, und die Wölfinnen haben zumindest einen Punkt im Fernduell mit Mainhatten geholt!!!
    Morgen wird man dann in der Autostadt ganz fest den TURBINEN die Daumen drücken, damit sie die 3 Punkte im KARLI behalten können!!! 😉

    (-1)
  • never-rest sagt:

    Sehr intensives, aber wenig attraktives Spiel. Für meinen Geschmack viel zu viel Taktik beim FCB und Krampf bei WOB. Statt schöner Kombinationen, Fußballkunst und Torszenen gab es reichlich Nicklichlkeiten und auf die Socken. WOB bzw. Kellermann ist es wieder einmal nicht gelungen den Bayern-Defensivcode zu knacken. Dazu hätten aber auch alle Wölfinnen in Bestform sein müssen, das waren heute aber nur die Wenigsten: Bachmann kaum verbessert, Popp ein Totalausfall und auch Goeßling mit einem schlechten Tag. Allein Hansen konnte den Bayern Ladies ab und zu gefährlich werden. Insgesamt ein gerechtes Ergebnis.

    (13)
  • OrbisJack sagt:

    Spiel nicht gesehen wegen verschiedene Probleme heir, aber bei diesem ergebnis hat Frankfurt eine RIESEN chance morgen. Ein Sieg dort (sollte gelingen), und dann können sie mit einem Punkt in Wolfsburg im März die 2. Platz in die eigene Hände haben.

    (-6)
  • F.B. sagt:

    @Detlef:
    Danke für deine überzeugende und differenzierte Analyse. Nach drei Stunden, in denen man als Wölfinnen-Fan erst mal runterkommen musste, kann ich dir eigentlich in fast allen Punkten zustimmen. Ein schönes Spiel war es aus meiner Sicht allerdings nicht, auch wenn man letztendlich mit dem 1:1 zufrieden sein muss, gerade auch die Art und Weise, wie dann noch der Ausgleichstreffer gefallen ist. Dafür hat bei Bayern einfach die Bereitschaft gefehlt, wirklich Fußball zu spielen. Sara Däbritz die einzige Spielerin, die wirklich bemüht war, kreativ etwas zu reißen. Ob sie dafür mal nicht einen Rüffel von Wörnle bekommen hat;-) Ich war zu Beginn überrascht, wie Bayern loslegte, aber nach ein paar Minuten wurde dann die zu erwartende Mauertaktik ausgepackt. Miedema hätte eigentlich nach 35 Minuten nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen, das hätte den Spielverlauf schon verändern können. Darüber hinaus sind ja die Fouls eine Sache, aber dass man noch nicht mal den Anstand hat, sich bei der Gegenspielerin zu entschuldigen, sagt sehr viel über ihren Charakter aus. Da muss man auch von einer Spielerin, die erst 19 Jahre alt ist mehr erwarten. Auf der anderen Seite hatte Wolfsburg mit „Schulterspiel“ im Strafraum auch Glück. In jedem wieder eine Schiedsrichterleistung, die einem Frauenfußball-Spiel unwürdig war.
    Was man bei Wolfsburg hätte besser ausnutzen müssen, war die Schwäche von Leupolz im Mittelfeld. Statt dessen gab es in der Tat zu viele Abspielfehler, bei denen man noch Glück hatte, dass sie von Bayern nicht konsequenter bestraft wurden. Der Ausfall von Vanessa Bernauer hat sich bemerkbar gemacht, Elise Bussaglia zwar ohne großen Fehler, aber auch sehr unauffällig und praktisch ohne offensive Impulse. Herausragend heute die Innenverteidigung, die aus dem Spiel absolut nichts zugelassen hat. Zu Ramona Bachmann muss man mittlerweile eigentlich nichts mehr sagen. Wobei da die Schuld eindeutig beim Trainerteam liegt, das sie wieder und wieder aufstellt. Auch die Einwechslung von Anna Blässe kam in meinen Augen zu spät.

    Alles Gute natürlich an die Turbinen für morgen:-)

    (-6)
  • Detlef sagt:

    @F:B:,
    Ich hatte von einem interessanten-, nicht von einem schönen Fußballspiel geschrieben!!!
    Das hatte ich eigentlich auch nicht erwartet, da 2 Mannschaften auf Topniveau sich eigentlich fast immer gegenseitig neutralisieren, und dann die Taktik die Oberhand gewinnt, was für den Betrachter oft langweilig aussieht!!!

    Allerdings hatte ich WOB viel offensiver-, und von München eher eine abwartende Haltung erwartet!!!
    Das Bayern loslegt wie die Feuerwehr war da schon überraschend, zumal sie den Sieg (wie OrbisJack es formuliert hat) weniger gebraucht haben!!!

    Ich würde dann aber nicht von Mauertaktik sprechen, denn sie igelten sich hinten ja nicht ein!!!
    Sie warteten (wie in Potsdam) auf die Fehler des Gegners, um dann blitzschnelle Konter zu fahren!!!
    Aber heute gelang ihnen das nicht so gut, da WOB in der Defensive besser stand als TURBINE, und EVANS, Lewandowski, Meier, Miedema und Däbritz heute nicht so ins kombinieren kamen!!!
    Auch Bayern unterliefen zudem einige Fehlabspiele, sodaß Almuth Schult einen recht ruhigen Nachmittag verbringen konnte!!!
    Erst am Schluß mußte sie gegen Holstad wirklich zeigen was sie kann!!!

    Miedeme hätte sich bei ihren „Opfern“ natürlich entschuldigen müssen, daß verlangt der sportlich faire Geist!!!
    Hier müssen Thomas Wörle, und vor allem die älteren Führungsspielerinnen auf sie einwirken!!!
    Mel Behringer hat ja schon mal gezeigt wie es geht, also bitte Nachmachen Frau Miedema!!! 😉
    Vom Platz hätte sie aber definitiv nicht fliegen dürfen, da empfehle ich Dir die TV-Bilder!!!
    Beim Duell gegen Jakabfi hätte sie aber mM nach Gelb bekommen müssen!!!

    Die Schwäche der Wölfinnen im Mittelfeld hast Du ja schon angesprochen!!!
    Trotz des Pannentages von Leupolz konnte WOB aber keinen Nutzen daraus ziehen!!!
    Bussaglia war fast unsichtbar!!!
    Na klar, wer nichts macht, der macht auch keine Fehler!!!
    Da SIMIC keine echte Alternative für Bernauer ist, und Bussaglia anscheinend ebenso nicht, muß sich Kellermann nun wirklich was einfallen lassen!!!
    Entweder er zieht Goeßling weiter nach vorne, und setzt zB Bussaglia dahinter, oder er experimentiert mal mit Dickenmann auf der 10!!!
    Das Flügelspiel scheint mir nicht das Richtige für die Schweizerin, und ich meine sie hätte in Lyon schon mal auf der 10 gespielt!!!

    Tja, und Bachmann scheint wie SIMIC eine Fehlinvestition zu sein!!!
    Sie konnte auch heute das Vertrauen des Trainers absolut nicht rechtfertigen!!!
    Für eine Spielerin ihres Kalibers muß das sehr frustrierend sein, zumal sie vor nicht allzukurzer Zeit schon mal als beste Mittelfeldspielerin Europas gehandelt wurde!!!

    Das die Wölfinne ihr Flügelspiel so vernachlässigten konnte Kellermann natürlich nicht gefallen!!!
    Mit ISI KERSCHOWSKI und Anna Blässe reagierte er zwar, aber auch ich finde viel zu spät!!!
    Maritz und Jakabfi gelang kaum eine gute Flanke ins Zentrum!!!
    Nur Hansen konnte sich hier auszeichnen!!!
    Ansonsten ging es immer nur durch die Mitte, ich dachte schon beinahe ich wäre bei TURBINE!!!

    PS; „alles Gute“ können wir morgen natürlich gut brauchen!!! 😉

    (0)
  • Altwolf sagt:

    Wenn man dieses Spiel sowohl im Stadion,als auch bei Eurosport gesehen hat, geht das Ergebnis sicherlich auch in Ordnung.
    Den obigen Kommentar, es wäre ein schmeichelhafter Ausgleich, den teile ich nicht, denn der Eindruck im Stadion ist doch schon ein anderer als bei der TV-Übertragung, wie auch der Pfostenschuß von Caro Hansen nicht den Pfosten streifte, sondern von der Innenseite knapp am gegenüberliegenden Pfosten vorbeiflog und eben hier nicht ins Tor ging,während der Ball von M.Behringer dieses Ziel fand und eben nicht knapp daneben ging.
    Was ebenfalls erkennbar war, daß die Münchnerinnen im Paßspiel sicherer waren als die Wölfinnen, die mir zudem in vielen Situationen wenig Spielintelligenz zeigten.

    Wenn der Tabellenführer bei gegenerischem Ballbesitz hinter einer 4er-Kette noch eine 5er-Kette aufzieht ist das zwar keine Mauertaktik, jedoch schon ein ziemliches Bollwerk und dadurch trägt man auch als Spitzen-Team nicht gerade zu begeisterndem Fußball bei.

    Aber letztlich gibt ihnen der Erfolg Recht.

    Mir ist unverständlich,warum die Wölfinnen mit ihren durchaus schnellen Spielerinnen nicht auch die Bälle hinter diese Linien spielten – aber wer sollte da heute auch entsprechende Bälle spielen.

    Störend, wenn auch nicht spielenscheidend, die inkonsequente Linie, wenn es die überhaupt gab, der Schiedsrichterin.
    V.Miedema hätte beim 1.Foul gegen L.Gößling schon Gelb sehen dürfen, zumindest eine Ermahnung und beim 2.Foul sicher Gelb.
    Stattdessen erinnerte sie sich dann bei dem Foul von C.Hansen, daß es auch gelbe Karten im Repertoire einer Schiri gibt.

    Das Momentum ist derzeit bei den Bayern-Ladys, sie haben 3 Chancen und 1 geht ins Tor, der Rest ist Defensive.

    Da müssen meine Wölfinnen halt besser werden.

    (14)
  • F.B. sagt:

    @Detlef:
    Auch nach Betrachtung der TV-Bilder sind das zwei klare gelbe Karten gegen Miedema. Ein Ellbogenschlag muss zwingend mit Gelb geahndet werden, egal ob absichtlich oder nicht. Die einzige Frage ist dann, ob Miedema nach der ersten gelben Karte gegen Jakabfi wieder so eingestiegen werde. In diesem Punkt muss ich meine Aussage bezüglich der Notwendigkeit eines Platzverweises relativieren.
    Lara Dickenmann ist für mich ganz klar keine Option für die 10. Sie ist nach wie vor zu wenig in die Abläufe integriert, um eine solch zentrale Rolle auszufüllen. Wenn Alex Popp und Caro Hansen fit sind, sind sie die ideale Besetzung für die beiden zentralen Offensiv-Positionen, auch wenn Alex heute natürlich kein überzeugendes Spiel gemacht hat. Lena Gößling ist für mich auf der 10 auch keine Idealbestzung, da sie dort zu wenig Platz hat, um das Spiel zu dirigieren. Es stimmt, dass man ein Problem hat, wenn Vanessa Bernauer ausfällt, aber ich sehe da im Moment auch keine überzeugende Lösung. Zum Glück wird sie am nächsten Wochenende wieder spielen können.

    (6)
  • FFFan sagt:

    Bei ‚miasanrot‘ ist bereits eine ausführliche Spielanalyse zu finden:

    http://miasanrot.de/vfl-wolfsburg-fcb-frauen/

    (1)
  • Detlef sagt:

    @F.B.,
    ich hab die Szene anders in Erinnerung!!!
    Miedema trifft Goeßling mit der Hand im Gesicht, nicht mit dem Ellenbogen!!!
    Sie geht ganz klar zum Kopfball, und muß zum hochsteigen natürlich die Hände zu Hilfe nehmen!!!
    Vielleicht war es auch etwas ungeschickt von ihr, aber niemals absichtlich, was auch der gute ES-Reporter so sah!!!

    Dafür darf es kein Gelb geben, sonst würde Poppi niemals die 90. min auf dem Platz erleben!!! 😉

    Aber wie schon geschrieben, hätte sich Miedema auf alle Fälle dafür bei Goeßling entschuldigen müssen!!!

    (6)
  • Altwolf sagt:

    @Detlef.
    Absicht hat V.Miedema ja keiner unterstellt, denn das wäre dann ja schon die Rote Karte; es ist doch nicht entscheidend ob Ellenbogen oder Hand,das ist zwar anatomisch betrachtet ein Unterschied, jedoch das Resultat, nämlich die Verletzung der Gegenspielerin ist zu verurteilen, so wie ja auch bei einem Teckling das in Kaufnehmen einer Verletzung geahndet wird.

    Das zu Hilfe nehmen der Arme beim Hochspringen ist ja erlaubt,aber die gehören dann nicht in des Gesicht der Gegenspielerin.
    Wie man erkennen konnte war es auch keine „simulierte“ Verletzung, wie ja auch insbes. bei den Männern dies gerne ohne getroffen zu sein dargestellt wird.

    Es soll nun auch nicht überbewertet werden, jedoch kritisieren muß man die Schiri,da sie diesen Vorgang ohne zumindest eine Ermahnung auszusprechen hingenommen hatte.

    (3)
  • holly sagt:

    @ altwolf, war auch sehr überrascht von dem defensiven Spiel der Müncherinnen im ersten Durchgang. Habe es auf ES nicht gesehen. Fand die erste HZ darum ziemlich langweilig weil es die Wolfsburgerinnen nicht geschafft haben aus dem vielen Ballbesitz mehr zu machen.
    HZ 2 war dann schon viel besser als München angefangen hat mit zuspielen.
    Sara Däbritz ist für mich die beste deutsche Spielerin. Das war ein überragender Auftritt mal wieder von ihr.

    (0)
  • GG sagt:

    Mit gebührendem Abstand auch noch ein Kommentar von mir zum Spiel. Wobei … inhaltlich hat @Altwolf auch mein wesentliches Empfinden zum Ausdruck gebracht.

    Als Vor-Ort-Zuschauer habe ich eine kampfbetonte Partie erlebt. Das Verhalten des Schiedsrichterinnengespanns war mitunter irritierend, da, auch von mir so empfunden, deutlich kleinlicher gegen die Wölfinnen gepfiffen wurde.

    Warum es erneut nicht für die Wölfinnen zu 3 Punkten gereicht hat, hängt m.E. auch wieder mit einer unzulänglichen Aufstellungspraxis zusammen. R. Bachmann mag am Ball ja einiges können, aber für den Mannschaftserfolg effizient ist das alles nicht. Immerhin ist glücklicherweise niemand auf den Gedanken gekommen zusätzlich/alternativ eine J. Simic aufzubieten …
    Demgegenüber, Lulle Wensing hätte der Mannschaft gut getan. Nach dem Spiel angesprochen hat sie bestätigt wieder einsatzfähig zu sein. Als „emotional leader“ war sie in der Vergangenheit ein ganz wichtiger Bestandteil; warum dieser Trumpf nicht gezogen wird … bleibt einstweilen das Geheimnis des Trainergespanns.

    Auch ansonsten hat den Wölfinnen -wie in dieser Saison nahezu durchgehend- die Inspiration gefehlt. Einzig Caro Hansen ist in der Lage ihr fast schon unheimlich großes Potential abzurufen und einzubringen. Bezeichnend, dass sie in der Schlußminute den Zweikampf aufgenommen und die Torvorlage gegeben hat.
    Ebenfalls nach dem Spiel befragt, hat Nilla Fischer eingeräumt, dass die in weiten Teilen hoch verteidigende Bayern-Defensive mit langen Bällen hätte ausgehebelt werden können. Prädestiniert hierfür wäre ein Lena Goeßling … aber auch sie – ob aus taktischen Erwägungen oder auch weiterhin fehlender geistiger Frische (ausgehend eines scheinbar noch immer nicht hinreichend organisierten privaten Umfelds)- hat diese Chance nicht zu nutzen gewusst.

    Zur Diskussion der Besetzung der 10er-Position spreche ich mich für Lara Dickenmann aus. Von meiner bisherigen Favoritin Lena Goeßling rücke ich aus den o.a. Gründen ab … dann sie doch lieber auf der 6er-Position. Lara halte ich jedoch aufgrund ihrer Erfahrung, Fitneß, Übersicht und Einsatzbereitschaft – besetzt mit einigem Erfolg seit Anfang dieses Jahres die RV-Position – für ein diesbezügliches Experiment geeignet. Immerhin war sie die Vorlagengeberin auf Caro Hansen beim Ausgleichstreffer am Wochenende …

    Ich bin gespannt, wie sich die Wölfinnen am Sonntag aus der Affäre ziehen können. Zuletzt waren die Leistungen auf fremden Platz überzeugender, auch eine Lena Goeßling hat regelmäßig – so empfunden – befreiter aufgespielt und entscheidende Akzente setzen können. Die Meisterschaft ist jedenfalls nunmehr definitiv unerreichbar. Platz 2 wird wohl nur über 8 Siege in den verbleibenden 8 Spielen möglich sein.
    Und ganz abgesehen davon … bleibt die Hoffnung auf die Auswärtsstärke in den Pokalpartien in Brescia, Malmö/Frankfurt, Mailand und Köln – nachdem man zuvor zuhause erfolgreich Revanche gegen Freiburg für die Heimpleite im vergangenen Herbst genommen hat.

    (2)
  • F.B. sagt:

    @GG:
    „Prädestiniert hierfür wäre ein Lena Goeßling … aber auch sie – ob aus taktischen Erwägungen oder auch weiterhin fehlender geistiger Frische (ausgehend eines scheinbar noch immer nicht hinreichend organisierten privaten Umfelds)- hat diese Chance nicht zu nutzen gewusst.“

    Der Satz hat mich jetzt doch etwas stutzig gemacht. Vielleicht kannst du das, falls du genauere Kenntnisse hast, noch ein wenig ausführen? Ansonsten würde ich in Lenas Leistung vom Samstag nicht zu viel hineininterpretieren. Sie braucht meistens ein paar Spiele, um wieder in ihren Rhythmus zu kommen. Vor zwei Jahren war das besonders krass, da saß sie ja zu Beginn der Rückrunde sogar auf der Bank. Ich denke, sie hatte gegen Bayern einfach einen schlechten Tag und da es zurzeit niemanden gibt, der sie in ihrer Rolle als Antreiberin ein wenig unterstützen könnte, fehlt es dem Spiel dann an Impulsen.

    Die Diskussion um Dickenmann auf der 10 verstehe ich nicht wirklich. In diesem Fall müsste ja Alex Popp oder Caro Hansen auf die Bank und das kann ja keiner wirklich wollen. Was der Mannschaft viel eher helfen würde, wäre ein Duo Wensing/Blässe, das auf der rechten Seite für ordentlich Wirbel sorgen könnte. Dickenmann hat zwar gegen Bayern überzeugt, in der Hinrunde hatte sie aber auch viele schwache Auftritte, so dass ich ihr jetzt nicht gleich eine zentrale Rolle zuschieben würde.

    (0)

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