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Frankfurt bleibt Wolfsburg auf den Fersen

Von am 15. Februar 2016 – 20.52 Uhr 8 Kommentare

Zum Abschluss des 13. Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga hat der 1. FFC Frankfurt einen klaren Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim gefeiert. Dabei hielt der Gast über weite Strecken der Partie gut mit.

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Doppelpack von Mandy Islacker
Doch am Ende stand vor 910 Zuschauern im Stadion am Brentanobad ein klarer 4:1 (1:0)-Sieg für die Heimelf. Einmal mehr nahm Mandy Islacker entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf. In der 21. Minute brachte sie ihr Team in Führung (21.), Mitte der zweiten Halbzeit baute die Stürmerin die Führung aus (67.), als der Gast gerade immer stärker wurde.

Ehrentreffer durch Bürger
Doch die Entscheidung brachte das dritte Frankfurter Tor. Diesmal leitete Islacker bei einem Konter den Treffer ein, als sie den Ball mustergültig in den Lauf von Yuki Ogimi legte, die platziert einschob (79.). Lina Bürger belohnte die Gäste aus dem Kraichgau für ihre couragierte Leistung mit dem Ehrentreffer (84.), ehe Kerstin Garefrekes kurz vor Abpfiff ein vierter Frankfurter Treffer gelang (90.).

„Wir haben das Spiel dominiert und uns viele Chancen herausgespielt. Wir hätten sogar noch mehr Tore machen können“, so Islacker. Die anderen fünf Partien des 13. Spieltags wurden bereits am Sonntag ausgetragen.



Tabelle Frauen-Bundesliga

PlatzTeamSpieleSUNToreTordifferenzPunkte
1FC Bayern München22183147:8+3957
2VfL Wolfsburg22152556:22+3447
31. FFC Frankfurt22151649:25+2446
4SC Freiburg2295838:24+1432
5SGS Essen221021039:37+232
6FF USV Jena2294930:45-1531
71. FFC Turbine Potsdam22931042:28+1430
8TSG 1899 Hoffenheim22841033:33028
9SC Sand22841029:30-128
10Bayer 04 Leverkusen22631321:56-3521
11SV Werder Bremen22341517:53-3613
121. FC Köln22331620:60-4012

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Markus Juchem (48) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Herr Schulze sagt:

    Alle Achtung Hoffenheim. Durchaus auf Augenhöhe in weiten Phasen, und das Tor war mehr als verdient. Trotzdem geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung, weil der FFC einfach immer wieder schöne Spielzüge kreierte, die in gefährliche Situationen mündeten. Es gab aber auch viel Leerlauf: schwache Pässe von Garefrekes, zu zögerlich das Spiel von Mandy Islacker über lange Zeit., zu selbstverliebt oft Maroszan und eine Wackealbwehr vor allem im Aufbauspiel mit Schwachpunkt Störzel. Kann mir jemand die seltsame Rolle von Bartusiak erklären, die deplaziert wirkte, wo immer sie hinlief?
    Gut gefallen haben mir Kathy Henrich mit Offensiv-Drang und Peggy Kuznik als Feuerwehr. Absolut belebend war das Spiel von Ogimi, die ich gerne von Beginn an sähe

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  • FFFan sagt:

    Eine starke Vorstellung von beiden Teams. Hoffenheim vielleicht etwas ‚unter Wert geschlagen‘, andererseits hätte Frankfurt aber sogar höher gewinnen konnten, denn sie ließen einige Chancen ungenutzt.

    Der FFC zeigte sich vor allem im Pressing und im Umschaltspiel gegenüber der Hinrunde stark verbessert – hier wurde offenbar in der Vorbereitung und im Trainingslager gut gearbeitet! Jetzt noch ein Sieg in Potsdam, und M.Ross darf sich dann wohl „Cheftrainer“ nennen… 😉

    (7)
  • never-rest sagt:

    Guter Kick von Hoffenheim, technisch ansprechendes und schnelles Kurzpasspiel. Nur leider fehlt vorne eine, die sich auch mal durchsetzen kann. Der 1FFC aber noch besser, insbesondere wegen der individuellen Klasse von Maroszan, Garefrekes & Co. Konnte leider nur die intensive 1. Hälfte sehen, deshalb wundert mich ein wenig, dass der 1FFC noch so hoch gewonnen hat.

    Es bleibt dabei, dass am Ende allein WOB und der 1FFC für den zweiten Platz in Frage kommen.

    (3)
  • bale sagt:

    passt nicht hier hin,aber josie Henning zu arsenal ladies–hi özil und märte

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  • translate sagt:

    @Herr Schulze:
    In der Pressekonferenz beurteilten Ehrmann & Ross die Leistung von Marozsan wohl ein wenig anders:
    https://www.facebook.com/1ffcFrankfurt/
    (Man kann alles immer noch etwas besser machen, manch einem kann man es jedoch nie recht machen.)

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  • Herrs Schulze sagt:

    @translate.
    Stimmt. Und Ehrmann und Ross haben natürlich auch recht. Ich hatte die unnötigen Ballverluste Maroszans vor Augen und ihre steten Versuche, was Besonderes zu zelebrieren. Was sich im Nachhinein etwas krittelig liest Aber ein großer Genuss waren die vielen gelungenen, teils genialischen Szenen auch für mich, zumal sie spielentscheidend waren.

    (1)
  • wfm sagt:

    Eine völlige Fehleinschätzung von Marozsan findet sich in der ansonsten interessanten und spannenden Spielanalyse auf dem „footbal-women“-Blog,

    der sich darin versteigt zu sagen „Maro hatte .. nur geringen Anteil am Erfolg“. Dabei hat sie jeweils die Spielzüge zu den ersten beiden Toren in Min. 20 und 67 eingeleitet, von etlichen weiteren Pässen und eigenen Torschüssen und schließlich der mustergültigen Flanke auf den Kopf von Garefrekes zum 4. Tor ganz zu schweigen.
    Auch halte ich die Einschätzung, dass Marozsan selbstverliebt sei, für völlig verfehlt. Keine andere Spielerin sucht und findet so sehr ihre Mitspielerinnen wie sie. (@jigsawwill hat dieses Verhalten von Marozsan mal in einem Video anhand eines Schwedenspiels demonstriert) Von daher spielt sie auch fast immer „one-touch“. Wenn sie den Ball mal länger hält, dann weil sie in der Situation keine andere Lösung findet. Alleingänge wie von Lira Alushi, Lena Gößling, Bachmann oder Vero Boquette wird man bei ihr so gut wie nie finden. Es ist eher umgekehrt, dass fußballerisches Können und persönliches Selbstbewusstsein lange Zeit auseinanderfielen und sie sich selbst zu wenig zugetraut hat. Daran hat Bell gearbeitet, was sich in der vergangenen Saison auch in vielen sehenswerten Fernschüssen niedergeschalgen hat. Matt Ross will das offensichtlich noch weiter fortsetzen.
    Dass in dem 1. Spiel im neuen Jahr nicht alles geklappt hat und es diverse Fehlpässe gab – geschenkt.

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  • translate sagt:

    @wfm, sehe ich genauso.
    Aufgrund ihrer außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten ist Maro die Einzige in diesem Team, die einen Ball auch mal halten kann. Und das, nicht aus einer gewissen „Selbstverliebtheit“, sondern, da oft von 2, 3 Gegenspielerinnen umgeben, sie erstmal ’sortieren‘ muss was eigentlich Sache ist, bzw welche Situation(en) sich wohl eröffnen … anstatt, wie in solchen Szenen oft zelebriert, den Ball einfach (mal) nach vorne zu blasen.
    Dass dabei ein Ball auch mal verloren geht, kann man zwar als „unnötig“ bezeichnen – trozdem erscheint Maro’s Ansatz zur Spieleröffnung sinnvoller (& zudem anschaulicher), als z.B. einige Spielerinnen aus den hinteren Reihen, die (wenn unbedrängt!) oft mehr oder weniger ‚auf gut Glück‘ den Ball nach vorne schlagen (Ping-Pong-Effekt).
    Maro’s Spielweise wird oft und bestimmt nicht ganz zu unrecht, ein gewisses Phlegma nachgesagt. Finde aber, dass dies für das Spiel am Montag nicht zutraf – da es ihr (endlich) mehr gelang, das, was tatsächlich in ihr steckt auch wirklich umzusetzen.
    Dass ein Beobachter dies, als „nur geringen Anteil am Erfolg“ erachtet, kann man zwar akzeptieren, ist aber für mein Empfinden eine Fehleinschätzung.
    Sie scheint auf einem guten Weg.
    Das Gleiche gilt übrigens in ähnlicher Weise für Kerstin Garefrekes. Gut, sie hatte vor allem zu Anfang des Hoffenheim-Spiels etliche Unsicherheiten (beim Passspiel) gezeigt. Dennoch sind die Qualitäten, die sie insgesamt auch diesmal wieder einbrachte unersetzlich für dieses Team.
    Ein großer Verlust für eine Mannschaft, wenn diese beiden, absoluten Leistungsträgerinnen (in der nächsten Saison) nicht mehr zur Verfügung stehen.

    (3)

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