Potsdam überrascht Wolfsburg, Bayern zieht davon

Von am 6. Dezember 2015 – 16.34 Uhr 36 Kommentare

Am 10. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga hat der 1. FFC Turbine Potsdam überraschend trotz eines Halbzeitrückstands beim VfL Wolfsburg gewonnen. Nutznießer ist der FC Bayern München.

Die Potsdamerinnen gewannen in Wolfsburg mit 5:2 (1:2) und setzten damit ein kräftiges Ausrufezeichen. Die starke Svenja Huth brachte die Gäste in Führung (23.), doch noch vor der Pause drehten Lara Dickenmann (34.) und Caroline Hansen (44.) die Partie zugunsten der Gastgeberinnen. Doch was dann in der zweiten Halbzeit passierte, hätten wohl nur die wenigsten vermutet.

Potsdam bärenstark
Mit einem Doppelschlag durch Steffi Draws (48.) und Tabea Kemme (49.) ging Potsdam wieder in Führung und Wolfsburg fand nicht mehr richtig in die Partie. Die eingewechselte Marina Makanza (72.) und erneut Huth (88.) sorgten den überraschenden Turbine-Erfolg. Bereits am Mittwoch stehen sich beide Teams in Potsdam im DFB-Pokal-Viertelfinale erneut gegenüber.

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Bayern baut Tabellenführung aus
Nutznießer des Wolfsburger Ausrutschers war Tabellenführer FC Bayern München, der sein Heimspiel gegen die SGS Essen mit 2:1 (1:0) gewann. Caroline Abbé sorgte per Kopf für die frühe Führung (6.), Nina Brüggemann gelang zu Beginn der zweiten Halbzeit der Ausgleich (49.). Und die Bayern-Fans brauchten Geduld, ehe Sara Däbritz mit einem Distanzschuss den Erfolg perfekt machte (88.).

Svenja Huth im Duell mit Lena Goeßling

Svenja Huth (li.) im Duell mit Lena Goeßling © foto2press / Michael Täger

Huth ist happy, Goeßling geknickt
Svenja Huth erklärte nach der Partie: „Wir sind sehr gut als Team aufgetreten und hatten uns einiges vorgenommen. Wir haben auch schon eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und konnten zum Glück direkt nach der Pause nachlegen. Ich bin froh, dass ich meinen Teil dazu betragen konnte.“ Lena Goeßling meinte: „Wir haben individuelle Fehler begangen und Potsdam hat den spritzigeren Eindruck gemacht. Das ist unerklärlich und mir fehlen die Worte, dass wir die 2:1-Führung aus der Hand gegeben haben.“

Frankfurt und Köln siegen mit neuen Trainern
Bereits am Vormittag gewann der 1. FFC Frankfurt unter dem neuen Trainer-Duo Matt Ross und Kai Rennich mit 2:0 (2:0) gegen den SC Sand. Dzsenifer Marozsán (39.) und Mandy Islacker (45.) erzielten die Treffer. Seinen ersten Saisonsieg feierte der 1. FC Köln mit einem 2:0 (2:0)-Auswärtssieg beim FF USV Jena. Lise Overgaard Munk (4.) und Anna Gerhardt (9.) erzielten die frühen Tore und bescherten dem neuen Trainer Marcus Kühn einen Einstand nach Maß.

Freiburg zerlegt Leverkusen
Der SC Freiburg kam zu einem 6:1 (3:0)-Kantersieg gegen Bayer 04 Leverkusen. Giulia Gwinn (18.), Sandra Starke (31.) und Sarah Puntigam (36.) trafen bereits vor der Pause. Hasret Kayikci (72.), Cinzia Zehnder (81.) und erneut Kayikci (90.+1) erzielten drei weitere Treffer für die Freiburgerinnen, für Leverkusen traf Marisa Ewers per Elfmeter (79.).

Hoffenheim siegt klar
Ebenfalls zu einem klaren Erfolg kam die TSG 1899 Hoffenheim, die bei Aufsteiger SV Werder Bremen mit 4:0 (2:0) gewann. Martina Moser (21.), Theresa Betz (41.), Emily Evels (52.) und Lina Bürger (79.) erzielten die Tore.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • balea sagt:

    @Detlef
    Ja, wahrscheinlich hätte Fischer zuRecht eine rote Karte bekommen können. Ich bin am Ende aber ganz froh, dass es nicht dazu kam: Sonst hätten wir hier lesen können, dass die Wolfsburger Niederlage in erster Linie der Unterzahl geschuldet sei.

    (2)
  • holly sagt:

    @balea, es gab aber auch schon Teams die Unterzahl gewonnen haben. Obwohl sie zurück lagen

    (3)
  • Herr Schulze sagt:

    @dummkopf/football-women.com

    Kleine Ergänzung zum Frankfurt-Spiel.
    Der Aufbau einer Dreierabwehrkette wie die Aufstellung mit Störzel und Egmont ging wohl zu Lasten von Kathy Hendrich. Damit waren im ersten Spiel nach Bell gegen alle Unkenrufe alle Bad Neuenahrerinnen (Störzel, Kuznick, Prießen) an Bord. Dem Interimstrainer war das Rumgeschiebe „zu viel Barcelona“ stand irgendwo zu lesen, was eine sehr euphemistische Formulierung ist. Mehr als einmal wurde vonm gegnerischen 16er über Ballstaffetten bis zurück zur Torfrau gespielt. Gut für den FFC, dass Sand das 1-0 verschenkte. Mandy Islacker gefiel mir im Gegensatz zu anderen Kommentaren nicht so gut. Dafür har sich Sophie Schmidt mit einiger Spielzeit prima ins Spiel gefunden. Immerhin wechselt der neue Mann vor der 85. Minute aus.

    Allerdings sieht das bei Barcelona auch besser aus.

    (-1)
  • dummkopf/football-women.com sagt:

    Danke an die fachkundigen Frankfurt-Fans translate und Herr Schulze für die Infos! Sicher auch im Sinne andere Leser.
    Ich weiss auch nicht, warum ich hier anscheinend reflexartig nach fachkundigen Fans Frage. Wo doch jeder weiss dass es hier nur solche gibt.
    Hätte natürlich besser schreiben sollen. Solche, die nicht über eine allzusehr brillenverzerrte Optik verfügen. Wobei man sich ja auch da bei den bekannten Kandidaten den Verzerrwinkel herausrechnen kann. 😉

    Ein kurzer Kommentar dazu auch in der Aufarbeitung:

    (-8)
  • Chris sagt:

    Zu den Zuschauerzahlen in München: Es gab Eintritt, Getränke und Essen umsonst. Dementsprechend dann auch der Andrang. Klar, wenn es was umsonst gibt sind auf einmal alle da.

    War aber dadurch auch massig „fachkundiges“ Publikum vor Ort. Eine Frau fragte nach der ersten Halbzeit wie lange denn die Pause nun dauern würde…

    (-1)